Tipps, Informationen und Neuigkeiten für Solid Edge Anwender

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1 Tipps, Informationen und Neuigkeiten für Solid Edge Anwender Ausgabe:

2 Die Bilder auf der Umschlagseite wurden uns freundlicherweise von Solid Edge Kunden zur Verfügung gestellt. Oben links: Oben Mitte: Oben rechts: Unten links: Unten Mitte: Unten rechts: Siemens VAI Metals Technologies GmbH Obergefäß eines Elektrolichtbogenofens Maschinenfabrik Reinhausen GmbH Feinwähler für Stufenschalter Kaeser Kompressoren GmbH CSD 102, öleingespritzter Schraubenkompressor mit 55 KW Nennleistung Werkzeugmaschinenfabrik Vogtland GmbH Rundtransfermaschine 5-er Teilung zur Bearbeitung von Ölwannen Rühle GmbH Lebensmitteltechnik Pökelzentrum IR 56 Beumer Maschinenfabrik GmbH & Co. KG Komplette Verpackungsanlage mit Zuführrollenbahn Seite 2

3 INHALTSANGABE InfoEdge Ausgabe Leitartikel Seite 4 Solid Edge Administration Vorlageneinstellungen auf dem Startbildschirm Seite 5 Solid Edge ST Wo befindet sich der Befehl Benannte Ansichten? Seite 6 Der Schritt in eine Welt mit Synchronous Technology Seite 8 Solid Edge ST 2 Vieleck (Polygon) erstellen Seite 11 Solid Edge allgemein Wie Verknüpfungen (Links) aufgelöst werden Seite 13 Solid Edge Assembly Einfache Modellierung baugruppenabhängiger Strukturen Seite 17 Solid Edge ST Draft Bemaßungswert in einem Legendentext nutzen Seite 21 Solid Edge Part Speichern dauert sehr lange Seite 24 Solid Edge alle Umgebungen Zielsuche zum Steuern von 3D Bauteilen Seite 25 Solid Edge Synchronous-Umgebungen Ältere 3D Eingabegeräte in den Synchronous-Umgebungen von Solid Edge nutzen Seite 33 Solid Edge - Spezial Verzeichnis aller bislang erschienenen Artikel Seite 36 IMPRESSUM: Redaktion: Werner Küntzler, Siemens PLM Software Michaela Stach Wenn Sie Tipps und Anregungen zur InfoEdge haben, wenden Sie sich bitte direkt an Herrn Küntzler. Gerne berücksichtigen wir auch interessante Tipps und Tricks unserer Kunden. Seite 3

4 Solid Edge Administration Markus Gras Unitec Informationssysteme GmbH Vorlageneinstellungen auf dem Startbildschirm Seit Solid Edge ST ist es möglich, nicht nur neue Vorlagen auf dem Startbildschirm abzulegen, sondern auch einzustellen, welche Vorlagendatei für welchen Zweck zu verwenden ist. Wenn nun jemand - sagen wir mal ein CAD Administrator, der mehrere Arbeitsplätze zu betreuen hat - diese Einstellungen für alle Rechner im Unternehmen gleich einstellen will, dann stellt sich ihm die Frage, wo Solid Edge diese Informationen ablegt. Es handelt sich dabei um benutzerspezifische Einstellungen, die allerdings nicht wie so oft in der Registry unter HKEY_CURRENT_USER zu finden sind. Diese Einstellungen werden in der Datei NewFileDefaultList.xml gespeichert, die wiederum unter %Userprofile%\Anwendungsdaten\Unigraphics Solutions\Solid Edge\Version 10X abgelegt wird. Seite 5

5 Solid Edge ST Petra Hohmann Siemens PLM Software Wo befindet sich der Befehl Benannte Ansichten? Während in den Pre Versionen von Solid Edge with Synchronous Technologie der Befehl Benannte Ansichten in der Hauptsymbolleiste platziert war, hat man mit ST zwei Möglichkeiten zur Auswahl: Eine Möglichkeit ist die Aktivierung über die Multifunktionsleiste Registerkarte Ansicht Befehlsfläche Ansichten Selektieren Sie den Pfeil Ansichtsausrichtung. Über das Menü Ansichtsausrichtung können aktuelle Ansichten gespeichert, der Ansichtsmanager gestartet oder gespeicherte Ansichten aktiviert werden. Aktuelle Ansichten speichern erzeugt auf direktem Weg eine benannte Ansicht. Der Ansichtsmanager startet das bekannte Menü der Benannten Ansichten. Seite 6

