Schwellenländer erhöhen Reformtakt

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1 Das Vontobel-Monatsmagazin für strukturierte Produkte Oktober 2014 Ausgabe Deutschland Schwellenländer erhöhen Reformtakt Markt im Fokus, Seite 6»Aus den staatlichen Industrien Chinas sollen privatwirtschaftlich orientierte Sektoren werden.«exklusiv-interview, Seite 10 Rauf oder runter? Nebensache! Know-How, Seite 14

2 2 Inhaltsverzeichnis 3 Editorial 4 Marktbericht Aktuelle Entwicklungen an den Kapitalmärkten 6 Markt im Fokus Schwellenländer erhöhen Reformtakt 10 Exklusiv-Interview Mit Miranda Carr, Head of China Research NSBO North Square Blue Oak 12 Charts des Monats EUR/USD und Daimler im Fokus 13 Interview OnVista Fünf Jahre FreeBuy-Preismodell der OnVista Bank 14 Know-how Rauf oder runter? Nebensache! Ein Gastbeitrag von Benjamin Feingold 16 Rohstoff-Kolumne Rohstoffpreise sinken auf breiter Ebene 17 Antworten auf Ihre Fragen Wie funktioniert eine Protect Chance Aktienanleihe? 18 Wussten Sie, dass 19 News und Tipps»Wir werden einen substanziellen Wandel der Finanzmärkte erleben mit einem Wachstum der Aktien- und Anleihemärkte, wodurch sich die Abhängigkeit von der Bankenfinanzierung reduzieren lässt.«miranda Carr, Head of China Research NSBO North Square Blue Oak

3 3 Editorial Liebe mehrwert-leserinnen und -Leser, Heiko Geiger Head of Public Distribution Deutschland und Österreich Schwellenländer bleiben angesichts des voraussichtlich anhaltenden Tiefzinsumfeldes für Investoren attraktiv. Bis Ende 2015 erwarten die Analysten von Vontobel in einigen aufstrebenden Märkten eine Konjunkturbeschleunigung. Anleger sollten jedoch mögliche Divergenzen zwischen den»emerging Markets«beachten und nach jenen Ausschau halten, deren Wirtschaft dank tiefgreifender Strukturreformen nachhaltig wachsen dürfte. Die mehrwert-oktoberausgabe steht im Zeichen der Schwellenländer. In der Rubrik»Markt im Fokus«auf Seite 6 erfahren Sie, wie Sie einerseits die attraktiven Zinsniveaus ausgewählter Schwellenländer und andererseits die politischen Reformen in China für sich nutzen können. Im»Exklusiv-Interview«auf Seite 10 berichtet die ausge wiesene China-Expertin Miranda Carr über aktuelle Maßnahmen der Volksrepublik und deren Auswirkungen. In»News und Tipps«auf Seite 19 beleuchten wir schließlich den interessanten Börsengang eines direkten China-Profiteurs, nämlich des Online-Riesen Alibaba. In der Rubrik»Know-how«findet sich dieses Mal ein Gastbeitrag des Finanzjournalisten Benjamin Feingold zum Thema Faktor- Zertifikate. Er erläutert die bei Profianlegern sehr beliebte Straddle-Strategie und zeigt Ihnen, wie Sie diese mit Faktor-Zertifikaten sehr einfach und transparent im eigenen Depot abbilden können. Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und erfolgreiche Anlageideen. Vontobel Zertifikate News App Ab sofort kostenlos im App Store Spannende News zu Aktien und Rohstoffen Tagesaktuelle Produkt-Neuheiten Jetzt downloaden mit dem QR-Code. Mit freundlichen Grüßen Heiko Geiger Financial Products/Public Distribution, Vontobel Frankfurt am Main Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Ihr Feedback zum»mehrwert«. Senden Sie uns eine an In der Rubrik»Antworten auf Ihre Fragen«werden unsere Spezialisten Stellung nehmen.

4 4 Marktbericht Aktuelle Entwicklungen an den Kapitalmärkten Aktienmärkte DAX EURO STOXX 50 MSCI Emerging Markets Index Indexpunkte Indexpunkte Indexpunkte MSCI Emerging Markets Index DAX EURO STOXX 50 Quelle: Bloomberg; Stand am Frühere Wertentwicklungen und Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Steuern und etwaige Gebühren wirken sich negativ auf die Rendite aus. USA 1 Ende August waren an der Wall Street wieder Rekorde geknackt worden. Starke Konjunkturdaten und Hoffnungen auf eine weiterhin lockere Geldpolitik ließen den marktbreiten S&P 500 erstmals in seiner Geschichte über Punkten schließen. Doch zum Monatswechsel bewegten sich die US-Leitindizes kaum vom Fleck. Ängste vor einer weiteren Zuspitzung der Ukraine-Krise angesichts des offen in der Ukraine operierenden russischen Militärs und wenig erfreuliche Nachrichten seitens des US-Einzelhandels belasteten zu Septemberbeginn die Börsen in den USA. Erst nach dem mit Spannung erwarteten Zinsentscheid der US-Notenbank am 17. September erhielten die Kurse wieder sehr kräftigen Auftrieb. Die US-Indizes markierten daraufhin neue Rekordhochs. Fed-Chefin Yellen hatte angekündigt, es mit einer Zinserhöhung weniger eilig zu haben als von den meisten Marktbeobachtern bislang erwartet. Am 19. September sorgte dann der fulminante Börsengang des chinesischen Online-Händlers Alibaba für Aufsehen Anleger freuten sich über ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Ausgabepreis. Mit 21,8 Milliarden Dollar war es das größte IPO der US-Geschichte. Den 9. Oktober machte die Hoffnung auf eine länger währende lockere Geldpolitik in den USA dann zum besten Tag des US-Börsenjahres. Doch einen Tag später wurde an der Wall Street kräftig abverkauft,»alles muss raus«war die Devise der Dow sackte um 300 Punkte. Deutschland 2 Der DAX konnte im September um 300 Punkte zulegen von auf Punkte. Nachdem der Index in der ersten Woche des Monats steil angestiegen war, ging es bis zur Monatsmitte leicht nach unten: Auf die Stimmung der Anleger hatte zum einen der Ukraine-Konflikt mit einer neuen Eskalationsstufe bei den Sanktionen gegen Russland gedrückt. Zum anderen belastete die verbesserte Konjunkturentwicklung in den USA die Aktienmärkte. Anleger rechneten mit zukünftig steigenden Zinsen. Doch der Zinsentscheid der US-Notenbank (17.09.) mit dem Ausblick, die Zinsen für»geraume Zeit«sehr niedrig halten zu wollen, ließ den DAX weiter steigen. Zusätzlich stützte das glimpflich ausgegangene Schottland-Referendum (18.09.); es ließ den DAX um 1,4% auf Punkte steigen. Ab dem 22. September bereiteten Zweifel an der Konjunkturstabilität in China den Anlegern Sorgen, als bekannt geworden war, dass Chinas Zentralbank die schwächelnde Wirtschaft stützen muss. Anzeichen, dass es generell um die globale Konjunktur nicht gut bestellt ist, häuften sich dann zum Monatswechsel: Hatte sich der DAX ein ganzes Jahr über Punkten gehalten und dieses Niveau im Dezember 2013, im März und im August 2014 immer wieder verteidigt, fiel der Index am 10. Oktober sogar unter Punkte. Am trübte sich das Bild weiter ein. Wichtiger Hinweis 2 Dieser Beitrag wurde von GodmodeTrader (www.godmode-trader.de) erstellt und unverändert von der Bank Vontobel Europe AG (Vontobel) weiter gegeben. Für den Inhalt ist ausschließlich die angegebene Drittquelle verantwortlich. Weitere Informationen sowie die Offenlegung möglicher Interessenkonflikte sind der aufgeführten Website der Drittquelle zu entnehmen. Vontobel übernimmt für den Inhalt, die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen keine Gewähr. Vontobel wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht überwacht. Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen dienen nur Informationszwecken und sind kein Angebot und keine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots oder zur Zeichnung, zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Sie werden außerhalb einer etwaigen Vertragsbeziehung mitgeteilt, begründen zu keinem Zeitpunkt ein vertragliches Beratungs- oder Auskunftsverhältnis und beinhalten keine Anlage-, Steuer- oder sonstige Beratung. Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen sind keine»finanzanalysen«im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes, genügen nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit der Finanzanalyse und unterliegen keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Sie können von den von Vontobel bzw. von Unternehmen der Vontobel-Gruppe veröffentlichten Analysen abweichen.

5 5 Marktbericht Rohstoffmärkte Zinsen Währungen JPMCCI Aggregate Euro-Bund-Future EUR/CHF EUR/USD Indexpunkte JPMCCI Aggregate Prozentpunkte Euro-Bund-Future Absoluter Wert (in EUR/CHF) 1,70 1,70 1,60 1,50 1,60 1,50 1,40 1,30 1,40 1,20 1,10 1,30 1,20 1,00 1, Absoluter Wert (in EUR/USD) EUR/CHF EUR/USD Quelle: Bloomberg; Stand am Frühere Wertentwicklungen und Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Steuern und etwaige Gebühren wirken sich negativ auf die Rendite aus. Europa 2 Der EuroStoxx 50 als führendes Börsenbarometer Europas hatte über den August gesehen eine positive Bilanz ausgewiesen. Doch zum Septemberauftakt bewegten sich Europas Börsen nur wenig von der Stelle. Anleger hielten sich vor möglichen weiteren Sanktionen gegen Russland wegen des Ukraine-Konflikts und dem Leitzinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) vom 4. September zurück. Zugleich beeinträchtigten eingetrübte Konjunkturdaten aus der Eurozone die Kaufneigung der Anleger. Aber schon nach dem Fed-Zinsentscheid (17.09.) und der Aussicht auf längerfristig sehr niedrige US-Zinsen zeigten sich die Aktienanleger in Kauflaune. Außerdem spekulierten sie auf umfassende Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank, die diese zu Monatsbeginn in Aussicht gestellt hatte. Für weiteren Gesprächsstoff unter Anlegern hatte das Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands gesorgt: Nachdem die Mehrheit der Schotten für einen Verbleib im Vereinigten Königreich votiert hatte, profitierten vor allem der Ibex mit plus 1,5% wegen geringerer Gefahr, dass sich Katalonien abspalten könnte sowie der englische FTSE-100 mit einem Zuwachs von 0,7%. Anfang Oktober verloren die europäischen Indizes dann auf breiter Front: Enttäuschende Konjunkturdaten und neue Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) belasteten die Kurse. Emerging Markets 1 Die Wachstumsdivergenzen in Schwellenländern bleiben bestehen. In Ländern mit soliden Fundamental daten (Mexiko, Polen, Südkorea, Malaysia usw.) dürfte sich die Konjunktur in den kommenden Quartalen weiter deutlich erholen. Insbesondere in Mexiko sehen wir stark anziehende Exporte und Investitionen für die kommenden Monate. In Brasilien, Südafrika, der Türkei und Russland verlangsamt sich das Wachstum. Insgesamt ist jedoch eine fundamentale Ver besserung in Form fallender Leistungsbilanzdefizite festzustellen. Da in den kommenden Monaten trotz des Endes der quantitativen Lockerungsmaßnahmen in den USA die globale Liquidität hoch bleiben dürfte, sollte das Umfeld für Schwellenländeranleihen und -aktien weiter attraktiv bleiben. Währungsentwicklung CHF/EUR/USD 2 Die Schweizerische Nationalbank (SNB) sah sich Anfang September veranlasst, vor einer schwächeren Wirtschaftsentwicklung in der Alpenrepublik zu warnen bedingt durch geopolitische Risiken und verschlechterte internationale Konjunkturdaten, insbesondere aus Europa und Südamerika. SNB-Präsident Thomas Jordan prognostizierte, das bislang anvisierte Wirtschaftswachstum von 2,0% für 2014 sei kaum zu halten. Vor diesem Hintergrund stehe die SNB mit allen Mitteln bereit, um einen Kursanstieg des Schweizer Franken an den Devisenmärkten zu verhindern.»die Durchsetzung des Mindestkurses von 1,20 Franken ist absolut zentral, um adäquate monetäre Bedingungen in der Schweiz sicherzustellen. Eine Aufwertung des Frankens würde zu erneuter Deflationsgefahr führen«, argumentierte Jordan. Im Zuge der EZB-Zinssenkung auf 0,05% zu Septemberbeginn geriet der Euro gegenüber dem US-Dollar stark unter Druck. Devisen-Analysten von Goldman Sachs sorgten für Aufsehen, als sie ankündigten, der Euro könnte bis Ende 2017 die Parität zum Dollar erreicht haben. Einig waren sich die Analysten darin: Weil mittelfristig höhere Zinsen in den USA den Greenback für Investoren attraktiver machen, dürften sich europäische Investoren auf der Suche nach einer höheren Rendite wieder verstärkt den USA zuwenden. 1 Beitrag von Vontobel Research 2 Beitrag von GodmodeTrader (www.godmode-trader.de)

