Materialübersicht. Lernkontrolle M 8 (Lk) Kreuz und quer! Ein Rätsel zur Gehaltsabrechnung M 9 (Lk) Abzüge vom Gehalt Vorschlag für eine Klausur

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1 Ausbildung und Beruf Beitrag 3 Die Gehaltsabrechnung 5 von 26 Materialübersicht Stunden 1/2 Steuern und sonstige Abzüge wichtige Grundlagen für die Abrechnung M 1 (Ab) Steuergelderfriedhof was geschieht mit unseren Steuern? M 2 (Ab) Was sind Steuern und wozu werden Steuergelder verwendet? M 3 (Ab) Welche Abzüge vom Gehalt gibt es? Grundlegende Begriffe Stunde 3 Die Gehaltsabrechnung vom Brutto zum Netto M 4 (Tx) Abzüge vom Gehalt ein Gespräch zwischen zwei Arbeitnehmern M 5 (Ab) Vom Brutto zum Netto eine Rechenaufgabe zur Gehaltsabrechnung Stunde 4 nflation und Reallohn was ist mein Gehalt wert? M 6 (Fo) Was bleibt von meinem Geld? Die nflation M 7 (Ab) Wie viel ist mein Gehalt wert? Der Reallohn Lernkontrolle M 8 (Lk) Kreuz und quer! Ein Rätsel zur Gehaltsabrechnung M 9 (Lk) Abzüge vom Gehalt Vorschlag für eine Klausur Glossar M 10 (Gl) Ein Glossar zur Gehaltsabrechnung Minimalplan hnen steht für dieses Thema nur eine Stunde zur Verfügung? Dann setzen Sie folgende Materialien ein: Stunde 1 Von Abzügen und dem Auszahlungsbetrag die Gehaltsabrechnung (M 3, M 5) Zusatzmaterial auf CD ZM 1 (Tx) Welche Beitragsbemessungsgrenzen gibt es? Ein nfo-text (nach M 4) ZM 2 (Tx) nflation in Deutschland Rückblick und Aussichten (nach M 6) ZM 3 (Lk) Was ist falsch an dieser Gehaltsabrechnung? Ein Test für Aufmerksame (nach M 8)

2 10 von 26 Die Gehaltsabrechnung Ausbildung und Beruf Beitrag 3 M3 Welche Abzüge vom Gehalt gibt es? Grundlegende Begriffe Vom Bruttogehalt werden Steuern und Versicherungen abgezogen. Was nach den Abzügen übrig bleibt, wird als Nettogehalt bezeichnet. Lesen Sie, was sich hinter den wichtigsten Abzügen verbirgt. Steuern Lohnsteuer Diese Steuer muss auf Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit bezahlt werden. Die Steuer auf Einkünfte aus selbstständiger Arbeit wird Einkommensteuer genannt. Berechnet wird die Lohnsteuer vom Bruttogehalt des Arbeitnehmers. Die Höhe der Lohnsteuer hängt von der individuellen Lohnsteuerklasse des jeweiligen Arbeitnehmers ab. Diese Lohnsteuerklasse ist auf der persönlichen Lohnsteuerkarte vermerkt. Zum Beispiel hat ein lediger Arbeitnehmer die Lohnsteuerklasse und zahlt relativ viel Lohnsteuer. Verheiratete Arbeitnehmer mit Kindern zahlen zumeist weniger Lohnsteuer. Solidaritätszuschlag Der Solidaritätszuschlag wird zusätzlich zur Einkommensteuer erhoben. Die Höhe des Solidaritätszuschlags beträgt aktuell 5,5 % von der Lohnsteuer. 3 des Solidaritätszuschlaggesetzes (SolzG) besagt, dass der Solidaritätszuschlag nur zu erheben ist, wenn die jährliche Einkommensteuer 972 bei ledigen Arbeitnehmern oder bei verheirateten Paaren überschreitet. Kirchensteuer Mitglieder der katholischen oder evangelischen Religionsgemeinschaft bezahlen zur Finanzierung der kirchlichen Ausgaben Kirchensteuer. Der Arbeitgeber leitet diese an das Finanzamt weiter. Als Bemessungsgrundlage für die Kirchensteuer dient wieder die Lohnsteuer. n Bayern und Baden-Württemberg beträgt die Kirchensteuer 8 % der Lohnsteuer, in den restlichen Bundesländern 9 %. Durch den Austritt aus der Kirche kann diese Steuer umgangen werden. Sozialversicherungen Arbeitslosenversicherung Durch die Arbeitslosenversicherung soll der Zeitraum einer möglichen Arbeitslosigkeit finanziell abgefedert werden. Zudem werden Arbeitslose bei der Suche nach einer neuen Beschäftigung gefördert und unterstützt. Arbeitslosengeld wird maximal für die Dauer von 18 Monaten bezahlt und wird prozentual von der Höhe des vorherigen Gehalts berechnet. Der Beitragssatz beträgt 2,8 % vom Bruttogehalt. Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen sich diesen Beitragssatz. Krankenversicherung Die Krankenversicherung bezahlt Heilbehandlungen, Vorsorgeuntersuchungen und auch Krankengeld bei längeren Erkrankungen (über 6 Wochen). Krankheiten soll somit vorgebeugt werden und kranke Menschen werden behandelt und rehabilitiert. Der Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung beträgt 14,9 % des Bruttogehalts. Der Arbeitnehmer bezahlt hiervon 7,9 % und der Arbeitgeber 7 %.

