Skriptum. Numerik. Definitionen und Sätze
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- Brigitte Gerber
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1 Skriptum Numerik Definitionen und Sätze c Stefan Englert Würzburg, 2009
2 Inhaltsverzeichnis 1 Fehleranalyse Zahlendarstellung Gleitkommazahlen, absoluter Fehler, relativer Fehler Maschinenoperationen, Maschinengenauigkeit eps Konditionierung einer numerischen Aufgabe Numerische Aufgaben, Kondition, Landau sche Symbole Stabilität eines numerischen Algorithmus Gutartige (stabile) Algorithmen Lineare Gleichungssysteme Fehlerabschätzung Vektorraum, Norm, Skalarprodukt Äquivalenz von Normen Matrixnorm (natürliche, max. Spaltensumme, max Zeilensumme) Eigenwerte, Hermitesche Matrizen, positiv definit Störungssatz für lineare Gleichungssysteme mit Hilfe der Kondition einer Matrix Direkte Lösungsverfahren Gauß sche Elimination durch elementare Umformungen Pivotelement, Spaltenpivotierung LR Zerlegung der Matrix PA Determinanten berechnen Rangbestimmung Inversenbestimmung (Gauß-Jordan Algorithmus) Direkte LR-Zerlegung (Algorithmus von Crout) Spezielle Gleichungssysteme Bandmatrizen Strikt diagonaldominante Matrizen (LR-Zerlegung ohne Permutationsmatrix) Positiv definite matrizen (LR-Zerlegung ohne Permutationsmatrix) Cholesky Zerlegung Nicht-reguläre Systeme Methode der kleinsten Fehlerquadrate Normalengleichungssysteme A T Ax = A T b, Gauß sche Ausgleichsrechnung QR Zerlegung von A Householder Transformation Linaere Optimierung Lineares Programm Normalform Graphische Lösung Umformung zur Normalform Struktur der Lösung eines Linearen Programms Zulässiger Bereich M = {x Ax = b, x i 0} Ecke von M (keine Konvexkombination liefert Ecke) Zuordnung lin. unabh. Spalten von A zu Ecken von M Lösung des Linearen Programms ist Ecke Simplex Verfahren Tableau Erstellung
3 3.2.2 Phase II (Basistausch bis zu Lösungsecke) Phase I (Konstruktion einer Startecke) Entartete Ecken Iterpolation Polynominterpolation Lagrange sche Interpolationsaufgabe mit Polynomen, Eindeutigkeit, Lagrange sche Basispolynome Neville Schema, Neville sches Interpolationspolynom (rekursiv) Newton sche Darstellung des Interpolationspolynoms, Dividierende Differenzen, Newton Schema Hornerschema Interpolation von Funktionen, Restglieddarstellung Interpolatorische Fehler Fehlerempfindlichkeit des Lagrange schen Interpolationspolynoms Hermite Interpolation Extrapolation am Beispiel der l Hospital schen Regel Trigonometrische Interpolation Diskrete Fourier-Analyse Gerade, ungerade Fortsetzung Schnelle Fourier Transformation Numerische Integration Interpolatorische Quadraturformel Newton-Cotes Formel bei äquidistanten Stützstellen und Restglieddarstellung Summierte Quadraturformeln und Restglied Gauß sche Quadraturformel Ordnung einer Quadraturformel Gauß sche Quadraturformel, Konstruktion Stützstellen sind Nullstellen des Legendre Polynoms Gewichte der Gauß schen Quadraturformel und Restglied Romberg sche Integration Extrapolation der summierten Trapezregel Schema bei sukzessiver Intervallhalbierung (Neville) A-postiori-Abschätzung Vorgabe: Fehler ɛ, finde Schrittweite h Nullstellenbestimmung reellwertiger Funktionen Intervallschachtelung Newton-Verfahren lokales Konvergenzverhalten Newton-Iteration bei mehrfachen Nullstellen Newton-Verfahren bei Polynomen Konvergenzverhalten von Iterationsverfahren Konvergenz der Ordnung p Konstruktion von Verfahren höherer Ordnung Numerische Bedeutung des Ordnungsbegriffes Weitere Iterationsverfahren Sekantenmethode Konvergenzeigenschaft der Sekantenmethode Regula falsi
4 7 Matrixeigenwertaufgaben Charakteristisches Polynom Konditionierung des Eigenwertproblems Gerschgorinkreise Störungssatz Iterative Verfahren Potenzmethode Reduktionsmethode Jordannormalform durch Ähnlichkeitstransformation, Konditionierung der Ähnlichkeitstransformation, z. B. Householder Eigenwertproblem für Hessenberg- oder Tridiagonalmatrizen LR Zerlegung QR Zerlegung Charakteristisches Polynom einer Hessenbergmatrix Charakteristisches Polynom einer symmetrischen Tridiagonalmatrix 25 8 Iterative Methoden zur Lösung linearer Gleichungssysteme Fixpunktiteration Jacobi- und Gauß-Seidel-Verfahren Konvergenz, Spektralradius Relaxationsverfahren Abstiegsverfahren, Gradientenverfahren Modellproblem Numerik gewöhnlicher Differentialgleichungen Anfangswertaufgaben, AWA Theorie Vektorfeld Existenzsatz von Peano Eindeutigkeit Numerik Explizite Einschrittmethoden Polygonzugverfahren Diskretisierungsfehler Konsistenz, Konsistenzordnung Runge-Kutta-Formeln Lokale und globale Konvergenz Schrittweitenkontrolle Numerische Stabilität Stabilitätsgebiete Extrapolationsmethode Gragg-Stoer-Bulisch Lineare Randwertaufgaben Einfache Schießmethoden Mehrfachschießmethode
5 1 Fehleranalyse 1.1 Zahlendarstellung Gleitkommazahlen, absoluter Fehler, relativer Fehler Q-stellige Dezimaldarstellung durch Aufrunden oder Abrunden. Der absolute Fehler fl(x) x und der relative Fehler fl(x) x x Maschinenoperationen, Maschinengenauigkeit eps Entspricht der Obergrenze des relativen Fehlers eps := 5 10 q. 1.2 Konditionierung einer numerischen Aufgabe Numerische Aufgaben, Kondition, Landau sche Symbole Berechnung endlich vieler Größen mittels funktionaler Vorschriften. Die Kondition beschreibt die Abhängigkeit der Lösung eines Problems von der Störung der Eingangsdaten. Die Konditionszahl stellt ein Maß für diese Abhängigkeit dar. Fehlerfortpflanzung bei Funktionen über Mittelwertsatz der Differentialrechnung und Taylorentwicklung. 1.3 Stabilität eines numerischen Algorithmus Zusatzdefinition. Fehler des Algorithmus überschreiten nicht den Rundungsfehler Gutartige (stabile) Algorithmen Multiplikation ist numerisch stabil. Addition ist numerisch nicht stabil. 2 Lineare Gleichungssysteme 2.1 Fehlerabschätzung Vektorraum, Norm, Skalarprodukt 5
