Kern- und Teilchenphysik
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- Judith Gerhardt
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1 Kern- und Teilchenphysik (für das Lehramt) SS 2009 Gerhard Ecker Fakultät für Physik Universität Wien
2 Inhaltsverzeichnis Lehrbücher I Einleitung II Leptonen und Quarks: Bausteine der Materie III Fundamentale Wechselwirkungen III.1 Elektromagnetische Wechselwirkung III.2 Gravitation III.3 Schwache Wechselwirkung III.4 Starke Wechselwirkung III.5 Austauschquanten und Materieteilchen IV Von der Quantenmechanik zur Quantenfeldtheorie IV.1 Quantenmechanik IV.2 Warum QFT IV.3 Feldquantisierung IV.4 Relativistische Quantenmechanik IV.5 QED V Symmetrien V.1 Klassische Mechanik und Quantenmechanik V.2 Klassische Feldtheorie und QFT V.3 Symmetrien der Teilchenphysik V.4 Eichsymmetrien V.5 Spontane Symmetriebrechung VI Elektroschwache Wechselwirkung VI.1 V A-Theorie der schwachen Wechselwirkung VI.2 Spontane Brechung von Eichsymmetrien VI.3 Standardmodell der elektroschwachen Wechselwirkung VI.4 Higgs-Boson VII Vom Quarkmodell zur Quantenchromodynamik VII.1 Quarkmodell
3 VII.2 Probleme des einfachen Quarkmodells VII.3 Quantenchromodynamik VIII Ausblick IX Kernphysik und Anwendungen IX.1 Bethe-Weizsäcker-Formel IX.2 Schalenmodell IX.3 Statistisches Modell (Thomas-Fermi) IX.4 Kernmaterie IX.5 Einige kernphysikalische Anwendungen X Nukleare Astrophysik X.1 Kosmische (primordiale) Nukleosynthese X.2 Energieerzeugung in Sternen und solare Neutrinos Lehrbücher J. Bienlein, R. Wiesendanger, Einführung in die Struktur der Materie, Teubner, 2003 H. Frauenfelder, E.M. Henley, Teilchen und Kerne, Oldenbourg, 1999 E.M. Henley, A. Garcia, Subatomic physics, World Scientific, 2007 K. Bethge, Kernphysik, Springer, 2001 T. Mayer-Kuckuk, Kernphysik, Teubner,
4 I Einleitung Gliederung der Vorlesung in 4 Teile: 1. Elementarteilchen und ihre Wechselwirkungen rein deskriptive Darstellung, direkt für 7./8. Klassen AHS verwendbar 2. Von der Quantenmechanik zur relativistischen Quantenfeldtheorie theoretische Hilfsmittel (mit möglichst geringem mathematischen Aufwand) zur Erforschung der Struktur der Materie 3. Elektroschwache und starke Wechselwirkungen Standardmodell der Teilchenphysik: aktueller Stand, Probleme der Teilchenphysik und mögliche Erweiterungen 4. Kernphysik und nukleare Astrophysik Modelle des Atomkerns, kernphysikalische Anwendungen, kosmische Nukleosynthese, Energieerzeugung in Sternen, solare Neutrinos Was ist eine physikalische Theorie? Altertum bis Galilei: Naturphilosophie, kein systematischer Zusammenhang zwischen Naturbeobachtung und -philosophie Galilei: enge Verbindung zwischen konkreter Fragestellung im Experiment und theoretischer Formulierung Beginn der modernen Physik (physikalische) Theorie: mathematisches Modell, das empirisches Material sichten und ordnen hilft, Zusammenhänge herstellt und Vorhersagen macht Bestätigung oder Widerlegung durch Experiment Modifikation der Theorie: meist Erweiterungen oder Verfeinerungen, selten völlig neue Grundlage (Gegenbeispiel: Quantentheorie) Theorie als Struktur in der Vielfalt der Phänomene mathematisches Rüstzeug unerläßlich (in dieser Vorlesung stark reduziert); ansonsten Physik als Sammelsurium kurioser Effekte (leider weit verbreitet, auch in AHS-Lehrbüchern) Theorie erlaubt Erkennen von Zusammenhängen, der zugrundeliegenden Einfachheit in der Vielfalt der Erscheinungen vorrangiges Ziel für AHS-Unterricht: Faszination der Erkenntnis vermitteln statt Kuriositätenkabinett Wichtige Aspekte einer physikalischen Theorie: Widerspruchsfreiheit statt Wahrheit Vorhersagekraft: möglichst wenige freie Parameter erstrebenswert Einfachheit und Schönheit subjektive Kriterien, aber große Bedeutung für Entwicklung der (theoretischen) Physik; allerdings Gefahr der Überbewertung solcher Argumente: was einfach und schön ist, ändert sich im Lauf der Zeit 3
5 Vereinheitlichung der Physik i. Gravitation: irdische und außerirdische Phänomene genügen denselben Gleichungen (Newton, um 1700) ii. Elektromagnetismus: Elektrizität, Magnetismus, Licht als Manifestationen des elektromagnetischen Feldes (Maxwell, um 1860) iii. Elektroschwache Wechselwirkung: Elektromagnetismus und schwache Kernkraft (β- Zerfall) durch eine Theorie beschrieben (Glashow, Salam, Weinberg, , Nobelpreis 1979; t Hooft, Veltman, , Nobelpreis 1999) Nobelpreise heute: iv. G(rand)U(nified)T(heory): große Vereinheitlichung der elektroschwachen und starken Wechselwirkungen; theoretische Hypothese, noch nicht experimentell bestätigt v. Fernziel: Vereinheitlichung mit der Gravitation möglicherweise nicht im Rahmen einer Quantenfeldtheorie zu erreichen spekulativer Kandidat: Superstring-Theorie (fundamentale Fäden=Saiten=strings statt Punktteilchen) Theoretisches Fundament a. Klassische Physik klassischer Grenzfall der Quantentheorie: alle Wirkungen (Energie x Zeit) h (Sprechweise der Theorie: h 0) Beispiel: Drehimpuls J h (große Quantenzahlen) Korrespondenzprinzip (Bohr): Quantenmechanik als umfassende Theorie enthält klassische Mechanik als Grenzfall, trotzdem ist die QM die radikalste Änderung des Fundaments in der Geschichte der Physik b. Quantenmechanik Wirkung=O( h), aber v c, E kin + E pot mc 2 nichtrelativistische Theorie: kann nur Prozesse beschreiben, in denen Teilchenzahl und -art nicht geändert werden Beispiel: Wasserstoffatom Spektrum mit QM berechenbar, aber schon Emission eines Photons erfordert c. Quantenfeldtheorie im subatomaren Bereich fast immer relativistische Theorie notwendig Schrödinger-Gleichung (nichtrelativistisch) Dirac- und Klein-Gordon- Gleichungen (relativistische Feldgleichungen) E > 2mc 2 Möglichkeit der Teilchenerzeugung (für Photonen daher immer möglich, da M γ =0) Vielteilchentheorie Q(uanten)F(eld)T(heorie) auch in Kernphysik und Festkörperphysik (Phononen, Magnonen, Plasmonen, etc.) verwendet, allerdings in diesen Fällen nichtrelativistische QFT meist ausreichend 4
6 Energie-Distanz-Skala natürliche Einheiten der Teilchenphysik (auch in Kernphysik üblich) als relativistische Quantenfeldtheorie c = ms 1 (seit 1983 Def. des Meter) h = (53) Js = (16) GeV s für Größenordnungsüberlegungen sehr zweckmäßig (Sprechweise: h = c = 1 ): Wirkungen in Einheiten von h Geschwindigkeiten in Einheiten von c nur mehr eine fundamentale Einheit verfügbar im MKS-System: Energie, Masse, Länge, Zeit ineinander umrechenbar Energie: 1 GeV= 10 3 MeV=10 9 ev J Masse: 1 kg= GeV/c 2 z.b. m e =0.511 MeV /c 2, m p =0.938 GeV /c 2 Länge, Zeit: GeV 1 = s/ h = m/ h c 1fm=10 15 m hc 0.2GeV sc natürliche Längen und Zeiten der Teilchenphysik (weitgehend auch für Kernphysik) SI-System: zusätzliche Kenngröße für Elektromagnetismus (Ampère) Feinstrukturkonstante (Stand: März 2009) α = e2 4πε = 1 0 hc (94) mit ε 0 = C 2 N 1 m 2 e = C Teilchenphysik verwendet fast ausschließlich Heaviside-Einheiten: neue Einheit Ampère (oder Coulomb) überflüssig (ε 0 = 1 gesetzt) α = e 2 /(4π hc) Dimension von e (ESE) ergibt sich sofort aus der Dimensionslosigkeit von α Ausdehnung (m) Teilchen Kerne Atome, Moleküle Anregungsenergie (ev) Teilchen Kerne Atome, Moleküle Verschiebung der Energie-Distanz-Relation: natürliche Relation nur im relativistischen Bereich gültig ( v c ), bei Kernen nicht mehr ganz richtig, völlig irreführend bei Atomen (eher v αc); in klassischer Physik verliert auch h seine Bedeutung keinerlei Relation zwischen Energie (Anregungsenergie rein quantentheoretischer Begriff) und Ausdehnung einige markante Energiewerte (Boltzmann-Konstante k = ev/k): LHC (CERN, ab 2009): E = 14 TeV, Sonnenzentrum: E 1.3 kev= kk, Zimmertemperatur: T = 300 K 1 40 ev/k 5
7 II Leptonen und Quarks: Bausteine der Materie Elementarteilchen offenbar relativer Begriff, in der Fachliteratur kaum mehr verwendet: fundamental constituents (Quarks und Leptonen) vs. particles (alle Teilchen, auch Bindungszustände der Quarks = Mesonen und Baryonen und Trägerteilchen der fundamentalen Wechselwirkungen); in dieser Vorlesung verwende ich den Begriff Elementarteilchen für Leptonen und Quarks (auch Materieteilchen) Atome Elementarteilchen der klassischen Physik Atomkerne Atomphysik Nukleonen (p,n) Kernphysik Leptonen, Quarks Teilchenphysik Eigenschaften eines Elementarteilchens strukturlos, ohne messbare Ausdehnung offenbar abhängig von verfügbarer experimenteller Auflösung keine Anregungszustände feststellbar, immer im Grundzustand abhängig von verfügbarer Energie Zusammenhang in der Quantentheorie: Energie 1/Auflösung absolute Stabilität wäre zu einschränkend, aber Lebensdauer τ sverlangt (Erinnerung: natürliche Zeitskala der Kern- und Teilchenphysik) Klassifizierung der Elementarteilchen nach Erhaltungsgrößen (Symmetrien Quantenzahlen) Raum-Zeit-Symmetrie: Lorentz-Transformationen + Raum- und Zeittranslationen = Poincaré-Symmetrie (inhomogene Lorentz-Transformationen) zugehörige Quantenzahlen: Masse und Spin (in Einheiten von h) außerdem spezielle (so genannte innere) Symmetrien additive Quantenzahlen nach derzeitigem Erkenntnisstand entsprechen die folgenden additiven Quantenzahlen exakten Symmetrien, d.h. Summe der Quantenzahlen ist in jedem Teilchenprozess (Zerfall, Streuung) erhalten Ladung Q Baryonzahl B Leptonzahl L möglicherweise nicht exakt (Neutrino-Oszillationen) Leptonen negativ definiert: spüren nur die elektroschwache, aber nicht die starke Wechselwirkung B = 0, L = 1für alle Leptonen (Antileptonen: L = 1) derzeitiger Stand: genau 3 Generationen von Leptonen 6
