Handbuch Datenpunktliste - Auswerte - Tools zur Bearbeitung von Excel Datenpunktlisten nach VDI Norm 3814 für Saia PCD Systeme alle Rechte bei: SBC Deutschland GmbH Siemensstr. 3, 63263 Neu-Isenburg nachfolgend SBC genannt Seite 1 von 19
Kapitel Themen 1. Vorwort, wozu dient das Datenpunkt - Auswerte - Tool 2. Grundlagen, Voraussetzungen 3. Aufruf des Datenpunkt - Auswerte - Tool und Erläuterung der Funktionen in der zu verwendeten Reihenfolge 4. Datenpunkte auswählen und übernehmen 5. Datenpunkte für die Datenbank aufarbeiten 6. Datenbank einrichten und beschreiben 7. Schlusswort / Hinweise Seite 2 von 19
1. Vorwort, wozu dient das Datenpunkt - Auswerte - Tool? Datenpunktlisten nach VDI 3814 stehen oftmals im Excel Format als Produkt von MSR Planungs Tools wie z.b. TRIC zur Verfügung. Um die Informationen im PCD-Konfigurator weiterzuverarbeiten bedarf es einer Aufbereitung. Hierbei werden die physikalischen Datenpunkte den vier Datenpunkt Arten: digitale Eingänge digitale Ausgänge analoge Eingänge analoge Ausgänge entsprechend den Planungs Vorgaben zugeordnet. Ebenso werden vorhandene Datenpunktbezeichnungen aus der Datenpunkliste übernommen. Hierbei wird automatisch sichergestellt, dass mehrfach vorkommende Bezeichnungen per Index zu Unikate werden. Gleichwohl werden im Programmier Tool PG5 nicht zugelassene Zeichen umgewandelt. So wird z.b. aus einem ä ein ae oder aus einem ß ein ss. Leerzeichen oder andere nicht zugelassene Sonderzeichen werden ebenfalls so abgeändert, dass diese verwendet werden können. Dies ist notwendig, da mit dem PCD-Konfigurator Import Dateien für das PCD -Programmier Tool erzeugt werden können. Details hierzu finden Sie im Handbuch des PCD-Konfigurators. Seite 3 von 19
2. Grundlagen, Voraussetzungen Das Datenpunkt-Auswerte-Tool (in Folge DA-Tool) basiert auf MS Excel. Bei der Verwendung werden im Excel Makros ausgeführt. Um dies zu gewährleisten muss Ihr Excel entsprechend konfiguriert sein. Hierzu ist in: Extras Optionen Sicherheit unter Makrosicherheit Mittel einzustellen und mit OK zu bestätigen Nachdem Excel einmal geschlossen und wieder geöffnet wurde sind diese Einstellungen standardmäßig verfügbar. Beim Aufruf des DA-Tools muss jetzt nur noch Makro aktivieren bestätigt werden. Bitte beachten Sie: Da diese Einstellungen bei den unterschiedlichen Excel Versionen (z.b. 2003, 2007, 2010...) an unterschiedlichen Programm Stellen zu finden sind, nutzen Sie bitte die von uns erstellt PowerPoint hierzu. Seite 4 von 19
3. Aufruf des Datenpunkt - Auswerte - Tool und Erläuterung der Funktionen in der zu verwendeten Reihenfolge Starten Sie (wenn noch nicht erfolgt) Excel. Öffnen Sie nun mindestens eine Datenpunkttabelle, steht diese nicht zur Verfügung, rufen Sie die Muster Datenpunkttabelle auf: Saia_Datenpunkt_Test_Projekt.xls Hiernach starten Sie im gleichen Excel das DA-Tool: Datenpunkliste_Import.xls Nun sollte die Bildschirm Ansicht wie folgt sein: Der verwendete Bildschirm Bereich wird automatisch der verfügbaren Bildschirmgröße angepasst. Das DA-Tool besteht aus 2 sichtbaren Arbeitsblättern: Datenpunktliste_Befehle Datenpunktliste_1 Seite 5 von 19
zwischen denen Sie per Button hin und her springen können (schwarzer Pfeil). Anmerkung: Alle Schritte, die in den Kapiteln 3 & 4 beschrieben werden, können auch über den Sammel- Button: ausgeführt werden. 3.1. Datenpunktabelle im Excel auswählen Im ersten Schritt müssen Sie eine im selben Excel geöffnete Datenpunktabelle nach der VDI Norm 3814 auswählen. Dazu betätigen Sie den ersten Button (grüner Pfeil) Sie werden nun vom ablaufenden Makro weitergeführt: Seite 6 von 19
