Equity Weekly. Erste Group Research Equity Weekly Aktien Global 21. August 2015

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1 Equity Weekly Die Abwärtstendenz der internationalen Leitindizes hat sich letzte Woche verstärkt. Nahezu alle Branchenindizes gaben nach. Der ATX musste in der abgelaufenen Woche weitere Kursverluste hinnehmen (-2,4%). Mayr-Melnhof Ergebnisstark Mayr-Melnhof überzeugt mit sehr gutem 1. Halbjahr. Kapsch TrafficCom KTC legt starke Zahlen vor und vermeldet zwei wichtige Aufträge. Wir sehen die Aktie weiterhin unterbewertet und bestätigen unsere Kaufempfehlung mit Kursziel EUR 30,3. Wochenperformances ATX 2,395 DAX 10,432 YTD: 10% 2.4% YTD: 6% 5.3% ES 50 3,353 STOXX YTD: 6% 4.6% YTD: 9% 3.4% S&P 500 2,036 NASDAQ 4,877 YTD: 1% 2.3% YTD: 2% 3.1% NIKKEI 20,034 HSI 22,757 YTD: 14% 2.7% YTD: 3% Renditen 5.3% 10J BUND 0.54% 10J US 2.09% YTD: 0 BP 5.2 BP YTD: 8 BP 10 BP Währungen EUR/USD 1.12 USD/JPY 124 YTD: YTD: EUR/CHF 1.08 GOLD 1,149 YTD: YTD: 3% Rohstoffe 2.9% BRENT ÖL 46.6 SILBER 20 YTD: 16% 5% YTD: 0% 0% KUPFER 5,125 ALUMINIUM 1,550 YTD: 19% 1% YTD: 15% Schlusskurse ( ). 0.4% Performance seit 5 Tagen.. Inhalt: Marktanalyse Österreich 2 Unternehmensanalysen 3 Globale Aktien Markt 8 Chartanalysen 10 Appendix 12 Wichtige Hinweise 16 Wienerberger Höhere Ergebnisguidance Wienerberger hebt nach soliden Zahlen, unterstützt durch Liegenschaftsverkäufe, den Ausblick für 2015 an. SBO 2Q15: Weiterer Ergebnisrückgang, der Ausblick bleibt verhalten. Unserer Ansicht nach ist es zu früh, um wieder einzusteigen. Raiffeisen Bank Int. Mit einem starken Q2-Ergebnis konnten die Markterwartungen deutlich übertroffen werden. Der Ausblick wurde bestätigt, von einer Ergebnisverschlechterung im zweiten Halbjahr ist auszugehen. Flughafen Wien Gutes Q2-Ergebnis und starkes Passagierwachstum im Juli. Der Ausblick für das laufende Jahr wurde bestätigt. Wir bleiben bei unserer Halten-Empfehlung. Österreichische Post Konkurrent DHL (Deutsche Post) baut in Österreich bis 2016 ein eigenes Paketnetzwerk auf. Wir halten die stark negative Marktreaktion für übertrieben. conwert Der deutsche Immobilienkonzern Adler Real Estate hat am Montag die Übernahme des 24,79% Aktienpakets an conwert von Teddy Sagi vermeldet. Ausblick kommende Woche: Österreich Das charttechnische Bild des ATX hat sich leider eingetrübt, die technischen Indikatoren deuten daraufhin, dass der Druck auf den ATX erhalten bleibt. Für die kommende Woche erwarten wir eine Abschwächung in den Bereich von ca bis Punkten. Die Berichtssaison wird nächste Woche mit zahlreichen Ergebnissen der Immobilien- (CA Immo, conwert, S Immo, UBM) und Versicherungsbranchen (VIG, Uniqa) fortgesetzt. Aber auch Semperit, Lenzing und Porr werden berichten. Globale Aktien Die internationalen Leitindizes sind in einer Abschwächungsphase, die noch mehrere Tage andauern sollte. Die Tendenz zur Abschwächung ist international sehr einheitlich und betrifft in unterschiedlichem Ausmaß nahezu alle Branchen. In diesem Umfeld sollten defensive Sektoren präferiert werden. Erste Group Research Equity Weekly Seite 1

2 Marktanalyse Österreich Thomas Unger, CFA ATX Index: Wiener Börse: Weitere Kursrückgänge mit vielen Verlierern. Der ATX musste in der abgelaufenen Woche weitere Kursverluste hinnehmen (-2,4%). Der Vergleich mit den internationalen Leitbörsen relativiert die Einbußen ein wenig, denn da zählte der ATX abermals zu den stärkeren Indizes. Der deutsche DAX bspw. gab um mehr als 5% nach. Vor allem waren es die Sorgen um die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft, die die Börsen neuerlich belastet haben. An der Wiener Börse erlitten zwar viele Werte deutliche Verluste, aber es finden sich auch einige, die kräftig zulegen konnten. Die laufende Berichtssaison, aber auch Nachrichten abseits der Quartalsberichte sorgten jedenfalls für reichlich Bewegung. Am schwächsten war die Performance der Österreichische Post, die im Wochenverlauf 8,4% verlor. Hier sorgte die Ankündigung der Deutsche Post, stark in das DHL-Paketnetzwerk in Österreich investieren zu wollen, für Verunsicherung. Wir halten die Marktreaktion für übertrieben. Unter den Verlierern waren auch die Ölwerte. Die Aktien der OMV (-2,2%) und der SBO (-4,4%) haben allerdings weniger nachgegeben als der Ölpreis selbst, der wieder deutlich nach unten ging (Brent: -5,0%). Das Q2-Ergebnis der SBO war wie erwartet schwach, der Ausblick bleibt weiterhin verhalten, was auf den niedrigen Ölpreis zurückzuführen ist. ATX Performances (1 Woche): Die Liste der Gewinner im ATX ist kurz, aber Wienerberger (+16,1%), conwert (+5,5%) und Raiffeisen Bank Int. (+5,0%) konnten dennoch deutlich zulegen. Wienerberger konnte mit einem guten Ergebnis überzeugen, der Ausblick wurde angehoben. Billig ist die Aktie allerdings nicht. Der conwert verhalf der Einstieg der deutschen Adler Real Estate, die das Aktienpaket des Milliardärs Teddy Sagi (24,79%) übernimmt und damit die Hoffnung auf weitere Zukäufe ihrerseits bei der conwert schürt. Die RBI vermochte es den Markt mit einem starken Q2-Ergebnis zu überraschen. Die heftige Kursreaktion war wohl auch auf das Schließen von Short- Positionen zurückzuführen. Außerhalb des ATX konnten Kapsch TrafficCom (+10,3%) und Mayr- Melnhof (+4,0%) mit ihren Ergebnissen punkten. Zusätzlich zum starken Q1-Ergebnis konnte die KTC zwei wichtige Projekte an Land ziehen, was zur Stimmungsaufhellung beigetragen hat. Ausblick. Das charttechnische Bild des ATX hat sich leider eingetrübt, die technischen Indikatoren deuten daraufhin, dass der Druck auf den ATX erhalten bleibt. Für die kommende Woche erwarten wir eine Abschwächung in den Bereich von ca bis Punkten. Die Berichtssaison wird nächste Woche mit zahlreichen Ergebnissen der Immobilien- (CA Immo, conwert, S Immo, UBM) und Versicherungsbranchen (VIG, Uniqa) fortgesetzt. Aber auch Semperit, Lenzing und Porr werden berichten. WIENERBERGER 16.1% OSTERREICHISCHE POST -8.4% CONWERT IM.INVEST 5.5% ZUMTOBEL -7.3% RAIFFEISEN BANK INTL. 5.0% UNIQA INSU GR AG -5.6% 7.81 FLUGHAFEN WIEN 1.3% 80 RHI -5.4% 18.8 BUWOG 0.7% ANDRITZ -5.1% CA IM.ANLAGEN -1.7% LENZING -4.6% OMV -2.2% SCHOELLER-BLECKMANN -4.4% VERBUND -2.5% TELEKOM AUSTRIA -4.3% 5.72 IMMOFINANZ -3.4% 2.29 VOESTALPINE -4.0% ERSTE GROUP BANK -3.9% VIENNA INSURANCE GROUP A -4.0%, Erste Group Research 29.6 Erste Group Research Equity Weekly Seite 2