6 6 Markt im Fokus Schwellenländer erhöhen Reformtakt Emerging Markets verfügen über ein großes Aufholpotenzial, doch die Regionen sollten sorgfältig gewählt werden. Aussichtsreich sind Schwellenländer, die tiefgreifende Reformen vorantreiben. Ihre Zinsniveaus und potenziellen Devisenaufwertungen könnten zusätzliche Renditequellen erschließen. Welche Kriterien machen ein Schwellenland zum Schwellenland? Und ab wann spricht man von einer Industrienation? Tatsächlich gibt es keine global verbindliche Definition. Der Internationale Währungsfonds bezeichnet insgesamt 150 Länder als»bedeutsam industrialisierte«und»sich entwickelnde«ökonomien, während die Weltbank 46 Staaten als»schwellenländer«betitelt. Andere Quellen ordnen der im Finanzjargon oft mit dem Etikett»Emerging Markets«versehenen Kategorie 20 bis 30 Länder zu. Typische Emerging Markets sind Argentinien, Brasilien, Mexiko und Chile sowie China, Malaysia und Thailand. Der Weltbank zufolge sind Schwellenländer eigentlich noch den Entwicklungsländern zuzurechnen, befinden sich jedoch schon auf einem guten Weg hin zur Industrienation. Da sich Märkte und Strukturen der Emerging Markets auf einem viel niedrigeren Reifestand befinden als die der Industrienationen, fallen deren Fortschritt und Wachstumsraten in der Regel hoch aus. Großes Aufholpotenzial volatile Wachstumsraten Schwellenländer verfügen zweifelsfrei über ein großes wirtschaftliches Aufholpotenzial. Der noch niedrige Entwicklungsstand äußert sich üblicherweise in einem relativ niedrigen Pro-Kopf-Einkommen, einem geringeren Pro- Kopf-Sparkapital, einer insgesamt spärlicheren Liquiditätsausstattung und höheren Inflationsraten. Das Wirtschaftswachstum kann durchaus volatil sein, weshalb Investments in die Emerging Markets auch mit einem höheren Risiko verbunden sind. Als Paradebeispiel könnte man hier Argentinien nennen, das bereits zum zweiten Mal zahlungsunfähig geworden ist, oder Russland, das sich derzeit zunehmend in den Ukraine-Konflikt verstrickt und dessen weitere Entwicklung erst einmal abzuwarten bleibt. Zinsniveaus bleiben attraktiv In jüngster Vergangenheit stiegen so bei vielen Schwellenländern die Leistungsbilanzdefizite immer weiter an und 2013 wurde schließlich der höchste defizitäre Stand seit der Asienkrise 1997/1998 erreicht. Für eine Volkswirtschaft bedeutet ein steigendes Leistungsbilanzdefizit, dass der Schuldenberg von Jahr zu Jahr wächst und sich so einerseits der Refinanzierungsbedarf und andererseits die Verwundbarkeit in Bezug auf mögliche Marktturbulenzen erhöht. Denn potenzielle Geldgeber also Investoren reagieren sensibel auf ein schwieriger werdendes Marktumfeld und lassen die eigentlich vielversprechende Region oft schnell wieder im Stich. Dabei wird das Risiko in den meisten Fällen marktgerecht entschädigt: Emerging Markets zeichnen sich grundsätzlich durch ein deutlich höheres Zinsniveau aus als Industrienationen. Einen besonderen Einfluss auf Schwellenländerrenditen haben dabei die Zinsniveaus der Industrienationen: Sie stellen für die Schwellenländer Opportunitätskosten dar. So machen beispielsweise steigende US-Renditen wegen eines geringeren Risikos die Renditen von Anlagen in Emerging Markets unattraktiver führte der Anstieg der US-Renditen auf rund 3 % zu massiven Kapitalabflüssen aus den Emerging Markets, wobei insbesondere Schwellenländeranleihen und -währungen in Mitleidenschaft gezogen wurden. Einige Zentralbanken aufstrebender Wirtschaftsregionen griffen daraufhin sogar in ihren Devisenmarkt ein und erhöhten die Leitzinsen, um letztlich ihre Währungen zu stützen (Quelle: Vontobel Asset Management, September 2014). Die Investoren fassten jedoch schnell wieder Vertrauen und so kam es bald zu erfreulichen Mittelrückflüssen. Verantwortlich dafür waren vor allem die Liquiditätsspritzen der Notenbanken aus entwickelten Regionen, die dazu führten, dass die Renditen der Industrienationen auf anhaltend niedrigem Niveau verharrten und den Investorenblick automatisch zurück auf Schwellenländer lenkten. Zwar gaben auch deren Renditen nach (bei Anleihen in den entsprechenden Landeswährungen kam es zu einem Rückgang von knapp 10 % auf 5,2 %), dies hatte jedoch einen willkommenen Nebeneffekt: Dank der rückläufigen Zinsen konnte man in einigen aufstrebenden Volkswirtschaften die Löcher der Leistungsbilanzdefizite günstig stopfen und so wiederum eine gute Ausgangslage schaffen (vgl. Grafik 1). Die realen Renditen sind indes auch nicht zu stark zurückgegangen, sodass die Zinsniveaus der Emerging Markets im Vergleich zu jenen von Industrienationen weiter attraktiv bleiben. Grafik 2 zeigt, dass sich die realen Leitzinsen von Schwellenländern nach wie vor deutlich über jenen von Industrieländern und auch deutlich über ihren eigenen Niveaus der Jahre 2010 bis 2013 befinden. Insbesondere die Zinsniveaus von Brasilien, Indien, Südafrika und der Türkei sind derzeit als hoch anzusehen. Aus Investorensicht dürfte eine grundsätzliche Attraktivität von Anleihen bestimmter Schwellenländer bestehen bleiben, denn vieles deutet darauf hin, dass es in absehbarer Zeit zu keinem starken Renditeanstieg von Seiten der Industrie staaten kommen wird (Quelle: Vontobel Asset Management, Oktober 2014). Grafik 1: Rückläufige Leistungsbilanzdefizite in den Schwellenländern In Prozent des BIP (gewichtet nach EMBI) Leistungsbilanzen der Schwellenländer Quelle: Thomson Reuters Datastream, Vontobel Asset Management, September 2014

7 7 Markt im Fokus Starke Kapitalrückflüsse stützen lokale Währungen Die Sorgen, die das Anlegervertrauen zunächst belastet hatten, sind nun wieder in den Hintergrund getreten. Aufgrund des Anstiegs der Nominal- und Realzinsen Ende 2013 stabilisierten sich auch die lokalen Währungen vieler aufstrebender Regionen. Das Umfeld bleibt günstig: Einerseits ist mit weiterhin starken Kapitalrückflüssen der Investoren zu rechnen, andererseits fungiert die anhaltende Ausweitung der globalen Liquidität in Kombination mit den tiefen Renditen der Industrieländer als Währungsstütze. Gemäß den Experten des Vontobel Asset Management dürfte sich dieses für die Stärkung von Schwellenländerwährungen vielversprechende Klima in naher Zukunft auch nicht ändern, weil eine restriktivere Geldpolitik der entwickelten Volkswirtschaften weit entfernt zu sein scheint. Zudem lässt sich eine graduelle Verbesserung der Fundamentaldaten in einigen Schwellenländern feststellen, was nicht nur weiteres Kapital anlockt, sondern auch einen weiteren Abbau der Leistungsbilanzdefizite in Aussicht stellt (Quelle: Vontobel Asset Management, September 2014). Doch attraktive Realzinsen und ein insbesondere durch externe Zinseinflüsse herbeigeführter Abbau des Leistungsbilanzdefizites sollten nicht die einzigen Kriterien zur Attraktivitätsbestimmung einer Anlageregion sein. Es gilt das künftige Wirtschaftswachstum abzuschätzen und mögliche Gründe dafür zu analysieren, dass der Wirtschaftsmotor bestimmter Schwellenländer die zu Recht als aussichtsreich gegolten hatten dennoch ins Stottern geriet. Das Ausbleiben nötiger Reformen könnte eine naheliegende Erklärung sein. Reformen sind produktivitätssteigernde Maßnahmen und in der Regel von politischer oder struktureller Natur. Sie bilden oft erst die Voraussetzung für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Deshalb sollte man bei der Wahl einer Anlageregion selektiv vorgehen und in erster Linie nach Emerging Markets Ausschau halten, deren aktuelle oder zukünftige Regierung gewissenhaft Strukturreformen in Angriff nimmt. Reformen: die Grundlage für Produktivitätssteigerungen Das derzeit prominenteste Beispiel für politisch getriebene Wirtschaftsreformen ist wohl China. Der neue Regierungschef Xi treibt seine Strukturreformen energisch und entschlossen voran. So will die Volksrepublik beispielsweise auf privatwirtschaftliche Sektoren setzen und das Wachstum neuerer Branchen fördern (Quelle: NSBO, September 2014; eine detaillierte Experteneinschätzung zur aktuellen Chinapolitik finden Sie im Exklus-Ivinterview auf Seite 10). Für weitere reformwillige Entwicklungskandidaten scheinen die Zeichen ebenfalls gut zu stehen. Indien stellt sich nach seinem Regierungswechsel den gewaltigen Herausforderungen, zu denen die Vetternwirtschaft, die Inflation und die marode Infrastruktur gehören. Dem neuen Premierminister Narendra Modi werden tiefgreifende Reformen, die zu einer wirtschaftsfreundlicheren Regierung führen, durchaus zugetraut. In Indonesien wird Joko Widono in wenigen Wochen sein Präsidentenamt antreten, der bereits einen ausgefeilten Plan in der Tasche hat: Um die sich immer weiter abkühlende Wirtschaft wiederzubeleben, will er staatliche Subventionen abbauen und im Gegenzug strukturelle Reformen durchsetzen, um unter anderem Investoren aus dem Ausland anzulocken. Malaysia will seinerseits bis 2020 zu einem Land für Besserverdienende werden und dürfte in der zweiten Hälfte des Jahres 2015 bereits den elften Fünfjahresplan vorlegen. Zu den»high Income«-Ländern zählten im Jahr 2013 per Definition der Weltbank jene mit einem Pro-Kopf-Einkommen von mindestens US-Dollar pro Jahr, wovon Malaysia mit US-Dollar nicht mehr allzu weit entfernt ist (Quelle: Bloomberg Economics Overviews, August/September 2014). Auch in Lateinamerika ist man reformwillig. In Brasilien wird es seit 20 Jahren wieder ein traditionelles Duell um die Präsidentenwahl geben. Der amtierenden Präsidentin Dilma Rousseff steht nach den Vorwahlen überraschend der Sozialdemokrat Aécio Neves Grafik 2: Reale Leitzinsen liegen deutlich über den Niveaus von 2010 bis 2013 In Prozent (ungewichteter Durchschnitt) Industrieländer Schwellenländer Brasilien, Indien, Indonesien, Südafrika und Türkei Grafik 3: Mexiko dürfte von der Konjunkturbeschleunigung in den USA profitieren In Prozent e Mexikanisches Wirtschaftswachstum Vontobel-Prognose Regressionsschätzung e = Vontobel-Schätzung Quelle: Thomson Reuters Datastream, Vontobel Asset Management, September 2014 Quelle: Thomson Reuters Datastream, Vontobel Asset Management, September 2014

