Regionale Standortentwicklung

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1 Regionale Standortentwicklung Rolle und der kommunalen Wirtschaftsförderung W Dr. Stefan Gärtner, Institut Arbeit und Technik

2 Gliederung

3 Gliederung I. Was ist Wirtschaftsförderung? II. Was sind die Rahmenbedingungen und? III. Themen und? IV. Wer sind die Akteure und sowie Wissensflüsse? V. Integration und?

4 I. Was ist Wirtschaftsförderung?

5 Räumliche Ebenen der Raumpolitik Regionalpolitik, regionale Strukturpolitik EU, Bund, Land, Regierungsbezirk Zielt auf Umverteilung von Ressourcen Standortpolitik, z.b. kommunale Wirtschaftsförderung Kommunen, Kreise und weitere Akteure (z.b. Unternehmen) Egozentrierte Politik in Durchgriffsmögl. beschränkt

6 Wirtschaftsförderung - Kommunale Selbstverwaltung - Keine Legaldefinition und kein Rechtsanspruch - Daseinsvorsorge der Gemeinden, Städte und Kreise zur Verbesserung der Standortbedingungen und regionalen Wettbewerbsfähigkeit mit dem Ziel den Wohlstand und die Standortattraktivität zu erhöhen - Mittel zum Zweck

7 I. Was sind die Rahmenbedingungen und?

8 Rahmenbedingungen der Standortentwicklung - Globalökonomische Rahmenbedingungen: z.b. weniger Ansiedlungspotential - Eingeschränkte Möglichkeiten der Ansiedlungsförderung - Internationaler Wettbewerb: qualifizierte Standortfaktoren in der Wissensgesellschaft bedeutsam - Neue regionalökonomische Theorien und Ansätze: Produktionscluster, endogene Potentiale - Strukturpolitik der staatlichen und suprastaatlichen Ebene, z.b. Clusterwettbewerbe in NRW - Gesellschaftliche Anforderungen

9 Wertewandel Ziele der Wirtschaftsförderung traditionell Verbesserung der Wirtschaftstruktur Hohes Steueraufkommen Einnahmen durch Grundstücksverkäufe aktuell Angebot an angemessenen und attraktiven Arbeitsplätzen Angebot kommerzieller Infrastruktur Umwelt- und Sozialverträglichkeit der Wirtschaft Strategische Entwicklung der Wirtschaftsstruktur Innovative Milieus Image Insgesamt: Beitrag zur Erhöhung der Lebensqualität (Nachhaltigkeit)

10 II. Was sind die relevanten Themen und?

11 Immer komplexer: daher reicht Förderung nicht mehr aus Komplexitätssteigerung der Standortentwicklung Kompetenzfeldentwickl. Standortmarketing Innovationskulturen Existenzgründung strategische Aufgaben Moderation Profilbildung vorhandene Ressourcen Ansiedlung Flächenbereitstellung Bestandspflege Genehmigungen operative Aufgaben der Wirtschaftsförderung

12 Wo liegen die Kompetenzen? Sektoraler Raum: Überblick über die potenziellen Suchfelder Territorialer Raum: Territoriale Bezüge der Kompetenzfelder Analyse

13 In welchem Raumkontext zu profilieren? Wasserwirtschaft Gesundheit Chemie-Wirtschaft Datenseinvorsorge Datenseinvorsorge - Ernährung Kleinkunst IT-Wirtschaft Möbel Energiewirtschaft IT-Wirtschaft Datenseinvorsorge Logistik Energiewirtschaft Bankenwesen Congresswirtschaft - Metallwirtschaft Medien Datenseinvorsorge Energiewirtschaft

14 In welchem Raumkontext zu profilieren? Nicht alle Städte verfügen über genügend Kompetenzen, um sich mit allen Themen eigenständig zu positionieren Wirtschaftsregionen und Kompetenzen verorten sich nicht entlang administrativer Regionen Daseinsvorsorge können insbesondere in schrumpfenden Regionen kaum noch erbracht werden

15 Entgrenzung Räumlich-territorial Analyse der eigenen Stärken Wo sind diese verortet? Thematisch Innovationskulturen (Freiraum) Image- und Profilbildung» Funktion als Stadt (einfach für Darmstadt, Freiburg oder Tübingen schwierig für Dortmund, Gelsenkirchen) - Wirtschaftsstruktur? - Funktion? - Lage im Raum? - Identität?

16 IV. Akteure, und Wissensflüsse?

17 Wer? Existenzgründer Bestandsunternehmen Wirtschaftsförderungseinrichtungen Nachbargemeinden, -regionen Ämter / Referate Standortentwicklung Kammern, Verbände externe Berater Investoren Kreditinstitute / Unternehmensberatungen Akteurgruppen (z.b. Agenda- Gruppen)

18 Wer ist Wirtschaftsförderung Wissensbasen / -flüsse Gesetze, Normen, Vorschriften Wirtschaftsstruktur Entwicklungspotentiale Förderprogramme Verwaltungsstruktur Nachfragestruktur Unternehmensdaten Flächenangebote / Monitoring Flächennachfrage Bestand / kontaminierte Flächen Allgemeine Trends externe Berater Ämter / Referate Investoren W Kammern Akteursgruppen Existenzgründer Unternehmen Gewerkschaften, Verbände Nachbargemeinden Kreditinstitute Moderation Kommunikationsfähigkeit Prästentationsfähigkeiten Genehmigungsverfahren verständnis Branchenkenntnisse Einzelhandelsentwicklung Neue Businesskonzepte Netzwerkwissen Politik...

19 IV. Integration und

20 der kommunalen Wirtschaftsförderung Operative (Service) Bereitstellung von Serviceleistungen für einzelne Unternehmen (Tagesgeschäft) Strategische Identifikation und (Weiter-) Entwicklung der regionalen Kompetenzen (z.b. Clusterpolitik)» Förderung der relativen Stärken Dilemma: Mind. 75 % der Unternehmen wollen ausschließlich einen guten Service (z.b. Genehmigungsmanagement) und profitieren nicht direkt von einer strategischen Wirtschaftsförderung

21 Mögliche Lösungsansätze - Organisatorische Trennung strategischer und operativer Einbindung der Unternehmen in die Standortentwicklung - Bearbeitung von Kompetenzfeldern in regionalen Verbünden

22 Rolle der Wirtschaftsförderung Verbindung von operativen und strategischen n Einbindung der Akteure Entwicklung einer gemeinsamen Strategie zentrale Clearingstelle: Zusammenführung des benötigten Wissens

23 Integrierte Wirtschaftsförderung Wirtschaftsentwicklung STRATEGIE Kompetenzfeld Projekt 1 Projekt 2 Projekt 3 Projekt n ORGANISATION Wissensbasen und Akteure Akteure benachbarter Gebietskulissen Bestandspflege Existenzgründung Gewerbeflächen Öffentlichkeitsarbeit

24 Zusammenfassende Thesen - Wirtschaftsförderung ist ein Bestandteil der Standortentwicklung (gemeinsames Produkt) - Veränderte Anforderungen an Wirtschaftsförderung - Entgrenzung der kommunalen Wirtschaftsförderung auf zwei Ebenen - Dilemma: Serviceangebot versus Förderung relativer Stärken Organisatorische Trennung und Einbindung der interessierten Unternehmen Kompetenzfelder in kommunalübergeifenden Zusammenhängen fördern - Organisatorische Integration operativer und strategischer sowie regionaler und überregionaler Akteure

25 Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Stefan Gärtner

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