Für den unkonventionellen Blickwinkel

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1 Investieren, wo die Masse nicht hinschaut: Für den unkonventionellen Blickwinkel Das Anlegermagazin für den unkonventionellen Blickwinkel Jahrgang 8 Ausgabe 12/ Andreas Hoose Editorial Verehrte Leserinnen, verehrte Leser, ein Kollege erklärte mir vor einigen Jahren in Anspielung auf mein schon damals leicht ergrautes Haupthaar: Erfahrung ist im Börsengeschäft unbezahlbar. Deshalb haben dort diejenigen die besten Karten, die schon viele graue Haare haben. Je mehr, desto besser. Ob das wirklich so ist? Investment-Altmeister und Milliardär John Embry von Sprott Assett Management jedenfalls sagte in dieser Woche: Ich hoffe, ich werde noch lange genug leben, um die Analysen zu lesen, die man eines Tages verfassen wird. Unsere Nachfahren werden die heutige Zeit als eine Phase des größten Irrsinns beschreiben, der jemals auf dieser Erde stattgefunden hat. Das möchte ich noch erleben. Embry ist seit über 50 Jahren im Börsengeschäft tätig. Überhaupt fällt auf, dass es die eher gesetzteren Jahrgänge sind, die sich derzeit tendenziell besorgt äußern. Bei vielen Investmentküken scheint dagegen ganz überwiegend die Meinung vorzuherrschen, dass alles nicht so schlimm ist und die grandiose Erholung schon an der nächsten Ecke wartet. Einiges deutet darauf hin, dass viele Altmeister der Börse derzeit nicht nur zum Spaß besorgt sind, sondern wegen der vielen blutigen Nasen, die sie sich schon geholt haben - und dass die Jugend teures Lehrgeld bezahlen wird. Tatsächlich werden sich die Lehren, die man aus der heutigen Zeit einmal ziehen wird, als unbezahlbar erweisen. Und wer sich in diesen turbulenten Tagen seine grauen Haare redlich verdient hat, dessen Rat wird in 20 Jahren sehr gefragt sein. Selbst dann, wenn sich herausstellen sollte, dass er sich geirrt hat. Denn wie wir alle wissen, zählen Lernen und Erfahrungen zu den kostbarsten Schätzen, die das Leben zu bieten hat. Deshalb ist vielleicht doch was dran an der Geschichte mit den grauen Haaren... Auch die Redaktion des Antizyklischen Börsenbriefs wird schon bald ganz neue Erfahrungen machen: Die unglaublich kreativen IT-Kollegen der BörseGo AG, Inhaltsverzeichnis 02 Leitartikel: Der moderne Tulpenwahn Nachhaltiges Investieren: Ballard Power, FuelCell Energy, PlugPower 18 Börsenstiefkinder: Sharp Corporation 19 Edelmetall-Serie: Alles steigt und Gold fällt Edelmetall-Aktien: Hoffnungsschimmer Minenprojekt 2013: IAM Gold, Colossus Minerals 26 Krisenticker 29 Moment Mal 30 Rückblick: RWE, E.ON, Metro, First Solar, Cardiome Pharma 33 Impressum & Disclaimer Herausgeberin des Antizyklischen Börsenbriefs, haben für die neueste Version der Analyseplattform ein beeindruckendes Tool entwickelt. Damit lassen sich die aus antizyklischer Sicht aussichtsreichsten Aktienkandidaten eines Index mit einem einzigen Blick identifizieren. Was bislang mühsam und mit viel Aufwand recherchiert werden musste, das geht jetzt mit einigen Mausklicks. Ich war sehr beeindruckt als mir BörseGo-Geschäftsführer Thomas Waibel das hilfreiche Werkzeug kürzlich gezeigt hat. Um den Jahreswechsel herum wird das Tool online sein. Es bleibt also spannend wie eh und je an der Börse, und die Dinge stehen nicht still. Nehmen wir daher die Herausforderungen an, die da draußen auf uns warten und freuen wir uns auf die kommenden Jahre. Denn eines ist sicher: Langweilig wird es garantiert nicht und vielleicht werden uns unsere Enkel einmal beneiden, weil es uns vergönnt war, diese turbulenten Zeiten kreativ mitzugestalten... Herzlichst, Ihr Andreas Hoose Antizyklischer Börsenbrief Investieren, wo die Masse nicht hinschaut:

2 Der moderne Tulpenwahn... Leitartikel: Der moderne Tulpenwahn... Beginnen wir diesmal mit einer bemerkenswerten charttechnischen Beobachtung. Den Kursverlauf in Abbildung 1 hatten wir Ihnen in einer früheren Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs schon einmal gezeigt. Abgebildet ist der Dow Jones auf Monatsbasis seit dem Jahr Es ist erstaunlich, wie präzise sich das Marktbarometer bislang an den Fahrplan gehalten hat: Mit dem Schlusskurs vom 30. November 2013 hat der Index ein lupenreines Megaphon vollendet. Sollte der Dow Jones jetzt nicht über die Oberkante dieses Megaphons bei rund Punkten ausbrechen und seinen Aufwärtstrend dabei deutlich beschleunigen, dann dürfte es finster werden an den Börsen. Darin übrigens sind sich derzeit einige Börsenaltmeister einig. Sollte der Fahrplan weiterhin eingehalten werden, liegt das nächste große Kursziel in der Gegend von Punkten... Doch es kommt noch besser: In unvergleichlicher kollektiver Selbsttäuschung ignorierten die Börsianer in der vergangenen Woche eine einigermaßen dramatische Aussage der Zentralbank von China: Es liege nicht länger im Interesse des Landes, seine Devisenreserven weiter aufzustocken, erklärte Yi Gang, leitender Gouverneur der chinesischen Notenbank. China ist mit 3,66 Billionen US-Dollar der größte Halter von US-Dollars und zudem wichtigster Kreditgeber der USA: Das chinesische Schatzamt hält mehr als eine Billion US-Dollar an US-Staatspapieren. Natürlich liegt es nicht im Interesse Chinas, noch mehr Papier anzuhäufen, und wer die Geschehnisse aufmerksam verfolgt, der erkennt auch, was die Chinesen statt dessen tun: Mit ihren immensen Währungsreserven kaufen sie Unternehmensanteile, Rohstoffe und Gold. Abbildung 3 zeigt die Entwicklung der chinesischen Goldimporte über Hongkong seit dem Jahr Der Jahresbalken ganz rechts zeigt die Einfuhren bis zum 31. Juni dieses Jahres. Fast müßig ist es, zu erwähnen, dass sich der Trend in der zweiten Jahreshälfte noch beschleunigt hat: Allein im Oktober hat China über Honkong 131 Tonnen Gold importiert. Damit hat das Riesenreich im laufenden Jahr fast 980 Tonnen des Edelmetalls eingeführt. Addiert man die eigene Goldproduktion von 430 Tonnen und berücksichtigt den Importweg über Shanghai, dann dürfte China im laufenden Jahr rund Tonnen Gold angehäuft haben - etwa 70 Prozent der jährlichen weltweiten Minen-Förderung von rund von Tonnen. Die Kollegen aus der Fraktion der Daueroptimisten ficht das nicht an. Sie gehen jetzt lieber der Frage nach, ob man nach den frischen Kaufsignalen bei DAX und Konsorten jetzt endlich einsteigen sollte. Frische Kaufsignale? Die Hausse läuft seit ungefähr fünf Jahren... Unterdessen hält Fed-Chef Ben Bernanke die Investoren mit vagen Äußerungen im Glauben, dass der Aufkauf der Staats- und Hypothekenpapiere wegen der Erholung der US-Konjunktur bald ein Ende haben könnte. Im jüngst veröffentlichten Sitzungsprotokoll lesen manche Investoren eine geplante Reduktion der Anleihekäufe für Dezember oder spätestens März 2014 heraus. In Wahrheit findet sich in besagtem Protokoll nicht eine einzige belastbare Aussage, die diesen Schluss zulässt. Tatsächlich ist exakt wie in den vergangenen Jahren das genaue Gegenteil zu erwarten: Mehr Geld für die darbende Frankenstein-Wirtschaft der Vereinigten Staaten. 3: Während die US-Notenbank die Welt mit Dollars flutet, macht China das einzig Sinnvolle: Das Riesenreich kauft Gold in nie gesehenem Umfang... Dabei ist der Hinweis, dass China seine Käufe von US-Staatsanleihen stoppen könnte, eine massive Bedrohung für die amerikanische Wirtschaft. Doch die Meldung wurde in den US-Medien geflissentlich ignoriert. Vielleicht will man die ausgelassene Party an den Börsen nicht stören und hält solche Nachrichten deshalb unter Verschluss. Jedenfalls im Moment. Wir würden jede Wette eingehen, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft Zeiten erleben werden, da vergleichbare Nachrichten ein Erdbeben an den Kapitalmärkten auslösen werden. Doch das wird uns zu einem späteren Zeitpunkt beschäftigen... Seite 2