3 Unternehmensanalysen Daniel Lion, CIIA Kapsch TrafficCom: Kapsch TrafficCom 1Q15/16 über Erwartungen, Umfeld verbessert sich. Kapsch TrafficCom (KTC) ist auf einem guten Weg. Nach den Turbulenzen der vergangenen Quartale bzw. Jahre beginnt das Kostensenkungsprogramm im 1Q15/16 zu greifen und hilft KTC die Erwartungen des Marktes deutlich zu übertreffen. Während der Umsatz im Startquartal auf Vorjahresniveau blieb, konnte das EBIT auf EUR 12,8 Mio. (1Q14/16: EUR 0,6 Mio.) und das Quartalsergebnis auf EUR 9,7 Mio. (VJ: EUR -0,8 Mio.) gesteigert werden. Zusätzlich zum Kostensenkungsprogramm half auch der verbesserte Umsatz-Mix und die darin verbuchte gesteigerte Anzahl an On- Board-Units (OBUs). Wichtig für KTC sind das sich aufhellende Umfeld und die zunehmende Projektaktivität. KTC konnte diese Woche zwei wichtige Projekte mit einem Gesamtvolumen von ca. EUR Mio. an Land ziehen eine Erweiterung des Mautsystems in Weißrusslands um 323km auf ca 1.500km sowie das erste automatische Verkehrsmanagement System, welches in Großbritannien und den Niederlanden implementiert werden soll. Ausblick: Die vorgelegten Zahlen und die kommunizierten Neuaufträge bestätigen uns in unserer Kaufempfehlung, die wir vor kurzem in Erwartung dieser Entwicklung ausgesprochen haben. Das aktuelle Kursniveau impliziert immer noch, dass die meisten bestehenden Mautverträge der KTC nicht verlängert werden. Das Potenzial aus den aktuell anstehenden Ausschreibungen ist ebenso nicht reflektiert. Insofern bestätigen wir unsere Kaufempfehlung mit einem Kursziel von EUR 30,3. Daniel Lion, CIIA SBO: SBO Abnehmende Bohraktivität belastet 2Q15 Ergebnis, Ausblick weiterhin verhalten Im Großen und Ganzen entsprach das vorgelegte Quartalsergebnis unseren Erwartungen. Die Ergebnisschwäche ist dem niedrigen Ölpreis und der damit verbundenen Investitionszurückhaltung geschuldet. Der Umsatzrückgang im 2Q15 belief sich im Jahresvergleich auf 33% und sequenziell auf 26% (vs. 1Q15). Aufgrund der geringeren Auslastung ist der margenseitige Rückgang deutlich höher ausgefallen (EBIT: -87% J/J; -80% Q/Q). Das Quartalsergebnis wurde auch aufgrund der von nun an quartalsweise verpflichtenden Bewertung der Kaufoption für den 33%igen Minderheitsanteil der kürzlich erworbenen Resource Well Completion Technologies belastet. Diese neue Bewertungsvorschrift wird leider in Zukunft für höhere Volatilität im Ergebnis sorgen und das Ergebnis auf den ersten Blick schwieriger zu interpretieren machen. Ausblick. Der Ausblick auf die kommenden Monate bleibt weiterhin verhalten. Solange die OPEC ihre Marktanteile zulasten von US Schieferölproduzenten ausbauen will, wird die Ölproduktion wohl weiterhin die Nachfrage übersteigen und somit den Ölpreis auch weiter unter Druck setzen. Gerade die kurzfristige Irrationalität der OPEC erschwert es den Wendepunkt in der Industrieentwicklung zu bestimmen. Der Auftragseingang der SBO indiziert für 3Q15 eine weitere Ergebnisverschlechterung und wir erwarten aktuell auch für das Q4 kaum Verbesserungen. Wir haben Erste Group Research Equity Weekly Seite 3

