Gesellschaftsrecht 2017
|
|
|
- Friedrich Bader
- vor 8 Jahren
- Abrufe
Transkript
1 Prof. Dr. Georg Bitter Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Insolvenzrecht Vorlesung Gesellschaftsrecht Begleitlektüre: Bitter/Heim, Gesellschaftsrecht, 3. Aufl (demnächst in 4. Aufl. 2018) Alle auf den Folien erwähnten durchnummerierten Fälle finden sich mit Lösung in diesem Buch. Die auf den Folien rechts (oben) in roter Schrift angegebenen Fundstellen beziehen sich auf dieses Buch. An der angegebenen Stelle des Buchs kann der Inhalt der Folie vertieft werden. 2
2 8 JAPrO BW Pflichtfächer (Auszug) (1) Die Staatsprüfung bezieht sich auf die Pflichtfächer. (2) Pflichtfächer sind 1. Bürgerliches Recht: - Allgemeine Lehren und Allgemeiner Teil des Bürgerlichen Gesetzbuchs (im Überblick: Juristische Personen), aus dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz die Abschnitte 1 bis 4 sowie 7; - aus dem Recht der Schuldverhältnisse die Abschnitte 1 bis 7 sowie der Abschnitt 8 ohne die Titel 2, 11, 15, 18, 19, 25; - aus dem Sachenrecht die Abschnitte 1 bis 3 und 5 sowie der Abschnitt 7 (ohne Rentenschuld); im Überblick der Abschnitt 8 (ohne Pfandrecht an Rechten); - die Bezüge des Familienrechts zum bürgerlichen Vermögensrecht (insbesondere die 1357, 1359, 1362, 1363 bis 1371, 1408, 1589, 1626, 1629, 1643, 1664, 1795 BGB); - aus dem Erbrecht: gesetzliche Erbfolge, Verfügungen von Todes wegen, Annahme und Ausschlagung der Erbschaft, Erbengemeinschaft, Wirkungen des Erbscheins; 2. aus dem Handelsrecht im Überblick: Kaufleute, Publizität des Handelsregisters, Prokura und Handlungsvollmacht, allgemeine Vorschriften über Handelsgeschäfte, Handelskauf; 3 8 JAPrO BW Pflichtfächer (Auszug) 3. aus dem Gesellschaftsrecht im Überblick: Recht der OHG und der KG; Errichtung, Vertretung und Geschäftsführung der GmbH; 4. aus dem Arbeitsrecht: - Individualarbeitsrecht: Begründung, Inhalt und Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit Bestandsschutz; Leistungsstörungen und Haftung im Arbeitsverhältnis; - Kollektives Arbeitsrecht im Überblick: Abschluss und Wirkung von Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen; 5. aus dem Internationalen Privatrecht: Allgemeiner Teil; aus dem EGBGB: Recht der natürlichen Personen und der Rechtsgeschäfte, Sachenrecht; Recht der Schuldverhältnisse nach den Verordnungen Rom I und II; 6. aus dem Zivilprozessrecht im Überblick: - Verfahrensgrundsätze, Prozessvoraussetzungen, Arten und Wirkungen von Klagen und gerichtlichen Entscheidungen, Prozessvergleich, vorläufiger Rechtsschutz; - Arten und Rechtsbehelfe der Zwangsvollstreckung; (4) Soweit Rechtsgebiete»im Überblick«Gegenstand des Prüfungsstoffes sind, wird die Kenntnis der Systematik und der wichtigsten Rechtsfiguren ohne Einzelwissen verlangt. 4
3 Grundlagen Bitter/Heim, Gesellschaftsrecht, 3. Aufl. 2016, 1 (S. 1-9) 5 Gesellschaften 1 Rn. 23 Personengesellschaften Körperschaften GbR ohg Vereine Kapitalgesellschaften Genossenschaften KG e.v. AG eg Stille Gesellschaft Wirtschaftsverein KGaA SCE Partnerschaft Nichtrechtsfähiger Verein GmbH (UG) EWIV VVaG SE 6
4 Gesellschaftsrechtliche Grundlagen Gründungsfreiheit (Art. 9 I GG) Freiheit der Rechtsformwahl innerhalb des Numerus Clausus der Gesellschaftsformen 1 Rn Unterschiede zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften früher: Frage der Rechtspersönlichkeit aber: Teilrechtsfähigkeit der Handelsgesellschaften ( 124 HGB) BGHZ 146, 341: Rechtsfähigkeit der Außen-GbR persönliche Haftung für Gesellschaftsverbindlichkeiten (PersG) versus Haftungsbeschränkung (KapG: 13 II GmbHG, 1 I 2 AktG, 2 GenG) Selbstorganschaft (PersG) versus Fremdorganschaft (KapG) Struktur: personalistisch (PersG) versus körperschaftlich (KapG) 7 Vereinsrecht Pflichtstoff im Staatsexamen 8 II Nr. 1 JAPrO (BGB AT im Überblick: Juristische Personen) Bitter/Heim, Gesellschaftsrecht, 3. Aufl. 2016, 2 (S ) mit Fall Nr. 1 Bootstransport 8
5 Merkmale des Vereins auf Dauer angelegte Verbindung mehrerer Personen zur Erreichung eines gemeinsamen Zwecks körperschaftlich strukturiert Führung eines Gesamtnamens Vertretung durch ein Organ (Vorstand) Unabhängigkeit von der Identität der Mitglieder 9 Vereine des BGB Vereine 2 Rn rechtsfähiger Verein nichtrechtsfähiger Verein wirtschaftlich nicht wirtschaftlich (Idealverein) Normzweck des 22 BGB (BGH ZIP 2017, 1021 [Rn. 31], für BGHZ vorgesehen) Verzicht auf Rechtsfähigkeit oder Annahme einer anderen Rechtsform: AG, GmbH, Genossenschaft Gläubigerschutz im Vordergrund keine Umgehung der Gläubigerschutzregeln nicht wirtschaftlich 22 BGB 21 BGB 54 BGB Angleichung an rechtsfähigen Verein wirtschaftlich 10
6 Vereine des BGB Abgrenzung zwischen Idealverein und Wirtschaftsverein 2 Rn. 10a ff. (4. Aufl. 2018) 21, 22 BGB: Zweck auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet entscheidend ist der tatsächlich verfolgte Zweck, nicht der Satzungszweck (BGH ZIP 2017, 1021 [Rn. 19], für BGHZ vorgesehen) Problem: Unternehmerische Betätigung, aber in gemeinnütziger Form zur Unterstützung eines nicht wirtschaftlichen Hauptzwecks (Beispiel: Kindertagesstätten) Verein kann trotz eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs nichtwirtschaftlich sein, wenn er zur Erreichung seiner ideellen Ziele unternehmerische Tätigkeiten entfaltet, sofern diese dem nichtwirtschaftlichen Hauptzweck zu- und untergeordnet und Hilfsmittel zu dessen Erreichung sind, sog. Nebenzweckprivileg (BGH ZIP 2017, 1021 [Rn. 19, 21], für BGHZ vorgesehen) Anerkennung des Vereins als gemeinnützig im Sinne der 51 ff. AO = Indiz BGH ZIP 2017, 1021 [Rn. 22 ff.], für BGHZ vorgesehen 11 Struktur des Vereins Mitglieder 2 Rn ff. BGB Teilnahme Stimmrecht Mitgliederversammlung X z.b. 433 BGB 27 BGB Bestellung Vorstand Verein 12
7 Der Vorstand Geschäftsführungs- und Vertretungsorgan ( BGB) 2 Rn. 3-7a (4. Aufl. 2018) Geschäftsführung (Innenverhältnis): Mehrheitsbeschluss ( 28, 32 I 3 BGB) Haftung im Innenverhältnis für nicht sorgfältige Geschäftsführung Verweis in 27 III BGB auf das Auftragsrecht Haftung des Vorstands aus 664 ff., 280 BGB bei jeder fahrlässigen Pflichtverletzung (ebenso 43 GmbHG für den Geschäftsführer einer GmbH, 93 AktG für den Vorstand einer AG) Ausnahme in 31a BGB bei Tätigkeit ohne Entgelt oder Entgelt < 720 Euro pro Jahr: Haftungsbegrenzung auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit + von 280 I 2 BGB abweichende Beweislast 13 Der Vorstand Vertretung (Außenverhältnis) 2 Rn. 3-7 Aktivvertretung: durch Mehrheit der Vorstandsmitglieder ( 26 II 1 BGB) (oft abweichende Satzungsklausel; Einzelvertretung spricht dann auch für Einzelgeschäftsführungsbefugnis) Passivvertretung: ein Vorstandsmitglied ( 26 II 2 BGB) Haftung im Außenverhältnis 31 BGB (Haftung des Vereins für Handeln der Organe und der anderen verfassungsmäßig berufenen Vertreter Repräsentantenhaftung) 823 BGB (persönliche Haftung der handelnden Person) Fall Nr. 1 Bootstransport 14
8 Mitgliederversammlung Willensbildungsorgan ( 32 BGB) unmittelbare Vereinsdemokratie Ausnahme bei Großverbänden: Repräsentationsorgane 2 Rn. 3-7 Aufgaben Bestellung / Abberufung des Vorstandes ( 27 BGB) Weisungen an den Vorstand ( 27 III, 664 ff. BGB) Satzungsänderung ( 33 BGB) Auflösung des Vereins ( 41 BGB) + Bestellung von Liquidatoren ( 48 I BGB) Willensbildung durch Beschluss Normalfall: Mehrheitsbeschluss ( 32 I 3 BGB) Ausnahme: ¾ Mehrheit bei Satzungsänderung ( 33 I 1 BGB) Ausnahme: Einstimmigkeit bei Zweckänderung ( 33 I 2 BGB) 15 Gesellschaft bürgerlichen Rechts Pflichtstoff im Staatsexamen 8 II Nr. 1 JAPrO (Recht der Schuldverhältnisse Abschnitt 8) Bitter/Heim, Gesellschaftsrecht, 3. Aufl. 2016, 5 (S ) mit Fällen Nr
9 Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) 705 BGB: Gesellschaftsvertrag, durch den sich die Gesellschafter gegenseitig verpflichten, die Erreichung eines gemeinsamen Zwecks zu fördern, insbesondere die Beiträge zu leisten 1. Abgrenzung GbR ohg 2. Abgrenzung vollkaufmännisches Handelsgewerbe ( 1 II HGB) Handelsrecht Innengesellschaft Auftritt im Rechtsverkehr als solche 5 Rn Außengesellschaft BGHZ 146, 341 = NJW 2001, 1056: Rechtsfähigkeit der (Außen-)GbR 17 Gründung der GbR 1. Gegenstand der Gesellschaft 5 Rn jeder erlaubte, dauernde oder vorübergehende, wirtschaftliche oder ideelle Zweck Förderungspflicht jedes Gesellschafters und Zusammenwirken der Gesellschafter zur Erreichung des Gesellschaftszwecks erforderlich ( partiarisches Rechtsverhältnis) 2. Entstehung der GbR durch Abschluss eines wirksamen Gesellschaftsvertrags grundsätzlich formfrei möglich ( 311b I BGB, 15 IV GmbHG) konkludenter Vertragsschluss möglich: Rechtsbindungswille erforderlich (aus Sicht eines objektiven Dritten) keine Eintragung der GbR in einem Register 18
10 Der Gesellschaftsvertrag 1. Rechtsnatur 5 Rn Schuldvertrag (Modell des BGB) und Organisationsvertrag grds. kein gegenseitiger Vertrag i.s.v. 320 BGB (Ausnahme: u.u. bei zweigliedriger Gesellschaft) 2. Rechtsfolgen Beitragspflichten der Gesellschafter (= Pflicht zur Leistung der Einlagen) Gesellschaftsverhältnis (daraus folgende Befugnisse sind grds. nicht übertragbar, sog. Abspaltungsverbot aus 717 S. 1 BGB) Treuepflichten gegenüber der Gesellschaft und den Mitgesellschaftern bei Verletzung des GesV: Schadensersatzpflicht aus 280 I BGB (beachte: Sorgfaltsmaßstab aus 708 BGB) GesV bestimmt maßgeblich das Innenverhältnis der Gesellschaft 19 Grundsätze der fehlerhaften Gesellschaft 1. Voraussetzungen 5 Rn eigentlich nichtiger Gesellschaftsvertrag ( Teilnichtigkeit nach 139 BGB) Invollzugsetzung der Gesellschaft nach innen oder außen h.m.: kein Ausnahmetatbestand (= Wirksamkeit der Gesellschaft mit vorrangig zu schützenden Interessen unvereinbar: keine [volle] Geschäftsfähigkeit eines Gesellschafters; 134, 138 BGB; nicht aber 123 BGB) 2. Rechtsfolgen Gesellschaft nach innen und außen voll wirksam begründet ( Rechtsscheintatbestand) Nichtigkeitsgrund begründet nur Kündigungsmöglichkeit (Vernichtbarkeit) 3. Entsprechende Anwendung auf fehlerhafte Vertragsänderungen Fall Nr. 30 Der junge Möbelhändler (zur ohg) 20
11 Das Gesellschaftsvermögen 1. Entstehung 5 Rn Einlagen der Gesellschafter + sonstiger Rechtserwerb 2. Gesamthandsvermögen ( 718 I, 719 I BGB) Inhaber sind Gesellschafter in ihrer gesamthänderischen Verbundenheit bei rechtsfähiger (Außen-)GbR: Gesellschaft ist Inhaberin des Vermögens 3. Dingliches Sondervermögen vom Vermögen der einzelnen Gesellschafter strikt zu trennen soll nur der Förderung des Gesellschaftszwecks dienen keine Einzelverfügungsbefugnis /-berechtigung der Gesellschafter, sondern gesamthänderische Bindung ( 719 I BGB) 21 Haftung der GbR und der Gesellschafter 1. Haftung der GbR 5 Rn Verpflichtung durch Handeln der vertretungsberechtigten Gesellschafter 31 BGB analog (BGHZ 154, 88 = BGH NJW 2003, 1445) 2. Haftung der Gesellschafter früher: Lehre von der Doppelverpflichtung Problem: GbRmbH (BGHZ 142, 315 = NJW 1999, 3483) Heute weitgehend anerkannt: Akzessorietätstheorie (analog 128 HGB) BGHZ 146, 341 = NJW 2001, 1056 Leitsatz 3 Haftung bei Eintritt analog 130 HGB (BGHZ 154, 370 = NJW 2003, 1803) Mithaftung der Gesellschafter im Rahmen der Repräsentantenhaftung aus 31 BGB bei leitenden Angestellten streitig (Vergleich zum Einzelkaufmann) 22
