Meromorphe Funktionen

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Meromorphe Funktionen"

Transkript

1 Kapitel Meromorphe Funktionen Der Satz von Mittag-Leffler Zur Erinnerung: Die holomorphe Funktion f habe in z 0 C eine isolierte Singularität. Liegt eine Polstelle vor, so gibt es eine offene Umgebung U = Uz 0 C und eine Laurentreihe mit einem endlichen Hauptteil, die f auf U \ {z 0 } darstellt: fz = n= k a n z z 0 n + a n z z 0 n für z U \ {z 0 }. n=0 Wir können annehmen, dass a k 0 ist. Dann nennt man k die Ordnung der Nullstelle. Der Koeffizient a ist das Residuum von f in z 0. Man kann f auch als Abbildung von U nach C auffassen, indem man fz 0 := setzt. Diese Abbildung ist in z 0 stetig, das kann man folgendermaßen sehen: Es ist z z 0 k fz = a k + a k+ z z a z z 0 k + gzz z 0 k, mit einer auf U holomorphen Funktion g gegeben durch den Nebenteil von f. Daraus folgt: fz = z z 0 k hz, mit einer auf einer Umgebung V = V z 0 U holomorphen Funktion h und hz 0 0. Also ist lim z z 0 fz = 0 und lim z z 0 fz =. Eine meromorphe Funktion auf einer offenen Menge B ist eine Funktion f, die außerhalb einer in B diskreten Teilmenge P holomorph ist und in den Punkten von P Polstellen besitzt. In jedem Punkt a P besitzt f einen eindeutig bestimmten Hauptteil h a f. Das System Hf = h a f a P nennt man die Hauptteilverteilung von f. In diesem Paragraphen wollen wir die Frage untersuchen, ob es zu jeder Hauptteilverteilung auf C eine passende meromorphe Funktion gibt. Definition.. Sei a C. Ein Hauptteil der Ordnung k in a ist ein Ausdruck der Gestalt h a z = n= k c n z a n.

2 2 Kapitel Meromorphe Funktionen 2. Sei G C offen. Eine Hauptteilverteilung auf G ist gegeben durch eine in G diskrete Menge P und eine Familie H = h a a P von Hauptteilen in den Punkten a P. 3. Eine Hauptteilverteilung H heißt lösbar, wenn ein f MG mit Hf = H existiert. Die Funktion f nennt man die Lösung von H. Bemerkung. Eine Lösung der Hauptteilverteilung ist, falls existent, nur bis auf Addition holomorpher Funktionen eindeutig bestimmt.. Satz von Mittag-Leffler. Jede Hauptteilverteilung auf C ist lösbar Es gibt also auf C sehr viele meromorphe Funktionen! Bevor wir mit dem Beweis beginnen, müssen wir einige Vorüberlegungen anstellen. Sei h a a P gegeben. Wir unterscheiden zwei Fälle:. Ist P endlich, dann lassen sich die Hauptteile summieren: f := a P h a ist eine rationale Funktion, und es gilt Hf = h a a P, d.h. das Problem ist gelöst. 2. Ist P unendlich, dann lässt sich P als Folge schreiben, P = {a n : n N}, da P diskret in C ist. Wir würden gerne definieren: f := h n, n=0 wenn h n der Hauptteil in a n ist. Doch wie ist die Summe zu verstehen? Uns fehlt bisher ein geeigneter Konvergenzbegriff für Reihen meromorpher Funktionen. Definition. Sei f MG eine Folge meromorpher Funktionen. Die Reihe f heißt kompakt bzw. normal konvergent auf G, falls für jedes Kompaktum = K G ein 0 existiert, so dass gilt:. f K ist holomorph für alle 0 d.h. nur endlich viele f haben Pole innerhalb von K, 2. die Reihe 0 f konvergiert gleichmäßig bzw. absolut gleichmäßig auf K.

3 Der Satz von Mittag-Leffler 3 In diesem Fall gibt es eine diskrete Menge D G, so dass alle f auf G \ D holomorph sind und außerdem die Reihe f auf G \ D lokal-gleichmäßig gegen eine holomorphe Funktion konvergiert, die in D höchstens Polstellen besitzt. Jetzt beginnen wir den Beweis des Satzes von Mittag-Leffler: Beweis: Es sei h a a P die gegebene Hauptteilverteilung. Ohne Einschränkung sei P als Folge geschrieben, P = {a : N}, so dass die a dem Betrage nach geordnet sind. Außerdem sei a 0 := 0. Falls 0 P, dann sei als Hauptteil in Null ausnahmsweise h 0 := 0 zugelassen. Mit h sei dann immer der Hauptteil h a im Punkte a gemeint. Wir wählen nun eine Folge ε von positiven Zahlen, so dass die Reihe =0 ε =0 konvergiert. Außerdem definieren wir eine Folge von Kreisscheiben D := {z C : z a 2 }. Dann ist h OD für alle N. Deshalb kann h auf D gleichmäßig durch Taylorpolynome approximiert werden, d.h. es existieren Polynome P, so dass h P D < ε. Wir setzen f := h P. Dann gibt es zu jedem R > 0 ein 0, so dass die Funktionen f auf D R 0 für 0 holomorph sind. Aus dem Majorantenkriterium folgt jetzt die kompakte Konvergenz der Reihe f auf ganz C. Setzen wir = f := h 0 + h P, = so ist f eine meromorphe Funktion auf C. Auf D R 0 ist 0 f = h 0 + h P + f. 0 = Die unendliche Reihe ist auf dem Kreis aber eine holomorphe Funktion, deshalb hat f auf D R 0 die Polstellen a 0,..., a 0 mit den Hauptteilen der h. Bemerkung. Der Trick, mittels Taylorpolynomen die Konvergenz der meromorphen Reihe zu erzwingen, wird als Methode der konvergenzerzeugenden Summanden bezeichnet. Formulieren wir das Ergebnis noch einmal :.2 Satz von Mittag-Leffler 2. Fassung. Sei a C eine Folge paarweise verschiedener, komplexer Zahlen mit lim a =. Zu jedem sei ein Hauptteil h mit Entwicklungspunkt a gegeben. Dann existieren Polynome P, so dass fz = h 0 z + h z P z =

4 4 Kapitel Meromorphe Funktionen eine meromorphe Funktion auf C ist, die genau in den a Polstellen mit Hauptteil h hat. Die Reihe ist kompakt konvergent. Außerdem hat jede weitere Lösung der Hauptteilverteilung die Form f + g, wobei g eine ganze Funktion ist..3 Anwendungen.. Sei f eine rationale Funktion. Dann hat f nur endlich-viele Polstellen a,..., a N mit Hauptteilen h,..., h N. Deshalb ist die Differenz g := f eine rationale und zugleich ganze Funktion, also ein Polynom. Die Auflösung nach f ergibt dann die sogenannte Partialbruchzerlegung von f. Beispiel. Sei fz := N = h zz i 2. Dann hat f die Polstellen a 0 = 0 und a = i mit den Hauptteilen h 0 und h. Nahe a 0 ist fz = z f z, mit der holomorphen Funktion f z = z i. Um den Hauptteil h 2 0 zu bestimmen, entwickeln wir f in eine Taylorreihe um Null: gz = deshalb ist h 0 z = z. Nahe a ist fz = = + Terme mit höheren Potenzen von z, z i 2 z i 2 f 2z, mit der holomorphen Funktion f 2 z = z. Wegen f 2i = i und f 2i = gilt f 2 z = z = i + z i + Terme mit höheren Potenzen von z i. i Also ist h z = z i +. Das Polynom g kann dann einfach 2 z i mittels Subtraktion errechnet werden. In diesem Fall lässt sich sogar das ersparen: Da die Grenzwerte von f, h 0 und h für z gegen Unendlich verschwinden, kann P nur das Nullpolynom sein. Damit ist die Partialbruchzerlegung bestimmt, es gilt fz = z + z i i z i 2.