6 2.1.2 Äquivalenz von Normen Zusatzdefinition. Es seien im linearen Raum X zwei Normen x und x gegeben. Sie heißen äquivalent, wenn gilt α x x β x Zusatzsatz. In einem linearen Raum X endlicher Dimension sind alle Normen äquivalen Matrixnorm (natürliche, max. Spaltensumme, max Zeilensumme) Zusatzdefinition. Definition der Grenzennorm (lub) einer Matrix. Ax A = sup = sup Ax x =0 x x =1 Zusatzbeispiel. Die Grenzennormen von x 1 (Spaltensummennorm), x 2 (Spektralnorm oder Hilbertnorm, Wurzel des größten Eigenwertes von A H A), x (Zeilensummennorm), Frobeniusnorm ( a ik 2 ) 1 2 (nicht induziert aus Norm) Zusatzbemerkung. Unitäre Matrizen besitzten den Wert lub 2 (U) = 1. Zusatzdefinition. Definition der Submultiplikativität und Verträglichkeit einer Matrixnorm. AB A B Ax A x Eigenwerte, Hermitesche Matrizen, positiv definit Zusatzdefinition. Definition von positiv definit. (Jeweis reell und komplex, jeweils mit symmetrisch bzw. heritesch) Störungssatz für lineare Gleichungssysteme mit Hilfe der Kondition einer Matrix (a) Wie ändert sich x, falls b geändert wird (Ax = b)? x x x cond(a) b b, cond(a) = A 1 A b Beweis: Folgt aus Submultiplikativität und Verträglichkeit: x x A 1 b b und b A x (b) Wie ändert sich x, falls A geändert wird? x x x cond(a) A A 1 A 1 A A A 6
7 Zusatzbemerkung. Pivotisieren im Gauß schen Eliminationsverfahren hat Auswirkungen auf die Kondition. Für unitäre Matrizen ist cond 2 (U) = 1, somit kann keine so große Verschlechterung wie bei Gauß auftreten (vgl. Householder). 2.2 Direkte Lösungsverfahren Gauß sche Elimination durch elementare Umformungen Zusatzbemerkung. Aufwand: n3 3 + o(n2 ) Man bringt das Lineare Gleichungssystem mit Hilfe elementarer Umformungen von der Form (A, b) auf (R, c). Dies lässt sich auch mithilfe von Permutations- und Frobenius- Matrizen schreiben Pivotelement, Spaltenpivotierung a r1 = max{ a j1 : j = 1, 2,..., n}. Es verhindert die Division durch Null oder kleine Zahlen und macht so das Verfahren numerisch stabiler (Kondition steigt nicht so schnell) LR Zerlegung der Matrix PA Zusatzsatz. Es sei A eine nichtsinguläre n n-matrix. (a) Sind die Hauptabschnittsmatrizen nichtsingulär, so gibt es matrizen L und R, so dass A = LR. (b) Sind nicht alle Hauptabschnittsmatrizen nichtsingulär, so gibt es eine Permuationsmatrix P, so dass gilt P A = LR. Beweis: 1. Das Gaußsche Eliminationsverfahren kann ohne Zeilentausch durchgeführt werden und liefert die Zerlegung. 2. Durch Zeilentauschen kann erreicht werden, dass alle Hauptabschnittsmatrizen nichtsingulär sind. Dann 1. Zusatzbemerkung. Aus LRx = b berechnet man zuerst d aus Ld = b und dann x aus Rx = d Determinanten berechnen det(p A) = det(p ) det(a) = ± det(l) det(r) = ± det(r) det(a) = det(r), da die Matrix L normiert ist. Bei Diagonalmatrizen entspricht das Produkt der Diagonaleinträge genau der Determinanten. 7
8 2.2.5 Rangbestimmung Zusatzbemerkung. Rangbestimmung beispielsweise über Treppenzerlegung möglich Inversenbestimmung (Gauß-Jordan Algorithmus) Eine Invertierung entspricht der Simultanen Lösung von n LGS (AA 1 = I A x (k) = e k ). Entweder löst man diese direkt oder fürht simultane Gauß-Elimination durch. (A, I) (R, C). Dann gilt RA 1 = C und man hat 3 Möglichkeiten: (a) Man berechnet die Inverse Spaltenweise aus Rx (k) = c (k) (b) Gauß-Jordan-Transformation, man setzt die Elimination fort bis man (R, C) (I, A 1 ) erhält. (c) Sukzessiver Austausch der Komponenten von x gegen solche von y Direkte LR-Zerlegung (Algorithmus von Crout) In der LR-Zerlegung können n Zellen festgelegt werden, da A nur n 2 Bestimmungsgleichungen enthält. Man legt hierbei die Diagonale von L fest und berechnet daraus und immer aus bekannten Werten die Elemente von L und R. 2.3 Spezielle Gleichungssysteme Bandmatrizen Geringer Speicherbedarf und Aufwand Strikt diagonaldominante Matrizen (LR-Zerlegung ohne Permutationsmatrix) a jk < a jj k j Positiv definite matrizen (LR-Zerlegung ohne Permutationsmatrix) Zusatzsatz. Ist A positiv definit, so sind alle Untermatrizen (Hauptabschnittsmatrizen) positiv definit, ja sogar alle Hauptuntermatrizen (Entlang der Diagonalen). Zusatzbemerkung. Also können wir, wenn A eine positiv definite n n Matrix ist, Gauß- Elimination mit (und sogar ohne) Zeilentausch anwenden (vgl. vorheriger Satz). 8
9 2.3.4 Cholesky Zerlegung Zusatzbemerkung. Aufwand: n3 6 + o(n2 ) Zusatzsatz. Ist A positiv definit, so existiert genau eine untere Dreiecksmatrix mit l kk > 0 für alle k = 1,..., n, so dass A = LL H. ( ) ( ) An 1 b Ln 1 0 Beweis: Induktion mit einer Matrix A = b H und L = c H. α a nn Zusatzbemerkung. Das Cholesky-Verfahren berechnet die Matrix L mithilfe des letzen Satzes rekursiv und spaltenweise. Dann berechnet aus LL H x = b zuerst d aus Ld = b und dann x aus L H x = d. 2.4 Nicht-reguläre Systeme Methode der kleinsten Fehlerquadrate min m i=1 ( b i ) 2 k n 1 x k u k (t i ) Normalengleichungssysteme A T Ax = A T b, Gauß sche Ausgleichsrechnung QR Zerlegung von A Zusatzbemerkung. Aufwand: 2 3 n3 + o(n 2 ) Zusatzdefinition. Definition von orthogonalen und unitären Matrizen. Zusatzbemerkung. Eine Multiplikation eines Vektors mit einer reellen orthogonalen oder einer unitären Matrix verändert die Euklidische Länge des Vektors nicht und die Eigenwerte unitärer Matrizen haben die Länge λ = 1. Zusatzbemerkung. Die QR-Zerlegung einer Matrix A ist nicht eindeutig. Aus einer QR- Zerlegung kann man wegen Q H = Q 1 sehr schnell Rx = c bestimmen und dann x Householder Transformation Zusatzlemma. Die durch U = I 2ωω H mit ω C n und ω 2 = 1 ( Householder- Matrizen) definierten n n Matrizen sind unitär, hermitesch und involutorisch. Beweis: Nachrechnen. 9
10 Zusatzlemma. Sei K = R oder C, sowie e 1 der erste Einheitsvektor des R n. Zu jedem Vektor v K n, der linear unabhängig zu e 1 ist, existiert eine Householder-Matrix U = I 2ωω H (ω K n ), die die folgende Eigenschaft besitzt (α K): Uv = αe 1 Beweis: Vektor lässt sich direkt angeben ω = v αe 1 v αe 1 2 mit geeignetem α. Zusatzbemerkung. Aus dem vorherigen Satz lässt sich iterativ eine QR-Zerlegung gewinnen. Dabei muss die Matrix Q nie direkt ausgerechnet werden, man kann auch nur mit den Iterationsmatrizen arbeiten. 3 Linaere Optimierung Maximiere eine Zielfunktion q k=1 c kx k unter Nebenbedingungen q k=1 a jkx k b j j = 1,..., m, x k 0, k = 1,..., q. 3.1 Lineares Programm Zusatzdefinition. Definition des Standardproblems der linearen Optimierung bzw. eines Linearen Programms. Verwendung von Schlupfvariablen um die Ungleichungen in Gleichungen zu verwandeln Normalform unter den NB max ( z ) A 0 c 1 x 0 ( ) x = z ( ) b d c = ( c 1,..., c n ) Zusatzdefinition. Definition von vollständig und zulässig, Basislösung Graphische Lösung Umformung zur Normalform Struktur der Lösung eines Linearen Programms Zulässiger Bereich M = {x Ax = b, x i 0} 10