3 Der moderne Tulpenwahn... Für den Moment ist sehr bezeichnend, dass selbst die unüberhörbaren Kriegstrommeln im Ostchinesischen Meer komplett ignoriert werden. China hatte dort zuletzt mehrere Kampfjets und ein Frühwarnflugzeug zur Patrouille in eine neu eingerichtete Luftverteidigungszone geschickt. Damit reagierte die Volksrepublik auf unangemeldete Flüge japanischer und südkoreanischer Militärmaschinen durch den Luftraum über den von Japan und China jeweils für sich beanspruchten Inseln. Die USA hatten zwei unbewaffnete Langstreckenbomber vom Typ B-52 über die Region fliegen lassen und die Anweisungen der Führung in Peking ignoriert, dies vorher bei den chinesischen Militärbehörden anzukündigen. Kommt hier womöglich ein Schwarzer Schwan dahergeschwommen, den bloß noch niemand bemerkt? Wenn die Finanzkrise demnächst angeblich überstanden ist und die US-Konjunktur in einen nie gesehenen Aufschwung einschwenken wird, so wie es die Medien unablässig verkünden, warum kommt dann die Wirtschaft in den USA seit fünf Jahren trotz rekordtiefer Zinsen und sinkender Energiepreise nicht in die Hufe? Warum verharrt die reale Arbeitslosenquote in den USA inmitten des größten Superbullenmarktes seit Jahren auf Depressionsniveau? Warum gibt es in den Vereinigten Staaten so viele Empfänger von Lebensmittelmarken wie noch nie zuvor in der Geschichte? Dass derzeit dort noch manch anderer Schwan sein Unwesen treibt, das machte der Schweizer Vermögensverwalter Egon von Greyerz, Gründer von Matterhorn Asset Management, kürzlich in einem bemerkenswerten Interview mit den Kollegen von deutlich. Demnach sind die Vermögenswerte der chinesischen Banken in den vergangenen fünf Jahren um 15 Billionen US-Dollar geklettert. In den USA stiegen die Vergleichswerte gleichzeitig um nur zwei Billionen US-Dollar. Das chinesische Bankensystem sei mittlerweile 2,5mal so groß wie die chinesische Wirtschaftsleistung. Hinzu komme das Schattenbankensystem Chinas, dessen Größe niemand beziffern könne. Die Situation in China gefährde die gesamte Weltwirtschaft, warnte Greyerz - doch kaum jemand würde die Probleme sehen. /12/1_The_Frightening_Black_Swan_That_Will_Shock_The_World.html Mein Kollege Jochen Stanzl hat kürzlich in einem interessanten Artikel den chinesischen Volkswirt Andy Xie zitiert. Der Tenor ist ähnlich: Der Analyst erwartet eine harte Landung der chinesischen Volkswirtschaft und warnt, dass die Spekulationsblasen bei chinesischen Vermögenswerten nur noch durch das Schattenbankensystem über Wasser gehalten würden. Dieses werde maßgeblich durch billige Kredite aus dem US-Dollar-Raum gespeist. Auch der Anstieg der Immobilienpreise in großen chinesischen Städten sei so erzeugt worden. gold-850,a html Doch an den Börsen spielt das derzeit alles keine Rolle. Inmitten allgemeiner Verblendung und einer scheinbar nie endenden Superhausse drängen sich deshalb ein paar einfache, dabei aber umso interessantere Fragen geradezu auf: Warum waren sich noch im Sommer 2013 nahezu alle Experten einig, die US-Notenbank werde den Ankauf von Staatsanleihen wegen der fortschreitenden Erholung der US-Konjunktur im laufenden Jahr zurückfahren, während Notenbankchef Ben Bernanke erst kürzlich einräumen musste, dass an eine Ende der ultralockeren Geldpolitik überhaupt nicht zu denken ist? Und warum druckt die japanische Notenbank Yen als würden es morgen keine mehr geben? Warum denkt die Europäische Zentralbank über negative Zinsen und der Internationale Währungsfonds über eine Schuldensteuer in Höhe von zehn Prozent auf das Vermögen der europäischen Bürger und Unternehmen nach? Eine Antwort auf all diese nicht ganz unbedeutenden Fragen gibt wie so oft der gesunde Menschenverstand: Weil die Krise mitnichten überstanden und ihr Ende noch lange (!) nicht in Sicht ist. Auch mit Blick auf den Goldpreis, das Krisenbarometer schlechthin, ist diese Erkenntnis nicht ganz unbedeutend, wie wir noch sehen werden. Die unausgesprochene Botschaft von Politik und Notenbanken in diesen Tagen lautet: Wir drucken uns reich und wir erschaffen so viel neues Geld, dass die Krise von selbst wieder verschwindet. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang die folgende Beobachtung: Quantitative Easing (QE) war einmal als Notfallmaßnahme gedacht, um die Börsen im Herbst 2008 vor dem totalen Kollaps zu bewahren. Mittlerweile ist aus dieser Notfallmaßnahme eine Dauereinrichtung geworden und schon der leiseste Seite 3

4 Der moderne Tulpenwahn... Hinweis auf ein Ende der Aufkaufprogramme US-amerikanischer Staatsanleihen durch die US-Notenbank löst an den Märkten Panikattacken aus. zurückführen, das Leistungsbilanzdefizit würde sich verringern, die Krise würde sich zumindest stark verlangsamen. Wer die Geldgeschichte aufmerksam studiert hat und wer sich auch mit der angeblichen Wunderdroge Fracking etwas eingehender beschäftigt, das nach Ansicht optimistischer Beobachter die Basis sein wird für den angeblich bevorstehenden Superaufschwung, der wird erkennen, dass hier vor allem die Hoffnung der Vater des Gedankens ist. Bei der Gewinnung von Gas aus Schiefergestein ist neben der katastrophalen Umweltbilanz dieser angeblichen Wundertechnik insbesondere die Beobachtung problematisch, dass die Schiefergas-Unternehmen in den USA wahre Geldvernichtungsmaschinen sind: Kein einziges ist bislang profitabel. Pikanterweise sind nun die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen in diesem Sommer prozentual gesehen so stark gestiegen wie nie zuvor obwohl die Fed mit ihren Anleihekäufen genau das verhindern wollte. Sollten die US-Renditen nun weiter ansteigen, und gleichzeitig klar werden, dass ein Ende von QE auch weiterhin gar nicht möglich ist, dann wird sogar den verblendetsten Optimisten dämmern, dass das Spiel zu Ende geht. Bei den Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen ist der Trend einstweilen vollkommen eindeutig, wie Abbildung 7 zeigt. Das Kursziel liegt im Bereich der auch historisch wichtigen Marke von etwas mehr als fünf Prozent. Beim Anleihekaufprogramm der US-Notenbank dürfte es dagegen noch eine Weile dauern, bis die Wahrheit ans Licht kommt. Nachdem QE in diesem Herbst wider Erwarten doch nicht ausläuft, blicken die Optimisten jetzt auf das Frühjahr Wahrscheinlichere Erklärung für den Renditeanstieg bei den US-Staatsanleihen ist deshalb die zweite Variante: Die US-Wirtschaft kommt weiterhin nicht in die Hufe, die US-Notenbank kann deshalb nicht aus QE aussteigen, deflationäre Tendenzen bleiben das vorherrschende Thema und die Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen sind zuletzt wegen des wachsenden Vertrauensverlustes in die Zahlungsfähigkeit der US-Regierung gestiegen. Wir favorisieren eindeutig das zweite Szenario. Denn wie es um die Konjunktur in den USA wirklich bestellt ist, das verdeutlicht Abbildung 8. Die Grafik zeigt die prozentualen Veränderung des nominalen US-BIP im Vorjahresvergleich. Seit 1955 befand sich die US-Wirtschaft ausnahmslos (!) immer dann in einer Rezession, wenn das Wirtschaftswachstum ähnlich schwach war wie heute. Achten Sie auf die roten Markierungen. Die senkrechten grauen Balken bilden rezessive Phasen in den USA ab. 8: Seit mehr als 50 Jahren befand sich die US-Wirtschaft immer dann in einer Rezession, wenn sich die Konjunktur ähnlich schwach entwickelte wie heute... An dieser Stelle muss man sich klar machen, dass es grundsätzlich zwei mögliche Erklärungen gibt, warum die US-Renditen zuletzt so stark gestiegen sind. Die erste Alternative entspricht gleichzeitig dem allgemeinen Konsens: Die US-Wirtschaft steht vor einem Wirtschaftsboom, der auch die Inflationsraten wieder anschieben wird. In einem solchen Umfeld würde die US-Notenbank ihre Anleihekäufe zurückführen, die Zinsen würden moderat ansteigen. Gleichzeitig könnten die Vereinigten Staaten ihre gigantischen Staatsschulden zumindest teilweise In der Tat spricht viel dafür, dass die heutige Zeit in einigen Jahrzehnten als größter kollektiver Massenwahn seit der niederländischen Tulpenmanie des 17. Jahrhundert in die Geschichtsbücher eingehen wird. Denn hinter dem Glauben an die Allmacht der Notenbanken und an die Werthaltigkeit von Papiergeld, mit dem das weltweite Finanzsystem in nie zuvor gesehenem Umfang geflutet wird, steckt in etwa dieselbe Naivität, wie hinter dem Glauben an die Werthaltigkeit von Tulpenzwiebeln. Wohin die menschliche Dummheit die Preise treiben kann, das macht ein Blick in die Geschichtsbücher deutlich: Semper Augustus gilt bis heute als teuerste Tulpensorte aller Zeiten kostete eine einzige Zwiebel rund holländische Seite 4