4 unser Kursziel daher ausgesetzt und glauben, dass es für einen Einstieg noch zu früh ist (außer man hat einen langen Anlagehorizont). Franz Hörl, CFA Wienerberger: Wienerberger Positiver Trend setzt sich im 1H15 fort Wienerberger konnte mit den Halbjahreszahlen 2015 die Erwartungen erfüllen, jene zum EBIT dank EUR 15 Mio. Erträgen aus Liegenschaftsverkäufen sogar übertreffen. Das Marktumfeld fällt in den einzelnen Märkten zwar noch heterogen aus, insgesamt ist der Trend jedoch schon seit einigen Quartalen positiv. Hervorzuheben gibt es steigende Mengen, ein sehr gutes Preisniveau in Großbritannien sowie eine deutliche Markterholung in den Niederlanden, Polen und Teilen Südosteuropas. Der Wohnbau in den deutschsprachigen Heimmärkten ist weitgehend stabil, allerdings kämpft Wienerberger hier mit einer Verschiebung hin zum mehrgeschossigen Wohnbau (wo kaum Ziegel verwendet werden) und schwächerem Renovierungsgeschäft (betrifft vor allem Dachziegel). Der Wienerberger Konzern steigerte den Umsatz insgesamt trotzdem um 9% auf EUR Mio. und verdoppelte das EBIT auf EUR 68 Mio. Auch beim Nettoergebnis nach Minderheiten bleibt ein Gewinn von EUR 6 Mio. (Vorjahr: EUR -17 Mio.). Zu den Ergebnissteigerungen haben auch positive Konsolidierungseffekte von Tondach, Währungsveränderungen, bessere Preise/Produktmix und gesunkene Energiekosten beigetragen. Ausblick. Nach dem soliden ersten Halbjahr erwartet Wienerberger 2015 nun EUR 25 Mio. Ergebnisbeitrag aus Liegenschaftsverkäufen und hob die EBITDA Erwartung von EUR 350 Mio. auf 375 Mio. an. Wir hatten bereits zuvor EUR 360 Mio EBITDA erwartet und sehen Potential unsere Schätzung für heuer weiter zu erhöhen die EUR 375 Mio. Guidance ist aus unserer Sicht aufgrund der immer positiveren Markttrends eher konservativ. Auch unser Kursziel von EUR 15,50 wird voraussichtlich weiter angehoben. Die Aktie hat auf die Zahlen sehr positiv reagiert und preist bereits einiges an zukünftigen Ergebnissteigerungen ein sie ist also nicht ganz billig. Bei Kursrücksetzern ist ein Einstieg jedoch noch überlegenswert. Martina Valenta, MBA Mayr-Melnhof: Mayr-Melnhof Starkes Halbjahr, guter Ausblick Das 1. Halbjahr verlief für den Karton- und Verpackungskonzern sehr erfreulich mit einem Umsatzanstieg von 3,5% auf EUR 1,07 Mrd. und einem operativen Ergebnis von EUR 96,5 Mio. Bereinigt man das EBIT um die Sonderbelastungen aus der Schließung des Werkes Gunskirchen von EUR 3,2 Mio., erreicht das Halbjahres-EBIT fast EUR 100 Mio., die EBIT-Marge lag damit bei starken 9,3%. Ausblick. Der Ausblick auf das 2. Halbjahr ist wie gewohnt vorsichtig, das Management erwartet Kontinuität auf gutem Niveau. Die Halbjahreszahlen waren stark, sodass wir für unsere Schätzungen etwas Luft nach oben sehen. Zudem müssen wir noch die Ileos-Übernahme (Pharma- und Luxusverpackungen in Frankreich mit einem Umsatz von rd. EUR 120 Mio.) in unseren Schätzungen ab 2016 berücksichtigen. Da der Aktienkurs bereits zu Jahresbeginn stark angezogen hat, bleiben wir in der Zwischenzeit jedoch bei unserer Halten-Empfehlung. Erste Group Research Equity Weekly Seite 4

5 Thomas Unger, CFA RBI: Raiffeisen Bank Int. Q2-Ergebnis deutlich über den Markterwartungen, Ausblick bestätigt Die Raiffeisen Bank Int. gab am Mittwoch das Ergebnis für das zweite Quartal 2015 bekannt. Der Nettogewinn nach Steuern und Minderheiten im Q2 stieg um 11% gegenüber dem Vorjahr auf EUR 204 Mio. Die Markterwartungen konnten damit deutlich übertroffen werden. Im 1. Halbjahr 2015 lag das Konzernergebnis bei EUR 288 Mio. (-16%). Insgesamt war das Ergebnis im 1. Halbjahr durch Wechselkursschwankungen beeinträchtigt. Gegenüber dem Vorjahr lag bspw. der Durchschnittskurs des russischen Rubel um 27%, jener der ukrainische Hryvna um 40% unter dem Vergleichswert im Vorjahr. Unter diesem Einfluss gingen die Betriebserträge um 11% im Vergleich zum Vorjahr zurück. Das Niedrigzinsumfeld drückte zudem auf die Nettozinsspanne. Die Nettodotierungen zu Kreditvorsorgen stiegen nur leicht an (+4,3%). Im Ergebnis vor Steuern ergab sich insgesamt ein Minus von 9,8% im ersten Halbjahr. Im Q2 konnte das Ergebnis vor Steuern jedoch sogar leicht gesteigert werden (+0,5%), was u.a. auch an positiven Einmaleffekten lag, während diese im Q1 insgesamt deutlich negativ waren. Die Kapitalquoten haben sich im ersten Halbjahr gegenüber dem Ende des letzten Jahres verbessert, die Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded) liegt nun bei 10,7% (Ende 2014: 10,0%). Die NPL Ratio (Quote notleidender Kredite) hat sich hingegen gegenüber dem Jahresende ein wenig verschlechtert, sie stieg um 0,5 Prozentpunkte auf 11,9%. Ausblick. Das RBI-Management zeigte sich mit dem Ergebnis im ersten Halbjahr zufrieden, verwies aber darauf, dass im zweiten Halbjahr von einer deutlichen Ergebnisverschlechterung auszugehen ist. Einerseits sollen die Risikokosten zum Jahresende steigen und andererseits erwartet das Management, dass ein großer Teil der Restrukturierungskosten für den Abbau der risikogewichteten Aktiva (gesamt rund EUR 550 Mio.) noch heuer anfallen werden. Somit blieb der Hinweis, dass das Konzernergebnis 2015 negativ ausfallen könnte. Bei den geplanten Verkäufen der Töchter in Polen und Slowenien sowie dem Kreditportfolio in Asien im Rahmen der im Februar verkündeten strategischen Maßnahmen, musste die RBI Verzögerungen einräumen. Der Verkauf der polnischen Tochter ist die wichtigste Einzelmaßnahme im Strategieprogramm. Hier erweist sich das Schweizer-Franken-Kreditportfolio als Hindernis, da die polnische Regierung nach dem massiven Wertzuwachs des CHF eine Konvertierung in die Lokalwährung plant, die die betroffenen Schuldner entlasten und die Banken entsprechend belasten soll. Insgesamt bleibt die RBI jedoch zuversichtlich das übergeordnete Ziel dieser Maßnahmen, eine Erhöhung der CET1 Ratio (fully loaded) auf 12%, wie geplant bis 2017 erreichen zu können. Die RBI-Aktie konnte am Tag der Ergebnisveröffentlichung fast 7% zulegen. Viele Marktteilnehmer hatten offensichtlich mit einem schwachen Ergebnis gerechnet und mussten ihre Short-Positionen schließen. Unser Kursziel befindet sich weiterhin in Überarbeitung. Erste Group Research Equity Weekly Seite 5