12 Haftung der GbR und der Gesellschafter 3. Prüfschema: 5 Rn Haftung der Gesellschaft Haftung der Gesellschafter (analog HGB) Ausschluss der Haftung (nur durch Individualvereinbarung) Fall Nr. 24 Delikt 23 Haftung der GbR und der Gesellschafter 4. Problemfall: Scheingesellschafter (BGH ZIP 2017, 14, Rn. 15 ff.) Erfüllung der allgemeinen Rechtsscheinsvoraussetzungen erforderlich: Rechtsschein der Gesellschafterstellung Zurechenbarkeit des Rechtsscheins Kausalität des Rechtsscheins für das Gläubigerhandeln fehlt bei Entstehung des Rechtsscheins nach Begründung der Gläubigerforderung (OLG Saarbrücken ZIP 2006, 1952: kein 130 HGB analog) besteht bei Einleitung eines unnützen Prozesses gegen den Scheingesellschafter bis zum Wegfall der Gutgläubigkeit (BGH a.a.o.) Gutgläubigkeit des Gläubigers fehlt bei grober Fahrlässigkeit 173 BGB 5 Rn. 45 (4. Aufl. 2018) 24
13 Zwangsvollstreckung 1. Vermögen der GbR 736 ZPO: Titel gegen alle Gesellschafter erforderlich nach Anerkennung der Rechtsfähigkeit der GbR auch Titel gegen die GbR als solche ausreichend 2. Vermögen der Gesellschafter bei Titel gegen den / die Gesellschafter (+) bei Titel nur gegen Gesellschaft ( ), 129 IV HGB analog 25 Geschäftsführung / Vertretung der GbR 1. Geschäftsführung 5 Rn jede auf die Verwirklichung des Gesellschaftszwecks im Innenverhältnis gerichtete Tätigkeit betrifft das Dürfen im Verhältnis zu den anderen Gesellschaftern Ausnahme: Grundlagengeschäfte (z.b. Änderungen des Gesellschaftsvertrags oder -zwecks, der Organisation, der Gewinnverteilung oder die Aufnahme von Gesellschaftern) 2. Vertretung Fähigkeit, die Gesellschaft durch rechtsgeschäftliches Handeln gemäß 164 ff. BGB im Außenverhältnis verpflichten zu können betrifft das Können im Verhältnis zu gesellschaftsfremden Dritten 26
14 Geschäftsführung / Vertretung der GbR 5 Rn Grundsatz Gesamtgeschäftsführung 709 I BGB Ausnahme Einzelgeschäftsführung 710 BGB Gesamtvertretung 714 BGB Einzelvertretung Hinweis: umgekehrtes Regel-/Ausnahmeverhältnis bei der ohg Folien 59 f. 27 Geschäftsführung / Vertretung der GbR 1. Verhältnis zwischen Geschäftsführung + Vertretung Grundsatz: Gleichlauf zw. Geschäftsführung und Vertretung ( 714 BGB) Regelfall: Gesamtgeschäftsführung und Gesamtvertretung Ausnahme: Einzelgeschäftsführung und Einzelvertretung Entkoppelung von Geschäftsführung + Vertretung ist möglich 2. Sonderfragen zur Vertretung Verfügung über ein Grundstück der GbR ( 899a BGB) Vermutung für den im Grundbuch verlautbarten Gesellschafterbestand Schutz des guten Glaubens an die Vertretungsmacht Geltung auch für das schuldrechtliche Geschäft streitig (offen BGH ZIP 2016, 1965, Rn. 13) Fall mit Lösung in der Übung zum Kreditsicherungsrecht 5 Rn
15 Geschäftsführung / Vertretung der GbR 2. Sonderfragen zur Vertretung (Fortsetzung) 5 Rn a (4. Aufl. 2018) Erteilung rechtsgeschäftlicher Vertretungsmacht an Gesellschafter möglich: Fall 1: Vertretung der Gesellschaft (GbR) wirksame Vertretung der GbR bei Vollmachtserteilung erforderlich keine Prokura ( 48 ff. HGB) möglich mangels Kaufmannseigenschaft Fall 2: Vertretung des/der anderen Gesellschafter Erteilung der Vollmacht durch den/die Gesellschafter persönlich bei Schriftformerfordernis (wie in 623 BGB) muss bei der Vertretung der GbR nach außen (z.b. im Kündigungsschreiben) zum Ausdruck gebracht werden, dass der zeichnende Gesellschafter auch für den/die anderen Gesellschafter handelt lesenswert LAG Düsseldorf ZIP 2015, 2477; Revision beim BAG: Az. 6 AZR 366/15 29 Rechte der Gesellschafter 1. Mitverwaltungsrechte Teilnahme an der Gesellschafterversammlung + Stimmrecht Kontrollrecht aus 716 BGB organschaftliches Recht zur Geschäftsführung + Vertretung 2. Vermögensrechte Anspruch auf Gewinn ( 721 BGB) Aufwendungsersatz bei für die Gesellschaft vorgenommenen Geschäften ( 713, 670 BGB) Anspruch auf den Liquidationsüberschuss ( 734 BGB) 30
16 Pflichten der Gesellschafter 1. Förder- und Beitragspflicht ( 705 BGB) 5 Rn Einlage als besondere Form des Beitrags Geld- oder Sacheinlage Leistung in das Gesellschaftsvermögen = Erhöhung der Haftungsmasse sonstige Beiträge, z.b. Gebrauchs- oder Nutzungsüberlassung von Sachen oder Rechten persönliche Dienstleistungen keine Nachschusspflicht ( 707 BGB) über den vereinbarten Beitrag hinaus Ausnahmen: (1) gesellschaftsvertragliche Regelung, (2) infolge der Auflösung der Gesellschaft ( 735 BGB) Beitragspflicht Synallagma i.s.v. 320 BGB 31 Pflichten der Gesellschafter 2. Treuepflicht 5 Rn im dogmatischen Ansatz vergleichbar mit Rücksichtnahmepflichten bei Austauschverträgen ( 241 II BGB), Intensität bei Personengesellschaften höher als bei Kapitalgesellschaften (dort bei GmbH höher als bei AG) Bitter, ZGR 2010, 147, 172 ff.: System fließender Übergänge b.w. Gesellschafter hat alles zu tun, was den Gesellschaftszweck fördert, und alles zu unterlassen, was ihm schadet bei der Wahrnehmung von Fremdinteressen (z.b. Geschäftsführung) strikter Vorrang des Gesellschaftsinteresses bei der Wahrnehmung eigener Interessen (z.b. Stimmrecht) nur allgemeine Rücksichtnahmepflicht Schadensersatz bei Verletzung; Haftungsmaßstab: 708 BGB kein 708 BGB im Straßenverkehr und bei Publikumsgesellschaften 32
17 Vertragliche Bindung und Treuepflicht Intensität der Pflicht zur Rücksichtnahme Bitter, ZGR 2010, 147, 172 ff. Pflichten des 241 II BGB Deliktische Verkehrspflicht 0 Intensität der vertraglichen Bindung 0 33 Treue- und Aufopferungspflichten Intensität der Pflicht zur Rücksichtnahme 20 Bitter, ZGR 2010, 147, 172 ff Aufopferung Treuepflicht Intensität der vertraglichen Bindung 5 0 Intensität der Einwirkungsmacht 34
18 Willensbildung durch Beschluss 1. Beschlusserfordernisse 5 Rn Änderungen des Gesellschaftsvertrags, Grundlagengeschäfte + Geschäftsführungsmaßnahmen ( 709 I BGB, 116 II HGB) 2. Grundsatz Einstimmigkeitsprinzip ( 709 I Hs. 2 BGB, 119 I HGB) 3. Mehrheitsklauseln im Zweifel Kopf- und nicht Kapitalmehrheit ( 709 II BGB, 119 II HGB) Anforderungen: formelle Legitimation: durch den Gesellschaftsvertrag BGHZ 203, 77: Aufgabe des früheren Bestimmtheitsgrundsatzes Einzelaufzählung der Beschlussgegenstände nicht mehr erforderlich materielle Wirksamkeit: Begrenzung der Mehrheitsmacht durch Kernbereichslehre, Treuepflichten, Gleichbehandlungsgebot 35 Willensbildung durch Beschluss 4. Mehrheitsfester Kernbereich Stimm-, Gewinn- und Informationsrecht; Belastungsverbot ( 707 BGB) o Zustimmung zum Eingriff kann vorab (sehr konkret) im GesV erteilt werden nicht: Feststellung des Jahresabschlusses; Übertragung eines Kommanditanteils (offen für Eintritt eines neuen persönlich haftenden Gesellschafters) 5. Zustimmungspflicht grundsätzlich ( ), Ausnahme aufgrund der Treuepflichten möglich besonders hohe Anforderungen bei Begründung von Nachschusspflichten 6. Folgen fehlerhafter Beschlüsse h.m.: Nichtigkeit ipso jure a.a.: Anfechtbarkeit (wie im Kapitalgesellschaftsrecht) Fall Nr. 25 Zerstrittene Gesellschafter 5 Rn
19 Sozialansprüche und -verpflichtungen 1. Sozialansprüche/-verpflichtungen 5 Rn Begriff leitet sich von societas bzw. socius ab stammen aus dem Gesellschaftsverhältnis (= Gesellschaftsverhältnis ist Rechtsgrund für Anspruch / Verpflichtung) 2. Drittansprüche/-verpflichtungen stammen aus sonstigen zwischen der Gesellschaft und einem Gesellschafter abgeschlossenen Rechtsgeschäften 3. Bedeutung der Abgrenzung u.a. für: actio pro socio (lat.: Klage als Gesellschafter) Folie 38 persönliche Haftung der Mitgesellschafter für Verbindlichkeiten der Gesellschaft gegenüber einem Gesellschafter-Gläubiger (einschließlich Haftungsregress des an Gläubiger zahlenden Gesellschafters) Folie actio pro socio 1. Definition 5 Rn Klagebefugnis eines einzelnen nicht geschäftsführungs- und vertretungsbefugten (Minderheits-)Gesellschafters auf Leistung an die Gesellschaft Geltendmachung eines fremden Rechts im eigenen Namen 2. Sinn und Zweck Schutz vor Machtmissbrauch, Selbstbegünstigung 3. Voraussetzung Sozialanspruch der Gesellschaft ( bei Drittanspruch grds. nicht möglich) Bedürfnis nach der actio pro socio (= Subsidiarität gegenüber dem Kompetenzgefüge der Gesellschaft) Fall Nr. 26 Gutes Geschäft (Frage 2) 38
20 Gesellschafter-Gläubiger (incl. Regress) 1. Situation 5 Rn Gesellschafter hat einen Anspruch gegen die Gesellschaft 2. Persönliche Haftung der anderen Gesellschafter? keine Haftung analog 128 HGB bei Sozialverbindlichkeiten (Grund: 707 BGB) Mitgesellschafter haften auch nicht analog 128 HGB für den Rückgriffsanspruch des an einen Gläubiger zahlenden Gesellschafters aus 713, 670 BGB ( 110 HGB bei ohg und KG) insoweit aber 426 I, II BGB wegen Gesamtschuldnerschaft der Gesellschafter; nur subsidiär zur GbR und pro rata (als Teilschuldner) Haftung analog 128 HGB für Drittverbindlichkeiten (nach h.m. als Gesamtschuldner, aber Abzug des eigenen Verlustanteils des Gesellschafter-Gläubigers; nach a.a. pro rata); BGH: nicht subsidiär zur GbR 39 Gesellschaftereintritt und -wechsel 1. Zustimmungserfordernis 5 Rn Zustimmung aller Gesellschafter erforderlich, da Grundlagengeschäft bei Mehrheitsklausel ist ein Eingriff in den Kernbereich fraglich (Folie 36), aber antizipierte Zustimmung möglich 2. Eintritt durch Aufnahmevertrag Abschluss mit allen vorhandenen Gesellschaftern 3. Gesellschafterwechsel Doppelvertrag (Austritt des alten + Eintritt des neuen Gesellschafters), oder Übertragung des Gesellschaftsanteils (in der Praxis der Regelfall) Kaufvertrag zw. Alt- und Neugesellschafter ( 453 I, 433 BGB), und Verfügung über den Gesellschaftsanteil ( 398, 413 BGB) 40
21 Gesellschaftereintritt und -wechsel 5 Rn Haftung bei beiden Gestaltungen identisch Altgesellschafter: 128 HGB (analog) für Altverbindlichkeiten Beachte 736 II BGB: 160 HGB gilt analog ab Kenntnis des konkreten Gläubigers vom Ausscheiden des Altgesellschafters Neugesellschafter: Haftung für Altverbindlichkeiten nach 128, 130 HGB (analog), für Neuverbindlichkeiten nach 128 HGB (analog) Fall Nr. 36 Altersruhestand (zur ohg) 41 Ausscheiden eines Gesellschafters 1. Gesetzliches Grundkonzept 5 Rn Kündigung, Tod, Insolvenzverfahren über Gesellschaftervermögen führen zur Auflösung der Gesellschaft ( 723, 727, 728 BGB) Folie Ausnahme: Fortsetzungsklausel ( 736 I BGB) auch für 725 BGB regelbar (Kündigung durch Pfändungsgläubiger) Wortlaut: Im Fall des Eintritts eines gesetzlichen Auflösungsgrundes in der Person eines Gesellschafters wird die Gesellschaft unter den übrigen Gesellschaftern fortgesetzt. 3. Problem: Verbleib nur eines Gesellschafters automatischer Übergang des Gesellschaftsvermögens auf den verbleibenden Gesellschafter ( Fusion ) andere Regel für das Ausscheiden des vorletzten Gesellschafters möglich 42