11 3.1.6 Ecke von M (keine Konvexkombination liefert Ecke) Zuordnung lin. unabh. Spalten von A zu Ecken von M Lösung des Linearen Programms ist Ecke 3.2 Simplex Verfahren Tableau Erstellung Zusatzsatz. Ablauf der Simplexmethode und zugehöriges Starttableau. ( A 0 ) b c 1 d (a) Wähle c s < 0 minimal sonst STOP (Optimallösung) (b) Zeile so, dass br a rs minimal Falls alle a rs 0 keine endliche optimale Lösung möglich Andernfalls Einheitsvektor erstellen Phase II (Basistausch bis zu Lösungsecke) Zusatzdefinition. Definition von nicht entartet. Zusatzsatz. (a) Sind alle bei der Phase II der Simplexmethode auftretenden Tableaus nicht entartet, so endet das Verfahren nach endlich vielen Schritten mit einem optimalen Tableu. Die Basislösung dieses optimalen Tableaus ist eine Optimallösung. (b) Tritt bei der Phase II der Simplexmethode Entartung auf, so kann man dafür sogen (z. B. lexikographische Simplexmethode), dass keine Basislösung öfter als einmal auftaucht. Dann konvergiert die Phase II nach endlich vielen Schritten. Beweis: Jede Basis besteht aus m der n Indizes. Es gibt also stets nur ( n m) verschiedene Basen und maximal so viele zulässige, da der Gewinn steigt kann keine Basislösung zweimal auftreten (in 2. auch ausgeschlossen) Phase I (Konstruktion einer Startecke) Falls kein vollständiges zulässiges Lineares Programm vorliegt, so müssen wir eine Phase I vorschalten: (a) Sind nicht alle b i 0, so multipliziere die Zeile mit 1. 11
12 (b) Enthält die Matrix A alle Einheitsvektoren als Spalten, so können wir durch Gaußelimination die zugehörigen c j zu Null machen und erhalten ein vollstäniges Lineares Programm (c) Falls wir einfach m-spalten auswählen, so könnte die zugehörige Matrix A J singulär sein, oder die zugehörige Basislösung könnte nicht zulässig sein (negative Komponenten). Dann gegen wir wie folgt vor: O.E. sind alle b j 0 Wir verwendet statt der Matrix A die Matrix (A, I m ) und verwenden die zusätzliche Nebenbedingung x n+1 + x n x n+m + z = 0. Das modifizierte Starttableau ist dann ( ) A 0 b c c = (0,..., 0, 1,..., 1), 1 d = 0 das durch Subtraktion aller Zeilen 1 bis m von m + 1 in ein vollständiges zulässiges Lineares Programm überführt werden kann. Ist dann d = 0, dann ist die zugehörige optimale Basis zulässige Basis für Ax = b. Und wir können Phase II mit dieser zulässigen Lösung einläuten. Andernfalls besitzt das Lineare Programm keine zulässige Lösung Entartete Ecken Ein Tableau ist entartet Gewinn beim nächsten Simplex ändert sich nicht. 4 Iterpolation Zusatzdefinition. Definition des Interpolationsproblems. Zusatzbemerkung. Das Interpolationsproblem ist äquivalent zum linearen Gleichungssystem n k=0 c ku k (x j ) = y j mit einer Basis u k. Demnach lassen sich Aussagen der lin. Algebra verwenden (Für beliebige Seite eindeutig lösbar Matrix nichtsingulär Homogene System hat nur die Nulllösung) Zusatzbemerkung. Für numerisches Rechnen genügt es nicht dass die Matrix nichtsingulär ist, man benötigt, dass diese nicht schlecht konditioniert ist (Beeinflussung durch Basiswechsel). 4.1 Polynominterpolation Lagrange sche Interpolationsaufgabe mit Polynomen, Eindeutigkeit, Lagrange sche Basispolynome Zusatzsatz. Zu beliebigen n + 1 verschiedenen Stützstellen x 0,..., x n in C und zu beliebigen komplexen Zahlen y 0,... y n gibt es genau ein P P n mit der Interpolationseigenschaft. Sind alle Stützstellen reell so auch das Interpolationspolynom. 12
13 Beweis: Nach dem Fundamentalsatz der Algebra besitzt das homogene System nur die Nulllösung. Zusatzbemerkung. Mit hilfe der Lagrangeschen Stützpolynome L j (x) = n k=0,k j kann man das Interpolationspolynom mit P := n j=0 y jl j angeben. x x k x j x k Neville Schema, Neville sches Interpolationspolynom (rekursiv) Zusatzdefinition. Ziel des Neville Schema. Ziel ist es nur einen fest vorgegenen Wert des Interpolationspolynoms zu berechnen. Dabei gilt die folgende Formel für die Interpolierende Gerade und die Rekursionsformel (Interpolationspolynome für k + 1 Bedingungen): P j,1 = (x x j)y j+1 + (x j+1 x)y j x j+1 x j P j,k (x) = (x x j)p j+1,k 1 (x) + (x j+k x)p j,k 1(x) x j+k x j Man berechnet zuerst die P j,1 und dann iterativ die weiteren, der Wert von P (x) entspricht P 0,n (x) Newton sche Darstellung des Interpolationspolynoms, Dividierende Differenzen, Newton Schema Zusatzdefinition. Definition der Dividierenden Differenzen (besonders einfach für äquidistante Stützstellen). f[x 0,..., x n ] = f[x 0,..., x n 1 ] f[x 1,..., x n ] x 0 x n Zusatzsatz. Das Interpolationspolynom kann dargestellt werden durch P (x) = y 0 + f[x 0, x 1 ](x x 0 ) + + f[x 0,..., x n ] n 1 (x x j ) j=0 }{{} Newtonsche Basispolynome Beweis: Induktion über den Hauptkoeffizienten und die Rekursionsformel von Neville und die Nullstellen von P 0,n P 0,n 1. Zusatzbemerkung. Weiterer Punkt erzeugt nur zusätzliche Zeile im Schema Hornerschema Zusatzdefinition. Für das numerische Rechnen ist es wichtig, die Newtonsche Interpolationsformel geschickt auszuwerten, etwa nach dem Horner-Schema (leichter ableiten). ( ) ) P (t) =... ((c n (t x n 1 ) + c n 1 )(t x n 2 ) + c n 2... (t x 0 ) + c 0 13
