Befragung. Erläuterung zum Fragebogen:

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1 Befragung Die Umfrage wird im Rahmen des Leonardo da Vinci Partnership - Progra es Psychische Probleme in Jobcentern durchgeführt. Ziel des Projektes ist es zu eruiere, wie Jobcenter in verschiedenen EU-Staaten mit psychischen Problemen ihrer Kunden umgehen, um einen Workshop/ein Training zu entwickeln, mit dem die Mitarbeiter der Jobcenter in ihrer täglichen Arbeit unterstützt werden können. Erläuterung zum Fragebogen: Ziel dieser Befragung ist es, Informationen über Ihre Nöte, Ihr Interesse und Ihre Haltung bezüglich psychischer Probleme in der Praxis zu bekommen. Die Einschätzung der folgenden Aussagen wird die Basis bzw. auch der Ausgangspunkt für unseren Trainingskurs sein. Die Befragung erfolgt anonym und die Antworten werden vertraulich behandelt. Auf jede Aussage kann mit einer Punktzahl von 1 bis geantwortet werden. Wenn Sie mit einer Aussage voll übereinstimmen, sollten Sie mit Punkten bewerten, wenn Sie dagegen überhaupt nicht mit einer Aussage einverstanden sind, sollten Sie nur 1 Punkt geben. Bitte bewerten Sie mit einem Kreuz pro Frage. A. Aussagen über die allgemeine Situation der Kunden: 1. Ich treffe regelmäßig mit arbeitslosen Menschen zusammen, die psychische Probleme haben.. Der Zustand ihrer Arbeitslosigkeit könnte für manche von ihnen psychische Probleme (Depression, Ängste, Abhängigkeit) hervorrufen. 3. Bei meiner täglichen Arbeit treffe ich viele arbeitslose Kunden, die bereits aufgegeben haben, die an keinerlei Aktivität interessiert sind bzw. die keinerlei Schritte unternehmen, um einen besseren Lebensstandard zu erreichen.. Bei meiner täglichen Arbeit treffe ich oft auf Menschen, die aufgegeben haben und ich kann ihnen nicht helfen.. In meinem Alltag habe ich schon Menschen getroffen, die möglicherweise Suizid gefährdet waren. 1

2 B. Allgemeine Aussagen zur Arbeit im Jobcenter:. Ich kann die Zeit, die ich für einen Kunden benötige, selbst festlegen. 7. Ich bin mit der Zeitdauer, die mir pro Gespräch zur Verfügung steht, zufrieden.. Die Zeit, die ich für jedes einzelne Gespräch mit dem Kunden habe, ist von der Leitung des Jobcenters festgelegt. 9. Der Aufwand für die Erhebung von Statistiken ist zu hoch, um genug Zeit für längere/ tiefere Gespräche zu haben.. Es gelingt mir oft, das Vertrauen meiner Kunden zu gewinnen, so dass sie offen über ihre psychischen Probleme sprechen. 11. Die psychischen Probleme von Kunden und die Auswirkungen auf die Beratungstätigkeit werden in unseren Dienstberatungen regelmäßig thematisiert. C. Begegnung mit Kunden, die psychische Probleme haben: 1. Ich kann die Anzeichen einer Depression erkennen. 13. Meiner Meinung nach handelt es sich bei Depression, Ängsten oder Sucht nicht um eine Krankheit. 1. Depression ist kein Hinderungsgrund dafür, eine Arbeit zu finden.. Psychische Erkrankungen sind eher die Ursache des Arbeitslosenstatus als dass sie die Konsequenzen davon sind (Aufgrund einer psychischen Erkrankung kann jemand arbeitslos werden).

