Versorgungssicherheit für die stoffliche und energetische Nutzung von Holz: Lokale Ressourcen vs. internationaler Handel

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1 Versorgungssicherheit für die stoffliche und energetische Nutzung von Holz: Lokale Ressourcen vs. internationaler Handel Lukas Kranzl Workshop IEA Bioenergy Task 40 TU-Wien, 26. Jänner 2010

2 Fragestellungen dieses Workshops Welche Sektoren der österreichischen Holzwirtschaft (stoffliche und energetische Nutzung) werden unter welchen Bedingungen zukünftig mehr Holz importieren? Aus welchen Regionen wird importiert (unter Berücksichtigung der Entwicklung auf den internationalen Holzmärkten)? Welche Barrieren existieren für den internationalen Holzhandel?

3 Sectoral breakdown of biomass exploitation (in terms of primary energy) (2006 to 2030)) [Mtoe] 2006 Möglicher Beitrag der Biomasse zu 2020 Zielsetzungen (EU-27) RES-T - imports RES-T - 2nd generation RES-T - 1st generation RES-H - non grid RES-H - district heat 50 0 RES-E&H - CHP RES-E - pure power Quelle: Green-X, futures-e, strengthened national policy scenario

4

5 Internationaler Handel Sägenebenprodukte Internationaler Handel Sägenebenprodukte (incl. Pellets, Briketts) in Mittel- und Osteuropa, 2007, PJ/a SE NO EE LV DK IT SI SK HU 0.8 CH AT CZ FR UA DE PL BE NL LT RO HR BA Quelle: UN Comtrade (2009), own calculations and illustration

6 Preis Steigende Nachfrage nach biogenen Ressourcen durch biobased economy Angebot Nachfrage gesamt Nachfrage energetisch Nachfrage nicht-energetisch Menge

7 Ressourcenverbrauch Ressourcenverbrauch Ressourcenverbrauch Neben Energieeffizienz auch Ressourceneffizienz! ENERGIE STOFFLICH Zeit Zeit Gesamt Nachhaltiger, erneuerbarer Anteil des Ressourcenverbrauchs Zeit

8 Szenarien der Holz verarbeitenden Industrie

9 PJ/a Potenziale fester Biomasse in verschiedenen Szenarien Sägeindustrie: hoch Papier- 50 und Plattenindustrie: nieder 0 Sägeindustrie: base Papier- und Plattenindustrie: base Sägeindustrie: nieder Papier- und Plattenindustrie: hoch Biomasse Max Industrie Min Industrie Basis Industrie Max Biomasse Min Waldholz SNP Rinde Schwarzlauge

10 Ausgangssituation Es besteht zunehmende Konkurrenz zwischen verschiedenen energetischen und nicht-energetischen Biomasse-Nutzungspfaden, aber auch innerhalb der energetischen Nutzung. Es bestehen allerdings auch Synergien (v.a. zur Sägeindustrie). Chancen für einzelne industrielle Standorte? Nachhaltige Mobilisierung von Biomasse. Einsatz in den effizientesten Pfaden und Anwendungen Innerhalb der energetischen Nutzung. Kaskadische Biomasse-Nutzung Massive Reduktion von Energie- und Ressourcenverbrauch unabdingbar für nachhaltige Entwicklung. Offene Frage: Bedeutung und Auswirkungen von internationalem Handel zum Ausgleich regionaler Ungleichgewichte?

11 IEA Bioenergy Task 40 Seit 2004 Task leader: Copernicus Institute Utrecht University, Andre Faaij, Martin Junginger, Nidera Handelscompagnie, Peter Paul Schouwenberg Neben Österreich weiters involviert: Belgien, Brasilien, Kanada, Deutschland, Finnland, Italien, Japan, Niederlande, Norwegen, Schweden, UK, USA

12 IEA Bioenergy Task 40 Zielsetzungen: Besseres Verständnis von Bioenergie-Märkten Analyse nachhaltiger Biomasse-Produktionsketten Analyse von Biomasse-Märkten durch Modellierung und Szenario-Entwicklung Evaluierung der politischen, sozialen, ökonomischen und ökologischen Auswirkungen des Biomasse-Handels, insbesondere in Bezug auf Nachhaltigkeitskriterien Beitrag zu Zertifizierungs-Vorgängen, Identifikation von Best-Practice-Beispielen

13 IEA Bioenergy Task 40 Österreichische Beteiligung Biomassehandel verstehen: Status quo des Biomasse-Handels in Bezug auf Österreich Modellierung von Bioenergie-Systemen Chancen / Risiken identifizieren Steuerungsinstrumente untersuchen: Analyse politischer Instrumente Zertifizierung und Nachhaltigkeitskriterien Workshop April 2009: Nachhaltigkeit durch Zertifizierung von Biomasse Workshop Jänner 2010: Lokale Ressourcen vs. internationler Handel

14 Fragestellungen dieses Workshops Welche Sektoren der österreichischen Holzwirtschaft (stoffliche und energetische Nutzung) werden unter welchen Bedingungen zukünftig mehr Holz importieren? Aus welchen Regionen wird importiert (unter Berücksichtigung der Entwicklung auf den internationalen Holzmärkten)? Welche Barrieren existieren für den internationalen Holzhandel?

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