Voraussetzungen für einen optimalen Impferfolg. Dr. Martina Wolf-Reuter Praxis am Bergweg Lohne

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Voraussetzungen für einen optimalen Impferfolg. Dr. Martina Wolf-Reuter Praxis am Bergweg Lohne"

Transkript

1 Voraussetzungen für einen optimalen Impferfolg Dr. Martina Wolf-Reuter Praxis am Bergweg Lohne Einflussgrößen Putenaufzucht und Mast Genetik Elterntiere Brut Futter Immunprophylaxe Therapie- Optimierung Die Pute Hygienemaßnahmen Nahrungsergänzung Umwelt Keimdruck Tierumfeld Management 1

2 Voraussetzungen für einen optimalen Impferfolg Warum Impfen? Immunsystem und Impfung Impfstoffe Voraussetzungen für Impferfolg Applikation Impfkonzepte Fazit Warum Impfen? Vorbeugen ist besser als heilen - Gesundheitsprophylaxe statt Therapie Ausbildung einer aktiven Immunität gegen mögliche Erkrankungen Elterntiere - passive Immunität des Kükens in den ersten Lebenstagen bis Wochen Reduktion des Arzneimitteleinsatzes 2

3 Immunsystem und Impfung Komplexes aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen 1. Angeborene oder (Erreger-) Immunantwort 2. Adaptive oder (Erreger-) Immunantwort (Wirbeltiere) Immunsystem und Impfung zelluläre Abwehr Riesenfresszellen (Makrophagen) NK-Zelle (natürliche Killerzellen) Dendritische Zellen Phagozytose Antigenpräsentation T-Lymphozyten T-Helfer-Zellen Zytotoxische T-Zellen B-Lymphozyten Produktion von Zerstörung von infizierten Körperzellen Bildung von 3

4 Immunsystem und Impfung humorale Abwehr Antikörper = Immunglobuline Komplement Interleukin maßgeschneiderte Proteine (Eiweiße) Zerstören Fremdstoffe / Mikroorganismen Fördern die Entzündungsreaktion Lock- und Botenstoffe für Abwehrzellen Immunsystem und Impfung Immunreaktion Infektion Haftung des Erregers am Eintrittsort Zeitspanne zwischen Infektion und Krankheit = Inkubationszeit Auseinandersetzung mit Krankheitserreger = Immunreaktion Abhängig von Virulenz, Erregermenge, Immunitätslage a. Erkrankung Mit Auftreten von klinischen Erscheinungen b. Symptomlose Infektion oder Immunität 4

5 Immunsystem und Impfung Durch Kontakt mit vermehrungsfähigem oder totem Erregermaterial wird die Immunität des Tieres gegen einen speziellen Krankheitserreger aktiviert Bei einem Zweitkontakt (Boosterung) wird die Immunreaktion beschleunigt, d.h. Abwehrzellen und Antikörper werden schneller und vermehrt gebildet Nutzung des immunologischen Gedächtnisses!!! Verhindert nicht die Infektion mit einem Erreger!!! Schwächt oder verhindert aber die klinischen Auswirkungen der Erkrankung Immunsystem und Impfung Immunität Aktive Immunität Wird bei jedem Kontakt mit einem Krankheitserreger stimuliert Passive Immunität Von der Mutter weitergegebene Antikörper maternale Antikörper (Dottersack) 5

6 Impfstoffe Lebend-Impfstoffe Attenuierte = abgeschwächte lebende Erreger Einfache Anwendung Trinkwasser Spray Augentropfen Schnelle Immunreaktion Lokale und systemische Immunisierung als Erstimpfung (Priming) Aber Systemische Impfreaktion möglich Impfvirus kann in Herde zirkulieren und sich nach mehreren Passagen durch das Tier verändern! Gefahr: inhomogen geimpfte Herden Impfstoffe Tot-Impfstoffe Abgetötete Erreger oder deren Fragmente Adjuvans Trägerstoff + Stabilisator Verbessert die Immunantwort Aufwändiger in Applikation Nadelimpfung Systemische Immunisierung Sicherer und längerer Impfschutz als Zweitimpfung (Booster) 6

7 Impfstoffe stallspezifische Impfstoffe Aus den Problemkeimen des Betriebes Inaktivatimpfstoff ORT E.coli (Typen) Staph.aureus Bordetella avium Pasteurella multocida Riemerella anatipestifer MS Reo Influenza H9 (unter Auflagen!) Betriebsdatenbank Voraussetzungen für Impferfolg Gesundheitsstatus Immunkompetenz Fachgerechte Applikation Passendes Impfprogramm verbraucht Protein =mangelhafte Antikörperbildung Management bedingte Stressoren vermeiden 7

8 Voraussetzungen für Impferfolg Applikationsmethoden Trinkwasser Spray Eyedrop Injektion Trinkwasserimpfung Üblicherweise Lebendimpfstoffe! Lagerung, Behandlung, Wasserqualität, Wasserzusätze, Haltbarkeit in gelöster Form, Dauer der Anwendung.. Entscheiden über den Impferfolg, da Impfvirus dem Tier in LEBENDER Form zugeführt werden muß!!! 8

9 Trinkwasserimpfung Grundvoraussetzungen Nur gesunde Tiere impfen! Optimale Umweltbedingungen Klima... Am Morgen impfen! Trinkwasseraufnahme Sauberes Leitungssystem Vorlaufbehälter, Dosierer... 2 Tage vor Impfung keine Desinfektionsmittel! Tränkwasser = Trinkwasserqualität Saubere Gerätschaften, Eimer... Zur Tierzahl passende Menge Impfstoff! Trinkwasserimpfung Durchführung Tiere ca. 2 Stunden dursten lassen Tränken leer trinken bzw. leerlaufen lassen und Tränken hochziehen Gesamtwasserverbrauch ermitteln Außentemperatur beachten Trinkwassermenge für 2 Stunden berechnen Zusatz mit Farbstoff zur Stabilisierung in das Impfwasser Tränkenkontrolle am Ende des Wassersystems auf Farbstoff Impfkontrolle Tier Impfstofffläschchen unter Wasser öffnen Extra-Eimer sauberes kaltes Wasser Wasserlinien befüllen und auf Tierhöhe herunterfahren Impfvirus erreicht möglichst viele Tiere gleichzeitig Abschließend Vitamine Besonders Vit E und C mindern den Impfstress 9