3 1. Wenn ich sehe, dass einer meiner Kunden sehr traurig ist, wenig motiviert oder (das Gegenteil) aufgeregt oder überfordert ist, denke ich, dass mich das nichts angeht. Ich bin daran nicht interessiert. 17. Wenn jemand eine Arbeit findet, lösen sich alle seine Probleme. 1. Wenn jemand arbeitslos wird, dann wird er/ sie früher oder später depressiv. 19. Ich kann mit Menschen, die psychische Probleme haben, sehr gut umgehen.. Ich denke, dass es ethische und gesetzliche Verpflichtungen gibt, wie man mit psychischen Problemen bei unserer Arbeit umgehen muss. 1. Es gehört nicht zu meinen Aufgaben, mich mit den psychischen Problemen meiner Kunden zu beschäftigen.. Es macht mir nichts aus mit Kunden zusammen zu treffen, die psychische Probleme haben. 3. Es bringt mich durcheinander und stresst mich mit psychisch belasteten Kunden zu tun zu haben.. Ich fühle mich sicher im Umgang mit psychisch belasteten Kunden. D. Hilfe und Unterstützung. Wenn ich davon ausgehe, dass mein Kunde ein psychisches Problem hat, ist es für mich sehr einfach zu helfen, denn ich bin durch meine langjährige Arbeit darin geschult. 3

4 . Wenn ich spüre, dass mein Kunde professionelle Hilfe für sein/ihr psychisches Problem braucht, kenne ich Einrichtungen, wo ich ihn/sie hinschicken kann. 7. Ich wäre sehr daran interessiert, an einem Training teilzunehmen, das mir helfen könnte, Menschen, die psychisch krank sind, adäquat zu behandeln. Ich denke dass eine derartige Ausbildung sehr nützlich sein würde.. Ich kenne Spezialisten außerhalb des Jobcenters, die meinen Kunden helfen können. 9. Professionelle Hilfe für meine Kunden steht sofort zur Verfügung. 3. Professionelle Hilfe ist für die Kunden kostenlos. 31. Professionelle Hilfe wird durch das Jobcenter angeboten. 3. Es gibt ein festgelegtes Budget, das für psychisch belastete Kunden bereit gestellt wird. 33. Hilfe durch Spezialisten wird durch den Staat/ die Regierung übernommen bzw. ist Teil des öffentlichen Gesundheitssystems. 3. Welche Art der Unterstützung brauchen Sie, um die Situation in Ihrer Arbeit im Umgang mit Kunden mit psychischen Problemen zu verbessern? (Dies ist eine offene Frage - also nicht mit 1 Punkten zu beantworten.) VIELEN DANK FÜR IHRE UNTERSTÜTZUNG!

5 ERGEBNISSE DES DEUTSCHEN FRAGEBOGENS Es gab 9 Teilnehmer aus verschiedenen Jobcentern. Die folgenden Diagramme stellen die Verteilung der gegebenen Punkte da. Bei manchen Fragen gab es fehlende Antworten (zu erkennen an der Anzahl der angekreuzten Fragen). 1: Ich treffe regelmäßig mit arbeitslosen Menschen zusammen, die psychische Probleme haben Total: 9 Ø 7. : Der Zustand ihrer Arbeitslosigkeit könnte für manche von ihnen psychische Probleme (Depression, Ängste, Abhängigkeit) hervorrufen Tota:l 9 Ø 7.

6 3: Bei meiner täglichen Arbeit treffe ich viele arbeitslose Kunden, die schon aufgegeben haben, die an keinerlei Aktivität interessiert sind bzw. die keinerlei Schritte unternehmen, um einen besseren Lebensstandard zu erreichen Total: 93 Ø 7. : Bei meiner täglichen Arbeit treffe ich oft auf Menschen, die aufgegeben haben und ich kann ihnen nicht helfen Total: 9 Ø.

7 : In meinem Alltag habe ich schon Menschen getroffen, die möglicherweise Suizid gefährdet waren Total: 9 Ø. : Ich kann die Zeit, die ich für einen Kunden benötige, selbst festlegen Total: 9 Ø 3.3

8 7: Ich bin mit der Zeitdauer, die mir pro Gespräch zur Verfügung steht, zufrieden Total: 9 Ø.3 : Die Zeit, die ich für jedes einzelne Gespräch mit dem Kunden habe, ist von der Leitung der Agentur für Arbeit festgelegt Total: 9 Ø.