3 Ausbildung und Beruf Beitrag 3 Die Gehaltsabrechnung 11 von 26 Pflegeversicherung Die gesetzliche Pflegeversicherung wurde als letzte Sozialversicherung im Jahre 1995 eingeführt. Sie dient zur finanziellen Unterstützung von schwer pflegebedürftigen Menschen und der Familienmitglieder, die diese pflegen. Der Beitragssatz beträgt 1,95 % des Bruttogehalts. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen jeweils 50 %. Kinderlose Arbeitnehmer zahlen einen Zuschlag in Höhe von 0,25 %. Rentenversicherung Die gesetzliche Rentenversicherung gewährleistet die finanzielle Absicherung im Rentenalter. Zu beachten ist, dass die Rentenversicherung nach dem Umlageverfahren aufgebaut ist. Dies bedeutet, dass die jetzt einzahlenden Arbeitnehmer die jetzigen Rentner finanzieren. Man selbst erwirbt einen umso höheren Anspruch auf spätere Rentenzahlungen, je länger der Zeitraum der Beitragszahlungen, also der Arbeitsjahre, ist. Der Beitragssatz beträgt 19,9 % vom Bruttogehalt. Der Arbeitnehmer zahlt davon 9,95 %. Unfallversicherung Die gesetzliche Unfallversicherung tritt bei Arbeitsunfällen oder Unfällen auf dem Weg zur und von der Arbeit in Kraft. Zudem sollen Verletzungen und Berufskrankheiten geheilt werden, sodass der Arbeitnehmer wieder ins Berufsleben eingegliedert werden kann. Die Kosten für die Unfallversicherung bezahlt der Arbeitgeber zu 100 % schon vor der Auszahlung des Bruttogehalts. Auf der Gehaltsabrechnung des Arbeitnehmers erscheint diese Sozialversicherung nicht. Sonstiges Vermögenswirksame Leistungen Vermögenswirksame Leistungen sind freiwillige Geldleistungen des Arbeitgebers. Diese werden vom Arbeitgeber direkt auf ein vom Arbeitnehmer gewähltes Sparkonto (Bausparvertrag, Fondssparen) eingezahlt und zählen zum Bruttolohn dazu. Zunächst werden diese zum Bruttogehalt hinzugerechnet, sodass sich das zu versteuernde Bruttogehalt erhöht. Nach Abzug aller Steuern und Versicherungen werden die vermögenswirksamen Leistungen vom Nettogehalt abgezogen und gleich auf das Sparkonto vom Arbeitnehmer überwiesen. Die Höhe der vermögenswirksamen Leistungen variiert von Arbeitgeber zu Arbeitgeber. Aufgaben 1. Lesen Sie die Texte sorgfältig durch und markieren Sie wichtige Aussagen. 2. Ergänzen Sie in Partnerarbeit folgende Tabellen: Steuer Lohnsteuer Solidaritätszuschlag Kirchensteuer Höhe der Steuer Sozialversicherung Arbeitslosenversicherung Krankenversicherung Pflegeversicherung Beitragssatz Berechnungsgrundlage Arbeitgeberanteil Arbeitnehmeranteil Ohne Kinder: Mit Kindern: Rentenversicherung

