Fondsplatz Liechtenstein Chancen und Risiken

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1 Fondsplatz Liechtenstein Chancen und Risiken Vaduz, 24. September 2013 Annette von Osten

2 Herausforderungen im derzeitigen Umfeld Neuer Wettbewerb zwischen europäischen Fondsstandorten Neue Gesetzgebungen treffen von Jurisdiktion zu Jurisdiktion auf andere Oberfläche Bsp: Früheres Fondsleitungsprinzip in CH,FL / FL Abhängigkeit vom EWR Grds. eher geringe Flexibilität, dennoch Gestaltungsmöglichkeiten Bsp: Administratorenmodell; Angebot Rechtsformen; Time To Market Unterschiede in Geschwindigkeit der Umsetzungen Bsp: FL erster AIFMD Vorschlag in Europa Einzelne Jurisdiktionen mitunter bereit, gegen Widerstände eigene Wege zu gehen Bsp: Luxemburg enge Interpretation des Gesellschaftspasses Bsp: UK weitgehende Umdeutung der ESMA Leitlinien zur Vergütung im AIFM Bereich. Von Land zu Land unterschiedliche Haltung des nationalen Gesetzgebers / der Aufsichtsbehörde Bsp: Dt. Gesetzgeber hat Plan verfolgt, wichtige Arten von Fonds zu verbieten / FL FMA nahm ab April Gesuche entgegen Für alle gilt: Überwältigende Fülle von Regulierungen, die Überblick dramatisch erschwert ESMA Guidelines mitunter verspätet (Bsp: AIFMD Reportingpflichten); schaffen mitunter neue Rechtsunsicherheit (Bsp: Schlüsselbegriffe AIFMD) 2

3 Ausgangslage positiv und nun. Gründe für die Attraktivität des Standortes Politische und wirtschaftliche Stabilität, Kontinuität Positionierung im deutschsprachigen Bereich im Herzen Europas Umsetzung des EU Investmentrechts und Zugang zum EU Binnenmarkt dank EWR Gleichzeitig: Anbindung an den Fondsplatz Schweiz (Zoll und Währungsvertrag) > Damit Scharnierfunktion zwischen Wirtschaftsräumen CH und EWR Kurze Verwaltungswege, Praxisnahe Aufsicht Schnelle, moderne und wettbewerbsfähige Fondsgesetzgebung / frühe Überarbeitung Hohe Professionalität bei Fondsverwaltungen, Depotbanken, etc. Liberales Gesellschaftsrecht reduziert auf internationaler Ebene Hürden Gut aufgestellte Banken, die zu den am besten kapitalisierten Banken in Europa zählen Triple AAA Rating 3

4 Entwicklung des Fondsplatzes ist zu managen I Schritt nach vorne 2010/2011: Als einer der ersten EWR Mitgliedsstaaten setzte Liechtenstein die europäische UCITS IV Richtlinie in nationales Recht um. 2012/2013: Umsetzung der AIFM Richtlinie (Alternative Investment Fund Managers Directive) Liechtenstein erstes Land in Europa, das schon im Mai 2012 Gesetzesentwurf (AIFMG) veröffentlichte. > Damit wettbewerbsfördernde frühe Schaffung von Rechtssicherheit für Promotoren, Investoren und vor allem potentielle zuziehende Marktteilnehmer > Standortvorteil in einer Zeit, in der die Karten neu gemischt werden und Akteure sich neu orientieren 4

5 Entwicklung des Fondsplatzes ist zu managen II Moderne Fondsgesetzgebung Neben das schweizerischer Tradition entstammende Fondsleitungsmodell wird nun das international gängige Administratorenmodell gestellt. Für Promotoren wird die Möglichkeit geschaffen, sich unter Übernahme der primären Entscheidungskompetenz und Verantwortung als AIFM bewilligen zu lassen. Der AIFM ist ein spezialisierter Vermögensverwalter für kollektive Kapitalanlagen. Nur Anlageentscheid und Risikomanagement sind wesensbestimmend. Administration, Vertrieb und weitere Tätigkeiten kann der AIFM übernehmen, muss er aber nicht. Der Zugang zum EU Binnenmarkt erfolgt auf der Basis der Übernahme der AIFM Richtlinie ins EWR Abkommen mittels des Gesellschaftspasses und des Produktpasses. Schaffung der Möglichkeit, risikoadäquater Einbindung von Gegenparteien insbesondere von Primebrokern ohne haftungsbegründende Zwischenschaltung von Verwahrstellen Angebot breiter Palette von international gängigen Rechtsformen. 5

6 Entwicklung des Fondsplatzes ist zu managen III Zahlreiche Baustellen Weitere Risiken und Chancen Projekt der Schaffung eines Rest IUG unter neuem Namen für nationale Vehikel Erste Überarbeitung des AIFMG / Anpassung des UCITSG Umsetzung weiterer EU Regulierungen wie z.b. EuSEF, EuVECA DBA Netzwerk: Noch lückenhaft. Im Gegenzug moderne Abkommen, speziall state of the art Regelungen zur Behandlung von Fonds. EWR Verzugsproblematik: Hohe Bedeutung im Hinblick auf vollständigen Binnenmarktzugang; guter Fortgang der Gespräche in Brüssel Beschränkung des Marktzugangs in Spanien und Italien: Seitens Regierung Projekt zur Abhilfe unter Leitung der Stabsstelle EWR Zugangsgebühren FL im Rahmen der Überarbeitung des FMAG angepasst Weitere Entwicklung Aufsichtspraxis auch abhängig von noch nicht abgeschlossenen Entwicklungen auf EU Ebene 6

7 Entwicklung des Fondsplatzes ist zu managen IV Handlungsmaximen Die Erfüllung der zentralen Zielsetzungen des EU Gesetzgebers und die Sicherung der Reputation des Fondsplatzes gehen Hand in Hand. Dennoch ging/geht es darum, Spielräume, die der EU Gesetzgeber belassen hat, auszunutzen und in diesem Rahmen möglichst grosse Flexibilität zu schaffen. Einigkeit besteht, dass es derzeit im internationalen Wettbewerb nicht um einen regulatorischen Race to the Bottom geht. Dennoch Monitoring der sich etablierenden erleichternden Praxis in EU Jurisdiktionen zur frühen Weichenstellung bei günstigen Entwicklungen Standortevergleich; Umsetzung neuer Beobachtungen in Überarbeitungen der Gesetze Kommunikation zu den Möglichkeiten des Fondsplatzes Liechtenstein Für Verband: Weiterhin enge Zusammenarbeit mit FMA zur gemeinsamen Förderung pragmatischer Handhabung der neuen Regelungsfülle Absolut Match entscheidend: ausgewogene, praxisnahen Regulierung und pragmatische, kompetente Aufsicht 7

8 Fazit Das AAA Rating für Liechtenstein wurde erneuert, die Reputation des Finanzplatzes innerhalb der internationalen und europäischen Gemeinschaft ist unumkehrbar gestärkt, der Fondsplatz, der Talent bietet und dieses in einem begünstigenden Umfeld weiterhin fördert, wurde bekannt für engagierte Reform und packt die Herausforderungen proaktiv an. > Trotz eines anspruchsvollen Umfelds im Hinblick auf die Entwicklungen auf EU und EWR Ebene spricht sofern das Momentum aufrechterhalten wird viel dafür, dass Liechtenstein sich weiter im europäischen und internationalen Umfeld als einzigartiger, attraktiver Fondsplatz positionieren kann. 8

9 DANKE! Annette von Osten

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