6 en Christoph Schultes, CIIA Thomas Unger, CFA Flughafen Wien: Flughafen Wien gutes Q2-Ergebnis, starkes Passagierwachstum im Juli Der Flughafen Wien hat am Dienstag dieser Woche sein Ergebnis zum 1. Halbjahr bzw. 2. Quartal 2015 veröffentlicht. Demnach sind die Umsatzerlöse im Q2 trotz eines leichten Passagierrückganges gegenüber dem Vorjahr um 3,4% auf EUR 171 Mio. angestiegen. Das EBITDA konnte im Jahresvergleich ebenso erhöht werden, um 7,4% auf EUR 79 Mio. Der Nettogewinn lag mit EUR 33,5 Mio. (+5,0%) im Q leicht über den Erwartungen. Im ersten Halbjahr 2015 konnte das Unternehmen einen Nettogewinn von EUR 47,6 Mio. (+8,1%) bzw. EUR 2,27 pro Aktie verbuchen. Durch den starken Cashflow konnte auch die Nettoverschuldung weiter signifikant verringert werden. Gleichzeitig mit dem Ergebnis wurden die Verkehrszahlen für Juli 2015 veröffentlicht. Mit einem kräftigen Plus von 6,7% konnte der leichte Passagierrückgang im ersten Halbjahr (-0,8%) mehr als ausgeglichen werden. Seit Jahresbeginn liegt das Passagierwachstum nun bei +0,5%. Ausblick. Für das Geschäftsjahr 2015 hat das Management den Ausblick bestätigt. Nach dem starken Wachstum im Juli scheint die Bandbreite für den Passagierzuwachs von 0 bis 2% als durchaus realistisch. Der Umsatz soll auf über EUR 645 Mio. und das EBITDA auf über EUR 250 Mio. anwachsen. Das Konzernergebnis soll EUR 85 Mio. übertreffen, während die Nettoverschuldung des Unternehmens auf unter EUR 500 Mio. reduziert werden soll. Zu letzterem Ziel wird auch die Kürzung der für heuer geplanten Investitionen beitragen, die Prognose liegt nun bei deutlich unter EUR 95 Mio. für das laufende Geschäftsjahr. Wir rechnen aufgrund der raschen Reduktion der Nettoverschuldung sowie der Verbesserung der Profitabilität mit wesentlich höheren Dividenden in den nächsten Jahren und bleiben bei unserer Halten-Empfehlung. Thomas Unger, CFA Post: Österreichische Post Konkurrent DHL baut eigenes Paketnetzwerk auf Die Deutsche Post hat diese Woche bekanntgegeben, mit DHL Paket bis 2016 ein eigenes Paketnetzwerk in Österreich aufbauen zu wollen. Die Infrastruktur und Dienstleistungen sollen dabei exakt auf die Bedürfnisse des Online-Handels zugeschnitten werden. DHL will bis 2016 einen dreistelligen Millionenbetrag sowohl in die Infrastruktur als auch in den Aufbau von Empfängerservices wie Paketshops und Packstationen investieren. Ausblick. Am Tag nach der Ankündigung der Deutsche Post fiel die Aktie der Österreichischen Post um über 7%. Wir halten die Marktreaktion für übertrieben. Die Meldung, dass ein Konkurrent im heimischen Markt investieren und expandieren will ist natürlich nicht erfreulich für die Österreichische Post, sie kam jedoch nicht überraschend. Das Post- Management hat zur Veröffentlichung des 1H15-Ergebnisses davor gewarnt. Das Paketgeschäft in Österreich ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und die Margen sind im internationalen Vergleich attraktiv. Auf Konzernebene beträgt der EBIT-Beitrag jedoch weniger als 15%. Der Schaden wird sich also in Grenzen halten, auch wenn Marktanteilsverluste unangenehm sind. Die Österreichische Post wird aber sicherlich kampflos weichen und hat bspw. bereits Anfang des Monats mit der Samstags- Zustellung von Paketen begonnen. Wir gehen davon aus, dass weitere Erste Group Research Equity Weekly Seite 6

7 Maßnahmen folgen werden. Zudem profitiert die Post vom Verbund mit dem Briefgeschäft, über dessen Vertrieb ein großer Anteil der Pakete zugestellt wird. Diesen Vorteil hat die Konkurrenz nicht. Nach dem Kursrutsch der Aktie dieser Woche liegt die Dividendenrendite bei ca. 5,7%. Wir bleiben bei unserer Halten-Empfehlung. Franz Hörl, CFA conwert: conwert Adler Real Estate übernimmt 24,79% Paket Der auf Wohnungen spezialisierte deutsche Immobilienkonzern Adler Real Estate hat am Montag die Übernahme des 24,79% Aktienpakets an conwert vom israelischen Milliardär Teddy Sagi vermeldet. Als Preis wurden EUR 285 Mio. genannt, was etwa EUR 13,5 je Aktie entspricht. Sagi hatte das Aktienpaket erst im Mai von Hans-Peter Haselsteiner übernommen. Ausblick. Adler Vorstand Axel Harloff meinte, er verstehe den Kauf klar als strategische Beteiligung und wolle eine weitergehende Zusammenarbeit nicht ausschließen. Die geplante Fokussierung conwerts rein auf Wohnimmobilien in Deutschland und Österreich wird begrüßt. Unserer Ansicht nach würde es für Adler Sinn machen, weitere Anteile an conwert zuzukaufen. Im Fall eines Übernahmeangebotes innerhalb der nächsten 12 Monate dürfte der gebotene Preis nicht unterhalb der eben gezahlten EUR 13,5/Aktie liegen. Dazu wäre allerdings notwendig, dass die wesentlich kleinere Adler es schafft, ihre Eigenkapitaldecke zu stärken. Während Adler mit einem deutlichen Aufschlag auf den NAV bewertet ist, notiert conwert mit einem Abschlag. Unser conwert Kursziel bleibt vorerst bei EUR 13,0. Erste Group Research Equity Weekly Seite 7

8 S&P 500: Abwärtstendenz Globale Aktien Markt Die Abwärtstendenz der internationalen Leitindizes hat sich letzte Woche verstärkt. Alle wichtigen Indizes notierten tiefer. Der S&P 500 verlor 2,3%, der Nasdaq Composite 3,1%, der Nikkei 2,7% bzw. der Stoxx 600 3,4%. Die Abschwächung betraf auch die meisten Emerging Market Indizes. Der Shanghai Composite setzte seinen Abwärtstrend mit einem Wochenminus von 6,2% fort. Nur der indische Nifty schaffte ein moderates Plus von 0,2%. EURO: stabilisiert Brent-Öl: Abwärtstrend Die Sektorentrends waren in dieser Woche sowohl in Europa als auch in den USA einheitlich. Nahezu alle Branchenindizes gaben nach. Am stärksten betroffen waren die Sektoren Halbleiter (-6%) und Automobil (-5,5%). Nur die US-Versorgeraktien konnten leicht zulegen (+0,8%). Relative Stärke im Vergleich zu ihren Leitindizes zeigten Immobilienaktien sowohl in Europa als auch in den USA. Der Ölpreisrückgang geht weiter. Brent-Öl verbilligte sich im Wochenvergleich um 5%, die Sorte WTI wurde um 3,1% billiger. Seit Jahresbeginn sind die Preise für Brent und WTI um 17% bzw. 24% gefallen. Die Abwärtstrends sind hier intakt. Im Zuge der Energiepreisabschwächung tendierten auch die Aktien dieses Sektors deutlich schwächer. Das Minus seit Jahresbeginn beträgt bei europäischen Energiewerten -1%, bei US- Titeln hingegen bereits -18%. Die Edelmetalle profitierten von der steigenden Volatilität an den Aktienmärkten und den niedrigen bzw. sinkenden Renditen in den USA und in Deutschland. Gold notierte 3,3% fester, der Silberpreis stieg um 0,4%. Nach der raschen Erholung des Goldpreises in den letzten Wochen dürfte sich das Tempo des Anstiegs in der kommenden Woche verlangsamen. Die Gewinnschätzungen für die US-Sektoren sind für 2015 zumeist moderat positiv. Nur bei den Energiewerten wird ein starker Einbruch erwartet. Die prognostizierte starke Erholung im Jahr 2016 kann jedoch nur stattfinden, wenn die Ölpreisnotierungen im nächsten Jahr höher sind als derzeit. Das erscheint angesichts des aktuellen Rohölpreistrends unwahrscheinlich. Konsensus-Gewinnschätzungen für die US-Sektoren 2015 und 2016 Quelle: Erste Group Research, Datastream Erste Group Research Equity Weekly Seite 8

