Demenzerkrankte mit Migrationshintergrund Aufbau von niedrigschwelligen Betreuungsangebote nach 45 b SGB XI Finanziert durch das Nds. Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration und den Pflegekassen
Ziele des dreijährigen Projektes 1. Niedrigschwellige Betreuung der an Demenz Erkrankten 2. Entlastung der Familien Aufklärung und Information zu Demenz, Pflege, Hilfen u.a. Angehörigenarbeit
Was ist niedrigschwellige Betreuung? Betreuungsgruppen oder häusliche Betreuung Durchgeführt von ehrenamtlichen HelferInnen Voraussetzung: erhöhter Betreuungsbedarf bei Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz ( 45 SGB XI) Gutachten durch den Medizinischen Dienst Betreuungsgeld (100 oder 200 ) finanziert von der Pflegeversicherung Oder Antrag beim Fachbereich Soziales
Wer soll erreicht werden? Menschen mit Migrationshintergrund (türkisch-, russischsprachig u.a.) die an Demenz erkrankt sind und zu Hause alleine leben Familien, die ihren Angehörigen möglichst lange zu Hause betreuen wollen Familien, die eine Entlastung brauchen und
Situationsbeschreibung Wir betreuen jetzt drei Personen. Viele Familien verlassen sich lieber auf die Hilfe durch die eigene Familie. Misstrauen gegenüber Behörden oder offiziellen Träger Viele Familien tabuisieren Krankheit und Behinderung. Es gibt keine adäquaten Angebote. Manche Familien sind nur wenig über ihre Rechte informiert. Demenz kann evtl. 10 15 Jahre eher auftreten, abhängig von der Biographie
Wer wird gebraucht? Türöffner zu den betroffenen Familien Türöffner zu Vereinen / Multiplikatoren Menschen, die in den Vereinen, Migrantenselbstorganisationen, Moscheen informieren Muttersprachliche ehrenamtliche DemenzhelferInnen, die die Betreuungsangebote durchführen
Was wird gebraucht? Bereitschaft außerfamiliäre Hilfen anzunehmen! Aufklärung im Rahmen einer Infoveranstaltung oder eines Hausbesuchs über die Krankheit Demenz und den Umgang mit ihr das Gesundheitswesen allgemein die Pflegeversicherung (Pflegestufen, Pflegegeld, Sachleistungen usw.) Muttersprachliche Informationen niedrigschwellige Betreuungsangebote Betreuung zu Hause (muttersprachliche) Gruppen, wohnortnah in den Stadtteilen
Niedrigschwellige Betreuung Fortbildung zur DemenzhelferIn und Helferkreis Betreuung der Demenzkranken, ca. 2 4 h, einoder zweimal wöchentlich persönliche Ansprache / biografische Angebote Erzählen, Kaffee / Tee trinken Fotos / Bildbände ansehen, basteln, spielen, spazieren gehen, einkaufen gehen bei gleichzeitiger Entlastung der Angehörigen
Was noch zu bedenken ist kompetente muttersprachliche Ärzte (Neurologen, Psychiater ) adäquate Diagnostik (oft sprachlastig) muttersprachliche Materialien (Sprichwörter, Lieder, Texte, Bücher ) potenzielle Ehrenamtliche sind oft auf Jobsuche Aufwandsentschädigung =\= Geld verdienen
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Senioren, Betrieb Städt. Alten- und Pflegezentren Barbara Janocha Heinemanhof 1-2, 30559 Hannover 0511 / 168-34011 Barbara.Janocha@Hannover-Stadt.de