6 Eine weitere Möglichkeit ist der Funktionsstart von der Statusleiste aus. Sie erhalten, über die Selektion der Ansichtsausrichtungs- Schaltfläche, dasselbe Menü wie vorab beschrieben. Seite 7

7 Solid Edge Synchronous Technology Markus Rademacher Siemens PLM Software Der Schritt in eine Welt mit Synchronous Technology In den vergangenen Monaten erreichten uns häufig Fragen, die sich auf mögliche Strategien zur Einführung von Solid Edge with Synchronous Technology beziehen. In Gesprächen zeigt sich sehr schnell, dass viele Punkte durch entsprechende Werkzeuge in Solid Edge souverän gelöst und viele Antworten allgemeingültig sind. Dieser erste Beitrag soll allen, die sich mit der Frage eines Umstiegs von Solid Edge Version 20 (oder früher) auf Solid Edge with Synchronous Technology beschäftigen, ein Wegweiser für die ersten Schritte sein. Sehr schnell wird man erkennen, dass es sich trotz des damit verbundenen Technologiesprunges einfach nur um ein neues Softwarerelease handelt, welches verantwortungsvoll im Unternehmen implementiert werden muss; -so wie es schon viele Male geschehen ist. Was bedeutet der Umstieg auf Solid Edge ST? In der modernen Softwarelandschaft sind Programme schon lange nicht mehr alleinstehende Insellösungen, sondern gliedern sich möglichst nahtlos in ein Produktportfolio des entsprechenden Computerarbeitsplatzes ein. Auch hier war Solid Edge schon immer ein Vorreiter hinsichtlich Windows-Konformität und Office Integration. Solid Edge with Synchronous Technology bietet eine neue, Office 2007 orientierte Benutzeroberfläche, die die Produktivität zusätzlich steigert. Daneben gibt es eine Vielzahl an Neuerungen und Funktionsverbesserungen, die sowohl in der traditionellen als auch synchronen Umgebung die Arbeit unterstützen. Die Entscheidung, auf die neue Version Solid Edge with Synchronous Technology 2 umzusteigen, bedeutet nicht automatisch auch die neue Synchronous Technology zu nutzen. Sie eröffnet dem Anwender lediglich den Weg in eine neue Microsoft Office 2007 konforme CAD Welt und entlastet ihn in seinem täglichen Arbeitsprozess. Wie führe ich die Synchronous Techology ein? Ähnlich wie bei unserer Migrationsstrategie Evolve to 3D ist dem Kunden die Wahl des Zeitpunktes und das Tempo der Einführung der neuen Technologie überlassen. Die im Unternehmen definierten Konstruktionsprozesse sind gesichert, da die traditionelle Arbeitsweise auch in zukünftigen Versionen verfügbar sein wird. Dies muss aber nicht automatisch einen Ausschluss der Synchronous Technology bedeuten. Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme. Thomas Morus Seite 8

8 In der neuen Umgebung von Solid Edge with Synchronous Technology ist es möglich, traditionelle Einzelteile und Baugruppen beliebig mit synchronen zu mischen. Dies stellt zum einen sicher, dass bisherige Arbeitsweisen weiter geführt werden können und zum zweiten auch Vorteile der neuen Technologie zu einer Verbesserung und Beschleunigung des Konstruktionsprozesses genutzt werden können. Wie schütze ich meine Traditionellen Modelle? Arbeiten aus bisherigen Solid Edge Versionen gelten als traditionelle Modelle und können wie bisher bearbeitet werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, diese Daten in die Synchronous Technologie zu überführen. Hierbei wird der Anwender durch einen Assistenten unterstützt. Es wird überprüft, ob die benötigte Funktion bereits von Synchronous Technology abgedeckt wird und es besteht die Möglichkeit, manuell in den Prozess einzugreifen. So kann sehr leicht eine komplette Baugruppe in die Synchronous Technology überführt werden, wobei einzelne Bereiche, also Unterbaugruppen oder Teile, gezielt ausgeschlossen werden und somit traditionell bleiben. Dateien können nicht versehentlich durch Speichern unter umgewandelt werden. Seite 9

