Rhythmisierung in der Ganztagsschule

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1 Rhythmisierung in der Ganztagsschule Prof. Dr. Reiner Hildebrandt-Stramann Universität Braunschweig Vortrag am 20. Januar 2016 an der Universität Marburg Die flächendeckende Einführung von Ganztagsschulen in Deutschland sozialpolitische, bildungspolitische, pädagogische Begründungen 1

2 Pädagogische Perspektiven der Ganztagsschule Verbesserung der pädagogischen Qualität von Schule und Unterricht durch: - die Entwicklung einer differenzierten und variablen Lernkultur, - Veränderungen auf der Ebene der Schule als Organisation (Personaleinsatz, Zeitstrukturierung etc.) - Veränderungen auf der Ebene der konkreten Lerngelegenheiten im Unterricht und in den außerunterrichtlichen Angeboten (es geht um bessere Möglichkeiten für fachliches und überfachliches Lernen der Schüler und Schülerinnen). - individualisierte Lernwege ( es sollen Interessen, Begabungen sowie Fach- und Schlüsselkompetenzen der SchülerInnen (Problemlösefähigkeit, Arbeitstechniken, Selbständigkeit etc.) gefördert werden). - eine Verbesserung der inner- und außerschulischen Kooperationen - eine konzeptuelle Verbindung von Unterricht und außerunterrichtlichen Angeboten (vgl. Holtappels 2009). Kriterien zur Sicherstellung der pädagogischen Qualität (vgl. BMBF 2003, S. 6) Individuelle Förderung durch Umsetzung einer Pädagogik der Vielfalt Umgang mit Zeit: Eine vom 45-Minuten Takt gelöste, pädagogisch veränderte Unterrichts- und Lernkultur Soziales Lernen Partizipation Öffnung von Schule Kreative Freizeitgestaltung Qualifizierung des multiprofessionell zusammengesetzten Personals. 2

3 Fragen 1. Wie regeln Ganztagsschulen ihren Umgang mit Zeit? 2. Welche Konsequenzen ergeben sich aus der jeweiligen Zeitstrukturierung / Rhythmisierung für die Gestaltung von Lehr- Lernprozessen im Bereich des formellen, des informellen und des non formalen Lernens ergeben? 3. Welche Bedeutung nimmt Bewegung in diesen Rhythmisierungsmodellen ein? Gliederung Historischer Kontext des Rhythmisierungsdiskurses Diskussionsstand in der Schulpädagogik Zum Rhythmusbegriff Takt, äußere und innere Rhythmisierung Rhythmisierungsmodelle in ausgewählten Schultypen übergeordnete schulische Zeitmodelle 3

4 Historischer Kontext 1. Reformpädagogik der 20er Jahre: Streben nach einer kindgemäßen Lebensschule (Ludwig 1993, S. 592) Kritisiert wird: a) die Verkopfung des Unterrichts, gefordert wird b) eine Entzerrung des Schultages durch z.b. einen - Wechsel von Anspannung und Entspannungsphasen - Verzahnung von Vor- und Nachmittag 2. Das Thema der Rhythmisierung in den 50er Jahren. c) Diskussion über zu große Belastungen der Kinder und Jugendlichen durch die Schule auf der Grundlage medizinischer Gutachten und Untersuchungen über physiologische Leistungskurven Physiologische Leistungskurven 4

5 Physiologische Leistungskurve 1. Ablauf der Tagesarbeitskurve ist keine unabänderlich feststehende Größe = abhängig von der pädagogischen Gestaltung der Arbeitsformen = Frage der Lernorganisation und keine eines vermeintlich natürlichen Arbeitsrhythmus der Schüler (Petersen 1959). 2. Der Leistungskurvenverlauf war und ist in pädagogischen Zusammenhängen noch wenig erforscht 3. Identische Leistungskurven für alle Kinder und Jugendlichen gibt es nicht Was verbirgt sich hinter dem Begriff Rhythmisierung? Rhythmos = Gleichmaß (periodischer Wechsel, regelmäßige Wiederkehr bestimmter Vorgänge, gegliederte Bewegungen). Im menschlichen Leben gehören Rhythmen zu den Grunderfahrungen: - Wechsel zwischen Tag und Nacht - Arbeit und Erholung - Wachsein und Schlafen - Ein- und Ausatmen 5