22 Ausscheiden eines Gesellschafters 4. Rechtsfolgen des Ausscheidens: 5 Rn. 118, Gesellschaft wird unter den verbleibenden Gesellschaftern fortgesetzt; Anwachsung nach 738 I 1 BGB Abfindungsanspruch des Gesellschafters ( 738 I 2 BGB) beachte: Anspruchsgegner ist die Gesellschaft ( Wortlaut) Haftung der Mitgesellschafter analog 128 HGB trotz Sozialverbindlichkeit (Ausnahme zu Folie 39) Höhe durch Abschichtungsbilanz zu ermitteln (= hypothetisches Auseinandersetzungsguthaben z.z. des Ausscheidens) Ausnahme: Abfindungsklausel b.w. Haftung: für Neuverbindlichkeiten ( ), für Altverbindlichkeiten (+) aber: wegen 736 II BGB gilt 160 HGB analog 43 Abfindungsklauseln 1. Funktion 5 Rn Vereinfachung der Bemessung des Abfindungsanspruchs aus 738 I 2 BGB Beschränkung der Belastungen für die Gesellschaft 2. Problem: Wirksamkeit Vereinbarkeit mit 723 III BGB? Klausel darf nicht zu faktischem Ausschluss des Kündigungsrechts führen Einzelfallbetrachtung: Maßstab ist wirtschaftlich denkender Gesellschafter 138 I BGB bei Gläubigergefährdung (Beschränkung bei 725 BGB) 3. Rechtsfolge bei Verstoß gegen 723 III, 138 BGB Nichtigkeit oder bei nachträglichem Auseinanderfallen von Abfindungsanspruch und wirklichem Wert ergänzende Vertragsauslegung Fall Nr. 29 Ertragswert 44
23 Tod eines Gesellschafters 1. Reine Fortsetzungsklausel (s.o. 736 I BGB) Nachhaftung + Abfindungsanspruch der Erben Folie 43 5 Rn Eintrittsklausel Ein Dritter erhält das Recht, in die Stellung des Verstorbenen einzutreten. 3. Nachfolgeklausel automatische Nachfolge eines Dritten ohne dessen Erklärung erbrechtliche Nachfolgeklauseln = Vollzug durch Erfolge einfache erbrechtliche Nachfolgeklausel Alle Erben werden durch Sonderrechtsnachfolge Gesellschafter. Erbengemeinschaft kann nicht Gesellschafterin sein (h.m.) qualifizierte erbrechtliche Nachfolgeklausel b.w. 45 Tod eines Gesellschafters 5 Rn qualifizierte erbrechtliche Nachfolgeklausel nur bestimmte Erben folgen in die Gesellschafterstellung nach Problem: im Gesellschaftsvertrag vorgesehene Person wird nicht Erbe ggf. Umdeutung in Eintrittsklausel oder reine Fortsetzungsklausel rechtsgeschäftliche Nachfolgeklauseln = Vollzug durch Gesellschaftsvertrag in der Regel unzulässig, wenn Nachfolger nicht Gesellschafter (= Vertragspartner) ist, da Vertrag zulasten Dritter bei Unzulässigkeit u.u. Umdeutung in Eintrittsklausel möglich Fall Nr. 27 Autounfall 46
24 Ausschluss eines Gesellschafters 1. Fortsetzungsklausel + Hinauskündigung ( 737 BGB) 5 Rn Fortsetzungsklausel (Folien 42 f.) erfasst auch die Kündigung wichtiger Grund i.s.v. 723 I BGB in der Person eines Gesellschafters Ausschluss durch die übrigen Gesellschafter möglich ( Hinauskündigung ) bei zweigliedriger Gesellschaft: Übernahmerecht des Kündigenden 2. Problem: sog. Hinauskündigungsklauseln Fall: Ausschließung ist ohne Bedingungen möglich BGH: Inhaltskontrolle, grundsätzlich Verstoß gegen 138 BGB wegen Damoklesschwert ( Literatur z.t.: Ausübungskontrolle) Rechtsfolge nach BGH: geltungserhaltende Reduktion Fall Nr. 28 Abruptes Ende 47 Kapitalerhaltung bei der GbR keine Kapitalbindung im Gläubigerinteresse 5 Rn (wie bei ohg / KG und anders als bei den Kapitalgesellschaften AG/GmbH) Ersatz: persönliche Haftung der Gesellschafter (analog 128 HGB) umfassende Vermögensbindung im Minderheitsinteresse (wie GmbH/ ohg / KG) verschuldensabhängiger Anspruch auf Schadensersatz wegen Treuepflichtverletzung (ähnlich 280 BGB) Rückgewähranspruch wegen Verstoßes gegen das Sondervorteilsverbot (AGL str.; m.e. interessengerechte Auslegung des Gesellschaftsvertrags) Fall Nr. 26 Gutes Geschäft, ferner Fall Nr. 20 ITT (zur GmbH) 48
25 Beendigung der Gesellschaft 1. Auflösung 5 Rn Auflösungsgrund, unter anderem: Kündigung ( 723 BGB; u.u. durch Privatgläubiger [ 725 BGB]) Erreichen / Unmöglichwerden des Gesellschaftszwecks ( 726 BGB) Tod eines Gesellschafters ( 727 BGB) Insolvenz der Gesellschaft oder eines Gesellschafters ( 728 BGB) Auflösungsbeschluss der Gesellschafter Folge: werbende Gesellschaft wird sterbende Abwicklungsgesellschaft Praxis: häufig sog. Fortsetzungsklausel i.s.v. 736 I BGB ( Folie 42) Rechtsfolge: Kündigung, Tod, Insolvenz eines Gesellschafters führen nur zu dessen Ausscheiden = Gesellschaft besteht unter den übrigen Gesellschaftern (und u.u. auch den Erben) fort 49 Beendigung der Gesellschaft 2. Abwicklung = Liquidation 5 Rn Rechtsfolge der Auflösung: Auseinandersetzung des Gesellschaftsvermögens nach 730 ff. BGB Geschäftsführer der Gesellschaft i.l. = alle Gesellschafter ( 730 II 2 BGB) 3. Vollbeendigung der Gesellschaft Ende der durch die Auflösung in Gang gesetzten Auseinandersetzung Gesellschaft wird erst dadurch inexistent (= Gesellschaft ist gestorben ) führt nicht zur Enthaftung der Gesellschafter bezüglich unentdeckter Gesellschaftsverbindlichkeiten (aber: 159 HGB analog) 4. Fortsetzungsbeschluss Umwandlung in (erneut) werbende Gesellschaft durch einstimmigen Beschluss aller Gesellschafter 50
26 Auflösungsgrund Kündigung 1. Gesellschaft auf unbestimmte Zeit 5 Rn jederzeitige Kündigungsmöglichkeit ( 723 I 1 BGB) 2. Gesellschaft auf bestimmte Zeit vor Zeitablauf nur aus wichtigem Grund zulässig ( 723 I 2 BGB); wichtige Gründe nicht abschließend in 723 I 3 BGB aufgezählt ( 314 BGB) 3. Kündigung zur Unzeit nur bei wichtigem Grund zulässig ( 723 II 1 BGB); aber: Verstoß führt grds. nur zu Schadensersatzpflicht und nicht zur Unwirksamkeit ( 723 II 2 BGB) 4. Ausschluss oder Beschränkung des Kündigungsrechts 723 III BGB: nichtig gilt auch für faktischen Ausschluss, z.b. überlange Frist + Folie Wichtigste Merkmale der GbR Gesellschaftsvertrag Verpflichtung zur Förderung der Erreichung eines gemeinsamen Zwecks kein Betrieb eines (vollkaufmännischen) Handelsgewerbes i.s.v. 1 II HGB keine juristische Person; aber Rechtsfähigkeit der (Außen-)GbR keine Firma i.s.v. 17 HGB; aber Geschäftsbezeichnung 5 Rn. 8 Haftung der Gesellschafter analog HGB 52
27 Offene Handelsgesellschaft (ohg) Pflichtstoff im Staatsexamen 8 II Nr. 3 JAPrO (Gesellschaftsrecht im Überblick) Bitter/Heim, Gesellschaftsrecht, 3. Aufl. 2016, 6 (S ) mit Fällen Nr Entstehung der ohg 1. Innenverhältnis 6 Rn durch Abschluss des Gesellschaftsvertrags Gestaltung steht weitgehend zur Disposition der Gesellschafter ( 109 HGB) 2. Wirksamkeit im Verhältnis zu Dritten ( 123 HGB) Eintragung im Handelsregister (konstitutiv wie bei 2, 105 II HGB) oder einvernehmliche Geschäftsaufnahme, sofern Gegenstand der Gesellschaft der Betrieb eines Handelsgewerbes ist (dann: Eintragung im Handelsregister nur deklaratorisch wie beim Ist-Kaufmann gemäß 1 HGB) 3. (Teil-)Rechtsfähigkeit ( 124 HGB) Die ohg ist selbst Berechtigte und Verpflichtete. 54
28 Haftung der ohg und der Gesellschafter 1. Haftung der ohg 6 Rn Haftung aus Rechtsgeschäften vertretungsberechtigter Gesellschafter handelt im Namen der ohg Haftung analog 31 BGB 2. Akzessorische Gesellschafterhaftung ( 128 HGB) partiell str. für Repräsentantenhaftung ( 31 BGB) Folie 22 zur GbR h.m.: Erfüllungstheorie ( Haftungstheorie) Einschränkung der Erfüllungstheorie bei fehlender Pflicht zur Überlassung an die Gesellschaft (z.b. Privatgrundstück) keine Gesamtschuld zwischen Gesellschaft und Gesellschafter Erlass, Kündigung etc. wirken auch zugunsten des Gesellschafters ( 129 HGB 425 BGB) Gesamtschuld zwischen den Gesellschaftern ( 421 ff. BGB) 55 Haftung der ohg und der Gesellschafter 3. Sonderfall: Gesellschafter-Gläubiger 6 Rn Parallele zur Haftung der GbR-Gesellschafter Folie 39 keine Gesellschafterhaftung aus 128 HGB für Sozialansprüche Gesellschafterhaftung aus 128 HGB für Drittansprüche h.m. Gesamtschuld; Abzug des eigenen Verlustanteils a.a.: Haftung pro rata 4. Regress des Gesellschafters bei Zahlung an Gläubiger Anspruch aus 110 HGB gegen die Gesellschaft nach h.m. daneben keine cessio legis (a.a.: 774 I BGB analog) kein 128 HGB (s.o.), aber 426 I, II BGB gegen die Mitgesellschafter subsidiär gegenüber 110 HGB; pro-rata gemäß Verlustanteil Fall Nr. 31 Scherben bringen Glück 56
29 Haftung der ohg und der Gesellschafter 5. Haftung des eintretenden Gesellschafters ( 130 HGB) 6 Rn gilt auch für Anteilserwerb, Erbfall, Umwandlung eines Kommanditanteils gilt auch für fehlerhaften Beitritt Folie 20 zur fehlerhaften Gesellschaft 130 II HGB: kein Ausschluss der Haftung gegenüber Dritten möglich ( 28 II HGB für die Gründung einer Gesellschaft) 6. Haftung in der Insolvenz Zuständigkeit des Insolvenzverwalters ( 93 InsO) gilt nicht für Parallelanspruch, z.b. aus Bürgschaft oder Schuldbeitritt (BGHZ 151, 245 = NJW 2002, 2718) 57 Einwendungen der Gesellschafter I HGB 6 Rn in seiner Person begründete Einwendungen/Einreden alle Einwendungen/ Einreden, die die Gesellschaft (noch) erheben kann Achtung: keine gesonderte Verjährung der Gesellschafterhaftung ( Gegensatz zur Bürgschaft) II HGB Leistungsverweigerung, solange die Gesellschaft das zugrundeliegende Rechtsgeschäft anfechten kann ( 770 I BGB) gilt analog für sonstige Gestaltungsrechte der Gesellschaft III HGB ( Fall Nr. 32 Aufrechnungsverbot) Aufrechenbarkeit: entgegen dem Wortlaut kommt es allein auf die Aufrechnungsbefugnis der Gesellschaft an ( Gegensatz zu 770 II BGB) 58
30 Geschäftsführung in der ohg Grundsatz Einzelgeschäftsführung 114, 115 I HGB aber: Widerspruchsrecht 115 I Hs. 2 HGB Umfang: gewöhnliche Geschäfte 116 I HGB ungewöhnliche Geschäfte Beschluss aller Gesellschafter 116 II HGB Erteilung von Prokura Zustimmung aller geschäftsführungsbefugten Gesellschafter 116 III HGB Fall Nr. 33 Bonner Bauhandel Ausnahme Gesamtgeschäftsführung 115 II HGB Ausschluss einzelner Gesellschafter 114 II HGB 6 Rn Vertretung der ohg Grundsatz Einzelvertretung 125 I HGB Umfang: alle Geschäfte 126 I HGB Beschränkungen sind im Außenverhältnis unwirksam 126 II HGB Fall Nr. 35 Widerspruch Ausnahme Ausschluss einzelner Gesellschafter 125 I HGB Gesamtvertretung 125 II HGB gemischte /unechte Gesamtvertretung 125 III HGB Achtung: 106 II Nr. 4 HGB eintragungspflichtige Tatsache Fall Nr. 34 Computerhandel 6 Rn