9 Ausblick. Die internationalen Leitindizes sind in einer Abschwächungsphase, die noch mehrere Tage andauern sollte. Die Tendenz zur Abschwächung ist international sehr einheitlich und betrifft in unterschiedlichem Ausmaß nahezu alle Branchen. In diesem Umfeld sollten defensive Sektoren präferiert werden. Erste Group Research Equity Weekly Seite 9

10 Chartanalysen ATX: Abschwächung Hans Engel 5 Jahres Chart Der ATX notiert auf Wochensicht 2,4% tiefer. Die Performance seit Jahresbeginn beträgt 11%. Die charttechnische Analyse ergibt ein negatives Bild. Einerseits wurde die wichtige 200-Tages-Durchschnittslinie unterschritten, andererseits sind die wichtigsten Trendindikatoren im negativen Bereich. Der DMI, der MACD und das Parabolic System geben Verkaufsindikationen. Wir erwarten daher, dass sich der ATX in der kommenden Woche abschwächt und in einer Spanne zwischen ca bewegen wird. Quelle. Datastream Erste Group Research Equity Weekly Seite 10

11 S&P 500: Abwärtstrend beginnt Hans Engel 5 Jahres Chart Der S&P 500 fällt im Wochenverlauf um 2,3% auf Punkte. Die Performance seit Jahresbeginn beträgt -1%. Die technische Verfassung des US-Leitindex ist derzeit als schlecht einzustufen. Die Trendindikatoren MACD, DMI und das Parabolic System geben weiter klare Verkaufssignale. Der Abwärtstrend nimmt derzeit an Intensität zu. Der Anteil der Aktien, die sich noch in einem Aufwärtstrend befinden ist auf 31% gesunken, der Anteil jener im Abwärtstrend ist auf 25% gestiegen. Eine rasche und nachhaltige Markterholung ist deshalb unwahrscheinlich. Quelle. Datastream Wir erwarten, dass sich der US-Leitindex in der kommenden Woche in einer Range zwischen ca Punkten bewegen wird. Erste Group Research Equity Weekly Seite 11

12 Appendix Gewinnschätzungen Österreich - ATX Kurs- Kurs Poten- Gewinn/Aktie Dividende/Aktie BW/Aktie ATX Empfehlung ziel** zial** e 2016e e 2016e e 2016e Andritz Akkumulieren % BUWOG Akkumulieren % CA IMMO Kaufen % conwert Halten % Erste Group* Vienna Int. Airport Halten % Immofinanz Kaufen % Lenzing Akkumulieren % Austrian Post Halten % OMV Reduzieren Raiffeisen Bank International Kaufen RHI Akkumulieren % SBO Reduzieren Telekom Austria Halten % Uniqa Akkumulieren % Verbund Reduzieren Vienna Insurance GroupKaufen % voestalpine Halten % Wienerberger Halten % Zumtobel Akkumulieren % * Konsensusdaten Gewinnwachs. ATX*** n.m. n.m. 8.5% Angegebene Kurse sind Schlusskurse. ** auf Sicht 12 Monate, *** exklusive Erste Group Performance** KGV K/BW ROE Dividendenrendite ATX -1Y -5Y e 2016e e 2016e e 2016e e 2016e Andritz 5% 83% 22.4x 15.9x 14.4x 4.8x 3.9x 3.4x 22% 27% 25% 2.2% 3.0% 3.8% BUWOG 33% 37% 97.2x 16.2x 14.0x 1.3x 1.2x 1.2x 1% 8% 9% 3.6% 3.6% 3.6% CA IMMO 2% 78% 20.3x 17.5x 11.8x 0.8x 0.8x 0.8x 4% 5% 7% 2.9% 3.1% 3.6% conwert 24% 30% 28.3x 28.3x 23.4x 0.8x 0.9x 0.9x -1% 3% 4% 0.0% 3.0% 3.2% Erste Group* 44% -7% n.m. 12.9x 10.2x 1.1x 1.0x 0.9x -4% 8% 9% 0.0% 2.0% 2.8% Vienna Int. Airport 19% 75% 19.6x 19.2x 17.2x 1.7x 1.7x 1.6x 9% 9% 9% 2.1% 2.5% 3.1% Immofinanz -2% 11% nm 11.8x 10.1x 0.7x 0.5x 0.5x -4% 5% 5% 0.0% 4.4% 6.6% Lenzing 37% 35% nm 13.0x 11.1x 1.4x 1.5x 1.4x -1% 12% 13% 3.3% 2.9% 2.9% Austrian Post -2% 76% 18.6x 15.5x 15.4x 3.9x 3.3x 3.2x 21% 22% 21% 4.8% 5.6% 5.7% OMV -19% -9% 20.1x 8.4x 8.3x 0.7x 0.7x 0.6x 3% 8% 8% 5.7% 5.4% 5.4% Raiffeisen Bank International -32% -61% nm 9.1x 3.6x 0.5x 0.4x 0.4x -6% 5% 10% 0.0% 5.5% 11.1% RHI -17% -14% 13.3x 7.3x 6.9x 1.5x 1.3x 1.1x 11% 19% 18% 4.0% 4.0% 4.3% SBO -47% 3% 17.8x 29.3x 15.5x 2.1x 1.5x 1.4x 13% 5% 9% 2.5% 1.2% 2.3% Telekom Austria -13% -38% nm 18.9x 15.1x 2.3x 2.1x 1.9x -17% 12% 13% 0.9% 0.9% 0.9% Uniqa -17% -40% 8.3x 7.6x 8.0x 0.8x 0.8x 0.8x 10% 10% 9% 5.4% 5.8% 6.4% Verbund -12% -53% 42.1x 17.9x 19.7x 1.1x 0.9x 0.9x 3% 5% 5% 1.9% 2.5% 2.5% Vienna Insurance Group -18% -21% 13.5x 10.1x 9.0x 1.0x 0.8x 0.7x 7% 8% 8% 3.8% 5.1% 5.4% voestalpine 11% 44% 11.0x 9.4x 9.7x 1.3x 1.2x 1.1x 12% 14% 12% 2.9% 3.1% 3.4% Wienerberger 49% 57% nm 53.5x 24.0x 0.9x 1.3x 1.2x -12% 2% 5% 1.3% 1.0% 1.5% Zumtobel 72% 87% nm 86.2x 23.5x 2.0x 3.3x 3.2x -1% 4% 14% 1.2% 0.9% 1.5% ATX*** -24.5x 12.5x 11.5x 1.09x 1.01x 0.94x -7.8% 14.8% 15.0% 1.7% 3.0% 3.7% * Konsensusdaten, ** Historische Performance ist kein verläßlicher Indikator für zukünftige Performance!, '*** exklusive Erste Group Quelle: Erste Group Research Erste Group Research Equity Weekly Seite 12