5 Der moderne Tulpenwahn... Gulden. Zehn Jahre später bezahlten Spekulanten für eine Knolle mehr als Gulden. Im Boomjahr 1637 wurden für drei Zwiebeln Gulden geboten. Zum Vergleich: Das Durchschnittsjahreseinkommen in den Niederlanden lag zu jener Zeit bei etwa 150 (!) Gulden. Die teuersten Villen in Amsterdam wurden mit rund Gulden taxiert. Mit der Einführung von Nullzinsen und dem Aufkauf von Staatsanleihen im großen Stil durch die US-Notenbank änderten sich die Wirkungsmechanismen im Laufe der Zeit: Immer deutlicher tritt nun ein Effekt zutage, der so (wahrscheinlich) nicht geplant war: Das viele Geld erzielt immer weniger Wirkung und fließt statt dessen in alle möglichen Anlageklassen, wo es sich nach den Vorstellungen der Kapitalanleger spekulativ vermehren soll, also in Form von Preissteigerungen besagter Vermögenswerte. Es ist der klassische Weg aller Spekulationsblasen, die nur aus heißer Luft bestehen. 9: Hübsch anzusehen ist sie ja, die Tulpe Semper Augustus. Im Jahr 1637 bezahlten Spekulanten für eine einzige Zwiebel so viel wie für eine vornehme Villa in Amsterdam... Wenn die Geschichte des Geldes eines lehrt, dann folgendes: Ausnahmslos alle Geldkrisen der vergangenen Jahre haben in Chaos und umfassender Vermögensvernichtung geendet. In allen Fällen sind am Ende Gold und Silber als strahlende Sieger aus den Turbulenzen hervorgegangen. Es gibt derzeit nirgends auch nur den leisesten Hinweis, dass die Finanzkrise aktueller Prägung einen anderen Verlauf nehmen könnte. Das Zünglein an der Waage und gleichzeitig der Grund, warum das größte geldpolitische Experiment der Menschheitsgeschichte scheitern wird, sind die künstlich niedrig gehaltenen Zinsen, die orchestriert werden durch eine beispiellose Kapitalflut in Form des Quantitative Easing. In normalen Zeiten haben niedrige Zinsen verschiedene Effekte auf die Konjunktur, und zwar durchaus auch positive: Die Belastung für die Zinszahlungen sinkt, wodurch sich die Schuldensituation von Firmen und Privatpersonen verbessert. Gleichzeitig wird der Cashflow gesteigert und die Ausgabenseite entlastet. Kreditbasierte Investitionen werden gefördert. Schließlich kommt es wegen der Preissteigerungen bei Aktien und Kapitalanlagen sowie wachsender Investitionstätigkeit zu einem breit angelegten allgemeinen Vermögenszuwachs, der einen Wohlfühleffekt auslöst. Steigende Zinsen, auch das ist klar, haben nach einer gewissen Zeit die genau entgegengesetzte Wirkung. Damit ist auch schon gesagt, was die negativen Zinsen anrichten werden, die derzeit in Europa diskutiert werden: Wo Nullzinsen keinerlei positive Wirkung mehr erzielen, da ist auch nicht zu erwarten, dass sich dies plötzlich ins Gegenteil verkehrt, wenn die Zinssätze negativ werden. Zu erwarten ist allerdings, dass es zu einem weiteren Vertrauensverlust kommen wird. Damit wird sich ein unheilvoller Trend verstärken, der die Entwicklung der Finanzkrise wie ein Schatten begleitet: Das Vertrauen in das Papiergeldsystem schwindet dahin. Einige (wenige) Politiker machen nun den Versuch, dieser unheilvollen Entwicklung entgegenzusteuern. Zumindest tun sie so, was in jedem Fall sehr öffentlichkeitswirksam daherkommt. So hat etwa Bayerns Finanzminister Markus Söder kürzlich eine Sperrminorität der Bundesbank innerhalb der Europäischen Zentralbank (EZB) gefordert, um so die immer offenkundigere Enteignung der deutschen Sparer zu beenden. Söder bezeichnete die jüngste Diskussion um negative Leitzinsen als Alarmsignal. Die aktuelle Geldpolitik führe dazu, dass Reformen in Europa verschleppt würden, und berge die Gefahr einer Blasenbildung an den Aktien- und Rohstoffmärkten. Konsequenterweise warnt Söder deshalb vor einer neuen Finanzkrise, sollten die Zinsen deutlich anziehen. (Abb. 11, Seite 6) Die Forderungen Söders sind so begrüßenswert wie unrealistisch. Vielleicht sind sie auch reines Wahlkampgetöse mit Blick auf die Europawahlen im kommenden Frühjahr. Die angeschlagenen Volkswirtschaften der europäischen Südschiene werden da nämlich nicht mitmachen. Spanien, Italien, Portugal und Frankreich ist an einer höheren Inflation, mithin niedrigsten Zinsen, sehr gelegen um so die immensen Schuldenberge zu reduzieren. Zweifellos werden die Entwicklungen diesseits wie jenseits des Atlantiks dazu Seite 5

6 Antizyklischer Börsenbrief Der moderne Tulpenwahn... Alarm: Die Verbraucher werden skeptisch... Dass die Börsen nicht mehr allzu viel Platz nach oben haben, das hatten wir in zurückliegenden Ausgaben des Antizyklischen Börsenbriefs mehrfach begründet. Mit dieser Ausgabe kommt ein weiteres Puzzleteilchen hinzu. Bekanntlich wird die Wirtschaftsentwicklung in den USA ganz maßgeblich von den Ausgaben der Verbraucher getragen, nämlich zu ungefähr 70 Prozent. Daher wird die Entwicklung des Konsumentenvertrauens in den USA stets mit Argussaugen beobachtet. Dort ist es nun in den vergangenen Wochen zu einem Trendwechsel gekommen. Das alleine wäre noch nicht der Rede Wert, wären da nicht weitere Zutaten, die diesem Wendepunkt besondere Brisanz verleihen: 11: Bayerns Finanzminister Markus Söder attackierte kürzlich die Europäische Zentralbank (EZB) wegen ihrer Niedrigzinspolitik. Der Minister fordert eine Sperrminorität der Bundesbank in der EZB, um Schaden von den deutschen Sparern abzuwenden. Die beiden vergangenen Baissephasen nach 2000 und 2007 wurden ebenfalls durch eine Trendwende beim Verbrauchervertrauen eingeleitet und zwar jeweils nach einem Zeitraum von vier Jahren und vier Monaten. Exakt so lange hatte es auch diesmal gedauert, bis das Verbrauchervertrauen abgesackt ist. Die erstaunliche Entwicklung zeigt Abbildung 13. Die schwarze Linie bildet das Verbrauchervertrauen ab, die blauen Kerzen zeigen den Verlauf des S&P 500 seit führen, dass das Vertrauen in Papiergeld immer weiter erodiert. Sehr eindrucksvoll lässt sich diese These anhand der Entwicklung bei US-amerikanischen Schuldpapieren veranschaulichen. Ein jüngst erschienener Bericht der Treasury Investment Capital (TIC) zeigt, dass es seit geraumer Zeit bei allen Kategorien von US-Staatsanleihen zu immer stärkeren Verkäufen kommt, ein seltenes Ereignis. Zehnjährige US-Staatsanleihen etwa hatten in diesem Sommer Netto-Verkäufe ausländischer Anleger in nie gesehenem Umfang zu verbuchen. Seit der Pleite von Lehman Brothers im Herbst 2008 hatte es keine vergleichbaren Nettoverkäufe von Anleihen aus dem Ausland gegeben wie im Sommer Die Schlussfolgerung: Die US-Notenbank kann ihr Programm zum Aufkauf von US-Staatsanleihen gar nicht zurückfahren ganz im Gegenteil, sie wird es noch ausweiten müssen. Abbildung 12 zeigt das ganze Drama. Damit aber ist zugleich klar, dass eine Zahlungsunfähigkeit der Vereinigten Staaten nicht mehr nur eine theoretische Option ist. Wenn niemand mehr US-Staatsanleihen haben will, dann ist das Spiel zu Ende. (Abb. 12) Passend zur sich eintrübenden Stimmungslage bei den Konsumenten ist kürzlich auch auf dem US-Arbeitsmarkt überraschend ein Signal aufgetaucht, das so kaum jemand auf der Rechnung gehabt hatte. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sind nach oben geschnellt und nähern sich wieder der Marke von Achten Sie auf die blaue Linie in Abbildung 14. Die rote Linie zeigt den S&P 500. Da die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt für die US-Notenbank nach eigenem Bekunden der alles entscheidende Indikator für die angekündigte Rückführung der Staatsanleihekäufe ist, muss man sich über ein mögliches Ende von QE vorerst keine Gedanken machen. (Abb. 14, Seite 7) Bombenstimmung... Wie zu erwarten, hat sich vor dem Hintergrund der schier unaufhaltsamen Rallye am Aktienmarkt an der bombigen Stimmung der US-Börsenbriefschreiber nichts geändert. Im Gegenteil: Zuletzt hat die Zahl der Bären ein neues 26-Jahrestief erreicht. Seit 1987 gab es noch nie so wenige pessimistische Börsenbriefautoren wie heute. Abbildung 15 zeigt die Lage in den USA. Seite 6

7 Der moderne Tulpenwahn... jetzt ein Niveau von 2,5 Prozent erreicht. Das gab es bislang nur zweimal, in den Jahren 2000 und : Überraschung: Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sind in den USA zuletzt deutlich nach oben geschnellt... In Deutschland zählt der Antizyklische Börsenbrief nunmehr übrigens zu den nur noch gut fünf Prozent an verbliebenen pessimistischen Börsenpublikationen. Wir fühlen uns damit außerordentlich wohl. Es hat eine ganze Weile gedauert, doch jetzt ist das Sentiment endlich so extrem euphorisch, wie wir uns das wünschen. Bemerkenswert ist die jüngste Erhebung von Investors Intelligence. Danach hat der Anteil der Pessimisten in den USA in der ersten Dezemberwoche mit einem Anteil von nur noch 14,4 Prozent ein noch niedrigeres Niveau erreicht als an den Tiefpunkten der Jahre 1987, 2000, In allen drei Fällen folgten dem Aussterben der Bären sehr massive Baisse-Phasen. Sollte es zu einer Abwärtswende bei den Käufen auf Pump kommen, werden die Börsen das nachvollziehen. Wie mehrfach erläutert, werden die so genannten Margin-Calls, Sicherheitsforderungen der Banken im Falle sinkender Börsenkurse, eine Abwärtsbewegung weiter beschleunigen. 15: Der Pessimist: Noch nie war er so wertvoll wie heute... 17: Ich nehme einen Kredit auf, dann kaufe ich Aktien und werde unermesslich reich. So denken in den USA jetzt in etwa so viele Anleger wie in den Jahren 2000 und Die Extremeuphorie wird bestätigt, wenn man die Zahl der Bären von jener der Bullen abzieht. Per Stichtag 26. November 2013 hat der Wert das höchste Niveau seit Frühjahr 2011 erreicht (Abbildung 16). Noch etwas optimistischer war die Meute bislang nur einmal: Im Sommer 2007, wenige Wochen vor Beginn der beispiellosen Baisse bis Frühjahr Einer der wichtigsten Stimmungsindikatoren ist jedoch der Aktienkauf auf Pump. Abbildung 17 zeigt die Nachfrage nach Börsenkrediten in den USA. Analog zum Allzeithoch bei Dow Jones und S&P 500 hatte der Indikator zuletzt einen neuen Rekordwert erreicht. Seither bewegt er sich seitwärts. Bezogen auf die Wirtschaftsleistung der Vereinigten Staaten haben die kreditfinanzierten Aktienkäufe Aus technischer Sicht präsentieren sich die US-Börsen ungeachtet der anhaltenden Rekordjagd zunehmend schwächer. So hat etwa die Advance Decline-Linie (AD) auf Wochenbasis die jüngste Aufwärtsbewegung an der New York Stock Exchange (NYSE) nicht mehr bestätigt. Die AD-Linie wird als Zeitreihe der kumulierten täglichen Differenzen zwischen der Anzahl steigender und der Anzahl fallender Aktien berechnet. Divergenzen entstehen, wenn neue Hochs am Gesamtmarkt von einer wachsenden Aktiengruppe nicht mehr bestätigt werden. Verantwortlich für den jüngsten Schwächeanfall sind insbesondere zinssensitive Werte, die jetzt auf den Anstieg der Renditen bei US-Staatsanleihen reagieren. Seite 7