9 Darüber hinaus kann in einer Umgebung mit Solid Edge with Synchronous Technologie auch das Arbeiten mit der neuen Technologie durch entsprechende Benutzereinstellung komplett ausgeschlossen werden. Welche Vorteile bietet mir die Synchronous Technology? In vielen Bereichen ist die neue Synchronous Technologie noch produktiver, als es Solid Edge ohnehin schon war. Dies liegt einfach daran, dass Solid Edge mit seinen LiveRules bei bestimmten Konstruktionsaufgaben große Vorteile bietet. Fremddaten, die ohnehin keine Formelementhistorie mit sich bringen, können basierend auf ihren geometrischen Zusammenhängen, schnell geändert werden. Die Wiederverwendung von Konstruktionen kann durch die Möglichkeit der einfachen und noch schnelleren Bearbeitung erhöht werden. Anwender, die nicht täglich mit CAD Aufgaben betraut sind, profitieren von der intuitiven Bedienung der Synchronous Technology. Seite 10

10 Solid Edge ST2 Hans Joachim Drissler Drissler + Plaßmann GmbH Vieleck (Polygon) erstellen Die folgende Methode zum Erstellen eines Vielecks erhebt den Anspruch, die schnellste oder eleganteste Lösung für diese Konstruktionsaufgabe zu sein! Im nachfolgenden Beispiel geht es darum, ein simples Sechseck unter SOLID EDGE ST2 zu erstellen. Der Umkreis des fertigen Modells soll 100 mm, die Tiefe 50 mm betragen. Das einzige, was Sie dazu benötigen ist die ST2, denn ST2 verfügt jetzt standardmäßig über eine Funktion zum Erzeugen eines Polygons. Wir starten SOLID EDGE Part im Synchronous-Modus und wählen in der Menüleiste die Option Polygon über Mittelpunkt. So ganz nebenbei sehen Sie auch noch einige weitere Standardoptionen, wie Rechteck über Mittelpunkt Im Dialogfeld Polygon über Mittelpunkt können Sie nun auswählen, ob Sie über den Eckpunkt (Vertex) oder den Mittelpunkt (beim Sechskant die Schlüsselweite) platzieren möchten. Dann geben Sie noch die Anzahl der Seiten (hier 6) und den Abstand (100mm) ein Seite 11

11 und schon können Sie das Polygon am Cursor hängend platzieren. Jetzt müssen Sie lediglich mit dem Auswahlwerkzeug am inneren Bereich ziehen und das Abstandsmaß eingeben. Schon sind Sie fertig. Auch wenn Sie den Körper jetzt noch über Ziehen an einer der 6 Flächen oder über ein nachträglich angefügtes PMI Maß ändern möchten, wird die Polygoninformation beibehalten. Seite 12

12 Solid Edge allgemein Herbert Piepiora Siemens PLM Software Wie Verknüpfungen (Links) aufgelöst werden Solid Edge nutzt eine Vielzahl von Verknüpfungen zwischen Dateien, z.b. von der Zeichnungsansicht zur Baugruppendatei, von der Baugruppendatei zu den Dateien der Unterbaugruppen und Einzelteilen, von Teilen zu Teilen bei Intertpart-Verknüpfungen, von der Variablentabelle zu Excel- Tabellen usw. Oft ist den Anwendern nicht wirklich klar, wie diese von Solid Edge aufgelöst werden oder anders ausgedrückt, wie Solid Edge nach den entsprechenden Dateien sucht. Sollte es Ihnen auch ab und an so gehen, so wird Sie dieser Artikel dabei unterstützen, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen. Solid Edge nutzt standardmäßig folgende Strategie / Reihenfolge, um Verknüpfungen aufzulösen: 1. Container Die verknüpfte Datei wird in dem Verzeichnis gesucht, indem sich auch die Datei befindet, die die Verknüpfung enthält (aufrufende Datei). Die Baugruppe sucht also ihre Unterbaugruppen und Teile in dem Verzeichnis, in welchem sich die Baugruppe befindet...\4711.par 2. Relative Die verknüpfte Datei wird relativ zum Verzeichnis gesucht, indem sich die aufrufende Datei befindet. Solid Edge speichert die relative Position in der aufrufenden Datei. Hierzu wird zum Einen eine Zahl (Verzeichnislevel) gespeichert, die angibt, wie viele Verzeichnisse zurückgesprungen werden müssen, um den gemeinsamen Verzeichnisknoten von der aufrufenden Datei und der verknüpften Datei zu erreichen. 01 bedeutet, dass der gemeinsame Verzeichnisknoten das Verzeichnis ist, in dem sich die aufrufende Datei befindet. 02 bedeutet, dass man um den Verzeichnisknoten zu erreichen, zunächst ein Verzeichnis zurückspringen muss. Zusätzlich wird der relative Pfad gespeichert, der dem Verzeichnisknoten hinzugefügt werden muss, um die verknüpfte Datei zu adressieren. Beispiele: Die Baugruppe \\FileServer\SolidEdge\Maschinen\2100.asm hat Verknüpfungen zu den Teilen \\FileServer\SolidEdge\Maschinen\Teile\2110.par \\FileServer\SolidEdge\Kaufteile\Siemens\4711.par \\FileServer\Normteile\Schrauben\SC8x50.par so würden folgende Informationen für die relative Verknüpfung gespeichert: 01 Teile\2110.par Verzeichnislevel=01, da der gemeinsame Verzeichnisknoten das Verzeichnis der Baugruppe ist, also \\FileServer\SolidEdge\Maschinen\. Hier wird nun der relative Pfad Teile\2110.par angefügt. 02 Kaufteile\Siemens\4711.par Der gemeinsame Verzeichnisknoten ist für diese Datei \\FileServer\SolidEdge. Um diesen zu erreichen, muss vom Baugruppenverzeichnis ein Verzeichnis zurückgesprungen werden: 01 = \\FileServer\SolidEdge\Maschinen\ 02 = \\FileServer\SolidEdge\ Nun kann der relative Pfad Kaufteile\Siemens\4711.par angefügt werden. 03 Normteile\Schrauben\SC8x50.par Der gemeinsame Verzeichnisknoten ist in diesem Fall \\FileServer. Um diesen zu erreichen, muss von dem Baugruppenverzeichnis zweimal zurückgesprungen werden: 01 = \\FileServer\SolidEdge\Maschinen\ 02 = \\FileServer\SolidEdge\ 03 = \\FileServer Seite 13