bitte mit OK bestätigen. Die verfügbaren Datenpunkttabellen werden nun solange aufgelistet, bis Sie die gewünschte Tabelle mit OK bestätigen. Mit Nein wird die nächste Datenpunktabelle angezeigt (wenn mehrere geöffnet und somit verfügbar sind), mit Abbrechen wird der Vorgang abgebrochen (das Makro wird beendet). Der Vorgang kann natürlich durch betätigen des Button jederzeit wieder gestartet werden. Seite 7 von 19
Nach einem OK wird der Datei Name der ausgewählten Datenpunktabelle angezeigt (grüner Pfeil). Stellen Sie fest, dass es doch nicht die richtige Datei ist, können Sie den Vorgang beliebig oft wiederholen. 3.2. Datenpunkliste im Excel auswählen Datenpunkttabellen können mehrere Datenpunktlisten enthalten. Um die gewünschten Datenpunkte einlesen zu können muss zunächst eine der zur Verfügung stehenden Datenpunklisten innerhalb der Datenpunkttabelle ausgewählt werden. Hierzu dient der 2. Button (schwarzer Pfeil). Nach Betätigung des Button wird die ausgewählte Datenpunkttabelle angezeigt. Wie im Punkt 3.1. im Detail beschrieben kann auch hier unter den verfügbaren Listen (im Excel heißen diese ja Arbeitsblätter) die ausgewählt werden, die die gewünschten Datenpunkte enthält. Seite 8 von 19
Die ausgewählte Datenpunktliste wird ebenfalls angezeigt (grüner Pfeil) Nach diesen Schritten sind für das weitere Vorgehen die Datenpunkttabelle und die Datenpunktliste definiert. Alle Schritte lassen sich jederzeit wiederholen. 3.3. Projektname eingeben bzw. einlesen Das Projekt sowie das Teil Projekt, meistens auch ISP genannt, muss einen eindeutigen Namen bekommen. Diese werden sowohl für die später beschriebene Speicherung der Daten wie auch für einen möglichen Import im PG5 benötigt. Nach betätigen des Button (schwarzer Pfeile) haben Sie die Möglichkeit den Projektnamen manuell über die Tastatur einzugeben... und mit OK zu bestätigen oder nach betätigen des Abbruch Button Seite 9 von 19
mittels Mausklick eine Projektbezeichnung aus der gewählten Datenpunktliste übernehmen. Zum Beispiel: RLT-Kompaktklimagerät (blauer und roter Pfeil). Nach OK wird der gewünschte Projektname übernommen und angezeigt (grüner Pfeil). 3.4. Teil - Projektname / ISP eingeben bzw. einlesen Um den Teil Projektnamen / ISP einzugeben bzw. einzulesen wird der in 3.3. beschriebene Vorgang mit dem nächsten Button (schwarzer Pfeil) wiederholt. Auch hierbei kann der Name sowohl manuell eingegeben wie auch per Mausklick übernommen werden. Seite 10 von 19
Diese Eingabe oder Auswahl wird ebenfalls angezeigt (grüner Pfeil). In der Zeile darunter wird schon der spätere Dateiname unter der die Daten abgelegt werden angezeigt (blauer Pfeil) 4. Datenpunkte auswählen und übernehmen In Folge wird nun beschreiben, wie Datenpunkte aus der oder den Datenpunktlisten ausgewählt und in das Tool übernommen werden. Jedes Teil - Projekt / ISP wird hierbei gesondert bearbeitet. Es ist möglich ein Teil - Projekt / ISP aus mehreren verschiedenen Datenpunkt Listen zu übernehmen. 4.1. Datenpunktbezeichnungen, Bereich auswählen / eingeben Physikalische Datenpunkte, Bereich auswählen / eingeben Diese beiden Step s werden nach betätigen des Button (schwarzer Pfeil) hintereinander abgearbeitet. Seite 11 von 19