9 9: Der Aufwand für die Erhebung von Statistiken ist zu hoch um auch noch genug Zeit für längere/ tiefere Gespräche zu haben Total: 93 Ø. : Es gelingt mir oft das Vertrauen meiner Kunden zu gewinnen, so dass sie offen über ihre psychischen Probleme sprechen Total: 9 Ø 7.3

10 11: Die psychischen Probleme von Kunden und die Auswirkungen der Begegnungen ist häufig Gegenstand unserer regelmäßigen Teambesprechungen Total: 9 Ø 3. 1: Ich kann die Anzeichen einer Depression erkennen Total: 9 Ø.

11 13: Meiner Meinung nach handelt es sich bei Depression, Ängsten oder Abhängigkeit nicht um eine Krankheit Total: 1 Ø. 1: Depression ist kein Hinderungsgrund dafür, eine Arbeit zu finden Total: 9 Ø 3.7

12 : Psychische Erkrankungen sind eher die Ursache des Arbeitslosenstatus als dass sie die Konsequenzen davon sind (Aufgrund einer psychischen Erkrankung kann jemand arbeitslos werden) Total: 9 Ø. 1: Wenn ich sehe, dass einer meiner Kunden sehr traurig ist, wenig motiviert oder (das Gegenteil) aufgeregt oder überfordert ist, denke ich, dass mich das nichts angeht. Ich bin daran nicht interessiert Total: 9 Ø 1.9

13 17: Wenn jemand eine Arbeit findet, lösen sich alle seine Probleme Total: 9 Ø 3. 1: Wenn jemand arbeitslos wird, dann wird er/ sie früher oder später depressiv Total: 9 Ø 3.3

14 19: Ich kann mit Menschen, die psychische Probleme haben, sehr gut umgehen Total: 93 Ø.1 : Ich denke, dass es ethische und gesetzliche Verpflichtungen gibt, wie man mit psychischen Problemen bei unserer Arbeit umgehen muss Total: 9 Ø.

15 1: Es gehört nicht zu meinen Aufgaben, mich mit den psychischen Problemen meiner Kunden zu beschäftigen Total: 93 Ø. : Es macht mir nichts aus mit Kunden zusammen zu treffen, die psychische Probleme haben Total: 93 Ø.

16 3: Es bringt mich durcheinander und stresst mich mit psychisch belasteten Kunden zu tun zu haben Total: 9 Ø 3. : Ich fühle mich sicher im Umgang mit psychisch belasteten Kunden Total: 9 Ø.1

17 : Ich fühle mich unsicher wenn ich Kunden mit psychischen Problemen habe Total: 93 Ø. : Wenn ich davon ausgehe, dass mein Kunde ein psychisches Problem hat, ist es für mich sehr einfach zu helfen, denn ich bin durch meine langjährige Arbeit darin geschult Total: 9 Ø 7.9

18 7: Wenn ich spüre, dass mein Kunde professionelle Hilfe für sein/ihr psychisches Problem braucht, kenne ich Einrichtungen, wo ich ihn/sie hinschicken kann Total: 9 Ø 7. : Ich wäre sehr daran interessiert, an einem Training teilzunehmen, das mir helfen könnte, Menschen, die psychisch krank sind, adäquat zu behandeln. Ich denke dass eine derartige Ausbildung sehr nützlich sein würde Total: 9 Ø.

19 9: Ich kenne Spezialisten außerhalb der Agentur für Arbeit, die meinen Kunden helfen können Total: 9 Ø.3 3: Professionelle Hilfe für meine Kunden steht sofort zur Verfügung Total: 7 Ø 9.

20 31: Professionelle Hilfe ist für die Kunden kostenlos Total: 9 Ø. 3: Professionelle Hilfe wird durch die Agentur für Arbeit angeboten Total: Ø.

21 33: Es gibt ein festgelegtes Budget, das für psychisch belastete Kunden bereit gestellt wird Total: 9 Ø 7. 3: Welche Art der Unterstützung brauchen Sie, um der Situation (in Ihrem Land) zu begegnen? Ergebnisse: Mehr Zeit für Einzelne; ich wünsche mir Supervision; keine Telefonate während der Gespräche mit den Kunden; mehr Informationen zu psychischen Krankheiten; weniger statistische Pflichten; mehr über professionelle Hilfe erfahren; Austausch mit anderen Jobcenter-Mitarbeitern; Arbeiten in einem Einzelbüro;

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