Struktur-Lege-Technik

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Differentielle und Persönlichkeitspsychologie

Transkript:

Struktur-Lege-Technik Ziele Die Begriffe eines Wissensgebiets logisch miteinander zu verknüpfen und diese Struktur zu visualisieren. Wissenslücken erkennen und schließen. Vielfältige Verknüpfung unter den Begriffen. Steigerung der Flexibilität bei der Informationsverarbeitung. Durch das Legen einer logischen Struktur den kognitiven Speicherungsprozess unterstützen / erleichtern (Wahl, 1990). Beschreibung Bei der Übung der allgemeinen Struktur-Lege-Technik werden die zentralen Begriffe der zu lernenden Thematik auf Kärtchen geschrieben. Insgesamt sollten ca. 20-30 Begriffe aufgeschrieben werden. Auf der Kartenvorderseite steht lediglich ein Begriff. Max. 30 Kärtchen, da sonst die zu legende Struktur zu unübersichtlich wird. Anschließend werden die Karten in eine sinnvolle, individuelle Struktur gelegt. Didaktische Anwendung: Es ist sinnvoll, sich in einer Gruppenarbeit gegenseitig zu erklären, warum diese Struktur so gewählt wurde. Dies fördert die Verbalisierung und erleichtert das Erlernen des Inhaltes (Wahl, 1990). Begründung / Theoretischer Hintergrund Die optimierte Variante der Struktur-Lege-Technik ist eine Mischung der "Karteikarten-Technik" und der eigentlichen Struktur-Lege-Technik. Grundgedanke ist es, sich das semantische Netzwerk zu verbildlichen. Die Begriffe dienen dabei als Grundbestandteil von Netzen. Die Struktur hilft dabei, diejenigen Begriffe zusammenzulegen, die der Bedeutung nach zusammengehören. Dieser Vorgang der Strukturbildung entspricht in der semantischen Gedächtnistheorie dem zweiten Grundbestandteil von Netzen, den Relationen (Wahl, 1990). Literatur Wahl, D. (1990). Lernumgebungen erfolgreich gestalten: Vom trägen Wissen zum kompetenten Handeln. Bad Heilbrunn: Verlag Klinkhardt. Zuordnung Informationen verarbeiten Pascal Woisetschläger 1 Projektseminar

Struktur-Lege-Technik Übung Es sollten max. 30 Kärtchen mit je einem Begriff angefertigt werden (vgl. Abbildung 3). Auf die Rückseite der Kärtchen wird eine Erklärung des Begriffs aufgeschrieben, um ein Nachschlagen zu vermeiden und den Lernvorgang erheblich zu beschleunigt und zu vereinfacht. Daraufhin werden diese Karten in eine individuelle, sinnvolle Struktur (vgl. Abbildung 1) gelegt (Begriffe, Vorderseite nach oben) Tipp: Bei einer feststehenden Struktur kann eine farbliche Gruppierung und der Einsatz von Pfeilen (siehe Abbildung 2) den Speicherungsprozess zusätzlich unterstützen. Beispiele: Beschriftete Kärtchen (Abbildung 1) nach einer bestimmten Struktur. Abbildung 1: Individuelle, sinnvolle Struktur der Kärtchen Pascal Woisetschläger 2 Projektseminar

Beschriftete Kärtchen (Abbildung 2) nach farblicher Gruppierung, mit Pfeilen. Abbildung 2: farbliche Gruppierung und Pfeile Beschriftete Kärtchen (Abbildung 3) nach der Persönlichkeitstheorie der Psychologie. Pascal Woisetschläger 3 Projektseminar

1.Definition: Rückseite 2.Definition: Rückseite 3. Definition: Rückseite Persönlichkeit Cicero`s 4 Arten von Persona 4.Definition: Rückseite 5.Definition: Rückseite 6. Definition: Rückseite Allgemeine Psychologie Differentielle Psychologie Forschungsstrategien 7.Definition: Rückseite Persönlichkeitsforschung Persönlichkeitstheorien 8.Definition: Rückseite Die 5 Theoriegruppen 9.Definition: Rückseite Persönlichkeitstypen 10.Definition: Rückseite 11.Definition: Rückseite 12.Definition: Rückseite Frühe Typologie/ Persönlichkeitstypen Eigenschaften (Traits) Allport (idiographische Traits) 13.Definition: Rückseite 14. Definition: Rückseite 15.Definition: Rückseite Eysenck (nomothetische Traits) Die vier Quadranten von Eysencks Persönlichkeits-Kreis Neurotozismus (Labilität- Stabilität) Aktivation Pascal Woisetschläger 4 Projektseminar