13 Gewinnschätzungen Österreich - Wiener Börse Kurs- Kurs Poten- Gewinn/Aktie Dividende/Aktie BW/Aktie Wr. Börse (sonst.) Empfehlung ziel* zial* e 2016e e 2016e e 2016e AMAG Halten % AT&S Kaufen % DO & CO FACC Kaufen % Kapsch TrafficCom Kaufen % Mayr-Melnhof Halten % Palfinger Kaufen % Polytec Kaufen % PORR Kaufen % Semperit Akkumulieren % STRABAG Halten % S Immo Kaufen % UBM Kaufen % Valneva Halten % Wolford Halten % * auf Sicht 12 Monate Angegebene Kurse sind Schlusskurse. Kurs- Kurs Poten- Gewinn/Aktie Dividende/Aktie BW/Aktie Sonstige Empfehlung ziel* zial* e 2016e e 2016e e 2016e AMS** Kaufen % * auf Sicht 12 Monate ** Aktienkurs und Kursziel in CHF; Gewinn/Aktie, Dividende/Aktie und BW/Aktie in EUR Performance** KGV K/BW ROE Dividendenrendite Wr. Börse (sonst.) -1Y -5Y e 2016e e 2016e e 2016e e 2016e AMAG 27% 93% 16.4x 18.6x 14.6x 1.6x 1.8x 1.7x 10% 10% 12% 4.4% 1.7% 2.0% AT&S 65% 46% 8.2x 10.6x 22.5x 0.9x 0.9x 0.9x 14% 9% 4% 2.2% 2.2% 2.2% DO & CO 68% 357% 14.1x 19.1x 25.4x 2.1x 3.3x 3.7x 15% 19% 15% 2.3% 1.7% 1.2% FACC -25% -31% n.a. 10.1x 11.7x n.a. 0.9x 0.8x -4% 9% 7% n.a. 2.3% 2.3% Kapsch TrafficCom 16% -17% nm 85.4x 15.6x 2.6x 1.5x 1.6x -2% 2% 10% 0.0% 2.1% 2.2% Mayr-Melnhof 19% 42% 13.1x 15.6x 15.1x 1.6x 1.8x 1.7x 12% 12% 11% 3.0% 2.6% 2.7% Palfinger 3% 53% 20.4x 15.8x 14.6x 1.8x 1.9x 1.8x 9% 13% 13% 1.6% 2.0% 2.2% Polytec 10% 144% 9.7x 8.7x 7.5x 1.0x 1.1x 1.0x 10% 13% 14% 4.0% 3.4% 4.0% PORR 12% 71% 14.9x 9.3x 8.1x 2.0x 1.7x 1.5x 13% 21% 19% 3.4% 3.5% 3.9% Semperit -11% 34% 16.7x 14.7x 12.6x 1.8x 2.0x 1.8x 12% 13% 15% 14.9% 3.5% 3.9% STRABAG 5% 32% 14.7x 13.3x 13.0x 0.6x 0.7x 0.7x 4% 6% 5% 2.8% 2.7% 3.2% S Immo 33% 50% 14.3x 15.8x 12.9x 0.8x 0.9x 0.9x 5% 6% 7% 3.6% 3.1% 3.3% UBM 66% 187% 5.6x 6.4x 6.8x 1.1x 1.3x 1.1x 17% 24% 18% 5.3% 5.2% 5.7% Valneva -24% -34% nm nm nm 1.9x 1.7x 1.8x -18% -10% -4% 0.0% 0.0% 0.0% Wolford 0% 23% nm 83.7x 48.0x 1.6x 1.5x 1.4x 1% 2% 3% 0.8% 0.7% 0.9% ** Historische Performance ist kein verläßlicher Indikator für zukünftige Performance! Performance** KGV K/BW ROE Dividendenrendite Sonstige -1Y -5Y e 2016e e 2016e e 2016e e 2016e AMS** 6% 419% 20.7x 13.8x 12.6x 3.7x 3.2x 2.6x 20% 25% 23% 1.1% 1.8% 2.0% ** Historische Performance ist kein verläßlicher Indikator für zukünftige Performance! Quelle: Erste Group Research Erste Group Research Equity Weekly Seite 13

14 Performance Graphen seit 1 Jahr, Erste Group Research Performance Tabelle 1W M J 1W M J Österreich Zinsen ATX -2.4% 2, % 11% -2% EBF EURIBOR 3M DELAYED - OFFERED RATE ATX Prime -2.3% 1, % 12% 4% US TREASURY US Tres. 10JCONST MAT 10 YEAR - (D) MIDDLE RATE 2.09% NTX -2.0% 1, % 6% -12% GERMANY DE Bund GOVERNMENT 10J BOND 10 - YEAR RED. YIELD0.54% Europa (lokal) Währungen DAX Perf. -5.3% 10, % 6% 74% US $ EUR/ TO EURO(GTIS/TR) USD - EXCHANGE RATE DAX Preis -5.3% 5, % 4% 49% SWISS EUR/CHF FRANC TO EURO (WMR) -- EXCHANGE 0.01 RATE SMI -2.4% 9, % 1% 47% JAPANESE YEN/EUR YEN TO EURO (WMR) - EXCHANGE 0.03 RATE CAC % 4, % 12% 35% EURO YEN/USD TO UK (ECU HISTORY WMR) - - EXCHANGE 0.55 RATE FTSE % 6, % -3% 22% JAPANESE Gold YEN TO US $ (JP) - EXCHANGE 2.9% RATE 1,149 3% -3% -6% Global (lokal) Rohstoffe (USD) Stoxx % % 9% 47% Crude Brent Oil-Brent Öl Cur. Month FOB U$/BBL-5.0% % -17% -36% S&P % 2, % -1% 91% LME-Copper Kupfer Grade A Cash U$/MT -1.0% 5, % -20% -29% Nikkei % 20, % 15% 120% Gold Alu Bullion LBM U$/Troy Ounce 0.4% 1, % -15% -24% MSCI in EUR Sentiment Osteuropa -3.4% % 10% -30% VDAX VDAX VOLATILITY INDEX (OLD) - PRICE 13.7% INDEX % 21% 1% Asien -4.9% 1, % -3% 13% CBOE VIXSPX VOLATILITY VIX (NEW) - PRICE 41.9% INDEX % 0% -25% Südamerika -3.5% % -17% -41%, Erste Group Research Erste Group Research Equity Weekly Seite 14

15 Wochenvorschau Datum Unternehmensdaten Konjunkturdaten Montag, Dienstag, BHP Billiton PLC (Y) Ifo Index (DE), Case Shiller Index (US) Mittwoch, Donnerstag, Freitag, MBA Anträge (US), Auftragseingang Ind. (US) Arbeitslosenanträge (US), BIP (US) BIP (UK), Wirtschaftsklima Index (EU), Univ. Michigan Index (US) Quelle: Bloomberg, Erste Group Research Erste Group Research Equity Weekly Seite 15