14 4.1.5 Interpolation von Funktionen, Restglieddarstellung Zusatzsatz. Sei f C n+1 [a, b] und P P n das Interpolationspolynom. Zu jedem x [a, b] existiert ein η x in conv(x, x 0,..., x n ) mit der Eigenschaft f(x) P (x) = f (n+1) (η x ) (n + 1)! n (x x j ) j=0 Beweis: Definition einer Konstanten und Betrachtung einer Funktion, die nach Rolle eine Nullstelle in der n + 1-ten Ableitung hat Interpolatorische Fehler Zusatzsatz (Weierstraß). Sei f C[a, b]. Dann gilt lim n sup P Pn f P = 0, d. h. man kann eine stetige Funktion durch Polynome beliebig genau annähern. Zusatzbemerkung. Man darf dabei die Interpolationsstellen nicht unbedingt äquidistant wählen, wie Runge erkannt hat. Beispielsweise wählt man Chebyshev-Knoten. Auch ist die Basis {1, x,..., x n } numerisch sehr schlecht. Besser sind hier die Chebyshev Polynome Fehlerempfindlichkeit des Lagrange schen Interpolationspolynoms Numerisch instabil Hermite Interpolation Zusatzbemerkung. Iterpolationsart (Verallgemeinerung von Lagrange), bei der man ein äquidistantes Gitter verwenden kann und dann ähnlich wie bei Splines die einzelnen Bereiche getrennt interpoliert. Dabei fordert man, dass die Ableitungen in den Punkten auch übereinstimmen, also die Interpolationsfunktion glatt ist Extrapolation am Beispiel der l Hospital schen Regel Zusatzbemerkung. Hat man einen Grenzwert den man normal nicht berechnen kann, z. B. nur mit l Hospital, so kann man zu einen Interpolationspolynom an den Stellen (h, α(h)) übergehen und dort den Punkt (Grenzwert) einsetzen (z. B. mit Neville). 14
15 4.2 Trigonometrische Interpolation Zusatzdefinition. Definition eines trigonometrischen Polynoms vom Grad n T n und deren komplexe Schreibweise. Angabe der Basis des Raums aller Trigonometrischen Funktionen. (Dimension 2n + 1). {e ikx} n k= n {1, cos x, sin x,..., cos nx, sin nx} Zusatzsatz. Zu 2n + 1 Stützpunkten gibt es genau ein T n T n mit der Eigenschaft T n (x j ) = y j. Beweis: Durch Substitution z = e ix erhält man den Einheitskreis und eine vorherige Interpolation ist möglich Diskrete Fourier-Analyse Zusatzsatz (Trigonom. Interp. mit äquidist. Stützstellen (einfache Rechnung)). Es seien die Zahlen y 0, y 1,..., y 2n gegeben. Es sei T n (x) = n k= n c ke ikx das trigonometrische Interpolationspolynom für äquidistante Stützstellen, dann ist c k = 1 2n + 1 2n j=0 y j e 2πijk/(2n+1), k = n,..., n Beweis: Nachrechnen mit Cauchy-Produkt und Orthogonalitätsrelation. Zusatzdefinition (Allgemeine Fourierzerlegung). Definition der Entwicklung von f in ihre Fourierreihe und der Fourierkoeffizienten. s n (f, x) := n k= n c k e ikx c k = 1 2π f(t)e ikt dt 2π 0 Zusatzbemerkung. Zur Berechnung der Fourierkoeffizienten verwendet man dann z.b. die Trapezregel. Zusatzbemerkung. Auch für die trigonometrischen Polynome gibt es einen Satz von Weierstraß Gerade, ungerade Fortsetzung Zusatzbemerkung. Man setzt eine bestehende Funktion t [0, T/2] zu einer periodischen Funktion fort. Entweder gerade oder ungerade. Bei der Fourierentwicklung fallen dann Koeffizienten weg. 15
16 4.2.3 Schnelle Fourier Transformation Zusatzbemerkung. Aufwand: O(n log n) Zusatzdefinition. Beschreibung der Fast Fourier Transform Die Berechnung der Koeffizientn c k, N k N dauert sehr lange wenn N groß ist. Wegen c k = c N k genügt es aber die c k mit N 1 k 0 auszurechnen. Teilt man die dort auftretende Summe wieder in gerade und ungerade Indizes auf (N = 2 q ), so handelt es sich wieder um Summen gleicher Struktur, bei denen wieder nur die Hälfte der Koeffizienten ausgerechnet werden müssen. 5 Numerische Integration 5.1 Interpolatorische Quadraturformel Newton-Cotes Formel bei äquidistanten Stützstellen und Restglieddarstellung Zusatzdefinition. Definition der Trapezregel b f(a) T (h) = σ(x)dx = h 2 a N 1 + j=1 f(x j ) + f(b) 2 Zusatzsatz. Sei f C 2 [a, b]. Dann gibt für N N und h = (b a)/n: b T (h) f(x) dx b a 12 h2 f a Beweis: Interpolationsabschätung für alle Teilbereiche abschätzen und Summieren. Zusatzdefinition. Definition der Simpsonregel S(h) = b a q 1 σ(x)dx = h {f(x 2j ) + 4f(x 2j+1 ) + f(x 2j+2 )} 3 j=0 Zusatzsatz. Sei f C 4 [a, b]. Dann lässt sich eine Fehlerabschätzung angeben: b S(h) f(x) dx b a 180 h4 f (4) a Beweis: Interpolationsabschätung für alle Teilbereiche abschätzen und Summieren. 16
17 5.1.2 Summierte Quadraturformeln und Restglied Zusatzbemerkung. Es ist schlechter Polynome höherer Ordnung zu verwenden als den Bereich aufzuteilen und Summen zu bilden. 5.2 Gauß sche Quadraturformel Ordnung einer Quadraturformel Zusatzdefinition. Die Ordnung einer Quadraturformel entspricht dem Exaktheitsgrad (für Polynome) plus Eins. Zusatzbemerkung. Man kann zeigen, dass keine Quadraturformel mit n Stützstellen existiert, die alle Polynome bis Grad 2n exakt integriert Gauß sche Quadraturformel, Konstruktion Zusatzdefinition. Gauß sche Quadraturformel. Man möchte eine Funktion integrieren, die mit einer Gewichtsfunktion (stetig und positiv und die Momente b a w(x)xk dx existieren) versehen ist. Man suche Abszissen x 1 < < x n und Gewichte w 1,..., w n, so dass die Quadraturformel für alle algebraischen Polynome f möglichst hohen Grades mit dem Integral übereinstimmt. Zusatzsatz. Zu jedem n N und jeder Gewichtsfunktion gibt es eindeutig bestimmte Abszissen und Gewichte, so dass für alle algebraischen Polynome vom Grade 2n 1 gilt: n b w j f(x j ) = w(x)f(x)dx j=1 a Stützstellen sind Nullstellen des Legendre Polynoms Zusatzsatz (Orthogonalpolynome für das Gewicht w). Zu einer vorgegebenen Gewichtsfunktion gibt es eine eindeutig bestimmte Folge von Polynomen, die orthogonal sind für: P i, P j := b a w(x)p i (x)p j (x)dx Beweis: Gemäß dem Schmidtschen Orthogonalisierungsverfahren. Zusatzsatz. Die Nullstellen x j, j = 1,..., n, des Orthogonalpolynoms P n sind verschieden und liegen in (a, b). Zusatzsatz. Für beliebige paarweise verschiedene Zahlen t 1, t 2,..., t n ist die n n Matrix (P i (t j )) ij i = 0,... n 1, j = 1,..., n nichtsingulär. 17
18 Beweis: Wäre sie singulär, so wären alle Zeilenvektoren linear abhängig und das Polynom P = n 1 i=0 α jp j hätte zu viele Nullstellen. Zusatzsatz. Es seien x 1,..., x n die Nullstellen des Orthogonalpolynoms P n. Für die eindeutige und positive Lösung (w 1,..., w n ) des LGS n P k (x j )w j = j=1 { b a w(x)dx, für k = 0 0, für k = 1, 2,..., n 1. gilt: b a w(x)p (x)dx = n w j P (x j ) für alle P P 2n 1. j=1 Beweis: LGS eindeutig aus vorherigen Sätzen. Zerlegung von P = P n Q + R mit Q, R P n 1 und eindeutig darstellbar durch P k k n 1. Berechnung des Integrals (Nutzung der Orthogonalität) liefert gleiches wie die Summe (Nutzung der Nullstellen) Gewichte der Gauß schen Quadraturformel und Restglied Zusatzbeispiel. Legendre Polynome zu w = 1, Chebyshev Polynome zu w(x) = 1 1 x 2. Zusatzsatz. Ist f C 2n [a, b], so gilt (mit Gleichheit für alle Polynome vom Grade 2n) n b w j f(x j ) w(x)f(x)dx a f (2n) P n, P n (2n)! j=1 Beweis: Vorgabe eines Polynoms mit 2n Bedingungen mit NS von Orthogonalpolynomen, für diese die Fehlerabschätzung berechnen. 5.3 Romberg sche Integration Zusatzsatz (Euler-Maclaurinsche Summenformel). Es sei f C 2m+2 [a, b] für ein m = 0 oder m N und h := (b a)/n. Dann besitzt die Trapezsumme die asymptotische Entwicklung T (h) = b a f(x)dx + m j=1 B 2j (2j)! h2j( f (2j 1) (b) f (2j 1) (a) ) + h 2m+2 α m+1 (h, f) Zusatzbemerkung. Für periodische Funktionen (z. B. Fourierkoeffizienten) liefert die Euler- Maclaurinsche Summenformel, dass die Trapezregel sehr gute Ergebnisse liefert, da die Summe (Periodizität der Ableitung) herausfällt. 18