3. 2. Definition 1. Wie man anderen erscheint, aber nicht ist 2. Eigene Rolle im Leben 3. Häufung persönlicher Eigenschaften die jmd. zur Arbeit befähigen 4. Besonderheit und Würde 1. Definition -Einzigartige psychologische Eigenschaften -Vielzahl charakteristischer Muster, in verschiedenen Situationen Beeinflussbar im Laufe der Zeit! 6. Definition nomothetischer Ansatz - Auffindung von Gesetzmäßigkeiten idiographischer Ansatz - Das Einmalige beschreibend 9. Definition - Muster von Persönlichkeitscharakteristika Verwendungszweck: Menschen kategorisieren betont qualitative Unterschiede anstelle gradueller Unterschiede 12. Definition Kardinale Traits*(umfassend) (Bsp.: Selbstaufopferung) Zentrale Traits(wesentl. Merkmale) Bsp. Ehrlichkeit, Optimismus Sekundäre Traits (spezif. Persönl. Merkmale) Bsp.: Nahrungs- oder Kleidungspräferenzen * werden nicht von allen entwickelt 5. Definition - Merkmale des Verhaltens und Erlebens welche Menschen bei bestimmten Situationen unterscheiden - Wie diese Unterschiede zustande kommen 8. Definition 1. Typen- und Eigenschaftstheorien (Allport, Eysenck) 2. Psychodynamische Theorien (Freud) 3.Humanistische Th. (Rogers, Maslow) 4.Soziale Lernth. Und kognitive Th. (Kelly, Bandura, Mischel, Cantor) 5. Theorien des Selbst 11. Definition Traits = generalisierte Handlungstendenzen Idiographisch: Einzigartigkeit der Persönlichkeit, Einzelne Charakterzüge Nomothetisch: Hauptdimensionen der Persönlichkeit, universelle Beschreibungen 4. Definition - Durchgängige Beziehungen die für alle Menschen bei bestimmten Situationen-, Erlebens- und Verhaltensänderung bestehen - Wie diese Beziehungen zustande kommen 7. Definition - Gefüge von Annahmen über Struktur und Funktion individueller Persönlichkeiten Ziele: Beschreiben, Erklären, Vorhersagen von Verhalten Aufgrund der Persönlichkeit 10. Definition Phlegmatisches Temperament: gleichgültig, träge Cholerisches T.: aufbrausend, reizbar Sanguines T.: fröhlich, aktiv Melancholisches T.: Traurig, grüblerisch 15. Definition Reaktion des autonomen Nervensyst. auf externe Reize im Limbischen System Persönlichkeit labil stabil Erregungs schwelle niedrig hoch 14. 13. Definition - Hauptdimensionen der Persönlichkeit, universelle Beschreibungen - Extraversion vs. Intraversion - Neurotizismus (Emotionale Labilität vs. Stabilität) Pascal Woisetschläger 5 Projektseminar

16.Definition: Rückseite Introversion- Extraversion Kortikale Erregung 17.Definition: Rückseite Eigenschaftstheorien 18.Definition: Rückseite Soziale Lerntheorien und kognitive Theorien (Mischel) 19.Definition: Rückseite Soziale Lerntheorien und kognitive Theorien (Bandura) 20.Definition: Rückseite (Psychodynamische Theorien) Psychoanalyse (Freud) 21.Definition: Rückseite (Humanistische Theorien) Humanistische Ansätze (Maslow, Rogers) 22.Definition: Rückseite (Theorien des Selbst) 23.Definition: Rückseite (Theorien des Selbst) 24.Definition: Rückseite (Theorien des Selbst) Theorien des Selbst Das mögliche Selbst Selbstwertgefühl 25.Definition: Rückseite Persönlichkeitsbereiche Pascal Woisetschläger 6 Projektseminar

18. Definition (siehe Einführung Psychologie Persönlichkeit) Enkodierung Erwartungen/Überzeugu ngen Affekte Ziele und Werte Kompetenzen/Pläne zur Selbstregulierung 21.Definition 17. Definition 1. Vereinbarkeit/ Persönlichkeitsmerkmale 2. Verhaltensvorhersage Konsistenzparadox (nur 10% Verhalten vorhersagbar) 3.Konsistenzparadox Manche Merkmale sind konstant (z.b. Aggression) 20. Definition über-ich- Gewissen ICH ES- von Trieben kontrolliert 16. Definition unspezifische Erregung über Aufsteigende Retikuläre Aktivierungssystem (ARAS) - reguliert die Aufmerksamkeit des Cortex Persönlichk Erregungseit schwelle des Introvertier te Extrovertie rte ARAS niedrig hoch 19. Definition Person Verhalten 24. Definition - Generalisierte wertende Einstellung gegenüber dem Selbst - Beeinflusst Stimmung und Verhaltensweisen 23. Definition Das Selbst, das die Person gerne sein möchte (ideales Selbst) Das Selbst, die P. werden könnte und zu werden fürchtet Umwelt Gegenseitige Wechselwirkung 22. Definition Selbstkonzept mentales Modell von persönlichen Fähigkeiten/ Eigenschaften 25. Definition Charakter: Art und Weise unseres Tuns Bsp.: Ängstlichkeit, Schüchternheit Fähigkeiten und Kompetenzen: Wie gut wir etwas tun Bsp.: Intelligenz, Kreativität Abbildung 3: Persönlichkeitstheorie der Psychologie Pascal Woisetschläger 7 Projektseminar