16 Wichtige Hinweise DIESES DOKUMENT DARF NICHT IN DIE VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA, KANADA, AUSTRALIEN ODER JAPAN ODER AN EINE PERSON, DIE STAATSBÜRGER DIESER STAATEN IST, VERBRACHT, VERSENDET ODER VERTEILT WERDEN. Allgemeiner Hinweis Sämtliche durch die Erste Group Research erteilten Empfehlungen wurden unabhängig erstellt und basieren auf den aktuellsten, öffentlich bekannten Brancheninformationen. Die Finanzanalyse wurde mit höchstmöglicher Sorgfalt erstellt, um Fehler und Missverständnisse zu vermeiden. Auf die abgegebene Empfehlung wurde weder seitens des analysierten Emittenten noch durch eine andere Abteilung der Erste Group Bank AG Einfluss genommen. Jede Finanzanalyse wurde durch einen Senior Research Executive bzw. Senior en überprüft. Die Compliance-Richtlinien der Erste Group Bank AG legen fest, dass kein eine direkte Beteiligung in Form von begebenen Finanzinstrumenten des analysierten Emittenten halten darf. en ist es nicht gestattet, sich an jeglichen Arten von bezahlten Tätigkeiten in Zusammenhang mit dem analysierten Emittenten zu beteiligen, sofern diese nicht offengelegt wurden. Die Entlohnung der en stand zu keinem Zeitpunkt in direktem oder indirektem Verhältnis zu der hier abgegebenen Empfehlung. Die Erste Group kann Transaktionen in Finanzinstrumenten (sowohl im Rahmen des Eigenhandels als auch sonst) entgegen der im Research Bericht vertretenen Ansicht durchführen. Auch andere Personen der Erste Group, wie beispielsweise Mitarbeiter der Strategieabteilung oder Sales Abteilung, können eine vom Research Bericht abweichende Meinung vertreten. Offenlegung der potentiellen Interessenkonflikte Die Offenlegung der potentiellen Interessenkonflikte in Bezug auf die Erste Group Bank AG, die mit ihr verbundenen Unternehmen, Filialen (zusammen Erste Group ) sowie der relevanten Arbeitnehmer mit Hinblick auf den Emittenten, das jeweilige Finanzinstrument und/oder Wertpapiere die Gegenstand dieses Dokuments sind, entspricht dem jeweiligen Stand vom Ende des der Veröffentlichung vorangegangenen Monats. Die Aktualisierung einzelner Daten kann bis zu 10 Tage nach Monatsende dauern. Für Angaben zu den in Kompendien genannten Unternehmen bzw. den von den en der Erste Group analysierten Unternehmen folgen Sie bitte diesem Link: https://produkte.erstegroup.com/retail/de/pdf/research_disclaimer_equities/index.phtml und anschließend Research Disclaimer. Definitionen der einzelnen Empfehlungen der Erste Group Bank AG Kaufen Akkumulieren Halten Reduzieren Verkaufen > +20% zum Kursziel +10% < Kursziel < +20% 0% < Kursziel < +10% -10% < Kursziel < 0% < -10% zum Kursziel Unsere Kursziele wurden auf Grundlage eines fairen Aktienwertes ermittelt und beziehen ebenfalls die für den Aktienwert wesentlichen Faktoren und Nachrichten (wie Fusionen und Übernahmen, wichtige bevorstehende Share-Deals, positive/negative Marktstimmungen) mit ein. Die Kursziele beziehen sich dabei auf die folgenden 12 Monate. Alle Empfehlungen verstehen sich immer in Bezug auf unsere derzeitige Bewertung der Aktie. Die Empfehlung zeigt keinen Bezug zwischen der Entwicklung der Aktie und einem regionalen oder sektoralen Benchmark auf. Übersicht unserer Empfehlungen Coverage universe Inv. banking-relationship Recommendation No. in % No. in % Buy Accumulate Hold Reduce Sell N.R./UND.REV./RESTR Total Erläuterungen zu den Bewertungsparametern und der Risikobewertung Wenn nicht anders in der Finanzanalyse angegeben, basieren die Kursziele entweder auf einer Bewertung des Discounted Cash-Flow oder einem Vergleich von Bewertungskennziffern mit Emittenten, die der für vergleichbar hält, oder auf einer Kombination der beiden Methoden. Die Ergebnisse dieser grundlegenden Bewertung werden von dem en unter Berücksichtigung des potentiellen Verlaufs der Investorenstimmung widergespiegelt. Unabhängig davon welche Bewertungsmethode für die Finanzanalyse herangezogen wird, besteht ein signifikantes Risiko das das Kursziel im angegeben Zeitrahmen nicht erreicht wird. Das Risiko bezieht sich insofern auf unvorhersehbare Änderungen im Wettbewerb oder bei der Nachfrage der Produkte des analysierten Emittenten. Derartige Schwankungen bei der Nachfrage können u.a. auf technologischem Fortschritt, grundlegenden Änderungen der wirtschaftlichen Lage oder auch in einigen Fällen auf Änderungen der sozialen Werte beruhen. Die Erreichung der Kursziele kann darüber hinaus durch Veränderung der Besteuerung, der Wechselkurse sowie in einigen Fällen durch regulatorische Änderungen beeinflusst werden. Investitionen in Übersee-Märkte und Finanzinstrumente wie ADRs sind dem erhöhten Risiko der Wechselkurschwankungen, Devisenkontrollen, Änderungen der Steuersysteme sowie politischen und sozialen Schwankungen ausgesetzt. Erste Group Research Equity Weekly Seite 16