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9 i.a. (wie auch beim Z-Boson): Zerfall in verschiedene Endzustände möglich ( Particle Data Group: Γ Z = f Γ(Z f) Γ(Z f): partielle Zerfallsbreite in Endzustand f Γ Z = Γ Z (sichtbar) }{{} +Γ Z (unsichtbar) }{{} Z e + e,μ + μ, qq,... Z νν sowohl Γ Z (sichtbar) und Γ Z (unsichtbar) im Standardmodell berechenbar, aber nur Gesamtbreite Γ Z und Γ Z (sichtbar) experimentell zugänglich (Neutrinos hinterlassen keine Spuren im Detektor) Γ Z Γ Z (sichtbar) = Γ Z (unsichtbar) messbar aktueller Stand für Zahl N ν der Neutrinoarten (unter Verwendung von Γ theor (Z νν)) N ν =2.92 ± 0.05 [LEP/SLC Fit : N ν = ± ] da M Z 91.2 GeV/c 2 : Z-Boson kann wegen Erhaltung von Energie und Impuls nur in Neutrinos mit Masse < 45.6 GeV/c 2 zerfallen weitere Generationen mit schweren Neutrinos experimentell nicht ausgeschlossen Quarks spüren alle fundamentalen Wechselwirkungen zur Unterscheidung von Leptonen: L =0, B 0 Fülle von Hinweisen für Existenz der Quarks, sind aber offenbar permanent gebunden in Hadronen [Quark- und Gluon-]Confinement keine isolierten Quarks (oder Gluonen) nachweisbar bei hohen Temperaturen und Dichten Kerndichten sollten nach der Theorie (Quantenchromodynamik QCD) Hadronen wieder in Quarks und Gluonen übergehen (Deconfinement) Experimente zum Quark-Gluon-Plasma (CERN, Brookhaven National Lab.) Hadronen: Quark-(und Gluon-)Bindungszustände in 1. Näherung ( naives Quarkmodell) qqq Baryonen p,n, Hyperonen,... qq Mesonen π, K, η, J/ψ, Υ,... Bem.: Experimente können nur mit Hadronen (und natürlich Leptonen) gemacht werden, aber nicht mit Quarks, trotzdem besteht heute keinerlei Zweifel mehr an der Existenz von Quarks völlig neue Situation in der Entwicklung der modernen Physik: ein Teil der derzeit fundamentalen Konstituenten kann nicht als tatsächliche Teilchen (Spuren in Detektoren) isoliert werden Ende der Suche nach immer kleineren Bestandteilen der Materie? 8
10 Generation mc 2 (GeV) Spin ( h) Q(e) B u [up] 0.3 1/2 2/3 1/3 d [down] 0.3 1/2-1/3 1/3 c [charm] 1.5 1/2 2/3 1/3 s [strange] 0.5 1/2-1/3 1/3 t [top] 172 1/2 2/3 1/3 b [bottom] 4.5 1/2-1/3 1/3 wieder 3 Generationen: gleich viele Lepton- wie Quark-Generationen (strikte Vorhersage des Standardmodells) Masse: so genannte Konstituentenmassen in der Tabelle angegeben wegen Confinement ist Massenbegriff definitionsabhängig (kann Quarks nicht auf die Waage legen) Beispiele für Hadronen als Bindungszustände: Proton uud Q =2 2/3 1/3 =1 J =1/2 (Grundzustand), B =3 1/3 =1 Neutron udd Q =2 ( 1/3) + 2/3 =0, J =1/2, B =1 Pion π + ud Q =2/3 ( 1/3) = 1, J =0, B =0 Allgemeine Eigenschaften der (Materie-)Teilchen i. Antiteilchen (Antimaterie) grundlegende Erkenntnis der QFT: zu jedem Teilchen Antiteilchen mit gleicher Masse und Spin, aber entgegengesetzten additiven Quantenzahlen Q,B,L,... Antileptonen: e +, ν e,μ +, ν μ,τ +, ν τ L = 1, B =0 Antiquarks q: u, d, c,s,t,b L = 0, B = 1/3 allerdings: Teilchen können ihre eigenen Antiteilchen sein notwendigerweise Q = B = L =0 daher können nur Hadronen und Träger der fund. Wechselwirkungen ihre eigenen Antiteilchen sein: π 0,γ,Z,... ii. Farbe QCD: jeder Quark (und Antiquark) einer bestimmten Art (flavour: u, d, c, s, t, b) hat3weitere Freiheitsgrade, also in 3 Varianten: Farbe (colour) Q(uanten)C(hromo)D(ynamik) = Eichtheorie der starken Wechselwirkung hat natürlich überhaupt nichts mit der üblichen Farbe zu tun Hadronen (Mesonen und Baryonen) und Leptonen sind dagegen weiß (Farb-Singletts) 9
11 iii. Spin und Statistik auffallend: alle Leptonen und Quarks haben Spin 1/2 Statistik: Eigenschaft der Wellenfunktion zweier identischer Teilchen bei Vertauschung der beiden Teilchen (analog für mehrere ununterscheidbare Teilchen) symmetrisch ψ(1, 2) = ψ(2, 1) Bose-Einstein-Statistik Bosonen antisymmetrisch ψ(1, 2) = ψ(2, 1) Fermi-Dirac-Statistik Fermionen Postulat der Quantenmechanik: Elektronen sind Fermionen Pauli-Verbot Atomstruktur Erklärung durch QFT (Pauli 1940) Spin-Statistik-Theorem Bosonen (Fermionen) haben ganzzahligen (halbzahligen) Spin Leptonen und Quarks sind alle Fermionen aber nicht alle Hadronen sind deswegen Fermionen Baryonen qqq Gesamtspin halbzahlig Fermionen Mesonen qq Gesamtspin ganzzahlig Bosonen Wiederholung: Drehimpulsaddition iv. Additive Quantenzahlen Ladungserhaltung offensichtlich e + + e μ + + μ e + + e e + e e + p e + p e + p e + n B- und L-Erhaltung e + + e γ + γ L γ = B γ =0 da L(e + e )=B(e + e )=0 e + p γ + γ aber ν e + n e + p L B β-zerfall und zugehöriger Quark-Zerfall n p + e + ν e d u + e + ν e L B /3 1/3 0 0 aber n p + e wegen ΔL 0 (auch wegen Drehimpulserhaltung) 10
12 Status: Q absolut erhalten B wäre verletzt, wenn Proton zerfällt (da Proton leichtestes Baryon) trotz intensiver Suche kein experimenteller Hinweis: τ > p a Diskussion: Alter des Universums a L-Verletzung möglich, seit massive Neutrinos nachgewiesen (Neutrino-Oszillationen), noch kein direkter Hinweis, aber Verletzung sicher sehr gering Weitere additive Quantenzahlen: starke und elektromagnetische Wechselwirkungen ändern nie die Quarkart (flavour), da qq immer paarweise produziert werden additive Quantenzahlen N u,n d,n c,n s,n t,n b, auch N s = S(eltenheit), N c =C(harm), etc. Flavour-Quantenzahlen werden aber durch die schwachen Wechselwirkung verletzt, z.b. β-zerfall K-Zerfall d u + e + ν e s u + e + ν e nur die Summe aller dieser Quantenzahlen ist absolut erhalten, da Baryonzahl B = 1 3 (N u + N d + N c + N s + N t + N b ) 11
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15 tatsächlich (Thomson-Limes der Compton-Streuung) σ Thomson = 8π 3 α2 R 2 C =0.67 b(arn) Einheit des Wirkungsquerschnitts in der Kern- und Teilchenphysik 1b(arn)=10 28 m 2 barn=scheune(ntor)! Vergleich mit klassischem Elektronradius R kl = e 2 4πm e c 2 = m R kl < R C = R kl α 1 < R B = R kl α 2 = 4π h2 m e e m m m klassischer Radius Compton-Wellenlänge Bohrscher Radius QFT QM Thomson-Querschnitt Compton-Wellenlänge natürliche Größenordnung eines punktförmigen Elementarteilchens mit Masse m e klassischer Elektronradius völlig irreführend, da klassische Physik in diesem Bereich längst nicht mehr gültig ist Proton ist dagegen sicher kein punktförmiges Elementarteilchen: totaler Photoproduktionsquerschnitt am Proton (X steht für alle möglichen Endzustände) Interpretation über Ansatz σ(γ + p X) 0.1 mb für E γ m p c 2 σ(γ + p X) απr m 2 R m 1fm abgesehen von Kopplungsstärke e (α im Wirkungsquerschnitt) ist das genau der erwartete geometrische Querschnitt des Protons, wie aus Messungen der Kernradien bekannt (wogegen R C (Proton) = 0.2 fm) QED: erfolgreichste Theorie der gesamten Physik von intergalaktischen Magnetfeldern bis derzeit m erfolgreich getestet, bestimmt die gesamte Atom- und Festkörperphysik, Chemie,... III.2 Gravitation für phänomenologische Teilchenphysik ( exp. relevante Teilchenphysik) ohne Bedeutung Potenzial zweier Protonen im Abstand r V Coulomb = e2 4πr = α hc r V Newton = G N m 2 p r 14
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19 e + e q q 2Jets, e + e q qg 3Jets 18
20 III.5 Austauschquanten und Materieteilchen Wechselwirkung Quanten Spin ( h) Q(e) Mc 2 (GeV) elektromagnetisch γ schwach W ± 1 ± Z stark Gluonen Gravitation Graviton i. zum Unterschied von den Materieteilchen sind alle fundamentalen Quanten Bosonen; alle haben B = L =0 ii. alle mikroskopisch relevanten Quanten haben Spin 1 Grund: alle werden durch Eichtheorien beschrieben (Vektorpotenziale!) iii. Photon, Gluonen, Graviton natürlich stabil (wie alle masselosen Teilchen), aber W, Z sind hochgradig instabil Γ W =2.141(41) GeV τ W = s Γ Z =2.4952(23) GeV τ Z = s Materieteilchen und fundamentale Wechselwirkungen Teilchen elektromagnetisch stark schwach Gravitation Neutrinos e, μ, τ Quarks 19
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22 3. Superpositionsprinzip: jeder Zustand kann nach Eigenzuständen jedes beliebigen hermiteschen Operators A entwickelt werden: ψ(t) = m c m (t) φ m komplexe Zahlen c m (t): Wahrscheinlichkeitsamplitude, dass System sich im Zustand φ m befindet durch Skalarprodukt in H gegeben: φ n ψ(t) = m c m (t) φ n φ m = c n (t) }{{} δ nm c n (t) 2 : Wahrscheinlichkeit für Messung des Eigenwertes a n zur Zeit t spezielle Basis: Eigenzustände des Ortsoperators eines Teilchens q i r = x i r (i =1, 2, 3) Wellenfunktion in Ortsdarstellung = Wahrscheinlichkeitsamp., dass Teilchen sich zur Zeit t am Ort r befindet 4. Zeitentwicklung c r (t) c( r, t) = r ψ(t) =: ψ( r,t) H ψ(t) = i h d ψ(t) ψ(t) =exp( iht/ h) ψ(0) dt ergibt übliche Schrödinger-Gleichung in Ortsdarstellung H( r) ψ( r,t) =i h h2 ψ( r,t) mit H( r) = Δ+V ( r) t 2m [für Experten: Hamilton-Operator H( r) in Ortsdarstellung definiert durch r H r = H( r)δ( r r )] IV.2 Warum QFT Teilchenzahl QM ist eine Einteilchentheorie, Teilchenerzeugung (für E>2m) erfordert relativistische Vielteilchentheorie = QFT Kausalität QM: Wahrscheinlichkeitsamplitude, dass Teilchen (Masse m) inzeitt von r 0 nach r ( ) ( m 3/2 im( r r0 ) 2 ) A( r 0, r; t) = exp 2πi ht 2 ht Folgerung: A 2 0 r, t Teilchen kommt mit nichtverschwindender Wahrscheinlichkeit in bel. Zeit überall hin offensichtliche Verletzung der Kausalität: Lichtgeschwindigkeit c maximale Geschwindigkeit für Übertragung von Signalen 21
