Predigt über Matthäus 22, am Eröffnungsgottesdienst der Landessynode am 19. April 2013 in der St. Bartholomäus-Kirche in Berlin

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1 Predigt über Matthäus 22, am Eröffnungsgottesdienst der Landessynode am 19. April 2013 in der St. Bartholomäus-Kirche in Berlin von Rolf Schieder Gnade sei mit Euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt. Amen. Der Predigttext findet sich im Evangelium des Matthäus im 22. Kapitel: Als aber die Pharisäer hörten, dass er den Sadduzäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. Und einer von ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und fragte: Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz? Jesus antwortete ihm: 'Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und ganzem Gemüt.' Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: 'Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst.' In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. Liebe Gemeinde, nicht ich habe mir diesen Text ausgesucht der Ältestenrat der Synode hat mir vielmehr nahegelegt ihn mit Blick auf das Synodenthema Reformation und Toleranz auszulegen. Arglos habe ich dem Vorschlag zugestimmt, um bei genauerer Betrachtung festzustellen, dass in diesem Text und in seinem Kontext - von allem Möglichem die Rede ist, nicht aber von Toleranz. Man hätte ja schon bei der Formulierung das Maul stopfen stutzig werden müssen. Das klingt nicht gerade nach einer politisch korrekten Debattenkultur. Ganz schlimm wird es dann aber ein paar Verse später: Jesus beschimpft dort die Pharisäer abwechselnd als Heuchler!, blinde Führer! Raubgierige!, Gesetzesverächter!, Nattern und Schlangenbrut!, Prophetenmörder!. Der Jesus des Matthäusevangeliums war alles Mögliche, aber tolerant war er nicht. Was hat sich der Ältestenrat also dabei gedacht, mir ausgerechnet diesen Text aufzugeben? Wenn er doch wenigstens eine der Parallelstellen im Markus- oder gar im Lukasevangelium ausgewählt hätte. Dort ist das höchste Gebot sehr viel milder gerahmt. Markus stellt uns einen Jesus und einen Schriftgelehrten vor, die die Technik der positiven Verstärkung vorbildlich beherrschen. Nachdem Jesus die Frage nach dem höchsten Gebot korrekt beantwortet hat, sagt der 1

2 Schriftgelehrte: Schön hast Du das gesagt, Meister, und Du hast Recht. Und dann wiederholt der Schriftgelehrte das Doppelgebot der Liebe noch einmal mit seinen eigenen Worten. Und weil auch er das so schön gesagt hatte, lobt nun auch Jesus den Schriftgelehrten: Du bist nicht fern vom Reich Gottes! Gerade zur Einführung von Friedhelm Kraft als Leiter der Abteilung V wäre das ein pädagogisch wertvoller, Toleranz sozusagen im Vollzug zeigender Text gewesen. Auch im Lukasevangelium wird das Doppelgebot der Liebe viel anregender gerahmt. Bei Lukas ist es nämlich der Auftakt zum Gleichnis vom Barmherzigen Samariter mit der spannenden Übergangsfrage: Wer ist denn überhaupt mein Nächster? Jesu kehrt bekanntlich die Fragestellung genial um: Wem willst Du denn ein Nächster werden? Lauter schöne Predigttexte! Ich aber stehe vor Ihnen und muss wenn ich dem Schriftwort treu sein will eine Predigt über den fundamentalen Unterschied zwischen Toleranz und Liebe halten! Nun hat es schon immer zu den hervorstechenden Merkmalen evangelischer Predigt gehört, dem Zeitgeist mutig entgegenzutreten und mit Kulturkritik nicht zu sparen. So gehe ich frisch ans Werk, ganz nach dem Motto: Heute hat sie der Herr in meine Hand gegeben Im Mittelpunkt des Textes steht die Liebe in ihrer dreifachen Gestalt als Gottesliebe, als Nächstenliebe und als Selbstliebe. Sind Liebe und Toleranz denn nicht verwandt? Ich behaupte: Liebe hat mit Toleranz ungefähr so viel zu tun, wie ein Fisch mit einem Fahrrad. Denn Liebe will Nähe, Toleranz aber ist eine Haltung gegenüber Fremden. Jeder, der schon einmal eifersüchtig war, weiß, dass sich Liebe nicht auf Toleranz reimt. Aber auch Jesu Frage im Gleichnis vom Barmherzigen Samariter Wem willst Du ein Nächster werden? weist auf den Sachverhalt hin, dass es einen Nächsten für mich nur gibt, wenn ich bereit bin, für ihn Verantwortung zu übernehmen. Nächstenliebe ist keine milde Freundlichkeit gegenüber Jedermann. Vielmehr gilt: wen ich zu meinem Nächsten erwähle, für den will ich auch da sein. Der Barmherzige Samariter, der sich zum Nächsten des Überfallenen macht, kann das übrigens auch nicht täglich tun. Wer professionell Samariter werden will, muss Diakoniemanagement oder Pflegewissenschaft studieren und schnell einsehen, dass Nächstenliebe nicht institutionalisierbar ist. Mit dem Begriff Liebe beschreiben wir ein Nahverhältnis. Toleranz hingegen ist eine Tugend, die man Fremden gegenüber an den Tag legt. 2

