Market Update. Market Update: Weiteres Aufwärtspotenzial an den Aktienmärkten zu erwarten. Überblick

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1 Market Update Mitte März 2014 Market Update: Weiteres Aufwärtspotenzial an den Aktienmärkten zu erwarten Im Market Update dieses Monats geben wir einen kurzen Ausblick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, zeigen die aktuellen Trends an den Kapitalmärkten auf und erläutern unsere Erwartungen an die verschiedenen Anlageklassen in den kommenden Monaten. Im nächsten Monat geben wir dann ein Update zu den geopolitischen Risiken. Robert Parker Senior Adviser: Investment Strategy and Research Überblick Das US-Wachstum dürfte sich im zweiten Quartal auf annualisiert 3% erholen Unterstützt durch festere US-Daten im zweiten Quartal und die Überwindung der Rezession in der Eurozone sollten die globalen Aktienmärkte weiter steigen Die US-Treasury-Renditen dürften bis Anfang des dritten Quartals auf 3,3% zurückkehren Die Kreditspreads werden weiterhin stark mit den Aktienmärkten korrelieren Infolge des verbesserten US-Handelsbilanzdefizits, des Tapering in den USA und weiterer geldpolitischer Lockerungen der EZB dürfte der Euro bis zum dritten Quartal bei 1,25/1,30 notieren Die Edelmetallnachfrage dürfte angesichts des minimalen Risikos eines Zahlungsausfalls bei Staatsanleihen oder Banken kaum zunehmen Gesamtwirtschaft Ausblick In den USA dürfte das reale BIP-Wachstum im ersten Quartal 2014 annualisiert auf rund 2% zurückgehen, zum Teil aufgrund wetterbedingter Faktoren, aber auch als Reaktion auf den Lagerbestandsaufbau im zweiten Halbjahr Im zweiten Quartal sollte sich das annualisierte Wachstum jedoch wieder auf 3% erholen, hauptsächlich dank höherer Konsum- und Investitionsausgaben. Die Exporte dürften ebenfalls wieder nach oben drehen. Da die schwachen Daten höchstwahrscheinlich nur eine vorübergehende Erscheinung waren, sollte die quantitative Lockerung weiter um USD 10 Mrd. pro Monat reduziert werden und im zweiten Quartal im Durchschnitt weniger als USD 40 Mrd. pro Monat betragen. Ende des dritten Quartals sollte die quantitative Lockerung dann beendet werden, und Anfang 2015 dürfte die US-Notenbank (Fed) dann erstmals eine Anhebung ihres Leitzinses, der Federal Funds Rate, andeuten. In Deutschland steuert das Wachstum auf eine Jahresrate von 2% im zweiten Quartal 2014 zu, während sich das Wachstum in Spanien und Italien bis zum dritten Quartal auf über 1% im Vorjahresvergleich erholen sollte. Aufgrund der Änderung der Geldpolitik besteht jetzt die Möglichkeit, dass sich das Wachstum in Frankreich erholt und nach +0,8% im Vorjahresvergleich im vierten Quartal 2013 auf 1,5% im zweiten Halbjahr 2014 anzieht. Die Inflationsrate der Eurozone wird im Jahr 2014 weiterhin bei knapp 1% zum Vorjahr liegen, und angesichts der Besorgnis der Europäischen Zentralbank (EZB) über die schleppende Kreditvergabe in Südeuropa wird die Geldpolitik weiterhin expansiv bleiben. Es ist sogar möglich, dass die längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (LTRO) wieder aufgenommen werden, um die Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen zu fördern, oder dass Bankeinlagen bei der EZB negativ verzinst werden. Das japanische Wachstum könnte im zweiten Quartal 2014 negativ werden, wenn der Konsum infolge der höheren Umsatzsteuer zurückgeht. Dank der Schwäche des japanischen Yen, der Wahrscheinlichkeit, dass der Konsum durch die Annäherung der Inflationsrate an die 2%-Marke gestärkt wird, der niedrigen Arbeitslosenquote, weiterer staatlicher Konjunkturimpulse und des fortgesetzten quantitativen Lockerungsprogramms der Bank of Japan (BoJ) sollte das Wachstum im zweiten Halbjahr 2014 jedoch über 2% im Vorjahresvergleich liegen. Zukünftige Renditeangaben und Finanzmarktszenarien sind kein verlässlicher Indikator für laufende und zukünftige Ergebnisse. Die Performance-Angaben berücksichtigen die bei der Ausgabe und der Rücknahme erhobenen Kommissionen und Kosten nicht. 1/6