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24 Vernichtungs- und Erzeugungsoperatoren a α,a α M α ω α a α = 2 h Q i α + P α 2 hmα ω α Hamilton-Operator und Vertauschungsrelationen H = f α=1 ) hω α (a αa α +1/2, [a α,a β ]=δ αβ, [a α,a β ]=0 Interpretation relevante Freiheitsgrade sind nicht die ursprünglichen (oft verallgemeinerten) Koord. und Impulse, sondern die Oszillatorvariablen a α,a α beschreiben Quanten des Systems Festkörperphysik : Phononen, Magnonen,... Teilchenphysik : Photonen, W ±,Z, Gluonen (Spin 1) Materieteilchen (Spin 1/2) N.B.: zum Unterschied von Photonen (und anderen Teilchen) sind Phononen und Magnonen Quasiteilchen, die nur innerhalb des Festkörpers existieren Quantisierung des elektromagnetischen Feldes bereits die klassische (Maxwell-)Theorie ist eine relativistische Feldtheorie (hoffentlich nur) zur Erinnerung: Zeit t und Ort r werden zu einem Vierervektor x μ = (ct, r) (μ = 0, 1, 2, 3) zusammengefasst elektrische und magnetische Felder E(x), B(x) werden zu einem Feldstärketensor F μν (x) zusammengefasst (ab jetzt immer x =(ct, r) als Raum-Zeit-Variable) 0 E x E y E z F μν = F νμ E = x 0 B z B y μ, ν =0, 1, 2, 3 E y B z 0 B x E z B y B x 0 unter Lorentz-invarianten (oder einfach relativistischen) Gleichungen versteht man Gleichungen, die in jedem Inertialsystem die gleiche Form haben; 2 beliebige Inertialsysteme sind natürlich durch eine Lorentz-Transformation verbunden Maxwell-Gleichungen sind relativistisch invariant: mit Viererstrom j μ = (cρ, j) aus Ladungs- und Stromdichte ρ, j können die Maxwell- Gleichungen in einer manifest Lorentz-invarianten Form geschrieben werden: x μ F μν = j ν /c, x ν F ρσ + 23 x σ F νρ + x ρ F σν =0
25 dabei wird wie (fast) immer die Einsteinsche Summenkonvention verwendet: z.b. x μ F μν := 1 c t F 0ν + 3 i=1 x i F iν Übungsaufgabe: verifizieren Sie, dass diese Gleichungen tatsächlich die Maxwell-Gleichungen in der üblichen Form sind Lösung der Maxwell-Gl. am besten mit Hilfe des (unphysikalischen, da eichabhängigen) Viererpotenzials (skalares Potenzial V, Vektorpotenzial A) A =(V, A) mit F μν = A ν A μ x μ x ν diese Tensorgleichungen für F μν sind gerade die bekannten Relationen zwischen Potenzialen und Feldstärken: E = V 1 c A t, B = A mit geeigneter Wahl der Eichung (Lorenz-Eichung: x μ Aμ =0,also 1 V c t + A =0) reduzieren sich die Maxwell-Gl. auf (mit dem d Alembert-Operator = 1 2 c 2 t 2 Δ) A μ = jμ c inhomogene Wellengleichungen ohne Ladungen und Ströme, d.h. für j = 0, kann Eichung weiter vereinfacht werden: A 0 = V =0, A =0 Wellengleichungen = d Alembert-Gleichungen A =0 vollständiges System von Lösungen für A(x) : monochromatische ebene Wellen exp ( iω( k)t + i k r) erfüllen die Wellengleichung genau dann, wenn ω(k) =c k Kreisfrequenz ω, Wellenzahlvektor k, Wellenlänge 2π/ k Allgemeine Lösung: Überlagerung monochromatischer ebener Wellen Fourierzerlegung 2 A(x) = α=1 d 3 k ( (2π) 3 exp ( ik x) ε α ( 2ω(k) k)a α ( k)+exp(ik x) ε α( k)a α( ) k) }{{} dμ(k) mit k x := ω(k)t k r dieses allgemeine Wellenpaket A(x) erfüllt A =0 wegen ω(k) =c k 24
26 Polarisationsvektoren ε α ( k) mit Normierung ε α ε β = δ αβ A =0 k ε α ( k)=0 Folgerung: zu jedem k (QFT: Impuls des Photons) 2 auf k orthogonale Polarisationsvektoren Strahlungsfeld ist transversal Photon hat genau 2 transversale Freiheitsgrade (z.b. links- oder rechtshändig polarisiert) Energie des (immer noch klassischen) elektromagnetischen Feldes E = 1 2 d 3 r( E 2 + B 2 )= 2 dμ(k)ω(k)a α( k)a α ( k) α=1 kontinuierliche Summe von harmonischen Oszillatoren! Postulat der Feldquantisierung Feldoperatoren A(x) mit Vertauschungsrelationen für Fourierkomponenten (Erzeugungs- und Vernichtungsoperatoren) [a α ( k),a β ( k )] = δ αβ (2π) 3 2ω(k)δ (3) ( k k ) [a α ( k),a β ( k )] = 0 N.B.: die (in diesem Fall 3-dimensionale) Delta-Funktion δ (3) ( k k ) ist die Verallgemeinerung des Kronecker-Delta für kontinuierliche Variable Hamiltonoperator H, Impulsoperator P des elektromagnetischen Feldes 2 H = dμ(k) hω(k)a α ( k)a α ( 2 k), P = dμ(k) h ka α ( k)a α ( k) α=1 α=1 da H ein (semi-)positiv definiter Operator ist, gibt es einen Zustand niedrigster Energie= 0, das Vakuum 0 mit (daher heißt a α ( k) auch Vernichtungsoperator) a α ( k) 0 =0 H 0 =0, P 0 =0 mit den Erzeugungsoperatoren a α( k)können jetzt wie beim normalen harmonischen Oszillator die Zustände mit einem oder mehreren Photonen konstruiert werden 1-Photon-Zustand: k, α = a α( k) 0 H k, α = hω k,α, P k,α = h k k, α Photon mit Energie hω und Impuls h k wegen ω(k) =c k ist das Photon masselos (allg. Relation E 2 = p 2 c 2 + m 2 c 4 zwischen Energie und Impuls eines Teilchens mit Masse m) allgemeiner 2-Photon-Zustand: 2 = 1 dμ(k 1 )dμ(k 2 )f α1,α 2 ( k 1, k 2 )a α 2 1 ( k 1 )a α 2 ( k 2 ) 0 α 1,α 2 25
27 wegen Vertauschungsrelation [a α 1 ( k 1 ),a α 2 ( k 2 )] = 0 f α1,α 2 ( k 1, k 2 )=f α2,α 1 ( k 2, k 1 ) Photonen haben symmetrische Wellenfunktionen bei Vertauschung aller Koordinaten (hier Impuls und Polarisation) wie alle Teilchen mit ganzzahligem Spin Photonen sind Bosonen ( Spin-Statistik-Theorem) bisher freies elektromagnetisches Feld betrachtet: Photonen ohne Wechselwirkung mit Materie können weder emittiert noch absorbiert werden klassisch: A μ = jμ c Wechselwirkung auch Materieteilchen müssen durch QFT beschrieben werden benötigen zuerst relativistische Verallgemeinerung der Schrödinger-Gleichung IV.4 Relativistische Quantenmechanik Schrödinger-Gleichung für ein freies Teilchen (ohne Potenzial) ab jetzt alles in Einheiten von h, c, also h = c =1 i ψ t = Hψ = 1 p 2 Δψ [= 2m 2m ψ] relativistische Form der Energie: p 2 /2m E = m 2 + p 2 Wurzel eines Differenzialoperators ergibt keine sinnvolle Gleichung Schrödinger (1926): Iteration als Ausweg Klein-Gordon-Gleichung ( 2 i t i ψ t = H2 ψ =(m 2 Δ)ψ ) t 2 Δ+m2 ψ =( + m 2 )ψ =0 m 0 : Wellengleichung für massive Bosonen (z.b. Higgs-Boson mit Spin 0) m = 0 : Feldgleichung für elm. Feld (Potenzial) A μ (x) exp ( r/r) Klein-Gordon-Gleichung Yukawa-Potenzial = r 1 Wellengleichung Coulomb-Potenzial r exp ( mr) r Austausch eines massiven Bosons führt im nichtrelativistischen Grenzfall (nur dann ist Potenzialbegriff sinnvoll) auf kurzreichweitiges Yukawa-Potenzial 26
28 Dirac-Gleichung relativistische Verallgemeinerung der Schrödinger-G. für Teilchen mit Spin 1/2 Dirac (1928): Versuch einer relativistischen Feldgleichung, die wie die Schrödinger-G. eine Diffgl. 1. Ordnung in der Zeit t ist muss wegen Lorentz- Invarianz auch 1. Ordnung in den Ortsvariablen sein allerdings: nicht möglich für einziges Feld ψ(x); kein Nachteil, da Feld für Teilchen mit Spin 1/2 ohnedies mehr Komponenten haben muss x steht wie immer für den Raum-Zeit-Vierervektor mit Komponenten x μ (μ =0, 1, 2, 3) minimale Möglichkeit (für Masse m>0): ψ α (x) (α =1, 2, 3, 4) 4 Komponenten Interpretation: Spin 1/2, Teilchen und Antiteilchen (in QFT) 4Komponenten Dirac-Gleichung ist eine Matrix-Differenzialgleichung: ( ) iγ μ αβ x μ mδ αβ ψ β (x) = iγ 0 3 t + i γ i x i m ψ j=1 = (iγ μ μ m)ψ =0 4x4 Matrizen γ μ : Dirac-Matrizen (μ =0, 1, 2, 3) Forderung: Lösungen (ebene Wellen) müssen die richtige Beziehung zwischen Energie E und Impuls k haben durch Klein-Gordon-Gleichung gewährleistet [ ] 1 (iγ ν ν + m)(iγ μ μ m)ψ =(γ ν γ μ μ ν + m 2 )ψ = 2 (γμ γ ν + γ ν γ μ ) μ ν + m 2 ψ =0 um Klein-Gordon-Gleichung zu erhalten mit = η μν μ ν Clifford-Algebra: γ μ γ ν + γ ν γ μ =: {γ μ,γ ν } =2η μν 1 wobei 1 Einheitsmatrix im 4-dim. Dirac-Raum dabei ist η μν der metrische Tensor der Minkowski-Raum-Zeit mit Diagonalelementen (1, 1, 1, 1) mögliche (nicht eindeutige) Form der Dirac-Matrizen: ausgedrückt durch (2-dim.) Pauli-Spin-Matrizen σ i ( ) ( ) ( i 1 0 σ 1 =, σ =, σ i 0 3 = 0 1 ) ( γ = ), γ i = ( 0 σi σ i 0 ), i =1, 2, 3 27