19 5.3.1 Extrapolation der summierten Trapezregel Zusatzdefinition. Rombergverfahren aus der Trapezregel. Die Euler-Maclaurinsche Summenformel liefert eine Restglieddarstellung für T (h) b a f(x)dx und ebenfalls möglich für halbierte Intervallgröße. Aus beiden lässt sich dann ein Verfahren kombinieren, sodass man ein Verfahren höherer Ordnung erhält und allgemein noch höherer Ordnung Schema bei sukzessiver Intervallhalbierung (Neville) Zusatzdefinition. Aussehen des Tableaus zum Romberg-Verfahren. 5.4 A-postiori-Abschätzung Zusatzbemerkung. A-priori Abschätzungen verwenden f (n) (η) (I(f) I h ), A-posteriori verwenden statt Ableitungen o(h) (I h I h ) Vorgabe: Fehler ɛ, finde Schrittweite h 6 Nullstellenbestimmung reellwertiger Funktionen Zusatzdefinition. Definition von Iterationsfunktion, Fixpunkt und stark kontrahierend für Funktionen. Zusatzsatz (Banachscher Fixpunktsatz). Sei X ein vollständiger metrischer Raum mit Metrik d. Jede stark kontrahierende Abbildung F : X X besitzt genau einen Fixpunkt x in X. Das Iterationsverfahren konvergiert für jeden Startpunkt x 0 X und es gilt d(x k, x ) M k 1 M d(x 0, x 1 ) Beweis: Dreiecksungleichungen auf die Folge (x k ) k=0 Cauchyfolge. 6.1 Intervallschachtelung Zusatzdefinition. Definition des Bisektionsverfahren. Ähnlich wie Regula falsi, nur dass das Intervall immer halbiert wird. 6.2 Newton-Verfahren 19
20 6.2.1 lokales Konvergenzverhalten Man bildet die Tangente T (x) = f(x 0 ) + (x x 0 )f (x 0 ) an einen Punkt und bestimmt den Nullpunkt und iteriert dies und erhält das Newton-Verfahren. x k+1 = x k f(x k) f (x k ) Zusatzsatz. Sei f C 2 [a, b] und x eine Nullstelle von f mit f (x ) 0, dann hat das Newton-Verfahren die Ordnung p 2 und genau p = 2 falls f (x ) 0. Beweis: Ableiten der Iterationsfunktion und dann (späterer) Satz Newton-Iteration bei mehrfachen Nullstellen Zusatzbemerkung. Das Newton-Verfahren besitzt bei Nullstellen m-ter Ordnung nur die Ordnung 1. Besser ist dann das Verfahren Doppelschrittverfahren: x k+1 = x k (m + 1)f(x k) f (x k ) Newton-Verfahren bei Polynomen Zusatzbemerkung. Bei Polynomen kann man einen Kreis um den Nullpunkt angeben, in dem alle Nullstellen liegen. Zusatzbemerkung. Manchmal weiß man, dass alle Nullstellen eines Polynoms reell sind (Eigenwertberechnung von symmetrischen Matrizen), dann konvergiert das Newton-Verfahren mit genügend kleinem Startpunkt gegen die kleinste Nullstelle. 6.3 Konvergenzverhalten von Iterationsverfahren Konvergenz der Ordnung p Zusatzdefinition. Definition eines Iterationsverfahren von der Ordnung p. d(x, x k+1 ) K(d(x, x k )) p, K < 1 für p = 1 Zusatzsatz. Sei F : [a, b] [a, b] p-mal stetig diffbar. Ist F (x ) = = F (p 1) (x ) = 0 und F (p) (x ) 0, so hat das Iterationsverfahren die Ordnung p, falls p 2 und 1, falls p = 1 und F (x ) < 1 ist. Beweis: Taylorentwicklung um x. Zusatzbemerkung. Bei Verfahren der Ordnung p > 1 muss man darauf achten, dass der Startpunkt genügend nahe bei x liegt, da nur lokale Konvergenz vorliegt. 20
21 6.4 Konstruktion von Verfahren höherer Ordnung Zusatzbemerkung. Gegeben sei ein Iterationsverfahren, das nur die Konvergenzordnung p = 1 besitzt, dann beschleunigt die 2 -Methode von Atiken die Konvergenz. y k = x k ( x k) 2 2 x k Zusatzbemerkung. Verwendet man im Verfahren von Atiken stets die neueste Information so erhält man des Verfahren von Steffensen (y k hat dann höhere Ordnung) Numerische Bedeutung des Ordnungsbegriffes Für p = 1 wird die Differenz in jedem Schritt um den Faktor K verkleinert Für p 2 wird ab einer gewissen Genauigkeit in jedem Schritt die Genauigkeit um p-stellen verbessert. 6.5 Weitere Iterationsverfahren Sekantenmethode Zusatzdefinition. Definition der Sekatenmethode. (Keine Ableitung notwendig) Man beginnt mit zwei Punkten und bildet nicht die Tangente sondern die Sekante und bestimmt die Nullstelle der Interpolationsgeraden und iteriert dies dann Konvergenzeigenschaft der Sekantenmethode Zusatzbemerkung. Die Sekantenmethode konvergiert nur lokal mit Konvergenzordnung p = Regula falsi Sei f C[a, b]. Man finde zunächst zwei Punkte mit unterschiedlichem Vorzeichen (Wegen der Stetigkeit liegt eine Nullstelle dazwischen). Als neuen Punkt fügt man die Nullstelle der Interpolationsgeraden durch beide Punkte hinzu und iteriert weiter mit dem Punkt aus den vorherigen, dessen Funktionswert ein unterschiedliches Vorzeichen hat zum Funktionswert in der Nullstelle hat. Zusatzbemerkung. Die Regula falsi ist global konvergent mit Konvergenzordnung p = 1. 21
22 7 Matrixeigenwertaufgaben 7.1 Charakteristisches Polynom Zusatzdefinition. Definition des charakteristischen Polynoms (det(a λi)), Eigenvektoren, geometrische Vielfachheit, algebraische Vielfachheit. 7.2 Konditionierung des Eigenwertproblems Gerschgorinkreise Zusatzlemma. Es sei lub eine Grenzennorm einer Vektornorm. Ist B eine beliebige n n Matrix, so gilt für alle Eigenwerte λ von A: lub ( (λi B) 1 (A B) ) 1, falls λ nicht auch Eigenwert von B ist. Beweis: Grenznorm größer als Quotienten zu spezellem Wert (Eigenvektor von A). Zusatzsatz. (a) Für alle Eigenwerte λ von A und jede Grenzennorm gilt λ lub(a). (b) (Gerschgorin-Kreise) Alle Eigenwerte von A liegen in n K j, K j := z C : z a jj j=1 n k=1,k j a jk (c) Alle Eigenwerte von A liegen in n K k, K k := z C : z a kk k=1 n j=1,k j a jk Beweis: 1. B = 0 in Lemma, 2. B = diag(a jj ) und Maximumsnorm. 3. A und A T haben gleiche Eigenwerte. Zusatzbemerkung. Für diagonaldominante Matrizen mit positiver Diagonale folgt so z. B. die positive Definitheit. Zusatzbemerkung. Ist ein Teil der Gerschgorinkreise disjunkt zu den andern, so liegen genau so viele in diese Menge, wobei die algebraischen Vielfachheiten gezählt werden. Zusatzdefinition. Definition des Rayleigh-Quotienten und dessen Eigenschaften. 22