8 Der moderne Tulpenwahn... Abbildung 18 zeigt, dass eine vergleichbare Abflachung der AD-Linie in den vergangenen zehn Jahren nur zweimal vorgekommen ist: Im Sommer 2007 sowie im Frühsommer In beiden Fällen folgte dem Ereignis eine heftige Korrektur am Aktienmarkt (2011) beziehungsweise eine ausgewachsene Baisse (2007). Historisch betrachtet haben derartige Divergenzen eine Lebensdauer von maximal neun Monaten. Die aktuelle Entwicklung dauert bislang sechs Monate an. Aus dieser Sicht wäre demnach spätestens bis Ende Januar 2014 mit einem Trendwechsel zu rechnen. Achten Sie auf die roten Markierungen in Abbildung : Die Abflachung der AD-Linie zeigt die zunehmende innere Schwäche des US-Aktienmarktes... Der Kursverlauf der Sotheby s Aktie bestätigt die sich eintrübende Markttechnik. Dem jüngsten Hoch des S&P 500 hinkt der Auktionator in der Monatsbetrachtung mit weitem Abstand hinterher. Achten Sie auf die rote Linie in Abbildung 19. Von einer langfristigen Trendwende ist allerdings immer noch nichts zu sehen. Im Gegenteil. Auf Sicht der kommenden Tage könnte sich der Aufwärtstrend noch einmal beschleunigen. Mein Kollege Bastian Galuschka hat das ganz kurzfristige Bild auf Basis des Stundencharts analysiert: Abschließend ein Blick auf den Harpex-Index, der das Frachtaufkommen auf den Weltmeeren misst: Wie vermutet, scheint die jüngste Aufwärtsbewegung des Baltic Dry Index eine Finte gewesen zu sein. Der Harpex signalisiert weiterhin keine breit angelegte Erholung der Weltkonjunktur. Abbildung 20 zeigt das. Anzeige Seite 8

9 Der moderne Tulpenwahn... / Fazit und Empfehlung Fazit und Empfehlung Ein Kollege bemerkte kürzlich in seiner Analyse über den Kursverlauf des DAX: Demnach bestätigt dieses Signal also nur noch mal, dass Sie weiter auf der Long-Seite mitmachen müssen. (...) Müssen? Wir müssen gar nichts. Schon gar nicht müssen wir hier irgendetwas mitmachen, nur weil da ein Index angeblich ein frisches Kaufsignal geliefert hat, wie ein anderer Kollege das Geschehen am deutschen Aktienmarkt kommentierte. es nur einigen wenigen Anlegern gelingen, die eigenen Positionen rechtzeitig abzustoßen und an den nächsten Dümmeren weiterzureichen. Die jüngste Erhebung des Börsensenders CNN zur Stimmungslage in den USA zeigt im Moment allerdings noch keinen Extremoptimismus: Der Angst- und Gier-Index notiert bei 66 Zählern. Bis zur potentiellen Wendemarke im Bereich von 85 bis 90 Punkten ist noch etwas Platz die traditionell stärkste Börsenphase dauert aber auch noch bis etwa Ende Januar (Abbildung 21). Und wir raten auch allen Lesern, das jetzt genauso zu halten. Wenn die Glücksritter um uns herum alle müssen, dann müssen wir uns vor allem zurückhalten und geduldig abwarten. Beim DAX kam es am Dienstag zu einem Ereignis, mit dem fast niemand mehr gerechnet hatte. Verluste von fast zwei Prozent ohne irgendeine kurstreibende Nachricht. Das hat es lange nicht mehr gegeben. Hier zeigt sich die wachsende Nervosität der Investoren. Und wenn die Kurse schon durch ihr eigenes Gewicht ins Trudeln kommen, dann kann man sich leicht ausmalen, was los ist, wenn wirklich einmal negative Nachrichten für Aufsehen sorgen. Es würde uns nicht überraschen, wenn viele Fondsmanager jetzt alle gleichzeitig auf die Idee kommen würden, die Jahresgewinne auf der Zielgeraden sicherzustellen. Der Verkaufsdruck könnte dann ganz überraschend weiter zunehmen. Wir werden sehen... Am großen Bild ändert ein schwacher Tag natürlich noch nichts: Nach dem fast schon religiös anmutenden Glauben an die Tragfähigkeit der Technologie-Blase um die Jahrtausendwende und die Dauerhaftigkeit der Immobilien-Blase im Jahr 2007 ist es jetzt wieder so weit: Die Menschen glauben allen Ernstes, dass die Notenbanken mit viel billigem Geld Wachstum und Wohlstand aus dem Nichts erzeugen können. Ähnlich töricht war das kollektive Bewusstsein zuvor allenfalls auf dem Höhepunkt der Interneteuphorie sowie während des Tulpenwahns im 17. Jahrhundert. Ein typisches Merkmal von Spekulationsblasen ist die massenhafte Verblendung breiter Anlegerkreise. Dieses Mal ist alles anders, so lautet regelmäßig das Motto. Das muss so sein, denn nur wenn diese Annahme doch einmal zutreffen sollte, lassen sich astronomische Bewertungen und unablässig steigende Aktienbörsen rechtfertigen. Wobei die Begründungen natürlich variieren, warum ökonomische Gesetze ausgerechnet diesmal nicht gelten sollen. Um die Jahrtausendwende ließ die technische Revolution die Bäume in den Himmel wachsen waren die Börsianer aus dem Häuschen, weil immer weiter steigende Immobilienpreise dauerhaften Wohlstand versprachen. Heute haben wir es mit der wohl absurdesten Begründung zu tun, die jemals eine Spekulationsblase genährt hat: Den Glauben an die Allmacht der Notenbanken. Auch diesmal werden die Anleger so lange an ihrer Illusion festhalten, bis sie mit der Realität konfrontiert werden: Wenn der Trend dreht, dann wird die weit überwiegende Mehrzahl der Anleger auf dem Weg nach unten an ihren Investments festhalten - in der Hoffnung auf eine bald einsetzende Erholung. Wie immer wird Auf der anderen Seite muss man natürlich sehen, dass mit Spareinlagen und Festgeldern in einem Umfeld negativer Realzinsen und vor dem Hintergrund drohender negativer Leitzinsen kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist. Hinzu kommt die sehr reale Gefahr von Vermögensabgaben und Zwangsenteignungen im Zypern-Stil. Sparer dürfte es hier zuallererst treffen: Nirgends lässt sich der jüngste Vorschlag des Internationalen Währungsfonds (IWF) nach einer Abgabe in Höhe von zehn Prozent auf Vermögenswerte einfacher umsetzen als bei Sparkonten. Ein paar Mausklicks genügen und schon ist das Geld weg, abgebucht an einem Montagmorgen. Aktionäre und Immobilienbesitzer dürften wegen des weitaus höheren administrativen Aufwands bei der Erhebung einer Zwangsabgabe erst später zur Kasse gebeten werden. Auch aus diesem Grund sind Aktien von Weltkonzernen allen Festgeldanlagen weiterhin vorzuziehen. Inwieweit man eine in absehbarer Zeit anstehende Trendwende an den Börsen damit im Sinne eines Sachwertinvestments in Krisenzeiten einfach aussitzt, das kann nur jeder für sich selbst entscheiden. Doch wer die Dinge aufmerksam verfolgt, der hat seine Anlagen ohnehin längst krisenfest gemacht und in Sachwerte umgeschichtet, insbesondere in Gold und Silber. Unsere Langfrist-Empfehlung, 50 Prozent des eigenen Vermögens in physischen Edelmetallen zu parken, bleibt selbstverständlich weiter bestehen. Noch vor einigen Jahren erschien diese Empfehlung absurd, doch die Entwicklungen lassen bereits heute erahnen, dass man die aktuelle Papiergeldkrise mit hoher Wahrscheinlichkeit umso besser überstehen wird, je höher der Anteil an physischen Edelmetallen am eigenen Vermögen ist. So gesehen sind 50 Prozent fast noch konservativ. Es versteht sich von selbst, dass man seine Gold- und Silbermünzen auch weiterhin anonym kauft und im eigenen Umfeld sicher aufbewahrt. Seite 9

10 Antizyklischer Börsenbrief Fazit und Empfehlung Wobei man sich da auch keine Illusionen machen sollte: Wir gehen davon aus, dass die Politik ihren ganzen Erfindungsreichtum mobilisieren wird, um die bestehenden Strukturen so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Negative Leitzinsen etwa hatten wir noch nicht, damit ließe sich weitere Zeit gewinnen. Treffen wird es uns daher alle in irgendeiner Form. Und sei es, weil ein Goldverbot eingeführt wird, das Edelmetallbesitz mit Strafen belegt. Doch damit werden wir uns beschäftigen, wenn es soweit ist. Fremdwährungen wie die Norwegische Krone, selbst genutzte Immobilien sowie Grundstücke, Ackerland und Wald können die Anlagestrategie vervollständigen. An den Aktienmärkten werden wir uns aus den bekannten Gründen jetzt nur noch mit ausgewählten Sondersituationen beschäftigen. In der vorliegenden Ausgabe finden Sie einige Beispiele. Es dürfte sich daher lohnen, die weitere Entwicklung jetzt ganz gelassen abzuwarten und sich den schönen Dingen des Lebens zuzuwenden. Aus antizyklischer Sicht besonders interessant sind weiterhin die Aktien der Edelmetall-Produzenten. Der Sektor bleibt ein Schwerpunkt unserer Anlagestrategie ganz besonders in einem Umfeld, das sich dort so katastrophal präsentiert, wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Defensive Titel, wie die großen Energieversorger RWE und E.ON werden nun auch aus charttechnischer Sicht immer interessanter. Kurzlaufende Bundesanleihen, Für den breiten Markt gilt die bekannte Regel, die gültig bleiben wird, solange es Börsen gibt: Bullenmärkte sind dann zu Ende, wenn der letzte Bär das Handtuch geworfen hat. Nachdem die Pessimisten mittlerweile nahezu ausgestorben sind, kann es nun nicht mehr allzu lange dauern, bis der Wind dreht. In den Alpen hat es übrigens kürzlich geschneit. Pünktlich zum Weihnachtsfest erstrahlt die Landschaft in ihrer ganzen Pracht. Wir wünschen allen unseren Lesern eine besinnliche und geruhsame Vorweihnachtszeit. Seite 10