29 Nichtrelativistische Näherung der Dirac-Gleichung Spin-1/2-Teilchen mit Ladung q im elektromagnetischen Feld (q = e für Elektron) [iγ μ ( μ + iqa μ ) m] ψ = 0 minimale Substitution (Eichinvarianz!) mit zeitunabhängigem elm. Feld A μ ( r) =(A 0 ( r), A( r)) möglicher Ansatz ψ(t, r) =e iet ψ( r) mit ψ( r) = mit 2-komponentigen Pauli-Wellenfunktionen ξ( r), η( r) Schrödinger-Pauli-Gleichung ( ξ( r) η( r) [ 1 2m ( iqa) 2 q ] 2m σ B + V ξ( r) =E NR ξ( r) mit Potenzial V = qa 0, Magnetfeld B = A und E NR = E m Spin 1/2 wird durch Matrix σ/2 dargestellt q 2m σ B = q 2m 2 }{{} μ σ 2 B magnetisches Moment: μ = q 2m g mit gyromagnetischem Faktor g gyromagnetisches Verhältnis: g = 2für Dirac-Teilchen ( Zeeman-Effekt) Exp.: g e = (28) g μ = (63) anomales magnetisches Moment a =(g 2)/2 durch QFT erklärt allgemeine Lösung der freien Dirac-Gleichung vollständiges System von Lösungen (ebene Wellen) ψ α (x) =w α (p)e iet+i p r α =1,...,4 Klein-Gordon-Gleichung erfüllt Energie-Impuls-Beziehung E 2 p 2 = m 2 für vollständiges System beiderlei Vorzeichen von E notwendig E>0: w =: u(p, s) mit (γ μ p μ m)u(p, s) =0 E<0: w =: v(p, s) mit (γ μ p μ + m)v(p, s) =0 v(p, s) : beschreibt Antiteilchen in der QFT Löcher in der 1-Teilchen-Theorie ( Bändermodell des Festkörpers) ) 28
30 IV.5 QED Quantisierung des Dirac-Feldes: offensichtliche Unterschiede zu Bose-Feldern Elektronen genügen Fermi-Statistik ( Pauli-Verbot) Ladung in der Dirac-Theorie Q = d 3 rψ ψ = d 3 rψ αψ α scheint positiv definit zu sein, soll aber e und e + beschreiben Fourierzerlegung analog zum elektromagnetischen Feld A(x): ψ(x) = dμ(k) {b(k, s)u(k, s)e ik x + d (k, s)v(k, s)e ik x} ±s k x = ω(k)t k r, ω(k) = k 2 + m 2 Unterschied zum elm. Feld: Teilchen Antiteilchen ψ ψ QFT: ψ und daher b(k, s),d (k, s) Feldoperatoren Hamilton-Operator H, Impulsoperator P und Ladungsoperator Q H = [ ] dμ(k)ω(k) b (k, s)b(k, s) d(k, s)d (k, s) ±s P = ±s Q = ±s dμ(k) [ ] k b (k, s)b(k, s) d(k, s)d (k, s) [ ] dμ(k) b (k, s)b(k, s)+d(k, s)d (k, s) Problem für normale Vertauschungsrelationen der Operatoren b, d H nicht nach unten beschränkt, dagegen Q positiv definit (immer in Einheiten von e) Ausweg (auch Kausalität verlangt diese Lösung): Antivertauschungsrelationen {b(k, s),b (k,s )} := b(k, s)b (k,s )+b (k,s )b(k, s) = {d(k, s),d (k,s )} alle anderen Antikommutatoren verschwinden = (2π) 3 2ω(k)δ ss δ (3) ( k k ) Folgerung: H jetzt positiv definit, Q beiderlei Vorzeichen möglich H = [ ] dμ(k)ω(k) b (k, s)b(k, s)+d (k, s)d(k, s) ±s P = ±s Q = ±s dμ(k) [ ] k b (k, s)b(k, s)+d (k, s)d(k, s) [ ] dμ(k) b (k, s)b(k, s) d (k, s)d(k, s) 29
31 ab hier völlig analog zum Bose-Fall für elm. Feld A Zustand niedrigster Energie Vakuum 0 : b(k, s) 0 = d(k, s) 0 =0 H 0 =0, Q 0 =0, P 0 =0 1-Teilchen-Zustand 1-Antiteilchen-Zustand T ; k, s := b (k, s) 0 A; k, s := d (k, s) 0 H T ; k, s = ω(k) T ; k, s H A; k, s = ω(k) A; k, s P T ; k, s = k T ; k, s P A; k, s = k A; k, s Q T ; k, s = T ; k, s Q A; k, s = A; k, s allgemeiner 2-Elektron-Zustand (analog für 2 Positronen): e e = 1 dμ(k 1 )dμ(k 2 )f s1,s 2 ( k 1, k 2 )b (k 1,s 1 )b (k 2,s 2 ) 0 2 s 1,s 2 wegen Antivertauschungsrelation {b (k 1,s 1 ),b (k 2,s 2 )} =0 f s1,s 2 ( k 1, k 2 )= f s2,s 1 ( k 2, k 1 ) Elektronen haben antisymmetrische Wellenfunktionen bei Vertauschung aller Koordinaten (hier Impuls und Spinrichtung) wie alle Teilchen mit halbzahligem Spin Elektronen sind Fermionen ( Spin-Statistik-Theorem) Pauli-Verbot: Fermionen können nicht denselben 1-Teilchen-Zustand besetzen (für k 1 = k 2,s 1 = s 2 f s1,s 1 ( k 1, k 1 )=0) Hamilton-Operator der QED (noch ohne Wechselwirkung) 2 HQED 0 = α=1 + ±s dμ(k) k a α (k)a α(k) [ ] dμ(k) k 2 + m 2 b (k, s)b(k, s)+d (k, s)d(k, s) Photonen Elektronen, Positronen für Wechselwirkung notwendig: H QED muss höhere als bilineare Terme in den Erzeugungsund Vernichtungsoperatoren enthalten vorteilhaft für Formulierung einer relativistischen QFT: Lagrangedichte-Operator statt Hamilton-Operator Wirkung (Φ steht für A μ,ψ) Mechanik, QM S = dtl(q, q) Feldtheorie, QFT S = d 4 xl(φ, Φ/ x μ )= dtd 3 rl(φ, Φ/ x μ ) 30
32 Hauptvorteile: i. L Lorentz-Skalar wie die Wirkung S (stimmt nicht für H) ii. viele Eigenschaften der Theorie, insbesondere Symmetrieeigenschaften leichter aus L ablesbar als aus den Feldgleichungen selbst allgemeine Struktur der Lagrangedichte L(Φ, Φ/ x μ )=L 0 + L } WW {{} Wechselwirkung freie (oder auch kinetische) Lagrangedichte der QED folgt aus H 0 QED Kriterien zur Bestimmung von L WW L 0 QED = 1 4 F μνf μν + ψ(iγ μ μ m)ψ ψ = ψ γ 0 adjungierter Spinor Operator klassisches Korrespondenzprinzip für QED erfolgreich nicht anwendbar für Kernkräfte Symmetrieprinzipien: Lorentz-Invarianz, diskrete Symmetrien P, C, T innere Symmetrien: Isospin, SU(3),... Analogieargumente: Erfolg der QED führt letzten Endes zur Eichtheorie aller fundamentalen Wechselwirkungen klassische Elektrodynamik: L WW = j μ A μ mit Stromdichtevektor j μ = (ρ, j) Maxwell-Gleichungen (in Lorenz-Eichung): A μ = j μ gesucht für QED: Feldoperator j μ,dere und e + beschreibt Kriterien: i. Lorentz-Vektor ii. Stromerhaltung (=Kontinuitätsgleichung): μ j μ = ρ/ t + j =0 Lösung: j μ = qψγ μ ψ q e = e Lagrangedichte der QED L QED = 1 4 F μνf μν + ψ(iγ μ μ m)ψ + eψγ μ ψa μ = 1 4 F μνf μν + ψ [iγ μ ( μ iea μ ) m] ψ Bezeichnung: D μ = μ iea μ kovariante Ableitung (minimale Substitution!) Feldgleichungen nicht exakt lösbar Störungstheorie in Potenzen von e 31
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36 Renormierungsprogramm der QFT unbekannte Struktur bei kleinsten Distanzen kann immer in Kopplungskonstanten und Massen gesteckt werden, die im Rahmen der Theorie nicht berechenbar sind, aber experimentell bestimmt werden können allgemeine QFT: in jeder Ordnung Störungstheorie kommen neue Kopplungskonstanten ins Spiel eingeschränkte Vorhersagekraft Klasse der renormierbaren QFT: keine neuen Konstanten, sondern nur Umdefinition ( Renormierung) der ursprünglichen Konstanten Paradebeispiel einer renormierbaren QFT: QED alle Effekte bei kleinsten Distanzen können in e und m gesteckt werden diese Größen müssen durch physikalische Observable definiert werden: Masse Messung von E, p m 2 = E 2 p 2 Ladung lim E σ(γe γe )= 8π γ 0 3m 2 α 2 e = 4πα e Konsequenz: alle anderen physikalischen Größen (Amplituden) durch die so definierte Ladung e und Masse m eindeutig bestimmt, unabhängig vom gewählten Regularisierungsverfahren renormierbare QFT haben maximale Vorhersagekraft wichtige Erkenntnis Anfang 70: Standardmodell der elektroschwachen und starken Wechselwirkungen ist renormierbar ( t Hooft, Veltman, Nobelpreis 1999) 35
37 V Symmetrien V.1 Klassische Mechanik und Quantenmechanik Symmetrien der klassischen Mechanik t t, q i (t) q i (t ) Symmetrietransformation lässt Bewegungsgleichungen ungeändert, d.h. sie schauen in den gestrichenen Größen genauso aus wie in den ungestrichenen Noether-Theorem (kontinuierliche) Symmetrien Erhaltungsgrößen (zeitlich konstant) 10 Erhaltungsgrößen der klassischen Mechanik: Energie (1), Impuls (3), Drehimpuls (3), Schwerpunkt (3) Symmetrien in der Quantenmechanik jeder Symmetrie entspricht ein hermitescher Operator A, der mit dem Hamilton-Operator H vertauscht ([A, H] = 0) Beh.: Eigenwerte von A sind Erhaltungsgrößen Bew.: wenn A ψ(0) = a ψ ψ(0) A ψ(t) = a ψ ψ(t) für alle Zeiten t A ψ(t) = A exp ( iht) ψ(0) = exp( iht)a ψ(0) = a ψ exp ( iht) ψ(0) = a ψ ψ(t) Konsequenz: Eigenzustand eines Symmetrieoperators bleibt Eigenzustand für alle Zeiten Beispiele: A = H, L 2 2 neue Aspekte in der QM: i. auch diskrete Symmetrietransformationen können zu Erhaltungsgrößen führen Bsp.: Raumspiegelung r r, t ungeändert Paritäts-Operator P mit [H, P] = 0 und P 2 =1 Eigenwerte von P sind ±1: Zustände positiver oder negativer Parität Energieniveaus (Atomphysik) nach Parität klassifizierbar ii. Entartung von Energieniveaus Symmetrieoperationen vertauschen i.a. nicht (nichtabelsche Symmetriegruppen) Beispiel: Drehung um x-achse, gefolgt von Drehung um y-achse verschieden von Drehung zuerst um y-, dann um x-achse 36
38 Drehimpulsoperatoren J i vertauschen nicht Symmetrie Drehgruppe SU(2) [H, J i ]=0 [J i,j j ]=iε ijk J k wichtige Eigenschaft: alle Zustände, die durch Anwendung der Drehimpulsoperatoren auseinander hervorgehen, haben dieselbe Energie ( Entartung ) Terminologie: Zustände bilden eine irreduzible Darstellung der betreffenden Gruppe SU(2): zu jedem Drehimpuls j =0, 1/2, 1, 3/2,... gibt es 2j +1 Zustände (magnetische Quantenzahl m = j, j +1,..., j 1, j) alle solchen irreduziblen Darstellungen sind offenbar in der Natur realisiert Zeeman-Effekt: durch Anlegen eines Magnetfeldes wird die Entartung aufgehoben und die 2j +1Zustände haben verschiedene Energien Erkenntnis: oft sind leicht gebrochene Symmetrien im Spektrum leichter zu erkennen als exakte Symmetrien; in diesem Fall wird die Rotationsinvarianz durch die Richtung des angelegten Magnetfeldes gebrochen Aufspaltung der Energieniveaus V.2 Klassische Feldtheorie und QFT Mechanik: dynamische Objekte sind Punktteilchen, durch q i (t) beschrieben Symmetrietransformationen sind immer Raum-Zeit-Transformationen Feldtheorie: Raum-Zeit und Felder können transformiert werden Noether-Theorem in der Feldtheorie: zu jeder kontinuierlichen Symmetrie gibt es einen erhaltenen Strom (Kontinuitätsgleichung) J μ (x) μ J μ (x) =0 zu jedem erhaltenen Strom gibt es eine zeitunabhängige Ladung Q: Q = d 3 rj 0 μj (x) μ =0 dq dt =0 QFT: bis auf wenige Ausnahmen (Anomalien) gelten die klassischen Symmetrien auch in der QFT mit Operatoren J μ,q: μ J μ =0, [H, Q] =0 [S, Q] =0 dabei ist S der S-Operator, dessen Matrixelemente Streu- und Zerfallsamplituden sind Klassifizierung Raum-Zeit-Symmetrien: innere Symmetrien: 10 Poincaré-Transformationen nur Felder werden transformiert, Raum-Zeit ungeändert 37