8 8 Markt im Fokus gegenüber. Anleger hoffen auf ein ein besseres Investitionsklima und tiefgreifende Reformen, die Vetternwirtschaft und Korruption beenden sollen. Mexiko ist da schon einen Schritt weiter: Es steht kurz davor, seine staatlich kontrollierte Ölindustrie für ausländische Unternehmen zu öffnen eine Maßnahme, die laut Internationalem Währungsfonds das potenzielle Wachstum des Landes um 0,5 Prozentpunkte erhöhen könnte. Die Vontobel- Experten gehen für 2015 von einer deutlichen Wirtschaftsbeschleunigung Mexikos auf 4 % aus (vgl. Grafik 3). Währungen und Zinsen sind mögliche Renditequellen Nach einem enttäuschenden ersten Halbjahr 2014 erwarten die Vontobel-Experten bei Schwellenländern eine bis Ende 2015 anhaltende Konjunkturbeschleunigung auf 4,8 % (Stand: September 2014). Allerdings sollte man als Investor mögliche Divergenzen zwischen den Ländern berücksichtigen und bei der Länderauswahl selektiv vorgehen. So könnten aussichtsreiche Regionen, die bereits tiefgreifende Strukturreformen in Angriff genommen oder angekündigt haben, Chancen bieten. Eine clevere Zins-Währungskombination Dank einer sorgfältigen Länderauswahl könnte man einerseits von einem hohen Zinsniveau und andererseits von einer möglichen Wechselkurssteigerung profitieren. Das Partizipations-Zertifikat auf einen»emerging Markets Local Currencies«-Bondbasket mit der WKN VZ6SBE macht sich gleich beide Chancen zunutze. So liegen dem Tracker- Zertifikat Emerging-Markets-Anleihen der Länder Brasilien, Mexiko, Indien, Indonesien und China zugrunde. Dank der während der zweieinhalbjährigen Produktlaufzeit einverleibten Kuponzahlungen aus den Bonds und der Anleiheentwicklungen wird eine Partizipation an einer möglichen positiven Wertentwicklung des gleich gewichteten Bondbaskets denkbar. Da die im Basket enthaltenen Emerging-Markets-Anleihen in ihren lokalen Währungen notieren, könnte man außerdem von einer möglichen Aufwertung der entsprechenden Währungen gegenüber dem Euro profitieren (vgl. Grafik 4). Produkteckdaten Grafik 4: Partizipations-Zertifkat auf einen»emerging Markets Local Currencies«- Bondbasket Rückzahlung am Laufzeitende Gleich gewichteter Bondbasket Wertentwicklung über die Laufzeit = Gesamteffekt aus Kuponzahlungen plus Kursentwicklung der Anleihen plus Wechselkursentwicklungen der lokalen Währungen (gegenüber der Anlagewährung Schweizer Franken) In Summe positiv Rückzahlung Emissionspreis plus positive Korbentwicklung Quelle: Vontobel In Summe negativ Rückzahlung Emissionspreis abzügl. negative Korbentwicklung Zusammensetzung des»emerging Markets Local Currencies«-Bondbaskets bei Anfangsfixierung Emerging-Markets-Anleihe Verfall ISIN Moody s Währung * 10,50 % EIB XS Aaa BRL ** 10,00 % IBRD XS Aaa BRL 8,50 % General Electric Capital XS A1 MXN 6,00 % America Movil SAB XS A2 MXN ** 7,00 % African Development Bank XS Aaa IDR ** 8,00 % Export-Import Bank Korea XS Aa3 IDR ** 7,80 % International Finance Corp US45950VCV62 Aaa INR ** 6,00 % Inter-American Dev. Bank XS Aaa INR 4,15 % Baosteel Group Corp HK A3 CNY 3,85 % Bank of China Ltd. Paris XS A1 CNY *Zahlungen in EUR **Zahlungen in USD Partizipationszertifikat auf einen»emerging Markets Local Currencies«-Bondbasket Basiswert»Emerging Markets Local Currencies«-Bondbasket WKN / ISIN VZ6SBE/DE000VZ6SBE2 Managementgebühr 0,25% p.a. Ausgabetag Bewertungstag / Fälligkeitstag / Ausgabepreis EUR 985,00 zzgl. Ausgabeaufschlag EUR 15,00 Zeichnungsfrist bis , 12:00 Uhr *Stand am Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in dieses Produkt keine laufenden Erträge anfallen. Das Produkt ist nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Das Zertifikat partizipiert unter Berücksichtigung der Managementgebühr an der Entwicklung des zugrunde liegenden Index. Daher können, auch bei einer günstigen Indexentwicklung, Verluste, theoretisch bis hin zum Totalverlust, entstehen.

9 9 Markt im Fokus In aussichtsreiche Infrastrukturbranchen Chinas investieren Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die chinesische Regierung ihre Wirtschaft weiterhin stark beeinflussen wird. Einzelne Unternehmen und ganze Branchen werden voraussichtlich auch künftig durch weitreichende Strukturmaßnahmen vorangetrieben werden. Aus der Kenntnis und näheren Analyse einzelner wirtschaftspolitischer Strukturmaßnahmen dürften sich folglich auch interessante Anlagethemen ableiten lassen. Daher hat Vontobel mit NSBO, einem Spezialisten im Bereich»China Policy Research«, einen kompetenten Partner hinzugezogen. NSBO ermittelt diejenigen Sektoren und Unternehmen, die am meisten von den künftigen wirtschaftspolitischen Ausrichtungen und Maßnahmen der chinesischen Regierung und Verwaltung profitieren könnten. Der»Vontobel China Policy Performance- Index«reflektiert die Wertentwicklungen der Aktien von Unternehmen, die von NSBO identifiziert wurden. Die Indexmitglieder werden an den jeweiligen Anpassungstagen zu gleichen Teilen gewichtet. Selbstverständlich wird auch der Diversifikation Rechnung getragen. So müssen zu jedem Zeitpunkt mindestens vier unterschiedliche Sektoren im Index vertreten sein. Die Startzusammensetzung des Index sowie fortlaufende Anpassungen an den halbjährlichen Stichtagen erfolgen nach einem festen Indexleitfaden. Zudem fließen bei der Aktienauswahl nicht nur qualitative, sondern auch quantitative Kriterien wie Unternehmensgröße und Liquidität ein (weitere Indexdetails finden Sie unter Mit dem Open End Index-Zertifikat auf den»vontobel China Policy Performance-Index«können Investoren in dieses interessante Anlagethema investieren. Dabei partizipieren sie nahezu 1:1 an potenziellen Kursstei- Weitere Informationen: Der Emittent dieser Produkte ist die Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main, Garant ist die Vontobel Holding AG, Zürich. Listing im Freiverkehr der Börse Frankfurt Zertifikate Premium und EUWAX (Stuttgart). Weitere Informationen sowie den allein maßgeblichen Wertpapierprospekt zum Produkt finden Sie unter gerungen des Index, aber auch an möglichen Verlusten. Das Index-Zertifikat hat keine Laufzeitbegrenzung und notiert in EUR. Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des Produkteckdaten eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. der Garantin droht dem Anleger ein Geldverlust. Da die Zertifikate und der Index in EUR denominiert sind, während die Indexbestandteile auf Hong Kong Dollar, Singapur Dollar und USD lauten, unterliegt das Produkt den entsprechenden Währungsrisiken. Open End Partizipations-Zertifikat auf den Vontobel China Policy Performance-Index Basiswert Vontobel China Policy Performance-Index Handelswährung EUR Anfänglicher Ausgabepreis EUR 119,89 Ausgabeaufschlag Keiner WKN / ISIN VZ60CP / DE000VZ60CP6 Emissionstag / Valuta / Laufzeit Open End Börse Freiverkehr Börse Frankfurt Zertifikate Premium und EUWAX (Stuttgart) Managementgebühr 1,50 % p. a. *Stand am Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in dieses Produkt keine laufenden Erträge anfallen. Das Produkt ist nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Das Zertifikat partizipiert unter Berücksichtigung der Managementgebühr an der Entwicklung des zugrunde liegenden Index. Daher können, auch bei einer günstigen Indexentwicklung, Verluste, theoretisch bis hin zum Totalverlust, entstehen. Der Index ist gleichgewichtet und setzt sich zum Start wie folgt zusammen: Unternehmen Sektor Gewichtung SINO LAND CO LTD ORD GAS Index 4,93% KUNLUN ENERGY CO LTD GAS Index 4,14% CHINA EVERBRIGHT INTERNATIONAL LTD GAS Index 5,02% GUANGDONG INVESTMENT PHARMA Index 4,94% SHANGHAI INDUSTRIAL HOLDINGS LTD PHARMA Index 4,49% BEIJING ENTERPRISES WATER GROUP LTD PHARMA Index 5,34% CHINA GAS HOLDINGS LTD PROP Index 5,07% CHINA RAILWAY GROUP LTD PROP Index 4,85% BEIJING ENTERPRISES HOLDINGS LTD PROP Index 4,34% SIHUAN PHARMACEUTICAL HLDGS GRP ORD RAIL Index 6,36% CHINA OVERSEAS LAND & INVESTMENT LTD RAIL Index 5,36% ZTE CORP RAIL Index 5,34% SINOPHARM GROUP CO LTD SOES Index 6,12% CHINA RESOURCES LAND LTD SOES Index 5,43% CHINA RAILWAY CONSTRUCTION CORP LTD SOES Index 4,57% CHINA SOUTH LOCOMOTIVE & ROLLING STOCK CORP LTD TEQUIP Index 5,39% AAC TECHNOLOGIES HOLDINGS INC TEQUIP Index 4,47% FIH MOBILE LTD TEQUIP Index 4,64% SHANGHAI FOSUN PHARMACEUTICAL GROUP CO LTD WATER Index 4,49% ENN ENERGY HOLDINGS LTD WATER Index 4,72% Kompakt Einige Schwellenländer treiben ihre tiefgreifenden Strukturreformen energisch voran, um so die Grundlage für einen nachhaltig funktionierenden Wachstumsmotor zu schaffen. Mit den attraktiven Zinsniveaus und einem möglichen Aufwärtsdruck der Währungen könnte man interessante Renditequellen erschließen.