2 Für die chinesische Zentralbank (PBoC) und das chinesische Finanzministerium hat die Neutralisierung des Schattenbankproblems höchste Priorität. Die strategischen Massnahmen werden darauf abzielen, das Wachstum der nicht von Banken vergebenen Kredite zu bremsen und sicherzustellen, dass notleidende Kredite auf Zweckgesellschaften übertragen werden, wobei die Anleger gezwungen werden, langfristige Abschreibungen oder Restrukturierungen der Kredite in Kauf zu nehmen. Kurzfristig dürfte das chinesische Wachstum, gestärkt durch den Konsum und Investitionen, um über 7,5% im Vorjahresvergleich steigen. Auf Sicht von zwei bis drei Jahren ist jedoch mit einem Wachstum von weniger als 5% pro Jahr zu rechnen. Vorausgesetzt, dass die neue indische Regierung eine vernünftige Wirtschaftspolitik verfolgt, sollte sich das Wachstum in Indien wieder auf 5 bis 5,5% verbessern und dabei vom Binnenkonsum und von Infrastrukturausgaben unterstützt werden. Die indische Inflation sollte leicht zurückgehen. In Russland und Brasilien dürfte das Wachstum Mühe haben, über 2% zu steigen. Die brasilianischen Exporte werden jedoch vom unterbewerteten brasilianischen Real profitieren, und der Konsum sollte anziehen, da er durch das Lohnwachstum und die niedrige Arbeitslosenquote unterstützt wird. In Russland wird das Wirtschaftswachstum stark von den Energiepreisen und vom Volumen der Kapitalabflüsse beeinflusst. Im Nahen Osten hat sich das geopolitische Risiko für die Märkte dank der Verhandlungen mit dem Iran verbessert. Eine Verschlechterung der Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine könnte die Märkte jedoch erneut belasten. Das Basisszenario beruht auf der Annahme, dass eine offene Invasion der Ukraine durch Russland unwahrscheinlich ist, die Ukraine einem Krim-Referendum zugunsten einer Rückgabe an Russland nichts entgegenzusetzen hat, die von Russland inspirierten Unruhen in der Ostukraine anhalten und westliche Sanktionen gegen Russland wirkungslos bleiben. Die Auswirkungen auf die Kapitalmärkte werden in den nächsten ein bis drei Monaten höchstwahrscheinlich abnehmen. In einigen anderen Ländern wird die Binnenwirtschaft durch soziale Unruhen beeinträchtigt. Es wird jedoch angenommen, dass eine technokratische Regierung in Thailand ein erneutes Wachstum ermöglichen wird. Allerdings besteht die Gefahr, dass weitere Störungen in der Türkei, Venezuela, Nigeria und Südafrika die Wirtschaft in diesen Ländern belasten. Aktienmärkte Wichtige Entwicklungen In der zweiten Februarhälfte verbesserten sich die globalen Aktienmärkte etwas. Anfang März traten sie jedoch auf der Stelle. Der S&P ist seit Jahresbeginn leicht, um 1,4%, gestiegen, während sich der Rückgang des Nikkei auf 7% verringert hat. Die europäischen Märkte tendierten weitgehend seitwärts. Der EuroStoxx gab um 0,6% nach, während der italienische Aktienmarkt kräftig, um 9%, zulegte. Die Märkte der Euro-Länder in Rettungsprogrammen entwickelten sich besonders gut: Portugal stieg um 12%, Irland um 11% und Griechenland um über 15% (alle Angaben seit Jahresbeginn). Unter den Schwellenländern konnten sich die Märkte in Asien leicht erholen. Der Shanghai Composite liegt mittlerweile nur noch mit 5% im Minus, der Sensex hat knapp 4% zugelegt, und der indonesische Markt ist um über 9% gestiegen. Die