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12 Nachhaltiges Investieren Nachhaltiges Investieren Dass wir uns mit der gegenwärtigen Form des Wirtschaftens in eine Sackgasse manövriert haben, wird immer offensichtlicher. In Zukunft wird es deshalb verstärkt darum gehen, Wirtschaftsprozesse nachhaltig zu gestalten. Die Fortwirtschaft macht es uns vor: Ein Wald wirft nur dann langfristig Erträge ab, wenn nur so viele Bäume gefällt werden, wie später wieder nachwachsen können. Neue Technologien zur umweltfreundlichen Rohstoffgewinnung, Kraftwerke, die Strom aus Sonne, Wind und Biomasse erzeugen, Fabriken und Gebäude, die mit wenig Energie auskommen, Automobile und Züge, die schnell und trotzdem umweltfreundlich fahren all dies sind Themen der Zukunft, die direkt oder indirekt mit Nachhaltigkeit zu tun haben. Die Rubrik ist für weitblickende Langfrist-Investoren gedacht, die gerne geduldig abwarten, bis sich ihr Investment auszahlt... Ballard Power: Wie Phoenix aus der Asche? Altgediente Börsianer werden sich noch an die kanadische Ballard Power (BLDP, BLD.TO) erinnern: Vor mehr als zehn Jahren machte der Konzern mit seinen Brennstoffzellen Furore. Weil die Technologie, bei der aus Wasserstoff emissionsfreie Energie gewonnen wird, seinerzeit als umweltfreundlichste Alternative zum klassischen Verbrennungsmotor gehandelt wurde, erlebte die Aktie einen Höhenflug, wie man ihn nur selten zu sehen bekommt. Doch dann wurde es still um das Unternehmen. Weil sich herausstellte, dass die Technologie nicht so einfach zu beherrschen ist, kam es bei der Aktie zu einem jahrelangen Kursverfall. Die Brennstoffzelle ist mittlerweile fast in Vergessenheit geraten. Doch allmählich könnte die Sache wieder interessant werden. Einige wichtige Entwicklungen zeigen: Autos, die mit Wasserstoff fahren, könnte die Zukunft gehören... Die aktuellen Probleme bei Tesla (TSLA) zeigen, dass Fahrzeuge, die mit Lithium-Ionen-Akkus betrieben werden, für den Individualverkehr der Zukunft noch nicht der Weisheit letzter Schluss sind. Die Nachteile sind gravierend: Da ist das immense Gewicht der Batterien, die langen Ladezeiten sowie die relativ geringe Lebensdauer der Akkus. Hinzu kommen die vergleichsweise geringe Reichweite sowie der hohe Kapitalbedarf bei Ersatzbeschaffungen. 23: Im Herbst 2013 sind innerhalb weniger Woche drei Tesla-Fahrzeuge abgebrannt. Hier war offenbar ein auf der Straße liegendes Metallteil die Ursache... Fahrzeuge nach eigenen Angaben inzwischen stark reduzieren. Es ist geplant, ab 2015 in Japan Großserien zu fertigen und zahlreiche Wasserstofftankstellen in den japanischen Metropolregionen zu errichten. Ähnliche Entwicklungen sind in Europa zu beobachten: Im Herbst 2013 haben Daimler und Linde ein branchenübergreifendes Industriebündnis geschlossen, um die Brennstoffzellentechnologie durch den Aufbau eines flächendeckenden Wasserstoff-Tankstellennetzes voranzubringen. In den kommenden zehn Jahren werden insgesamt sechs Partner der sogenannten H2 Mobility -Initiative deutschlandweit 400 Wasserstoff-Tankstellen errichten und dafür rund 350 Millionen Euro investieren. Zur 2009 gegründeten Initiative gehören neben den beiden deutschen Autokonzernen die französische Air Liquide, die österreichische OMV, sowie Shell und Total. All dies sind erhebliche Nachteile, die einer flächendeckenden Nutzung bislang und wohl auch mittelfristig im Wege stehen werden. Wenn batteriebetriebene Fahrzeuge, wie der schnittige und sündteure Tesla S dann auch noch Feuer fangen, wie zuletzt mehrfach geschehen, dann wird nicht nur der Investment-Gemeinde klar, dass Lithium-Ionen-Fahrzeuge vielleicht eine interessante Übergangslösung für die Mobilität von morgen sein können. Längerfristig müssen jedoch andere Konzepte gefunden werden. Eine der interessantesten Ideen sind wasserstoffbetriebene Autos. Diese Elektrofahrzeuge nutzen Wasserstoff als Energieträger und stoßen kein CO2 und keine anderen schädlichen Emissionen aus. Nach Ansicht führender Automobilhersteller können Antriebe auf Basis der Brennstoffzelle der Schlüssel sein für eine sichere Zukunft des Automobils. Große Autokonzerne wie Daimler, Volkswagen, BMW, Toyota oder Honda haben bereits alltagstaugliche wasserstoffbetriebene Fahrzeuge entwickelt. Toyota, Nissan und Honda konnten die Produktionskosten für wasserstoffgetriebene 24: Dieses Zwölfzylinder-Triebwerk von BMW wird mit Wasserstoff betrieben... Einer der gravierendsten Vorteile von Wasserstoffautos gegenüber reinen Batteriefahrzeugen, ist die größere Reichweite. Für einen Standardakku auf Lithi- Seite 12

13 Antizyklischer Börsenbrief Nachhaltiges Investieren um-ionen-basis ist es schon eine immense Aufgabe, dreistellige Kilometerwege zu bewerkstelligen. Für Wasserstoffantriebe dagegen sind mehrere hundert Kilometer überhaupt kein Problem. Einige Autohersteller haben für das Jahr 2015 die Serieneinführung von Brennstoffzellenfahrzeugen auf dem deutschen Markt angekündigt. können, muss er zunächst aus den Verbindungen herausgelöst werden. Dabei kommen mehrere Technologien zum Einsatz. Üblicherweise wird Wasserstoff durch die Elektrolyse, also die Spaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff, oder durch die thermische Zersetzung von Kohlenwasserstoffen gewonnen (aus Biomasse oder fossilen Brennstoffen). Künftig könnte Wasserstoff auch mit Hilfe von regenerativ gewonnenem Strom (etwa mit Sonnen- oder Windenergie) erzeugt werden. Vorläufig bietet jedoch vor allem die Aufbereitung wasserstoffreicher Energieträger wie Erdgas eine technisch und wirtschaftlich sinnvolle Möglichkeit zur Wasserstoffgewinnung. Da fossile Energieträger, aus denen Wasserstoff hergestellt werden kann, in absehbarer Zukunft verbraucht sein werden, ist die Wasserelektrolyse unter Verwendung regenerativer Primärenergiequellen das zukunftsträchtigste Verfahren, um auf sauberstem Weg Wasserstoff herzustellen. Im Elektrolyseverfahren lässt sich Wasser durch Zuführung von Strom in Wasserstoff und Sauerstoff teilen. 25: Ein mit Wasserstoff betriebener Bus von Mercedes Benz Die Entwicklungen deuten darauf hin, dass die Anfangsprobleme mit der Brennstoffzelle weitgehend gelöst sind. Die Lithiumtechnologie, die im Bereich der Hybridantriebe derzeit für Furore sorgt, dürfte im Bereich des Individualverkehrs langfristig daher ausgedient haben. Denn insbesondere unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit ist die Brennstoffzellentechnik bestechend: Ein Brennstoffzellenfahrzeug verfügt über einen Wasserstofftank statt eines Benzintanks. In der Brennstoffzelle wird Wasserstoff mit atmosphärischem Sauerstoff kombiniert, um so Elektrizität zu erzeugen. Die Brennstoffzelle ähnelt daher eher einem winzigen Kraftwerk als einer Batterie. Da in der Brennstoffzelle Energie aus Wasserstoff und Sauerstoff erzeugt wird, werden kein CO2 oder andere Schadstoffe freigesetzt. Einzige Emission ist Wasser, das als Nebenprodukt anfällt und sozusagen aus dem Auspuff tröpfelt. Bei modernen Konzepten, etwa bei Honda, speichert eine Lithium-Ionen-Batterie zusätzlich die beim Bremsen erzeugte Energie in Form von Elektrizität. Diese Batterie sorgt zusammen mit den Brennstoffzellen für den Antrieb des Fahrzeugs. 26: Auch der japanische Automobilhersteller Honda hat bereits ein serienreifes Wasserstoff-Fahrzeug entwickelt... Wasserstoff ist ein Sekundärenergieträger, der in Reinform nicht verfügbar ist und nur in chemischen Verbindungen vorkommt. Wasserstoffgas enthält aufgrund seiner geringen Dichte massebezogen mehr Energie pro Gewichtseinheit als jeder andere chemische Brennstoff. Um die Energie des Wasserstoffs nutzen zu 28: Aufbau und Wirkungsweise der Brennstoffzelle: Aus Wasserstoff und Sauerstoff wird Wasser... Die Extraktion und Aufbewahrung von Wasserstoff hat verschiedene Vorteile: Ein Brennstoffzellen-Elektrofahrzeug kann schnell betankt werden und hat eine ähn- Seite 13