13 Durch Anhängen des relativen Pfades Normteile\Schrauben\SC8x50.par wird das Teil gefunden. Falls die Verzeichnisstruktur verändert wurde, die definierte Anzahl von Verzeichnisrücksprüngen aber nicht mehr möglich ist, da bereits vorher das Root-Verzeichnis (\\FileServer) erreicht wurde, so fügt Solid Edge den relativen Pfad an das Root-Verzeichnis an. Für die Praxis bedeutet dies, dass Verknüpfungen immer aufgelöst werden können, wenn die Verzeichnisstruktur gleich bleibt und es bei parallelen Verzeichnissen auch in einer neuen Struktur noch den gleichen gemeinsamen Knoten gibt. 3. Absolute Die verknüpfte Datei wird genau in dem Verzeichnis gesucht, in dem sie sich beim letzten Speichervorgang der aufrufenden Datei befand. \\FileServer\SolidEdge\Kaufteile\Siemens\4711.par Für lokale Verzeichnisse speichert Solid Edge den Laufwerksbuchstaben plus Pfad, also z.b. D:\SolidEdge\Kaufteile\Siemens\4711.par Für Netzwerklaufwerke wird generell der gesamte Pfad in UNC-Notation gespeichert. D.h. wenn z.b. \\FileServer\SolidEdge\Kaufteile als Freigabe Kaufteile zur Verfügung gestellt wird und auf dem Client als S:\ verbunden wird, so würde die Verknüpfung nicht gespeichert als: S:\Siemens\4711.par und auch nicht als \\FileServer\Kaufteile\Siemens\4711.par sondern mit dem vollständigen Pfad: \\FileServer\SolidEdge\Kaufteile\Siemens\4711.par Solid Edge speichert die Verknüpfung immer in allen drei Formen (Container, Relative und Absolute) in der aufrufenden Datei. Die voreingestellte Reihenfolge für die Auflösung von Verknüpfungen kann zwar mittels der Datei Solid Edge ST\Program\LinkMgmt.txt verändert werden, dies ist allerdings nicht zu empfehlen. Die Schlüsselworte CONTAINER, RELATIVE, ABSOLUTE können in der gewünschten Reihenfolge angegeben werden. Zusätzlich ist es möglich, Suchpfade zwischen den Schlüsselwörtern BEGIN SEARCH PATH und END SEARCH PATH zu definieren. In diesem Fall würde nach der verknüpften Datei in diesen Verzeichnissen gesucht, sofern über die drei anderen Methoden, die Datei nicht gefunden wurde. Suchpfade sollten aber nur in extremen Ausnahmefällen genutzt werden, da Suchen über tausende von Dateien sehr lange dauern können und die Gefahr besteht, dass eine falsche Datei gefunden und genutzt wird. Dies ist der Fall, wenn die Dateinamen nicht eindeutig sind, sich also in unterschiedlichen Verzeichnissen Dateien mit gleichem Namen befinden. Seite 14