31 Wettbewerbsverbot und Geschäftschancenlehre 6 Rn Wettbewerbsverbot aus 112 HGB untersagt dem Gesellschafter im Handelszweig der Gesellschaft Geschäfte zu machen sich an gleichartiger Gesellschaft als phg zu beteiligen (beachte: gleichartig bedeutet gleicher Handelszweig) 2. Rechtsfolge bei Verstoß ( 113 HGB) beachte: nur bei Verschulden des Gesellschafters Schadensersatzanspruch der Gesellschaft ( 113 I Hs. 1 HGB) Eintrittsrecht der Gesellschaft im Innenverhältnis ( 113 I Hs. 2 HGB) Unterlassungsanspruch (aus Treuepflichten) 61 Wettbewerbsverbot und Geschäftschancenlehre 3. Verhältnis zu 1 GWB 6 Rn HGB geht vor, falls typische ohg und Wettbewerbsverbot daher funktionsnotwendig (BGHZ 70, 331) 4. nachvertragliches Wettbewerbsverbot nicht in 112 HGB geregelt Vereinbarkeit mit 1 GWB und 138 BGB: Verhältnismäßigkeit erforderlich 5. Geschäftschancenlehre folgt aus der Treuepflicht Geschäftschancen sind für Gesellschaft wahrzunehmen 62
32 Änderungen im Gesellschafterbestand 1. Grundsatz: Geltung der GbR-Grundsätze Folien 40 ff. 6 Rn Ausscheiden auch ohne Fortsetzungsklausel ( 131 III HGB) Tod eines Gesellschafters Achtung: 139 HGB = bei einfacher erbrechtlicher Nachfolgeklausel können die Erben die Einräumung der Kommanditistenstellung verlangen Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Gesellschaftervermögen Kündigung durch Gesellschafter Kündigung durch Privatgläubiger des Gesellschafters Gesellschafterbeschluss über Ausschließung ( 140 HGB) 3. Rechtsfolgen Anwachsung + Abfindungsanspruch ( 105 III HGB, 738 I 1, 2 BGB) Ausscheiden = eintragungspflichtige Tatsache ( 143 II HGB 15 HGB) 63 Gewinn- und Entnahmerechte der ohg-gesellschafter 1. Gewinnermittlung durch Bilanz ( 120 I HGB) 6 Rn Gegenüberstellung der Aktiva und Passiva Ermittlung von Gewinn und Verlust Zu-/Abschreibung zum / vom Kapitalanteil ( 120 II HGB) 2. Kapitalanteil Bilanzziffer: Stand der Einlage des Gesellschafters = vom Gesellschafter geleistete Einlagen + Gewinne - Verluste 120 II HGB - Entnahmen Abgrenzung zum Gesellschafts- und Vermögensanteil Praxis: festes Kapitalkonto I + variables Kapitalkonto II 64
33 Gewinn- und Entnahmerechte der ohg-gesellschafter 3. Gewinn- und Verlustbeteiligung: 6 Rn a) gesetzliche Regelung in 121 I HGB: bis zu 4 % Gewinnbezug auf den Kapitalanteil (Abs. 1) Verteilung des Restgewinns / des Verlustes nach Kopfteilen (Abs. 3) b) Praxis: oft abweichende vertragliche Regelung 65 Gewinn- und Entnahmerechte der ohg-gesellschafter 4. Entnahmen 6 Rn a) gesetzliche Regelung in 122 HGB: bis zu 4 % vom Kapitalanteil pro Jahr weitere Gewinnanteile, soweit nicht zum offenbaren Schaden der ohg sonstige Entnahmen nur bei Einverständnis der anderen Gesellschafter b) Ausnahmen Treuepflicht kann das Entnahmerecht einschränken (z.b. bei schwieriger wirtschaftlicher Lage der Gesellschaft) erweitertes Entnahmerecht bei Steuernachzahlungen (Steuerpflicht für die Gewinne der ohg entsteht gemäß 15 EStG bei den Gesellschaftern) c) Praxis: oft von 122 HGB abweichende vertragliche Regelung Fall Nr. 37 Gewinnverteilung 66
34 Kapitalerhaltung bei der ohg keine Kapitalbindung im Gläubigerinteresse 6 Rn. 69 (wie bei GbR/KG und anders als bei den Kapitalgesellschaften AG/GmbH) Ersatz: persönliche Haftung der Gesellschafter ( 128 HGB) umfassende Vermögensbindung im Minderheitsinteresse (wie GmbH/ GbR/ KG) verschuldensabhängiger Anspruch auf Schadensersatz wegen Treuepflichtverletzung (ähnlich 280 BGB) Rückgewähranspruch wegen Verstoßes gegen das Sondervorteilsverbot (AGL str.; m.e. interessengerechte Auslegung des Gesellschaftsvertrags) Fall Nr. 26 Gutes Geschäft (zur GbR) 67 Beendigung der ohg 1. Auflösungsgründe ( 131 I, II HGB) 6 Rn Zeitablauf Gesellschafterbeschluss Eröffnung des Insolvenzverfahrens über Gesellschaftsvermögen gerichtliche Entscheidung ( 133 HGB) bei GmbH & Co. ohg auch: Ablehnung der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens mangels Masse ( 26 InsO) + Löschung wegen Vermögenslosigkeit ( 394 FamFG) 2. Rechtsfolgen Abwicklung/Liquidation der ohg nach 145 ff. HGB Eintragung im Handelsregister (Zusatz i.l. ) Vollbeendigung erst mit Abschluss des Liquidationsprozesses Folie 50 68
35 Wichtigste Merkmale der ohg Gesellschaftsvertrag ( 705 BGB) Betrieb eines Handelsgewerbes ( 1, 105 I HGB) oder Eintragung in das Handelsregister ( 105 II HGB) gemeinschaftliche Firma keine juristische Person; aber Teilrechtsfähigkeit ( 124 HGB) unbeschränkte Haftung aller Gesellschafter ( 128 HGB) Anmeldungspflicht zum Handelsregister ( 106 HGB) 69 Kommanditgesellschaft (KG) Pflichtstoff im Staatsexamen 8 II Nr. 3 JAPrO (Gesellschaftsrecht im Überblick) Bitter/Heim, Gesellschaftsrecht, 3. Aufl. 2016, 7 (S ) mit Fällen Nr
36 Struktur der KG 7 Rn. 1-2 Kommanditist Komplementär Vertretung 161 II, 125 HGB (vgl. auch 170 HGB) X 433 BGB KG 71 Haftung in der KG 7 Rn II BGB i.v.m. 171, 172 HGB Kommanditist Gl. 433 II BGB i.v.m. 161 II, 128 HGB Komplementär 433 II BGB KG 72
37 Haftung in der KG 7 Rn Anwendbarkeit der ohg-vorschriften über 161 II HGB Ausnahme: andere Bestimmung in den Vorschriften über die Kommanditgesellschaft ( a HGB) 1. Haftung der Komplementäre wie bei ohg-gesellschaftern persönliche Haftung für Gesellschaftsverbindlichkeiten ( 128 HGB) Haftung des eintretenden Komplementärs ( 130 HGB) Haftung des ausscheidenden Komplementärs ( 160 HGB) 73 Haftung in der KG 2. Haftung der Kommanditisten ( 171, 172 HGB) 7 Rn betragsmäßig begrenzte persönliche Haftung bis zur Höhe der Einlage ( 171 I Hs. 1 HGB) Achtung: Die Haftsumme (= Grenze der Haftung im Außenverhältnis i.s.v. 172 I HGB) muss in der Höhe nicht notwendig der Einlage (= Verpflichtung zur Beitragsleistung im Innenverhältnis zur Gesellschaft) entsprechen. 171 I Hs. 1 HGB meint mit Einlage die Haftsumme Eine Reduzierung der Einlage im Innenverhältnis wirkt nicht gegenüber den Gläubigern im Außenverhältnis ( 172 III HGB); dort bleibt die eingetragene Haftsumme maßgeblich. 74
38 Haftung in der KG 2. Haftung der Kommanditisten ( 171, 172 HGB) 7 Rn Haftungsausschluss durch Einlageleistung ( 171 I Hs. 2 HGB) 171 I Hs. 2 HGB spricht richtig von Einlage Wiederaufleben der Haftung bei Rückzahlung der Einlage ( 172 IV 1 HGB) absolute Begrenzung der Haftung auf die Haftsumme auch bei über die Haftsumme hinausgehenden Rückzahlungen Beispiel Folie 76 gilt auch bei mittelbarer Rückgewähr über mit dem Kommanditisten verbundene Unternehmen (BGH ZIP 2009, 1273 Leitsatz 2) gilt auch bei verdeckter Rückgewähr (BGH ZIP 2017, 77) Beispiele Folien 77 f. Fälle Nr. 38 und 39 Beraterhonorar I und II 75 Kommanditistenhaftung ( 171, 172 IV HGB) Einlage: Euro Haftsumme: Euro
39 Verdeckte Einlagenrückgewähr I KFZ-Wert: Einlage: Euro Haftsumme: Euro KFZ-Wert: Kaufvertrag Preis: Verdeckte Einlagenrückgewähr II Einlage: Euro Haftsumme: Euro Darlehen Betrag: Dauer: Euro 3 Jahre bzw. 6 Jahre Zinssatz vereinbart: 2 % Zinssatz angemessen: 4 % 78
40 Haftung vor Eintragung ( 176 I HGB) Kommanditgesellschaft 7 Rn. 15 Fehlende Eintragung im Handelsregister nicht schon die Anmeldung schließt die Haftung aus Geschäftsbeginn vor Eintragung mit Zustimmung des Kommanditisten i.d.r.: Auftritt unter der neuen Firma Zustimmung kann schlüssig erfolgen keine Kenntnis des Gläubigers Kenntnis der Person Kenntnis der Eigenschaft als Kommanditist Kenntnis der Höhe der Haftsumme unerheblich Rechtsfolge: volle Haftung für bis zur Eintragung begründete Verbindlichkeiten nach Eintragung: fünfjährige Enthaftungsfrist 160 III HGB 79 Haftung vor Eintragung ( 176 II HGB) Personengesellschaft ohg /KG /GbR, die durch Eintritt vollkaufmännisch wird 7 Rn. 18 Eintritt eines Kommanditisten echter Neueintritt, nicht Anteilserwerb fehlende Eintragung im Handelsregister keine Kenntnis des Gläubigers s.o. Folie 79 [ausdrückliche Zustimmung zur Fortsetzung des Geschäftsbetriebs verzichtbar] Rechtsfolge: volle Haftung für bis zur Eintragung begründete Verbindlichkeiten nach Eintragung: fünfjährige Enthaftungsfrist 160 III HGB Haftungsvermeidung: Eintritt wird durch die Eintragung aufschiebend bedingt 80
41 Geschäftsführung in der KG Anwendbarkeit der ohg-vorschriften über 161 II HGB 7 Rn Grundsatz: Einzelgeschäftsführung der Komplementäre ( 114, 115 I HGB) 2. Ausnahme: Gesamtgeschäftsführung der Komplementäre ( 115 II HGB) Ausschluss einzelner Komplementäre von der Geschäftsführung ( 114 II HGB) 3. Details oben Folie Kommanditisten Ausschluss der Kommanditisten von der Geschäftsführung ( 164 HGB) Widerspruchsrecht nur bei ungewöhnlichen Geschäften 81 Vertretung in der KG Anwendbarkeit der ohg-vorschriften über 161 II HGB 7 Rn Grundsatz: 2. Ausnahme Einzelvertretung ( 125 I HGB) Gesamtvertretung ( 125 II HGB) Ausschluss einzelner Gesellschafter von der Vertretung ( 125 I HGB a.e.) Achtung: eintragungspflichtige Tatsache i.s.v. 15 HGB ( 161 II, 106 II Nr. 4 HGB) 3. Details oben Folie Kommanditisten Ausschluss von der Vertretung ( 170 HGB) 82
42 Kapitalerhaltung bei der KG keine Kapitalbindung im Gläubigerinteresse 7 Rn (wie bei GbR/ ohg und anders als bei den Kapitalgesellschaften AG / GmbH) Ersatz: persönliche Haftung der Komplementäre ( 128 HGB) aber: Außenhaftung des Kommanditisten gemäß 171, 172 IV HGB (s.o.) umfassende Vermögensbindung im Minderheitsinteresse (wie GmbH/GbR/oHG) verschuldensabhängiger Anspruch auf Schadensersatz wegen Treuepflichtverletzung (ähnlich 280 BGB) Rückgewähranspruch wegen Verstoßes gegen das Sondervorteilsverbot (AGL str.; m.e. interessengerechte Auslegung des Gesellschaftsvertrags) Fall Nr. 26 Gutes Geschäft (zur GbR) 83 Die Publikums-KG 1. Definition 7 Rn auf eine Vielzahl einander unbekannter Gesellschafter angelegte Personengesellschaft, die vergleichbar einer AG als Kapitalsammelbecken dient Praxis: häufig Rechtsform der KG 2. Entwicklung u.a. folgender Sonderregeln Inhaltskontrolle des Gesellschaftsvertrags Mehrheitsklauseln unverzichtbar; Anforderungen an antizipierte Zustimmung zu Eingriffen in den Kernbereich reduziert (Ausnahme: Nachschusspflicht) 708 BGB gilt nicht Prospekthaftung nach Vermögensanlagengesetz ( 20 ff. VermAnlG) Fall Nr. 42 Probleme mit dem Publikum 84
43 Wichtigste Merkmale der KG Gesellschaftsvertrag ( 705 BGB) Betrieb eines Handelsgewerbes ( 1, 161 I HGB) gemeinschaftliche Firma keine juristische Person; aber Teilrechtsfähigkeit ( 161 II i.v.m. 124 HGB) zwei Arten von Gesellschaftern: unbeschränkte Haftung der Komplementäre ( 161 II i.v.m. 128 HGB) beschränkte Haftung der Kommanditisten ( 171 HGB) Anmeldungspflicht zum Handelsregister ( 106, 162 HGB) 85 Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) partiell Pflichtstoff im Staatsexamen 8 II Nr. 3 JAPrO (Gesellschaftsrecht im Überblick: Errichtung, Vertretung und Geschäftsführung der GmbH) Bitter/Heim, Gesellschaftsrecht, 3. Aufl. 2016, 5 (S ) mit Fällen Nr