Märkte in Zentraleuropa drehten aufgrund der Probleme in der Ukraine nach unten. Polen musste seine vorhergehenden Gewinne wieder abgeben, während der russische Markt unter Druck geriet, sodass der Micex um 11% fiel. In Lateinamerika stehen die Märkte ebenfalls weiter unter Druck: Mexiko verlor 9% und Brasilien 12% (alle Angaben seit Jahresbeginn). Obwohl die Bewertungen nicht günstig sind, werden die Aktienmärkte durch die Trendverbesserung bei den Unternehmensgewinnen unterstützt. Die entscheidenden Fragen in Bezug auf die Aktienmärkte lauten: Können die Eurozone und die mit ihr verbundenen Märkte andere Regionen übertreffen? Werden sich die USA und Japan weiterhin schwächer entwickeln? Wann wird sich der Trend in den Schwellenländern verbessern? Werden zyklische Sektoren besser abschneiden als defensive? Werden sich Aktien mit hohen Dividenden überdurchschnittlich gut entwickeln? Werden Small Caps und Mid Caps Large Caps übertreffen? Aktienmärkte Ausblick Die Prognose eines weiteren Anstiegs der globalen Aktienmärkte stützt sich auf verbesserte US-Daten im zweiten Quartal 2014, die Überwindung der Rezession in der Eurozone (da das Wachstum in Deutschland annualisiert 2% übersteigt) und die Lösung der Probleme mit dem chinesischen Schattenbanksystem bei einem weiteren Wachstum von 7,5%. Es ist zu beachten, dass das chinesische Kreditwachstum ausserhalb des Bankensystems im bisherigen Verlauf des Jahres 2014 rückläufig war, da die PBoC das Schattenbankwesen eindämmt. Die Reduzierung der Wertpapierkäufe der Fed (Tapering) wird die Aktienmärkte nicht gefährden, und die EZB und die BoJ werden weiterhin eine expansive Geldpolitik verfolgen. Darüber hinaus sind die Geld- und Anleihenmärkte im Vergleich zu den 2/6

3 Aktienmärkten unattraktiv, wozu auch die engen Kreditspreads beitragen. Darüber hinaus sind die Bewertungen zwar nicht günstig, doch die Märkte werden auch durch die Trendverbesserung bei den Unternehmensgewinnen unterstützt. Somit werden die Kursgewinne globaler Aktien wegen der fehlenden Höherbewertung im Jahr 2014 zwar unter 10% liegen, doch das Abwärtsrisiko ist begrenzt (vorausgesetzt, dass keine weiteren geopolitischen Schocks eintreten). Im ersten Halbjahr 2014 dürfte die Outperformance von Europa angeführt werden, vor allem durch Nichtkernmärkte und bestimmte Schwellenländer mit geringen Risiken, insbesondere in Asien und Zentraleuropa. Erneute Turbulenzen an den Kapitalmärkten der Eurozone sind unwahrscheinlich die Spreads von 10-jährigen italienischen und spanischen Anleihen dürften unter 200 Bp bleiben. Der US-Markt dürfte infolge der hohen Bewertungen und der Wahrscheinlichkeit, dass das Tapering das Aufwärtspotenzial begrenzt, vergleichsweise schwächer abschneiden. Am japanischen Markt könnte jedoch nach dem bisherigen Rückgang durch Gewinnmitnahmen in diesem Jahr eine Bodenbildung eingesetzt haben. Die Auswirkungen der Entwicklungen auf der Krim bzw. in der Ukraine stellen eine Kaufgelegenheit für Zentraleuropa und Deutschland dar. Zyklische Sektoren und vor allem IT- und Industrie- bzw. Investitionsgüterwerte dürften den Markt übertreffen, während defensive Sektoren, wie Versorgung, Telekommunikation und Basiskonsumgüter, im Vergleich zu Zyklikern teuer und unvorteilhaft bewertet sind. Die Rally der Finanzwerte hat jetzt allerdings nur noch begrenztes Aufwärtspotenzial. Für einen Einstieg an risikoreicheren Schwellenmärkten ist es jedoch noch zu früh, obwohl ein Nachkauf in China zu günstigeren Kursen mittlerweile eine attraktive Option zu sein scheint. Anleihenmärkte Wichtige Fragen Mit Renditen unter 2,8% bewegen sich 10-jährige US-Treasuries in der Mitte ihrer Spanne seit Jahresbeginn. Wie anfällig sind die Renditen für einen Marktrückschlag? Alle Renditen der Eurozone liegen nahe an ihren bisherigen Tiefstwerten in diesem Jahr. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen liegt zum Beispiel unter 1,65%. Geben diese Renditen die Deflationsängste in der Eurozone korrekt wieder? Die Renditeaufschläge (Spreads) italienischer und spanischer Anleihen gegenüber Bundesanleihen betragen weniger als 180 Basispunkte (Bp). Sind die Verbesserungen in den bisherigen Problemländern bei diesen Niveaus korrekt eskomptiert? Werden die Renditen 10-jähriger japanischer Staatsanleihen (JGBs) unter 65 Bp dem quantitativen Lockerungs programm der BoJ gerecht, und geben die Renditen den Anstieg der japanischen Inflation korrekt wieder? Die Spreads von Schwellenländeranleihen in US-Dollar (CDX EM) waren im letzten Monat mit rund 310 Bp weitgehend stabil. Hat der Verkaufsdruck auf Schwellenländeranleihen jetzt nachgelassen, und ist eine erneute Verengung der Spreads möglich? Bei den Lokalwährungsanleihen liessen die Bewegungen der Renditen kein klares Thema erkennen. In einigen Ländern mit Leistungsbilanz- und/oder Kapitalbilanzproblemen sind die Renditen erhöht so liegen die Renditen 10-jähriger Anleihen in Indien bei 8,8%, in der Türkei bei 10,5%, in Südafrika bei 8,5% und in Russland bei 8,7%. Die geopolitischen Risiken im Zusammenhang mit der Ukraine und Russland hatten eine Verkaufswelle an den Märkten Zentral- und Osteuropas (CEE) zur Folge. Einige Märkte, die bisher unter Druck standen, konnten sich jedoch im Februar bzw. Anfang März stark verbessern, sodass die Renditen in Brasilien (13,0%), Indonesien (7,9%) und Mexiko (6,3%) nahe an oder auf den Tiefstwerten dieses Jahres liegen. Gibt es an den Märkten für High-Yield-Anleihen aus Schwellenländern immer noch Kaufgelegenheiten? Der Markt für Unternehmensanleihen ist weiter gestiegen, sodass die Spreads von Investment-Grade-Anleihen in US-Dollar (CDX IG) von 75 Bp, dem Höchstwert in diesem Jahr, auf 64 Bp gesunken sind. Kann dieses niedrige Spreadniveau gehalten werden? Am High-Yield-Markt nähert sich der Spread mit 320 Bp (CDX HY) ebenfalls dem Tiefstwert des Jahres wie gross ist das Risiko einer Kehrtwende? Anleihenmärkte Ausblick Da sich die US-Konjunkturdaten im zweiten Quartal verbessern, das Wachstum wieder auf 3% anziehen dürfte und die Fed das Tempo des Tapering beibehält, ist der Spielraum für einen weiteren Rückgang der US-Treasury-Renditen minimal, und die 10-jährigen Renditen sollten bis Anfang des dritten Quartals wieder auf 3,3% zurückgehen. Die Renditen 10-jähriger Bundesanleihen dürften bei 2,1% liegen und 10-jährige JGB-Renditen bei 90 Bp. Weitere negative Faktoren sind der mangelnde Kaufdruck am Markt für US-Treasuries, da Staatsfonds ihre Bestände reduzieren. Am JGB-Markt könnten Privatanleger und institutionelle Investoren den Verkaufsdruck erhöhen, wenn die Inflation über 2% steigt. Der Aufwärtstrend bei den Renditen wird jedoch sehr moderat sein, da in Europa keine Inflation zu beobachten ist, während der JGB-Markt durch Käufe der BoJ unterstützt wird, die Inflation in den USA nach wie vor niedrig ist, die Geldpolitik in Europa und Japan weiterhin expansiv bleibt und anzunehmen ist, dass die US-Leitzinsen nur sehr langsam angehoben werden. Im Basisszenario liegt die Federal Funds Rate Ende 2015 bei 75 bis 100 Bp. 3/6