14 Um die vorgenommen Änderungen in der Datei LinkMgmt.txt zu aktivieren, muss diese in den Solid Edge Optionen -> Dateianlagen -> Verknüpfungsverwaltung definiert werden. Eine wichtige Ausnahme zu dieser Verknüpfungsstrategie: Verknüpfungen zu Textur-Bilddaten werden immer absolut aufgelöst. Solid Edge und Insight Connect (View & Markup, Revision Manager) wenden beim Öffnen von Dateien die zuvor beschriebene Strategie an. Wenn der absolute Pfad nun ein anderer ist, bekommt dies der Anwender nicht mit, solange die Datei gefunden wird. Das heißt auch, dass z.b. der Revision Manager nicht unbedingt den in der aufrufenden Datei gespeicherten Pfad anzeigt, sondern generell den aktuellen (aktualisierten) Pfad. Für Solid Edge ist die Aktualisierung eines Pfades kein Änderungskriterium, daher werden diese Dateien auch nicht automatisch mit den aktualisierten Pfaden gespeichert! Dies kann dazu führen, dass es bei mehrfachen Änderungen (z.b. zweimaliger File Servertausch) Dateien gibt, die im absoluten Pfad den alten 1. File Server enthalten, andere den dann benutzten 2. File Server und weitere den nun aktuellen 3. File Server. Um dieses Datenchaos zu vermeiden, ist es sinnvoll, bei einem File Server-Tausch oder einer Änderung der Verzeichnisstruktur, die Insight Connect Funktion Extras -> Verknüpfungsverwaltung -> Verknüpfungen neu definieren zu nutzen. Hiermit kann für die Solid Edge Dateien in den angegebenen Verzeichnissen der alte Pfad zum Solid Edge Verzeichnis durch den neuen Pfad ersetzt werden. Seite 15

15 Prüfung, ob unterbrochene Verknüpfungen existieren Mit dem Programm Insight Connect (View und Markup) kann geprüft werden, ob Dateien unterbrochene Verknüpfungen enthalten und somit die Zieldatei nicht mehr gefunden wird. Die entsprechende Funktion befindet sich unter Extras -> Verknüpfungsverwaltung -> Unterbrochene Verknüpfungen suchen Die Funktion erlaubt es, sowohl einzelne Dateien als auch komplette Verzeichnisse anzugeben. Es werden nicht nur die direkt angegebenen Dateien geprüft, sondern auch alle verknüpften Dateien bis zur untersten Verknüpfungsebene. Für eine Baugruppe werden also auch die Verknüpfungen der Unterbaugruppen und Einzelteile geprüft etc. Eine Verknüpfung gilt als intakt, wenn die Datei über die oben beschriebenen Methoden gefunden wird. Der in der Datei gespeicherte absolute Verzeichnispfad kann also fehlerhaft sein. Die Funktion prüft nicht, ob z.b. eine einbezogene Kante bei einer Interpart-Verknüpfung nicht mehr existiert, weil z.b. der entsprechende Ausschnitt gelöscht wurde. Dies ist nur im Interpart-Manager ersichtlich. Insight verwaltete Dateien Für Dateien, die mit Insight verwaltet werden, gibt es einige Besonderheiten: Hier werden die Verknüpfungen über die für jede Datei eindeutige SEDocID (Spaltenwert in der Sharepoint Dokumentbibliothek), die für die aufrufende Datei in der Sharepoint Dokumentbibliotheksspalte SELinkData steht, mittels SQL-Suche aufgelöst. In den Dateien selbst steht generell der Pfad zum Insight Cache des Benutzers, der die Datei zuletzt gespeichert und in die Sharepoint Dokumentbibliothek geladen hat. Es steht nie ein http-pfad zur Sharepoint Dokumentbibliothek in der Datei. Dieser taucht nur in SELinkData auf und wird auch hier, seit V18 und der Nutzung von direkten SQL-Suchen, nicht immer aktualisiert. So wird z.b. bei einer Freigabe mit dem Lebenszyklusassistenten aus Performancegründen weder der http-pfad in SELinkData noch der absolute Pfad in der Datei selbst aktualisiert. Es ist wichtig, dass der Insight Cache Pfad eine eindeutige Kennung für jeden Benutzer enthält. Also nicht für jeden Nutzer den gleichen Namen, wie z.b. C:\IC nutzen, sondern z.b. C:\IC\Meyer, C:\IC\Schulze, etc. Der Pfad zum Insight Cache sollte auch möglichst kurz sein, damit eine Länge von 256 Zeichen nicht überschritten wird, wenn die in Sharepoint definierte Verzeichnisstruktur zu dem Insight Cache Pfad addiert wird. Seite 16