5 Der Satz von Mittag-Leffler 5 2. Wir untersuchen jetzt einen Spezialfall des Satzes von Mittag-Leffler: Gegeben sei eine diskrete Folge a, die monoton geordnet ist, d.h. 0 = a 0 < a a 2, sowie eine Folge komplexer Zahlen c 0, die wir als Residuen vorgeben wollen, um eine meromorphe Funktion mit einfachen Polstellen und Residuen c in den a zu konstruieren. Es seien Zahlen ε mit = ε < gegeben z.b. ε = 2. Der Hauptteil h in a kann unter Ausnutzung der geometrischen Reihe folgendermaßen umgeformt werden: h z = c = c = c z a a z/a a λ z für z < a. Mit P,µ z sei nun das Taylorpolynom von h z vom Grade µ auf der µ Kreisscheibe vom Radius a um Null bezeichnet. Aus der Formel q λ = q µ+ q folgt mit q := z/a : P,µ z = c a µ z λ=0 a λ λ=0 a = c z/a µ+ a z/a = c z/a µ+ z a µ+ c z =. z a a Um der Linie des Beweises von Mittag-Leffler zu folgen, wollen wir eine Folge natürlicher Zahlen k suchen, so dass gilt: h z P,k z < ε auf {z : z 2 a }. Sind die k gefunden, so kann die Lösung f des Problems schon genauer angegeben werden: fz = c 0 z + h z P,k z = c 0 z + k+ c z. z a a = Nun versuchen wir, die k ganz konkret zu bestimmen. Es kommt nicht darauf an, die Bedingung mit den ε genau zu erfüllen, wir müssen nur erreichen, dass die Reihe auf jeder Kreisscheibe D R 0, R > 0, absolut konvergiert. Dabei helfen die folgenden Überlegungen weiter: = λ=0

6 6 Kapitel Meromorphe Funktionen Ist 0 so gewählt, dass a > 2 R für alle 0 ist, so gilt sowohl 2 a > R als auch a R > 2 a. Für z aus D R 0 folgt deshalb a z a z > a R > 2 a, also z a > 2 für 0. Damit können wir die Reihenglieder auf D R 0 nach oben abschätzen: c z z a a k+ = c a z a Können wir die k so groß wählen, dass die Reihe = c a z k+ 2 c z k+. a a a R a k+ absolut konvergent ist, so konvergiert die meromorphe Reihe gleichmäßig auf D R 0. Wenn wir es schaffen, dass dies für alle R > 0 gleichzeitig funktioniert, sind wir fertig. Der Trick, der nun alles einfacher macht, besteht darin, alle k gleich zu wählen. Wir setzen k = N für ein festes N N und alle. Das ergibt die folgende Regel: Ist die Reihe = c a N+ absolut konvergent, so ist eine Lösung der Hauptteilverteilung gegeben durch fz = c 0 z + = c z a N z. a Beispiel. Die Folge der a sei eine Aufzählung aller ganzen Zahlen, die vorgegebenen Residuen c seien alle gleich. Weil die Reihe 0 c a = konvergiert, genügt es, N = anzusetzen, und wir erhalten als Lösung =

7 Der Satz von Mittag-Leffler 7 fz = z + 0 z z = z + z +. 0 Wir wollen untersuchen, ob wir diese Funktion schon in anderer Weise kennen. Um etwa fz als Quotient zweier holomorpher Funktionen darzustellen, benötigen wir eine Nennerfunktion, die einfache Nullstellen in allen ganzen Zahlen hat. Die Abbildung z sinπz erfüllt diese Bedingung. Deshalb untersuchen wir die Funktion cotπz := cosπz sinπz und bestimmen das Residuum in aus Z : res cotπz = cosπ π sin π = π. Also ist die Funktion gz := π cotπz auch eine Lösung der Hauptteilverteilung. Die Differenz der beiden Lösungen hz := gz fz = π cotπz z 0 z + ist also eine ganze Funktion. Bestimmen wir ihre Ableitung, so ergibt sich h z = π 2 cot πz + z z 2 2 π = +, sinπz z 2 Z }{{} =:h 0 z weil cot z = /sin 2 z ist. Die Funktion h 0 ist meromorph und hat Polstellen in allen ganzen Zahlen. Außerdem ist sie periodisch mit Periode, da über alle ganzen Zahlen summiert wird. Auf dem Streifen S := {z = x + i y : 0 x und y }, ist h 0 eine holomorphe Funktion. Behauptung: h 0 ist auf S beschränkt und geht gegen Null, wenn der Imaginärteil y = Imz gegen Unendlich geht, sogar gleichmäßig in x = Rez.

8 8 Kapitel Meromorphe Funktionen z m 0 n Weil die Hypothenuse eines rechtwinkligen Dreiecks länger ist als die längere Kathete, die wiederum länger als das arithmetische Mittel der beiden Katheten ist, gilt: z n 2 y + n x y + n 2 = für n und z m y + m y + m + x für m Das genügt schon für die Beschränktheit von h 0 auf S : h 0 z 4 y y + µ 2 8 Ist jetzt y > N, so ist =0 h 0 z 8 µ=0 y <. 2 =0 = N + = Die rechte Seite geht für N gegen Null, und damit gilt die Behauptung. 2 π Selbstverständlich ist auch periodisch mit Periode. sinπz Behauptung: sinπz geht gegen Unendlich, wenn der Imaginärteil von z gegen Unendlich geht, denn: =N sin z = 2i ei z e i z = 2i ei x e y e i x e y.

9 Der Satz von Mittag-Leffler 9 Daraus folgt sin z = ey 2 e xi e i x e 2y ey 2 e 2y. Für y strebt der ganze Ausdruck gegen Unendlich. Das bedeutet aber, dass die Funktion 2 π h z = h 0 z sinπz ganz und periodisch ist und gegen Null geht, wenn der Imaginärteil von z gegen Unendlich geht. Nach dem Satz von Liouville ist h konstant und die Konstante muss gleich Null sein. Damit ist h konstant. Nebenbei haben wir die folgende Identität gezeigt: 2 π z =. 2 sinπz Z Eine letzte Untersuchung an h ist noch nötig: h z = π cot πz + z + 0 [ = π cotπz z 0 z + z + ] = hz, also ist h ungerade. Da hz = c konstant ist, muß c = 0 gelten. Halten wir als Ergebnis fest :.4 Satz. Folgende Identitäten zwischen meromorphen Funktionen gelten auf ganz C : z +, und.5 Folgerung. Es ist Beweis: π cotπz = z π = sinπz Z = = π2 8. z 2. Setzen wir in der letzten Identität z := /2, so ergibt sich π 2 = = 4 Z 2 2 Z = 4 µ= 2 2 2µ µ= 2µ = 8 =