14 Nachhaltiges Investieren liche Reichweite wie ein benzinbetriebenes Fahrzeug. Außerdem können Brennstoffzellenfahrzeuge ähnlich leicht und kompakt gebaut werden wie Autos mit klassischem Verbrennungsmotor. Wer hat`s erfunden? Das Grundprinzip der Brennstoffzelle hat der Schweizer Chemiker Christian Friedrich Schönbein im Jahr 1839 bei Elektrolyseversuchen entdeckt und veröffentlicht. Als offizieller Entdecker der Brennstoffzellen gilt allerdings der britische Jurist Sir William Grove ( ), der auf Grundlage von Schönbeins Erkenntnissen 1839 physikalische Experimente durchführte. Diese erste Brennstoffzelle bestand aus zwei Platinelektroden, die in Schwefelsäure getaucht wurden. Um diese wurden Wasserstoff und Sauerstoff gespült. Da aber die messbare Spannung und der Stromfluss der Brennstoffzelle zu gering waren, konnte sie sich nicht gegen Erfindungen wie den Elektrodynamo oder den Verbrennungsmotor durchsetzen. Erst 1950, in der Phase des kalten Krieges, entdeckte man diese Möglichkeit zur Stromerzeugung wieder. Raumfahrt und die Militärtechnik brauchten starke und leistungsfähige Energiequellen. Die hohen Entwicklungs- und Produktionskosten spielten hierbei keine entscheidende Rolle. Seit den 1990er Jahren erlebt die Technik ein verstärktes Interesse und wird in zahlreichen Projekten erprobt. Eines der Kernprobleme dabei ist die Speicherung. Grundsätzlich kann Wasserstoff in gasförmigem, flüssigem oder chemisch gebundenen Zustand aufbewahrt werden. Ein weiterer Pluspunkt ist die Effektivität: Aufgrund ihres hohen Wirkungsgrades die durch Nutzung der anfallenden Wärmeenergie auf mehr als 80 Prozent gesteigert werden kann, gilt die Brennstoffzelle als ideale Energiequelle. Mit dieser Technik wären daher massive Energieeinsparungen möglich. Nachteile Der wesentliche Nachteil der Technologie sind die Investitionsaufwendungen sowie die bislang noch hohen Kosten für den Nutzer. Ein weiterer Pferdefuß ist die Sicherheit der Tanks, die mittlerweile aber stark verbessert wurde. Deutlich effizienter wurden auch die Wasserstoffherstellung und -Speicherung. Die enormen Strommengen, die früher dafür notwendig waren, konnten in den vergangenen Jahren deutlich reduziert werden. Mit wachsendem Wirkungsgrad und sinkenden Kosten steigt die Chance, dass Wasserstoff-Antriebe schon bald flächendeckend eingesetzt werden können. Damit zurück zu Ballard Power: Mit seiner langjährigen Erfahrung in der Wasserstofftechnologie gilt der Konzern mit einem Börsenwert von gerade einmal 152 Millionen US-Dollar heute als Weltmarktführer im Bereich von Brennstoffzellen für Autos, Lastkraftwagen und Busse. Zur Jahresmitte war der Aktienkurs urplötzlich angesprungen und hatte sich in der Spitze bei hohen Umsätzen in etwa vervierfacht. Gleich mehrere bemerkenswerte fundamentale Nachrichten hatten das Kursfeuerwerk ausgelöst: Anfang März hatten die Kanadier einen Kooperationsvertrag mit Volkswagen unterschrieben. Danach wird Ballard Power in den kommenden vier, oder optional auch sechs Jahren, die Wasserstoff-Versuchsfahrzeuge der Wolfsburger mit Brennstoffzellen ausrüsten. Der Kontrakt hat ein Volumen von bis zu 100 Millionen US-Dollar. Es liegt auf der Hand, dass Ballard Power bei einem flächendeckenden Einsatz der Technologie in VW-Fahrzeugen eine bedeutende Rolle spielen würde, sollte es in den kommenden Jahren dazu kommen. Wenig später folgte der nächste Paukenschlag: In Zusammenarbeit mit der chinesischen Azure Hydrogen wird der Konzern emissionsfreie Wasserstoff-Linienbusse für den chinesischen Markt mit Brennstoffzellen ausrüsten. Der Kontrakt hat vorerst ein Volumen von 11 Millionen US-Dollar. Weitere Einnahmen werden davon abhängen, inwieweit sich die emissionsfreien Umwelt-Busse in den chinesischen Großstädten durchsetzen können. 29: Die Vision für die Mobilität von morgen: Saubere Energie, bei der als Abfallprodukt Wasser entsteht... Licht und Schatten... Brennstoffzellen können aufgrund ihrer sehr flexiblen Form fast überall eingesetzt werden. Die Brennstoffzellenanlage arbeitet nahezu geräuschlos, wodurch aufwändige Dämmungsmaßnahmen entfallen. Unter Umweltgesichtspunkten sind die verwendeten Materialien unkritisch und können nach Ablauf der Lebensdauer problemlos wiederverwendet werden. Darüber hinaus ist durch Elektrolyse gewonnener Wasserstoff in praktisch unbegrenzten Mengen vorhanden. Wer die Bilder vor Augen hat, wie die Bürger dieser Städte wegen der immensen Luftverschmutzung mit Mundschutzmasken durch die Straßen laufen, der braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, das diese Busse insbesondere in China zum Verkaufsschlager werden könnten. Doch auch in Europa gibt es hier Bedarf: Bis März kommenden Jahres will Ballard Power in Kooperation mit dem belgischen Bushersteller Van Hool 28 Linienbusse für den Betrieb in europäischen Großstädten mit Brennstoffzellen ausrüsten. Seite 14

15 Nachhaltiges Investieren 31: Die jüngsten Zahlen zeigen es: Nach einer jahrelangen Durststrecke könnte die kanadische Ballard Power vor dem lang ersehnten Sprung in die Gewinnzone stehen. Deutliche Verbesserungen gab es zuletzt bei den Umsätzen (linke Tabelle), bei der Gewinnmarge (Mitte), sowie bei den ausgewiesenen Verlusten (ganz rechts)... Bereits seit längerer Zeit arbeitet der Konzern mit Merzedes-Benz bei der Entwicklung von Brennstoffzellen im Automobilsektor zusammen. Im Zuge dessen hatten die Kanadier im vergangenen Jahr im kanadischen Burnaby, British Columbia, eine Produktionsstätte für Brennstoffzellen errichtet. In Summe deuten die Entwicklungen darauf hin, dass die Zeichen hier gerade ganz massiv auf dynamisches Wachstum gestellt werden. In den Geschäftszahlen schlägt sich das bereits nieder: Gewinnzone in Sicht... Die kürzlich vorgelegten Ergebnisse zum dritten Quartal konnten sich sehen lassen: Die Umsätze waren um 65 Prozent auf 17 Millionen CAN-Dollar gestiegen. Die Gewinnmarge kletterte um 16 Punkte auf 28 Prozent, das Nettoergebnis wurde um 86 Prozent gesteigert. Im Berichtszeitraum war nur noch ein Verlust in Höhe von 0,9 Millionen CAN-Dollar angefallen. Die anvisierten Ziele für das Gesamtjahr wurden bestätigt: Im laufenden Jahr will Ballard Power die Umsätze um mindestens 30 Prozent steigern. Das Nettoergebnis soll sich um mindestens 50 Prozent verbessern. Abbildung 31 auf Seite 15 macht deutlich, dass der Konzern bei Fortsetzung dieses erfreulichen Trends schon im kommenden Jahr die Gewinnzone erreichen könnte. Interessanterweise gibt es auf dem aktuellen Kursniveau erste Insider-Käufe. Vor wenigen Tagen hat Direktor Douglas Hayhurst bei Kursen von 1,37 CAN-Dollar Aktien eingesammelt. Ein Blick auf den Kursverlauf: Wer die Anteilsscheine von Ballard Power langfristig gehalten hat, der ist nicht zu beneiden: Vom Höchstkurs im Bereich von 200 US-Dollar aus dem Jahr 2000 ist nur noch ein Bruchteil übrig. Aktuell ringt die Aktie mit der Marke von 1,50 US-Dollar. Das sehr langfristige Bild in Abbildung 32 auf Quartalsbasis zeigt, dass das Interesse an der Aktie erst in Frühjahr 2013 wieder angesprungen ist. Davor waren die Umsätze jahrelang rückläufig. Insbesondere in den Jahren 2011 und 2012 war hier fast nichts mehr los. Jetzt ist das plötzlich wieder anders. Achten Sie auf die fallende rote Linie sowie die blaue Markierung in Abbildung 32. Ähnlich beeindruckend fällt der Neunmonatsvergleich aus. Hier kommt der Konzern auf eine Steigerung seiner Umsätze um 61 Prozent auf 43,9 Millionen CAN-Dollar. Die Gewinnmarge kletterte um 11 Punkte auf 25 Prozent. Das Nettoergebnis verbesserte sich um 55 Prozent: Nach einem Verlust in Höhe von 18,9 Millionen CAN-Dollar wurde im Berichtszeitraum ein Fehlbetrag in Höhe von nur noch 8,5 Millionen CAN-Dollar eingefahren. Profitiert hatte der Konzern dabei in allen Kernbereichen: Produktverkäufe, die Reparatur- und Serviceleistungen sowie das Lizenzgeschäft legten kräftig zu. Beindruckend ist der jüngste Aufschwung, bei der sich der Aktienkurs in diesem Jahr in der Spitze vervierfacht hatte. Zuletzt hatte sich die Notierung wieder deutlich beruhigt. Abbildung 33 auf Seite 16 zeigt das. Seite 15