10 Sprayimpfung Grundvoraussetzungen Nur gesunde Tiere impfen Tierärztliche Kontrolle Lebendimpfstoff Impfstofflösung ist innerhalb von 2 Std. zu verbrauchen Nur durch Fachpersonal durchführen Nicht bei hohen Außentemperaturen und möglichst früh am Tag impfen Sprühgeräte und Gefäße sauber und nur für Impfstoffe benutzen Wassermenge für Spraygerät anhand Tieralter und Tierzahl berechnen ca.500ml / 1000 Puten / 4W Besser - Testimpfung Sprayimpfung Durchführung Tröpfchengrösse Optimal µm bei Ausbringung Aufnahme über Augen, Nasenöffnung und Schnabel Kleine Tropfen gelangen tief in die Atemwege Gefahr von Impfreaktionen Gerät und verwendete Düsen für Tieralter, Stallgröße...auswählen 10

11 Sprayimpfung Durchführung Optimaler Abstand zum Tier Gleichmäßige Ausbringung Spraymenge pro Tier bzw. pro Minute Gruppieren der Tiere Lüftung/Luftbewegung drosseln Temperatur verringern Licht dimmen Erst 15 Minuten nach Impfung Stallparameter zurücksetzen Eyedrop-Impfung Lebendimpfstoff Pute: TRT Gute Immunität über Hadar`sche Drüse und Schleimhäute Eine Impfdosis / Tier Keine systemischen Impfreaktionen (Atemtrakt) Kann mit Nadelimpfung kombiniert werden 11

12 Nadelimpfung Allgemeines Nur gesunde Tiere impfen Kontrolle durch Tierarzt Üblicherweise Inaktivatvakzine Als kommerzieller Impfstoff Stallspezifisch aus den Problemkeimen des Betriebes Idealerweise Profis mit Impfband Zeitaufwand ca Tiere/Impfkraft/Std. Zeitdruck beim Treiben, Fangen, Impfen vermeiden Injektion in Nackenhaut oder Bürzel Einmalig oder doppelt im Abstand von 2-3 Wochen Applikationsmethoden Trinkwasser + + Spray Eyedrop Injektion Applikation Vakzine Anwendungsaufwand Anwendungsgenauigkeit Lebendimpfstoff Lebendimpfstoff Lebendimpfstoff Inaktivatimpfstoff

13 Impfprogramm Auswahl des Impfstoffes, des Zeitpunktes im Durchgang, der Applikationsart und evtl. Wiederholungsimpfungen Regelmäßige Diagnostik Betriebsrisiko erkennen Problemkeime sammeln Regionales Wissen Erregerspektrum und auftretende Typen Impfprogramm Einfach/Doppelimpfung 13

14 Fazit Viele Faktoren beeinflussen den Impferfolg. Neben Umweltbedingungen und Hygiene, ist eine sorgfältige Planung und fachgerechte Durchführung Voraussetzung für eine erfolgreiche Immunprophylaxe. Durch Immunkompetente Tiere und eine erhöhte Impfungsrate der Putenbestände, ist der Arzneimitteleinsatz weiter zu reduzieren. Danke für die Aufmerksamkeit 14

Keine Kompromisse bei der exakten Impfstoff- und Medikamentenapplikation

Keine Kompromisse bei der exakten Impfstoff- und Medikamentenapplikation Keine Kompromisse bei der exakten Impfstoff- und Medikamentenapplikation Was muss aus tierärztlicher Sicht beachtet werden? Angriffspunkte o Wasserqualität/ Hygiene o Verabreichung o Wahl des Medikaments/

Mehr

Unser Immunsystem. Antikörper und Impfung

Unser Immunsystem. Antikörper und Impfung Unser Immunsystem Antikörper und Impfung Allgemeine Definition Biolog. Abwehrsystem höherer Lebewesen, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert Komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen,

Mehr

Impfen wir zuviel? Dr. Ricarda Steinheuer Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH

Impfen wir zuviel? Dr. Ricarda Steinheuer Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH Impfen wir zuviel? Dr. Ricarda Steinheuer Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH Wie Wie oft oft wollen wollen Sie Sie denn denn noch noch impfen? impfen? Impfen Sie zuviel? Warum handelsüblich oder bestandsspezifisch?

Mehr

5. Österreichischer Junghennentag, Hatzendorf 06.11.2013

5. Österreichischer Junghennentag, Hatzendorf 06.11.2013 5. Österreichischer Junghennentag, Hatzendorf 06.11.2013 DIE IMPFPROPHYLAXE bei der Aufzucht österreichischer Junghennen zur Vermeidung von Behandlungen der Legehenne mit Antibiotika und Antiparasitika

Mehr

Nadellos intradermal Impfen mit IDAL die Zukunft der Impfung

Nadellos intradermal Impfen mit IDAL die Zukunft der Impfung Nadellos intradermal Impfen mit IDAL die Zukunft der Impfung Geschäftsbereich Nutztier Intervet Deutschland GmbH, ein Unternehmen der MSD Tiergesundheit Intradermal Impfen die Zukunft der Impfung Gliederung

Mehr

MS und Impfungen. DAS KLEINE IMPF-1x1. DAS KLEINE IMPF-1x1. Christian Lampl. Abteilung für Allgemeine Neurologie und Schmerzmedizin

MS und Impfungen. DAS KLEINE IMPF-1x1. DAS KLEINE IMPF-1x1. Christian Lampl. Abteilung für Allgemeine Neurologie und Schmerzmedizin MS und Impfungen Christian Lampl Abteilung für Allgemeine Neurologie und Schmerzmedizin DAS KLEINE IMPF-1x1 Impfungen stellen sehr wirksame und wichtige präventivmedizinische Maßnahmen dar. Das unmittelbare

Mehr

Immunologie. Schwein. Autoren: Dr. Gottfried Schoder Bildernachweis: Oö. TGD Fa. Boehringer teilweise unbekannt. Version August 2016

Immunologie. Schwein. Autoren: Dr. Gottfried Schoder Bildernachweis: Oö. TGD Fa. Boehringer teilweise unbekannt. Version August 2016 Immunologie Schwein Version August 2016 Autoren: Dr. Gottfried Schoder Bildernachweis: Oö. TGD Fa. Boehringer teilweise unbekannt 1 Infektionserreger Die Impfung ist eine vorbeugende Maßnahme gegen verschiedene

Mehr

Immunglobulin- Substitution und Impfungen. bei Patienten mit Immundefekten Dr. med. Johannes Schelling, KUNO Regensburg

Immunglobulin- Substitution und Impfungen. bei Patienten mit Immundefekten Dr. med. Johannes Schelling, KUNO Regensburg Immunglobulin- Substitution und Impfungen bei Patienten mit Immundefekten Dr. med. Johannes Schelling, KUNO Regensburg Einführung Historisches zur Immunglobulintherapie Physiologie des Immunsystems Immunglobulintherapie