44 GmbH Gliederung Grundlagen Organisationsverfassung der GmbH Organe der GmbH und deren Aufgaben Finanzverfassung der GmbH Kapitalaufbringung und Kapitalerhaltung Gesellschafterdarlehen kein Pflichtstoff im Staatsexamen Konzernrecht der GmbH GmbH & Co. KG 87 GmbH Grundlagen 4 Rn Begriff und Rechtsnatur ( 13 GmbHG) ökonomische Funktion (Scholz/Bitter, GmbHG, Bd. 1, 11. Aufl. 2012, 13 Rn. 60 ff.) Reduzierung der Risikoaversität von Gesellschaftern durch (Teil-)Versicherung des unternehmerischen Risikos bei den Gläubigern Gründung durch Gesellschaftsvertrag (3 Stufen wie bei AG b.w.) Mindestinhalt ( 3 GmbHG): Firma und Sitz der Gesellschaft Gegenstand des Unternehmens Betrag des Stammkapitals Zahl und Nennbeträge der Geschäftsanteile, die jeder Gesellschafter gegen Einlage auf das Stammkapital (Stammeinlage) übernimmt 88
45 Drei Phasen der Gründung 4 Rn Gründungsentschluss = Plan zur Errichtung einer GmbH Vorvertrags- bzw. Vorgründungsgesellschaft Abschluss des notariellen Gesellschaftsvertrags ( 2, 3 GmbHG) = Errichtung der GmbH Vor-GmbH Eintragung ( 10, 11 I 1 GmbHG, konstitutiv) = Entstehung der GmbH fertige GmbH 89 Drei Phasen der Gründung 1. Vorvertrags-/Vorgründungsgesellschaft 4 Rn Grundsatz: Innen-GbR mit dem Zweck einer Gründung der GmbH Terminologie meist: Vorvertragsgesellschaft formbedürftig ( 2 GmbHG) wegen Gründungspflicht Problem: unternehmerische Aktivität im Gründungsstadium z.t.: Innen-GbR wird zur Außen-Personengesellschaft dann meist als Vorgründungsgesellschaft bezeichnet trotz Formverstoßes als wirksam behandelt (fehlerhafte Gesellschaft) z.t.: Außen-Personengesellschaft neben der Innen-GbR Einordnung als GbR oder ohg Folie 54 bedeutsam wegen unterschiedlicher Vertretungsregelung Haftung der Gesellschaft bei Handeln in ihrem Namen (ggf. unternehmensbezogenes Geschäft) mit Vertretungsmacht 90
46 Drei Phasen der Gründung 2. Vor-GmbH und fertige GmbH 4 Rn Vor-GmbH = rechtsfähige Gesellschaft eigener Art (sui generis) keine Identität der Vor-GmbH mit der Vorvertrags-/Vorgründungsgesellschaft Forthaftung der Gesellschafter gemäß/analog 128 HGB bei Handeln der Vorgründungsgesellschaft im Außenverhältnis Ausnahme: Schuldübernahme der (Vor-)GmbH gemäß 414 BGB aber Identität der fertigen GmbH mit der Vor-GmbH (Kontinuitätsprinzip) identitätswahrende Umwandlung der Vor-GmbH in die GmbH Gesamtrechtsnachfolge ähnlich dem Formwechsel ( 190 ff. UmwG) liquidationslose Beendigung der Vor-GmbH bei Wandlung in fertige GmbH Ausnahme: Scheitern der Eintragung wegen Eröffnung des Insolvenzverfahrens, Ablehnung der Eröffnung mangels Masse, endgültiger Ablehnung der Eintragung oder Aufgabe der Eintragungsabsicht 91 Haftung für Schulden der Vor-GmbH 1. Rechtgeschäftliche Verpflichtung der Vor-GmbH 4 Rn Vertretung durch den Geschäftsführer ( 35 GmbHG analog) Umfang der Vertretungsmacht str. Rspr.: Begrenzung auf gründungsnotwendige Geschäfte; Ausnahme: Erweiterung durch sämtliche Gesellschafter a.a.: unbeschränkte Vertretungsmacht ( 37 GmbHG analog) bei fehlender Vertretungsmacht Haftung des Vertreters aus 179 BGB daneben Handelndenhaftung aus 11 II GmbHG Vorteil ggü. 179 BGB: kein Ausschluss nach 179 II, III BGB Haftung nur des Handelnden, nicht aller Gesellschafter BGH: kein 11 II GmbHG bei wirksamer Vertretung Haftung erlischt nicht mit Eintragung der GmbH 92
47 Haftung für Schulden der Vor-GmbH 2. Haftung bei der fertigen GmbH : Vorbelastungshaftung 5 Rn Problem: Verbindlichkeiten der Vor-GmbH (Folie 92) gehen auf die fertige GmbH über Stammkapital bei Eintragung ggf. nicht mehr gedeckt Verstoß gegen den Unversehrtheitsgrundsatz Vorbelastungshaftung (Unterbilanz-/Differenzhaftung) analog 9 I GmbHG Anspruch der GmbH auf Ausgleich der Unterbilanz (Innenhaftung) = Auffüllung des Vermögens, bis das Stammkapital wieder gedeckt ist anteilige Haftung; aber Ausfallhaftung analog 24 GmbHG 93 Haftung für Schulden der Vor-GmbH 3. Haftung bei der Vor-GmbH: Verlustdeckungshaftung 5 Rn relevant bei Scheitern der Eintragung; Gründe Folie 91 unten Anspruch der GmbH auf Ausgleich der Überschuldung (Innenhaftung) anteilige Haftung; aber Ausfallhaftung analog 24 GmbHG Außenhaftung in (vielen) Ausnahmefällen: unechte Vor-GmbH (Eintragungsabsicht aufgegeben/ nie vorhanden) Vermögenslosigkeit der Gesellschaft nur ein Gläubiger vorhanden nur ein Gesellschafter vorhanden (Einpersonen-Vor-GmbH) bei Fortsetzung der Geschäftstätigkeit trotz Scheiterns der Eintragung identitätswahrende Umwandlung in eine Personengesellschaft (GbR, ohg) Fall Nr. 12 Komplizierte Gründung 94
48 Die Organisation der GmbH Gesellschafter 4 Rn. 81 ff. 45 ff. GmbHG Teilnahme Stimmrecht Gesellschafterversammlung X z.b. 433 BGB 46 Nr. 5 GmbHG Bestellung 37 I, 45, 46 Nr. 6 GmbHG Weisungsbefugnis 35 GmbHG Vertretung Geschäftsführer 43 II GmbHG Haftung GmbH 95 Organe der GmbH 1. Geschäftsführer ( 6 GmbHG) 4 Rn GmbHG: Vertretung der GmbH 37 GmbHG: Bindung im Innenverhältnis möglich (Über-/Unterordnung) 43 GmbHG: Haftung der Geschäftsführer Fall Nr. 15 Wertlose Lizenzen 64 GmbHG: Haftung für Zahlungen nach Insolvenzreife Innenhaftung aus 64 S. 1 und 2 GmbHG BGHZ 143, 184 = NJW 2000, 668 (Kundenschecks) BGH NJW 2003, 2316 (Weiterleitung von Steuerbeträgen) BGHZ 203, 218 = ZIP 2015, 71 (Ausgleich der Masseschmälerung) zusätzlich: Außenhaftung ( 823 II BGB i.v.m. 15a InsO) BGHZ 126, 181 = NJW 1994, 2220 (Diff. zw. Alt- und Neugläubigern) Details: Folien zur Blockveranstaltung Insolvenz & Sanierung 96
49 Organe der GmbH 2. Gesellschafterversammlung ( 48 GmbHG) 4 Rn Zuständigkeit ( 46 GmbHG) u.a. für Feststellung des Jahresabschlusses und Verwendung des Ergebnisses Einforderung von Einzahlungen auf die Stammeinlagen Bestellung / Abberufung von Geschäftsführern sowie deren Entlastung Prüfung und Überwachung der Geschäftsführung Bestellung von Prokuristen und Handlungsbevollmächtigten Beschlussfassung nach Kapitalmehrheit ( 47 I + II GmbHG) Stimmverbote im Ausnahmefall ( 47 IV GmbHG) 3. Aufsichtsrat ( 52 GmbHG) 4 Rn fakultativ; nur bei Unternehmensmitbestimmung zwingend (s.u. Folie 118) 97 Finanzverfassung der GmbH Kapitalaufbringung Mindeststammkapital: 5 I GmbHG Euro kein Pflichtstoff im Staatsexamen 4 Rn. 161 Ausnahme: UG (haftungsbeschränkt) gemäß 5a GmbHG Bar- oder Sacheinlagen: 5 IV GmbHG 4 Rn Rn Grundsatz der realen Kapitalaufbringung: 19 II GmbHG Fehlbetragshaftung bei Sacheinlagen: 9 GmbHG verdeckte Sacheinlage 19 IV GmbHG: Anrechnungslösung 4 Rn Fall Nr. 17 Fuhrunternehmen Rückzahlung der Einlage (Hin- und Herzahlen) 19 V GmbHG 4 Rn Unterbilanz bei Eintragung: Vorbelastungshaftung analog 9 GmbHG 98
50 Finanzverfassung der GmbH Kapitalerhaltung Beschränkte Kapitalbindung im Gläubigerinteresse kein Pflichtstoff im Staatsexamen 4 Rn Erhaltung des Stammkapitals: 30, 31 GmbHG Umfassende Vermögensbindung im Minderheits-/Gesellschafterinteresse Schadensersatz wegen Treuepflichtverletzung 4 Rn Rückgewähranspruch wegen Sondervorteilsverbot (AGL str.) Fall Nr. 20 ITT Haftung wegen Existenzvernichtung der GmbH ( 4 Rn ) BGHZ 149, 10 = NJW 2001, 3622 (Bremer Vulkan) BGHZ 151, 181 = NJW 2002, 3024 (KBV) BGHZ 173, 246 = NJW 2007, 2689 (Trihotel) Binnenhaftung, 826 BGB 99 Finanzverfassung der GmbH Gesellschafterdarlehen ( 39, 135, 143 InsO) Scholz/Bitter, GmbHG, Bd. 3, 11. Aufl. 2015, Anh. 64 Tatbestand: Doppelstellung als Gesellschafter + Darlehensgeber Geltung für alle Rechtsformen mit Haftungsbeschränkung Einbeziehung gesellschaftergleicher Dritter Ausnahme: Kleinbeteiligter bis 10 % ( 39 V InsO) Nachrang des Darlehens in der Insolvenz ( 39 I Nr. 5 InsO) Insolvenzanfechtung Darlehensrückzahlungen im letzten Jahr vor dem Insolvenzantrag ( 135 I Nr. 2 InsO) Besicherungen von Gesellschafterdarlehen in den letzten zehn Jahren vor dem Insolvenzantrag ( 135 I Nr. 1 InsO) kein Pflichtstoff im Staatsexamen 4 Rn
51 Der faktische GmbH-Konzern Hinweis: Konzernrecht ist kein Pflichtstoff im Staatsexamen 4 Rn Kein konzernspezifischer Schutz = Anwendbarkeit der allgemeinen Regeln Minderheitenschutz Kein Schädigungsprivileg ( 311 AktG) Generelle Schadensersatzpflicht wegen Treuepflichtverletzung BGHZ 65, 15 = NJW 1976, 191 (ITT) Verschuldensunabhängige Rückgewähransprüche (AGL str.) Gläubigerschutz 30, 31 GmbHG Ansprüche im Gesellschaftsinteresse, str. Haftung bei Existenzvernichtung der GmbH (s.o.) 101 Der sog. qualifiziert faktische GmbH-Konzern 4 Rn , 294 Ziel: Ablösung der Durchgriffshaftung durch konzernrechtliche Haftung Orientierung am Vertragskonzernrecht des Aktienrechts ( 291 ff. AktG) Frühere Rechtsprechung des BGH (heute überholt) BGHZ 95, 330 = NJW 1986, 188 (Autokran) BGHZ 107, 7 = NJW 1989, 1800 (Tiefbau) BGHZ 115, 187 = NJW 1991, 3142 (Video) 1. Leitsatz Der Allein- oder Mehrheitsgesellschafter einer GmbH, der gleichzeitig deren alleiniger Geschäftsführer ist und sich außerdem als Einzelkaufmann unternehmerisch betätigt, haftet grundsätzlich nach den Haftungsregeln im qualifiziert faktischen Konzern. 102
52 Der sog. qualifiziert faktische GmbH-Konzern 4 Rn , 294 Neuere Rechtsprechung des BGH: Existenzvernichtungshaftung BGHZ 122, 123 = NJW 1993, 1200 (TBB) - angebliche Klarstellung zu BGHZ 115, formale Aufrechterhaltung der AGL aus 302, 303 AktG - objektiver Missbrauch der beherrschenden Gesellschafterstellung BGHZ 149, 10 = NJW 2001, 3622 (Bremer Vulkan) - ausdrückliche Aufgabe des konzernrechtlichen Ansatzes - angemessene Rücksichtnahme auf die Eigenbelange der GmbH BGHZ 151, 181 = NJW 2002, 3024 (KBV) - Durchgriffshaftung in teleologischer Durchbrechung des 13 II GmbHG Heute maßgeblich: BGHZ 173, 246 = NJW 2007, 2689 (Trihotel) - Binnenhaftung gem. 826 BGB bei missbräuchlichen Eingriffen 103 Der GmbH-Vertragskonzern BGH und h.m.: 3 Merkmale des Unternehmensvertrags 4 Rn. 293 BGHZ 105, 324 = NJW 1989, 295 (Supermarkt) und BGH ZIP 1992, 395 (Siemens) Übertragung der Weisungskompetenz der Gesellschaftsversammlung auf die herrschende Gesellschaft Ausrichtung des Gesellschaftszwecks am Konzerninteresse unter Aufhebung der unabhängigen erwerbswirtschaftlichen Teilnahme am Wirtschaftsverkehr bei einem in der Regel gleichbleibenden Unternehmensgegenstand Eingriff in das Gewinnbezugsrecht der Gesellschafter Eingehende Kritik am Standpunkt der h.m. bei Bitter, ZIP 2001, 265 ff. 104
53 Der GmbH-Vertragskonzern Anforderungen an den Beherrschungsvertrag Kompetenz der Gesellschaftsversammlung notarielle Beurkundung Eintragung in das Handelsregister (Zustimmung aller Gesellschafter) Rechtsfolgen Verlustausgleichspflicht analog 302 AktG Anspruch auf Sicherheitsleistung analog 303 AktG Ausgleichs- und Abfindungsrechte analog 304, 305 AktG (str.; abhängig vom Zustimmungserfordernis) 105 GmbH & Co. KG partiell Pflichtstoff im Staatsexamen 8 II Nr. 3 JAPrO (Gesellschaftsrecht im Überblick: Recht der KG; Errichtung, Vertretung und Geschäftsführung der GmbH) Bitter/Heim, Gesellschaftsrecht, 3. Aufl. 2016, 7 Rn (S ) 106
54 Struktur und Vertretung GmbH & Co. KG 7 Rn Kommanditist Vertretung 161 II, 125 HGB 35 GmbHG GmbH = Komplementär X 433 BGB KG 107 Einpersonen- GmbH & Co. KG 7 Rn Kommanditist GmbH = Komplementär Gl. z.b. 433 II BGB KG 108