10 0 Kapitel Meromorphe Funktionen Beispiel. Ein weiteres interessantes Beispiel ist die Funktion bz = z expz, die in z = 0 eine hebbare Singularität hat. Mit b0 := wird diese behoben. Weitere Singularitäten hat b in den Punkten a k = 2kπi, wobei k die ganzen Zahlen ohne Null durchläuft. Wir bestimmen die Residuen in den a k : z expz = z expz a k = z a k z hz a k, wobei h eine ganze Funktion ist, mit h0 =. Deshalb ist das Residuum in a k gleich a k, das heißt, b ist meromorph mit Hauptteilverteilung a, P = {a k = 2kπi : k Z \ {0}}. z a a P Auf einer Kreisscheibe vom Radius 2π um Null kann b in eine Taylorreihe entwickelt werden : B bz =! z. Die Taylorkoeffizienten B heißen die Bernoullischen Zahlen. =0.6 Satz.. Die ersten Bernoullischen Zahlen sind B 0 = und B = Es gilt B 2+ = 0 für alle. 3. Alle weiteren lassen sich mit folgender Rekursionsformel berechnen: λ λ B = 0 für λ 2. =0 Beweis: Es gilt natürlich B 0 = b0 =. Wir beweisen nun zunächst die Rekursionsformel 3:

11 Der Satz von Mittag-Leffler z = bz expz = = λ=0 +µ=λ, µ B Koeffizientenvergleich ergibt deshalb insbesondere ist 0 = =0 2 B z λ =!µ! =0 λ=0 B! z λ =0 λ λ B = 0 für λ 2, µ= z µ µ! λ z B λ λ!. 2 B = + 2B, also B = 2. Für die weiteren ungeraden Bernoullischen Zahlen beachten wir bz b z = =0 z expz + z exp z = z z expz expz = z. Das bedeutet für die Taylorentwicklungen: B B z =! z! z =0 = 2 µ=0 Deshalb sind alle Bernoullischen Zahlen B 2µ+ = 0 für µ. B 2µ+ 2µ +! z2µ+..7 Folgerung. Die nächsten Bernoullischen Zahlen sind B 2 = 6, B 4 = 30 und B 6 = 42. Beweis: Das folgt unmittelbar aus der Rekursionsformel..8 Satz Eulersche Relation. Mit Hilfe der Bernoullischen Zahlen lassen sich Grenzwerte einer Serie von unendlichen Reihen bestimmen, es gilt: = 2m = m+ 22m 2m! B 2m π 2m. Beweis: Wir starten mit der Reihendarstellung des Cotangens, die auf beiden Seiten mit z multipliziert ist:

12 2 Kapitel Meromorphe Funktionen πz cotπz = + z 0 z +. Zunächst wird die linke Seite geeignet umgeformt. Eine Betrachtung des Cotangens ergibt cot z = cos z sin z = i ei z + e i z e i z e = i e2i z + i z e 2i z = i 2 +. e 2i z Nach Multiplikation mit z ergibt sich dann die eben untersuchte Funktion b: z cot z = i z + 2i z = i z + b2i z e 2i z = i z + 2i z 2 + B 2 2i z2 2! = B 2 = + 2! 22 z 2. = Ersetzen wir schließlich z durch πz, dann folgt: πz cotπz = + Andererseits ist + z z + 0 = = 2 = + z = B 2 2! 22 πz ! B 2π 2 z 2. = = + 2z 2 = = 2z 2 = 2 = 2 = µ=0 µ= z + + z = + 2z2 z 2µ µ=0 2µ+2 = = 2µ z 2µ+2 = z + 2 z 2 Ein Koeffizientenvergleich der beiden Entwicklungen ergibt die Behauptung. Nun können die Summen von Reihen, die schon aus Analysis I bekannt sind, endlich berechnet werden: z 2µ. =

13 Der Satz von Mittag-Leffler 3.9 Folgerung. Es ist = = π2 2 6 und = 4 = π4 90.

2 Der Weierstraßsche Produktsatz

2 Der Weierstraßsche Produktsatz 4 Kapitel Meromorphe Funktionen Der Weierstraßsche Produktsatz Unser nächstes Problem soll sein, zu einer vorgegebenen Menge von Punkten eine holomorphe Funktion zu suchen, die genau in den Punkten Nullstellen

Mehr

Funktionentheorie, Woche 11. Funktionen mit Singularitäten Meromorphe Funktionen

Funktionentheorie, Woche 11. Funktionen mit Singularitäten Meromorphe Funktionen Funktionentheorie, Woche Funktionen mit Singularitäten. Meromorphe Funktionen Definition. Sei U C offen und sei f : U gilt, nennt man f meromorph auf U: Ĉ eine Funktion. Wenn folgendes. P = f ( hat keine

Mehr

3 Meromorphe Funktionen und der Residuenkalkül

3 Meromorphe Funktionen und der Residuenkalkül $Id: mero.tex,v 1.3 2016/06/22 16:12:36 hk Exp $ 3 Meromorphe Funktionen und der Residuenkalkül 3.3 Hauptteile und Residuen Am Ende der letzten Sitzung hatten wir die Laurententwicklung einer holomorphen

Mehr

D-MATH Funktionentheorie HS 2018 Prof. Michael Struwe. Lösungen Serie 8. Laurentreihen, isolierte Singularitäten, meromorphe Funktionen

D-MATH Funktionentheorie HS 2018 Prof. Michael Struwe. Lösungen Serie 8. Laurentreihen, isolierte Singularitäten, meromorphe Funktionen D-MATH Funktionentheorie HS 208 Prof. Michael Struwe Lösungen Serie 8 Laurentreihen, isolierte Singularitäten, meromorphe Funktionen. Bestimmen Sie die Laurentreihenentwicklung der folgenden Funktionen:

Mehr

6.7 Isolierte Singularitäten

6.7 Isolierte Singularitäten 6.7 Isolierte Singularitäten Definition: Eine analytische Funktion f hat in einem Punkt a C eine isolierte Singularität, falls f in einem Kreisring B r (a) \ {a} = {z C : 0 < z a < r} für r > 0, definiert

Mehr

3.4 Analytische Fortsetzung

3.4 Analytische Fortsetzung 3.4 Analytische Fortsetzung 3.4. Analytische Fortsetzung 49 Es kann vorkommen, dass eine holomorphe Funktion f, definiert durch eine Potenzreihe um den Punkt z 0 mit Konvergenzradius R, über den Rand der

Mehr

Komplexe Funktionen für Studierende der Ingenieurwissenschaften

Komplexe Funktionen für Studierende der Ingenieurwissenschaften Fachbereich Mathematik der Universität Hamburg SoSe 214 Dr K Rothe Komplexe Funktionen für Studierende der Ingenieurwissenschaften Aufgaben und Theoriehinweise zu Blatt 6 Komplexe Funktionen, K Rothe,

Mehr

4 Anwendungen des Cauchyschen Integralsatzes

4 Anwendungen des Cauchyschen Integralsatzes 4 Anwendungen des Cauchyschen Integralsatzes Satz 4. (Cauchysche Integralformel) Es sei f : U C komplex differenzierbar und a {z C; z z 0 r} U. Dann gilt f(a) = z z 0 =r z a dz. a z 0 9 Beweis. Aus dem

Mehr

D-MATH Funktionentheorie HS 2018 Prof. Michael Struwe. Lösungen Serie 5. Korollare der Integralformel von Cauchy

D-MATH Funktionentheorie HS 2018 Prof. Michael Struwe. Lösungen Serie 5. Korollare der Integralformel von Cauchy D-MATH Funktionentheorie HS 08 Prof. Michael Struwe Lösungen Serie 5 Korollare der Integralformel von Cauchy. (a) Berechnen Sie für folgende Funktionen die Taylorreihe bei z 0 und bestimmen Sie den Konvergenzradius.