Mehr

Wie Sie effektiv die Wirtschaftlichkeit Ihrer Zucht steigern können

Wie Sie effektiv die Wirtschaftlichkeit Ihrer Zucht steigern können Impfen gegen PRRS Wie Sie effektiv die Wirtschaftlichkeit Ihrer Zucht steigern können Warum sollten Sie gegen PRRS impfen? PRRS ist die Krankheit, die weltweit großen wirtschaftlichen Schaden in der Landwirtschaft

Mehr

Praktische Hinweise zur Durchführung von Trinkwasserimpfungen beim Wirtschaftsgeflügel 3. VORdenkerSymposium Saerbeck, den

Praktische Hinweise zur Durchführung von Trinkwasserimpfungen beim Wirtschaftsgeflügel 3. VORdenkerSymposium Saerbeck, den Praktische Hinweise zur Durchführung von Trinkwasserimpfungen beim Wirtschaftsgeflügel 3. VORdenkerSymposium Saerbeck, den 24.01.2018 Dr. Sigrid Spies Technische Managerin Geflügel Intervet Deutschland

Mehr

Was steht in meinem Impfpass?? - das Lexikon der immunologischen Zeichensprache

Was steht in meinem Impfpass?? - das Lexikon der immunologischen Zeichensprache IMPFUNGEN BEIM HUND Was steht in meinem Impfpass?? - das Lexikon der immunologischen Zeichensprache Parvovirose (CPV): P Staupe (CDV): S, D Hepatitis (CAV 1): H, A, A2 Leptospirose: L Zwingerhusten: A,

Mehr

Impfen/Entwurmen. Impfschema für Katzen Art der Impfung

Impfen/Entwurmen. Impfschema für Katzen Art der Impfung Impfen/Entwurmen Impfschema für Katzen Art der Impfung 8 10 Wochen 1.Impfung Katzenseuche/-schnupfen evtl. Blutentnahme für Leukose- Test und evtl. Leukose-Impfung 12 14 Wochen 2.Impfung Katzenseuche/-schnupfen

Mehr

Die Impfung des Hundes

Die Impfung des Hundes Sonderdruck 12 2009 Unser Rasse HUnd Die Impfung des Hundes Von Uwe Truyen Nachdruck aus Unser Rassehund, Heft 12, Dezember 2009, S. 22-27 2 Kynologie Aktuell Ein altes, aber immer aktuelles Thema: Die

Mehr

Vorteile und Gefahren von Impfungen für die Stillzeit. Thomas Ledig, Ditzingen

Vorteile und Gefahren von Impfungen für die Stillzeit. Thomas Ledig, Ditzingen Vorteile und Gefahren von Impfungen für die Stillzeit Thomas Ledig, Ditzingen Agenda Das Feld bereiten: Impfungen mütterliches vs. kindliches Immunsystem Vorteile des Impfens für die Stillzeit Aufbau maternaler

Mehr

aktive / passive Immunisierung

aktive / passive Immunisierung FS 2010 aktive / passive Immunisierung DTP-Impfstoff Michelle, Andrea 3Ma Überblick Wo befinden wir uns eigentlich? 10 000 Mia. Zellen Nerven-, Muskel-, Bindegewebsoder Blutzellen weißes BK (Leukozyt)

Mehr

Grundlagen der Infektabwehr

Grundlagen der Infektabwehr Grundlagen der Infektabwehr Angeborene Immunität innate immunity Erworbene Immunität aquired immunity zelluläre humorale zelluläre humorale Phagozyten Komplementsystem T-Zellen B-Zellen Neutrophile Granulozyten

Mehr

Impfung gegen Rindergrippe Immunologie mal ganz easy

Impfung gegen Rindergrippe Immunologie mal ganz easy Impfung gegen Rindergrippe Immunologie mal ganz easy Holger Thoms & Meik Becker 1 Gliederung 1. Krankheitskomplex Rindergrippe 2. Abwehrmechanismen des neugeborenen Kalbes 3. Zusammensetzung und Funktion

Mehr

Grundimmunisierung Kleintier: Impfen Sie noch oder schützen Sie schon?

Grundimmunisierung Kleintier: Impfen Sie noch oder schützen Sie schon? Bild: H.D.Volz Fotolia.com Grundimmunisierung Kleintier: Impfen Sie noch oder schützen Sie schon? 09.04.2016 Prof. Dr. Reinhard K. Straubinger, Ph.D. Lehrstuhl für Bakteriologie und Mykologie Veterinärwissenschaftliches

Mehr

Labortests für Ihre Gesundheit. Impfschutz 13

Labortests für Ihre Gesundheit. Impfschutz 13 Labortests für Ihre Gesundheit Impfschutz 13 01IPF Labortests für Ihre Gesundheit Impfschutz Ausreichende Krankheitsabwehr auf Reisen und zu Hause Mikroorganismen, Bakterien oder Viren, sind häufige Krankheitserreger.

Mehr

Umsichtige Immunprophylaxe in der Schweinehaltung. Richtig und sicher impfen Bilanz verbessern!

Umsichtige Immunprophylaxe in der Schweinehaltung. Richtig und sicher impfen Bilanz verbessern! Umsichtige Immunprophylaxe in der Schweinehaltung Richtig und sicher impfen Bilanz verbessern! 2 Immunprophylaxe in der Schweinehaltung Die Notwendigkeit von Impfungen ist unbestritten! Impfstoffe sind

Mehr

Rindergrippe Vorbeugen und Therapie. Carl-Christian Gelfert, Wien

Rindergrippe Vorbeugen und Therapie. Carl-Christian Gelfert, Wien Rindergrippe Vorbeugen und Therapie Carl-Christian Gelfert, Wien Warum bleibt die Rindergrippe? Die Erreger sind schon da Vorkommen von Bakterien im Atmungstrakt Warum bleibt die Rindergrippe? 1 8 3 2

Mehr

Hygiene Medical Advice Medizinische Beratung Dr. Helmut Pailer

Hygiene Medical Advice Medizinische Beratung Dr. Helmut Pailer Hygiene 2010-2011 Seminarleiter www.medical-advice.at Ärztlicher Dienst der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse +43664 4201946 Email: helmut.pailer@a1.net Unspezifische und Spezifische Abwehr DAS IMMUNSYSTEM