23 7.2.2 Störungssatz Zusatzdefinition. Definition einer absoluten Grenzennorm (z. B. lub 1, lub 2, lub ). Zusatzsatz. Es sei lub eine absolute Grenzennorm. Es sei A eine diagonalisierbare n n Matrix, also T 1 AT = D mit einer Matrix T, deren Spalten Eigenvektroen von A sind. Sei B eine beliebige n n Matrix. Dann gilt: λ(b) λ(a) cond(t )lub(a B) Beweis: Einsetzen und Anfangslemma. Zusatzbemerkung. Eine Normale Matrix ist unitär diagonalisierbar und cond(t ) = 1. Generell gehen Rundungsfehler nur linear ein. Falls eine Matrix nicht diagonalisierbar ist, so ist das Eigenwertproblem schlecht konditioniert. 7.3 Iterative Verfahren Potenzmethode Satz (Vektoriteration nach v. Mises). Es gebe einen betragsmäßig größten Eigenwert λ 1 = = λ r und die Matrix A sei diagonalisierbar. Dann gilt für einen passenden Startvektor x 0 und die Iteration x k = Ax k 1 = A k x 0 x k+1 x k ( λr+1 k = λ 1 + O λ 1 k ). Beweis: Für Diagonalisierbare Matrizen gibt es eine Basis aus Eigenvektoren θ i. Hat der Startvektor die Darstellung x 0 = x + α r+1 θ r α n θ n mit einem Eigenvektor x von λ 1. So wächst der erste Term schneller als alle anderen (Eigenvektoren und λ 1 größter). Zusatzbemerkung. Hat man einen betragsmäßig größten Eigenwert gefunden, so betrachtet man A = A mi mit m > λ 1, der die Eigenwerte λ j m besitzt. Zusatzbemerkung. Kennen wir bereits eine gute Näherung µ 1 zu einem Eigenwert λ 1 von A und ist A diagonalisierbar, so betrachten wir die Matrix (A µ 1 I) 1, die ebenfalls 1 diagonalisierbar ist mit gleichen Eigenvektoren aber Eigenwerten λ 1 µ 1. Dann wieder Mises. 7.4 Reduktionsmethode Jordannormalform Zusatzdefinition. Definition der Jordanschen Normalform, digonalisierbar. (Basis aus Eigenvektoren, Beispiele: Reell symmetrische Matrizen, hermitesche Matrizen, Matrizen mit n Eigenwerten, normale Matrizen, unitäre Matrizen. 23
24 7.4.2 durch Ähnlichkeitstransformation, Konditionierung der Ähnlichkeitstransformation, z. B. Householder Zusatzdefinition. Definition einer oberen Hessenberg-Matrix und Ähnlichkeit. Zusatzbemerkung. Eine Überführung in eine ähnliche obere Hessenberg-Matrix ist in endlich vielen Schritten möglich. Bei einer Dreiecksmatrix sind im Allgemeinen unendlich viele notwendig. Man verwendet unitäre Matrizen, um eine gute Konditionierung zu gewährleisten. Zusatzsatz. Eine hermitesche Matrix A lässt sich auf Tridiagonalgestalt bingen durch das Verfahren von Householder. Beweis: Householdermatrix, so dass ab 3. Eintrag alle eliminiert werden A 1 = U 1 AU H 1 ist auch hermitesch. Dann iterieren. Zusatzsatz. Eine hermitesche Matrix A lässt sich auf Tridiagonalgestalt bingen durch das Verfahren von Givens. Beweis: In der Givensrotation (cos und sin als Quadrat in Eliminationskomponenten) den Winkel so wählen, das das entsprechende Element neutralisiert wird. Zusatzbemerkung. Das Householder-Verfahren und das Givens-Verfahren können auch auf nicht-hermitesche Matrizen angewendet werden. Diese Verfahren sind dann numerisch stabilder, aber ihre Komplexität ist größer als das folgende Verfahren. Zusatzsatz. Eine beliebige Matrix lässt sich mithilfe von Permutations- und Frobenius- Matrizen auf eine ähnliche obere Hessenberg-Matrix transformieren. Beweis: Wie Gauß (mit Pivotisierung) nur beginned bei Element (3, 1) und mit Ähnlichkeitstransformation A 2 = F 1 P 1 A 1 P 1 F1 1. Zusatzbemerkung. Der Aufwand ist etwa doppelt so hoch wie bei Gauss (ohne Änlichkeit). 7.5 Eigenwertproblem für Hessenberg- oder Tridiagonalmatrizen LR Zerlegung Zusatzbemerkung. Verfahren vergleichbar zum QR-Verfahren, aber nicht immer durchführbar, da LR-Zerlegung nicht immer existiert QR Zerlegung Zusatzbemerkung. Es ist sinnvoll, die Matrix erst auf eine obere Hessenberg-Matrix B zu transformieren und dann das QR-Verfahren anzuwenden. 24
25 Zusatzdefinition. Ablauf des QR-Verfahrens. Setze B 0 := B und bilde die QR-Zerlegung B k = Q k R k von B k. Definiere dann B k+1 := R k Q k und es ist ähnlich zu B k : B k+1 = Q H k Q kr k Q k = Q H k B kq k. Satz Ist B k eine obere Hessenberg Matrix, so auch B k+1. Beweis: Man verwendet für die QR-Zerlegung Givensrotationen und erhält die Darstellung B 1 = R 0 Ω H 21 ΩH n,n 1, die eine Hessenbergmatrix ist. Zusatzsatz. Die obere Hessenbergmatrix B (oder allgemeine) erfülle die Voraussetzungen λ 1 > λ 2 > > λ n. Dann konvergieren die Diagonaleinträge der Matrizen B k gegen die Eigenwerte. Zusatzbemerkung. Haben zwei Eigenwerte die gleichen Beträge so konvergieren die Eigenwerte einer 2 2 Diagonaluntermatrix aber nicht die Matrix selbst Charakteristisches Polynom einer Hessenbergmatrix Zusatzdefinition. Definition von zerlegbar bzw. unzerlegbar. Zusatzbemerkung. Man kann annehmen, dass alle unteren Nebendiagonalelemente ungleich Null sind (also unzerlegbar), da man sonst eine Blockmatrix erhält, für die man getrennt die Determinante (oder das Char.poly) ausrechnen kann. Zusatzsatz. Die Eigenwerte einer oberen Hessenbergmatrix kann man mit dem Newton- Verfahren angewandt auf das charakteristische Polynom φ(λ) anwenden. Für den Bruch aus φ(λ) und φ (λ) gelten dabei Rekursionsformeln. Beweis: Herleitung der Rekursionsformeln aus einem LGS (B λi)x = αe 1 mit festem x n := 1. α Mit der Cramerschen Regel für x n = 1 folgt dann Darstellung von φ(λ) analog für φ (λ) Charakteristisches Polynom einer symmetrischen Tridiagonalmatrix Zusatzbemerkung. Man kann annehmen, dass alle Nebendiagonalelemente ungleich Null sind, da man sonst eine Blockmatrix erhält, für die man getrennt die Determinante (oder das Char.poly) ausrechnen kann. Außerdem sind alle Eigenwerte reell (da hermitesch). Zusatzsatz. Für das charakteristische Polynom φ(λ) = p n (λ) einer unzerlegbaren symmetrischen Tridiagonalmatrix gilt die folgende Rekursionsformel p i (λ) = (σ i λ)p i 1 (λ) γ i 2 p i 2 (λ). Ebenso erhält man durch Ableiten eine Rekursion der Ableitung. Ebenso besitzt jede unzerlegbare hermitesche Tridiagonalmatrix n verschiedene reelle Eigenwerte. 25