Mehr

3 Meromorphe Funktionen und der Residuenkalkül

3 Meromorphe Funktionen und der Residuenkalkül $Id: mero.tex,v.5 203/05/4 3:0:42 hk Exp hk $ 3 Meromorphe Funktionen und der Residuenkalkül 3.2 Isolierte Singularitäten In der letzten Sitzung hatten wir die drei Typen isolierter Singularitäten und

Mehr

Kapitel 24. Entwicklungen holomorpher Funktionen Taylor-Reihen (Potenzreihen und holomorphe Funktionen;

Kapitel 24. Entwicklungen holomorpher Funktionen Taylor-Reihen (Potenzreihen und holomorphe Funktionen; Kapitel 24 Entwicklungen holomorpher Funktionen Reihenentwicklungen spielen in der Funktionentheorie eine ganz besodere Rolle. Im Reellen wurden Potenzreihen in Kapitel 5.2 besprochen, das komplexe Gegenstück

Mehr

Laurent-Reihen. Definition 1 (Laurent-Reihe) Unter einer Laurent-Reihe versteht man eine Reihe der Form. c n (z z 0 ) n (2) n=0

Laurent-Reihen. Definition 1 (Laurent-Reihe) Unter einer Laurent-Reihe versteht man eine Reihe der Form. c n (z z 0 ) n (2) n=0 Laurent-Reihen Definition (Laurent-Reihe Unter einer Laurent-Reihe versteht man eine Reihe der Form c n (z z 0 n. ( n Man nennt die Teile c n (z z 0 n n bzw. c n (z z 0 n ( n0 den Haupt- bzw. Nebenteil

Mehr

10. Isolierte Singularitäten

10. Isolierte Singularitäten 0. Isolierte Singularitäten 57 0. Isolierte Singularitäten Der wichtigste Spezialfall von Laurent-Reihen (und in der Tat auch der, den wir ab jetzt nur noch betrachten werden) ist der, bei dem der innere

Mehr

4 Isolierte Singularitäten und Laurentreihen

4 Isolierte Singularitäten und Laurentreihen 35 4 Isolierte Singularitäten und Laurentreihen Wir beginnen mit einer lokalen Beschreibung der Nullstellen holomorpher Funktionen. 4. Lokale Beschreibung von Nullstellen. Sei U C offen, f : U C holomorph

Mehr

H.J. Oberle Komplexe Funktionen SoSe Residuensatz

H.J. Oberle Komplexe Funktionen SoSe Residuensatz H.J. Oberle Komplexe Funktionen SoSe 2013 Partialbruch-Zerlegung. 10. Residuensatz Wir setzen unsere Untersuchung der isolierten Singularitäten einer holomorphen Funktion mit einer Methode fort, die komplexe

Mehr

2. Klausur zur Funktionentheorie SS 2009

2. Klausur zur Funktionentheorie SS 2009 Aufgabe : Finden Sie ein Beispiel für eine meromorphe Funktion f M(C), die auf den Kreisringen A 0, (0) und A,2 (0) unterschiedliche Laurentreihenentwicklungen besitzt. Beweisen Sie, dass Ihr Beispiel

Mehr

Übungen zur Funktionentheorie

Übungen zur Funktionentheorie Mathematisches Institut SS 29 Universität München Prof. Dr. M. Schottenloher C. Paleani M. Schwingenheuer A. Stadelmaier Übungen zur Funktionentheorie Lösungen zu Übungsblatt. Sei fz) = z ) z 2) 2 eine

Mehr

23 Laurentreihen und Residuen

23 Laurentreihen und Residuen 23 Laurentreihen und Residuen 23. Laurentreihen Ist eine Funktion f in einem Punkt z nicht holomorph (oder nicht einmal definiert), so läßt sich f nicht durch eine Potenzreihe mit Entwicklungspunkt z darstellen.

Mehr

9 Ergänzungen zur Funktionentheorie

9 Ergänzungen zur Funktionentheorie 9 Ergänzungen zur Funktionentheorie 9. Herausziehen von Polen und Nullstellen Das folgende Lemma hatten wir an zahlreichen Stellen verwendet, ohne es jemals streng bewiesen zu haben. Lemma 9. Die Funktion

Mehr

Mathematik I für Studierende der Geophysik/Ozeanographie, Meteorologie und Physik Vorlesungsskript

Mathematik I für Studierende der Geophysik/Ozeanographie, Meteorologie und Physik Vorlesungsskript Mathematik I für Studierende der Geophysik/Ozeanographie, Meteorologie und Physik Vorlesungsskript Janko Latschev Fachbereich Mathematik Universität Hamburg www.math.uni-hamburg.de/home/latschev Hamburg,

Mehr

Der Körper der elliptischen Funktionen Seminar Funktionentheorie bei Prof. Dr. Janko Latschev

Der Körper der elliptischen Funktionen Seminar Funktionentheorie bei Prof. Dr. Janko Latschev Begleittext zum Vortrag Der Körper der elliptischen Funktionen Seminar Funktionentheorie bei Prof. Dr. Janko Latschev Christian Offen 27.11.2013 Inhaltsverzeichnis 1 Die Struktur der Menge der elliptischen

Mehr

Beispiel 11.2. Wenn p ein Polynom vom Grad größer gleich 1 ist, ist q : C Ĉ definiert durch q (z) =

Beispiel 11.2. Wenn p ein Polynom vom Grad größer gleich 1 ist, ist q : C Ĉ definiert durch q (z) = Funktionentheorie, Woche Funktionen und Polstellen. Meromorphe Funktionen Definition.. Sei U C offen und sei f : U gilt, nennt man f meromorph auf U: Ĉ eine Funktion. Wenn folgendes. P := f hat keine Häufungspunkte;.

Mehr

Proseminar Komplexe Analysis 1

Proseminar Komplexe Analysis 1 Proseminar Komplexe Analysis 1 Michael Kunzinger und Gerald Teschl WS215/16 Bemerkung: Die meisten Beispiele sind aus dem Buch von K. Jänich, Funktionentheorie, Springer. 1. Bereiten Sie eine Kurzpräsentation

Mehr

86 Klassifizierung der isolierten Singularitäten holomorpher

86 Klassifizierung der isolierten Singularitäten holomorpher 86 Klassifizierung der isolierten Singularitäten holomorpher Funktionen 86. Isolierte Singulariäten holomorpher Funktionen 86.3 Klassifizierung der isolirerten Singularitäten 86.5 Charakterisierung hebbarer

Mehr

Einige Standard-Aufgabentypen der Funktionentheorie I

Einige Standard-Aufgabentypen der Funktionentheorie I Matthias Stemmler SS 6 [email protected] Einige Standard-Aufgabentypen der Funktionentheorie I I. Untersuchung von Funktionen auf komplexe Differenzierbarkeit/Holomorphie gegeben: gesucht:

Mehr

Ferienkurs Analysis 1 - Wintersemester 2014/15. 1 Aussage, Mengen, Induktion, Quantoren

Ferienkurs Analysis 1 - Wintersemester 2014/15. 1 Aussage, Mengen, Induktion, Quantoren Ferienkurs Analysis 1 - Wintersemester 2014/15 Können Sie die folgenden Fragen beantworten? Sie sollten es auf jeden Fall versuchen. Dieser Fragenkatalog orientiert sich an den Themen der Vorlesung Analysis

Mehr

Proseminar Komplexe Analysis 1

Proseminar Komplexe Analysis 1 Proseminar Komplexe Analysis 1 Bernhard Lamel und Gerald Teschl SS27 Bemerkung: Die meisten Beispiel sind aus dem Buch von K. Jähnich, Funktionentheorie, Springer. 1. Beweise folgende Eigenschaften des