16 Nachhaltiges Investieren mittlerweile wieder geschlossen. Ein letztes offenes Gap liegt noch bei 0,85 USD-Dollar. Ob es ebenfalls noch geschlossen wird, hängt von der allgemeinen Börsenlage ab. 33 In der Betrachtung der vergangenen drei Jahre fällt die markante bullische Konsolidierungsformation auf, die den Aktienkurs zuletzt wieder an den wichtigen 50-Wochen-Durchschnitt herangeführt hat. Achten Sie auf die blaue Markierung sowie auf die beiden roten Linien in Abbildung 34. Wichtige Kurslücken wurden 34: Nach einer Durststrecke über mehr als zehn Jahre sind die Aktien von Ballard Power im Sommer 2013 wieder angesprungen. Die fundamentalen Entwicklungen sind viel versprechend. Die Aktie des einstigen Überfliegers könnte vor einem Comeback stehen... Fazit und Empfehlung: Mobilität mit dem eigenen Fahrzeug wird auch in Zukunft ein wichtiges Thema bleiben, denn bei aller Begeisterung für eine gesunde Lebensführung: Längere Strecken werden auch künftig nur die wenigsten Menschen mit dem Fahrrad zurücklegen. Leicht, flexibel, emissionsfrei und mit einem immensen Wirkungsgrad ausgestattet. In Verbindung mit regenerativen Energien wie Sonne, Biomasse oder Windkraft bildet die Brennstoffzelle die ideale Lösung für die individuelle Mobilität von morgen. Die großen Automobilhersteller haben das erkannt. Serienreife Wasserstoff-Fahrzeuge sind über das Versuchsstadium längst hinaus. Das Joint Venture zwischen Daimler und Linde sowie namhaften Energiekonzernen weist den Weg: In absehbarer Zeit wird es in Europa, wie auch in Japan, ein flächendeckendes Netz von Wasserstofftankstellen geben. Glücklicherweise, denn die Vorteile eines Wasserstoffantriebs gegenüber Hybrid- oder reinen Batteriefahrzeugen sind bestechend. Hervorzuheben ist dabei insbesondere die völlige Emissionsfreiheit sowie das vergleichsweise geringe Gewicht. Selbstverständlich wird es noch einige Jahre dauern, bis die Infrastruktur soweit aufgebaut ist, dass Wasserstoffautos den Massenmarkt erobern können. Doch die Zeichen der Zeit deuten in diese Richtung. Seite 16

17 Nachhaltiges Investieren Mit seiner langjährigen Erfahrung in dem Segment könnte der kanadischen Ballard Power beim Einsatz der Brennstoffzelle in Automobilien, Lastwagen und Omnibussen eine Schlüsselposition zukommen. Die Kooperationen mit Daimler und Volkswagen sowie die in China anlaufenden Linienbus-Projekte klingen viel versprechend. Fundamental dürfte der Konzern nach einer schier endlosen Durstrecke über mehr als zehn Jahre im kommenden Jahr den Sprung in die Gewinnzone schaffen. Damit haben die Kanadier nicht nur bewiesen, dass sie eine längere Krise durchstehen können. Gleichzeitig wird jetzt deutlich, dass sich mit der Brennstoffzellen-Technologie tatsächlich Gewinne erzielen lassen. Anleger mit Geduld und Weitblick könnten sich auf dem aktuellen Kursniveau einige Stücke ins Depot legen. Vorerst würden wir einen Anlagehorizont von zwei bis drei Jahren veranschlagen. Ein Stopp-Kurs ist Geschmacksache. Wer nur mit kleinem Einsatz arbeitet, der kann evtl. darauf verzichten und lässt das Investment einfach laufen. Manager, darunter Firmenboss Arthur Bottone sowie Finanzchef Michael Bishop bei Kursen im Bereich von 0,94 US-Dollar eigene Aktien im Gesamtwert von rund US-Dollar eingesammelt. Im Point & Figure Chart fällt neben der ausgeprägten Bodenbildung der immense Umsatzanstieg der vergangenen drei Jahre auf. Achten Sie auf die blaue Markierung in Abbildung 35. Die Beobachtung deutet darauf hin, dass die Anteilscheine sehr massiv akkumuliert werden. Interessant könnte auch ein Investment bei PlugPower werden. Auch hier fallen im Point & Figure Chart (nicht abgebildet) die massiven Umsätze auf. Der Konzern mit einem Börsenwert von 81 Millionen US-Dollar ist annähernd schuldenfrei. 34 Prozent der Aktien werden von den Insidern gehalten. Um Wasserstoffaktien ist es derzeit angenehm still. Die ideale Zeit also, um sich abseits vom Bullengetöse an den breiten Märkten antizyklisch in aller Ruhe einzudecken. Bei allen drei vorgestellten Unternehmen Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der orientiert sich am 50-Wochen-Durchschnitt, den die Aktie gerade wieder von oben angelaufen hat. In jedem Fall macht es Sinn, die Bremsmarke nicht zu rigoros zu platzieren, um nicht unnötig ausgestoppt zu werden. Nachfolgend ein ausführliches Firmenporträt: Und hier ein englischsprachiger Videobeitrag zum Potential von Wasserstoff im Automobilbau: FuelCell Energy, PlugPower: Interessante Beimischung... Wer sein Investment im Bereich der Brennstoffzellen etwas breiter aufstellen möchte, der könnte darüber nachdenken, sich einige Anteilscheine der US-amerikanischen FuelCell Energy (FCEL) ins Depot zu legen. Der Konzern mit Firmensitz in Danbury, im US-Bundesstaat Connecticut, produziert stationäre Brennstoffzellen, wie sie etwa in Blockkraftwerken benötigt werden. Auf Wasserstoffbatterien für Gabelstapler hat sich PlugPower (PLUG) spezialisiert... 35: Der Umsatz geht dem Preis voraus: Die Aktien von FuelCell Energy könnten vor einem Comeback stehen... Stationäre Brennstoffzellen von FuelCell können etwa in Handels- und Industrieunternehmen sowie bei Energieversorgern und Behörden eingesetzt werden. Im Neubau des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin etwa, hatte der Konzern im vergangenen Jahr ein Brennstoffzellen-Kraftwerk installiert. FuelCell weist einen Börsenwert von 250 Millionen US-Dollar auf. Verbindlichkeiten in Höhe von 68 Millionen US-Dollar stehen Cashreserven in Höhe von 82 Millionen US-Dollar gegenüber. Stattliche 43 Prozent der Anteilsscheine werden von Insidern und institutionellen Investoren gehalten. Im Frühjahr hatten sechs Seite 17

18 Börsenstiefkind Börsenstiefkind Sharp Corporation: Gelingt der Turnaround? Mit japanischen Aktien konnte man in den vergangenen Monaten ordentliche Renditen einfahren. Selbst unter Berücksichtigung der jüngsten Yen-Abwertung blieb meist noch ein ansehnlicher Gewinn übrig. Da die japanische Regierung offenbar wild entschlossen ist, die eigene Währung weiter abzuwerten, könnte es sich lohnen, an der japanischen Börse nach Titeln zu suchen, die nach der jüngsten Rallye des Nikkei225 noch Nachholpotential haben. Ein Beispiel ist der stark angeschlagene Elektronikkonzern Sharp (WKN , ISIN JP ). Das breit aufgestellte Unternehmen mit Firmensitz in Osaka produziert und vertreibt Geräte der Unterhaltungselektronik, wie Farbfernseher, DVD-Rekorder, Projektoren, und Mobiltelefone. Außerdem befinden sich PCs, Kopierer, Faxgeräte, Kühlschränke, Mikrowellen, elektrische Heizgeräte, Kochplatten, LED-Lichter, Luftreiniger und elektronische Komponenten wie LCDs, Laserdioden, Mikroprozessoren, Speichermedien sowie Solarzellen im umfassenden Angebotsspektrum. Der Börsenwert notiert bei rund 2,8 Milliarden Euro. Den Herstellern von Konsumelektronik weht seit einiger Zeit der Wind direkt ins Gesicht. In diesem Jahr musste die Branche allein in Deutschland bis September einen Umsatzrückgang von 3,1 Prozent verkraften. Vergleichsweise gut entwickelt sich noch das Geschäft mit Tablet-Computern und Smartphones. Hier legten die Umsätze um 42,9 Prozent bzw. 23,4 Prozent zu. Doch der dramatische Kursverlauf der Sharp-Aktie hat ohnehin ganz andere Gründe: Das Unternehmen ist hoch verschuldet und musste in den vergangenen Jahren herbe Verluste einstecken. Sharp war von der Abkühlung des Geschäfts mit Flachbildfernsehern kalt erwischt worden und auch das Solargeschäft entwickelte sich unerwartet schwach. Zudem hatte der starke Yen in den vergangenen Jahren die Bilanzen verhagelt. In der Folge war die Eigenkapitalquote, eine wichtige Kennzahl für die Entwicklung der Verschuldungslage, seit dem Geschäftsjahr 2010 von 37 Prozent auf nur noch 6,5 Prozent eingebrochen. Erste Lichtblick gibt es bereits, die Geschäfte laufen besser als gedacht. Im zweiten Geschäftsquartal erwirtschaftete der Konzern erstmals seit zwei Jahren wieder einen Nettogewinn. Der Partner des kürzlich in die Insolvenz gerutschten fränkischen Fernsehgeräteherstellers Loewe profitierte dabei neben der Yen-Schwäche von der stärkeren Nachfrage nach Solarzellen und TV-Geräten. Im Berichtszeitraum ergab sich ein Überschuss von umgerechnet 100 Millionen Euro nach einem Verlust von 1,8 Milliarden Euro vor einem Jahr. Auch operativ kehrte Sharp in den drei Monaten bis Ende September mit einem Plus von 23 Millionen Euro die Gewinnzone zurück. Im bis Ende März laufenden Geschäftsjahr will Sharp den Trend fortschreiben und wieder schwarze Zahlen schreiben. In den ersten sechs Monaten konnte der Verlust nun auf rund 32 Millionen Euro eingegrenzt werden. Für die laufende Geschäftsperiode konnte Sharp seine Umsatzprognose um 40 Milliarden Yen auf 1,31 Billionen Yen (derzeit 9,9 Milliarden Euro) anheben. Die Vorhersage für das operative Ergebnis wurde auf 30 Milliarden Yen verdoppelt. In 2012 hatte Sharp noch einen Rekordverlust von 545 Milliarden Yen (!) erwirtschaftet. Für das laufende Geschäftsjahr senkte der Konzern seine Verlustprognose deutlich und zwar von bislang 20 Milliarden Yen auf nur noch zehn Milliarden Yen (rund 75 Millionen Euro). Die Entwicklungen sind beachtlich und sollten die Aktie eigentlich beflügeln. Doch Vorsicht, für Entwarnung ist es noch deutlich zu früh: Auf dem Konzern lastet ein Schuldenberg in Höhe von 1,1 Billionen Yen (etwa 8,3 Milliarden Euro). Bislang ist deshalb völlig offen, ob das Unternehmen die kommenden Jahre überlebt. Ein Blick auf den Kursverlauf: In japanischen Yen ist der Aktienkurs bereits erfolgreich ausgebrochen. Wir orientieren uns jedoch an der Kursentwicklung in Euro. Hier zeigt sich, dass die Notierung die wichtige 50-Tage-Linie in der vergangenen Woche überspringen konnte. Achten Sie auf die blaue Linie in Abbildung 36. Im Herbst hatte der ums Überleben kämpfende Konzern bekannt gegeben, dass man sich in großem Stil frisches Geld an den Kapitalmärkten besorgen werde. Ursprünglich sollte die Ausgabe neuer Aktien und Allianzen mit japanischen Unternehmen gut 166 Milliarden Yen (knapp 1,26 Milliarden Euro) in die Kassen spülen. Doch das war zu optimistisch geplant: Wie im Oktober bekannt wurde, werden durch die Ausgabe neuer Aktien nur rund 119,1 Milliarden Yen (rund 905 Millionen Euro) statt der anvisierten 149 Milliarden Yen zusammenkommen. Ursache sei der gesunkene Börsenkurs. Die Beteiligung der Firmen Denso, Lixil und Makita soll Sharp weitere 17,5 Milliarden Yen einbringen. Im Geschäftsbereich Kopierer will der Unterhaltungselektronikhersteller künftig mit dem US-amerikanischen Technologiekonzern Hewlett-Packard (HP) zusammenarbeiten. Im vergangenen Jahr hatte Sharp nach hohen Verlusten eingeräumt, dass die desolate Finanzlage den Fortbestand des Unternehmens gefährde und hatte händeringend nach Kapitalgebern gesucht. Zudem beschloss das Management den Abbau Tausender Stellen. Allmählich entspannt sich die Lage etwas, unter anderem wegen der Schwäche des Yen. Seite 18