6 Rhythmisierung im schul- und bewegungspädagogischen Diskurs 2 Thesen Man kann nicht nicht kommunizieren (Paul Watzlawik) 1. Man kann nicht nicht rhythmisieren 6

7 Rhythmus Bezogen auf das Schulsystem beinhaltet Rhythmus (vgl. Röthig 1990, S. 53): Die Strukturierung des Tagesablaufs, Stundenplangestaltung Zeitliche Strukturierung des Lernens Anspannung und Entspannung Anstrengung und Erholung Bewegung und Ruhe Gelenkte und selbsttätige Arbeitsphasen Die Wiederholung bestimmter Abläufe und Rituale (Offener Anfang; Morgenkreis) Die Betonung und Akzentuierung besonderer Aktivitäten und Ereignisse (Sportfeste, Exkursionen) 2. Keine Rhythmisierung ohne Takt! 7

8 Takt Vier Formen der zeitlichen Gestaltung eines Schultags (vgl. Burk, 2006): - Takt - Äußere Rhythmisierung - Innere Rhythmisierung - Individuelle Rhythmisierung Der Takt in einer Schule bezeichnet die zeitliche Strukturierung (Abfolge und Dauer von Unterrichtsblöcken und Pausen) Der Takt zählt gleich bleibend Rhythmus bzw. Rhythmisierung ist die interne Lernstruktur innerhalb der vorgegebenen Bildungsblöcke. Rhythmus lässt Variationen zu 8

9 Takt zählt gleich bleibend, ist die schuleinheitlich festgelegte Strukturierung Rhythmus lässt Variationen zu, ist die interne Lernstruktur innerhalb des Unterrichts Äußere Rhythmisierung Schulebene Einteilung des Schultages in Pausen und Blöcke Offener Anfang G e l e n k t e Unterrichtsblöcke Fächerstrukturen Arbeitsgemeinschaften Pausenzeiten Frühstückspausen Entspannungsphasen Abschlusskreis Gelenkt durch das System: Kollegium; Schulkonzept Innere Rhythmisierung Unterrichtsebene Bestimmt den Wechsel zwischen Lernformen Festlegung bestimmter Abschnitte innerhalb eines Unterrichtsblocks (Morgenkreis, Pausen, Abschlusskreis) Differenzierte Lernmethoden innerhalb eines Unterrichtsblocks Arbeitsphasen mit Freiarbeit, Wochenplan, Übungsphasen, etc. Bewegtes Lernen Lernen mit und durch Bewegung Gelenkt durch die unterrichtende Lehrkraft, das Team, das Kind. Individuelle Rhythmisierung Individualebene Bestimmt die Steuerung von Lernprozessen durch die SchülerInnen Art und Weise der Kontaktaufnahme zu Mitschülern und Lehrkräften Art und Weise von Teamarbeit Entwicklung von Lernstrategien Gelenkt durch das Kind, den bzw. die Jugendlichen Eine Veränderung des Taktes (z.b. größere zeitliche Blöcke) führt zu einer Veränderung der inneren Rhythmisierung (z.b. verschiedene Lernformen und Lernsituationen) führt zu einer Veränderung der Lernmöglichkeiten (z.b. Bewegter Unterricht) führt zu einer Veränderung des Lernens (individuelle Steuerung des Lernprozesses). 9

10 Studie zur Entwicklung von Bewegung, Spiel und Sport in der Ganztagsschule (StuBSS) Forschungsverbund zwischen den Bundesländern Hessen, Niedersachsen und Thüringen Ralf Laging, Codula Stobbe, Tanja Budgereit, Achmet Derecik(Marburg) Projektleitung Reiner Hildebrandt-Stramann, Katrin Riegel, Jaennine Raddatz (Braunschweig) Jürgen Teubner, Oliver Senf, Anne Leschinski(Jena) Einzelfallstudien (je 7 Fälle/ Schulen in 3 BL) Forschungsdesign Forschungsmethoden: Gruppendiskussion, Interviews, Beobachtung, Dokumentenanalyse Reduzierung des Materials zu einem Wissenschaftlichen Quellentext Erstellung der Schulportraits (mit Entwicklungsperspektive) Fallübergreifende Auswertung. Ziel: Entwicklung einer bewegungspädagogischen Theorie der Ganztagsschule Rezension der Quellentexte aus der Raum- und Zeitperspektive => Typisierung 10