Mehr

Doppel-periodische Funktionen und die Weierstraßsche -Funktion. 1 Doppelt-periodische Funktionen

Doppel-periodische Funktionen und die Weierstraßsche -Funktion. 1 Doppelt-periodische Funktionen Doppel-periodische Funktionen und die Weierstraßsche -Funktion Vortrag zum Seminar zur Funktionentheorie, 30.03.2009 Stefanie Kessler Die komplexen Zahlen als Erweiterung der reellen Zahlen ermöglichen

Mehr

Holomorphe Funktionen

Holomorphe Funktionen 1 Kapitel 1 Holomorphe Funktionen 1 Komplexe Differenzierbarkeit Ist z = (z 1,..., z n ) ein Element des C n und z ν = x ν + i y ν, so können wir auch schreiben: z = x + i y, mit x = (x 1,..., x n ) und

Mehr

Gesucht ist eine holomorphe oder meromorphe Funktion, die die Fakultäten interpoliert. z z + m 1 f(z +m+1) = ( 1)m 1

Gesucht ist eine holomorphe oder meromorphe Funktion, die die Fakultäten interpoliert. z z + m 1 f(z +m+1) = ( 1)m 1 23 3 Die Γ-Funktion Gesucht ist eine holomorphe oder meromorphe Funktion, die die Fakultäten interpoliert. f(n) = (n )! für n N. Das wird durch die Funktionalgleichung erreicht. Bemerkungen. f(z + ) =

Mehr

c < 1, (1) c k x k0 c k = x k0

c < 1, (1) c k x k0 c k = x k0 4.14 Satz (Quotientenkriterium). Es sei (x k ) Folge in K. Falls ein k 0 existiert, so dass für k k 0 gilt x k 0 und x k+1 x k c < 1, (1) so ist x k absolut konvergent. Beweis. Aus (1) folgt mit vollständiger

Mehr

1 Reihen von Zahlen. Inhalt:

1 Reihen von Zahlen. Inhalt: 5 Kapitel 3 Reihen Reihen von Zahlen Inhalt: Konvergenz und Divergenz von Reihen reeller oder komplexer Zahlen, geometrische Reihe, harmonische Reihe, alternierende Reihen. Cauchy-Kriterium, absolute Konvergenz,

Mehr

5 Die Picardschen Sätze

5 Die Picardschen Sätze 03 5 Die Picardschen Sätze Für eine zweimal stetig differenzierbare reell- oder komplexwertige Funktion f auf einem Gebiet G C ist der Laplace-Operator definiert durch Behauptung: = 4 Beweis: Daraus folgt:

Mehr

Residuum. Für eine in einer punktierten Kreisscheibe D\{a} analytische Funktion f definiert man das Residuum im Punkt a als.

Residuum. Für eine in einer punktierten Kreisscheibe D\{a} analytische Funktion f definiert man das Residuum im Punkt a als. Residuum Für eine in einer punktierten Kreisscheibe D\{a} analytische Funktion f definiert man das Residuum im Punkt a als Res Res f = 1 f (z) dz, z=a a 2πi wobei C : t a + re it, 0 t 2π, ein entgegen

Mehr

5. Die Liouville'schen Sätze

5. Die Liouville'schen Sätze 5. Die Liouville'schen Sätze In diesem Vortrag wird eine Unterklasse der meromorphen Funktionen betrachtet, die Menge der elliptischen Funktionen. Diese werden zunächst formal eingeführt, es folgen die

Mehr

Kapitel 5. Die trigonometrischen Funktionen Die komplexen Zahlen Folgen und Reihen in C

Kapitel 5. Die trigonometrischen Funktionen Die komplexen Zahlen Folgen und Reihen in C Kapitel 5. Die trigonometrischen Funktionen 5.1. Die komplexen Zahlen 5.. Folgen und Reihen in C 5.10. Definition. Eine Folge (c n n N komplexer Zahlen heißt konvergent gegen c C, falls zu jedem ε > 0

Mehr

Elliptische Funktionen, elliptische Kurven und Modulformen Die Weierstraß sche -Funktion. Carina Sobotta

Elliptische Funktionen, elliptische Kurven und Modulformen Die Weierstraß sche -Funktion. Carina Sobotta Elliptische Funktionen, elliptische Kurven und Modulformen Die Weierstraß sche -Funktion Carina Sobotta 7. Oktober 004 Einleitung Elliptische Funktionen erhielten ihren Namen, da sie anfangs bei Untersuchungen

Mehr

Musterlösung zu Übungsblatt 11

Musterlösung zu Übungsblatt 11 Prof. R. Pandharipande J. Schmitt, C. Schießl Funktionentheorie 2. Dezember 16 HS 2016 Musterlösung zu Übungsblatt 11 Aufgabe 1. Sei U C offen und a U. Seien f, g : U {a} folgende Formeln zur Berechnung

Mehr

Brückenkurs Rechentechniken

Brückenkurs Rechentechniken Brückenkurs Rechentechniken Dr. Jörg Horst Technische Universität Dortmund Fakultät für Mathematik SS 2014 1 Vollständige Induktion Vollständige Induktion 2 Funktionenfolgen Punktweise Konvergenz Gleichmäßige

Mehr

Übungen zur Vorlesung Funktionentheorie Sommersemester Musterlösung zu Blatt 10. f(z) f(z) dz

Übungen zur Vorlesung Funktionentheorie Sommersemester Musterlösung zu Blatt 10. f(z) f(z) dz UNIVERSITÄT DES SAARLANDES FACHRICHTUNG 6. MATHEMATIK Prof. Dr. Roland Speicher M.Sc. Tobias Mai Übungen zur Vorlesung Funktionentheorie Sommersemester 0 Musterlösung zu Blatt 0 Aufgabe. Berechnen Sie

Mehr

1 Einleitung. 2 Reelle Zahlen. 3 Konvergenz von Folgen

1 Einleitung. 2 Reelle Zahlen. 3 Konvergenz von Folgen 1 Einleitung Können Sie die folgenden Fragen beantworten? Sie sollten es auf jeden Fall versuchen. Dieser Fragenkatalog orientiert sich an den Themen der Vorlesung Analysis 1 aus dem Wintersemester 2008/09

Mehr

10 Logarithmus- und Potenzfunktion

10 Logarithmus- und Potenzfunktion 4 Logarithmus- und Potenzfunktion. Satz: Sei G einfach zusammenhängend, f H(G) und z G. Dann existiert genau eine Stammfunktion F von f mit F(z ) =. Für z G sei γ z ein beliebiger Integrationsweg in G,

Mehr

(a, 0) (c, 0) = (ac, 0) (0, 1) =: i. Re(z) := a der Realteil und Im(z) := b der Imaginärteil

(a, 0) (c, 0) = (ac, 0) (0, 1) =: i. Re(z) := a der Realteil und Im(z) := b der Imaginärteil 14 DIE EXPONENTIALFUNKTION IM KOMPLEXEN 73 Wegen (a, 0) + (c, 0) = (a + c, 0) (a, 0) (c, 0) = (ac, 0) kann man die Teilmenge {(a, 0) a R} mit den darauf eingeschränkten Verknüpfungen identifizieren mit

Mehr

Analysis I. 6. Beispielklausur mit Lösungen

Analysis I. 6. Beispielklausur mit Lösungen Fachbereich Mathematik/Informatik Prof. Dr. H. Brenner Analysis I 6. Beispielklausur mit en Aufgabe. Definiere die folgenden (kursiv gedruckten) Begriffe. () Eine Relation zwischen den Mengen X und Y.