4 Es gibt keinen Grund, erneute Turbulenzen an den Kapitalmärkten der Eurozone zu prognostizieren: Die Spreads von 10-jährigen italienischen und spanischen Anleihen gegenüber Bundesanleihen dürften unter 200 Bp bleiben, während der Abwärtsdruck auf irische, portugiesische und griechische Renditen anhalten dürfte. Die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen portugiesischen und deutschen Staatsanleihen könnte auf weniger als 250 Bp sinken, während der Renditeaufschlag 10-jähriger irischer Anleihen weiterhin bei etwa 140 Bp liegen dürfte und sich die griechischen Spreads auf 450 Bp verringern könnten. Andere Staatsanleihenmärkte von Industrieländern werden stark mit den Märkten für US-Treasuries und Bundesanleihen korrelieren. Die Kreditspreads werden weiterhin stark mit den Aktienmärkten korrelieren, und vorausgesetzt, dass die Aktienmärkte leicht, aber unstet steigen, werden die Kreditrisikoprämien niedrig bleiben: Die Spreads von Investment-Grade-Anleihen in US-Dollar könnten bei rund 60 Bp liegen, während die Spreads von High-Yield-Anleihen die Marke von 300 Bp testen könnten. Bei den Schwellenländeranleihen dürften die Spreads von USD- Papieren die Marke von 300 Bp testen, und der Verkaufsdruck dürfte sich reduzieren. In Ländern mit hoher Staatsverschuldung und Leistungsbilanzdefiziten bzw. gestörten Kapitalflüssen oder schlechter Wirtschaftspolitik dürfte der Druck auf USD- und Lokalwährungsanleihen jedoch weiter anhalten. Anleger, die sich auf Anleihen aus Asien, Zentral europa oder Lateinamerika (ohne Argentinien, Venezuela und Ecuador) konzentrieren, gehen ein geringeres Risiko ein. Devisenmärkte Wichtige Fragen Seit Anfang 2014 bewegt sich der Euro in einer engen Spanne von 1,35 bis 1,39 gegenüber dem US-Dollar. Kann diese geringe Volatilität gehalten werden, und wird die EZB gegen das relativ hohe Niveau des Euros protestieren? Im Februar/Anfang März stabilisierte sich der japanische Yen zwischen 101 und 104 je US-Dollar, obwohl die meisten Markt teilnehmer überzeugt waren, dass er auf 110 sinken würde. Ist der Abwertungstrend des japanischen Yen damit durchbrochen? Das britische Pfund ist gegenüber dem US-Dollar auf knapp 1,67 gestiegen, da der Markt mit einer Rücknahme der quantitativen Lockerung der Bank of England rechnete. Ist diese Stärke gerechtfertigt? Die Rohstoffwährungen, insbesondere der australische und der kanadische Dollar, haben sich nicht erholt. Der australische notiert bei 0,90 und der kanadische Dollar bei 1,11 je US-Dollar. Sind diese Währungen jetzt unter bewertet, und stellen diese Kurse eine Kaufgelegenheit dar? Unter den Schwellenländerwährungen ist der Renminbi auf rund 6,18 zurückgegangen. Ist dies der Beginn eines Abschwächungs trends? Im Gegensatz dazu haben sich andere asiatische Währungen stabilisiert: Die indische Rupie notiert bei 61 und die indonesische Rupiah bei knapp Haben sich diese Währungen nach dem starken Abwertungsdruck jetzt stabilisiert? In Lateinamerika hat sich der mexikanische Peso bei rund 13,2 eingependelt, während sich der brasilianische Real auf 2,35 erholte. Werden diese Währungen weiter an Stärke gewinnen? Der südafrikanische Rand hielt sich über 11 und die türkische Lira über 2,25. Sind diese beiden Währungen immer noch anfällig für weiteren Verkaufsdruck? Devisenmärkte Ausblick Gründe für den Anstieg des Euros auf 1,39 waren die Höhe des deutschen Leistungsbilanzüberschusses von über 7% des BIP, die Beseitigung der Leistungsbilanzdefizite in den Problem ländern, die anhaltenden Kapitalflüsse im Bankensystem, da europäische Banken ihre Schulden reduzieren und/oder Vermögenswerte ausserhalb der Eurozone verkaufen, Kapital zuflüsse in europäische Aktien und die Einschätzung der Anleger, dass der russische Staatsfonds infolge der Krim- Krise US-Dollar verkaufen könnte. Angesichts der Verbesserung des US-Handelsbilanzdefizits, der fortgesetzten Reduzierung der Wertpapierkäufe