Zunächst wird Ihnen die vorher ausgewählte Datenpunktliste angezeigt. Klicken Sie nun mit der Maus in das Feld, wo die gewünschten Datenpunkte beginnen. Also z.b. Feld B12 (grüner Pfeil). Diese Koordinaten werden nun automatisch übernommen (blauer Pfeil). Ist das in Ihre Sinne bestätigen mit OK (roter Pfeil). Die nächste Abfrage bezieht sich auf das Feld, wo die gewünschte Datenpunktliste endet. Also z.b. B19 (grüner Pfeil). Auch diese Koordinaten werden nun automatisch übernommen (blauer Pfeil) und nach OK gespeichert (roter Pfeil). Nun wurde der gewünschte Datenpunktbereich in die Datenbank übernommen. Dies ist für die eigentliche Übernahme der Datenpunktbezeichnung sehr wichtig. Der ausgewählte Bereich wird in der ausgewählten Datenpunktliste zur besseren Auffindung gelb unterlegt (siehe nächste Grafik) Seite 12 von 19
Im nächsten Step werden die physikalischen Datenpunkt Mengen des vorher ausgewählten Datenpunktbereichs festgelegt. Da nicht sichergestellt ist, dass diese Mengen immer in der gleichen Spalte der Datenpunktliste zu finden sind, müssen Sie das erste Feld per Mausklick definieren (grüner Pfeil). Also z.b. E12 (grüner Pfeil). Die Übernahme in die Datenbank erfolgt dann wieder mit OK (roter Pfeil). Hierbei wird eine Kontrollabfrage im Hintergrund gestartet. Es kann zwar sein, dass zwischen den ausgewählten Datenpunktbezeichnungen und den physikalischen Mengen noch weitere Spalten liegen, aber eine Zeilenverschiebung ist ja nicht möglich. Wenn Sie also ein Feld in einer falschen Zeile anklicken, wird dies als Fehler gemeldet. Die von Ihnen ausgewählten Bereiche werden auch auf der Startseite angezeigt (grüner und blauer Pfeil). Seite 13 von 19
Diesen Vorgang können Sie nun solange wiederholen, bis der kompl. gewünschte Datenpunktbereich für den ausgewählten ISP (im Beispiel Anlage A) erfasst ist. Eine Sichtkontrolle ist jederzeit möglich. Dazu wechseln Sie per Button (schwarzer Pfeil) auf die Seite: Datenpunktliste_1. Nun erhalten Sie folgende Ansicht: Im Bereich ab B8:G8 (unterhalb) finden Sie die von Ihnen ausgewählten Datenpunkt Bezeichnungen und die physikalische Zuordnung der Mengen (grüner Pfeil). Im Bereich B3:C6 sind diese Mengen in der Matrix DI, DA, AI und AA als Summen wiederzufinden (blauer Pfeil). Im Bereich A2:A6 befinden sich die gewählten Begrifflichkeiten für das Projekt und den ISP (roter Pfeil). Die übrigen Bereiche werden erst nach Abschluss der Eingabe genutzt. Dies erfolgt wieder auf der Startseite, zu der Sie per Button (schwarzer Pfeil) gelangen. Seite 14 von 19
5. Datenpunkte für die Datenbank aufarbeiten Im nächsten Abschnitt wird die weitere Vorgehensweise zur eigentlichen Datenbank beschrieben. Diesen vollautomatischen Vorgang starten Sie mit dem Button Datenpunktbearbeitung / Vorbereitung Datenbank (schwarzer Pfeil) Nach dessen Betätigung läuft das entsprechende Makro ab. Hiernach zeigt sich das Excel Sheet wie folgt: Das Tool hat nun automatisch die ausgewählten Datenpunkte so aufbereite, dass jeder Datenpunkt entsprechend seiner physikalischen Beschaffenheit und der Menge nur einmal vorkommt. Dies ist ja für die spätere Zuordnung zur Hardware notwendig. Gleichzeitig wurden alle nicht verwendbaren Zeichen wie Umlaute, Sonderzeichen usw. in Verwendbare Zeichen gewandelt (z.b. wurde aus ü ein ue, oder aus einem Leerzeichen ein _). Dies alles finden Sie im Bereich H8:T8 (unterhalb) (grüner Pfeil). Seite 15 von 19