Mehr

Praktische Hinweise zur Durchführung von Trinkwasserimpfungen bei Mastputen

Praktische Hinweise zur Durchführung von Trinkwasserimpfungen bei Mastputen Insert your own image, dimension 8.27cm x 25.41cm or 3.25 in x 10 in or 1280px x 416px @ 128dpi resolution Praktische Hinweise zur Durchführung von Trinkwasserimpfungen bei Mastputen Fortbildung Eilers-Futtermittel

Mehr

Impfschutz im ersten Lebenshalbjahr

Impfschutz im ersten Lebenshalbjahr Quicklebendiger Start Impfschutz im ersten Lebenshalbjahr mit der neuen Empfehlung zur Rotavirus-Impfung Deutsches Grünes Kreuz e.v. Warum so früh impfen? Mamis Nestschutz hält nur kurz an, manchmal gibt

Mehr

Typhus, Cholera, Tuberkulose

Typhus, Cholera, Tuberkulose Typhus, Cholera, Tuberkulose Impfkurs des Instituts für Immunologie der UKK (Stefan Jenisch) Folgende Hinweise wurden 1892 den Menschen gegeben... Nur gekochtes Wasser trinken. Keine Menschenansammlungen

Mehr

GEBRAUCHSINFORMATION Eurican SHPPi2L Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension, für Hunde

GEBRAUCHSINFORMATION Eurican SHPPi2L Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension, für Hunde GEBRAUCHSINFORMATION Eurican SHPPi2L Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension, für Hunde 1. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS UND, WENN UNTERSCHIEDLICH,

Mehr

1. NAME UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND, WENN UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST

1. NAME UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND, WENN UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST GEBRAUCHSINFORMATION Nemovac Lyophilisat zur Herstellung einer Suspension durch Auflösen in Trinkwasser, zur Verabreichung oral und als Spray, für Hühner 1. NAME UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND,

Mehr

GEBRAUCHSINFORMATION

GEBRAUCHSINFORMATION GEBRAUCHSINFORMATION Equilis Tetanus-Vaccine Injektionssuspension für Pferde, Rinder, Schafe, Schweine und Hunde Name und Anschrift des Zulassungsinhabers und, wenn unterschiedlich, des Herstellers, der

Mehr

Das Immunsystem. I. Abwehr Infektionskrankheiten (Daniel R.) II. Ebola,, Aids (Christoph L.)

Das Immunsystem. I. Abwehr Infektionskrankheiten (Daniel R.) II. Ebola,, Aids (Christoph L.) Das Immunsystem I. Abwehr Infektionskrankheiten (Daniel R.) II. Ebola,, Aids (Christoph L.) III. Fehler im Abwehrsystem (Tobias) IV. Allergien (Daniel V.) V. Impfung (Holger) VI. Rhesusfaktor (Jens H.,

Mehr

Gallivac IB88, gefriergetrocknet, zur Verabreichung als Spray nach Auflösung, für Hühner

Gallivac IB88, gefriergetrocknet, zur Verabreichung als Spray nach Auflösung, für Hühner 1. BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS Gallivac IB88, gefriergetrocknet, zur Verabreichung als Spray nach Auflösung, für Hühner 2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG Jede Impfdosis enthält: Arzneilich

Mehr

Vor Infektionen schützen Basiswissen zum Impfen

Vor Infektionen schützen Basiswissen zum Impfen Vor Infektionen schützen Basiswissen zum Impfen Prof. Theo Dingermann, Frankfurt Vor Infektionen schützen Basiswissen zum Impfen Vorlesung WS 2009/10 Prof. Theo Dingermann, Frankfurt Herstellung von Impfstoffen

Mehr

Traditionelle und innovative Impfstoffentwicklung

Traditionelle und innovative Impfstoffentwicklung Traditionelle und innovative Impfstoffentwicklung Reingard.grabherr@boku.ac.at Traditionelle Impfstoffentwicklung Traditionelle Impfstoffentwicklung Louis Pasteur in his laboratory, painting by A. Edelfeldt

Mehr

1. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS UND, WENN UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS

1. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS UND, WENN UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS Gebrauchsinformation Eurican SHPPi2 Staupe-Adenovirusinfektion-Parvovirose-Parainfluenza Typ 2-Lebendimpfstoff, Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension, für Hunde 1. NAME

Mehr

Inhalt 1 Das Immunsystem Rezeptoren des Immunsystems

Inhalt 1 Das Immunsystem Rezeptoren des Immunsystems Inhalt 1 Das Immunsystem 1.1 Bedeutung des Immunsystems..................................... 1 1.2 Das Immunsystem unterscheidet zwischen körpereigen und körperfremd.................................................

Mehr

agr ar entwicklungs labor

agr ar entwicklungs labor agrar entwicklungs labor Analytik Pflanzenproduktion Tierw irtschaft Technisches Equipment Probleme sehen Lösungen finden. Innovative Ideen für die Landwirtschaft Das Immunsystem - ein Netzwerk aus Organen,

Mehr

Die impfung des Hundes

Die impfung des Hundes 22 Kynologie AKtUell Ein altes, aber immer aktuelles Thema: Die impfung des Hundes Von Uwe Truyen Schwer verlaufende Infektionskrankheiten sind beim Hund selten geworden, seuchenhafte Verläufe von Infektionskrankheiten

Mehr

Stoffe des Immunsystems (Zellprodukte, Zytokine)

Stoffe des Immunsystems (Zellprodukte, Zytokine) 31 Basophile Granulozyten sind noch seltener anzutreffen. Ihr Anteil beträgt nur 0,01 Prozent aller Leukozyten. Sie lassen sich mit basischen Farbstoffen färben. Auch sie sind gegen Parasiten und bei Allergien

Mehr

Impfungen bei Haustieren

Impfungen bei Haustieren Impfungen bei Haustieren Impfungen sind vorbeugende Maßnahmen, die mit zunehmender Mobilität der Tierhalter und deren Haustiere immer mehr an Bedeutung gewinnen. Unverzichtbar sind sie insbesondere in

Mehr

Impfstoffe gegen Viruskrankheiten. Impfstoffe gegen Viruskrankheiten. Virale Lebendimpfstoffe in Gebrauch. Lebendimpfstoff: Definition

Impfstoffe gegen Viruskrankheiten. Impfstoffe gegen Viruskrankheiten. Virale Lebendimpfstoffe in Gebrauch. Lebendimpfstoff: Definition Impfstoffe gegen Viruskrankheiten Impfstoffe gegen Viruskrankheiten Lebendimpfstoffe Prof. Dr. med. Christian Jassoy Institut für Virologie Universität Leipzig Rotavirus Papillomvirus Lebendimpfstoff:

Mehr

Prävention, was ist das? Zur Prävention gehören:

Prävention, was ist das? Zur Prävention gehören: Prävention, was ist das? Im engeren Sinne der Praxis-Hygiene verstehen wir unter Prävention vorbeugende Maßnahmen zur Verhinderung von Krankheiten. Zur Prävention gehören: Aufklärung über gesunde Lebensführung

Mehr

Impfungen bei Nutztieren

Impfungen bei Nutztieren Impfungen bei Nutztieren Hans- Joachim Schuberth Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover Impfen: altes empirisches Konzept 2500 v.d.z. China, Zermahlene, verkrustete Pocken 50% der geimpften Kinder

Mehr

Immunprophylaxe in der Schweinehaltung

Immunprophylaxe in der Schweinehaltung Immunprophylaxe in der Schweinehaltung Eine praktische Anleitung für Schweinehalter Mit Qualität geimpft Ist Impfen bei Schweinen wirklich nötig? Die Antwort ist ein klares Ja! Impfen ist neben ausreichender

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Einführung in die Immunbiologie. Das komplette Material finden Sie hier:

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Einführung in die Immunbiologie. Das komplette Material finden Sie hier: Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Einführung in die Immunbiologie Das komplette Material finden Sie hier: School-Scout.de S 2 M 2 Das Immunsystem eine Übersicht Das

Mehr

Ihr Start-Schuss für eine gesunde Herde

Ihr Start-Schuss für eine gesunde Herde Gefahrenquelle Circovirus: Jetzt bestimmen Sie das Rennen um eine profitable Schweineproduktion Ihr Start-Schuss für eine gesunde Herde 1 x impfen gegen frühe und späte PCV2-Erkrankungen Fragen Sie Ihren

Mehr

Praktische Hinweise zur Durchführung von Trinkwasserimpfungen bei Masthähnchen

Praktische Hinweise zur Durchführung von Trinkwasserimpfungen bei Masthähnchen Insert your own image, dimension 8.27cm x 25.41cm or 3.25 in x 10 in or 1280px x 416px @ 128dpi resolution Praktische Hinweise zur Durchführung von Trinkwasserimpfungen bei Masthähnchen Eilers Futtermittel:

Mehr

Wichtige Fragen und Antworten zu Grundlagen der Impfprophylaxe. Warum müssen Hunde und Katzen überhaupt noch geimpft werden?

Wichtige Fragen und Antworten zu Grundlagen der Impfprophylaxe. Warum müssen Hunde und Katzen überhaupt noch geimpft werden? Wichtige Fragen und Antworten zu Grundlagen der Impfprophylaxe Warum müssen Hunde und Katzen überhaupt noch geimpft werden? Zwar haben durch die Impfmaßnahmen der letzten Jahrzehnte diverse Infektionskrankheiten

Mehr

Schutzimpfungen für Desinfektoren. Manfred H. Wolff Institut für Mikrobiologie und Virologie Universität Witten/ Herdecke

Schutzimpfungen für Desinfektoren. Manfred H. Wolff Institut für Mikrobiologie und Virologie Universität Witten/ Herdecke Schutzimpfungen für Desinfektoren Manfred H. Wolff Institut für Mikrobiologie und Virologie Universität Witten/ Herdecke Historie Vor 2000 Jahren: Pocken (Indien- China) eingetrockneter Pustelinhalt Oral

Mehr

Das Immunprofil Starke Abwehr gesundes Leben

Das Immunprofil Starke Abwehr gesundes Leben 4 Das Immunprofil Starke Abwehr gesundes Leben Wie wichtig ist unser Immunsystem? Starke Abwehr gesundes Leben: Das Immunsystem ist unser wichtigstes Schutzschild, es hält uns gesund. Tag für Tag muss

Mehr

Immunologische Methoden und Enzymassays

Immunologische Methoden und Enzymassays Immunologische Methoden und Enzymassays 1. Antikörper (Ak) Aufbau, Struktur monoklonale und polyklonale Ak 2. Immunpräzipitation 3. Affinitätschromatographie 4. Immundetektion 5. Immunblot 6. Immunhistochemie

Mehr

Labortests für Ihre Gesundheit. Vorsorge-Impfungen bei Kindern 29

Labortests für Ihre Gesundheit. Vorsorge-Impfungen bei Kindern 29 Labortests für Ihre Gesundheit Vorsorge-Impfungen bei Kindern 29 01IPF Labortests für Ihre Gesundheit Vorsorge-Impfungen bei Kindern Schutz von Anfang an Kinder: Wenn sie das Licht der Welt erblicken,

Mehr

Herstellung und Selektion rekombinanter Antikörper

Herstellung und Selektion rekombinanter Antikörper Herstellung und Selektion rekombinanter Antikörper Für jeden Topf ein Deckel Sintox 16.04.2015 16.04.15 Sintox 1 Inhalte Begriffsklärungen Rekombinant Lymphozyten Antikörper und Antigene Somatische Hypermutation

Mehr

Adoptive Immuntherapie dendritische Zellen, Killerzellen, T-Zellen

Adoptive Immuntherapie dendritische Zellen, Killerzellen, T-Zellen Adoptive Immuntherapie dendritische Zellen, Killerzellen, T-Zellen Priv. Doz. Dr. med. Torsten Tonn Institut für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie Johann Wolfgang Goethe Universitätsklinikum Frankfurt

Mehr

Impfungen bei der Zuchtstute und beim Fohlen

Impfungen bei der Zuchtstute und beim Fohlen Vereinigung Schweizer Vollblutzüchter VSV Union Suisse des éleveurs de pur-sang USEP Swiss Thoroughbred Breeders Association STBA Impfungen bei der Zuchtstute und beim Fohlen Hanspeter Meier, Pferdeklinik

Mehr

Impfen von gestillten Frühgeborenen was ist wann nötig?

Impfen von gestillten Frühgeborenen was ist wann nötig? Impfen von gestillten Frühgeborenen was ist wann nötig? Dr. A. Bigl, Neonatologie, Unikinderklinik Leipzig Empfehlungen STIKO: Frühgeborene sollten unabhängig von ihrem Reifealter und ihrem aktuellen Gewicht

Mehr

eqiooki.de AIDS Seite 1 von 5 AIDS und HIV

eqiooki.de AIDS Seite 1 von 5 AIDS und HIV eqiooki.de AIDS Seite 1 von 5 AIDS und HIV Eigentlich möchte man fast meinen, AIDS sei kein Problem mehr, da man nur noch selten etwas in den Medien hört oder liest. Doch das ist ein absoluter Irrtum,

Mehr

Immunsuppressive Therapie nach Lebertransplantation. Familientag 23.08.2015 Bianca Hegen

Immunsuppressive Therapie nach Lebertransplantation. Familientag 23.08.2015 Bianca Hegen Immunsuppressive Therapie nach Lebertransplantation Familientag 23.08.2015 Bianca Hegen Überblick Was passiert nach der Transplantation? Wie funktioniert das Immunsystem? Wie wird einer Abstoßung vorgebeugt?