39 V.3 Symmetrien der Teilchenphysik Poincaré-Transformationen: Raum-Zeit-Translationen (4) Energie-, Impulserhaltung Lorentz-Transformationen (6) relativistische Verallgemeinerung von Drehimpuls- und Schwerpunktserhaltung außerdem: diskrete Raum-Zeit-Transformationen Parität P t = t, r = r Zeitspiegelung T t = t, r = r bis 1956: P und T als universelle Symmetrien der fundamentalen Wechselwirkungen angesehen Auswirkung von P, T auf dynamische Größen Observable P T Impuls p p p Drehimpuls J J J longitudinale Polarisation J p J p J p elektrisches Feld E E E elektrisches Dipolmoment J E J E J E Wu et al. (1957): P -Verletzung im β-zerfall von polarisiertem Kobalt Co 60 Ni 60 + e + ν e Spin von Co 60 : J, Elektron-Impuls: pe P -Erhaltung Mittelwert der longitudinalen Polarisation verschwindet, da J p e = J p e =0 Experiment: p e bevorzugt antiparallel zu J,d.h. J p e < 0 Folgerung: schwache Wechselwirkung verletzt Parität T -Invarianz bis 1999 kein direkter Hinweis auf T -Verletzung, z.b. bis heute keine elektrischen Dipolmomente von Elementarteilchen gefunden indirekte Evidenz aufgrund des CPT-Theorem (Pauli, Lüders, Bell, Zumino) jede (lokale) QFT, die unter normalen Lorentz-Transformationen invariant ist (also ohne P und T Transformationen), ist auch unter der Kombination CPT invariant 38
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41 V.4 Eichsymmetrien Isospin, SU(3): globale innere Symmetrien, Transformation unabhängig von x Eichsymmetrien: Transformationen hängen von Raum-Zeit-Variable x ab betrachten wieder die Lagrangedichte der QED L QED = 1 4 F μνf μν + ψ [iγ μ ( μ iea μ ) m] ψ die lokale (Eich-)Transformation (voriges α = eλ genannt) ψ(x) e ieλ(x) ψ(x), ψ(x) e ieλ(x) ψ(x) scheint zunächst keine Symmetrie zu sein, da L QED geändert wird Grund: die Ableitung von ψ(x) transformiert nicht wie ψ(x) selbst, da Transformationsparameter Λ(x) vonx abhängt allerdings: wie schon aus der Maxwell-Theorie bekannt, transformiert auch das Potential A μ (x) unter Eichtransformationen in relativistischer Notation A μ (x) A μ (x) =A μ (x)+ Λ(x) dx μ leicht zu überprüfen (kovariante Ableitung!): ( μ iea μ (x))ψ(x) ( μ iea μ(x))ψ (x) =e ieλ(x) ( μ iea μ (x))ψ(x) und damit bleibt L QED tatsächlich ungeändert (da auch F μν = F μν eichinvariant) QED ist eine Eichtheorie mit Eichgruppe U(1) Yang, Mills (1954): auch nichtabelsche Symmetrien (SU(2),SU(3),...) können Eichsymmetrien sein Rezept: zu jedem Parameter einer Eichgruppe (entspricht jeweils einer Noether-Ladung) masseloses Vektorfeld Eichfeld bis Mitte 60 scheinbar theoretische Spielerei, da außer dem elektromagnetischen Feld keine masselosen Vektorfelder bekannt Grund für Masselosigkeit der Eichfelder: Masse verletzt Eichinvarianz Bsp.: Massenterm für Photon in L QED nicht invariant unter Eichtransformationen L Masse = M γ 2 2 Aμ Eichtr. A μ M 2 γ 2 (Aμ + μ Λ)(A μ + μ Λ) 40
42 V.5 Spontane Symmetriebrechung Symmetrien bisher immer im Sinne von Wigner-Weyl realisiert: L invariant [H, Q] =0 additive Quantenzahlen (abelsche Symmetrien) Energieentartung (nichtabelsche Symmetrien) dabei stillschweigend vorausgesetzt: Grundzustand (Vakuum) bleibt bei Symmetrietransformationen ungeändert Physik kennt viele Beispiele einer anderen Realisierung (Nambu-Goldstone): [H, Q] = 0, aber Grundzustand nicht invariant keine Entartung von Spektren i. Kristall Klassische Beispiele in der Festkörperphysik Grundgleichung (letzten Endes QED) sicher invariant unter beliebigen räumlichen Verschiebungen, aber Kristall nur invariant bei Verschiebungen um Gittervektoren Sprechweise: die kontinuierliche Gruppe der Translationen wird im Kristall auf die diskrete Untergruppe der Gittertranslationen spontan gebrochen spontan : kein bevorzugter Wert für Gitterpunkte in den Grundgleichungen ii. Ferromagnet Gleichungen rotationsinvariant (keine Richtung ausgezeichnet) [H, J]=0, aber für T<T c (kritische oder Sprungtemperatur) zeichnet Grundzustand spontan eine gewisse Richtung aus, in der sich die Spins ausrichten jede Richtung gleich gut Drehinvarianz der Grundgleichungen Goldstone-Theorem (1961) in einer relativistischen QFT gibt es zu jeder spontan gebrochenen kontinuierlichen Symmetrie ein masseloses Teilchen mit Spin 0: Goldstone-Boson QFT: Energie ω(k) = k 2 + m 2 m=0 k 0 k 0 Analogon in der Festkörperphysik: stets Anregungen, deren Frequenz für k 0 (also Wellenlänge λ ) verschwindet 41
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44 VI VI.1 Elektroschwache Wechselwirkung V A-Theorie der schwachen Wechselwirkung Universalität der schwachen Wechselwirkung: alle Materieteilchen (Leptonen und Hadronen) davon betroffen Fermi-Theorie des β-zerfalls (1934): L Fermi = G F J CC,μ J CC 2 P -Verletzung Jμ CC kein reiner Vektorstrom (wie in QED und wie zunächst bei Fermi), sondern Mischung aus Vektor- und Axialvektorstrom; CC steht für charged current (geladener Strom), nicht hermitesch (wieder anders als in der QED) V A -Theorie Feynman, Gell-Mann; Marshak, Sudarshan (1958) Jμ CC (x) = ψ νl (x)γ μ (1 γ 5 )ψ l (x) + Quark Anteil l=e,μ,τ Bem.: mit γ 5 = iγ 0 γ 1 γ 2 γ 3 transformiert ψγ μ γ 5 ψ wie ein Axialvektor G F = (1) 10 5 GeV 2 ist die Fermi-Kopplungskonstante, die bestimmt wird aus dem Myon-Zerfall μ e + ν μ + ν e Zerfallsbreite Γ(μ e ν μ ν e )fixiertg F, dann ist die differentielle Zerfallsrate nach der Elektronenergie dγ/de e vollständig bestimmt gute Übereinstimmung mit dem Experiment, allerdings Korrekturen höherer Ordnung nicht berechenbar V A-Theorie auch für hadronische Zerfälle erfolgreich, etwa den Pionzerfall π + l + + ν l und natürlich für den β -Zerfall n p + e + ν e Unitaritätsproblem der V A-Theorie μ Streuprozess analog zum μ-zerfall: ν μ + e μ + ν e im Schwerpunktsystem und für E e + E νμ m μ : σ(ν μ e μ ν e ) 2 π G2 F (E e + E νμ ) 2 wegen der Struktur der V A-Theorie (punktförmige Kopplung von 4 Fermionen) erfolgt die Streuung nur in der s-welle (l =0) Unitarität der S-Matrix ( Erhaltung der Wahrscheinlichkeit) σ(ν μ e μ ν e )(l =0) 4π (E e + E νμ ) 2 π E 2 e 43
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46 VI.2 Spontane Brechung von Eichsymmetrien spontane Brechung globaler (Nichteich-)Symmetrien: Feldgleichungen und Wirkung invariant, aber Invarianz nicht im Spektrum zu sehen masselose Goldstone-Bosonen entscheidende Analogie: Supraleiter T<T c : Gleichstromwiderstand 0, Erklärung durch die B(ardeen)C(ooper)S(chrieffer)-Theorie (1957) in gewissen Metallen (und Legierungen) deformiert ein Elektron das Ionengitter, 2. Elektron nützt diese Deformation aus, um seine Energie zu senken entspricht einer anziehenden e e -Wechselwirkung: (nichtlokale) Cooper-Paare mit Gesamtdrehimpuls J =0 Cooper-Paare verhalten sich wie Bosonen mit Ladung 2e T T c : alle Cooper-Paare im Grundzustand (Bose-Einstein-Kondensation) Grundzustand hat negative Ladung weiterer Hinweis: spontane Brechung der elektromagnetischen Eichinvarianz Meißner-Effekt elm. Felder niedriger Frequenz können im Supraleiter nicht existieren: ω>ω 0 notwendig, insbesondere kein statisches (ω = 0) Magnetfeld B im Supraleiter möglich relativistisch: ω = k 2 + m 2 m massives Photon mit Masse ω 0 = m? phänomenologische Beschreibung: Ginzburg-Landau-Modell des Supraleiters Cooper-Paare durch (nichtrelativistisches) Bose-Feld Φ beschrieben Potential für dieses Feld hat Minimum bei Φ 0 entspricht nichtverschwindender Dichte der Cooper-Paare im Grundzustand spontane Symmetriebrechung die scheinbare Masse des Photons (nur innerhalb des Supraleiters, außerhalb natürlich masselos) zeigt sich in der Eindringtiefe des Magnetfelds im Supraleiter Comptonwellenlänge der Photonmasse Interpretation: massives Photon mit Spin 1 hat 3 Freiheitsgrade Bose-Feld Φ hat sich in ein longitudinales Photon verwandelt wichtig: Eichinvarianz nur scheinbar gebrochen, Grundgleichungen und der Hamilton-Operator sind vollkommen eichinvariant! Teilchenphysik: dem Ginzburg-Landau-Feld Φ entspricht das Higgs-Feld entscheidender Input, um Masse der W - und Z-Bosonen zu erklären elektroschwache Wechselwirkung wird durch eine spontan gebrochene Eichtheorie beschrieben VI.3 Standardmodell der elektroschwachen Wechselwirkung Eichbosonen W +,W,γ Eichsymmetrie muss mindestens 3 Ladungen haben (entsprechen 3 erhaltenen Noether-Strömen) 45