55 Kapitalaufbringung in der GmbH & Co. KG 7 Rn Gesellschafter Kommanditbeteiligung GmbH- Beteiligung GmbH Stammeinlage Euro 19 GmbHG Kommanditeinlage Euro 171 I HGB Komplementärbeteiligung KG Beachte: 172 VI 1 HGB 109 Kapitalerhaltung bei der GmbH & Co. KG GmbH Euro KG Euro Euro GmbH Euro KG Euro Euro 110
56 Aktiengesellschaft (AG) kein Pflichtstoff im Staatsexamen Bitter/Heim, Gesellschaftsrecht, 3. Aufl. 2016, 3 (S ) mit Fällen Nr Aktiengesellschaft Gliederung 3 Rn Grundlagen Begriff und Rechtsnatur ( 1 AktG) AG ist Handelsgesellschaft = Formkaufmann ( 6 HGB, 3 I AktG) Geschichte und ökonomische Funktion Gründung der AG (Bar- und Sachgründung) Organisationsverfassung der AG Organe der AG und deren Aufgaben Finanzverfassung der AG Kapitalaufbringung / Kapitalerhaltung Kapitalerhöhung / Kapitalherabsetzung Konzernrecht der AG 112
57 Drei Phasen der Gründung 3 Rn Gründungsentschluss = Plan zur Errichtung einer AG Vorvertrags- bzw. Vorgründungsgesellschaft Feststellung der Satzung ( 2, 23 AktG) und Übernahme = Zeichnung der Aktien ( 23 II Nr. 2, 29 AktG) = Errichtung der AG Vor-AG Eintragung ( 41 I 1 AktG, konstitutiv) = Entstehung der AG fertige AG 113 Die Organisation der AG 3 Rn Aktionäre = Eigentümer der Gesellschaft Recht auf Teilnahme 118 AktG Recht auf Auskunft 131 AktG Stimmrecht 134 AktG Anfechtungsrecht 245 AktG Dividendenanspruch 58 IV, 60 AktG Teilnahme am Liquidationserlös 271 AktG Hauptversammlung Wahl des Aufsichtsrates 101, 119 I Nr. 1 AktG Ausnahmen: Entsendung: 101 II AktG Arbeitnehmervertreter Abberufung des Aufsichtsrates 103 AktG 116, 93 AktG Haftung 93 AktG Haftung Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder 84 AktG Aufsichtsrat Überwachung der Geschäftsführung 111 AktG Vorstand Berichtspflicht 90 AktG 114
58 Organe der Aktiengesellschaft 1. Vorstand 3 Rn AktG: Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung kein Weisungsrecht der Aktionäre oder des Aufsichtsrats Gleichordnung der Organe = Aufgabenteilung GmbH (Unterordnung) 77 AktG: Geschäftsführung Kollegialprinzip = gemeinschaftliche Geschäftsführung ( 77 I AktG) 78 AktG: Vertretung Grundsatz = gemeinschaftliche (Aktiv-)Vertretung ( 78 II 1 AktG) keine Beschränkung im Außenverhältnis möglich ( 82 I AktG) Ausnahme: Missbrauch der Vertretungsmacht Folien Handelsrecht 93 AktG: Verantwortlichkeit des Vorstands Business Judgement Rule ( 93 I 2 AktG) Fall Nr. 4 Vorstandsermessen 115 Organe der Aktiengesellschaft 2. Aufsichtsrat 84 AktG: Bestellung / Abberufung des Vorstands 112 AktG: Vertretung der AG gegenüber dem Vorstand 111 AktG: Überwachung der Geschäftsführung Recht- und Zweckmäßigkeitskontrolle u.a. Zuständigkeit, Haftungsansprüche gegen Vorstandsmitglieder geltend zu machen (BGHZ 135, 244 ARAG/Garmenbeck) keine Übertragung von Geschäftsführungsmaßnahmen, aber Zustimmungsvorbehalt möglich ( 111 IV AktG) 116 AktG: Verantwortlichkeit des Aufsichtsrats Verweis auf die Regelung des 93 AktG Aufsichtsrat = Zentrale der Unternehmensmitbestimmung b.w. 3 Rn
59 Arten der Mitbestimmung in Deutschland Art der Mitbestimmung Bezugspunkt 3 Rn. 81 Betriebliche Mitbestimmung = arbeitsrechtliche Mitbestimmung Betrieb Unternehmensmitbestimmung = gesellschaftsrechtliche Mitbestimmung Unternehmen EuGH ZIP 2017, 1413 Erzberger: keine Verletzung von Art. 45 AEUV trotz Beschränkung des Wahlrechts auf im Inland beschäftigte Arbeitnehmer 117 Arten der Unternehmensmitbestimmung Montanmitbestimmung: Eisen-/ Stahlindustrie + Bergbau 3 Rn AR: 50./ Neutrales Mitglied ArbN Eigner V: Arbeitsdirektor Mitbestimmungsgesetz 1976: KapG > 2000 ArbN AR: 50./ Stichentscheid des Vorsitzenden ArbN Eigner ( 29 II 1 MitbestG) V: Arbeitsdirektor Drittelbeteiligungsgesetz: 500 ArbN < KapG < 2000 ArbN AR: 1/3./. 2/3 ArbN Eigner 118
60 Organe der Aktiengesellschaft 3. Hauptversammlung 3 Rn AktG Sitz der Aktionärsdemokratie ( 133 AktG: Mehrheitsprinzip) 119 AktG Rechte der Hauptversammlung Teilung der Zuständigkeiten Abs. 1: Zuständigkeitskatalog Abs. 2: Fragen der Geschäftsführung nur auf Verlangen des Vorstands, Grund: 76 AktG Beachte: Holzmüller-Rechtsprechung BGHZ 83, 122 = NJW 1982, 1703 (Fall Nr. 5 Holzmüller) BGHZ 159, 30 + BGH ZIP 2004, 1001 (Gelatine I und II) 117 AktG Verantwortlichkeit der Aktionäre + Treuepflicht BGHZ 129, 136 = NJW 1995, 1739 (Fall Nr. 3 Girmes) 119 Finanzverfassung der AG Grundlagen 3 Rn. 5-6, Mindestnennbetrag des Grundkapitals: 7 AktG Euro Nennbetrags- oder Stückaktien: 8 AktG Abgrenzung Grundkapital Gesellschaftsvermögen Abgrenzung Nennbetrag Wert der Aktie Abgrenzung Eigenkapital ( 199 InsO) Fremdkapital ( 38 ff. InsO) Kapitalaufbringung Kapitalerhaltung Kapitalerhöhung / Kapitalherabsetzung 120
61 Kapitalaufbringung Grundsatz der Bareinlagepflicht 54 II AktG Ausnahme: Sacheinlage 27 AktG 3 Rn Grundsatz der effektiven Mittelaufbringung keine Emission unter pari 9 I AktG keine Befreiung von der Einlagepflicht: 66 I 1 AktG keine Aufrechnung 66 I 2 AktG zur freien Verfügung des Vorstands 36 II AktG Sacheinlage: Pflicht zur Deckung der Wertdifferenz (analog 9 GmbHG) Problemfall: verdeckte Sacheinlage 27 III AktG Geldeinlagepflicht besteht fort ( 27 III 1 AktG) aber: Anrechnung des Sachwertes ( 27 III 3 AktG) Fall Nr. 7 Elektrohandel 121 Kapitalerhaltung Grundsatz der strengen Kapitalbindung 3 Rn AktG: Abs. 1: Verbot der Einlagerückgewähr Abs. 2: Verbot fester Zinszusage Abs. 3: Begrenzung der Ausschüttung auf den Bilanzgewinn Ausschüttungsverbot wirkt total Eingriff in das Grundkapital unerheblich Verbot verdeckter Gewinnausschüttungen Fälle 8 und 9 Über- / Unterbewertung Rechtsfolgen verbotener Auszahlungen 62 AktG: Pflicht zur Rückgewähr rechnerische Vermögensbindung (BGH ZIP 2013, 819, Rn. 14 ff.: kein 134 BGB, früher str.) 122
62 Kapitalerhöhung / Kapitalherabsetzung Unterscheidung: effektiv / nominell effektiv = tatsächlicher Mittelzufluss bzw. Mittelabfluss 3 Rn nominell = Anpassung des Soll- an das Istkapital effektive Kapitalerhöhung Kapitalerhöhung gegen Einlagen 182 ff. AktG tatsächliche Mittelzuführung an die Gesellschaft Bezugsrecht der Aktionäre ( 186 I AktG) Ausschluss ( 186 III AktG): ¾-Mehrheit + sachlicher Grund effektive Kapitalherabsetzung 222 AktG in der Praxis selten 123 Kapitalerhöhung / Kapitalherabsetzung Unterscheidung: effektiv nominell (Fortsetzung) 3 Rn nominelle Kapitalerhöhung 207 ff. AktG Umwandlung von Rücklagen in Grundkapital nominelle Kapitalherabsetzung 229 AktG Ermöglichung der Gewinnausschüttung: 233 AktG Kapitalschnitt Verbindung von effektiver Kapitalerhöhung mit nomineller Kapitalherabsetzung 124
63 Der Kapitalschnitt Ausgangssituation 1 Mio. Aktien zu 50 Euro Kapitalerhöhung ohne Kapitalschnitt 1 Mio. Aktien zu 50 Euro (Altbestand) + 1 Mio. Aktien zu 50 Euro (Erhöhung) = 2 Mio. Aktien zu 50 Euro Kapitalerhöhung mit Kapitalschnitt 1 Mio. Aktien zu 50 Euro (Altbestand) Aktien (Herabsetzung) = Aktien zu 50 Euro + 1 Mio. Aktien zu 50 Euro (Erhöhung) = 1,2 Mio. Aktien zu 50 Euro 50 Mio. Euro Eigenkapital Verlust: 40 Mio. Euro = 10 Mio. Euro Restvermögen 10 Mio. Euro Restvermögen + 50 Mio. Euro aus Kapitalerhöhung = 60 Mio. Euro Gesamtvermögen 10 Mio. Euro Restvermögen + 50 Mio. Euro aus Kapitalerhöhung = 60 Mio. Euro Gesamtvermögen Wert der (Alt-)Aktien: 10 Euro Wert der Aktien: 30 Euro Entwertung der Jungaktien Wert der Aktien: 50 Euro 125 Verbundene Unternehmen: 15 ff. AktG Mehrheitsbeteiligung: 16 AktG Abhängige und herrschende Unternehmen: 17 AktG Abhängigkeitsvermutung: 17 II AktG Konzernunternehmen: 18 AktG Konzernvermutung unwiderleglich bei Beherrschungsvertrag und Eingliederung: 18 I 2 AktG widerleglich bei Abhängigkeit: 18 I 3 AktG 126
64 Stufen der Konzernintegration A B U A B U A B U > 50 % 291 AktG X-AG X-AG X-AG Gl. Gl. Gl. Beteiligung Mehrheitsbeteiligung Vertragskonzern 127 Stufen der Konzernintegration U U A B X-AG Gl. Eingliederung Gl. Verschmelzung 128
65 Stufen der Konzernintegration Ansatzpunkt des Konzernrechts: Verbindung zwischen zwei Unternehmen 1. Faktischer Konzern: 311 ff. AktG 2. Vertragskonzern: 291 ff., 308 ff. AktG 3. Eingliederung: 319 ff. AktG verschmelzungsähnlich, aber rechtliche Selbstständigkeit 129 Der faktische Konzern: 311 ff. AktG Gesetz: Verantwortlichkeit bei Fehlen eines Beherrschungsvertrags Nachteilsausgleich ( 311 AktG) str., ob nachteilige Einflussnahme erlaubt wird Schadensersatz ( 317 AktG) Sanktion bei fehlendem Nachteilsausgleich 311, 317 AktG = Verschärfung des 117 AktG Abhängigkeitsbericht + Prüfung ( 312 ff. AktG) 130
66 Unternehmensverträge nach 291 ff. AktG Beherrschungsvertrag: 291 AktG Gewinnabführungsvertrag: 291 AktG Gewinngemeinschaftsvertrag: 292 I Nr. 1 AktG Teilgewinnabführungsvertrag: 292 I Nr. 2 AktG Betriebspachtvertrag / Betriebsüberlassungsvertrag: 292 I Nr. 3 AktG Organisationsverträge 131 Der Beherrschungsvertrag Weisungsrecht des herrschenden Unternehmens: 308 AktG Ausnahme zu 76 AktG auch nachteilige Weisungen: 308 I 2 AktG Bsp.: Einstellung bestimmter Produktlinien Fall Nr. 11 Vinea Aufhebung der Kapitalbindung: 291 III AktG (vgl. auch 57 I 3 AktG) Verlustausgleichspflicht: 302 AktG Ausgleichsanspruch für außenstehende Aktionäre: 304 AktG Abfindungsrecht für außenstehende Aktionäre: 305 AktG 132
67 Ende 2017 Prof. Dr. Georg Bitter Universität Mannheim Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Insolvenzrecht Schloss, Westflügel W 241/ Mannheim Ende 1 Rn
Personengesellschaftsrecht Grundzüge 2016
Prof. Dr. Georg Bitter Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Insolvenzrecht Vorlesung Personengesellschaftsrecht Grundzüge 2016 www.georg-bitter.de 1 Die Gesellschaft bürgerlichen
Vortrag am 29. Oktober 2003 Gesellschaftsrecht Folie Nr. 1. Gesellschaften. Wirtschaftsverein. Nichtrechtsf. Verein
Vortrag am 29. Oktober 2003 Gesellschaftsrecht Folie Nr. 1 Gesellschaften Personengesellschaften Körperschaften GbR Vereine Kapitalgesellschaften Genossenschaften ohg KG e.v. AG eg Stille Gesellschaft
Vorlesung Grundzüge des Gesellschaftsrechts SS Literaturhinweise: Gliederung. Teil I: Einführung
Prof. Dr. Rainer Hüttemann Universität Bonn Vorlesung Grundzüge des Gesellschaftsrechts SS 2017 Literaturhinweise: Lehrbuchliteratur: Windbichler, Gesellschaftsrecht, 24. Aufl. 2017; Grunewald, Gesellschaftsrecht,
Gesellschaftsrecht 2016
Prof. Dr. Georg Bitter Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Insolvenzrecht Vorlesung Gesellschaftsrecht 2016 www.georg-bitter.de 1 Begleitlektüre: Bitter/Heim, Gesellschaftsrecht,
I. Die Gesellschaftsformen und ihre gesetzliche Regelung II. Allgemeine Grundsätze...4
1 EINFÜHRUNG...1 A) Gesellschaftsrecht als Pflichtfach...1 B) Der Gesellschaftsbegriff...1 C) Überblick über die Gesellschaftsformen... 3 I. Die Gesellschaftsformen und ihre gesetzliche Regelung... 3 II.