11 Eigenraum Raum Die bewegungsorientierte Lebensund Erfahrungsschule Bewegungsorientierte Lernschule Bewegungsorientierte Unterrichtsschule Funktionsraum Sportorientierte Leistungsschule Lineare Zeit/Uhrzeit Eigenzeit Zeit Prof. Dr. Prof. h. c. Reiner Hildebrandt-Stramann Bewegungsorientierte Lernschule Vormittag Doppelstundenstruktur Nachmittag Doppelstundenstruktur Unterschiedliche offene und verbindliche Angebote 7:30 8:00 9:30 10:00 11:30 11:50 13:15 14:00 14:30 16:00 Teilweise offener Beginn Doppelstunde Fachunterricht Pause Doppelstunde Fachunterricht (90 Min) Pause Doppelstunde Fachunterricht (85 Min) Mittagspause Schulaufgabenzeit Arbeitsgemeinschaften 11

12 Zeit Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag h Offener Anfang: Freiarbeit h h Pause 1. Lernblock: fachgebundene Lernarrangements mit Übungs- und Vertiefungsphasen sowie individuellen Pausen h 2. Lernblock: fachgebundene Lernarrangements mit Übungs- und Vertiefungsphasen sowie individuellen Pausen h Pause h h h 3. Lernblock: fachgebundene Lernarrangements mit Übungs- und Vertiefungsphasen sowie individuellen Pausen Gemeinsames Mittagessen; Freizeit: Offene Sporthalle; Pausenhofspiele; 4. Lernblock: fachgebundene Lernarrangements mit Übungs- und Vertiefungsphasen sowie individuellen Pausen; Ganztagsangebote h Pause h Formelle und informelle Ganztagsangebote; Gefördert Freizeit durch: Der Schultag beginnt mit einem offenen Anfang (von Uhr). Doppelstundentakt (90 bzw. 80 Min) Lange Pausenzeiten (30/ 20 Min.) freie Gestaltung Mittagszeit auch Bewegungszeit Der Unterricht ist nach wie vor an Fächer bzw. Lernfelder orientiert Pädagogische Lernformen wie z.b. Projektlernen, handlungsorientierte, fächerübergreifende Lernformen 12

13 In der Mittagspause - Musizierraum, - Bewegungswerkstatt in der Sporthalle bzw. einen Werkraum, - einen Bauspielplatz im Freien, - einen Bolz-, einen Basketball- und einen Tischtennisplatz. Die Schüler erleben Fachunterricht in unterschiedlichen Formen und Zeiteinheiten: als Arbeit an einem Thema, die über längere Zeit andauert (Unterrichtseinheiten und Projekte, die in der Regel fächerübergreifend sind) und in größeren Zeitblöcken organisiert ist, als kontinuierliche Progression (z.b. im Fremdsprachenunterricht), die regelmäßig kürzere Zeiteinheiten erfordert, als Wahlunterricht, der dem Einzelnen das Ausbilden individueller Lern- und Leistungsprofile ermöglicht, und als freie Arbeitszeit, die zwar auch in jeder anderen Unterrichtsform vorkommt, auf dem Stundenplan aber darüber hinaus mit je einer Stunde pro Tag ausgewiesen ist. 13

14 Weitere Rhythmisierungsmerkmale des Tages/ der Woche: am Vormittag vorwiegend Fachunterricht, am Nachmittag Wahlkurse und freie Arbeit. die Woche beginnt mit einer Versammlung und klingt mit einer Versammlung aus. Versammlungen finden immer dann statt, wenn etwas Wichtiges anliegt. Ø Damit sind Versammlungen ein weiteres Rhythmisierungsmerkmal, über die Schüler ihren Tagesablauf gestalten können. Einschätzung aus einer leiblichen Perspektive Doppelstundentakt führt deutlich zu einer veränderten Lernkultur. Er wird - als ruhiger und entspannter wahrgenommen, - optimiert die Pausenzeiten, - bietet ein Gleichmaß an Stundenzeiten, - vor allem aber: er unterstützt methodische Vielfalt Ø individualisiertes Lernen; Gruppenarbeiten; Ø verstärkte Berücksichtigung der lernbegleitenden und lernerschließenden Funktion von Bewegung 14