16 Solid Edge Assembly Markus Kille Unitec Informationssysteme GmbH Einfache Modellierung baugruppenabhängiger Strukturen In diesem Beispiel soll mit einem einfachen Workflow eine Baugruppe modelliert werden, in der die Position der Schweißbolzen abhängig von der Position der Türangeln ist. Seite 17

17 Zuerst wird das Türblatt generiert und aus dieser Part-Datei eine Baugruppe erstellt. In diese aktive Baugruppe werden die Türangeln entsprechend der zukünftigen Einbaulage positioniert. Die Türangeln gehören von der Baugruppenstruktur nicht an diese Stelle, aber sie dienen als Schablone für die Positionierung der Schweißbolzen. Zu diesem Zweck werden über das Kontextmenü die Eigenschaften der Vorkommnisse angepasst. Das folgende Bild zeigt die Einstellungen der Bauteile an. Diese sind normal in der Baugruppe verbaut aber durch die Einstellungen werden folgende Aktionen festgelegt: Höhere Ebene Nein Wenn diese Baugruppe in einer anderen verbaut wird, werden diese Teile ausgeblendet. Referenz Ja Die Bauteile werden genutzt, um Einbauhinweise oder Beziehungen zu anderen Baugruppen anzuzeigen. Zusätzlich werden diese Bauteile durch die letzten 4 Nein-Einstellungen nicht in Stücklisten, Zeichnungen, Gewichtsberechnungen und Kollisionsanalysen einbezogen. Wenn nun der Schweißbolzen positioniert und am Bohrbild gemustert ist, ergibt sich das entsprechende Ergebnis mit der korrekten Anzahl und Position der Bolzen in der Zeichnung und Stückliste des Türblattes. Seite 18

18 Änderungen der Bohrbilder an der Türangel werden in Anzahl und Position unverzüglich in der Baugruppe übernommen. Seite 19

19 Schließlich wird das Türblatt in eine weitere Baugruppe aufgenommen, in der die Angeln und zusätzlich das Befestigungsmaterial enthalten sind. Jetzt werden automatisch in der Datei Tuerblatt.asm die Angeln ausgeblendet. Seite 20

20 Solid Edge ST Draft Petra Hohmann Siemens PLM Software Bemaßungswert in einem Legendentext nutzen Mit dieser kurzen Anleitung möchten wir Ihnen erklären, wie man einen Bemaßungswert in einem Legendentext auf einer Zeichnung nutzen kann. Am Anfang steht die Variable, aber wie findet man heraus, welcher Variableneintrag zu einem vorhandenen Maß gehört? 1. Selektieren Sie auf Ihrer Zeichnung das entsprechende Maß, welches in einem Legendentext genutzt werden soll und aktivieren mit der rechten Maustaste das Bemaßungs- Untermenü. Voreingestellt ist die Einstellung Alle Werte einblenden aktiv. Aktivieren Sie Alle Namen einblenden, womit der Variablenname eingeblendet wird. (Beispiel: V589) (Die Darstellung wird für alle Maße, die in der Zeichnungsdatei vorhanden, sind umgestellt) Nachdem Sie sich den entsprechenden Variablennamen notiert haben, setzen Sie die Bemaßungs-Darstellung wieder zurück mit Alle Werte einblenden. 2. Starten Sie nun die Variablentabelle (Extras > Variablen). Voreingestellt werden nur die Variablennamen angezeigt. Stellen Sie den Cursor im Spaltenkopfbereich auf die Spalte Namen und drücken die rechte Maustaste. Selektieren Sie Spalten und das Untermenü Spalten formatieren wird aufgerufen. Aktivieren Sie die Spalten Wert; Offenlegen; Offengelegter Name. Die Spalten werden nach der Bestätigung mit OK in der Variablentabelle angezeigt. Durch Anwahl des Kästchens Offenlegen, der entsprechenden Variablen (Beispiel:V589), wird auch das Eingabefeld Offengelegter Name aktiviert und der aktuelle Name (Beispiel:V589) wird angezeigt. Geben sie nun den gewünschten Variablennamen ein (Beispiel: Bohrung D). Seite 21

21 Dieser Name wird als benutzerdefinierte Eigenschaft dieser Variablen zugeordnet. 3. Starten Sie das Menü der Dateieigenschaften über die Anwendungsschaltfläche > Eigenschaften > Dateieigenschaften Der Karteireiter Benutzerdefiniert sollte nun die neu erzeugte Eigenschaft (Beispiel: Bohrung D) anzeigen. 4. Beenden Sie das Dateieigenschaftsmenü und rufen die Legendeneigenschaften auf Geben Sie den gewünschten Legendentext ein und lassen den Cursor an der entsprechenden Stelle im Text stehen. Starten Sie den Eigenschaftstext Seite 22