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48 ( ) πα 1/2 M W = 2GF sin 2 78 GeV θ W Exp (29) GeV M Z = M W 89 GeV (21) GeV cos θ W Unterschied zwischen Vorhersage und experimentellen Werten für M W,M Z durch Korrekturen höherer Ordnung (Schleifen-Diagramme!) vollständig erklärt experimentelle Entdeckung der W, Z-Bosonen (CERN, 1983) großer Triumph der theoretischen Teilchenphysik! W, Z äußerst kurzlebig, nur über Zerfälle nachweisbar unsichtbare Zerfälle des Z-Bosons Anzahl der leichten Neutrinos (Kap. II) spontane Symmetriebrechung (Higgs-Kibble-Mechanismus): SU(2) U(1) U(1) elm Analogon des Cooper-Paar-Feldes Φ sind 4 skalare Feldkomponenten, davon werden 3 zu longitudinalen Komponenten von W +,W,Z eine Komponente bleibt als beobachtbares skalares, neutrales Teilchen übrig: Higgs-Boson ( VI.4) Leptonen und Quarks im Standard-Modell Eichfelder wechselwirken i.a. verschieden mit links- und rechtshändigen Fermionen ψ L = 1 2 (1 γ 5)ψ linkshändig Spin antiparallel zum Impuls ψ R = 1 2 (1 + γ 5)ψ rechtshändig Spin parallel zum Impuls V A-Struktur der geladenen Ströme nur ψ L wechselwirken mit W ± (P -Verletzung!) verschiedenes Transformationsverhalten unter der Eichgruppe SU(2) Dubletts Leptonen Quarks ( νe e ( u d ) L ) L ( ) νμ μ L ( ) c s L ( ) ντ τ L ( ) t b L Singletts Leptonen e R μ R τ R Quarks u R,d R c R,s R t R,b R Symmetrie zwischen Leptonen und Quarks mit Ausnahme der rechtshändigen Neutrinos: ungeladen keine elektromagnetische Wechselwirkung SU(2)-Singletts keine schwache Wechselwirkung entkoppeln rechtshändige Neutrinos vom Rest der Welt? Nicht unbedingt, da auch 47
49 Wechselwirkung der Fermionen mit dem Higgs-Feld allgemeine Struktur der Wechselwirkung mit Skalarfeld Φ L ψψφ = g ψ ( ψ L ψ R + ψ R ψ L ) Φ spontane Symmetriebrechung: Φ(x) =v + H(x) Konstante v: entspricht Dichte der Cooper-Paare im Supraleiter Feld H: physikalisches (Higgs-)Feld L ψψφ = ) g ψ v (ψ L ψ R + ψ R ψ L +... = g ψ v ψψ +... Vergleich mit Massenterm der Elektronen in der QED wie W, Z erhalten auch Fermionen Masse m ψ = g ψ v durch spontane Symmetriebrechung dafür ist notwendig, dass sowohl ψ L als auch ψ R existieren Wahl des Standardmodells (natürlich durch Experiment nahegelegt): keine rechtshändigen Neutrinos Neutrinos masselos und separate Erhaltung der Leptonzahlen L e,l μ,l τ neueste Entwicklungen: Hinweise auf Neutrino-Oszillationen separate Leptonzahlerhaltung verletzt und mindestens 2 Neutrinomassen m ν 0 Atmosphärische Neutrinos zu wenig ν μ gemessen (Kamiokande, Japan) Hinweis auf ν μ ν τ Oszillationen und Massenunterschied Δm 2 ν (atmosph.) =m2 3 m ev 2 und maximaler Mischung (Mischungswinkel θ 23 π/4) Sonnenneutrinodefizit zu wenig ν e gemessen (seit vielen Jahren, inzwischen durch mehrere Experimente eindeutig nachgewiesen IX.2) wahrscheinlich ν e ν μ Oszillationen mit Massenunterschied Δm 2 ν (solar) = m2 2 m ev 2 und nichtmaximaler Mischung (Mischungswinkel θ 12 mit sin 2 θ ) 1. klarer Hinweis auf Unvollständigkeit des Standardmodells VI.4 Higgs-Boson einziges noch nicht entdecktes Teilchen im Standardmodell zunächst 4 skalare Felder (komplexes Dublett) 3 Freiheitsgrade werden zu longitudinalen Komponenten von W ±,Z (Higgs-Kibble-Mechanismus) restliches (neutrales) Feld Φ 0 spürt Potential, dessen Minimum einem Vakuumerwartungswert v 0entspricht: Φ 0 (x) =v + H(x) 48
50 wie beim Supraleiter führt v 0 zu Massen von W, Z-Bosonen (vgl. Abschnitt VI.3) v = 1 2GF v = 246 GeV (Fermi Skala) Masse des Higgs-Bosons H ist im Standardmodell nicht eingeschränkt andererseits: Kopplung von H an Fermionen (und Eichfelder) genau vorhergesagt L = g ψ (v + H)ψψ m ψ = g ψ v = m ψ ψψ m ψ (G F 2) 1/2 ψψh Kopplungsstärke von H an ψ m ψ (analog für W, Z) Higgs-Boson zerfällt mit Vorliebe in schwere Teilchen (daher besonders schwer nachweisbar) LEP (bis 2001): M H > 114 GeV (95% Wahrscheinlichkeit) QFT: schwere Teilchen beeinflussen Messungen auch indirekt als virtuelle Teilchen in Korrekturen höherer Ordnung Vergleich Theorie-Experiment (vor allem der LEP-Daten): da M H einziger unbekannter Parameter im Standardmodell M H < 144 GeV, daher insgesamt 114 GeV <M H < 144 GeV (95% Wahrscheinlichkeit) Untersuchung des Higgs-Mechanismus ist die Hauptaufgabe des L(arge)H(adron)C(ollider) (CERN, ab 2009) Möglichkeit: analog wie beim Supraleiter Higgs-Feld nicht unbedingt fundamentales Feld, sondern Bindungszustand anderer Teilchen ( Cooper-Paare)? 49
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57 aufbaut), implizieren GUT die Ladungsquantisierung (Verhältnisse der Quark- und Leptonladungen fixiert) ii. einzige Kopplungskonstante g GUT bei E > 1016 GeV, durch spontane Symmetriebrechung G GUT SU(3) c SU(2) U(1) g s,g SU(2),g U(1) berechenbar bei niedrigen Energien, würde sin 2 θ W 0.23 erklären fehlender Schnittpunkt der 3 Kopplungen bei hohen Energien keine Wüste (desert) zwischen 100 GeV und GeV, sondern wahrscheinlich neue Freiheitsgrade Vereinheitlichung scheint zu funktionieren im M(inimalen)S(upersymmetrischen)S(tandard)M(odell) im wesentlichen Verdopplung des Teilchenspektrums, für M < Z M < SUSY 1 TeV Schnittpunkt der 3 Kopplungen bei etwa M GUT =10 16 GeV MSSM: Vorhersage für leichtestes Higgsboson (insgesamt 5 im MSSM) M < Higgs 135 GeV, außerdem SUSY-Partner zwischen 100 GeV und 1 TeV erwartet derzeit noch keine Spur, aber LHC müsste diese Teilchen finden bei E GeV: Gravitation vergleichbare Stärke mit den anderen fundamentalen Wechselwirkungen; Quantisierung der Gravitation Raum-Zeit-Fluktuationen QFT auf Minkowski-Raum wahrscheinlich nicht mehr sinnvoll populärste Erweiterung: Superstrings Eichwechselwirkungen und Gravitation vereint, Teilchen nicht mehr punktartige Objekte, sondern Anregungen von Saiten Strings mit einer Ausdehnung von l Planck m; nach wie vor sehr spekulativ, keine Verbindung zwischen Theorie und Experiment 56
58 Bindungsenergie pro Nukleon von stabilen Kernen IX Kernphysik und Anwendungen Kernbausteine: Z Protonen und N Neutronen in einem Kern mit Massenzahl A = Z + N Notation: A Z X für chemisches Element X, z.b. 12 6C für Kohlenstoff (Z wird oft weggelassen) Kerneigenschaften im Prinzip durch die QCD bestimmt, aber bereits die einfache Nukleon- Nukleon-Wechselwirkung ist ein kompliziertes Vielkörper-Problem: mindestens 6 Quarks (und Gluonen) nach wie vor keine Ableitung des NN-Potenzials aus der QCD, geschweige denn der Mehrnukleonen-Wechselwirkung (Kernaufbau) Kernphysik durch phänomenologische Modelle gekennzeichnet Nuklidkarte: systematische Darstellung der bekannten Kerne; mit wachsendem A zunehmender Neutronenüberschuss Isobare (selbes A) gehen durch β -oderβ + -Zerfall ineinander über: A ZX Z+1Y A + e + ν e A Z X Z 1 A Y + e + + ν e natürliche Radioaktivität: zusätzlich zu β -Strahlung (nur künstlich radioaktive Elemente haben auch β + -Strahlung) noch γ-strahlung (gleiches A und Z: Isobare und Isotope) und α-strahlung (α = 4 2 He): A Z X A 4 Z 2 Y +4 2 He Bindungsenergie (Massendefekt) um einen Kern in seine Bestandteile zu zerlegen, muss Energie zugeführt werden (Konvention der Kernphysik: B>0) B( A ZX) =Zm p + Nm n M( A ZX) Bindungsenergie pro Nukleon (MeV) 58 Fe A=Z+N Die Bindungsenergie pro Nukleon ist am stärksten für 58 Fe. Nukleonen mit kleinerer Massenzahl gewinnen Energie durch Fusion, Nukleonen mit größerer Massenzahl durch Spaltung. 57
59 Schlussfolgerungen: Kerne mit A 60 (Fe) besonders stabil Energiegewinnung entweder aus Spaltung schwerer Kerne (Uran) in 2 Kerne mittlerer Massenzahl oder durch Fusion sehr leichter Kerne (Energieproduktion in Sternen; 4 He besonders stabil: B/A =7MeV) Energiebilanz für Spaltung K A K A1 + K A2 M A = Zm p + Nm n B(A) M A M A1 M A2 = B(A 1 )+B(A 2 ) B(A) > 0 für A 1,A 2 > 60 diese Energiedifferenz manifestiert sich als kinetische Energie der Spaltprodukte in weitem Bereich B/A 8 MeV/Nukleon IX.1 Bethe-Weizsäcker-Formel Grundidee: Bindung nur mit nächsten Nachbarn wegen kurzer Reichweite der Kernkräfte, erklärt B A Tröpfchenmodell des Kerns (Bohr, von Weizsäcker 1935): Kern als inkompressible Flüssigkeit extrem hoher Dichte Bethe-Weizsäcker-Formel: phänomenologisch erfolgreiche Formel für die Bindungsenergie mit 5 Beiträgen B( A Z X)=b V A b O A 2/3 b C Z 2 A 1/3 b A (Z N) 2 Bestandteile (Koeffizienten durch Fit bestimmt): A + ε X b P A 1/2 1. Volumsenergie (Tröpfchen!): b V =15.8 MeV 2. Oberflächenenergie: Nukleonen an Oberfläche schwächer gebunden, Effekt prop. Oberfläche des Kerns A 2/3 b O =18.3 MeV 3. Coulombenergie (Protonen stoßen einander ab): b C =0.7 MeV 4. Asymmetrieenergie: Überschuss einer Nukleonsorte energetisch ungünstig (Pauli-Prinzip Erklärung im Thomas-Fermi-Modell des Atomkerns) b A =23.2 MeV 5. Paarungsenergie: Kerne mit gepaarten Protonen, bzw. Neutronen sind stärker gebunden als ungepaarte (z.b. 4 2He besonders stark gebunden) b P =11.5 MeV +1 gg Kerne Z und N gerade ε X = 0 gu, ug Kerne A ungerade 1 uu Kerne Z und N ungerade 58