3 Insofern ist der Begriff der Toleranz ein durch und durch politischer Begriff. Menschen, die in einem politischen Gemeinwesen zusammenleben, zeichnen sich dadurch aus, dass sie einander fremd sind. Eine polis, eine Stadt, ein Staat ist eine Gemeinschaft von Fremden. Angela Merkel und Peer Steinbrück müssen sich nicht lieben. Es reicht vollkommen aus, dass sie sich tolerieren. Gleiches gilt für die Parteien im Bundestag. Und auch am Arbeitsplatz nicht einmal im Konsistorium kann ein Liebesgebot erlassen werden. Es reicht vollkommen aus, dass wir uns gegenseitig ertragen und uns ansonsten an die Verfahrensregeln halten, die Institutionen für Konfliktfälle bereithalten. Aber auch im Blick auf die Liebe Gottes ist der Toleranzbegriff irreführend. Der Gott, an den Christen glauben, ist kein toleranter Gott. Er ist ein liebender, aber als solcher ein eifriger Gott. Nun mag man Gottes Liebe wenn man sich in einer besonders romantischen Stimmung befindet wie Gras und Ufer, und wie Wind und Weite empfinden. Die Fülle biblischer Bilder für die Liebe Gottes wird damit freilich nicht ausgeschöpft! Bei Hosea etwa sagt der Herr: Mit Stricken der Liebe habe ich sie gezogen (11,4). Angesichts der Untreue seines Volkes spricht Gott zwar: Meinem glühenden Zorn werde ich nicht freien Lauf lassen. (11,9) aber das heißt ja gerade, dass er aus Liebe zornig ist. Gott liebt Gerechtigkeit und Recht und hasst das Unrecht. Wen der Herr liebt, den züchtigt er. Er liebt sein Volk und ist ihm treu angesichts der Untreue seines geliebten Volkes muss er aber seinen Zorn immer wieder zügeln zuweilen mussten Abraham und Mose ihm helfen, sich im Zaum zu halten. Das spricht aber nicht gegen Gott, sondern gerade für ihn! Wenn ich Toleranz höre, dann fällt mir zuerst Herablassung ein. Die absolutistischen Herrscher der frühen Aufklärung duldeten zwar religiöse und kulturelle Vielfalt. Duldung aber hieß eben: kein Recht. Toleranz ist aber auch im persönlichen Umgang miteinander nicht notwendig eine Tugend. Toleranz kann vollkommenes Desinteresse signalisieren. Man gibt sich tolerant, weil man selbst schlicht nicht betroffen ist. Die Toleranz derer, die hoch und trocken sitzen, macht mir den Begriff nicht gerade sympathischer. Toleranz ist mir zu wenig und zu billig. Zu wenig, weil sie doch nur auf Duldung und nicht auf Anerkennung hinausläuft; und zu billig, weil zur Toleranz gerne diejenigen auffordern, die mit dem zu 3

4 Tolerierenden gar nicht konfrontiert sind. Es handelt sich meist um eine eigenkostenlose Toleranz. Sollen wir uns also wirklich einen toleranten Gott wünschen? Das Glaubensbekenntnis umschreiben? Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen und Toleranten? Wollen wir wirklich einen Gott, dem es angewidert von der kleinlichen Streitigkeiten und Bosheiten der Menschen letztlich ganz egal ist, ob Recht und Gerechtigkeit herrschen oder Bosheit und Gewalt? Ein Gott, der so fern ist, dass er herablassend und aus sicherer Distanz die Menschen sich selbst überlässt? Nein, der Gott der Bibel ist kein toleranter Gott. Der Gott, wie wir ihn aus der Heiligen Schrift kennen, ist ein liebender Gott. Aber diese Liebe ist radikal, revolutionär und erschreckend bedingungslos. Sie verwahrt sich gegen jeden Kompromiss. Gottes unerbittliche Liebe lässt die Mächtigen scheitern und erhebt die Niedrigen, sättigt die Hungrigen und schickt die Reichen weg. Gottes Liebe ist revolutionär. Als die Römer einen unschuldigen Gerechten kreuzigten, gefiel es Gott, die Weltordnung auf den Kopf zu stellen. Die Pointe der Botschaft von der Auferstehung Jesu besteht darin, dass Gottes Liebe zu den Menschen sich von Unrecht und Gewalt nicht hindern lässt. Es ist übrigens faszinierend zu beobachten, dass das revolutionäre Potential des Auferstehungsglaubens heute selbst von Menschen, die keine Christen sind, erkannt wird. So schreibt Jakob Augstein auf spiegel online zu Ostern eine Kolumne, in der es heißt: Man muss kein Christ sein, um die Bedeutung der Auferstehung schätzen zu lernen. Die Auferstehung ist der Sieg des utopischen Denkens! Die Tatsachenmenschen haben abgewirtschaftet. Kapitalismus und Neoliberalismus halten keine Hoffnung bereit. Die Aufgabe der Politik wäre es, ihnen mit der Kraft der Utopie zu begegnen. Ostern, das Fest der Auferstehung, erinnert an diese Kraft. Gottes Liebe ist grenzenlos und gerade deshalb erschreckend. Es ist zwar richtig, dass Gott uns die Freiheit lässt, ihn zu lieben oder es bleiben zu lassen. Und er wird sich, was die menschliche Fähigkeit zur Gottesliebe betrifft, keinen großen Illusionen mehr hingeben. Aber woran Gott doch unter allen Umständen festhält kompromisslos, unerbittlich, bis in alle Ewigkeit das ist seine Forderung an die Menschen, sich von ihm lieben lassen. Er ist gnadenlos gnädig 4