15 Wichtig: durch diese offenen Lernformen: erkennen des Eigenrhythmus des Lernens. Für viele Lehrer dieser Schulen ist der Doppelstundentakt eine Voraussetzung für eine Binnenrhythmisierung des Unterrichts und somit für den Anfang einer Individualisierung des Lernens. (Beispiel. Matheunterricht in Ganztagsvideo) Filmausschnitt IGS Peine (aus: Bewegt den ganzen Tag) 15

16 Bewegungsorientierte Lebens- und Erfahrungsschule Ganztagsschulen mit Eigenzeitmodellen = Bewegungsorientierte Lebens- und Erfahrungsschule Offener Anfang 8.00 Klassenversammlung Arbeitsphase ( Das kann eine Deutscharbeitsphase sein, die einen machen Leseübungen, andere üben Schrift, andere bis schreiben eine Geschichte, da moderiere ich eher sozusagen das kreative Chaos ) Wochenplan-, Stationen-, Projekt-, Werkstattarbeit; Darstellendes Spiel) 12.30/13.00 Freier Bereich 12.30/ Mittagspause Arbeitsphase (s.o.) bis Freier Bereich/ freie Arbeit Versammlung 16

17 Tagesrhythmus in der Glocksee-Schule: - Offener Anfang - Klassenversammlung - Themenbezogene Arbeitsphase SS steuern ihren Lernprozess selbst SS nehmen Kontakte zu anderen Kindern auf SS gestalten Entspannungs- und Anspannungsphasen Filmausschnitt Glockseeschule (aus Bewegt den ganzen Tag) 17

18 und Sport in der Ganztagsschule Bewegung, Spiel & SportBewegung, in der Spiel Ganztagsschule und Sport in der Ganztagsschule Bewegung, Spiel & SportBewegung, in der Spiel Ganztagsschule Beispiele für individualisierende Lernformen in der Glocksee-Schule - Freie Arbeit Das Unterrichtsfach Thema Montagsangebote Jungen- und Mädchenzeiten 18

19 Montagsangebote: Wehr Bewegungshandlungen: Steine werfen, ins Wasser gehen, Wehr bauen Wasser stauen, schwimmen Mädchenzeit: Zeit für Meditation und Körpererfahrungsaufgaben, aber auch für jungenspezifische Bewegungsaktivitäten. Zeit und Körper Wie wird mit Zeit umgegangen? Beispiel: Rhythmisierung der Schulzeit Tagesrhythmus: Wie sieht der Eigenrhythmus eines Schüler aus? Verzahnung zwischen verbindlichen Elementen für alle Schüler einer Klasse und freien Lernzeiten. 19

20 und Sport in der Ganztagsschule Bewegung, Spiel & SportBewegung, in der Spiel Ganztagsschule Kinderkollektiv und Individuum haben ja unterschiedliche Rhythmisierungsansprüche und da einen Ausgleich zu finden ist schwierig. Das ist in den ersten drei Jahren, glaube ich, noch einfacher als in den darauf folgenden, jedenfalls differenziert sich das anders aus, beziehungsweise es gibt andere Notwendigkeiten, das Kollektiv oder die Gruppe in den Vordergrund zu stellen und damit so einen Lehrerrhythmus mit rein zu bringen, Schulrhythmus, glaube ich. Das ist das, womit wir dann auch kämpfen, mit den einzelnen, und da fügt sich dann für vier bis sechs ein anderer Tagesrhythmus an (als für 1-3), mit dem sich die Kinder und Jugendlichen auseinandersetzen müssen und dann zusätzlich zu den Tagesrhythmen gibt es dann Wochenrhythmen, Monatsrhythmen und so ist das eigentlich ständig eine Bewegung in der Schule, die also versucht, vom individuellen Einzelrhythmus bis zum Angebotsrhythmus eines Jahres das irgendwie auf die Reihe zu kriegen (Quellentext, S. 10). und Sport in der Ganztagsschule Bewegung, Spiel & SportBewegung, in der Spiel Ganztagsschule Lernen durch Bewegung: Die Kraft von Luft und Wasser entdecken 20