VIII. Gesellschafterwechsel
VIII. Gesellschafterwechsel 1. Eintritt a) Grundsatz OHG ist Personengesellschaft, also grds. vom unveränderten personellen Fortbestand abhängig. b) Aufnahmevertrag Aufnahmevertrag wird zwischen eintretendem
Gesellschaft Personengesellschaften
Gesellschaft Rechtsgeschäftlicher Zusammenschluss zur Verfolgung eines gemeinsamen Zwecks Personengesellschaften Gesellschaft bürgerlichen Rechts OHG KG Stille Gesellschaft Reederei Partnerschaftsgesellschaft
Vorlesung Gesellschaftsrecht. Professor Dr. Jan Lieder, LL.M. (Harvard)
Vorlesung Gesellschaftsrecht Professor Dr. Jan Lieder, LL.M. (Harvard) - Grundlagen Geschäftsführung umfasst tatsächliche und rechtliche Handlungen und bezeichnet das rechtliche Dürfen im Innenverhältnis
Beispiel 12. Folie 75. Gesellschaftsrecht Prof. Dr. Florian Jacoby
Beispiel 12 Klägerin (OHG) betreibt Kino in Berlin. Gesellschafter sind Bekl. und Z. Z ist Alleingeschäftsführer und allein einzelvertretungsberechtigt. Bekl. betreibt weitere Kinos in Berlin und anderen
Übersicht Gesellschaftsformen
Übersicht Gesellschaftsformen Folie 1 Das Gesellschaftsrecht regelt von der Rechtsordnung anerkannte private Organisationsformen und Zusammenschlüsse von Personen. Das deutsche Gesellschaftsrecht unterscheidet
Personengesellschaftsrecht II. # 12 Tod eines Gesellschafters
Personengesellschaftsrecht II # 12 Tod eines Gesellschafters Tod eines Gesellschafters Was passiert nach dem Tod eines Gesellschafters mit der Gesellschaft? Auflösung oder Fortbestehen? mit seinem Anteil
Wiederholungsfragen und Antworten II
Wiederholungsfragen und Antworten II Nennen Sie fünf Gesellschaftsformen! - AG, GmbH, KG, OHG, GbR Wodurch erlangen AG und GmbH Rechtsfähigkeit? - Eintragung in das Handelsregister Welche Möglichkeiten
GESELLSCHAFTSRECHT. Josef A. Alpmann Rechtsanwalt in Münster
GESELLSCHAFTSRECHT 2004 Josef A. Alpmann Rechtsanwalt in Münster ALPMAT 48149 Mün HLuHB Darmstadt e Lehrgänge Verlagsges. mbh & Co. KG 15723556 ~ Postfach 1169, Telefon (0251) 98109-33/28 AS-Online: www.alpmann-schmidt.de
I. Handelsrecht als Sonderprivatrecht 1 1 II. Kodifikation 3 2 III. Zur Geschichte des Handelsgesetzbuches 5 3 IV Die Handelsgerichtsbarkeit 7 4
Inhaltsverzeichnis Vorwort Codeseite Literaturverzeichnis Rn. Seite V VII XVI I.Teil Handelsrecht 1 1 A. Systematik und Zweck des Handelsrechts 1 1 I. Handelsrecht als Sonderprivatrecht 1 1 II. Kodifikation
VIII. Gesellschafterwechsel
VIII. Gesellschafterwechsel 1. Eintritt a) Grundsatz OHG ist Personengesellschaft, also grds. vom unveränderten personellen Fortbestand abhängig. b) Aufnahmevertrag Aufnahmevertrag wird zwischen eintretendem
zu (Gesamt- oder Mit-) Eigentum, analog zu einem Kaufvertrag (Art. 531 Abs. 3, Art. 548 Abs. 1 OR)
Beitragsleistung erforderlich für das Vorliegen einer einfachen Gesellschaft ("mit gemeinsamen Kräften oder Mitteln"), insofern zwingend z.b. Geld, Sachen, Rechte, Arbeitskraft, ein Verfügungsrecht (BGE
C. Personengesellschaften
C. Personengesellschaften Anwendbare Vorschriften bei Personengesellschaften GbR OHG KG 161 ff. 161 Abs. 2 Teilw. analog 105 ff. HGB 105 Abs. 3 HGB 705 ff. BGB Folie 57 Begriff der OHG Gesellschaft, deren
Innenbeziehungen bei Personengesellschaften und Einklagen einer Forderung
Zivilrecht Gesellschaftsrecht Übersichten Innenbeziehungen bei Personengesellschaften und Einklagen einer Forderung Gesellschafter Sozialansprüche 1 Gesellschafter Gesellschafter actio pro socio Gesellschaft
Kommanditgesellschaft
Kommanditgesellschaft Kommanditgesellschaft Die Kommanditgesellschaft (KG) ist eine Personenhandelsgesellschaft. Ihr Gesellschaftszweck muss auf den Betrieb eines Handelsgewerbes unter gemeinschaftlicher
Gesellschaftsrecht AT
Gesellschaftsrecht AT Definition Gesellschaft und Unternehmen Gesellschaft versus Einzelunternehmen Zusammenschluss Einmanngesellschaft Privates Organisationsrecht Typenzwang Gesellschaft Unternehmen Bündelung
Wirtschaftsprivatrecht I Gesellschaftsrecht
Wirtschaftsprivatrecht I Gesellschaftsrecht RA Jens Goldschmidt Kanzlei Scheidle & Partner Grottenau 6 86150 www.scheidle.eu Tel.: 0821/34481-0 [email protected] 1 Personengesellschaften, 705 ff.
( 123 II HGB) 124 I HGB
Frage 1 / A Ansprüche des X wegen der ersten Lieferung I. Anspruch aus 433 II gegen die Gesellschaft 1. Kann die Gesellschaft Trägerin von Rechten und Pflichten sein? a) 124 I HGB Zweck der Gesellschaft
OHG (offene Handelsgesellschaft) Eine OHG ist eine Gesellschaft, deren Zweck auf den Betrieb eines Handelsgewerbes gerichtet ist.
OHG (offene Handelsgesellschaft) Eine OHG ist eine Gesellschaft, deren Zweck auf den Betrieb eines Handelsgewerbes gerichtet ist. Gründung: Es muss ein Gesellschaftsvertrag abgeschlossen werden. Eine notarielle
Divergenzen der Innen- und Außenhaftung des Kommanditisten
Richard Kammergruber Divergenzen der Innen- und Außenhaftung des Kommanditisten PETER LANG Europäischer Nfertag der Wissenschaften Inhaltsverzeichnis Einleitung A B Problemstellung Vörgehensweise 1. Kapitel:
Gesellschaftsrecht AT
Gesellschaftsrecht AT Definition Gesellschaft und Unternehmen Gesellschaft versus Einzelunternehmen Zusammenschluss Einmanngesellschaft Privates Organisationsrecht Typenzwang Gesellschaft Unternehmen Bündelung
Das Innenverhältnis der OHG
Folie 11 Die Rechte und Pflichten der Gesellschafter ergeben sich aus dem GesV, subsidiär aus den anwendbaren gesetzlichen Vorschriften (vgl. Folie 10). Für die Folgen von Pflichtverletzungen gelten die
Examinatorium Erbrecht. Titz. Vererbung von Anteilen an Personengesellschaften. Was geschieht beim Tod eines Gesellschafters?
Examinatorium Erbrecht Titz Augsburger Examinatorium der Juristischen Fakultät Universitätsstraße 24 86159 Augsburg Zimmer: 2007a Tel.: +49 821 598-4055 [email protected] www.jura.uni-augsburg.de/examinatorium
Vahlen Jura / Lern- und Fallbuch. Gesellschaftsrecht. Bearbeitet von Von Prof. Dr. Georg Bitter, und Dr. Sebastian Heim, M.Sc. (LSE), Rechtsanwalt
Vahlen Jura / Lern- und Fallbuch Gesellschaftsrecht Bearbeitet von Von Prof. Dr. Georg Bitter, und Dr. Sebastian Heim, M.Sc. (LSE), Rechtsanwalt 4. Auflage 2018. Buch. XVIII, 398 S. Kartoniert ISBN 978
Gesellschaftsrecht. Manfred Heße/Theodor Enders. Eine Einführung in die rechtlichen Grundlagen und in die Vertragsgestaltung
Manfred Heße/Theodor Enders Gesellschaftsrecht Eine Einführung in die rechtlichen Grundlagen und in die Vertragsgestaltung 2001 Schäffer-Poeschel Verlag Stuttgart IX Inhaltsverzeichnis Vorwort der Herausgeber
Beispiel 68a. Hat B als Kommanditist Vertretungsmacht und daher den Kaufvertrag mit der X-KG abschließen können? Folie 370
Beispiel 68a Die X-KG hat drei Gesellschafter: A ist Komplementär, B und C sind Kommanditisten. Der Gesellschaftsvertrag bestimmt, dass allen Gesellschaftern die Befugnis zur Geschäftsführung zusteht,
Schema: Gründungsstadium der GmbH und Haftungsverhältnisse
Schema: Gründungsstadium der GmbH und Haftungsverhältnisse Notarieller Abschluss Not. Abschluss GV ( 2 I GmbHG) Eintragung ( 13 I GmbHG) GründungsV = Errichtung = Entstehung Zeitpfeil Fragen Vorgründungsgesellschaft
Gesellschafterwechsel
Handels- und Gesellschaftsrecht SS 2011 Daniel Könen (09. Juni 2011) Gesellschafterwechsel Der Personenbestand einer Gesellschaft kann sich durch folgende Möglichkeiten verändern: I. durch das Ausscheiden
Inhaltsverzeichnis VII. Vorwort... V Verzeichnis weiterer Literatur zum Gesellschaftsrecht... XVIII. Einleitung Teil 1 Grundlagen...
VII Vorwort... V Verzeichnis weiterer Literatur zum Gesellschaftsrecht... XVIII Einleitung... 1 Teil 1 Grundlagen... 3 Kapitel 1 Gegenstand des Gesellschaftsrechts... 3 I. Begriff des Gesellschaftsrechts...
Vertiefung im Handels- und Gesellschaftsrecht. Vertiefung im Handels- und Gesellschaftsrecht 2.2.
Teil 2, Abschnitt 2 Haftung in der KG Vertiefung Handels- und Gesellschaftsrecht - RA Prof. Dr. Hubert Schmidt 1 Geschäftsführung und Vertretung (1) Grundsätzlich: Vertretung der KG durch den persönlich
Gesellschaftsrecht 17. Auflage Skripten. Alpmann/Nissen. Alpmann Schmidt
S Skripten Alpmann/Nissen Gesellschaftsrecht 17. Auflage 2015 Alpmann Schmidt INHALTSVERZEICHNIS 1. Teil: Einleitung...1 A. Der Begriff des Gesellschaftsrechts...1 B. Die Gesellschaftsarten...1 2. Teil:
Wiederholungsfragen und Antworten I
Wiederholungsfragen und Antworten I Gehört das zum Privatrecht oder zum Öffentlichen Recht, warum? - Privatrecht, da die Beziehungen unter Privaten geregelt werden, Regelungen nicht spezifisch die öffentliche
von Laura, Marie und Doreen
von Laura, Marie und Doreen OHG Allgemeines Kapitaleinlage Pflichten Geschäftsführung Verlustbeteiligung Wettbewerbsverbot GmbH Allgemeines Gründung Firmen Kapitalaufbringung Organe AG Allgemeines Gründung
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)
Seite 1 von 6 MERKBLATT Recht und Steuern Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) Auch als BGB-Gesellschaft bekannt, gilt die GbR als kleiner Alleskönner unter den Gesellschaftsformen. Dies liegt an der
HEX HGR SoSe 2016 Teil 16: Binnenrecht
HEX HGR SoSe 2016 Teil 16: Binnenrecht Fall 21: Gesellschaftsrechtlicher Bestimmtheitsgrundsatz im Wandel Fall 22: Unterm Schwert wie Damokles 1 Ansprüche/Rechte der Gesellschaft* GbR OHG KG Beitrag 705
Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts BGB. 1. Personenmehrheit
Voraussetzungen: Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts 705 740 BGB 1. Personenmehrheit formal rechtliche Betrachtung; mind. zwei verschiede Personen notwendig. Auch beschränkt geschäftsfähige Person 2.
3: Gründung und Beendigung der GmbH
3: Gründung und Beendigung der GmbH I. Gründung der GmbH 1. Grundlagen 2. Handelndenhaftung 3. Gründerhaftung 4. Wirtschaftliche Neugründung II. Beendigung der GmbH Folie 41 Gründerhaftung bei Geschäftsaufnahme
Hamburger Examenskurs. HEX HGR SoSe 2017 Teil 7.1: Die Prokura 48 ff. HGB
HEX HGR SoSe 2017 Teil 7.1: Die Prokura 48 ff. HGB 1 Die Prokura, 48 ff. HGB = (weitgehende) Vollmacht mit gesetzlich festgelegtem Inhalt I. Erteilung nur durch Kaufleute ( 48 Abs. 1 HGB) nur durch den
GmbH-Recht. Handels-, Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht. Gliederungsübersicht. I. Rechtstatsachen zur GmbH
Prof. Dr. Ursula Stein Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels-, Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht GmbH-Recht Gliederungsübersicht I. Rechtstatsachen zur GmbH 1. Statistik 2. Vorzüge für Gewerbetreibende
Beispiel 21. Folie 108. Gesellschaftsrecht Prof. Dr. Florian Jacoby
Beispiel 21 A, B und C sind Gesellschafter einer GbR, die einen Imbiss-Stand betreibt. A möchte gerne einen neuen Imbisswagen anschaffen, B und C sind dagegen. Dessen ungeachtet bestellt A schriftlich
VI. Außenverhältnis. Die Vorschriften der b HGB zum Außenverhältnis sind grds. zwingend.
VI. Außenverhältnis 1. Rechtsfähigkeit 2. Deliktsfähigkeit 3. Insolvenzfähigkeit 4. Vertretung Die Vorschriften der 123 130b HGB zum Außenverhältnis sind grds. zwingend. Folie 324 1. Rechtsfähigkeit Als
Inhaltsverzeichnis. Rn. Seite. Vorwort... Literatur...