Mehr

Analysis I. 3. Beispielklausur mit Lösungen

Analysis I. 3. Beispielklausur mit Lösungen Fachbereich Mathematik/Informatik Prof. Dr. H. Brenner Analysis I 3. Beispielklausur mit en Aufgabe 1. Definiere die folgenden (kursiv gedruckten) Begriffe. (1) Eine Abbildung F von einer Menge L in eine

Mehr

Aufgabensammlung zur Analysis 1

Aufgabensammlung zur Analysis 1 Analysis 1 18.12.2017 Prof. Dr. H. Koch Dr. F. Gmeineder Abgabe: Keine Abgabe. Aufgabensammlung zur Analysis 1 Anmerkungen: Das vorliegende Blatt enthält eine Auswahl von Aufgaben, die auf Klausuren zur

Mehr

Übungen zur Vorlesung Funktionentheorie Sommersemester Klausurvorbereitungsblatt Lösungsvorschläge

Übungen zur Vorlesung Funktionentheorie Sommersemester Klausurvorbereitungsblatt Lösungsvorschläge UNIVERSITÄT DES SAARLANDES FACHRICHTUNG 6. MATHEMATIK Dr. Tobias Mai M.Sc. Felix Leid Übungen zur Vorlesung Funktionentheorie Sommersemester 7 Klausurvorbereitungsblatt Lösungsvorschläge (5) Bestimmen

Mehr

Das Additionstheorem für die Weierstrass sche -Funktion und elliptische Integrale. Peychyn Lai

Das Additionstheorem für die Weierstrass sche -Funktion und elliptische Integrale. Peychyn Lai Das Additionstheorem für die Weierstrass sche -Funktion und elliptische Integrale Peychyn Lai 10. Oktober 2007 1 Einleitung Wir haben im letzten Vortrag die Weierstrass sche -Funktion kennengelernt, die

Mehr

2 Folgen und Reihen. 2.1 Folgen in C Konvergenz von Folgen. := f(n)

2 Folgen und Reihen. 2.1 Folgen in C Konvergenz von Folgen. := f(n) 2 Folgen und Reihen 2.1 Folgen in C 2.1.1 Konvergenz von Folgen Eine Folge komplexer Zahlen ist eine Funktion f : N C. Mit a n schreibt man (a n ) n=1, (a n ) oder auch a 1, a 2,.... := f(n) (a n ) heißt

Mehr

12 Biholomorphe Abbildungen

12 Biholomorphe Abbildungen 12 Biholomorphe Abbildungen 2 Funktionenräume Wir erinnern zunächst an den Weierstraßschen Konvergenzsatz : 2.1 Satz. Sei G C ein Gebiet, (f n ) eine Folge holomorpher Funktionen auf G, die auf G kompakt

Mehr

Lösungen zum 11. Übungsblatt Funktionentheorie I

Lösungen zum 11. Übungsblatt Funktionentheorie I Universität Karlsruhe SS 2005 Mathematisches Institut I Prof. Dr. M. von Renteln Dr. C. Kaiser Lösungen zum 11. Übungsblatt Funktionentheorie I Aufgabe 11.1 a) Nach dem Maximumprinzip nimmt die Funktion

Mehr

Folgen und Reihen. 1 Konvergenz

Folgen und Reihen. 1 Konvergenz Folgen und Reihen Man betrachte viele Zahlen hintereinander geschrieben. Solche Folgen von Zahlen können durch nummeriert werden. Es entsteht eine Zuordnung der natürlichen Zahlen zu den Gliedern der Folge.

Mehr

Abbildung 14: Winkel im Bogenmaß

Abbildung 14: Winkel im Bogenmaß Mathematik für Naturwissenschaftler I. (7) Trigonometrische Funktionen (in R): Trigonometrische Funktionen wie sin x und cos x stehen üblicherweise in Zusammenhang mit Winkeln. Während im Alltag Winkel

Mehr

28: Holomorphe Funktionen, Potenzreihen und Laurentreihen

28: Holomorphe Funktionen, Potenzreihen und Laurentreihen Einleitung 28: Holomorphe Funktionen, Potenzreihen und Laurentreihen 28.1 Einleitung Wir wissen bereits, dass eine holomorphe Funktion f : M C unendlich oft komplex differenzierbar ist. Für jedes z 0 M

Mehr

Typ der Residuum Funktion Test Singularität bei a bei a. ; a = i, Res(f; i) = lim z 2 +1 (z i)(z+i) z i 2i

Typ der Residuum Funktion Test Singularität bei a bei a. ; a = i, Res(f; i) = lim z 2 +1 (z i)(z+i) z i 2i A: Berechnung von Residuen (f Singularität in a, meist f = g, g, h analytisch in a) h Typ der Residuum Funktion Test Singularität bei a bei a. f(z) lim(z a)f(z) = hebbar z a f(z) = sin z, a = ; lim zf(z)

Mehr

Lösungen zur Klausur Funktionentheorie I SS 2005

Lösungen zur Klausur Funktionentheorie I SS 2005 Universität Karlsruhe 29 September 25 Mathematisches Institut I Prof Dr M von Renteln Dr C Kaiser Aufgabe en zur Klausur Funktionentheorie I SS 25 Sei S die Möbiustransformation, die durch S(z) = i i z

Mehr

Probeklausur zu Funktionentheorie, Lebesguetheorie und gewöhnlichen Differentialgleichungen

Probeklausur zu Funktionentheorie, Lebesguetheorie und gewöhnlichen Differentialgleichungen MATHEMATISCHES INSTITUT SoSe 24 DER UNIVERSITÄT MÜNCHEN Probeklausur zu Funktionentheorie, Lebesguetheorie und gewöhnlichen Differentialgleichungen Musterlösung Prof. Dr. P. Pickl Aufgabe Zeigen Sie, dass

Mehr

6.5 Die Taylor-Reihe. Start: Erinnerung an den Satz über die geometrische Reihe. Für die endliche geometrische Reihe gilt die Summenformel

6.5 Die Taylor-Reihe. Start: Erinnerung an den Satz über die geometrische Reihe. Für die endliche geometrische Reihe gilt die Summenformel 6.5 Die Taylor-Reihe Start: Erinnerung an den Satz über die geometrische Reihe. Für die endliche geometrische Reihe gilt die Summenformel N q n = qn+ q für q C \ {}. Für q < ist die unendliche geometrische

Mehr

Ferienkurs Seite 1. Technische Universität München Ferienkurs Analysis 1 Stetigkeit, Konvergenz, Topologie

Ferienkurs Seite 1. Technische Universität München Ferienkurs Analysis 1 Stetigkeit, Konvergenz, Topologie Ferienkurs Seite Technische Universität München Ferienkurs Analysis Hannah Schamoni Stetigkeit, Konvergenz, Topologie Lösung 2.03.202. Gleichmäßige Konvergenz Entscheiden Sie, ob die folgenden auf (0,

Mehr

Dirichlet-Reihen I. 1 Motivation und Definition der Dirichlet-Reihen

Dirichlet-Reihen I. 1 Motivation und Definition der Dirichlet-Reihen Vortrag zum Seminar zur Funktionentheorie 10. 12. 2007 Corinna Wübling Dieser Vortrag beschäftigt sich mit Dirichlet-Reihen. Im ersten Abschnitt werden die Dirichlet-Reihen definiert und typische Beispiele