60 Modelle des Atomkerns 2 Kategorien von Modellen: i. Potenzialmodelle: einzelnes Nukleon in Potenzial betrachtet, das durch alle anderen Nukleonen erzeugt wird Schalenmodell, Thomas-Fermi-Modell ii. Kollektive Modelle: starke Kopplung zwischen Nukleonen berücksichtigt Tröpfchenmodell, Nilsson-Modell (für deformierte Kerne: Quadrupolmoment 0) IX.2 Schalenmodell Analogie zur Schalenstruktur der Atomhülle, erklärt die magischen Nukleonzahlen, jeweils für Protonen und Neutronen: N,Z =2, 8, 20, 28, 50, 82, 126 Kerne mit diesen Werten für Z und/oder N sind besonders stark gebunden (abgeschlossene Schalen) Grundidee: ein Nukleon ( Leuchtnukleon ) bewegt sich im mittleren Potenzial der anderen Nukleonen Wie kommt Potenzial zustande? 2 Nukleonen betrachtet mit kurzreichweitigem Potenzial V 12 ( r 1, r 2 )=f( r 1 r 2 ) Mittelung über alle Nukleonen im Kern (Dichte ρ( r)) V ( r 1 ) = d 3 r 2 V 12 ( r 1, r 2 )ρ( r 2 ) (kurze Reichweite) ρ( r 1 ) ρ( r 1 ) d 3 rf( r) =Cρ( r 1 ) mittleres Potenzial Kerndichte Ladungsdichte (durch Elektron-Kern-Streuexperimente bestimmbar) d 3 r 2 f( r 1 r 2 ) Eigenzustände der Schrödingergleichung: jedes vernünftige Kernpotenzial, z.b. Oszillatorplus abstoßendes Coulombpotenzial (für Protonen), führt auf die Besetzungszahlen 2,8,20 entscheidende Verbesserung des Schalenmodells durch Einbeziehung der Spin-Bahn-Kopplung (Goeppert-Mayer; Haxel, Jensen, Süss 1949) V eff (r) =V zentral (r) K dv zentral (r) r dr L S mit positiver Konstante K Entartung von Zuständen mit denselben Quantenzahlen (n, l) aufgehoben stärkere Bindung, wenn L und S parallel Termschema des Einteilchen-Schalenmodells erklärt magische Zahlen weitere Erfolge: Spin und magnetische Momente von Kernen mit voller Schale ± ein Nukleon 59
61 LS-Kopplung Auswirkungen der Spin-Bahn-Kopplung Absenkung der j=l+1/2 Ortbitale aus der höheren Oszillatorschale. Reproduktion der magischen Zahlen! Wichtige Konsequenz: Abgesenkte Orbitale aus höherer N+1 Schale haben andere Parität als Orbitale der N Schale. Starke WW erhält Parität. Die abgesenkten Orbitale mit anderer Parität sind sehr reine Zustände und mischen nicht innerhalb der Schale. Beispiel: Spin-Parität da geschlossene Schale Spin 0, P=1 Kern hat Spin-Parität des (fehlenden) Leuchtnukleons Kern Z N Schalenmodell J P (exp.) 17 O 8 9 d 5/2 5/ F 9 8 d 5/2 5/ Pb g 9/2 9/ Bi h 9/2 9/2 Modifikationen notwendig für Kerne mit mehr als einem Leuchtnukleon Beispiel: Nukleonen polarisieren innere Schalen nichtkugelsymm. Potenzial (z.b. Nilsson-Potenzial) stark nichtmagische Kerne permanent deformiert Konsequenzen: a. große Quadrupolmomente b. Rotationsanregungen: wesentlich kleiner als Oszillatorenergiedifferenzen c. auch Schwingungsspektren wie bei Molekülen beobachtet Kernphononen : kollektive Anregungen des gesamten Kerns; markantes Beispiel Riesendipolresonanzen: Protonen und Neutronen schwingen um gemeinsamen Schwerpunkt 60
62 IX.3 Statistisches Modell (Thomas-Fermi) anderer Extremfall (nur für A 1 sinnvoll): alle Nukleonen gleichberechtigt im statistischen Modell Kern als entartetes Fermi-Gas betrachtet freie Fermionen in Kugel mit Radius R = R 0 A 1/3 (R 0 =1.28 ± 0.05 fm) Potenzialtöpfe für p,n geringfügig verschieden durch Coulombabstoßung der Protonen Statistische Mechanik (T = 0 angenommen): im Grundzustand alle Zustände bis zur Fermi- Kante (p p F ) 2-fach (Spin 1/2) besetzt qualitatives Argument (mit richtigem Ergebnis): in jedem Phasenraumelement d 3 pd 3 r = h 3 dürfen sich nach dem Pauli-Prinzip höchstens 2 Teilchen aufhalten (separat für p und n) daher im Volumen V =4πR0 3 A/3 (wieder separat für p und n) daher n =2 4π 3 p3 F V h 3 = Vp3 F 3π 2 h 3 p F,Z = h ( ) 9πZ 1/3 p F,N = h R 0 4A R0 ( ) 9πN 1/3 4A für N = Z: E F = p 2 F /(2m) 30 MeV mittlere kinetische Energie/Nukleon E kin = pf 0 pf 0 p 2 2m d3 p d 3 p und daher gesamte mittlere kinetische Energie des Kerns = 3p2 F 10m E kin (Z, N) = N E kin,n + Z E kin,z = 3 ( ) Np 2 F,N 10m F,Z = 3 h2 10mR0 2 Minimum von E kin (Z, N) für festes A bei Z = N = A/2 ( ) 9π 2/3 N 5/3 + Z 5/3 4 A 2/3 Entwicklung um das Minimum in der Differenz Z N beginnt mit (Z N) 2 : 3 h 2 ( ) { 9π 2/3 E kin (Z, N) = 10mR0 2 A + 5 (Z N) 2 } + O[(Z N) 3 ] 8 9 A (Z N) 2 = E min + b A A nicht nur richtige Struktur, sondern auch richtige Größenordnung für Koeffizienten b A in der Bethe-Weizsäcker-Formel 61
63 IX.4 Kernmaterie viele Eigenschaften hinreichend schwerer Kerne sind unabhängig von A Oberflächen- und Coulombeffekte können zunächst vernachlässigt werden unendliche Kernmaterie theoretische Behandlung (Brueckner ): statistisches Modell in nullter Näherung, dann 2-Teilchen-Wechselwirkung, usw. eingeführt Ergebnis der numerischen Rechnung mit empirischen Potenzialen: b V =15.2 MeV statt (gefitteten) 15.8 MeV IX.5 Einige kernphysikalische Anwendungen neben der Energiegewinnung in Kernkraftwerken (Kernspaltung; in fernerer Zukunft auch Kernfusion) Bedeutung vor allem in der physikalischen Messtechnik (Spurenanalyse, Tracer- Methoden) und in der Medizin (Krebstherapie mit Hadronen) Spezielle Anwendungen Datierung mit 14 C Alter von (verarbeitetem) Holz über 14 C-Gehalt bestimmbar; dieses radioaktive Isotop wird in der Natur durch die kosmische Strahlung in der Atmosphäre erzeugt: n N 14 6 C + p 14 6 C reiner β -Strahler mit Halbwertszeit T 1/2 = (5730 ± 40)a Gehalt in der Atmosphäre: 14 C/ 12 C lebende Organismen nehmen 14 CO 2 in der natürlichen Konzentration auf (Photosynthese), nach Absterben nimmt 14 C-Anteil durch radioaktiven Zerfall ab Altersbestimmung aus 14 C-Gehalt (Genauigkeit ± 100 Jahre, bis etwa Jahre zurück) Probleme: geringe Aktivität wegen langer Lebendauer Verhältnis 14 C/ 12 C nicht zeitlich konstant Eichung durch Vergleich mit Baumringen (Dendrochronologie) M(agnet)R(esonanz)T(omographie) MRT Kernspin-Tomographie alle Fermionen (mit Ausnahme der Neutrinos) haben ein magnetisches Moment für Nukleonen μ = g e h 2m p c s = gμ K s mit Kernmagneton μ K = e h 2m p c = JT(esla) 1 62
64 gyromagnetischer Faktor g: g p = (Proton) g n = (Neutron) Vergleich: g = 2 + kleine Korrekturen (QFT) für elementare geladene Fermionen (e, μ, τ) Spins richten sich in einem angelegten Magnetfeld aus (Zeeman-Effekt) für Protonen (Spin 1/2) 2 mögliche Niveaus (Spin parallel oder antiparallel zu B)mit Energiedifferenz ΔE =2μ p B = g p μ K B außerdem präzessiert Protonenspin um B mit Larmorfrequenz (hier immer h =1) ω L =2μ p B = g p μ K B im Körper (z.b. Gehirn) verteilen sich die Spins im Gleichgewicht nach der Boltzmann- Verteilung (bei Zimmertemperaturen T ) ( ) n G(rundzustand) ΔE =exp n a(ngeregter Zustand) kt MRT: thermisches Gleichgewicht durch Einstrahlung elektromagnetischer Hochfrequenzwellen gestört; im Resonanzfall ist die zugehörige Frequenz ω = Larmorfrequenz ω =ΔE = g p μ K B durch gepulste HF-Einstrahlung wird erreicht, dass zu einem gewissen Zeitpunkt n G = n a mit Nettomagnetisierung Null (gleich viele Spins hinauf wie hinunter) nach Abschalten der HF-Strahlung geht Ensemble wieder in den Gleichgewichtszustand über dabei wird ein HF-Signal mit ω = ω L ausgestrahlt dieses (exponentiell abklingende) Signal ist die Messgröße der MRT Ortsauflösung 1mm 3 durch entsprechende Gradientenfelder erreicht Bildverarbeitung zu 3D-Bild mit Schnitten in jeder gewünschten Ebene (besonders wichtig in der Tumordiagnostik) typische Werte: Magnetfeld B 1.5 3T (1T=10 4 Gauß) Frequenz ω/2π = MHz B/T (Radiowellen) P(ositronen)E(missions)T(omographie) Patient erhält radioaktiv markierte Chemikalien (β + -Strahler) nach Zerfall des Kerns annihilieren die Positronen mit atomaren Elektronen e + + e γ + γ die beiden (in entgegengesetzte Richtungen) emittierten Photonen werden in Koinzidenz gemessen erlaubt Rückschluss auf den Ort, wo sich die Substanz befunden hat zeitlicher Verlauf des Tracers nachvollziehbar ( Bildverarbeitung, z.b. Stoffwechsel im Gehirn) gebräuchliche Isotope: 11 C, 13 N, 15 O, 18 F 63
65 X Nukleare Astrophysik Kern- und Teilchenphysik spielen zunehmend wichtigere Rolle in der Kosmologie und Astrophysik neues Arbeitsgebiet Astroteilchenphysik (sehr) kurze Geschichte des Universums (Big-Bang-Modell mit Inflation): i. Planck-Epoche: charakteristische Zeit t P s, Temperatur T P GeV/k (Boltzmann-Konstante k = ev/k) Ursuppe : Plasma relativistischer Teilchen; durch eine Reihe von Phasenübergängen werden manche Teilchen massiv und entkoppeln, wenn Γ Teilchen <H Γ Teilchen : Wechselwirkungsrate des Teilchens (nimmt mit T ab) Hubble-Parameter H(t) = Ṙ(t)/R(t) mit Skalenparameter R(t), der Expansion des Universums beschreibt (Friedmann-Robertson-Walker Universum) Hubble-Konstante: H 0 := H(t 0 )=(71±4) km s 1 Mpc 1, wobei 1 Mpc (Megaparsec)= m= Lichtjahre; t 0 =(13.7 ± 0.2) 10 9 a (Zeit seit dem Urknall) Interpretation: wenn Γ Teilchen <H, gibt es nicht mehr genug Wechselwirkungen für das Teilchen, um im Gleichgewicht zu sein ii. GUT-Phasenübergang: t GUT s, kt GUT GeV in dieser Periode gewaltiges Aufblähen des Universums (R(t) e Ht ) in sehr kurzer Zeit: inflationäres Universum impliziert u.a., dass Energiedichte des Universums ρ(t 0 )=ρ c (t 0 )= 3H(t 0) 2 8πG N kg m 3 W(ilkinson)M(icrowave)A(nisotropy)P(robe)-Experiment: Ω= ρ(t 0) =1.02 ± 0.02 ρ c (t 0 ) iii. Elektroschwacher Phasenübergang: kt EW 300 GeV, t EW s iv. Confinement-Übergang: kt C 300 MeV, t C 10 5 s aus Quarks und Gluonen werden Mesonen und Baryonen nächste interessante Epoche ist die X.1 Kosmische (primordiale) Nukleosynthese Periode: kt MeV,t s (1 MeV K) frühester direkter Test des Big-Bang-Modells zu Beginn dieser Epoche sind Neutronen und Protonen im thermischen Gleichgewicht: n p + e + ν e ν e + n p + e e + + n p + ν e 64