Mehr

Man kann die Fähigkeit des Körpers, körperfremde Strukturen (Antigene) abzuwehren in 2 Kategorien einteilen:

Man kann die Fähigkeit des Körpers, körperfremde Strukturen (Antigene) abzuwehren in 2 Kategorien einteilen: Immunbiologie 1 Zum Immunsystem gehören verschiedene Organe, hochspezialisierte Zellen und ein Gefäßsystem, die alle zusammenarbeiten, um den Körper von Infektionen zu befreien. Rechts sind die verschiedenen

Mehr

Impfen vor und während der Schwangerschaft sowie Konzepte bei unreifen Neugeborenen

Impfen vor und während der Schwangerschaft sowie Konzepte bei unreifen Neugeborenen Impfen vor und während der Schwangerschaft sowie Konzepte bei unreifen Neugeborenen Bad Honnef-Symposium PEG Königswinter, 22.03.2010 Markus Knuf Klinik für Kinder und Jugendliche HSK Wiesbaden Pädiatrische

Mehr

Krankheiten gibt es überall

Krankheiten gibt es überall Praxisstempel Krankheiten gibt es überall Ein Impfratgeber für Hundebesitzer 030975-D.Oktober 2014 (20.000) 113 Intervet Deutschland GmbH Feldstraße 1a D-85716 Unterschleißheim www.impfung-hund.de Impfen

Mehr

Optimaler Schutz für Küken in den ersten Lebenswochen Was können maternale Antikörper, in-ovo-impfung und Impfung am 1. Lebenstag leisten?

Optimaler Schutz für Küken in den ersten Lebenswochen Was können maternale Antikörper, in-ovo-impfung und Impfung am 1. Lebenstag leisten? LOHMANN TIERZUCHT The specialist for layer breeding Optimaler Schutz für Küken in den ersten Lebenswochen Was können maternale Antikörper, in-ovo-impfung und Impfung am 1. Lebenstag leisten? Dr. Matthias

Mehr

Pferdeimpfung im Fokus

Pferdeimpfung im Fokus Pferdeimpfung im Fokus Ist Impfen beim Pferd wirklich nötig? Die Antwort ist ein klares Ja! Impfen ist nach wie vor das effizienteste Mittel um Infektionskrankheiten, deren Erreger überall lauern, vorzubeugen.

Mehr

Leukose ist tödlich die Impfung schützt. Informationen zur Feline Leukämie

Leukose ist tödlich die Impfung schützt. Informationen zur Feline Leukämie Leukose ist tödlich die Impfung schützt. Informationen zur Feline Leukämie Jede wiederkehrende oder nicht heilende Erkrankung ist leukoseverdächtig. Liebe Tierhalterinnen, lieber Tierhalter Die Feline

Mehr

Was ist das Immunsystem?

Was ist das Immunsystem? 1 Def.: Was ist das Immunsystem? Abwehrsystem des Körpers, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert und anormale körpereigene Zellen abtötet. Krankheitserreger: Bakterien Viren Pilze Protozoen

Mehr

Kokzidiose Impfung bei Masthähnchen Dr. Isabelle Guillot. 01. Dezember 2010 Big Dutchman / Eilers Futtermühle

Kokzidiose Impfung bei Masthähnchen Dr. Isabelle Guillot. 01. Dezember 2010 Big Dutchman / Eilers Futtermühle Kokzidiose Impfung bei Masthähnchen Dr. Isabelle Guillot 01. Dezember 2010 Big Dutchman / Eilers Futtermühle Prinzip der Kokzidiose Impfung Die Kokzidiose Eine der weitverbreitesten Krankheiten des Geflügels

Mehr

Diagnostik und Impfungen

Diagnostik und Impfungen Grundlagen der Immunologie 5. Semester - Dienstags 11.15 Uhr Ruhr-Universität Bochum, HMA 20 Diagnostik und Impfungen Albrecht Bufe www.ruhr-uni-bochum.de/homeexpneu Immundiagnostik (Antikörper-/ Antigennachweis)

Mehr

Was genau passiert eigentlich bei einer Entzündungsreaktion?

Was genau passiert eigentlich bei einer Entzündungsreaktion? Immunantwort Bazillus und seine Geschwister haben es geschafft, durch eine offene Wunde in deinen Körper einzudringen. Die erste Verteidigungslinie haben sie also bereits überwunden. Im Körper warten aber

Mehr

System im Körper, das ihn vor Krankheiten schützt. Es zerstört deshalb fremde Substanzen, die in den Körper eindringen.

System im Körper, das ihn vor Krankheiten schützt. Es zerstört deshalb fremde Substanzen, die in den Körper eindringen. Bestandteile des Immunsystems Das Immunsystem des Menschen ist eines der wichtigsten Systeme des menschlichen Körpers, denn mit einem defekten Immunsystem führen viele Erkrankungen durch Keime unweigerlich

Mehr

Angeborene und erworbene Immunantwort

Angeborene und erworbene Immunantwort Molekulare Mechanismen der Pathogenese bei Infektionskrankheiten Angeborene und erworbene Immunantwort Hans-Georg Kräusslich Abteilung Virologie, Hygiene Institut INF 324, 4.OG http://www.virology-heidelberg.de

Mehr

Packungsbeilage Avinew TM GEBRAUCHSINFORMATION

Packungsbeilage Avinew TM GEBRAUCHSINFORMATION Packungsbeilage Avinew TM GEBRAUCHSINFORMATION 1. NAME UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND, WENN UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST Zulassungsinhaber

Mehr

Grundlagen der Immunologie

Grundlagen der Immunologie Grundlagen der Immunologie Lymphozyten reifen im Knochenmark (B-Lymphozyten) und im Thymus (T-Lymphozyten). Die Aktivierung antigenpräsentierender Zellen ( APC ), wie Makrophagen, dendritische Zellen und

Mehr

Hygiene. Lernfeld 3. Hygiene ist die Lehre von der Erhaltung und Förderung der Gesundheit. Definition des Wortes Hygiene

Hygiene. Lernfeld 3. Hygiene ist die Lehre von der Erhaltung und Förderung der Gesundheit. Definition des Wortes Hygiene Lernfeld 3 Hygiene Definition des Wortes Hygiene Hygiene ist die Lehre von der Erhaltung und Förderung der Gesundheit Definition des Wortes Gesundheit? Gesundheit ist der Zustand des völligen körperlichen,