Mehr

Elliptische Funktionen

Elliptische Funktionen Elliptische Funktionen Jeff Schomer Universität Freiburg (Schweiz) 27.09.2007 Einleitung In diesem Seminar werden wir über doppelt periodische und elliptische Funktionen sprechen. Nachdem wir grundlegende

Mehr

1.3 Isolierte Singularitäten

1.3 Isolierte Singularitäten 6.3 Isolierte Singularitäten Definition Sei U C offen, z 0 U und f : U \ {z 0 } C holomorph. Dann nennt man z 0 eine isolierte Singularität von f. Zunächst einmal ist z 0 nur eine Definitionslücke für

Mehr

Residuen II. Residuen III. Beispiel. Beispiel. f (z) = 1 + z 2. gilt nach 2) , Res (f ; i) = Res (f ; i) = 1 = 1. Die Funktion

Residuen II. Residuen III. Beispiel. Beispiel. f (z) = 1 + z 2. gilt nach 2) , Res (f ; i) = Res (f ; i) = 1 = 1. Die Funktion Residuen II Komplexe Partialbruchzerlegung, Residuensatz Für gilt nach 2) Res (f ; i) = 1 2z = 1 z=i 2i f (z) = 1 1 + z 2, Res (f ; i) = 1 2z = 1 z= i 2i Reiner Lauterbach (Universität Hamburg) Komplexe

Mehr

= (n 2 ) 1 (Kurzschreibweise: a n = n 2 ) ergibt die Zahlenfolge 1, 4, 9, 16, 25, 36,.

= (n 2 ) 1 (Kurzschreibweise: a n = n 2 ) ergibt die Zahlenfolge 1, 4, 9, 16, 25, 36,. 2 Folgen, Reihen, Grenzwerte 2.1 Zahlenfolgen Definition: Eine Folge ist eine geordnete Menge von Elementen an (den sogenannten Gliedern ), die eindeutig den natürlichen Zahlen zugeordnet sind (n N; auch

Mehr

13 Die trigonometrischen Funktionen

13 Die trigonometrischen Funktionen 13 Die trigonometrischen Funktionen Wir schreiben die Werte der komplexen Exponentialfunktion im Folgenden auch als e z = exp(z) (z C). Geometrisch definiert man üblicherweise die Werte der Winkelfunktion

Mehr

D-BAUG Analysis I HS 2015 Dr. Meike Akveld. Clicker Fragen

D-BAUG Analysis I HS 2015 Dr. Meike Akveld. Clicker Fragen D-BAUG Analysis I HS 05 Dr. Meike Akveld Clicker Fragen Frage Der Satz: Dieser Satz ist falsch ist wahr ist richtig weiss ich nicht Es handelt hier um eine sogenannte Paradoxie. Die Paradoxie dieses Satzes

Mehr

Anleitung 6 Komplexe Funktionen für Studierende der Ingenieurwissenschaften

Anleitung 6 Komplexe Funktionen für Studierende der Ingenieurwissenschaften Fachbereich Mathematik der Universität Hamburg SoSe 20 Dr. Hanna Peywand Kiani Anleitung 6 Komplexe Funktionen für Studierende der Ingenieurwissenschaften Cauchy Integralformeln, Taylor-Reihen, Singularitäten,

Mehr

Laurentreihen und Singularitäten

Laurentreihen und Singularitäten Laurentreihen und Singularitäten Wichtig: Zu jeder Laurentreihe das Konvergenzgebiet angeben! Wichtig: Ob man eine Laurentreihe verwenden kann um damit Singularitäten klassifizieren und Residuen berechnen

Mehr

Tutor: Martin Friesen, Übungsblatt 3 - Funktionentheorie, Prof. G. Hemion

Tutor: Martin Friesen, Übungsblatt 3 - Funktionentheorie, Prof. G. Hemion Tutor: Martin Friesen, [email protected] Übungsblatt 3 - Funktionentheorie, Prof. G. Hemion. Die Exponentialfunktion ist exp z Wie in der reellen Analysis werden auch die trigonometrischen Funktionen

Mehr

Die j-funktion, Abschätzung der Fourierkoeffizienten. 1 Grundlagen

Die j-funktion, Abschätzung der Fourierkoeffizienten. 1 Grundlagen Die j-funktion, Abschätzung der Fourierkoeffizienten Vortrag zum Seminar zur Funktionentheorie, 0.04.00 Felix Voigtländer Diese Ausarbeitung beschäftigt sich zunächst mit der j-funktion. Diese stellt einerseits

Mehr

Micha Nitsch. 1.1 Denition: Wir bezeichnen mit S(r), r IR die Menge aller Funktionen f O(D) mit f(0) r, die nicht die Werte 0 und 1 annehmen.

Micha Nitsch. 1.1 Denition: Wir bezeichnen mit S(r), r IR die Menge aller Funktionen f O(D) mit f(0) r, die nicht die Werte 0 und 1 annehmen. 3.Vortrag: Der Satz von Schottky und der groÿe Satz von Picard Seite 1 3.Vortrag: Der Satz von Schottky und der groÿe Satz von Picard Micha Nitsch Dieser Vortrag folgt dem Buch von R. Remmert, "Funktionentheorie

Mehr

5. Funktional-Gleichung der Zetafunktion

5. Funktional-Gleichung der Zetafunktion 5. Funktional-Gleichung der Zetafunktion 5.. Satz (Poissonsche Summenformel. Sei f : R C eine stetig differenzierbare Funktion mit und sei f(x O( x und f (x O( x für x ˆf(t : f(xe πixt dx. die Fourier-Transformierte

Mehr

Einführung in die Fourier-Reihen. 1 Fourier-Reihen: Definitionen

Einführung in die Fourier-Reihen. 1 Fourier-Reihen: Definitionen Vortrag zum Seminar zur Analysis, 05.07.2010 André Stollenwerk, Eva-Maria Seifert Die Fourieranalysis beschäftigt sich mit dem Problem, inwiefern sich Funktionen mittels Sinus und Cosinus, das heißt periodischen

Mehr

Ferienkurs Analysis 3 für Physiker. Laurentreihen und Residuensatz

Ferienkurs Analysis 3 für Physiker. Laurentreihen und Residuensatz Ferienkurs Analysis 3 für Physiker Laurentreihen und Residuensat Autor: Benjamin Rüth Stand:. Mär 204 Inhaltsvereichnis Inhaltsvereichnis Inhaltsvereichnis Singularitäten 3 2 Laurentreihen 4 2. Laurententwicklung...............................

Mehr

Folgen und Reihen. Thomas Blasi

Folgen und Reihen. Thomas Blasi Folgen und Reihen Thomas Blasi 02.03.2009 Inhaltsverzeichnis Folgen und Grenzwerte 2. Definitionen und Bemerkungen............................. 2.2 Konvergenz und Beschränktheit.............................