26 Beweis: Rekursion nach Entwicklung nach i-ter Zeile. Aus Rekursion leitet man Vektor der Charpolyordnungen her und der größer Null ist und sich aus Ableitung des Charpolys in den Eigenwerten schreiben lässt (die ungleich Null Einfach). Zusatzbemerkung. Aufwand ist dann nur noch O(n), d.h. es lohnt sich die Matrix vorher auf Tridiagonalgestalt zu bringen. Außerdem lassen sich die Nullstellen des Char.polys nun mit den Newton-Verfahren finden (reell, verschieden, Funktionswert und Ableitung bekannt). 8 Iterative Methoden zur Lösung linearer Gleichungssysteme Zusatzbemerkung. Der Vorteil ist, dass die Matrix meist nie explizit aufgestellt werden muss, sondern die Iterationen zur Lösung direkt aus den Rekursionsformeln ausgerechnet werden kann. 8.1 Fixpunktiteration Idee. Man formt das LGS Ax = b äquivalent um in eine Fixpunktgleichung x = Cx + d und berechnet dann sukzessive ausgehen von einem Startpunkt x k+1 = Cx k + d. Ein C erhält man beispielsweise durch eine nichtsinguläre Matrix B und die Umformung Bx = (B A)x + b x = (I B 1 A)x + B 1 b Jacobi- und Gauß-Seidel-Verfahren Ab jetzt habe A = (a ij ) n i,j=1 Diagonalelemente ungleich Null. Zusatzsatz. Mit der Diagonalmatrix B := D = diag(a 11,..., a nn ) erhält man mit C = I D 1 A das Gesamtschritt- oder Jacobi-Verfahren. Zusatzsatz. Mit der Unterendreiecksmatrix B von A erhält man mit C = I B 1 A das Einzelschritt- oder Gauß-Seidel-Verfahren. (Es wird beim Einzelschrittverfahren stets der neueste x j -Wert verwendet Konvergenz, Spektralradius Zusatzdefinition. Definition des Spektralradius ρ(c) und der Konvergenz eines Iterationsverfahrens (Beurteilung z. B. mittels Gerschgorin möglich) Zusatzsatz. Das Iterationsverfahren x k+1 = Cx k + d ist genau dann Konvergent wenn ρ(c) < 1. Beweis: Man verwendet die Jordansche-Normalform. Für den Fehlervektor z k := x k x gilt z k = C k z 0, wobei der Grenzwert der Jordankästchen J k für ρ(c) < 1 gegen Null konvergiert, also auch der Fehler. 26
27 Zusatzkorollar. Es sei eine Norm in C n und lub seine Grenzennorm. Ist lub(c) < 1, so konvergiert das Iterationsverfahren. Zusatzbemerkung. Für das Iterationsverfahren erhält man im schlechtesten Fall pro Iterationsschritt eine Verbesserung um ρ(c). (Also möglichst kleiner Spektralradius gut). Zusatzdefinition. Definition des starken/schwachen Zeilensummenkriteriums und des starken/schwachen Spaltensummenkriteriums. Zusatzbemerkung. Bei diesen Kriterien gilt für die Iterationsmatrix des Gesamtschrittverfahrens lub (C) < 1 (Zeilen) bzw. lub (C T ) < 1 (Spalten) und demnach ρ(c) < 1 und das Gesamtschrittverfahren konvergiert. Zusatzdefinition. Definition einer unzerlegbaren Matrix. Zusatzsatz. Es sei A eine unzerlegbare n n Matrix. Erfüllt A das schwache Zeilensummenkriterium oder das schwachen Spaltensummenkriterium, dann konvergiert das Gesamtschrittverfahren und das Einzelschrittverfahren. Zusatzbemerkung. Verfahren mit kleinem Spektralradius konvergieren schnell, dann ist jedoch die Berechnung schwerer, da B A, man versucht so den Spektralradius der Iterationsmatrix zu verkleinern (schnellere Konvergenz) Relaxationsverfahren Man wählt einen Relaxationsparameter ω und setzt B := 1 ω D im Gesamtschrittverfahren und analog im Einzelschrittverfahren. Man versucht so den Spektralradius zu verkleinern. 8.2 Abstiegsverfahren, Gradientenverfahren Idee. Man benötigt eine pos. definite Matrix und es gilt: Ax = b min x R n 1 2 x, Ax b, x min F (x). Man verwendet dann die Interation: x k+1 = x k + r k. Im Gradientenverfahren wählt man die Suchrichtung r k entlang des negativen Gradienten F (x k ) Modellproblem Beispielsweise partielle DGL (Membran / Diskretisierung). 9 Numerik gewöhnlicher Differentialgleichungen 9.1 Anfangswertaufgaben, AWA Zusatzdefinition. Definition einer gewöhnlichen DGL, Ordnung, explizite Form, Anfangswertproblem. y (m) = G(x, y(x), y (x),..., y (m 1) (x)), y(a) = α 0,..., y (m 1) (a) = α m 1, a x b 27
28 Zusatzbemerkung. Jede DGL der Ordnung m lässt sich in ein System von DGLen der Ordnung 1 überführen. 9.2 Theorie Vektorfeld Existenzsatz von Peano Zusatzsatz (Satz von Peano). Es sei y = f(x, y), y(a) = y 0 ein AWP und die Funktion sei stetig. Dann gibt es zu jedem AWP wenigstens eine lokale Lösung. Beweis: Mithilfe des Eulerschen Polygonzugverfahrens erhält man eine Näherungslösung, die für kleineres h gegen die Lösung konvergiert. Diese enthält eine gleichmäßig konvergente Teilfolge (Arzela-Ascoli), deren Grenzwert dann stetig ist und die Grenzfunktion erfüllt y(x) = y 0 + x a f(s, y(s)) ds, dann HS der Diff- und Intrechnung Eindeutigkeit y (x) = f(x, y(x)), y(a) = y 0 y(b) y(a) = b a f(x, y(x)) dx Zusatzsatz (Satz von Picard-Lindelöf). Jedes Anfangswertproblem einer Differentialgleichung, das die Lipschitz-Bedingung f(x, y 1 ) f(x, y 2 ) K y 1 y 2 erfüllt, kann lokal eindeutig gelöst werden. Beweis: Verwende die Iterationsfunktion F [u](x) := y 0 + x a f(t, u(t))dt und zeige mit der Trivialen Abschätzung und Lipschitz-Bedingung d (F (u), F (v)) (b a)kd (u, v). 28
29 9.3 Numerik Zusatzbemerkung. Wir betrachten DGL der Form y (x) = f(x, y(x)), a x b, y(a) = y 0. Diese lassen sich direkt auf höhere Dimensionen und damit auf höhere Ordnung übertragen. 9.4 Explizite Einschrittmethoden Zusatzdefinition. Definition eines expliziten Einschrittverfahrens mit konstanter Schrittweite h. η 0 = y 0, x k+1 = x k + h, η k+1 = η k + h φ(x k, η k, h, f) Polygonzugverfahren Idee. Wir unterteilen des Intervall [a, b] äquidistant und berechnen die Näherungen η k+1 für y(x k+1 ) aus η 0 = y 0, x k+1 = x k + h und η k+1 = η k + h f(x k, η k ). Beweis: Entwicklung der Funktion y an der Stelle a und Abbruch nach linearem Term. Analoges Verfahren für Abbruch nach quadratischem Term, dann aber mit Ableitungen Diskretisierungsfehler Zusatzdefinition. Definition des lokalen Diskretisierungsfehlers τ. τ(x, η, h, f) = z(x + h) z(x) h φ(x, η, h, f) Konsistenz, Konsistenzordnung Zusatzdefinition. Definition von konsistent und der Konsinstenzordnung. lim τ(x, η, h, f) = 0, und somit lim h 0+ Φ(x, η, h, f) = f(x, η) τ(x, h 0+ η, h, f) M f h p für alle Funktionen in [a, b], deren partiellen Ableitungen der Ordnung p stetig und beschränkt sind. Zusatzbemerkung. Das Polygonzug-Verfahren hat die Ordnung 1, das Verbesserte hat die Ordnung 2. (Beweis mit Taylor) 29