5 und erbarmungslos sich erbarmend, nicht nicht liebend könnend. Dieser Liebe Gottes entkommt niemand. Wir können uns dazu nur unterschiedlich verhalten. Das vorläufige Fazit lautet also: Weder für die Gottesliebe noch für die Nächstenliebe trägt der Toleranzbegriff etwas aus. Bliebe noch die Selbstliebe! Besitzt der Toleranzbegriff vielleicht für ein theologisch angemessenes Verständnis der Selbstliebe bemerkenswerte Erschließungskraft? Ich will dem dritten und letzten Teil meiner Ansprache so überschreiben: Toleranz mir selbst gegenüber oder: Wie halte ich es eigentlich mit mir selbst aus? Debatten über Toleranz sollten nicht mit der Frage beginnen, wie wir Toleranz gegenüber anderen üben können. Sie sollten mit der Frage beginnen, für wie tolerabel wir uns selbst eigentlich halten. Wie erträglich und wie zuträglich sind wir? Jedem von uns fallen auf Anhieb Mitmenschen ein, die wir für schwer erträglich halten und deren Gesellschaft wir gerne meiden. Seltener stellen wir uns Frage, wie schwer erträglich wir selbst eigentlich sind. Dabei bekennen wir in jedem Gottesdienst, dass wir Sünder sind. Die Spannung zwischen dem, wie wir gerne sein möchten und dem, wie wir in Wirklichkeit sind, ist nicht leicht auszuhalten. Was also tun mit unseren Unzulänglichkeiten? Viele verdrängen sie. Martin Luther hat darunter gelitten: Wie bekomme ich einen gnädigen Gott? Das war keine Angst vor einen fernen Jüngsten Gericht. Es ging um die täglich immer wieder neu erlittene Frage: Wie halte ich es mit mir selbst aus? Unaufhörliches Beichten und Selbstverletzungen hatten sich als Irrwege erwiesen. Wir hören immer wieder, Luthers Frage Wie bekomme ich einen gnädigen Gott? werde heute nicht mehr gestellt. Das ist möglicherweise eine Fehleinschätzung der religiösen Lage unserer Gegenwart. Ist diese Frage heute nicht genauso virulent ist wie im Spätmittelalter - sofern man Gott nicht als einen fernen Richter denkt, sondern Gott, gut lutherisch, als das, woran der Mensch sein Herz hängt? Es scheint mir kein Zufall zu sein, dass der Soziologe Ulrich Beck 2007 ein Buch mit dem Titel Der eigene Gott veröffentlicht hat. Gott könne nicht mehr als der Gott eines Kollektivs gedacht werden, sehr wohl aber als jene Instanz, der gegenüber sich das Individuum letztlich verantwortlich und verpflichtet fühlt. Der eigene Gott tritt einem als Ich-Ideal entgegen, als das Traummodel, dem der Teenager nacheifert, der Fußballstar, dem man gleichen möchte, der Retter der Umwelt, der Helfer der Armen, der Arzt der Kranken, der gerechte Richter. 5