10 10 Exklusiv-Interview»Aus den staatlichen Industrien Chinas sollen privatwirtschaftlich orientierte Sektoren werden.«mehrwert: 2013 kam es in China zu einem Regierungswechsel. Was hat sich dadurch geändert? Wenn es um die Durchsetzung von Reformen geht, tritt Präsident Xi grundsätzlich stärker auf als sein Vorgänger Hu. Fortschritte lassen sich bei der Bekämpfung der Korruption erkennen, die sich letztlich als weitreichender und langwieriger herausgestellt hat als erwartet. Auch die Orientierung an Marktpreisen im Bereich der Wirtschaft und der Finanzmärkte als Ganzes schreitet voran und es ist eine Öffnung für die Privatindustrie und für Investitionen zu verzeichnen. Unbestritten ist aber die größte Veränderung: Es wird ein geringeres Wachstum hingenommen, um im Gegenzug die Reformziele erreichen zu können. Miranda Carr Head of China Research NSBO North Square Blue Oak NSBO ist eine FCA-regulierte Investmentboutique mit Schwerpunkt auf Chinapolitik, ereignis gesteuerten Strategien und ETF-Execution, die in London und Peking tätig ist. Insbesondere am chinesischen Standort erstellt NSBO umfassende, grundlegende Makro analysen sowie Research-Materialien zur Volksrepublik China und zu ihrem wachsenden Einfluss auf die Weltwirtschaft. Miranda Carr, Head of China Research, ist seit 2007 für NSBO tätig. In Zusammen arbeit mit dem Pekinger Büro gründete sie vor sechs Jahren das integrierte»chinese Government Policy Research Centre«, das Anlegern weltweit einzigartige Einblicke in die Chinapolitik gewährt und entsprechende Analysen zu aktuellen Anlagethemen erstellt. Zuvor arbeitete Miranda Carr mehrere Jahre als Senior Investment Analyst bei verschiedenen europäischen Investmentbanken. mehrwert: Wie könnten Chinas Regierungsziele künftig aussehen? Der Schwerpunkt wird weiter auf der erfolgreichen Durchsetzung wirtschaftlicher und politischer Reformen liegen bei gleichzeitiger Vermeidung finanzieller und politischer Krisen. Das Hauptziel wird weiter sein, aus alten, staatlichen Industrien neue, konsumgetriebene und privatwirtschaftlich orientierte Sektoren zu formen. Außerdem schreitet die Urbanisierung fort: Familienangehörige aus ländlichen Gegenden folgen ihren Verwandten in die Städte und die Verbesserung des individuellen Lebensstandards gilt als langfristiges Hauptziel. mehrwert: Welche Maßnahmen wurden bislang getroffen und wie beeinflussen sie die heutige Entwicklung der chinesischen Wirtschaft? Drei Bereiche stehen im Vordergrund: erstens der Finanzmarkt, zweitens die Staatsbetriebe und drittens der Grundbesitz. Die Finanzmarkt reform ist im Gange; sie verändert einerseits die Art, wie Betriebe ihre Mittel aufbringen, und stellt andererseits inländischen Investoren mehr Optionen in Aussicht. Die Industrie reformen sind das Schlüsselthema dieses Jahres und werden viele der großen Staatsindustrien Chinas drastisch verändern. Die Grundbesitzreformen sind demgegenüber eher langfristig ausgerichtet und haben derzeit nur eine begrenzte Wirkung. mehrwert: Wie schätzen Sie die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft generell ein? Zurzeit befindet sich China in einer schwierigen Phase, was auf die Antikorruptions- und Sparmaßnahmen sowie auf sich verschlechternde ältere Wirtschaftszweige wie Kohle und Stahl zurückzuführen ist. Das Wachstum neuerer Bereiche beispielsweise saubere Energien, Dienstleistungen, Technologie und Telekommunikation wirkt dem entgegen, wobei viele dieser Branchen derzeit aber noch einen geringen positiven Beitrag leisten. Somit ist die Stabilisierung des Grundstückmarktes zentral und trägt wesentlich dazu bei, ein Wachstum von über 7 % zu halten. mehrwert: Welche weiteren Szenarien sind für die nächsten fünf Jahre denkbar? Die nächsten fünf Jahre stehen im Zeichen eines noch viel größeren Wandels in China. Die Kapitalmarktöffnung wird die Weichen für mehr Investitionen aus dem Ausland und ein stärkeres internationales Engagement chinesischer Unternehmen stellen. Wir werden einen substanziellen Wandel der Finanzmärkte mit einem Wachstum der Aktien- und Anleihemärkte erleben, wodurch sich die Abhängigkeit von der Bankenfinanzierung reduzieren lässt. Und so wird China auch von einer geschlossenen Staatsökonomie zu einer viel offeneren, privatwirtschaftlich orientierten Struktur übergehen. mehrwert: Welche Branchen könnten profitieren? Die Sektoren mit dem langfristig größten Wachstumspotenzial sind neue Technologien, Konsumgüter und Dienstleistungen. Wie Alibabas Börsengang gezeigt hat, werden zudem E-Commerce, Technologie und Software stark unterstützt und wir erwarten in diesen Bereichen demnächst ein Wachstum von jährlich über 30 %. Darüber hinaus werden saubere Energien wie Kernenergie, Gas, Windkraft und Solarenergie massiv gefördert, um Chinas chronischer Umweltverschmutzung beizukommen. Was den Konsum betrifft, sind nicht nur Einzelhandelsunternehmen von Interesse, sondern auch Sektoren, die direkt dem Urbanisationsthema in die Hände spielen, etwa das Gesundheitswesen, die Bildung und Unternehmensdienstleistungen. Hinzu kommt, dass die Chinesen immer reicher werden und gleichzeitig mehr Freizeit haben. Reisen und Unterhaltung werden daher einen größeren Teil der Ausgaben für sich beanspruchen. Im Bereich der Services werden Finanzdienstleistungen wie Asset-Management, Investmentbanking und mobile Bezahlung immer wichtiger, Unternehmensservices wie Logistik und Marketing dürften aber das stärkste Wachstum erfahren.

11 11 Exklusiv-Interview mehrwert: Welche potenziellen Hindernisse könnten die Maßnahmen gefährden? Die Hauptsorge gilt der Dauer der Reformen. Obwohl die Regierung unter Präsident Xi gezeigt hat, dass sie viel energischer auf Ziele hinzuarbeiten weiß, müssen noch viele Hürden überwunden werden. Dazu gehören Staatsbetriebe, die nur widerwillig Marktanteile abgeben, oder lokale Regierungs beamte, die an ihrem Bezirk und ihren Geschäftstätigkeiten festhalten. Eine sofortige Liberalisierung und Durchsetzung der Reformen würden das Land destabilisieren. Wenn es aber zu lange dauert, wird China kämpfen müssen, um eine weitere Krise abzuwenden. mehrwert: Und ein möglicher freier Handel chinesischer Aktien durch ausländische Investoren? Der Shanghai-Hong Kong Stock Connect wird im Oktober eingerichtet sein: ein wichtiger Schritt nach vorne, um ausländischen Investoren einen Marktzugang zu ermöglichen. Auch wenn einige Fragen, etwa die Besteuerung, noch offen sind und ein Handels abkommen weiterhin aussteht, werden deutlich mehr Unternehmen einen leichteren Investitionszugang zu China erhalten. Sektoren wie die Pharmaindustrie, Konsumdienstleistungen und die Medien dürften davon profitieren, denn hier bestehen begrenzte Möglichkeiten von Seiten des Hongkong-Marktes. Ausländischen Anlegern wird in Zukunft deutlich mehr Zugang gewährt werden, die Kapitalverkehrskontrollen dürften aber ein Hemmnis bleiben. mehrwert: Wie könnten die Maßnahmen den chinesischen Aktien- und Anleihemarkt beeinflussen? Chinas Kapitalmarkt erhält nun viel stärkeren Rückenwind von Regierungsseite, denn er spielt eine Schlüsselrolle bei marktorientierten Reformen und einer Erhöhung der Transparenz in der Wirtschaft. Die Unterstützung schließt den Übergang zu marktpreislich bewerteten Verbindlichkeiten ein, sodass mehr Unternehmen ihr Aktienkapital erhöhen können und das ganze Unternehmensumfeld transparenter und effizienter wird. Die im Verhältnis zur chinesischen Wirtschaft derzeit noch kleinen Dimensionen des Aktien- und Anleihemarktes erschweren diese Aufgabe, doch zumindest bewegen wir uns in die richtige Richtung. mehrwert: Wie könnten geopolitische Konflikte Chinas Wirtschaft beeinflussen? Chinas wirtschaftlicher Aufwind erhöht das geopolitische Konfliktpotenzial. So kam es in den letzten Jahren zu Spannungen mit Japan, Indien, den Vereinigten Staaten, Europa und den benachbarten südostasiatischen Staaten, was den Handel und die Investitionen kurzfristig beeinflusst. Die USA sind Chinas wichtigster Handelspartner und Uneinigkeit hinsichtlich des Marktzuganges, der Internetsicherheit, des Südchinesischen Meeres, des Wettbewerbes und des Handels spitzen sich jeweils im Jahresverlauf zu und beruhigen sich während des jährlich stattfindenden strategischen Wirtschaftsdialogs wieder. Eine längerfristige Eskalation würde beiden Volkswirtschaften schaden. mehrwert: Was ist Chinas Rolle im Territorialkonflikt um das Südchinesische Meer? China versucht, die aus eigener Sicht legitimen Rechte im Südchinesischen Meer geltend zu machen, um auf den zunehmenden Einfluss der USA in dieser Region zu reagieren, den es als störenden Eingriff in ihr historisches Einflussgebiet wahrnimmt, und dies geht wohl definitiv über das international Akzeptierbare hinaus. Dabei könnte es sich aber auch um eine Verhandlungstaktik handeln, denn man kann die Ausgangsbedingungen für eine Einigung verbessern, wenn man Rechtsansprüche bis zur Höchstgrenze ausreizt. Das Open End Index-Zertifikat auf den DAXglobal China Urbanization Performance- Index (VT0GXX) ermöglicht ein diversi fiziertes Investment in das Entwicklungspotenzial Chinas. Da das Zertifikat und der Index in EUR denominiert sind, während die Indexbestandteile auf Hong Kong Dollar, Singapur Dollar und USD lauten, unterliegt das Produkt neben den unten aufgeführten Risiken auch den entsprechenden Währungsrisiken. Weitere Informationen: Der Emittent dieser Produkte ist die Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main, Garant ist die Vontobel Holding AG, Zürich. Listing im Freiverkehr der Börse Frankfurt Zertifikate Premium und EUWAX (Stuttgart). Produktdetails Index-Zertifikat auf den DAXglobal China Urbanization Performance-Index Basiswert DAXglobal China Urbanization Performance-Index WKN / ISIN VT0GXX / DE000VT0GXX2 Emissionstag / Valuta / Laufzeit Open End Börse Freiverkehr Börse Frankfurt Zertifikate Premium und EUWAX (Stuttgart) Indexsponsor Deutsche Börse AG Managementgebühr 1,20 % p. a. Aktueller Briefkurs* EUR 153,00 *Stand am Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in dieses Produkt keine laufenden Erträge anfallen. Das Produkt ist nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Das Zertifikat partizipiert unter Berücksichtigung der Managementgebühr an der Entwicklung des zugrunde liegenden Index. Daher können, auch bei einer günstigen Indexentwicklung, Verluste, theoretisch bis hin zum Totalverlust, entstehen. Weitere Informationen sowie den allein maßgeblichen Wertpapierprospekt zum Produkt finden Sie unter