der Fed, der weiteren Lockerung der Geldpolitik der EZB und der Besorgnis der EZB über die Stärke des Euros ist es nach wie vor angemessen, einen EUR-Kurs von 1,25 bis 1,30 bis zum dritten Quartal 2014 zu prognostizierten. Das britische Pfund, das durch die Erwartung einer Beendigung der quantitativen Lockerung in Grossbritannien unterstützt wird, dürfte weiter steigen und die Marke von 0,80 gegenüber dem Euro testen, während der Schweizer Franken die Wechselkursuntergrenze der Schweizerischen Nationalbank bei 1,20 testen könnte. Der Leistungsbilanzüberschuss der Schweiz ist mittlerweile auf rund 13% des BIP angewachsen. Die Rohstoffwährungen sind überverkauft, und das weitere Abwärtspotenzial vom Niveau von 0,89 beim australischen Dollar bzw. 1,11 beim kanadischen Dollar ist begrenzt. Die Long-Positionen der Anleger wurden mittlerweile grösstenteils glattgestellt. Die Zinsdifferenzen sollten zu einer weiteren Erholung des brasilianischen Real auf 2,30 und der indischen Rupie auf 60 führen, während sich die türkische Lira bei 2,25 halten dürfte. Eine Abwertung des Renminbi unter 6,20 ist recht unwahrscheinlich. Rohstoffe Wichtige Entwicklungen Die Rohstoffpreise entwickelten sich seit Jahresbeginn wieder besser. Alle Edelmetalle stiegen, Gold kletterte um 12%. Die Preise der meisten Soft Commodities erholten sich ebenfalls. Mais legte um 14% zu. Mit Ausnahme von Erdgas tendierten die Energiepreise weitgehend seitwärts. Brent-Rohöl gab um 2,5% nach, während sich der Anstieg des Erdgaspreises an der Nymex auf +10% verringerte. Industriemetalle befinden sich weiterhin im Abwärtstrend. Kupfer büsste seit Jahresbeginn rund 8% ein. Die entscheidenden Fragen in Bezug auf die Rohstoffe lauten: Werden die Energiepreise sinken, wenn das Wetter in der nördlichen Hemisphäre milder wird und sich die Angebotslage verbessert? Sind Industriemetalle unterbewertet, und setzt eine Bodenbildung ein? Ist die Rally der Soft Commodities mittlerweile über das Ziel hinausgeschossen? 4/6

5 Rohstoffmärkte Ausblick An den Rohstoffmärkten dürften die Energiepreise etwas zurückgehen, sodass Brent-Rohöl bis zum dritten Quartal 2014 bei USD 95 je Barrel notieren wird. Dank der zunehmenden Schieferproduktion in den USA, der möglichen Entwicklung der Schieferförderung in Lateinamerika und Europa, des erhöhten Angebots in West- und Ostafrika und der erhöhten Produktion im Iran nach der Lockerung der Sanktionen dürfte das Angebot zunehmen. Die Nachfrage wird zwar durch die Erholung der Weltwirtschaft unterstützt, andererseits aber durch die immer grössere Effizienz in der Auto industrie und den Umstieg auf Hybrid- und Elektroautos gedämpft. Kupfer ist bei einem Preis von unter USD 6500 je Tonne mittlerweile unterbewertet, doch die Lagerbestände in China müssen weiter reduziert werden. Unterstützende Faktoren sind der Rückgang der Bestände in den Lagerhäusern der London Metal Exchange um über 50%, während das chinesische Wirtschaftswachstum von 7,5% zur Bodenbildung der Nachfrage beitragen dürfte. Bei den Edelmetallen ist ein stärkerer Nachfragetrend unwahrscheinlich, denn das Ausfallrisiko von Staaten und Banken ist minimal, und das Inflationsrisiko bleibt gering. In diesem Zusammenhang ist auch zu beachten, dass das Ukraine-Russland-Problem nicht zu einer Flucht in Qualität bzw. zu einem starken Anstieg des Goldpreises führte. Die jüngste, durch Deckungskäufe ausgelöste Rally dürfte wieder umkehren, sodass bis Mitte 2014 ein Preis von USD 1200 je Unze erwartet wird. Die Rally bei den Soft Commodities erscheint mittlerweile etwas überzogen. So ist der Kaffeepreis (ICE) zum Beispiel seit Jahresbeginn um 82% gestiegen. 5/6