Mehr

Impfungen dem Tierbesitzer erklären. ren. Was erwartet Sie heute? Vakzination. vmf-azubitag 2010 in Castrup-Rauxel. (c) Christoph Pahlitzsch 1

Impfungen dem Tierbesitzer erklären. ren. Was erwartet Sie heute? Vakzination. vmf-azubitag 2010 in Castrup-Rauxel. (c) Christoph Pahlitzsch 1 Impfungen dem Tierbesitzer erklären ren Impfschemata für f r Hunde, Katzen und Kaninchen Christoph Pahlitzsch prakt. Tierarzt & prakt. Betriebswirt (KA) Lehrer an der BBS Pottgraben in Osnabrück Was erwartet

Mehr

Was leistet die Körperzelle chemische Reaktionen pro Sekunde

Was leistet die Körperzelle chemische Reaktionen pro Sekunde Was leistet die Körperzelle 100.000 chemische Reaktionen pro Sekunde Unspezifisches, angeborenes Immunsystem: Makrophagen patrouillieren im Gewebe Makrophagen verschlingen Gewebsmüll, beseitigen krankmachende

Mehr

Impfungen unter Immunsuppression

Impfungen unter Immunsuppression Impfungen unter Immunsuppression Crohn und Colitis-Tag Vechta, den 29.09.2012 Impfungen unter Immunsuppression Immunsuppression bei - Angeborene Krankheiten - Erworbene Krankheiten - Therapieinduzierte

Mehr

Impfen Ja! Wieso? Erfolge des Impfprogramms 10 Erfolge des Impfprogramms 30.08.2015. Das schweizerische Impfprogramm

Impfen Ja! Wieso? Erfolge des Impfprogramms 10 Erfolge des Impfprogramms 30.08.2015. Das schweizerische Impfprogramm Impfen Ja! Wieso? QZ MPA vom 2. September 2015 Pascal Baschung, ÄrzteHaus Balsthal 1 Agenda Das schweizerische Impfprogramm Erfolge des Impfprogramms in der Schweiz Impfen was passiert? Fragen 2 Verfasst

Mehr

Kleiner Impfberater für Hundehalter

Kleiner Impfberater für Hundehalter Kleiner Impfberater für Hundehalter Für die meisten Tierbesitzer ist der jährliche Impftermin ein regelmäßiger Vorgang. Aber sind alle verabreichten Impfungen immer notwendig und sinnvoll? Die folgenden

Mehr

Inhalt. Inhalt. Einführung: Warum impfen wir?... 11. Teil I: Theoretische Grundlagen des Impfens... 12. 1 Die Bedeutung von Schutzimpfungen...

Inhalt. Inhalt. Einführung: Warum impfen wir?... 11. Teil I: Theoretische Grundlagen des Impfens... 12. 1 Die Bedeutung von Schutzimpfungen... Einführung: Warum impfen wir?....................................... 11 Teil I: Theoretische Grundlagen des Impfens.......................... 12 1 Die Bedeutung von Schutzimpfungen................................

Mehr

Junghennenaufzucht: Eine gute Kinderstube ist die Basis

Junghennenaufzucht: Eine gute Kinderstube ist die Basis Junghennenaufzucht: Eine gute Kinderstube ist die Basis Haus Düsse, 02.05.2011 Dietmar Fulhorst Tierarzt der Geflügelveterinärpraxis Delbrück Staatlic he Akkred itierungsstelle Hannover Schwerpunkte 1.

Mehr

Leptospirose, Zwingerhusten: Zwingerhusten,

Leptospirose, Zwingerhusten: Zwingerhusten, Aufstellung der auf dem Deutschen Markt erhältlichen Impfstoffe für Hunde. Das Problem. Momentan sind 53 (!!) verschiedene Impfstoffe für Hunde auf dem Markt erhältlich. Manche als Einzelimpfstoffe, manche

Mehr

Immunsystem: Organe, Gewebe, Zellen und Proteine, die Krankheitserreger bekämpfen. Infektionskrankheiten

Immunsystem: Organe, Gewebe, Zellen und Proteine, die Krankheitserreger bekämpfen. Infektionskrankheiten Immunsystem Immunsystem: Organe, Gewebe, Zellen und Proteine, die Krankheitserreger bekämpfen. Infektionskrankheiten Infektionskrankheiten: Krankheiten, die durchausgeläst werden, dass Mikroorganismen

Mehr

EINE INFORMATION FÜR MEDIZINISCHES PERSONAL.

EINE INFORMATION FÜR MEDIZINISCHES PERSONAL. Kommen Sie der Grippe zuvor. Schützen Sie sich und Ihre Patienten! Impfen und impfen lassen. Jedes Jahr. EINE INFORMATION FÜR MEDIZINISCHES PERSONAL. EINLEITUNG Eine Gefahr, die man nicht unterschätzen

Mehr

Ungebetener Besuch im Stall.

Ungebetener Besuch im Stall. Ungebetener Besuch im Stall. Ileitis unauffälliger und gefährlicher als ein Elefant. 4 von 5 Betrieben sind schon betroffen. www.ileitis.de Ileitis Die klinischen Verlaufsformen einer Ileitis-Infektion

Mehr

Kurzinhalt. Rink, Lothar Immunologie fr Einsteiger digitalisiert durch: IDS Basel Bern

Kurzinhalt. Rink, Lothar Immunologie fr Einsteiger digitalisiert durch: IDS Basel Bern Kurzinhalt Vorwort VII 1 Das Immunsystem: Eine Übersicht 1 2 Die lymphatischen Organe: Blutbildung und Konferenzzentren 19 3 Das angeborene Immunsystem 39 4 Antigenpräsentation 59 5 Die Immunantwort durch

Mehr

Physiologische Standortflora

Physiologische Standortflora Physiologische Standortflora Mikroorganismus Symbiose Makroorganismus Physiologische Standortflora Kolonisationsresistenz Störfaktoren Antibiotikatherapie Darmdekontamination Immunsuppression Hormonsubstitution

Mehr

Das gesunde Kalb. Muttertierimpfungen & gutes Kolostrum-Management. ... denn das Kalb ist die Grundlage für eine wirtschaftliche Rinderhaltung

Das gesunde Kalb. Muttertierimpfungen & gutes Kolostrum-Management. ... denn das Kalb ist die Grundlage für eine wirtschaftliche Rinderhaltung Das gesunde Kalb Muttertierimpfungen & gutes Kolostrum-Management Praxisstempel 149919-D. April 2015 (010)120 Urheberrechtlich geschützt Intervet International B.V., ein Tochterunternehmen der Merck &