30 9.4.4 Runge-Kutta-Formeln Idee. Man Berechnet nun das Integral mit einer Quadraturformel macht also den Ansatz (ohne Ableitungen): Φ(x, η, h, f) = γ 1 f(x, η) + γ 2 f(x + α 2 h, η + hβ 2 f(x, η)) und versucht ein Verfahren höherer Ordnung zu erhalten. Und etwickelt dies mehrdimensional nach Taylor und vergleicht dies mit der Taylorentwicklung von z(x+h) z(x) h aus dem lokalen Diskretisierungsfehler um eine gewünschte Ordnung zu erhalten. Zusatzbemerkung. Man erhält: (a) Für die Ordnung 2 das Verfahren von Heun (2 Funktionsauswertungen) (b) Für eine alternative Ordnung 2 das modifizierte Euler-Verfahren (c) Für die Ordnung 4 das Standard-Runge-Kutta-Verfahren (4 Funktionsauswertungen) ( = Herleitung mit Simpsonregel, falls f(x, y) nicht von y abhängt) Zusatzbemerkung. Explizite ESV haben den Vorteil, dass keine Startvorbereitung notwendig ist, eine hohe Ordnung vorliegt, keine Ableitungen berechnet werden müssen und eine Schrittweitensteuerung möglich ist. 9.5 Lokale und globale Konvergenz Zusatzdefinition. Definition des globelen Diskretisierungsfehlers. Zusatzsatz. Es sei ein ESV der Ordnung p gegeben. Es seien h 0 und γ positive Zahlen, so dass in der Menge { (x, η, h) R 3 : a x b, η y(x) γ, 0 < h < h 0 } die Funktion Φ einer Lipschitz-Bedingung genügt. Dann gibt es ein h 1 mit 0 < h 1 h 0, so dass für alle h h 1 der globale Diskretisierungsfehler der Abschätzung genügt (M f aus Ordnung, M aus Lipschitzbed.) e(x k, h) = η k y(x k ) M f h p M ( ) e M(x k x 0 ) 1 Beweis: y j+1 η j+1 Dreiecksungleichunserweitern auf lok. Diskred.fehler. Dann Iterieren. Alternativ auch mit Grönwallscher Ungleichung. Zusatzbemerkung. Der lokale Diskretisierungsfehler hat die gleiche Ordnung wie der globale. Zusatzsatz (Asymt. Entwicklung des glob. Diskretisierungsfehlers). Seien p und m natürliche Zahlen p m und ein ESV der Ordnung p gegeben und f F m+2 (a, b). Dann gilt e(x, h) := η k y(x) = h p e p (x) + h p+1 e p+1 (x) + + h m e m (x) + h m+1 E m+1 (x, h), wobei die Funktionen e i nicht von h abhängen und das Restglied beschränkt ist für festes x und an der Stelle x 0 = a alle Funktionen den Wert Null besitzen. 30
31 9.6 Schrittweitenkontrolle Idee. Gesucht ist zu einem ESV der Ordnung p eine Schrittweite h > 0, sodass η 2 (h) y(x 0 + 2h) ɛ. Man berechnet die beiden Werte η 1 (H) und η 2 (H/2) und bestimmt H h 2[η 1 (H) η 2 (H/2)] (1 2 p )ɛ 1/(p+1) =: κ H, wobei h die Bedingung erfüllt Das gewählte H entspricht den Anforderungen, wenn 2h H also κ H 2 Beweis: Entwicklung von η 1 (H) y(x 0 + H) und η 2 (H/2) y(x 0 + H) nach vorherigem Satz und Entwicklung des Auftretenden e p (x) nach Taylor e p(x 0 ). Entwicklung von η 2 (h) y(x 0 + 2h) mit Verwendung von e p(x 0 ) liefert Darstellung. Zusatzbemerkung. In der Praxis ist bei κ H > 3 die Schrittweite zu groß und man wählt H neu = H κ H und testet erneut. Andernfalls akzeptiert man den Näherungswert η 2 (H/2) für y(x 0 + H). 9.7 Numerische Stabilität Zusatzbemerkung. Der Gesamtfehler eines Einzelschrittverfahrens wird zunächst für kleinerer werdendes h kleiner, falls man aber h zu klein wird, so wird aufgrund der Rundungsfehler der Gesamtfehler wieder größer. Man verwendet dann auch Mehrschrittverfahren (explizit und implizit) oder Prädiktor-Korrektor Verfahren Stabilitätsgebiete Zusatzdefinition. Das Stabilitätsgebiet ist die Menge der komplexen Zahlen η = δt λ, für die das Verfahren bei der Testgleichung y = λy, y(0) = 1, bei fester Schrittweite eine monoton fallende Folge von Näherungen liefert. 9.8 Extrapolationsmethode Zusatzbemerkung. Man nutzt ähnlich wie im Romberg-Verfahren die Entwicklung des Diskretisierungsfehlers um Verfahren höherer Ordnung zu konstruieren Gragg-Stoer-Bulisch Zusatzbemerkung. Die Extrapolationsmethode ist dann besonders effektiv, wenn in der Entwicklung des Diskretisierungsfehlers nur gerade h-potenzen vorkommen wie beispielsweise beim nächsten Verfahren. Zusatzdefinition. Definition der expliziten und impliziten Mehrschrittverfahren. 31
32 Zusatzsatz (Gragg-Verfahren). Der Näherungswert S( x) von y( x) für x := x 0 + H = x 0 + nh berechnet sich aus: η 0 := y 0 η 1 := η 0 + hf(x 0, η 0 ) η j+1 := η j 1 + 2hf(x j, η j ), für j = 1,..., n 1 (Midpoint-Rule) S( x) := 1 2 [η n + η n 1 + hf(x n, η n )]. Die Fehlerentwicklung enthält nur gerade h-potenzen. Zusatzbemerkung. Man berechnet nun für h 1 = H/2, h 2 = H/4, h 3 = H/6... die Werte von S( x) und berechnet daraus jeweils mit Hilfe von Interpolationsformeln ein Tableau von weiteren Werten, bis man ein hinreichend genauen Schätzwert erhalten hat. 9.9 Lineare Randwertaufgaben Zusatzdefinition. Definition eines Randwertproblems für gewöhnliche Differentialgleichungen 2. Ordnung. y (x) = g(x, y(x), y (x)), y(a) = α, y(b) = β, a x b Zusatzbemerkung. RWP müssen nicht immer eine Lösung besitzten und eine Lösung muss nicht eindeutig sein Einfache Schießmethoden Idee. Wir setzten voraus, dass das Anfangswertproblem y (x) = g(x, y(x), y (x)), y(a) = α,y (a) = s, a x b für jedes s eine eindeutige Lösung besitzt. Zu gegebenen s R berechnen wir dann mit Hilfe eines der vorherigen Verfahren die Werte y s (b) und y s(b) (Äquivalent zu einem System zweier Differentialgleichungen, die das liefern). Dann suchen wir die Nullstelle s der Funktion (z. B. mit Newton oder Regula falsi) F (s) := y s (b) β, s R Mehrfachschießmethode Man betrachtet ein allgemeineres Randwertproblem y (x) = f(x, y(x)), r(y(a), y(b)) = 0. Entweder möchte man die Werte y(x k ) R m an vorgegebenen Knoten berechnen und erhält nun mehrere Anfangswertprobleme, oder man bestimmt Vektoren so, dass eine zusammengesetzte Funktion stetig ist und die Randbedingungen erfüllt. 32
VF-2: 2. Es seien x = 1 3 und y = π Bei der Berechnung von sin(x) sin(y) in M(10, 12, 99, 99) tritt. Auslöschung auf.
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