Mehr

Analysis I. Guofang Wang Universität Freiburg

Analysis I. Guofang Wang Universität Freiburg Universität Freiburg 22.11.2016 3. Mächtigkeit und die komplexe Zahlen Komplexe Zahlen Definition Die komplexe Zahlen sind definiert als C = R 2 = R R, mit (x 1, y 1 ) + (x 2, y 2 ) = (x 1 + x 2, y 1 +

Mehr

Vorlesungen Analysis von B. Bank

Vorlesungen Analysis von B. Bank Vorlesungen Analysis von B. Bank vom 23.4.2002 und 26.4.2002 Zunächst noch zur Stetigkeit von Funktionen f : D(f) C, wobei D(f) C. (Der Text schliesst unmittelbar an die Vorlesung vom 19.4.2002 an.) Auf

Mehr

April (Voll-) Klausur Analysis I für Ingenieure. Rechenteil

April (Voll-) Klausur Analysis I für Ingenieure. Rechenteil April (Voll-) Klausur Analysis I für Ingenieure en Rechenteil Aufgabe 7 Punkte (a) Skizzieren Sie die 4-periodische Funktion mit f() = für und f() = für (b) Berechnen Sie für diese Funktion die Fourierkoeffizienten

Mehr

Der Satz von Taylor. Kapitel 7

Der Satz von Taylor. Kapitel 7 Kapitel 7 Der Satz von Taylor Wir haben bereits die Darstellung verschiedener Funktionen, wie der Exponentialfunktion, der Cosinus- oder Sinus-Funktion, durch unendliche Reihen kennen gelernt. In diesem

Mehr

Analysis II - 1. Klausur

Analysis II - 1. Klausur Analysis II -. Klausur Sommersemester 25 Vorname: Name: Aufgabe Aufgabe 2 Aufgabe 3 Aufgabe 4 Aufgabe 5 Aufgabe 6 Aufgabe 7 Aufgabe 8 Aufgabe 9 Summe Analysis II -. Klausur 2.5.25 Aufgabe 2 Punkte Berechnen

Mehr

7. Die Funktionalgleichung der Zetafunktion

7. Die Funktionalgleichung der Zetafunktion 7. Die Funktionalgleichung der Zetafunktion 7.. Satz (Poissonsche Summenformel. Sei f : R C eine stetig differenzierbare Funktion mit und sei f(x = O( x und f (x = O( x für x ˆf(t := f(xe πixt dx. die

Mehr

Bemerkung Als Folge von Satz 6.2 kann man jede ganze Funktion schreiben als Potenzreihe. α m z m. f(z) = m=0. 2πi. re it t [0,2π] 2πi

Bemerkung Als Folge von Satz 6.2 kann man jede ganze Funktion schreiben als Potenzreihe. α m z m. f(z) = m=0. 2πi. re it t [0,2π] 2πi Funktionentheorie, Woche 7 Eigenschaften holomorpher Funktionen 7.1 Ganze Funktionen Definition 7.1 Eine Funktion f : C C, die holomorph ist auf C, nennt man eine ganze Funktion. Bemerkung 7.1.1 Als Folge

Mehr

Mathematik III für Physiker. Übungsblatt 15 - Musterlösung

Mathematik III für Physiker. Übungsblatt 15 - Musterlösung Aufgabe 5.. a) Mathematik III für Physiker Wintersemester /3 Übungsblatt 5 - Musterlösung sin n n n j j+ j +)! )j 3 3! + 5 5!... ) n 3! +... n 3 5! n 5 Die Funktion hat einen Pol der Ordnung n. Der Hauptteil

Mehr

j-funktion und Fourierentwicklung 1 j-funktion

j-funktion und Fourierentwicklung 1 j-funktion j-funktion und Fourierentwicklung Ausarbeitung zum Seminar zur Funktionentheorie, 3.03.0 Stefan Bennink Dieses Seminar wird die j-funktion einführen und darüber hinaus Eisensteinreihen als spezielle Fourierreihen

Mehr

Übungen zu Einführung in die Analysis

Übungen zu Einführung in die Analysis Übungen zu Einführung in die Analysis (Nach einer Zusammengestellung von Günther Hörmann) Sommersemester 2011 Vor den folgenden Aufgaben werden in den ersten Wochen der Übungen noch jene zur Einführung

Mehr

Tutorium: Analysis und lineare Algebra. Regeln von de l Hospital, Reihen, Funktionen mehrerer Variablen, komplexe Zahlen

Tutorium: Analysis und lineare Algebra. Regeln von de l Hospital, Reihen, Funktionen mehrerer Variablen, komplexe Zahlen Tutorium: Analysis und lineare Algebra Regeln von de l Hospital, Reihen, Funktionen mehrerer Variablen, komplexe Zahlen Steven Köhler [email protected] mathe.stevenkoehler.de 2 Die Regeln von de l

Mehr

Prüfungsfragen zur Theorie

Prüfungsfragen zur Theorie Prüfungsfragen zur Theorie Formulieren Sie die Monotoniegesetze (Rechenregeln für Ungleichungen)! Satz: Für alle a,b,c,d gilt: a b und c.d a+c b+d Satz: Für alle a,b,c,d + o gilt: a b und c d ac bd 1 Satz:

Mehr

6.1 Holomorphe Funktionen und Potenzreihen. n=0 α n (z z 0 ) n mit Konvergenzradius größer oder gleich r existiert und

6.1 Holomorphe Funktionen und Potenzreihen. n=0 α n (z z 0 ) n mit Konvergenzradius größer oder gleich r existiert und Funktionentheorie, Woche 6 Analytische Funktionen 6. Holomorphe Funktionen und Potenzreihen Definition 6. Eine Funktion f : U C C nennt man analytisch in z 0 U, wenn es r > 0 gibt mit B r (z 0 ) U derart,

Mehr

Folgen, Reihen, Grenzwerte u. Stetigkeit

Folgen, Reihen, Grenzwerte u. Stetigkeit Folgen, Reihen, Grenzwerte u. Stetigkeit Josef F. Bürgler Abt. Informatik HTA Luzern, FH Zentralschweiz HTA.MA+INF Josef F. Bürgler (HTA Luzern) Einf. Infinitesimalrechnung HTA.MA+INF 1 / 33 Inhalt 1 Folgen

Mehr

Höhere Mathematik II für die Fachrichtung Physik. Lösungsvorschläge zum 11. Übungsblatt

Höhere Mathematik II für die Fachrichtung Physik. Lösungsvorschläge zum 11. Übungsblatt Institut für Analysis SS17 PD Dr. Peer Christian Kunstmann 7.7.17 Dipl.-Math. Leonid Chaichenets, Johanna Richter, M.Sc. Tobias Ried, M.Sc., Tobias Schmid, M.Sc. Höhere Mathematik II für die Fachrichtung

Mehr

INGENIEURMATHEMATIK. 8. Reihen. Sommersemester Prof. Dr. Gunar Matthies

INGENIEURMATHEMATIK. 8. Reihen. Sommersemester Prof. Dr. Gunar Matthies Mathematik und Naturwissenschaften Fachrichtung Mathematik, Institut für Numerische Mathematik INGENIEURMATHEMATIK 8. Reihen Prof. Dr. Gunar Matthies Sommersemester 2016 G. Matthies Ingenieurmathematik

Mehr

Potenzreihenentwicklung im Reellen und Komplexen

Potenzreihenentwicklung im Reellen und Komplexen Potenzreihenentwicklung im Reellen und Komplexen Christoph Lassnig 26. Januar 20 Zusammenfassung Dieses Dokument bietet einen kleinen Überblick über Potenzreihen, sowie auf ihnen aufbauenden Sätzen und

Mehr

AUFGABEN ZUR FUNKTIONENTHEORIE. von. Prof. Dr. H.-W. Burmann

AUFGABEN ZUR FUNKTIONENTHEORIE. von. Prof. Dr. H.-W. Burmann AUFGABEN ZUR FUNKTIONENTHEORIE von Prof. Dr. H.-W. Burmann Bei den folgenden Aufgaben handelt es sich um Reste, die bei der Erstellung der Aufgabenblätter übriggeblieben sind. Der Schwierigkeitsgrad der

Mehr