19 Börsenstiefkind / Edelmetall-Serie Recht ansprechend präsentiert sich der langfristige Kursverlauf in Euro auf Monatsbasis in Abbildung 37. Den gleitenden 12-Monats-Durschnitt hatte die Aktie kürzlich schon einmal erobert, war dann aber wieder zurückgefallen. Der starke Umsatzanstieg, der den vorangegangenen Ausbruch begleitet hatte, deutet jedoch darauf hin, dass die Aktie den wichtigen Widerstand demnächst wieder anlaufen könnte. Auch der MACD auf Monatsbasis weist mit positiven Divergenzen auf eine anstehende langfristige Trendwende hin. Achten Sie auf die ansteigende rote Linie. Fazit und Empfehlung: Die Aktien von Sharp sind ein klassischer Fall für eine riskante Turnaround-Spekulation. Hinweise darauf sind die immense Verschuldung und die verdächtig günstige Bewertung: Die Papiere werden nur noch zu einem Bruchteil ihres Buchwertes gehandelt: Das Kurs-Buchwert-Verhältnis notiert bei 0,02. Solche Zahlen zieren in der Regel Pleitekandidaten. Die anhaltende Yen-Schwäche, die sich in den kommenden Monaten eher noch verstärken dürfte, könnte sich für Sharp jedoch als Rettung in letzter Sekunde erweisen. Sollte der operative Turnaround gelingen, winken hier dreistellige Kursgewinne. Aus charttechnischer Sicht schalten die Ampeln gerade auf grün. Fundamental ist die Sache allerdings noch nicht entschieden. Wegen der immensen Verschuldung und des noch nicht absehbaren Turnarounds eignen sich die Aktien nur für sehr risikofreudige Spekulanten: Das Risiko eines Totalausfalls muss einkalkulieren, wer hier zugreift. Ein Stopp- Loss macht wegen der zu erwartenden erheblichen Kurschwankungen wenig Sinn. Wer darauf dennoch nicht verzichten will, der sollte der Aktie genug Raum geben, sich ordentlich auszutoben. Anbieten würde sich etwa das wichtige Tief im Bereich knapp oberhalb von 2,00 Euro, das bereits dreimal erfolgreich verteidigt wurde. Unter 1,50 Euro darf die Aktie keinesfalls abfallen! Kapitaleinsatz begrenzen! 37: Gelingt der Turnaround? Bei den Aktien des japanischen Herstellers von Konsumelektronik deutet sich eine Trendwende an... Edelmetall-Serie: Alles steigt und Gold fällt... Die scheinbar ewige Rallye an den Aktienmärkten findet derzeit gleich mehrere Entsprechungen in zahlreichen anderen Anlagesegmenten: Gut erhaltene Oldtimer, wertvolle Uhren, seltene Sportwagen, erlesene Weine, kostbare Diamanten und Kunstgegenstände, aber auch Immobilien in Bestlagen deutscher Ballungszentren erleben in diesen Tagen atemberaubende Preissteigerungen. Derzeit werden etwa für Münchner Innenstadtlagen Mondpreise von bis zu Euro je Quadratmeter gezahlt. Auch bei teuren Gemälden kennen die Preise kein Halten mehr: Vor wenigen Tagen wurde der alte Rekord für den Schrei von Edward Munch (120 Millionen US-Dollar) aus dem Jahr 2012 relativ locker überboten: Für 142,4 Millionen US-Dollar wechselte Three Studies of Lucian Freud von Francis Bacon den Besitzer. Abbildung 38 zeigt das Gemälde im Hintergrund. Sogar die virtuelle Alternativwährung Bitcoin, die bei Licht besehen nur aus heißer Luft besteht, wird immer teurer. Zu dem Thema hat mein Kollege Daniel Kühn kürzlich einen interessanten Artikel verfasst: Seite 19

20 Edelmetall-Serie Historisch gesehen entwickelt sich der Kunstmarkt parallel zum Einkommen der Superreichen. Der Kunstmarkt ist daher etwas isoliert von der Gesamtgesellschaft, zeigt aber sehr genau, was in unserem Wirtschafts- und Finanzsystem los ist: Sehr reiche Zeitgenossen kommen zu unfassbaren Vermögen. Gleichzeitig dünnt die Mittelschicht immer weiter aus, während die Zahl der Armen in astronomische Höhen emporwächst. Zudem ist die Preisentwicklung bei Kunstobjekten ein schöner Beleg für die These, dass die steigende Geldmenge in einer Welt voller Papiergeld zu dramatischer Preisinflation führt. Sollte man deshalb jetzt alte Autos horten, denn auch die werden ja immer teurer? Auf den ersten Blick eine hübsche Idee, denn mit einem Porsche 911 Targa, Baujahr 1976, oder einem alten Mercedes-Benz Pagode am Sonntag durch die Landschaft zu kurven, das kann durchaus reizvoller sein, als im Keller Goldmünzen zu stapeln. Und es zahlt sich aus: Abbildung 39 zeigt die Wertentwicklung des Deutschen Oldtimer-Index, der sich aus den begehrtesten Modellen zusammensetzt. Der DAX hat da im direkten Vergleich nicht viel zu melden. 40: Besser als Gold oder Aktien? Der Mercedes-Benz 280 SL Pagode gilt als einer der wertbeständigsten Oldtimer überhaupt. Wertzuwachs pro Jahr: Rund zehn Prozent... Soviel nur in aller Kürze: Wer ehrlich rechnet, der muss bei Investments in alte Autos natürlich die Nebenkosten mit einbeziehen. Und wer schon einmal ein älteres Vehikel besessen hat, der weiß, dass diese durchaus stattlich ausfallen können. Hinzu kommen die investierte Zeit und die Reisekosten für die Fahrzeugsuche, sowie die Aufwendungen für einen trockenen Unterstellplatz. Schließlich besteht auch hier die Gefahr einer Preisblase, die immer dann wächst, wenn überschüssiges Kapital zu Spekulationszwecken in eine Anlageklasse strömt. So wie derzeit. Im folgenden Artikel von Spiegel-Online werden wichtige Hintergründe zu dem Thema erläutert: Sucht man nach Gründen für die rasanten Kurszuwächse zahlreicher Anlageklassen, wird man schnell fündig: Die weltweite Geldflut der Notenbanken treibt die Preise für Güter, die nicht beliebig vermehrbar sind. Offensichtlich sind alle Kapitalfluchtorte derzeit heiß begehrt und ausgerechnet die Preise für Gold und Silber dümpeln müde vor sich hin, loten immer neue Tiefs aus. Wie passt das zusammen? Einmal ist die Beobachtung fallender Goldpreise in einem Umfeld, da sonst alles steigt, was selten und begehrt ist, ein weiteres wichtiges Indiz dafür, dass bei den Edelmetallen nicht alles mit rechten Dingen zugehen kann. Dimitri Speck hat zu dem Thema ein ganzes Buch verfasst (http://www.geheime-goldpolitik. de) und wer die Entwicklungen aufmerksam beobachtet, der kann nur zu dem Schluss kommen, dass bei den Edelmetallen tatsächlich manipuliert wird, so wie erst kürzlich wieder: 39: Dagegen sieht der DAX ziemlich alt aus: Während das Börsenbarometer seit Jahren auf der Stelle tritt, haben sich die Preise für ausgewählte Oldtimer in einem Jahrzehnt glatt verdoppelt... Am Mittwoch, 20. November 2013, musste der Goldhandel an der Terminbörse in Chicago wegen offensichtlicher Manipulationen ausgesetzt werden. Bereits am 12. September und am 11. Oktober war der Handel aus ähnlichen Gründen gestoppt worden. Wir können das Thema an dieser Stelle nicht vertiefen, zumal sich ein Einstieg in den Oldtimer-Markt zum jetzigen Zeitpunkt aus antizyklischer Sicht nicht gerade aufdrängt. Seite 20

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