22 Behalten Sie die Einstellung Aus aktuellem Dokument bei bzw. aktivieren Sie sie. Selektieren Sie die neue, benutzerdefinierte Eigenschaft (Beispiel: Bohrung D) und bestätigen mit Auswählen. Sie wird in dem Feld Eigenschaftstext angezeigt. Schließen sie den Dialog mit OK ab. Im Legendentext wird die benutzerdefinierte Eigenschaft an der gewählten Cursorposition abgelegt und im Vorschaufenster der Legendentext mit dem aktuellen Wert dargestellt. Diesen auf der Zeichnung platzieren. Und schon sind Sie fertig. Seite 23

23 Solid Edge Part Speichern dauert sehr lange Herbert Piepiora Siemens PLM Software Wenn das Speichern einer Part-Datei mehrere Minuten dauert und die CPU-Auslastung während dieser Zeit 100 % beträgt, so kann dies folgende Ursache haben: In den physikalischen Eigenschaften wurde die Genauigkeit mit 1,0 definiert. Siehe Prüfen -> Physikalische Eigenschaften -> Genauigkeit. Bei dieser hohen Genauigkeit benötigt die Neuberechnung des Volumens, nach vorgenommenen Änderungen am Teil, sehr viel Zeit. Die Genauigkeit sollte daher max. mit dem Wert 0,99 definiert werden. Seite 24

24 Solid Edge alle Umgebungen Werner Küntzler Siemens PLM Software Zielsuche zum Steuern von 3D Bauteilen Zum aktuellen Anlass ein nicht so ganz ernster Beitrag, mit der Aufgabenstellung einen Bierkrug in Bayern sagt man Mass Bier mit Hilfe von Solid Edge und der Zielsuche zu erstellen. Die Ausgangssituation bezieht sich auf das folgende Modell eines Bierkruges, der aber noch nicht die endgültige Form und das richtige Biervolumen besitzt. Wer in Süddeutschland zu Hause ist oder aber schon mal auf der Wiesn war, der weiß, dass ein Mass Bier ziemlich genau einem Liter Bier entspricht (soweit die Theorie). Seite 25

25 Mit Hilfe der Zielsuche lässt sich der iterative Prozess aus dem gemessenen Volumen Bier von 0,65L die Zielgröße von 1,0L Bier zu erzeugen, einfach bewältigen. Dazu wählt man in der Zielsuche zunächst die Zielvariable aus. Diese befindet sich in der Variablentabelle und heißt hier Volumen_Bier. Als nächstes wählt man den Zielwert in unserem Fall 1,0 L. Der aktuelle Wert wird angezeigt. Als letztes wählt man schließlich die zu ändernde Variable aus, in unserem Falle die Variable Radius Die Variable Radius wird so lange iteriert, bis das gewünschte Volumen erreicht ist. Seite 26

26 In den Zielsuchoptionen können Sie die maximale Zeit sowie die maximale Iterationszahl festlegen. Dann nur noch akzeptieren und schon erhalten Sie das gewünschte Ergebnis: Seite 27

27 Der Rest ist nun klassisches Solid Edge Handwerk. So sind die beiden Dateien Bier.par (das eigentliche Volumen/Inhalt des Kruges) und das Modell des Kruges Bierkrug.par über eine Baugruppenskizze miteinander verknüpft. Die Berechnung des Volumens erfolgt in der Variablentabelle: Seite 28

28 Jetzt haben Sie gesehen, wie Sie ein Mass Bier erstellen können. Was, wenn wir aber nur 0,5 Liter trinken wollen? Ganz einfach. Beginnen Sie auch hier wieder über die Zielsuche und geben Sie nachfolgende Parameter ein: Wie nennt man übrigens den halben Liter Bier? Genau :-) Seite 29

29 Und wie man hier sieht, wurde nicht nur das Biervolumen geändert, sondern auch die Form des Glases - jetzt ohne Henkel und mit einem anderen Schriftzug. Der Henkel wurde mit einer geführten Ausprägung erstellt, die beiden Schriftzüge mit einem senkrechten Ausschnitt, die hier in Abhängigkeit des Volumens unterdrückt oder freigegeben werden. Seite 30