21 Unterrichtsthemen 1. Wasser hat Kraft (SU) 2. Experimente zu der Frage "Wie viel Kraft hat das Wasser?" (SaU) 3. Der erste Experimentiertag (SU) Experiment 1: Wasser und Ball Experiment 2: Wasser und Auftriebskörper Experiment 3: Wasser und Mitschüler 4. Überführung der praktischen Erfahrungen in Verstehensprozesse (1) Wenn ich im Wasser laufe, spüre ich eine Kraft, die das Laufen anstrengend macht. Diese Kraft nennt man Widerstand. (2) Wenn ich Sascha in das Wasser trage, spüre ich, dass Sascha leichter wird. Das Wasser hat Kraft, Sascha zu tragen. Diese Kraft nennt man Auftrieb. Prof. Dr. Prof. h. c. Reiner Hildebrandt-Stramann Vortrag am auf dem Grundschulfortbildungstag in Berlin 21

22 5. Vom Wasser zur Luft (SU) 6. Der zweite Experimentiertag: Ø Mit dem Fahrrad und Ø Rollschuhen und Segeltücher Ø Luft einfangen Prof. Dr. Prof. h. c. Reiner Hildebrandt-Stramann Vortrag am auf dem Grundschulfortbildungstag in Berlin 7. Überführung der praktischen Erfahrungen in Verstehensprozesse Prof. Dr. Prof. h. c. Reiner Hildebrandt-Stramann Vortrag am auf dem Grundschulfortbildungstag in Berlin 22

23 Die Kraft von Luft und Wasser entdecken Wenn ein Radfahrer gegen den Wind fährt, so spürt er eine Kraft (die Luft), die ihn bremst. Diese Kraft nennt man Luftwiderstand. Eine große Fläche (z.b. aufrecht sitzende Radfahrerin in Bild 1) wird von der Luft stark gebremst, eine kleine Fläche wird wenig gebremst (z.b. gebeugt sitzende Radfahrerin in Bild 3). Je größer die Fläche ist, gegen die die Luft drückt, desto stärker ist der Luftwiderstand. Die Radfahrerin muss sich mehr anstrengen, um voran zu kommen. Je kleiner die Fläche ist, gegen die die Luft drückt, desto geringer ist der Luftwiderstand. Die Radfahrerin muss sich weniger anstrengen. Prof. Dr. Prof. h. c. Reiner Hildebrandt-Stramann Vortrag am auf dem Grundschulfortbildungstag in Berlin Übertragung und Anwendung des Gelernten. Aufgabe: Zwei unterschiedliche Fallschirmmodelle bauen und durch Experimentieren, Beobachten und Beschreiben den Zusammenhang zwischen der Größe einer Angriffsfläche und ihrer Bremswirkung erkennen und erklären Prof. Dr. Prof. h. c. Reiner Hildebrandt-Stramann Vortrag am auf dem Grundschulfortbildungstag in Berlin 23

24 und Sport in der Ganztagsschule Bewegung, Spiel & SportBewegung, in der Spiel Ganztagsschule Geometrische Formen Prof. Dr. Prof. h. c. Reiner Hildebrandt-Stramann Vortrag am auf dem Grundschulfortbildungstag in Berlin und Sport in der Ganztagsschule Bewegung, Spiel & SportBewegung, in der Spiel Ganztagsschule Filmausschnitt Brasilien 24

25 Bewegungsraumschule: 1. Lern- und Unterrichtskultur auf Eigenlernen (Rumpf 1981, S. 176) hin ausgerichtet: Offene Unterrichts- und Lernformen: - Werkstatt-, Projekt-, Gruppenarbeit; - Wochenplan-, Frei-, Stationenarbeit - Darstellendes Spiel Bewegungsraumschule: 2. Relative Freiheit der Raumaneignung, 3. Bewegte Lernräume wie Mobile Klassenzimmer; Flure, Außenräume => Wahl des Arbeitsortes und der Arbeitshaltung 4. selbstbestimmte Eigenzeiten des Lernens durch Mitgestaltung der Lernzeit, z.b. selbständige Steuerung des Wechsels von kognitiven mit kontemplativen oder bewegten Lernphasen. => interaktive, von Bewegung durchdrungene Lernformen 25

26 Bewegungsraumschule Expressive Schulkultur (Gebauer & Wulf 1998) Schulische Zeitkonzepte Eigenzeitmodell Bewegungsorientierte Lebens- und Erfahrungsschule Bewegungsorientierte Lebensschule lineares Zeitmodell Bewegungsorientierte Unterrichtsschule Sportorientierte Leistungsschule 26

27 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit 27

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