12 12 Charts des Monats EUR/USD und Daimler im Fokus Kursverlauf vom bis USD 1,500 1,400 1,300 1, EUR/USD 1,337 1,333 1,266 gleitender Durchschnitt (50 Tage) gleitender Durchschnitt (200 Tage) Kursstand: USD 1,266; Stand am Mini-Futures 2 auf EUR/USD WKN Basiswert Typ Basispreis 1 (in EUR ) Stop-Loss 1 (in EUR ) Hebel 1 VZ6H49 EUR/USD Long 1,1979 1, ,61 VZ6H5A EUR/USD Long 1,2089 1, ,75 VZ4X0P EUR/USD Short 1,3940 1, ,20 VZ3VXJ EUR/USD Short 1,4468 1,4254 7,15 EUR/USD Wo endet der Einbruch? Das Devisenpaar EUR/USD stieg von Juli 2012 bis Mai 2014 in einer soliden Aufwärtsbewegung bis an den massiven langfristigen Widerstand bei USD 1,400 an, scheiterte jedoch an dieser Hürde und setzte in einer ersten Korrektur unter die wichtige Kreuzunterstützung bei USD 1,347 zurück. Dieses Verkaufssignal sorgte seit Juli dieses Jahres für einen massiven Kursrutsch, der EUR/USD unter die Unterstützungen bei USD 1,310 und USD 1,274 einbrechen ließ. Solange das Währungspaar unterhalb von USD 1,300 notiert, ist dieser Abwärtstrend uneingeschränkt intakt und es ist mit weiteren Verlusten bis USD 1,244 zu rechnen. Erst auf diesem Niveau könnte es zu einer nachhaltigen Bodenbildung kommen. Sollte die langfristige Unterstützung bei USD 1,244 dagegen ebenfalls unterschritten werden, würde ein Einbruch bis an das Tief aus dem Jahr 2012 bei USD 1,204 drohen. Stiege EUR/USD jetzt dagegen über die Hürde bei USD 1,280 an, käme es zu einer leichten Gegenbewegung bis an die übergeordnete Abwärtstrendlinie, die derzeit bei USD 1,300 verläuft. Von einer echten Entspannung der Lage kann jedoch erst bei einem Ausbruch über diese Marke gesprochen werden. Kursverlauf vom bis EUR 70,00 60,00 50,00 40,00 30, Daimler 61,81 55,76 51,90 gleitender Durchschnitt (50 Tage) gleitender Durchschnitt (200 Tage) Kursstand: EUR 55,76; Stand am Bonus Cap Zertifikate 2 auf Daimler WKN Basiswert Bewertungstag Barriere 1 Bonuslevel 1 (in EUR) (in EUR) Bonusrendite in % 1 VZ5WRN Daimler ,00 76,00 12,68 VZ6B9H Daimler ,00 72,00 14,70 Daimler Korrektur noch nicht überstanden Die Aktie von Daimler beendete nach einem bärischen Doppelhoch bei EUR 71,27 einen monatelangen Aufwärtstrend, der den Wert zuvor über den Widerstand bei EUR 53,95 und im September 2013 auch über das bisherige Allzeithoch bei EUR 59,09 geführt hatte. Nach der Ausbildung der Trendwendeformation wurde im Juli 2014 auch die zentrale Aufwärtstrendlinie unterschritten und damit eine scharfe Korrektur eingeleitet. Diese führte die Aktien bis zur Unterstützung bei EUR 59,09 zurück, die zunächst verteidigt wurde. Die anschließende Erholung scheiterte jedoch im August an der Barriere bei EUR 66,00 und der Wert fiel ausgehend vom Verlaufshoch bei EUR 65,75 wieder deutlich zurück. Zuletzt wurde auch die 59,09-Euro-Marke durchbrochen und damit ein Verkaufssignal gebildet, in dessen Folge die Aktie von Daimler bis EUR 53,95 einbrechen dürfte. Dort könnte sich der übergeordnete Aufwärtstrend jedoch fortsetzen. Ein Abverkauf unter die Marke würde seinerseits für Verluste bis EUR 48,95 sprechen. Sollte es den Bullen dagegen gelingen, die 59,09-Euro-Marke zurückzuerobern, könnte sich der Wert leicht erholen. In diesem Fall könnte die Aktie an den starken Widerstand bei EUR 65,75 ansteigen. Beitrag von BörseGo AG (www.boerse-go.de) Wichtige Hinweise Die hierin enthaltene Analyse wurde von BörseGo AG (www.boerse-go.de) erstellt und unverändert von der Bank Vontobel Europe AG (Vontobel) weitergegeben. Für den Inhalt ist ausschließlich die angegebene Drittquelle verantwortlich. Weitere Informationen sowie die Offenlegung möglicher Interessenkonflikte sind der aufgeführten Website der Drittquelle zu entnehmen. Vontobel übernimmt für den Inhalt, die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen keine Gewähr. Vontobel wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht überwacht. Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen dienen nur Informationszwecken und sind kein Angebot und keine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots oder zur Zeichnung, zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Sie werden außerhalb einer etwaigen Vertragsbeziehung mitgeteilt, begründen zu keinem Zeitpunkt ein vertragliches Beratungs- oder Auskunftsverhältnis und beinhalten keine Anlage-, Steuer- oder sonstige Beratung. Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen sind keine»finanzanalysen«im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes, genügen nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit der Finanzanalyse und unterliegen keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Sie können von den von Vontobel bzw. von Unternehmen der Vontobel-Gruppe veröffentlichten Analysen abweichen. 1 Stand am Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapital geschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Auszahlungen sind abhängig von der Zahlungs fähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten. Darüber hinaus ist der Anleger bei Nicht-Quanto-Produkten einem Währungsrisiko ausgesetzt. Anleger sollten zudem beachten, dass es sich bei Hebelprodukten um besonders risikoreiche Instrumente der Vermögens anlage handelt. Frühere Wertentwicklungen und Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Steuern und etwaige Gebühren wirken sich negativ auf die Rendite aus.

13 13 Interview Fünf Jahre FreeBuy-Preismodell der OnVista Bank mehrwert: Herr Bußhaus, die OnVista Bank feiert 2014 das fünfjährige Jubiläum des FreeBuy-Preismodells. Sind Sie stolz auf das Jubiläum? Und wie! Als wir Mitte des Jahres 2009 mit der OnVista Bank als Nachfolgeinstitut des Online-Brokers fimatex an den Start gegangen sind, waren dies turbulente Zeiten. Zum damaligen Zeitpunkt waren wir auf der Suche nach einem attraktiven Preismodell, das auf der einen Seite aktive Kunden belohnt und sich auf der anderen Seite deutlich vom Wettbewerb abhebt. Beides ist uns mit dem FreeBuy-Preismodell gelungen. Bis heute haben wir hiermit im Online-Broker-Markt ein Alleinstellungsmerkmal und konnten das fünfte Mal in Folge den Online-Broker- Vergleichstest der Wochenpublikation» uro am Sonntag«gewinnen. mehrwert: Wie werden die Kunden belohnt bzw. welche Modelle gibt es? Derzeit gibt es zwei FreeBuy-Preismodelle: FreeBuy Cash und FreeBuy Trade. Im Modell FreeBuy Cash bekommen Kunden je nach ihrem durchschnittlichen Kontoguthaben bis zu 30 Freikäufe pro Monat; bereits ab einem durchschnittlichen Guthaben von EUR gibt es zwei FreeBuys pro Monat haben wir dann auf vielfachen Wunsch unserer sehr aktiven Kunden das Modell FreeBuy Trade eingeführt, in dem abhängig von den im Vormonat ausgeführten Transaktionen bis zu 150 Freikäufe pro Monat gewährt werden; bereits ab zehn Transaktionen gibt es im Folgemonat fünf Freikäufe. Unsere Kunden profitieren also einerseits von den Freikäufen, andererseits von sehr günstigen Orderprovisionen. Für Käufe ohne FreeBuys bzw. Verkäufe werden EUR 5,99 + 0,23 % vom Ordervolumen, maximal EUR 39, pro Transaktion abgerechnet. Diese Modelle gelten nicht nur im Direkthandel, z. B. mit Vontobel, sondern für alle handelbaren Wertpapiere an allen deutschen Handelsplätzen! Auch für Kunden, die ohne FreeBuys, dafür jedoch zu extrem günstigen Pauschalpreisen handeln möchten, haben wir etwas im Angebot: unser 5 Euro Festpreis-Depot, mit dem wir im März 2014 den ersten Platz in der Teilkategorie»Konditionen«des Online- Broker-Tests der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien mbh gewinnen konnten. mehrwert: Gibt es bei der OnVista Bank weitere Besonderheiten? Als einer der Pioniere im deutschen Online- Broker-Markt bieten wir unseren Kunden im Brokerage-Bereich eine sehr breite Produktpalette an: Besonders stolz sind wir, dass wir als erster Online-Broker seit 1997 Endkunden den Eurex-Handel mit Futures und Optionen ermöglichen haben wir vor vielen anderen die Handelssoftware GTS für Heavy trader eingeführt, die von unseren extrem aktiven Kunden äußerst komfortabel genutzt werden kann. Auch unsere Realtime-Pushkurse und -Nachrichten werden, insbesondere für den Optionsschein- und Zertifikatehandel, intensiv in Anspruch genommen waren wir der erste Online-Broker, der die Erhebung von Ausgabeaufschlägen im Fondshandel über die KAG generell abschaffte, d. h. auch hier handeln unsere Kunden zu den günstigen FreeBuy-Konditionen. Seit 2013 bieten wir ca. 150 Fonds-, ETF-, ETC- und Zertifikate- Sparpläne an, die ab EUR 50 monatlich komplett kostenfrei bespart werden können. Zu diesen zählen auch drei Endlos-Zertifikate von Vontobel, die die Regionen Osteuropa und Asien abdecken. Zu guter Letzt ist für unsere Kunden seit 2013 auch der CFD-Handel möglich. Gerne möchte ich an dieser Stelle aber auch die enge Verzahnung mit dem Finanzportal OnVista.de hervorheben. Durch die Integration von Informationen und Transaktion schaffen wir für den Anleger eine enorme Transparenz, dank derer er seine Anlageentscheidungen noch besser treffen kann. Das ist einzigartig in Deutschland! mehrwert: Woran arbeiten Sie gerade bzw. was können Ihre Kunden in nächster Zeit erwarten? Da wir als kleiner Online-Broker schnell agieren können, sind wir laufend auf der Suche nach Trends und Innovationen im Brokerage-Markt. Derzeit werden unser Webauftritt und unsere Handelsoberfläche im Internet komplett überarbeitet und wir gehen davon aus, dass diese unseren Kunden noch in diesem Jahr oder spätestens Anfang nächsten Jahres zur Verfügung stehen werden. Hoch im Kurs steht bei uns auch das Thema»Mobile«. mehrwert: Herr Bußhaus, wir danken Ihnen für das Gespräch. Michael B. Bußhaus Michael B. Bußhaus ist seit mehr als 18 Jahren in verschiedenen Positionen bei Online-Banken und -Brokern tätig. Seit 2009 ist er bei der OnVista Bank als Generalbevollmächtigter und COO für die Bereiche Marketing, Vertrieb, Produkt- und Projektmanagement sowie Kundenservice und Kommis sionhandel verantwortlich.

