Multimomentaufnahme. BIOS-Institut 1
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- Daniel Walter
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1 BIOS-Institut Institut Multimomentaufnahme BIOS-Institut 1
2 Multimomentaufnahme (1) Allgemeines (HOP-BMI 2007) Die Multimomentaufnahme/ MMA ist ein Stichproben- verfahren zur Ermittlung der Auftrittshäufigkeit zuvor festgelegter Ereignisse (bspw. Aufgaben/Tätigkeiten) Die Aufgaben werden zu vorher festgelegten Zeitpunkten auf Rundgängen durch den Untersuchungsbereich beobachtet und notiert Werden genügend solcher Beobachtungen gemacht, kann eine gültige Aussage zu den Anteilen der vorkommenden Aufgaben gemacht werden BIOS-Institut 2
3 Multimomentaufnahme (2) Gültigkeit der Stichprobe Die Stichprobe (Beobachtungszeitpunkte) müssen zufällig gewählt werden Die Zufälligkeit der Stichprobe der MMA ist dann gewährleistet, wenn jeder Zeitpunkt der Erhebungsphase mit derselben Wahrscheinlichkeit Teil der Stichprobe sein kann Der Umfang der Stichprobe muss ausreichend groß sein Der notwendige Umfang der Stichprobe ist abhängig von der geforderten Genauigkeit der Ergebnisse (Vertrauensbereich bzw. Fehlergrenze = %uale Schwankung um den tatsächlichen Wert) Die Verhältnisse im Untersuchungsbereich müssen während der Beobachtung typisch sein BIOS-Institut 3
4 Multimomentaufnahme (3) Voraussetzungen Die zu beobachtenden Aufgaben müssen eindeutig und leicht identifizierbar sein (repetitive Aufgaben) Bedingt geeignet sind konzeptionelle Aufgaben Sonstige Kennzeichen Die MMA kann sowohl eigenständig als auch in Kombination mit anderen Erhebungstechniken (bspw. Selbstaufschreibung) eingesetzt werden Die MMA wird häufig zur Plausibilisierung der mittels anderer Erhebungstechniken erhobenen Daten eingesetzt BIOS-Institut 4
5 Stichprobenumfang bestimmen (1) Die Anzahl der notwendigen Beobachtungen hängt von der erforderlichen Genauigkeit der Ergebnisse und damit vom Vertrauensbereich ab Bei einem Vertrauensbereich von 2-2,5% und einer Aussagewahrscheinlichkeit von 95% (z-wert = 1,96) ergibt sich folgende Formel für die Berechnung des Stichprobenumfangs BIOS-Institut 5
6 Stichprobenumfang bestimmen (2) Z-Wert der Aussagewahrschein- geschätzter %- Anteil lichkeit von 95% der Aufgabe = 18 Umfang der geforderte Ergebnis der Stichprobe Genauigkeit = 2% Stichprobe rd BIOS-Institut 6
7 Anzahl der Rundgänge bestimmen Ergebnis der Stichprobe rd Rundgänge pro Tag Dauer der MMA in Tagen Beobachtungen pro Rundgang BIOS-Institut 7
8 Zwischenauswertung der MMA (1) Eine Zwischenauswertung dient dazu, die Schätzung des Prozentanteils der Aufgabe, die zur Ermittlung des Stichprobenumfangs genutzt wurde, zu überprüfen. BIOS-Institut 8
9 Zwischenauswertung der MMA (2) Die Zwischenauswertung wurde nach 500 von Beobachtungen durchgeführt. Dabei wurde die Ablaufart persönliche Verteilzeit in 98 Fällen beobachtet. Daraus ergibt sich der folgende Anteil für persönliche Verteilzeit: Geschätzter Anteil 18% BIOS-Institut 9
10 Anpassungen der MMA Anpassungen der Anzahl der Stichproben (vorher: 1.420) Anpassungen der Anzahl der Rundgänge g (vorher 6): BIOS-Institut 10
11 Vorteile der MMA Geringerer Aufwand als eine Vollerhebung Das Untersuchungsteam ist unabhängig von den Aussagen der Beschäftigten Die Beobachtung selbst kann nach Einweisung durch Aushilfskräfte vorgenommen werden Die betroffenen Beschäftigten werden durch die MMA geringfügig bei der Aufgabenerledigung gestört Die Daten sind, abhängig von der Stichprobengüte, belastbar BIOS-Institut 11
12 Nachteile der MMA Umfangreiche und komplexe Arbeitsvorgänge können kaum abgebildet werden Die Vorarbeiten (bspw. Ermittlung der unterschiedlichen Stichprobenumfänge etc.) sind nicht unerheblich Aus der MMA können keine Mengenangaben abgeleitet werden Gegenüber den MitarbeiterInnen anonymes anonymes Verfahren BIOS-Institut 12
13 Kontakt Bremerhavener Institut für Organisation und Software An der Karlstadt 10 D Bremerhaven T: 0471/ F: 0471/ BIOS-Institut 13
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