66 im thermischen Gleichgewicht und mit der Wärmetönung Q = m n m p =1.293 MeV gilt für die Teilchendichten n i (p, n sind bereits nichtrelativistisch) ( ) n n Q =exp n p kt Def.: relative Häufigkeit des Kerns mit Massenzahl A X A := n AA n N(ukleon) X A =1 A Stufe 1: t =10 2 s, kt =10MeV wegen hoher Entropie des Universums Kerne noch sehr unwahrscheinlich X n X p 0.5 während X 2 (Deuterium) , X 3 (Tritium) , X 4 (Helium) Stufe 2: t 1s,kT 1MeV entscheidendes Ereignis: Neutrinos entkoppeln aus Gleichgewicht Γ ν G 2 F (kt)5 Γ ( ) ν kt 3 H = 0.8 MeV und damit auch die Neutronen Verhältnis n n /n p ab jetzt eingefroren, abgesehen vom Neutronzerfall ( ) n n Q =exp 1 n p kt 6 außerdem nimmt die Neutrinotemperatur ab diesem Zeitpunkt durch die Expansion des Universums wie T ν R 1 ab T ν (t 0 )=1.96K Stufe 3: t =1 3Minuten,kT = MeV (S. Weinberg, The first 3 minutes) in dieser Periode können D, T, 3 He, 4 He gebildet werden; wegen der weitaus größten Bindungsenergie enden praktisch alle verfügbaren Neutronen in 4 He nur wenige Neutronen sind seit der Entkopplung zerfallen n n n p 1 7 statt n n n p (Gleichgewicht) = 1 74 Anteil an primordialem Helium ist daher X4 He = 4n 4 n p + n n 4 n n 2 n p + n n = 2 n n n p 1+ n n n p 2/7 8/7 =
67 nur ein kleiner Teil von D, 3 He wird nicht in 4 He verbrannt D + 3 He H wichtig: Häufigkeiten von D und 4 He nur durch primordiale Nukleosynthese zu erklären in ausgezeichneter Übereinstimmung mit Beobachtungen weitere Konsequenz für Baryondichte im Universum (WMAP): Ω B = ρ B ρ c 0.05 kosmologische Evidenz für dunkle Materie, da Ω total = 1 im inflationären Universum außer 4 He nur mehr kleine Mengen 7 Li primordial produziert Gründe: i. Coulombabstoßung bereits groß für kt =0.1 MeV ii. Flaschenhals für primordiale Nukleosynthese: keine stabilen Isotope mit A =5, 8 B,Be, 6 Li: durch kosmische Strahlung produziert A 12: nur in dichten und heißen Sternen produziert (Abschnitt X.2) weitere interessante Voraussage der Kosmologie: wenn mehr als 3 Neutrinosorten, expandiert das Universum rascher Neutrinos entkoppeln früher und daher ist das Verhältnis n n /n p bei der Entkopplung größer mehr Neutronen vorhanden mehr 4 He produziert beobachtete Häufigkeit von 4 He N ν < 4 lange vor experimenteller Bestätigung für N ν = 3 durch LEP viel später (kt 0.3 ev,t s a): Photonenentkopplung und Rekombination Photonen entkoppeln, da Compton-Streuung zu selten wird ungefähr zur selben Zeit kommt es zur so genannten Rekombination (T bereits zu klein für Ionisierung des Wasserstoffatoms) ab jetzt (analog zu Neutrinos) T γ R 1 daher e + p H T γ (t 0 ) T (t Rek ) = R(t Rek) 1 R(t 0 )
68 kosmische Hintergrundstrahlung T γ (t 0 )=T 3K = T (t Rek) 1300 genauer Wert: T 3K =2.725 K = 3575 K K neuere Entwicklungen: kleine Anisotropien in der Hintergrundstrahlung gemessen (zuletzt durch WMAP-Experiment) zusammen mit Untersuchungen weit entfernter Supernovas ergibt sich folgende ungefähre Zusammensetzung der Energiedichte des Universums (Werte vom März 2008), immer normiert auf die kritische Dichte ρ c Energieform Ω i normale (baryonische) Materie ± dunkle Materie 0.23 ± 0.01 dunkle Energie 0.72 ± 0.02 dunkle Materie: neben kosmologischer Evidenz vor allem aus Vergleich der sichtbaren und der gravitationellen Masse von Galaxien und Galaxienhaufen; besteht wahrscheinlich aus schwach wechselwirkenden sehr massiven Teilchen (noch kein direkter Hinweis) dunkle Energie: besonders mysteriöse Komponente, entspricht negativem Druck, der Beschleunigung der Expansion des Universums bewirkt (zuerst durch Messung der Luminosität weit entfernter Supernovas gefunden); möglicherweise durch so genannte kosmologische Konstante in den Einstein-Gleichungen verursacht (Ursprung ebenfalls unklar: natürliche Vorhersage der Teilchenphysik für eine solche Vakuumenergie um viele Größenordnungen zu groß) X.2 Energieerzeugung in Sternen und solare Neutrinos Vorschlag schon von Eddington (1920): Energie durch Kernfusion erzeugt Einwand: Kernreaktionen finden wegen der geringen thermischen Energie der Kerne ( kev) und der Coulomb-Barriere nicht statt tatsächlich nur quantenmechanisch mit Hilfe des Tunneleffekts möglich (Gamow) Bethe, von Weizsäcker (1938): CNO-Zyklus dominiert in heißen Sternen (T Zentrum > K) in normalen Sternen wie der Sonne (T Zentrum K 1.3 kev) dominiert der pp-zyklus Zyklus beginnt mit einer Reaktion der schwachen Wechselwirkung, deren Rate die Energiegewinnung im Stern bestimmt; alle folgenden Reaktionen gehen praktisch sofort vor sich insgesamt Fusion von 4 Protonen zu 4 He mit Q-Wert=26.7 MeV: davon heizen 25 MeV den Stern, der Rest wird von Neutrinos abgeführt 67
69 Erzeugung Solarer Neutrinos H kann auf 2 Arten zu He fusionieren: Proton-Proton-Kette 98.4 % der Energieerzeugung CNO-Kreislauf 1.6 % der Energieerzeugung N.Herrmann, Uni Heidelberg 27/01/2004 S(tandard)S(onnen)M(odell): viele Jahre nicht direkt bestätigt, da Wirkungsquerschnitte des pp-zyklus nur für E kin 100 kev im Labor gemessen neue Entwicklungen der letzten Jahre ermöglicht durch Neutrino-Astronomie experimentelle Untersuchung der Sonnenneutrinos gesamter Neutrinofluss auf Erdoberfläche modellunabhängig (zum Unterschied vom Spektrum) Φ ν = m 2 s 1 zum Vergleich: gleicher Fluss wie 300 m von typischem KKW (allerdings ν e ) Spektrum der Sonnenneutrinos (laut SSM): 3 wesentliche Komponenten i. pp de + ν e :größte Intensität, aber geringste Energie ii. 2 diskrete Linien aus e -Einfang von 7 Be iii. höchste Energien, aber geringste Intensität durch β + -Zerfall von 8 B erster Nachweis von Sonnenneutrinos: Homestake-Experiment ν e Cl Ar + e R. Davis et al. (Nobelpreis 2002) nur sensitiv auf 8 B-Neutrinos 68
70 Abb. 1.2: Fluß solarer Neutrinos (Einheit: cm -2 s -1 für monoenergetische Linien, sowie cm -2 s -1 MeV -1 für kontinuierliche Spektren) in Abhängigkeit von ihrer Energie nach [Bah98]. Die spätere Experimente: SAGE, Gallex, GNO ν e Ga 71 32Ge + e auch pp-neutrinos nachweisbar (Super-)Kamiokande ν e + e ν e + e nur sensitiv auf 8 B-Neutrinos, aber Energie und Richtung der Neutrinos (von der Sonne) konnten gemessen werden Zusammenfassung: alle Experimente beobachten (zum Teil erheblich) weniger Ereignisse als das SSM vorhersagt im wesentlichen 2 verschiedene Erklärungen: i. SSM ergibt falsches Spektrum: vor allem die Neutrinos von 8 B hängen sehr stark von T Zentrum ab, andererseits pp-zyklus durch die Gallium-Experimente bestätigt auch andere Vorhersagen des SSM (z.b. solare Seismik) inzwischen bestätigt ii. Neutrino-Oszillationen: ν e verwandeln sich auf dem Weg vom Sonneninneren zur Erde in andere Neutrinoart(en) Rätsel gelöst durch Experiment im 69
71 S(udbury)N(eutrino)O(bservatory) Detektor: 1 kt ultrareines D 2 O in 2092 m Tiefe Vorteil: nicht nur ν e können nachgewiesen werden, sondern alle Neutrinosorten ν x,dieander schwachen Wechselwirkung mittels Z-Austausch teilnehmen 3 verschiedene Reaktionen werden gemessen Reaktion Mechanismus Bezeichnung ν e + d e + p + p W-Austausch CC ν x + d ν x + p + n Z-Austausch NC ν x + e ν x + e W,Z-Austausch ES Interpretation der Ergebnisse (Stand 2007): reduzierter Fluss Φ νe in CC-Reaktion bestätigt totaler Fluss Φ ν, gemessen in NC und ES, ist höher und in Übereinstimmung mit dem SSM Φ νμ+ντ =Φ ν Φ νe ist deutlich von Null verschieden klarer Hinweis für Neutrino-Oszillationen Nachweis der Neutrinoumwandlungen ist unabhängig vom SSM Neutrino-Oszillationen nur sensitiv auf Differenzen der Quadrate von Neutrinomassen für solare Neutrinos Δm ev 2, sin 2 θ Bestätigung im KAMLAND-Experiment: ν e -Fluss von verschiedenen Kernreaktoren in Japan gemessen (durchschnittliche Entfernung 180 km) außerdem Neutrino-Oszillationen atmosphärischer Neutrinos in Experimenten in Japan gemessen [(Super-)Kamiokande, K2K]: Konsequenz: Δm ev 2, θ 23 π/4 3 Neutrinos haben alle verschiedene Massen (wie geladene Leptonen und Quarks) Standardmodell im engeren Sinn muss erweitert werden! Folgerung: mindestens 2 Neutrinos sind massiv, aber keine Information über absolute Massen der Neutrinos in Oszillationsexperimenten kosmologische Schranke (WMAP): m ν < 0.42 ev ν terrestrische Experimente (Tritium-Zerfall) in Planung (Sensitivität von 0.2 ev angepeilt) 70
1.3 Historischer Kurzüberblick
1.3 Historischer Kurzüberblick (zur Motivation des Standard-Modells; unvollständig) Frühphase: 1897,,Entdeckung des Elektrons (J.J. Thomson) 1905 Photon als Teilchen (Einstein) 1911 Entdeckung des Atomkerns
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1 Das Standardmodell der Teilchenphysik Clara Fuhrer 2 Das Standardmodell der Teilchenphysik Gliederung: Einführung Was ist das Standardmodell Die Elementarteilchen Leptonen Hadronen Quarks Die Wechselwirkungen
2.10 Normierung der Dirac-Spinoren
2.10 Normierung der Dirac-Spinoren In der schwachen Wechselwirkung, die die Parität verletzt, werden auch Axial-Vektoren eine große Rolle spielen, da der Strom eines linkshändigen Spin-1/2 Teilchens ū
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