14 14 Know-how Rauf oder runter? Nebensache! Ein Gastbeitrag von Benjamin Feingold Mit Hebelpapieren lassen sich die unterschiedlichsten Börsenstrategien umsetzen. Nicht immer muss dabei die Kurserwartung vorher klar sein. Wer zum Beispiel einen Straddle mit Faktor-Zertifikaten einsetzt, profitiert von starken Trendbewegungen in die eine oder andere Richtung eine von institu tionellen Anlegern und Profitradern in unsicheren Zeiten gern genutzte Strategie. Um auf Sicht einiger Tage oder Wochen mit einer kräftigen Trendbewegung des Marktes möglicherweise respektable Gewinne einzufahren, muss man nicht zwingend die Bewegungsrichtung prognostizieren. Ein guter Riecher für die anstehende Dynamik reicht völlig aus. Ob die Notierungen des ausgesuchten Index oder Einzelwertes dann kräftig klettern oder ordentlich einbrechen, spielt keine Rolle. Ermöglicht werden solche Erträge ohne vorherige Festlegung auf eine Richtung durch eine simple Strategie: den gleichzeitigen Erwerb von Faktor-Zertifikaten in der Longund in der Short-Variante (Faktor-Zertifikate- Straddle). Gewinne in beiden Richtungen Die Hebelwirkung von Faktor-Zertifikaten auf die Performance des Basiswertes wird täglich durch Anpassung der Basis neu adjustiert, um den Hebel konstant zu halten. Dabei ergibt sich aber gleichzeitig ein Basiseffekt. Nehmen Benjamin Feingold Benjamin Feingold gründete im vergangenen Jahr zusammen mit Daniel Saurenz das Investmentportal»Feingold Research«, auf dem täglich neue Investmentideen vorgestellt werden. Nach dem Wirtschaftsstudium arbeitete Benjamin Feingold jahrelang in der Finanzanalyse und im Handel verschiedener Banken, bevor er 2000 als Finanzredakteur zu Börse Online und zur FTD kam, wo er für derivate Produkte zuständig war. Zu seinen zahlreichen Publikationen zählt auch das im Finanzbuchverlag erschienene Tradinghandbuch»Handeln mit Futures und Optionen Ein Leitfaden für den Privatanleger«. wir an, der DAX steigt an drei Tagen in Folge um jeweils 1,00 %. Ein zehnfach gehebeltes Faktor-Long-Zertifikat würde dann an jedem dieser drei Tage um rund 10 % steigen, und zwar immer ausgehend vom zuletzt erreichten Niveau. Mit einem angenommenen Startpreis von EUR 100 ginge es also am ersten Tag auf EUR 110 bergauf. Am zweiten Tag würde der Gewinn schon bei EUR 11 liegen und der Kurs auf EUR 121 klettern. Und am dritten Tag würden mit einem Plus von EUR 12,10 bereits EUR 133,10 erreicht. Insgesamt könnte der Kursgewinn also bei EUR 33,10 liegen. Wie sieht es aber zeitgleich beim zehnfach gehebelten Faktor-Short-Zertifikat mit einem Startpreis von ebenfalls EUR 100 aus? Dieses würde dreimal 10 % verlieren, jeweils auch ausgehend vom zuletzt erreichten, jedoch im Gegensatz zum Faktor-Long-Zertifakt sinkenden Niveau. Am ersten Tag fiele der Kurs um EUR 10 auf EUR 90, am zweiten Tag um EUR 9 auf EUR 81 und am dritten Tag um EUR 8,10 auf EUR 72,90. Insgesamt würde sich der Verlust beim Short-Produkt somit auf EUR 27,10 belaufen. Nach drei Tagen hätte das Long-Papier folglich EUR 5,20 (EUR 33,10 EUR 27,90) mehr gewonnen als das Short-Papier verloren hätte. Wer anfänglich jeweils eines der beiden Zertifikate für insgesamt EUR 200 erworben hätte, könnte im idealisierten Beispiel nach drei Tagen 2,60 % im Plus liegen ansprechend für eine Position ohne jede Richtungsfestlegung bei einer DAX -Bewegung um 3,03 % (drei Anstiege um je 1,00 %). Wohlgemerkt: Hätte der DAX im gleichen Maße verloren, hätte ein identischer Gewinn entstehen können. Die Strategie im Realitäts-Check Kann das idealisierte Beispiel der Realität standhalten? Absolut. Wir von Feingold Research haben uns verschiedene Zeiträume angesehen, um diese Strategien einem Realitäts-Check zu unterziehen. So ging zum Beispiel vom bis zum der DAX auf Rekordjagd und kletterte um respektable 5,03 %. Mit einer simplen Long- Short-Kombination aus Faktor-Zertifikaten wären im gleichen Zeitraum ohne anfängliche Richtungsvorhersage 7,66 % Performance drin gewesen. Dazu hätte man am beispielsweise jeweils rund EUR in zehnfach gehebelte Faktor-Long- und Faktor-Short- Zertifikate investieren müssen. Konkret hätten 22 Long-Papiere für je EUR 112,50 und 31 Short-Papiere für je EUR 80,50 erworben werden können. Die Gesamtinvestition hätte dann genau EUR 4.970,50 betragen. Am hätten die 22 Long-Papiere für je EUR 177 und die 31 Short-Papiere für je EUR 47 veräußert werden können. Das hätte einen potentiellen Gesamtverkaufserlös von EUR und mithin einen möglichen Gewinn von 7,66 % ergeben. Verkaufen, halten oder neu gewichten? Ein Anleger, der die kurzfristige Trendbewegung am für ausgereizt hielt, hätte alles verkaufen können. Wer jedoch weiter investiert bleiben wollte, hätte die Position auch einfach beibehalten können. Allerdings hätte dies zur Folge gehabt, dass sich das Gewicht im Straddle nach der Kursbewegung deutlich zugunsten der Faktor-Long-Position verschoben hätte. In diesem Fall hätte es daher sinnvoll sein können, durch eine entsprechende Neuaufteilung das Gleichgewicht in den Positionen wieder herzustellen. Um mit dem potentiell aufgelaufenen Gewinn weiter voll investiert zu sein, hätte man am 30. Mai sieben Long-Papiere veräußern und 26 Short- Papiere erwerben können. Die Long-Position hätte dann aus 15 Papieren (den 22 ursprünglichen minus sieben verkauften Long-Papieren) bestanden und die Short-Position aus 57 Papieren (den 31 ursprünglichen plus 26 neuen Short-Papieren).

15 15 Know-how Geringerer Hebel = weniger Chancen und Risiken Natürlich hätte der obige Realitäts-Check vor allem durch den hohen Zehnerhebel so attraktiv verlaufen können. Mit einer»lediglich«achtfach gehebelten Kombination aus Faktor- Long- und Short-Zertifikaten hätten vom bis zum im Idealfall 4,34 % Gewinn entstehen können, was je nach Anlegererwartung bei einer fünfprozentigen DAX -Bewegung für eine Position ohne Richtungsprognose auch schon ein potentiell gutes Ergebnis gewesen wäre. Allerdings gibt es bei einer solchen Strategie durchaus erhebliche Risiken, die keinesfalls übersehen werden dürfen. Der eingangs erwähnte Basiseffekt führt nämlich dazu, dass einmal entstandene Kursverluste nicht vollständig wieder ausgeglichen werden, wenn der Basiswert bei Long-Papieren seine Einbußen wieder aufholt bzw. bei Short-Papieren seine Wertsteigerung wieder einbüßt. Das bedeutet, dass Faktor-Zertifikate für Marktphasen ungeeignet sind, in denen der Basiswert abwechselnd steigt und fällt, da sie dann aufgrund des konstanten Hebels grundsätzlich zu Verlusten führen. Bei der hier aufgezeigten Art von Investition führt also nicht die falsch prognostizierte Bewegungsrichtung des Marktes zu Verlusten, sondern eine streckenweise fehlende Trendrichtung des Basiswertes. Risikoerhöhend wirkt sich in dieser Konstellation aus, dass Anleger in zwei Faktor-Zertifikate mit dem gleichen Hebel investiert sind, wodurch sich Verluste möglicherweise kumulieren können. Schauen wir zur Verdeutlichung dieser Risiken auf einen anderen Zeitraum, nämlich den vom bis zum , in dem der DAX per Saldo nicht vom Fleck kam. In diesem Zeitraum hätte das zehnfach gehebelte Long-Papier um 5,64 % von EUR 133 auf EUR 125,50 nachgegeben und das Short- Papier mit der WKN VZ9S10 wäre ebenfalls um 2,78 % von EUR 72 auf EUR 70 gesunken. Eine am gleich gewichtete Position aus beiden Produkten hätte dementsprechend um immerhin 4,21 % an Wert einbüßen können. Fazit: In zwei von drei Börsen phasen gewinnt die Faktor-Long-Short-Strategie, nämlich in stark steigenden oder fallenden Märkten. In Seitwärtsphasen entstehen da gegen grundsätzlich Verluste, die dafür umso stärker sind, je höher der Hebel ausfällt. Ein turbulenter Tag allein genügt nicht Wer diese Strategie einsetzen will, muss noch auf einen anderen wichtigen Aspekt achten, der im idealisierten Eingangsbeispiel deutlich wurde. Am ersten Bewegungstag gab es keinen Gewinn der Gesamtposition (Long- Papier EUR + 10, Short-Papier EUR 10), der Basiseffekt greift erst ab dem zweiten Tag. Von einem eintägigen Kurssprung des Basiswertes hat man mit der Kombistrategie in der Regel also nichts. Unbedingte Voraussetzung ist eine Bewegung, die wenigstens einige Tage anhält und möglichst kontinuierlich verläuft. Für erfolgreiche Faktor-Long-Short-Kombinationen ist es also erforderlich, dass sich eine Bewegung nachhaltig fortsetzt. Faktor-Zertifikate Unter den Hebelpapieren sind Faktor-Zertifikate eine vergleichsweise junge Kategorie. Die besondere Eigenschaft von Faktor-Zertifikaten ist der konstante Hebel. Bei einer Kursbewegung des Basiswertes um 4 % verändert sich ein Faktor-Zertifikat mit einem Hebel von fünf um 20 %. Damit diese Hebelwirkung konstant bleibt, wenn sich der Basiswert bewegt, liegt jedem Basiswert ein Referenzindex zugrunde, der auch als Faktor-Index bezeichnet wird. Dieser Index bildet den Basiswert genau ab und ist quasi eine Umrechnungshilfe, um den konstanten Hebel zu kalkulieren. Denn die Wertveränderung des Faktor- Index wird jeden Tag durch Multiplikation des Hebels mit der prozentualen Veränderung des Basiswertkurses neu berechnet. Die prozentuale Veränderung des Basiswertes bezieht sich auf den Schlusskurs des Vortages, der also die Basis der Kalkulation ist. Dadurch entsteht bei der Wertentwicklung der Faktor-Zertifikate ein Basiswerteffekt, den Anleger in Trendphasen nutzen können (siehe Beispiele im Haupttext). Eine Knock-out-Barriere wie bei Turbos existiert nicht, dafür wird eine maximal zulässige negative prozentuale Kursänderung des Basiswertes für einen Tag definiert. Erreicht der Marktpreis des Basiswertes im Verlauf eines Handelstages diese Schwelle, so wird die Basis des Referenzindex sofort auf diesen Wert geändert (was sonst nur am Ende eines Tages zur Anpassung des Index geschieht). Dies entspricht im Prinzip einer sofortigen Verlustrealisierung und verhindert einen sofortigen Totalverlust. Produkteckdaten Vontobel-Faktor-Zertifikate auf Faktor-Indizes mit Referenzwert DAX Basiswert DAX-Faktor-Long-Zertifikat DAX-Faktor-Short-Zertifikat WKN VZ9L10 VZ9S10 Bezugsverhältnis 1 : 1 1 : 1 Finanzierungsspread p.a. 0,10 % 0,10 % Hebel Aktueller Briefkurs* EUR 34,34 EUR 109,32 *Stand am Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Auszahlungen sind abhängig von der Zahlungsfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten. Anleger sollten zudem beachten, dass es sich bei Faktor-Zertifikaten um besonders risikoreiche Instrumente der Vermögensanlage handelt. Frühere Wertentwicklungen und Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Steuern und etwaige Gebühren wirken sich negativ auf die Rendite aus. Um ausführliche Informationen, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition in die derivativen Finanzinstrumente verbundenen Risiken, zu erhalten, sollten potentielle Anleger den Basisprospekt lesen, der nebst den Endgültigen Angebotsbedingungen und etwaigen Nachträgen zu dem Basisprospekt auf der Internetseite des Emittenten veröffentlicht ist. Darüber hinaus werden der Basisprospekt, etwaige Nachträge zu dem Basisprospekt sowie die Endgültigen Angebotsbedingungen beim Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, Frankfurt am Main, zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Kompakt Die Wertentwicklung von Faktor-Zertifikaten ist durch den konstanten Hebel leicht nachvollziehbar. Ihre Stärken haben die Papiere in Trendphasen, Nachteile in Form von Verlusten entstehen in volatilen Seitwärtsphasen.