Wollen Sie und das ist ja eigentlich Sinn dieses Tools, die aufbereitete Datenpunkliste weiterverarbeiten, so speichern Sie die Daten in einer.xls Datei. Bevor wir nun zur Beschreibung der Datenbank Möglichkeiten kommen, noch ein paar Hinweise für die, die auch mit Remote E/A oder / und Hand/Not Bedienung arbeiten wollen. Sie können jeden Datenpunkt für sich sowohl Remote E/A wie auch einer Hand/Notbedienebene zuordnen. Hierzu verwenden Sie die drei Buttons: 1. Romutec / Saia Remote E/A integrieren (schwarzer Pfeil) 2. Romutec / Saia Remote E/A Haken auslesen (blauer Pfeil) (grüner Pfeil) 3. Romutec / Saia Remote E/A CheckBoxen löschen Mit dem 1. Button werden im Spalten Bereich N (Hand/Not Bedienung) & im Bereich P & R (Remote E/A) automatisch Auswahlboxen hinter die Datenpunktliste gesetzt (schwarzer Pfeil) Seite 16 von 19
Falls sich diese Aktion als doch nicht gewünscht ergibt, können diese gesetzten Auswahlboxen mit dem Button 3 wieder gelöscht werden. Beachten Sie bitte, nur an dieser Stelle hat ein löschen keine weitere Auswirkung auf die Datenbank. Nun kann durch individuelles setzen von Haken in eben diese Auswahlboxen jeder Datenpunkt einem Remote E/A oder einem E/A Punkt der Hand/Notbedienebene zugeordnet werden. Solange Sie nicht den Button 2 betätigen kann dieser Vorgang beliebig oft wiederholt und auch geändert werden. Ist diese Zuordnungsmöglichkeit abgeschlossen und Sie sind sicher so soll es in die Datenbank übernommen werden betätigen Sie Button 2. Nun wird ein automatisch ablaufender Prozess gestartet. Hiernach sieht unser Musterprojekt wie folgt aus: Die angehakten Datenpunkte sehen Sie im Bereich Zeile 9 bis Zeile 18 (schwarzer Pfeil). Bei allen Datenpunkten wo der Haken gesetzt wurde sind die physikalischen Datenpunkt-mengen auf 0 gesetzt (grüner Pfeil). Dadurch ist bei der späteren Hardware Umsetzung eine Doppelauswahl ausgeschlossen. Seite 17 von 19
6. Datenbank einrichten und beschreiben An dieser Stelle ist das gesamte Projekt mit einem ISP fertig gestellt und kann in die Datenbank übernommen werden. Hierzu bedienen Sie sich der integrierten Button mit den dahinter liegenden Makro. Zunächst muss ja eine Datenbank erstellt werden (schwarzer Pfeil). Der Namen hierfür wird aus dem gewählten Projektnamen (siehe 3.3. Handbuch) und der Endung.xls erzeugt. Diese Datei wird immer in dem Verzeichnis abgelegt wo Sie auch das Tool abgelegt haben. In der erstellten Datenbank wird unter der ISP Bezeichnung eine Tabelle erzeugt. In unserem Beispiel wäre das Anlage_A (siehe 3.4. Handbuch). Seite 18 von 19
Eine einmal angelegte Datei kann selbstverständlich auch gelöscht werden. Hierzu dient der 3. Button (roter Pfeil). Sie werden nach Betätigung im Dialog geführt und können entscheiden welche Datenbanken gelöscht werden sollen. Achtung: Bedenken Sie hierbei, gelöschte Datenbanken sind für immer gelöscht, außer Sie haben vorher diese zusätzlich als BackUp geschützt. Nun kann ja ein Projekt aus mehreren ISP bestehen. Diese können Sie nach und nach anlegen und auch abspeichern. Sollen mehrere ISP unter dem gleichen Projektnamen angelegt werden, beginnen Sie ab dem 2. Projekt mit 3.4. (Handbuch). Sie ändern dadurch nicht den Projektnamen, die Quelldatei bleibt auch gleich, nur der ISP Name ändert sich gemäß Ihren Vorgaben. 7. Schlusswort / Hinweise Die aktuelle Version des Tools finden Sie immer auf der Homepage: http://www.saiapcd.com/de/about_controls/locations/germany/pages/default.aspx Sprechen Sie bei Fragen den für Sie zuständigen Regionalleiter der SBC an. Seite 19 von 19