6 Jeder Mensch kennt auch heute die Instanz sehr wohl, die ihn mit der Differenz zwischen Sein und Sollen, zwischen Wunsch und Wirklichkeit konfrontiert. Die Spannung, die aus dieser Offenbarung, resultiert, will ausgehalten sein. Und die Frage drängt sich auf, wie dieser eigene Gott gnädig zu stimmen ist. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und nehme aus vielen empirischen Untersuchungen zur Kenntnis, dass heute die Schere zwischen Wunsch und Wirklichkeit besonders weit auseinander gegangen ist mithin die Frage nach der Gnade besonders drängend geworden ist. In den neoliberalen 80ern klang die Idee, sich immer wieder neu zu erfinden, sich zu einem Kunstwerk zu gestalten, das eigene Leben als ein unabgeschlossenes Projekt zu genießen, noch befreiend. Heute ist Ernüchterung eingetreten: Selbstoptimierungsdruck und Projektzwänge halten immer weniger Menschen aus. Scheitern ist ein peinliches Tabu. Prekäre Lebensverhältnisse sind auf dem Vormarsch. Selbst die eigenen Kinder werden zum Projekt mit fatalen Nebenwirkungen. Ich bin gerade Großvater geworden und die Eltern meiner Enkeltochter berichteten besorgt von der Atmosphäre in den Arztpraxen. Nicht die Eltern sind rechtfertigungspflichtig, die ihr Kind bei einer problematischen Diagnose nicht behalten wollen, sehr wohl aber diejenigen, die sich für ihr Kind entscheiden, auch wenn es möglicherweise nicht perfekt ist. Dem Perfektionierungsdruck ist nicht leicht zu widerstehen. Damit nimmt aber auch die Brisanz der Frage: Wie halte ich meine eigenen Unzulänglichkeiten aus? zu. Luther hat die Frage, wie wir uns tolerieren können, wegweisend gelöst. Er erkannte einerseits, dass ihm alle Wege, sich selbst zu tolerieren, versperrt waren. Er konnte sich sein Leben nicht mehr schön reden und auch nicht schön trinken. Nach seinen eigenen Maßstäben war er unerträglich. Er erkannte aber andererseits auch, dass Gott ihn in diesem Zustand nicht verharren ließ. Der gerechte Gott sah ihn mit den Augen der Liebe an. Als von Gott geliebter Sünder fand er sich - ohne eigenes Zutun, allein aufgrund der Liebe Gottes als gerechtfertigt vor. Das war Luthers grundlegende Einsicht: Wir können uns vor uns selbst nicht rechtfertigen. Aber es wird uns leicht und froh ums Herz, wenn wir Gott erlauben, uns zu lieben. Das ist nicht so einfach wie es klingt. Die Lust am negativen Selbstverhältnis ist tief verankert. Wenn wir uns aber von Gottes 6

7 Liebe ergreifen lassen, dann gewinnen wir ein neues Selbstverhältnis ein Selbstverhältnis, das weder selbstbetrügerisch noch selbstzerstörerisch ist. Die Liebe Gottes, die in uns Schwachen dann mächtig wird, drängt nach Veränderung, nach Transformation. Mit dem Status quo haben sich Christen nie zufrieden gegeben auch an dieser Stelle unterscheidet sich die weltverändernde Liebe Gottes von neuzeitlichen Toleranzforderungen. Martin Luther King rief am 23. August 1963 auf den Stufen des Lincoln Memorial in Washington, D.C.: Nein, nein, wir sind nicht zufrieden und wir werden nicht zufrieden sein, bis Gerechtigkeit herabströmt wie Wasser und Rechtschaffenheit wie ein mächtiger Strom. Das war keine Toleranzerklärung. Christen sind unterwegs in Erwartung des kommenden Reiches Gottes. Vor ein paar Wochen nahm ich an einer Städtebaukonferenz teil. Ein junger Städteplaner hielt einen faszinierenden Vortrag über die Zukunft unserer Städte. Anschließend bat ich ihn um seine Karte. Auf der war zu lesen: raumtaktik. office from a better future. Nicht office for a better future, sondern office from a better future. Ich war zutiefst beeindruckt und fragte mich, warum das eigentlich unseren kirchlichen Werbestrategen nicht eingefallen ist: Kirche Ständige Vertretung einer besseren Zukunft. Office from a better future - besser kann man den Zusammenhang von Reich Gottes und Kirche nicht zum Ausdruck bringen. Wir sind Stellvertreter der besseren Zukunft des Reiches Gottes. Das muss unser Selbstbewusstsein prägen. Von Träumen, Bäumen und Blumen und Ufern und Gräsern sollten wir uns nicht einlullen lassen. Ich mache ausdrücklich auf das textliche Achtergewicht des nächsten Liedes aufmerksam. Die Liebe Gottes ist kein Schlafmittel, sie weckt im Gegenteil auf. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, lieber Friedhelm Kraft, ein aufgewecktes Konsistorium und eine wache Religionslehrerschaft. Und der Synode nicht nur Toleranz im Umgang, sondern auch den Mut zum Nachdenken darüber, welche Konsequenzen wir denn aus der unbedingten Forderung Gottes, uns von ihm lieben zu lassen, ziehen wollen. Und der Friede Gottes, der höher ist, als unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen. 7

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