6 Erstellt durch Marketing AM Core Investments Datenquelle: Credit Suisse CH/G/ Dieses Dokument wurde von der Division Private Banking & Wealth Management von Credit Suisse («Credit Suisse») und nicht von der Research- Abteilung von Credit Suisse erstellt. Es stellt weder Anlageresearch noch eine Research-Empfehlung zu regulatorischen Zwecken dar, da es nicht Ergebnis einer substanziellen Recherche oder Analyse ist. Dieses Dokument dient ausschliesslich zur Information und Veranschaulichung sowie zur Nutzung durch den Empfänger. Es stellt weder eine Aufforderung noch ein Angebot zur Zeichnung oder zum Erwerb der darin erwähnten Produkte und Dienstleistungen dar. Bei den darin enthaltenen Informationen handelt es sich lediglich um allgemeine Marktkommentare und in keiner Weise um regulierte Finanzberatung bzw. Rechts-, Steuer- oder andere regulierte Finanzdienstleistungen. Den finanziellen Zielen, Verhältnissen und Bedürfnissen einzelner Personen wird keine Rechnung getragen. Diese müssen indes berücksichtigt werden, bevor eine Anlageentscheidung getroffen wird. Die hierin enthaltenen Informationen sind nicht ausreichend, um eine Anlageentscheidung zu treffen, und stellen keine persönliche Empfehlung oder Anlageberatung dar. Sie bringen lediglich die Einschätzungen und Meinungen der betreffenden einzelnen Mitarbeiter von Asset Management zum Zeitpunkt der Erstellung des Dokuments zum Ausdruck und beziehen sich nicht auf das Datum, an dem der Leser die Informationen erhält oder darauf zugreift. Die Einschätzungen und Meinungen der Mitarbeiter von Asset Management können von den Einschätzungen und Meinungen der Analysten von Credit Suisse oder von anderen Mitarbeitern von Credit Suisse Asset Management oder den Eigenpositionen von Credit Suisse abweichen oder können diesen widersprechen. Sie können sich zudem jederzeit ohne Benachrichtigung ändern und es besteht keine Verpflichtung, die Angaben zu aktualisieren. 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Bei Anlagen in ausländischen Wertschriften oder Fremdwährungen besteht zusätzlich das Risiko, dass die ausländische Wertschrift oder die Fremdwährung gegenüber der Referenzwährung des Anlegers an Wert verliert. Alternative Anlageprodukte und -strategien (wie Hedge Funds und Private Equity) können komplex sein und höhere Risiken beinhalten. Diese Risiken können sich aus dem ausgedehnten Einsatz von Leerverkäufen, Derivaten und Leverage ergeben. Zudem kann der Mindestanlagezeitraum für solche Anlagen länger sein als bei traditionellen Anlageprodukten. Alternative Anlagestrategien (wie Hedge Funds) sind nur für Anleger bestimmt, welche die mit diesen Anlagen verbundenen Risiken verstehen und akzeptieren. Dieses Dokument ist nicht für die Verbreitung an oder die Nutzung durch natürliche oder juristische Personen bestimmt, die Bürger eines Landes sind oder die in einem Land ihren Wohnsitz bzw. ihren Gesellschaftssitz haben, in dem die Verbreitung, Veröffentlichung, Bereitstellung oder Nutzung geltende Gesetze oder Vorschriften verletzen würde oder in dem Credit Suisse und/oder ihre Tochtergesellschaften oder verbundenen Unternehmen Registrierungs- oder Zulassungspflichten erfüllen müssten. Die Unterlagen wurden dem Empfänger zur Verfügung gestellt und dürfen nicht ohne die ausdrückliche schriftliche Genehmigung von Credit Suisse weitergegeben werden. Innerhalb der EWR wird das vorliegende Dokument von der Credit Suisse Asset Management Limited, die von der Financial Conduct Authority (UK) zugelassen und beaufsichtigt wird, oder von anderen Credit Suisse Unternehmen, verteilt. 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