16 16 Rohstoff-Kolumne Rohstoffpreise sinken auf breiter Ebene Die Preise für die drei großen Agrarmärkte Soja, Mais und Weizen sind in diesem Jahr in einen Bärenmarkt eingetreten, definiert durch einen Rückgang der Preise um mehr als 20 % seit ihren zuletzt erreichten Hochs. Dennoch konnte sich gerade Mais im September wieder erholen, nachdem der Preis zeitweise im September 10 % unter den Schlussstand vom August gesunken war. Anfang Oktober betrug der Verlust nur noch 3 %. Grund für die Verbesserung waren Regenfälle im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten. Sie verlangsamten die dort gerade stattfindende Ernte. Außerdem konnten sich die Maisexporteure Anfang Oktober trotz des starken US-Dollars über eine Belebung der Nachfrage freuen. Die Exporteure fürchteten zuvor, dass der starke US-Dollar ihnen einen Strich durch die Rechnung machen könnte. Sie müssen in diesem Jahr eine Rekordmenge an Mais vermarkten. Die Preise für Soja rutschten im Monatsverlauf des Septembers um 8 % unter den Stand vom August. Die US-Ernte wird wie bei Mais auch bei Sojabohnen in diesem Jahr den höchsten Stand der Geschichte erreichen. Ebenso werden in weltweiten Lagerhallen in diesem Jahr so viele Sojabohnen bevorratet werden wie nie zuvor. Das belastete die Preise. Weizen rutschte auf Monatsfrist um 10 % ab. Die Preise für Weizen befinden sich auf dem Weltmarkt bereits seit Juni in einer kräftigen Abwärtsbewegung, was einer»nahezu rekordverdächtigen Weltproduktion«geschuldet sei, schrieb der Internationale Währungsfonds Anfang Oktober in einer Studie. Neben der guten Ernte wuchs auch die Zuversicht, dass es in der Ukraine, der»kornkammer«europas, wegen der dortigen geopolitischen Spannungen nicht zu spürbaren Ernteausfällen kommen wird. Dies belastete den Preis zusätzlich. Der Preis für Brent Crude Oil sank im Monatsvergleich um 12 % und notiert nun bereits fast USD 10 unter dem Mindestpreis, den das Ölkartell OPEC für den Verkauf eines 159-Liter-Fasses Öl definiert hat. Im November wird das Kartell das nächste Mal tagen, jedoch scheint die Hoffnung des Marktes zuletzt gesunken zu sein, dass die OPEC dann eine Fördermengensenkung beschließen wird, um den Preis zu stützen. Zuletzt hatten einige Mitgliedsländer wie Libyen und der Irak ihre Fördermengen sogar noch weiter ausgeweitet. Belastend wirkte sich auch die Senkung der Nachfrageprognosen auf dem Weltmarkt durch die US-Energiebehörde EIA auf die Preisentwicklung aus. Der Goldpreis sank auf Monatsfrist auf 5 % und erreichte eine von vielen Händlern als bedeutend eingestufte charttechnische Unterstützung bei USD 1180/ Unze. Zu Beginn der zweiten Oktoberwoche setzte der Markt jedoch zu einer Erholung ausgehend von einem Test dieser Unterstützung an. Gestützt wurde Gold dabei von der Veröffentlichung des Mitschnitts der vergangenen US-Notenbanksitzung. Dort hatten sich die Mitglieder des Offenmarktausschusses der US-Notenbank kritisch über die Schwäche der Weltwirtschaft sowie über die Stärke des US-Dollars geäußert. Beide Faktoren, welche die Dynamik der US-Konjunkturerholung negativ beeinflussen könnten, müssten bei der Festlegung der künftigen Geldpolitik der US-Notenbank mit beachtet werden, hieß es. Dies wurde von zahlreichen Marktteilnehmern dahingehend gedeutet, dass die US-Notenbank ihre erste Leitzinserhöhung erst später als bisher erwartet durchführen könnte. Dies belastete den US-Dollar und lockte an der zentralen Unterstützung von USD 1180/Unze neue Goldkäufer an. Der Silberpreis konnte sich im Gleichlauf mit Gold ebenfalls erholen, neigt aber auch Anfang Oktober weiterhin zu einer schwächeren relativen Entwicklung gegenüber Gold. Die Wachstumsschwäche der für die Silbernachfrage bedeutenden Regionen Asien und Europa belastet den Silberpreis. Die Beruhigung der geopolitischen Spannungen zwischen Russland und dem Westen bewog zahlreiche Spekulanten, sich von ihrer A-la- Hausse-Spekulation im Palladium zu trennen, was zu einem Einbruch der Notierungen am Palladiummarkt um 11 % im Monatsverlauf führte. Der Platinpreis sank um 9 %. Der Preis des Kupfers sank im Monatsverlauf um 3 %, womit sich die Seitwärtsbewegung der vergangenen Monate fortsetzte. Kupfer bewegt sich seit nunmehr fast zwei Jahren in einer Seitwärtsspanne zwischen USD 3/Pound und USD 3,40/Pound seitwärts. Der Kaffeepreis stieg um 8 % und reagierte damit auf die weiterhin ausbleibenden Regenfälle in Brasilien. Das größte Anbauland der Erde lieferte bereits in der gerade zu Ende gegangenen Saison die niedrigste Ernte seit drei Jahren. Der fehlende Regen könnte auch die bereits traditionell niedrigere Zwischenernte in der Saison 2014/15 weiter herabsetzen. Kakao sank um 5 % und unterbrach damit eine Serie aus neun aufeinander folgenden Monaten mit Kursgewinnen. Händler machten Gewinnmitnahmen für die Verluste verantwortlich. Kakao war zwischen März 2013 und September 2014 um 67 % gestiegen. Der Baumwollpreis hat sich bis in die zweite Oktoberwoche in der Nähe des im September erreichten Fünfjahrestiefs stabilisiert. Gegenüber dem Schlussstand des August steht aber ein weiterer Kursverlust um 4 % zu Buche. Zucker erholte sich von einem zeitweiligen Einbruch im September um 11% wieder auf +9 %. In den Medien häufen sich Berichte über Schließungen von Zuckerraffinerien, da die Verarbeitung wegen der stark gesunkenen Preise nicht mehr rentabel ist. Mini-Futures 1 auf Gold Future WKN Basiswert Typ Basispreis 2 Stop-Loss 2 Hebel 2 (in USD) (in USD) VZ6Q8K Gold Long 991, ,01 5,20 VZ5SGF Gold Long 1.107, ,60 10,24 VZ4ZJG Gold Short 1.437, ,23 5,84 VZ5ELV Gold Short 1.349, ,81 10,08 Mini-Futures 1 auf Sugar Future WKN Basiswert Typ Basispreis 2 Stop-Loss 2 Hebel 2 (in USD) (in USD) VZ5TTS Sugar Long 0,1367 0,1389 5,57 VZ6GUX Sugar Long 0,1502 0, ,03 VZ5JE2 Sugar Short 0,1926 0,1885 5,88 VZ5ZFK Sugar Short 0,1791 0, ,25 1 Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapital geschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Auszahlungen sind abhängig von der Zahlungsfähigkeit der Emittentin bzw. Garantin. Darüber hinaus ist der Anleger bei Nicht-Quanto-Produkten einem Währungsrisiko ausgesetzt. Anleger sollten zudem beachten, dass es sich bei Hebelprodukten wie Mini- Futures um besonders risikoreiche Instrumente der Vermögens anlage handelt. Frühere Wertentwick lungen und Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wert entwicklung. Steuern und etwaige Gebühren wirken sich negativ auf die Rendite aus. 2 Stand am Bestellen Sie unsere regelmäßige Vontobel- Rohstoff-Kolumne kostenlos unter Weitere Informationen zu Chancen und Risiken der Produkte finden Sie unter Beitrag von BörseGo AG (www.boerse-go.de) Bitte beachten Sie den wichtigen Hinweis auf Seite 12.

17 17 Antworten auf Ihre Fragen Wie funktioniert eine Protect Chance Aktienanleihe? Wie funktioniert eine Protect Chance Aktienanleihe? Die Protect Chance Aktienanleihe ist eine Weiterentwicklung der Protect Aktienanleihe. Das Besondere daran ist, wie der Name schon sagt, die Chance auf eine Partizipation an steigenden Kursen des Basiswertes. Der Anleger erhält am Laufzeitende, wenn der Referenzpreis des Basiswertes am Bewertungstag auf oder über einer fixierten Bonusschwelle liegt, zusätzlich zur Kuponzahlung einen Bonusbetrag. Den Kupon erhält der Anleger, wie bei der Protect Aktienanleihe, unabhängig von der Kursentwicklung des Basiswertes. Der Nennbetrag wird ausbezahlt, sofern der Referenzpreis des Basiswertes während der Beobachtungszeit die Barriere nicht verletzt hat oder sofern er zwar die Barriere verletzt hat, aber am Bewertungstag dem Basispreis entspricht oder diesen überschreitet. Andernfalls kommt es je nach Basiswert zu einem Barausgleich oder zur Aktienlieferung. Durch den möglichen Bonusbetrag könnte die Protect Chance Aktienanleihe nicht nur in einem Seitwärtsmarkt, sondern auch bei einem gewissen Anstieg des Basiswertes eine interessante Anlagemöglichkeit darstellen. Im Gegenzug fällt die Verzinsung bei der Protect Chance Aktienanleihe etwas niedriger aus als bei der Protect Aktienanleihe. Zu welchem Kurs werden Aktienanleihen abgerechnet und mit welchem Kurs werden die Aktien im Fall einer physischen Lieferung in das Depot gebucht? Für die Abrechnung einer Aktienanleihe gilt in der Regel der am Bewertungstag festgestellte Schlusskurs der jeweiligen Aktie an der Referenzbörse. Am Beispiel einer Aktie der BMW AG wäre dies der entsprechende Xetra- Schlusskurs der Aktie gegen 17:30 Uhr. Anleger sollten jedoch beachten, dass diese Regelung von Basiswert zu Basiswert verschieden sein kann. Grundsätzlich kommt es zu einer physischen Lieferung des Basiswertes, wenn der maßgebliche Schlusskurs am Bewertungstag unterhalb des bei Emission festgelegten Basispreises liegt. Die tatsächliche Lieferung der entsprechenden Anzahl an Aktien durch den Emittenten erfolgt jedoch erst am sogenannten Fälligkeitstag, der in der Regel fünf Bankarbeitstage nach dem Bewertungstag liegt. Immer wieder taucht die Frage auf, zu welchem Preis die Aktien letztlich in die Depots der Anleger eingebucht werden. Die Antwort auf diese Frage hängt vom tatsächlichen Einbuchungszeitpunkt der Aktien durch die jeweilige Hausbank ab und orientiert sich, entgegen vieler Vermutungen, nicht am zum Bewertungstag festgestellten Referenzkurs. Welchen Einfluss hat die implizite Volatilität auf einen Optionsschein aus dem Geld? Vor allem bei aus dem Geld notierenden Optionsscheinen sind neben der Entwicklung des Basiswertes auch weitere preisbeeinflussende Faktoren zu berücksichtigen. Hierzu gehören die Restlaufzeit des Optionsscheins, die Zinsentwicklung und insbesondere die implizite Volatilität (die erwartete Schwankungsbreite des Basiswertes). In der Regel hat ein Anstieg des Basiswertkurses eine Verringerung der impliziten Volatilität zur Folge. Diese kann sich erstens negativ auf den Wert eines Call- Optionsscheins auswirken, zweitens einen Anstieg des Basiswertes auch überkompensieren und drittens bei einem geringen Delta mitunter auch zu einer Überkompensierung eines Kursanstiegs und somit zu einer Wertverringerung des Optionsscheins führen. Protect Chance Aktienanleihen Auch an ruhigen Passagen kann man Freude haben. Haben Sie Fragen zu diesem Produkt? Sie erreichen uns unter der kostenlosen Kunden-Hotline oder informieren Sie sich unter Protect Chance Aktienanleihe Quanto auf Twitter Inc. Basiswert Twitter Inc. WKN/ISIN VZ6BF1/DE000VZ6BF12 Kupon 8,00% p.a. Basispreis USD 53,49 Barriere USD 40,12 Bonusschwelle/Bonusbetrag 110% des Basispreises/EUR 80,00 Laufzeit bis Aktueller Briefkurs* 100,30% *Stand am Dieses Produkt bietet keinen Kapitalschutz. Anleger tragen das Risiko des Geldverlustes bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten (Emittentenrisiko). Allein maßgeblich sind die jeweiligen Wertpapierprospekte, die beim Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH im Internet unter zum Download verfügbar sind. Wir freuen uns auf Ihre Fragen rund um das Thema Zertifikate. Senden Sie uns eine an oder rufen Sie uns an. Die Derivate-Spezialisten unseres Financial-Products-Teams stehen Ihnen bei Fragen rund um Hebelprodukte und Zertifikate zur Verfügung. Sie erreichen unsere Spezialisten täglich von 8:00 bis 18:00 Uhr telefonisch oder per unter Ihr Vontobel Zertifikate-Team Bockenheimer Landstraße 24, D Frankfurt am Main Hotline , Telefax +49 (0)