Vorwort... Literatur... Rn. Seite V XV 1 Gegenstand und Bedeutung des Handelsrechts... 1 1 I. Konzeption der lex lata... 1 1 II. Bedeutung des Handelsrechts und Verhältnis zum Bürgerlichen Recht... 2 1
1. Gesellschaftsrecht (Probe)
[ORGANIZATION] [SUBUNIT] [AUTHOR] [SURVEY] Markieren Sie so: Korrektur: [MARK] [CORRECTION] Bitte ausfüllen (Die Angabe des Namens ist freiwillig.): Vorname: Nachname: Für die eindeutige Zuordnung der
Personengesellschaftsrecht II. # 7 Förderpflicht
Personengesellschaftsrecht II # 7 Förderpflicht Förderpflicht 705 BGB Inhalt des Gesellschaftsvertrags Durch den verpflichten sich die Gesellschafter gegenseitig, die Erreichung eines in der durch den
D. KG. Rechtsstellung des Kommanditisten im Innenverhältnis
D. KG I. Grundlagen und Begriffsmerkmale II. Rechtsstellung des Kommanditisten im Innenverhältnis III. Rechtsstellung des Kommanditisten im Außenverhältnis IV. Wechsel der Gesellschafter Folie 361 I. Grundlagen
Die Haftungsbeschränkungen bei der Gesellschaft bürgerlichen Rechts
Dr. Annabel Hasenkamp Die Haftungsbeschränkungen bei der Gesellschaft bürgerlichen Rechts Eine Untersuchung unter Einbeziehung der Rechtslage beim nichtrechtsfähigen Verein und bei der werdenden GmbH Nomos
Rechtsformvergleich 1
Rechtsformvergleich 1 Eingetragene Zweck Förderung des Erwerbs oder der Wirtschaft der Mitglieder oder deren sozialen oder kulturellen Belange mittels gemeinschaftlichen Geschäftsbetriebs jeder, aber grundsätzlich
B. OHG. Folie 235. Vorlesung Handels- und Gesellschaftsrecht Prof. Dr. Florian Jacoby
B. OHG I. Allgemeines und Rechtsquellen II. Begriff III. Rechtsnatur der OHG IV. Entstehung V. Innenverhältnis VI. Außenverhältnis VII. Gesellschaftsschuld und Gesellschafterhaftung VIII. Gesellschafterwechsel
Personengesellschaftsrecht II. # 20 Stille Gesellschaft
Personengesellschaftsrecht II # 20 Stille Gesellschaft Stille Gesellschaft 230 HGB (1) Wer sich als stiller Gesellschafter an dem Handelsgewerbe, das ein anderer betreibt, mit einer Vermögenseinlage beteiligt,
6 Der Gesellschafterwechsel
6 Der Gesellschafterwechsel I. Die Mitgliedschaft als Gegenstand des Rechtsverkehrs Die Mitgliedschaft, also die Stellung des Gesellschafters in der Gesellschaft, ist nach 717 S. 1, 719 Abs. 1 Halbs. 1
Die Stille Gesellschaft Der Gesellschaftsvertrag
Die Stille Gesellschaft Der Gesellschaftsvertrag Folie 21 Die Stille Gesellschaft ist mit Abschluss des Gesellschaftsvertrages gegründet. Rechte und Pflichten der Parteien: Beitragspflicht Stiller Gesellschafter
Aktien-, Konzern und Umwandlungsrecht. Prof. Dr. Florian Jacoby Wintersemester 2012/13
Aktien-, Konzern und Umwandlungsrecht Wintersemester 2012/13 Veranstaltungsgliederung Einführung Teil 1: Aktienrecht Teil 2: Konzernrecht Teil 3: Umwandlungsrecht Folie 2 Literatur zum Kapitalgesellschaftsrecht
Klausurenkurs. Klausurenkurs Nr. 7. Herbstsemester 2017 Prof. Dr. F. Kainer/Benjamin Blum
Klausurenkurs Nr. 7 Herbstsemester 2017 Prof. Dr. F. Kainer/Benjamin Blum Übersicht Hauptprobleme Gewichtung! Bestimmung der richtigen Rechtsnatur der ASW 1 HGB nicht geprüft oder falsch geprüft daraus
Inhaltsverzeichnis. Erster Teil: Einleitung 17
Inhaltsverzeichnis Erster Teil: Einleitung 17 1 Einführung und Gang der Darstellung 17 2 Die gesetzlichen Folgen des Eintritts eines gesellschafterbezogenen Umstands in der Person des einzigen Komplementärs
Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts
Bereich Wirtschafts- und Steuerrecht Dokument-Nr. 51952 März 2009 Merkblatt zur Rechtsform Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts Inhalt: 1. Entstehung einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)... 2 2.
D R BANNAS. Skript. Wirtschaftsrecht STEUERLEHRGÄNGE. Bürgerliches Recht Handelsrecht Gesellschaftsrecht Europarecht
STEUERLEHRGÄNGE D R BANNAS Skript Wirtschaftsrecht Bürgerliches Recht Handelsrecht Gesellschaftsrecht Europarecht Vorbereitung auf die Steuerberaterprüfung 2017 Steuerlehrgänge Dr. Bannas Raiffeisenstr.
3 Gesellschaftsvermögen und Kapitalanteil. I. Die vermögensrechtliche Zuordnung in der Personengesellschaft/ Das Prinzip der Gesamthand
3 Gesellschaftsvermögen und Kapitalanteil I. Die vermögensrechtliche Zuordnung in der Personengesellschaft/ Das Prinzip der Gesamthand Träger von Rechten und Pflichten können nur Personen sein, also natürliche
4: Stellung der Gesellschafter
4: Stellung der Gesellschafter I. Gesellschafterrechte II. Gesellschafterpflichten III. Geschäftsanteil IV. Gesellschafterliste Folie 65 Gesellschafterrechte Inhalt der Rechte - Vermögensrechte - Verwaltungsrechte
Recht im Gesundheits- & Sozialwesen. Dr. Eva Rütz, LL.M. (Partnerin/ Luther Rechtsanwaltsgesellschaft)
Recht im Gesundheits- & Sozialwesen Dr. Eva Rütz, LL.M. (Partnerin/ Luther Rechtsanwaltsgesellschaft) Stand Juni 2017 Allgemeiner Teil 13.06.2017 2 Allgemeiner Teil Themenübersicht I. Überblick und Inhalt
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)
Handels- und Gesellschaftsrecht Dieses Dokument finden Sie unter www.ihk-berlin.de unter der Dok-Nr. 51952 Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) Inhalt: Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)... 1 1.
Personenbezogene Gesellschaft Verfolgung eines wirtschaftlichen oder nichtwirtschaftlichen. kaufmännischen Unternehmens
Charakterisierung der einfachen Gesellschaft aufgrund der Unterscheidungsmerkmale von Gesellschaftsformen Personengesellschaft, keine Rechtspersönlichkeit Primäre, unbeschränkte, solidarische Haftung der
Klausurenkurs Universität Mannheim. Übungsklausur Wirtschaftsrecht AT. Frühjahrsemester 2017 Prof. Dr. F. Kainer
Übungsklausur Wirtschaftsrecht AT Frühjahrsemester 2017 Prof. Dr. F. Kainer Statistik 11 Teilnehmer 100,00% davon: 0 ungenügend 0,00% mangelhaft 18,18% Durchfallquote 18,18% 6 ausreichend 54,54% 2 befriedigend
Risikomanagement für den Architekten
Risikomanagement für den Architekten RM 2.2 Vertragspartner - Vertragssubjekte - 1 Parteien des Architektenvertrages Auftraggeber Auftragnehmer 2 Bezeichnung der Parteien Natürliche / juristische Person
EBCL Wirtschaftsrecht
EBCL Wirtschaftsrecht Dr. Herbert Matschek Bahnhofplatz 5, A-9020 Klagenfurt, Tel.: 05 0536 22871-22879, Fax: 05 0536 22870, e-mail: [email protected] http://www.verwaltungsakademie.ktn.gv.at Überblick über
Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre
Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre / Script 8 ) Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre S c r i p t ( Teil 8 ) [ Dr. Lenk ] 2 11. Rechtsformen... 3 11.1 Privatrechtliche Formen...5 11.1.1 Einzelunternehmen...
Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) Die GmbH ist eine Kapitalgesellschaft, bei der die Gesellschafter für die Verbindlichkeiten der GmbH nicht persönlich haften. Unabhängig von ihrem Geschäftszweck
Günther Seefelder. Die GbR von A - Z. interna. Ihr persönlicher Experte
Günther Seefelder Die GbR von A - Z interna Ihr persönlicher Experte Inhalt Abfindung...7 Altersversorgungsregelung und Praxisveräußerung einer Sozietät...8 Anteilsübertragung...9 Anwachsung...10 Arbeitgeber...10
Die Beziehungen der GbR im Außenverhältnis. Ist die GbR (teil-)rechtsfähig, d.h. kann sie Trägerin von Rechten und Pflichten sein?
Die Beziehungen der GbR im Außenverhältnis Rechtsgeschäftliche Vertretung der GbR Haftung der GbR Hierfür von elementarer Bedeutung: Ist die GbR (teil-)rechtsfähig, d.h. kann sie Trägerin von Rechten und
Handels- und Gesellschaftsrecht
Vahlen Jura / Lehrbuch Handels- und Gesellschaftsrecht Bearbeitet von Prof. Dr. Günter H. Roth, Prof. Dr. Marc-Philippe Weller, Prof. Dr. Jens Prütting 9. Auflage 2016. Buch. Rund 460 S. Kartoniert ISBN
GmbH-Recht. Prof. Dr. Florian Jacoby Sommersemester 2012
GmbH-Recht Sommersemester 2012 1: Einführung I. Zur Veranstaltung und dem Schwerpunktbereich II. Die GmbH als ein Verband unter vielen III. Die GmbH als juristische Person IV. Aktuelle Entwicklungen Folie
Webinar Vertragsgestaltung
Webinar Vertragsgestaltung Rechtsanwalt Georg von La Chevallerie www.thomsenpartner.de A. Allgemeines Rechtsbeziehungen zwischen Personen - ergeben sich aus Gesetz - und/oder Schuldverhältnissen, die zumeist
Einführung: Das Gesellschaftsrecht als Teil des Privatrechts
Einführung: Das Gesellschaftsrecht als Teil des Privatrechts Das Gesellschaftsrecht regelt die rechtlichen Beziehungen von privaten Organisationen (Personenvereinigungen) im Innen- und Außenverhältnis.
Gesellschaftsrecht. Dr. Carsten Schäfer. von. o. Professor an der Universität Mannheim. 3., neu bearbeitete Auflage
Gesellschaftsrecht von Dr. Carsten Schäfer o. Professor an der Universität Mannheim 3., neu bearbeitete Auflage Verlag C. H. Beck München 2013 Inhaltsverzeichnis Abkürziingsverzeichnis Verzeichnis der
XIII. Abkürzungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis XIII Erster Abschnitt Einleitung 1. Gemeinschaft und Gesellschaft 1 2. Gesellschaften im weiteren und im engeren Sinne; Vereine 2 3. Gesetzliche Grundtypen 3 4. Gesellschaft und Verein
31 Schuldübernahme und Schuldbeitritt
31 Schuldübernahme und Schuldbeitritt Während bei der Abtretung von Forderungen ein Wechsel in der Person des Gläubigers stattfindet, erfolgt bei der Schuldübernahme ein Schuldnerwechsel. Eine Abtretung
Studienklausur Gesellschaftsrecht Lösungsskizze
Studienklausur Gesellschaftsrecht Lösungsskizze Frage 1: Anspruch K H (10 VP) I. Anspruch aus 280 I, 634 Nr. 4 BGB i.v.m. 176 I 1, 161 II, 128 HGB 1. Vorliegen einer KG(+) 2. Kommanditistenstellung des
Die Genossenschaft. Rechtliche Betrachtung. Rechtsanwalt Michael Weimer
Die Genossenschaft Rechtliche Betrachtung Rechtsanwalt Michael Weimer Zweck Förderung des Erwerbs oder der Wirtschaft der Mitglieder oder deren sozialen oder kulturellen Belange mittels gemeinschaftlichen
Jura Online - Fall: Die Gartenmöbel-KG - Lösung
Jura Online - Fall: Die Gartenmöbel-KG - Lösung Teil 1 L könnte gegen F einen Anspruch auf Zahlung der Euro 300.000,- aus 433 II BGB i.v.m. 171 I HGB haben. Ein solcher setzte voraus, dass eine Gesellschaftsverbindlichkeit
Die Offene Handelsgesellschaft
Die Offene Handelsgesellschaft Mike Constabel ([email protected]) 1. April 2001 Inhaltsverzeichnis 1 Wesen und Bedeutung 1 2 Die Firma der OHG 2 3 Die Gründung der OHG 2 4 Das Rechtsverhältnis
Grundrisse des Rechts. Gesellschaftsrecht. von Prof. Dr. Carsten Schäfer. 3., neu bearbeitete Auflage
Grundrisse des Rechts Gesellschaftsrecht von Prof. Dr. Carsten Schäfer 3., neu bearbeitete Auflage Gesellschaftsrecht Schäfer schnell und portofrei erhältlich bei beck-shop.de DIE FACHBUCHHANDLUNG Thematische
Vorlesung Gesellschaftsrecht
Prof. Dr. Georg Bitter Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Insolvenzrecht Vorlesung Gesellschaftsrecht www.georg-bitter.de 1 Gesellschaften Personengesellschaften Körperschaften
Gesellschaftsrecht. von DR. IUR. ULRICH EISENHARDT o. Professor der Rechte an der Fernuniversität Hagen. 6.,überarbeitete Auflage
Gesellschaftsrecht von DR. IUR. ULRICH EISENHARDT o. Professor der Rechte an der Fernuniversität Hagen 6.,überarbeitete Auflage C. H.BECK'SCHE VERLAGSBUCHHANDLUNG MÜNCHEN 1994 Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis
Willensbildung, Beschlussfassung und Konfliktlösung in Berufsausübungsgemeinschaften
Deutscher Anwaltverein / Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht Düsseldorf, 11. November 2016 Willensbildung, Beschlussfassung und Konfliktlösung in Berufsausübungsgemeinschaften RA Dr. Reinhard Lutz, München
Gesellschaftsvertrag einer GmbH & Co. KG
1 Gesellschaftsvertrag einer GmbH & Co. KG 1. Vorbemerkung: Bei der GmbH & Co. KG handelt es sich um eine Mischform aus juristischer Person und Personengesellschaft. Die Besonderheit besteht darin, dass
Gesellschaftsrecht Band II: Recht der Personengesellschaften
Gesellschaftsrecht Band II: Recht der Personengesellschaften Ein Lehrbuch des Unternehmens- und Verbandsrechts von Prof. Dr. Herbert Wiedemann 1. Auflage Gesellschaftsrecht Band II: Recht der Personengesellschaften
