Die Krise in Luca und die Entwicklung bis hin zu Caesars erstem Konsulat

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1 Geschichte Jörn Fritsche Die Krise in Luca und die Entwicklung bis hin zu Caesars erstem Konsulat Studienarbeit

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3 Inhaltsverzeichnis Blatt Einleitung 1 I. Die Entwicklung bis hin zu Caesars erstem Konsulat 1. Vorgeschichte 2. Das sog. erste Triumvirat und Caesars erstes Konsulat 4 II. Die Krise 5 1. Vormerkungen 2. Der Zerfall des Triumvirats 6 III. Die Erneuerung des Triumvirats in Luca 8 IV. Schlussanmerkung 10 Literaturverzeichnis 11

4 1 Einleitung Vor seinem ersten Konsulat im Jahre 59 v. Chr. schloss Caesar ein Bündnis mit Marcus Licinius Crassus und Gnaeus Pompeius Magnus, das so genannte erste Triumvirat. Bei Plutarch 1 heißt es, dass Caesar Pompeius und Crassus versöhnte [ ] und [ ] durch Vereinigung der drei eine unwiderstehliche Macht [schuf], mit der er Senat und Volk der Römer überwältigte, aber nicht jene beiden durcheinander stärker, sondern sich selbst durch sie zum stärksten machte. Denn sofort wurde er, von beiden gefördert, glänzend zum Konsul gewählt, und während er das Konsulat führte, erwirkten sie, dass ihm das Kommando großer Armeen übertragen wurde, schanzten ihm Gallien zu und setzten ihn so gleichsam in eine feste Burg in der Meinung, das übrige nun in Ruhe unter sich verteilen zu können, nachdem sie jenem die ihm zugeteilte Macht gesichert hätten. Diese Verbindung zwischen den drei Politikern stellte sich im Nachhinein als entscheidender Faktor in der weiteren Entwicklung des römischen Staates dar 2. Die vorliegend Ausarbeitung behandelt das erste Triumvirat sowie seine Auswirkungen und Entwicklung. Dazu soll zunächst ein Überblick der Entwicklung bis hin zu Caesars erstem Konsulat und dem Zustandekommen des ersten Triumvirats gegeben werden. Schwerpunktmäßig befasst sich die Ausarbeitung sodann mit der Krise dieses Dreibundes und nimmt dazu insbesondere die nach vergleichsweise kurzer Zeit notwendig gewordene Erneuerung des Bündnisses in den Blick. I. Die Entwicklung bis hin zu Caesars erstem Konsulat 1. Vorgeschichte Im Jahr 62 erlangte Caesar die Praetur, das zweithöchste in der stadtrömischen Ämterhierarchie. Seit 180 v. Chr. war in der lex villia analis die Ordnung für den Ablauf der römischen Ämterkarriere (magistratische Laufbahn, cursus honorum) festgelegt 3. 1 Crassus 14, Caesar 14, Pompeius 47, zit. n. Andreas Mehl u. Wolfgang Christian Schneider: Die Krise der Römischen Republik. Von der res publica zum Prinzipat, Stuttgart 1988, S. 22 f. 2 Karl Christ: Krise und Untergang der römischen Republik, Darmstadt 1979, S Christ, Krise und Untergang der römischen Republik, S. 91; vgl. auch die Übersicht bei Mehl/Schneider, Die Krise der Römischen Republik, S. 8.

5 2 Caesar, ein ausgewiesener Popular, setzte während seines Amtes seine gegen die Senatsaristokratie, die Optimaten, gerichtete Politik fort, mit dem Ziel, sich Pompeius nach dessen Rückkehr aus dem Osten anzudienen 4. Die Optimaten wollten als die Besten die Herrschaft der Senatsaristokratie stärken, während die Popularen, obgleich in der Regel von Haus aus Angehörige des Adels, aus dem Volk und für das Volk die Volksversammlung aufwerteten 5. Gemeinsam mit dem Volkstribunen Nepos bemühte sich Caesar darum, Pompeius den Weg für dessen Konsulat nach seiner Rückkehr zu ebenen 6. Die Senatsaristokratie, allen voran Cato, untersagte Caesar daraufhin zwar die Amtsausübung; eine größere Volksmenge forderte jedoch mit Erfolg dessen Wiedereinsetzung 7. Es war oftmals der Krieg, der politisch einflussreiche Persönlichkeiten wie Sulla, Pompeius und eben Caesar hervorbrachte. Denn das Heer der römischen Republik war bis in das 3. Jahrhundert v. Chr. eine Bürgermiliz 8 mit wechselnden Kommandeuren. Dies wurde den militärischen Erfordernissen einer Weltmacht nicht gerecht 9. Längerfristig dienende Verbände in größerer Zahl, die sich aus allen freien Bürgern und nicht nur aus dem Besitzbürgertum rekrutierten, wurden gebildet 10. Damit einhergehend wurde die Kommandogewalt (imperium) an einen Befehlshaber für ein bestimmtes militärisches Vorhaben bis zu dessen Abschluss vom Senat übertragen und nicht wie früher, nur vorübergehend, in der Regel für ein Jahr 11. Der langfristig kommandierende Befehlshaber wurde so zum Garanten für Wohlstand und Existenz seiner Soldaten, zumal jene Belohnung, Beute 12 und als Veteranen regelmäßig eine Abfindung in Form von Land oder finanziellen Zuwendungen zu erwarten hatten 13. Die Legionäre waren somit bereit, sich den Interessen und der Politik ihres Imperators zu unterwerfen. Nicht mehr der Republik leisteten die Soldaten Gehorsam, sondern ihrem Feldherrn 14, zur Not auch in einem Bürgerkrieg 15. Pompeius jedoch 4 Ernst Baltrusch: Caesar und Pompeius, 2. erg. Aufl., Darmstadt, 2008, S Lothar Häusler: Rom Stadtstaat und hegemoniale Ordnung, in: Weltgeschichte Bd. 3: Rom und der Osten; hrsg. v. Heinrich Pleticha, Studienausgabe, Gütersloh 1996, S , hier S Christ, Krise und Untergang der römischen Republik, S. 267; Baltrusch, Caesar und Pompeius, S Christ, Krise und Untergang der römischen Republik S. 267 f.; Baltrusch, Caesar und Pompeius, S Ebd., S Ebd. 10 Ebd.,S. 157 f. 11 Christ, Caesar, S. 19 f. 12 Christ, Krise und Untergang der römischen Republik, S Ebd., S Häusler, Rom Stadtstaat und hegemoniale Ordnung, S. 53.

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