18 18 Wissenswertes Wussten Sie, dass Viele Schwellenländer sind Boom-Regionen und damit ein wichtiger Motor der Weltwirtschaft. Wir werfen einen Blick auf einige der sogenannten»take-off countries«. Wussten Sie beispielsweise, dass... Coca-Cola bis 2020 insgesamt mehr als 8,2 Milliarden Dollar in Mexiko investieren will? Dank einer gut ausgebauten Infrastruktur, einer hohen Bildungsrate und niedriger Arbeitskosten ist Mexiko der neue Lieblingsstandort vieler internationaler Konzerne. mittlerweile fünf der zehn weltweit größten LKW-Hersteller aus China stammen? Marktführer ist derzeit Dongfeng. Das Unternehmen baut sein Geschäft in Regionen wie Osteuropa, Afrika oder Südamerika gezielt aus. Brasiliens wichtigster Handelspartner inzwischen China ist vor den USA und Argentinien? Als einer der größten Rohstofflieferanten der Welt kann Brasilien mit Öl, Eisen und Soja fast alles bieten, was die Volksrepublik benötigt. der Name Brasilien von»pau brasil«, dem portugiesischen Namen für Brasilholz abgeleitet ist? Das Holz dieses in den Wäldern der brasilianischen Atlantikküste wachsenden Baumes war während der Anfänge der Kolonisation ein wichtiges Ausfuhrprodukt. Malaysia als erstes südostasiatisches Land Kraftfahrzeuge baute und exportierte? Der Inselstaat ist ein weltweit führender Produzent elektronischer Bauteile. Sein Pro-Kopf-Einkommen ist nach dem von Brunei und Singapur das dritthöchste Südostasiens. Malaysia aus zwei durch das Südchinesische Meer getrennten Landesteilen besteht, die über 650 Kilometer voneinander entfernt liegen? Mit rund 8 % Realwachstum ist Malaysia heute das sich wirtschaftlich am schnellsten entwickelnde Land Südostasiens. Indien mit mehr als 1,2 Milliarden Einwohnern das Land mit der zweitgrößten Bevölkerung und die größte parlamentarische Demokratie der Welt ist? Dennoch leben 70 % der Bevölkerung, das heißt mehr als 800 Millionen Menschen, von weniger als umgerechnet zwei US-Dollar am Tag. in Indien Englisch die wichtigste Verwaltungs- und Wirtschaftssprache ist? Hindi ist die meistgesprochene indische Sprache und Muttersprache von 41 % der Bevölkerung. Danach folgen 14 weitere offizielle Sprachen wie Bengali, Telugu, Marathi, Tamil und Malayalam. Indonesien nach China der zweitwichtigste Rohstoffproduzent Asiens ist? Der Reichtum an natürlichen Ressourcen wie Erdöl, Erdgas, Palmöl und Tropenholz sichert Indonesien eine konstante Einnahmequelle ausländische Direktinvestitionen in der Höhe von 24,6 Milliarden Dollar nach Indonesien flossen? Davon profitierten vor allem die Sektoren Bergbau, Transport, Lagerung und Telekommunikation. Die bedeutendsten Direktinvestoren waren Singapur, Japan und Südkorea. die polnische Wirtschaft gemessen am BIP in den letzten zehn Jahren um 49 % gewachsen ist? Seit dem EU-Beitritt hat sich auch die Arbeitslosigkeit, die früher 20 % betrug, halbiert. sich Polens Exporte von Agrarprodukten und Nahrungsmitteln seit dem Beitritt zur EU vervierfacht haben? Drei Viertel der Exporte, die 2012 erstmals über 18 Milliarden Euro betrugen, gehen in den EU-Raum. Chichén Itzá Weltkulturerbe und mexikanisches Paradebeispiel kultureller Entwicklung aus längst vergangenen Tagen. Heute gilt Mexiko als aussichtsreiches Schwellenland. Copacabana ist einer der bekanntesten Stadteile Rio de Janeiros und außerdem berühmt für seinen über vier Kilometer langen Sandstrand.

19 19 News und Tipps Alibaba: In China boomt der Online-Handel Alibaba dieser Name ist zurzeit in aller Munde. Gemeint ist nicht die Figur aus Tausendundeiner Nacht. Es geht um den chinesischen Internet-Titanen, der mit seinem überaus erfolgreichen Börsengang einen Coup gelandet hat. Die weiteren Aussichten stehen gut. Bereits im Vorfeld machte der Börsengang des chinesischen Online-Giganten mit Superlativen von sich reden. Nach seinem Börsenstart hob das größte Internet-Auktionshaus der Welt, das im Jahr 1999 gegründet worden war, die Preisspanne je Aktie noch einmal deutlich an. Die Aktienverkäufe gingen schließlich weiter und der Erlös ist um zusätzliche drei Milliarden US-Dollar angestiegen. So hat das bislang noch recht unbekannte Unternehmen aus dem Reich der Mitte sogar Facebook in den Schatten gestellt. Mit den Einnahmen will Alibaba nun unter anderem die Umsetzung seiner Expansion nach Europa und in die Vereinigten Staaten vorantreiben. Alibaba gehört zu den Unternehmen, die von den Reformanstrengungen der chinesischen Regierung zweifellos profitieren. Analysten von North Square Blue Oak (NSBO) eine Investmentboutique mit führender Expertise im Bereich der Chinapolitik schätzen Alibabas Situation derzeit folgendermaßen ein:»in China gehören neue Technologien langfristig zu den Sektoren mit dem größten Wachstumspotenzial und Alibaba scheint innerhalb dieser Branche auch für die Zukunft gut positioniert zu sein.«eines steht dabei außer Frage: Der sich in Privatbesitz befindende Online-Riese wäre ohne das massive Vorantreiben der chinesischen Reformmaßnahmen niemals zu seinem fulminanten Marktanteil von 80% bei Online- Einzelhandelsumsätzen gekommen. Ein Haar in der Suppe lässt sich natürlich immer finden und so gibt es selbstverständlich auch bei Alibaba noch ein paar Unsicher heiten beispielsweise wenn es um die potenziellen Online- Verkaufssteuern oder den antimonopolistischen chinesischen Feldzug geht. Dennoch dominieren dank der aktuellen chinesischen Politikstrategie die positiven Zeichen. Auch die Tatsache, dass Alibabas IPO zu den weltgrößten Börsengängen der Geschichte gehört und der Bereich im Zentrum der chinesischen Reformen steht, lässt die Analysten von NSBO zuversichtlich in eine langfristig vielversprechende Zukunft blicken. Den Geschäftsbereichen 4G und Breitband sowie E-Commerce sagen die NSBO-Experten außerdem ein künftig starkes Unternehmenswachstum voraus (China Policy Focus Alibaba, NSBO ). Für Investoren, die von einer möglich anhaltenden günstigen Entwicklung der Alibaba-Aktie profitieren möchten, bietet Vontobel eine ganze Palette verschiedenster Anlageprodukte. Bonus Cap-Zertifikate auf Alibaba Group 1 WKN Bonusrendite 2 Abstand zur Barriere 2 Laufzeit Briefkurs 2 (in EUR) VZ56MH 10,18% 18,85% VZ56MD 14,38% 18,85% ,71 VZ56MC 16,98% 18,85% ,77 VZ56MA 14,17% 24,51% ,06 Turbo-Optionsscheine Open End auf Alibaba Group 1 WKN Basiswert Typ Basispreis 2 Knock-Out Hebel 2 Briefkurs Preis VZ6AEA Alibaba Group Call USD 61,16 3,30 2,06 VZ6EKR Alibaba Group Call USD 71,15 5,35 1,27 VZ6EKT Alibaba Group Call USD 75,16 7,16 0,95 VZ6EK5 Alibaba Group Put USD 106,49 4,07 1,65 VZ6FJJ Alibaba Group Put USD 92,45 11,72 0,58 1 Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapital geschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Auszahlungen sind abhängig von der Zahlungsfähigkeit der Emittentin bzw. Garantin. Darüber hinaus ist der Anleger bei Nicht-Quanto-Produkten einem Währungsrisiko ausgesetzt. Anleger sollten zudem beachten, dass es sich bei Hebelprodukten wie Turbo-Optionsscheine um besonders risikoreiche Instrumente der Vermögens anlage handelt. Frühere Wertentwicklungen und Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wert entwicklung. Steuern und etwaige Gebühren wirken sich negativ auf die Rendite aus. 2 Stand am Rechtliche Hinweise Die in dieser Publikation enthaltenen Informationen stammen aus Quellen, die wir für zuverlässig halten, jedoch keiner unabhängigen Prüfung unterzogen haben. Sie wurden von uns nach bestem Wissen zusammengestellt. Diese Publikation ist kein Angebot und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Die in dieser Publikation enthaltenen Angaben stellen keine Anlage beratung und keine Finanzanalyse dar, sondern dienen ausschließlich der Information und genügen daher auch nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit der Finanzanalyse. Rechtlich verbindlich sind alleine die Basis prospekte und die endgültigen Angebotsbedingungen, die beim Emittenten, der Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, Frankfurt am Main, kostenlos erhältlich sind. Vor dem Erwerb eines Wertpapieres sollten Sie den Prospekt zu Chancen und Risiken lesen und etwaige Fragen mit Ihrem Finanzberater besprechen. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Angaben und keine Verpflichtung zur Richtigstellung etwaiger unzutreffender, unvollständiger oder überholter Angaben. Die Autoren, der Herausgeber und zitierte Quellen haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung ihrer Gedanken und Ideen entstehen. Der Leser trifft seine Entscheidungen in jedem Fall auf eigene Gefahr. Im Zusammenhang mit dem öffentlichen Angebot und dem Verkauf der von der Vontobel Financial Products GmbH emittierten Produkte können Gesellschaften der Vontobel-Gruppe direkt oder indirekt Provisionen in unterschiedlicher Höhe an Dritte (z. B. Anlageberater) zahlen. Solche Provisionen sind im jeweiligen Produktpreis enthalten. Weitere Informationen erhalten Sie auf Nachfrage bei Ihrer Vertriebsstelle. In der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Bitte beachten Sie, dass Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Die Unternehmen der Vontobel-Gruppe übernehmen daher keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der in dieser Publikation getroffenen Aussagen und Bewertungen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass frühere Wertentwicklungen, Simulationen einer früheren Wertentwicklung oder Prognosen einer früheren Wertentwicklung eines Finanzinstru mentes nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die zukünftige Wertentwicklung zulassen. In dieser Ausgabe dargestellte Wertentwicklungen berücksichtigen keine etwaigen Provisionen, Gebühren und andere Entgelte, welche sich negativ auf die Rendite auswirken. Hinweis Die in dieser Publikation genannten Marken und Warenzeichen sind zugunsten der jeweiligen Rechteinhaber geschützt und eingetragen. Impressum Herausgeber: Bank Vontobel Europe AG Bockenheimer Landstraße Frankfurt am Main Hotline Telefax +49 (0) Redaktion: Sandra Chattopadhyay, Torsten Metzner, Nicole Wittmann Marketing: Nicole Wittmann Erscheinungsweise: monatlich Auflage: Exemplare Layout: E,T&H Werbeagentur AG BSW, Zürich/Schweiz, Bestellung: Telefon (kostenlos) 10/14 SC

20 Protect Indexanleihen Auch an ruhigen Passagen kann man Freude haben. Protect Indexanleihe auf EURO STOXX 50 Index Jetzt zeichnen bis bei allen Sparkassen und Banken Basiswert EURO STOXX 50 Index WKN/ISIN VZ6C4C/DE000VZ6C4C7 Kupon 4,50% p.a. Basispreis 100% des Schlusskurses des Basiswertes am Barriere 80% des Basispreises Laufzeit bis Ausgabepreis 100% des Nennbetrages (EUR 1.000,00) Dieses Produkt bietet keinen Kapitalschutz. Anleger tragen das Risiko des Geldverlustes bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten (Emittentenrisiko). Um ausführliche Informationen, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition in das Produkt verbundenen Risiken, zu erhalten, sollten potentielle Anleger den Basisprospekt lesen, der nebst den Endgültigen Angebotsbedingungen und etwaigen Nachträgen zu dem Basisprospekt auf der Internetseite veröffentlicht ist und beim Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, Frankfurt am Main, zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten wird. Haben Sie Fragen zu diesem Produkt? Sie erreichen uns unter der kostenlosen Kunden-Hotline oder informieren Sie sich unter Bank Vontobel Europe AG, Bockenheimer Landstraße 24, Frankfurt am Main Leistung schafft Vertrauen

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