17 Disclaimer Diese Finanzanalyse wurde von der Erste Group Bank AG oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen ( Erste Group ) erstellt. Die bei der Erstellung der Finanzanalyse beteiligten Personen waren zum Zeitpunkt der Erstellung bei der Erste Group beschäftigt. Die Finanzanalyse wurde ausschließlich für Kunden der Erste Group angefertigt. Sämtliche dieser Finanzanalyse zu Grunde liegenden Informationen und Meinungen entstammen von uns für verlässlich befundenen Quellen. Dennoch geben wir keine Garantie für die Vollständigkeit sowie Richtigkeit dieser Informationen und Meinungen. Alle Meinungen, Prognosen sowie Bewertungen spiegeln unsere Einschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Finanzanalyse wieder und können sich im Laufe der Zeit ohne vorherige Bekanntgabe ändern. Von Zeit zu Zeit kann es vorkommen, dass die Erste Group, Führungskräfte oder Angestellte der Erste Group Finanzinstrumente, Garantien oder Rechte an Anteilen des analysierten Emittenten halten oder für diesen als Market Maker agieren oder in anderer Weise an Transaktionen der Aktienanteile beteiligt sind. Die Erste Group, Führungskräfte oder Angestellte der Erste Group erbringen unter Umständen Investment-Banking- oder Beratungsdienstleistungen für den analysierten Emittenten oder bekleiden Positionen in dessen Geschäftsleitung. Darstellungen über vergangene Wertentwicklungen lassen keinen Rückschluss über die zukünftige Entwicklung des Finanzinstruments zu. Transaktionen in Finanzinstrumente, wie z.b. Aktien, Optionen oder Futures, bergen grundsätzlich Risiken. Sämtliche Vorhersagen über die zukünftige Wertentwicklung und Kursziele unterliegen unterschiedlichen Risiken u.a. Schwankungen am Markt oder in einzelnen Sektoren, Kapitalmaßnahmen, das Nichtvorhandensein von vollständigen oder richtigen Informationen oder andere Umstände die dazu führen, dass die der Finanzanalyse zugrunde gelegten Informationen nicht zutreffend sind. Nicht alle Transaktionen in Finanzinstrumente sowie Empfehlungen entsprechen dem Anforderungsprofil des eines jeden Investors. Jeder Investor sollte vor einer Transaktion durch einen Anlageberater sicherstellen lassen, dass die jeweilige Transaktion zu seiner Anlagestrategie passt und somit gewährleisten, dass er die mit der Anlage verbundenen Risiken verstanden hat. Weder die Erste Group noch ein Vorstandsmitglied, leitender Angestellter oder sonstiger Angestellter übernehmen die Verantwortung für etwaig entstehende Kosten, Verluste oder andere Schäden, die durch die Verwertung der in diesem Dokument enthaltenen Informationen entstehen. Die Erste Group verwendet unter Umständen Hyperlinks zu anderen Webseiten in diesem Dokument. Die Verlinkung auf eine andere Internetpräsenz bedeutet jedoch nicht, dass die Erste Group sich deren Inhalt zu Eigen macht. Die Erste Group übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt dieser Webseiten. Dieses Dokument ist ausschließlich für vordefinierte Adressaten gedacht und darf nicht ohne die schriftliche Zustimmung der Erste Group reproduziert, verteilt oder teilweise bzw. als Ganzes an andere Personen weitergegeben werden. Die Verteilung dieses Dokuments kann durch gesetzliche Regelungen in einigen Ländern, wie den Vereinigten Staaten von Amerika, verboten sein. Alle Personen, die in den Besitz dieses Dokuments kommen, müssen sich über die jeweils geltenden Vorschriften in ihrem Land informieren. Durch die Entgegennahme dieses Dokuments versichert der Empfänger sich an die vorgenannten Regelungen zu halten. Erste Group Research Equity Weekly Seite 17

18 Besondere Hinweise für Leser in den folgenden Ländern: Österreich: Die Erste Group Bank AG ist im Handelsregister des Handelsgerichts Wien unter der Nummer 33209m registriert. Die Erste Group Bank AG wird von der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) (Otto-Wagner Platz 5, 1090, Vienna, Austria) beaufsichtigt und reguliert. Deutschland: Die Erste Group Bank AG ist für die Erbringung von Wertpapierdienstleistungen in Deutschland durch die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) autorisiert und wird teilweise durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) reguliert. Vereinigtes Königreich: Die Erste Group Bank AG wird im Rahmen von Wertpapierdienstleistungen im Vereinigten Königreich von der Financial Conduct Authority und der Prudential Regulation Authority beaufsichtigt. Dieses Dokument darf ausschließlich an geeignete Gegenparteien und professionelle Kunden verteilt werden. Es darf nicht an Privatkunden ausgeteilt werden. Keine anderen Personen als geeignete Gegenparteien oder professionelle Kunden sollten dieses Dokument lesen und sich auf die enthaltenen Informationen verlassen. Die Erste Group übt keine Investment-Dienstleistungen für Privatkunden aus. Tschechien: Die Česká spořitelna, a.s. wird im Rahmen der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen in Tschechien von der Tschechischen Nationalbank (CNB) beaufsichtigt und reguliert. Kroatien: Die Erste Bank Croatia wird im Rahmen der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen in Kroatien von der kroatischen Finanzdienstleistungsaufsicht (CFSSA) beaufsichtigt und reguliert. Ungarn: Die Erste Bank Hungary ZRT. sowie die Erste Investment Hungary Ltd. werden im Rahmen der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen in Ungarn von der Ungarischen Finanzmarktaufsichtsbehörde (PSZAF) beaufsichtigt und reguliert. Serbien: Die Erste Group Bank AG wird im Rahmen der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen in Serbien von der serbischen Wertpapierkommission (SCRS) beaufsichtigt und reguliert. Rumänien: Die Banka Comerciala Romana wird im Rahmen der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen in Rumänien von der Rumänischen Nationalen Wertpapieraufsicht (CNVM) beaufsichtigt und reguliert. Polen: Die Erste Securities Polska S.A. wird im Rahmen der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen in Polen von der Polnischen Finanzmarktaufsichtsbehörde (PFSA) beaufsichtigt und reguliert. Slowakei: Die Slovenská sporiteľňa, a.s. wird im Rahmen der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen in der Slowakei von der Slowakischen Nationalbank (NBS) beaufsichtigt und reguliert. Türkei: Die Erste Securities İstanbul Menkul Değerler A.Ş. wird im Rahmen der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen in der Türkei von der türkischen Finanzmarktaufsicht (Capital Markets Board) beaufsichtigt und reguliert. Wie von der türkischen Finanzmarktaufsicht (Capital Markets Board) vorgeschrieben, stellen die in diesem Dokument enthaltenen Informationen, Kommentare und Empfehlungen keine Anlageberatung dar. Eine Anlageberatung erfolgt ausschließlich in Verbindung mit einer vertraglichen Vereinbarung zwischen einem Brokerunternehmen, einem Portfolioverwaltungsunternehmen sowie Banken ohne Einlagensicherungsgeschäft und Kunden. Kommentare und Empfehlungen in diesem Dokument basieren auf subjektiven Meinungen der en. Diese Meinungen entsprechen nicht zwangsläufig ihren Vermögensverhältnissen sowie Risiko- und Ertragserwartungen. Aus diesem Grund kann eine alleinig auf der Grundlage dieser Informationen getroffene Anlageentscheidung dazu führen, dass ihre Erwartungen von den eintretenden Ergebnissen nicht erfüllt werden. Schweiz: Diese Finanzanalyse stellt weder einen Prospekt noch irgendeine Form des Angebots oder der Listung von Wertpapieren wie unter Artikel 652a, 752 and 1156 des Schweizerischen Obligationenrechts sowie den Vorschriften der Schweizerischen Börse SWX beschrieben dar. Hong Kong: Dieses Dokument darf in Hongkong nur von professionellen Anlegern im Sinne von Schedule 1 der Securities and Futures Ordinance (Cap.571) von Hongkong und etwaigen hierin getroffenen Regelungen entgegengenommen werden. Erste Group Bank AG All rights reserved. Veröffentlicht durch die Erste Group Bank AG, Neutorgasse 17, 1010 Wien, Österreich Hauptsitz: Wien Handelsregisternummer: 33209m Handelsgericht Wien Telefon +43 (0) ext Erste Group Homepage: In Bloomberg geben Sie bitte folgendes ein: EBS AV and then F8 GO Erste Group Research Equity Weekly Seite 18

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