30 Dazu wurden in der Variablentabelle entsprechende "Unterdrückungsvariablen" definiert. Nachfolgend ein Auszug aus der Solid Edge Hilfe zum Thema Unterdrückungsvariablen Fügt einen Eintrag in eine Variablentabelle ein, damit Sie ein Formelement unterdrücken oder freigeben können. Wenn Sie zum Beispiel im Feature PathFinder einen Ausschnitt auswählen und dann auf den Befehl Unterdrückungsvariable hinzufügen klicken, wird der Spalte Name der Variablentabelle ein Eintrag mit folgender Bezeichnung hinzugefügt: Ausschnitt_1_Unterdrücken Beim Einfügen des Eintrags in die Variablentabelle wird der Wert standardmäßig auf 0 (Null) gesetzt. Der Wert Null gibt an, dass das Formelement nicht unterdrückt wird. Wenn Sie den Wert in einen anderen Wert als 0 (Null) ändern, wird das Formelement unterdrückt. Wenn Sie eine Unterdrückungsvariable in die Variablentabelle einfügen, können Sie eine externe Kalkulationstabelle benutzen, um anzugeben, ob ein Formelement unterdrückt oder nicht unterdrückt werden soll. Weitere Informationen finden Sie im Hilfethema Variablen Seite 31

31 Die Verknüpfungen sieht man auch noch mal sehr schön im InterPart Manager Na dann mal Prost! Seite 32

32 Solid Edge Synchronous-Umgebungen Markus Gras Unitec Informationssysteme GmbH Ältere 3D Eingabegeräte in den Synchronous-Umgebungen von Solid Edge nutzen Mit Solid Edge ST sind zwei neue Arbeitsumgebungen, Synchronous Part und Synchronous Assembly dazu gekommen. Bei diesen Umgebungen gibt es keine explizite Trennung mehr zwischen der Profilumgebung und der 3D Umgebung. Die bisherigen Treiber für die 3D-Geräte erkennen diese Umgebung als Skizzierumgebung und lassen leider kein Drehen der Ansicht zu. Abhilfe schafft in der Regel ein aktualisierter Treiber. Diese sind leider nur für die aktuelle Gerätegeneration verfügbar. Die Treiberpakete, welche die älteren Geräte (z.b. den Cadman) noch unterstützen, kennen die Synchronous-Umgebungen nicht. Man muss nun aber dieses Gerät nicht zum alten Eisen werfen und auch nicht auf die Synchronous- Umgebungen verzichten. Betrachten wir am Beispiel der Treiber von 3D Connexion, wie diese aufgebaut sind. Da ist zum einen der 3DxWare Treiber, welcher das eigentliche 3D-Gerät mit dem Rechner verbindet. Dazu kommt dann ein Plugin für die jeweilige CAD Anwendung, in unserem Fall das Addin für Solid Edge, welche die Steuersignale des 3D-Geräts zum Ändern der Ansicht in Solid Edge umsetzt. Wir brauchen also lediglich dieses aktuelle 3D-Plugin für Solid Edge ST und können dann auch mit einem älteren 3D-Gerät weiterarbeiten. Wo bekommt man nun dieses Plugin her? Auch hier greife ich wieder auf die Treiber von 3D Connexion als Beispiel zurück. Zunächst laden wir uns das aktuelle Treiberpaket von der Herstellerseite unseres 3D Controllers. Dabei handelt es um eine Exe Datei, die aber in Wirklichkeit eine selbst entpackende Zip-Datei ist. Diese lässt sich problemlos mit einem Packprogramm (z.b. 7Zip) öffnen. Seite 33

33 Wir entpacken die darin enthaltene Exe Datei, welche wiederum eine selbstentpackende Zip-Datei ist. Auch diese öffnen wir wieder. Nun sind wir fast am Ziel, vor uns liegen nun jede Menge Dateien welche das Setup bilden. Im Beispiel finden wir im Ordner \components die Plugins für die einzelnen CAD Systeme. Seite 34

34 In dem Unterverzeichnis \3DxSolidEdge finden wir das eigentliche Setup für das Solid Edge Plugin. Dieses entpacken wir in ein Verzeichnis auf der Platte. Die Datei 3DxSolidEdge.msi ist das eigentliche Setup, das wir ausführen. Nachdem wir nun das aktuelle Plugin auf unserem Rechner installiert haben, sollte auch unser altes 3D-Gerät problemlos mit den Synchronous-Umgebungen von Solid Edge ST zusammenarbeiten. Mit den Treibern anderer Hersteller sollte es sich ähnlich verhalten, eine Garantie, dass es immer so funktioniert, gibt es allerdings nicht. Seite 35

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