4 Ausbildung und Beruf Beitrag 3 Die Gehaltsabrechnung 13 von 26 M 4 Abzüge vom Gehalt ein Gespräch zwischen zwei Arbeitnehmern Stefan und Christoph haben vor einem Jahr ihre Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker erfolgreich abgeschlossen. n der Berufsschule hatten sich beide kennengelernt und danach aus den Augen verloren. Zufällig treffen sie sich in der Stadt und verabreden sich für den nächsten Abend auf ein Bier in einer Kneipe. Stefan: Schön, dich mal wieder zu sehen, Christoph! Erzähl doch mal, wie geht es dir? Christoph: Eigentlich ganz gut, nur am Ende des Geldes ist bei mir immer noch so viel Monat übrig. Nachdem ich bei meinen Eltern ausgezogen bin und auf mein Auto natürlich auch nicht verzichten will, merke ich schon, wie wenig Geld ich eigentlich habe. So eine eigene Bude ist nicht billig. Nicht nur die Miete. Strom, Heizung, Wasser. Na ja, und was da sonst noch alles immer so anfällt. Stefan: Stimmt wohl. ch muss den Euro nun auch immer zweimal rumdrehen. Dabei habe ich mich am Anfang noch so gefreut Brutto würde ich nun bekommen, sagte mein Chef. Mensch, damit hätte ich gut leben können. Was landete nachher aber auf meinem Konto? Noch nicht mal Eine Frechheit ist das. ch dachte erst, da wäre denen ein Fehler unterlaufen. Nachdem ich aber meine Gehaltsabrechnung gesehen habe, konnte ich erkennen, dass ich Netto tatsächlich nicht mehr erhalte. Christoph: Mir erging es nicht anders! Kollegen haben mir dann mal erklärt, was da eigentlich alles genau von meinem Verdienst abgezogen wird Steuern und Versicherungen. Das ist mir nun schon einigermaßen klar. Nur würde ich trotz allem schon mal gern selbst nachrechnen können, ob das denn auch immer alles so stimmt, was da auf meiner Lohnabrechnung ausgerechnet wird. Stefan: Wäre ja in der Tat nicht schlecht, wenn man das mal besser nachvollziehen könnte. Dann weiß ich wenigstens, was wofür weggeht, auch wenn ich die Steuern für zu hoch halte. Christoph: Ja, weniger wäre mehr für mich zumindest. ch frage mal meinen Meister. Vielleicht hat der ja Zeit und geht mit mir mal meine Gehaltsabrechnung durch. Eventuell sind da ja doch Fehler drin und ich bekomme noch Geld zurück. Aufgaben 1. Lesen Sie das Gespräch. Denken Sie, dass die Gehaltsabrechnung von Stefan korrekt ist? 2. Miete, Strom, Heizung und Wasser. Nennen Sie weitere monatliche Fixkosten.

5 14 von 26 Die Gehaltsabrechnung Ausbildung und Beruf Beitrag 3 M 5 Vom Brutto zum Netto eine Rechenaufgabe zur Gehaltsabrechnung Christoph und Stefan vergleichen ihre Gehaltsabrechnungen. Sie haben alle Angaben auf einen Zettel geschrieben: Bruttogehalt + vermögenswirksame Leistungen = gesamtes Bruttogehalt Lohnsteuer Solidaritätszuschlag Kirchensteuer Arbeitslosenversicherung Krankenversicherung Pflegeversicherung Rentenversicherung = Nettogehalt vermögenswirksame Leistungen = Auszahlungsbetrag Christoph Stefan Hinweis: Die Bemessungsgrundlage für den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer ist die Lohnsteuer. Aufgaben 1. Erstellen Sie für Christoph und Stefan die Gehaltsabrechnung. Ergänzen Sie hierzu die Tabelle. Beachten Sie dabei, dass beide keine Kinder haben. 2. Vergleichen Sie die Bruttogehälter und die Auszahlungsbeträge der beiden Freunde. Wie erklären Sie sich die Unterschiede?

6 22 von 26 Die Gehaltsabrechnung Ausbildung und Beruf Beitrag 3 M 9 Abzüge vom Gehalt Vorschlag für eine Klausur 1. Aufgabe Steuern und deren Verwendung a) Definieren Sie den Begriff der Steuern. (1 Punkt) b) Geben Sie drei Beispiele zur Verwendung von Steuergeldern. (2 Punkte) c) Erklären Sie eines hrer aufgeführten Beispiele anhand einer Beobachtung aus hrem persönlichen Umfeld. (1 Punkt) 2. Aufgabe eine Gehaltsabrechnung erstellen Folgende Angaben zur Gehaltsabrechnung von Herrn Fleiß sind hnen bekannt: Bruttogehalt: Krankenversicherung: 7,9 % Lohnsteuersatz: 14,5 % Pflegeversicherung: 0,975 % Solidaritätszuschlag*: 5,5 % Kinderlosenzuschlag: 0,25 % Kirchensteuersatz*: 9 % Rentenversicherung: 9,95 % Arbeitslosenversicherung: 1,4 % Vermögenswirksame Leistungen: 20 * Berechnungsgrundlage: Lohnsteuer Erstellen Sie für Herrn Fleiß die Gehaltsabrechnung. Ergänzen Sie hierzu die folgende Tabelle. Hinweis: Herr Fleiß hat keine Kinder. (6 Punkte) Bruttogehalt + vermögenswirksame Leistungen = gesamtes Bruttogehalt Lohnsteuer Solidaritätszuschlag Kirchensteuer Arbeitslosenversicherung Krankenversicherung Pflegeversicherung Rentenversicherung = Nettogehalt vermögenswirksame Leistungen = Auszahlungsbetrag 3. Aufgabe die nflation und der Reallohn a) Erklären Sie den Begriff der nflation und nennen Sie ein Beispiel für ein Produkt, das der nflation unterliegt. (2 Punkte) b) Erklären Sie den Begriff Reallohn. (1 Punkt) c) Ergänzen Sie die prozentuale Veränderung des Reallohns in der Tabelle für jedes Jahr. (2 Punkte) Jahr Lohnsteigerung Lohnkürzung Preisänderung Reallohn % % % +4 % % 1 % % +1 % %

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