Mehr

Schutzimpfungen für gesunde Kaninchen

Schutzimpfungen für gesunde Kaninchen Ständige Impfkommission empfiehlt Impfungen gegen Myxomatose, RHD u. Kaninchenschnupfen Schutzimpfungen für gesunde Kaninchen Die weite Verbreitung infektiöser Kaninchenerkrankungen wie Myxomatose, RHD

Mehr

GEBRAUCHSINFORMATION FÜR

GEBRAUCHSINFORMATION FÜR GEBRAUCHSINFORMATION FÜR CEVAC IBird, Lyophilisat zur Herstellung einer Suspension für Hühner 1. NAME/FIRMA UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND, WENN UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE

Mehr

Impfen. Wir haben ein Recht darauf! ÖGKJ. Fachärztin & Facharzt für Kinder & Jugendliche von 0-18 Jahren

Impfen. Wir haben ein Recht darauf! ÖGKJ. Fachärztin & Facharzt für Kinder & Jugendliche von 0-18 Jahren Impfen Wir haben ein Recht darauf! ÖGKJ ÖSTERREICHISCHE GESELLSCHAFT FÜR KINDER- UND JUGENDHEILKUNDE Fachärztin & Facharzt für Kinder & Jugendliche von 0-18 Jahren Warum impfen? Impfungen zählen zu den

Mehr

ALLERGIE. Erstellt von Dr. Hans-Martin Jäck Molekulare Immunologie Erlangen

ALLERGIE. Erstellt von Dr. Hans-Martin Jäck Molekulare Immunologie Erlangen ALLERGIE Erstellt von Dr. Hans-Martin Jäck Molekulare Immunologie Erlangen THEMEN Das Immunsystem ein kurzer Überblick Allergien (Heuschnupfen und Asthma) 2 ENTDECKUNG der Immunität Edward Jenner (1749-1823)

Mehr

T-Lymphozyten. T-Lymphozyten erkennen spezifisch nur zell- ständige Antigene (Proteine!) und greifen sie direkt an. verantwortlich.

T-Lymphozyten. T-Lymphozyten erkennen spezifisch nur zell- ständige Antigene (Proteine!) und greifen sie direkt an. verantwortlich. T-Lymphozyten T-Lymphozyten erkennen spezifisch nur zell- ständige Antigene (Proteine!) und greifen sie direkt an. Sie sind für die zellvermittelte Immunität verantwortlich. Antigenerkennung B Zellen erkennen

Mehr

Impfreaktionen (nicht nur) beim Deutschen Pinscher Von Andrea Kraft

Impfreaktionen (nicht nur) beim Deutschen Pinscher Von Andrea Kraft Impfreaktionen (nicht nur) beim Deutschen Pinscher Von Andrea Kraft www.stallwache.de Seit Beginn der Impfungen wird auch von Impfschäden berichtet und Kritik an Impfungen geübt. Impfstoffe sind Medikamente

Mehr

1. Welche Aussagen zum Immunsystem sind richtig?

1. Welche Aussagen zum Immunsystem sind richtig? 1. Welche Aussagen zum Immunsystem sind richtig? a) Das Immunsystem wehrt körperfremde Substanzen ab b) Die Elimination maligne entarteter Zellen gehört nicht zu den Aufgaben des Immunsystems c) Das Immunsystem

Mehr

GEBRAUCHSINFORMATION Vaxxitek HVT+IBD, Suspension und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension

GEBRAUCHSINFORMATION Vaxxitek HVT+IBD, Suspension und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension GEBRAUCHSINFORMATION Vaxxitek HVT+IBD, Suspension und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension 1. NAME UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND, WENN UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER

Mehr

Impfstrategien. für die Eingliederung von Jungsauen in bestehende Sauenbestände. Hirschaid, 17.12.2008 Dr. Stefan Gedecke Fachtierarzt für Schweine

Impfstrategien. für die Eingliederung von Jungsauen in bestehende Sauenbestände. Hirschaid, 17.12.2008 Dr. Stefan Gedecke Fachtierarzt für Schweine Impfstrategien für die Eingliederung von Jungsauen in bestehende Sauenbestände Hirschaid, 17.12.2008 Dr. Stefan Gedecke Fachtierarzt für Schweine Impfstrategien - Situation Situation Maststall Sauen Maststall

Mehr

OZONTHERAPIE BEI SSPE

OZONTHERAPIE BEI SSPE OZONTHERAPIE BEI SSPE Dr. Murat BAS OZON KLINIK - BURSA, Türkei Deutsche Übersetzung: R.Schönbohm 1 SSPE (subakut sklerosierende Panenzephalitis) ist eine seltene Komplikation der Masern. Sie gehört zu

Mehr

Impfen mit IDAL neue Möglichkeiten für die Praxis

Impfen mit IDAL neue Möglichkeiten für die Praxis Impfen mit IDAL neue Möglichkeiten für die Praxis Geschäftsbereich Nutztier Intervet Deutschland GmbH, ein Unternehmen der MSD Tiergesundheit MSD Tiergesundheit in Deutschland 2 MSD Tiergesundheit in Deutschland

Mehr

. Hintergrund Antikörper

. Hintergrund Antikörper 1. Hintergrund Antikörper Antikörper sind die körpereigene Abwehrtruppe des Menschen. Sie sind Eiweiße, die zwischen gefährlichen und ungefährlichen Fremdsubstanzen unterscheiden können und eine Immunantwort

Mehr

Vor Infektionen schützen

Vor Infektionen schützen Vor Infektionen schützen Basiswissen zum Impfen Vorlesung WS 2011/2012 Prof. Theo Dingermann, Frankfurt Impfung Immunisierung = prophylaktische Maßnahme. Impfung Immunisierung = prophylaktische Maßnahme.

Mehr

Wir stimmen mit Ihnen den Impftermin ab. Betr.: INFLUENZA Grippeimpfung. Hamburg, 01.08.2009. Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir stimmen mit Ihnen den Impftermin ab. Betr.: INFLUENZA Grippeimpfung. Hamburg, 01.08.2009. Sehr geehrte Damen und Herren, Betr.: INFLUENZA Grippeimpfung Hamburg, 01.08.2009 Sehr geehrte Damen und Herren, Krankheitsprävention ist in 2009 noch wichtiger als in den Jahren zuvor. Wir empfehlen daher auch in 2009 Ihre Mitarbeiter

Mehr