Seminar Controlling mit SAP Tag 1 Prof. Dr. Gunther Friedl Dipl.-Math. Björn Anton Lehrstuhl für BWL Controlling Technische Universität München Email: gunther.friedl@wi.tu-muenchen.de München, 07.04.2008
Zeitlicher Ablauf der Veranstaltung Montag, 07.04.2008, 09:00-15:00 Uhr Einführung in die Grundlagen von SAP R/3 Besprechung der Fallstudie Dienstag, 08.04.2008, 09:00-17:00 Uhr Konzeptionelle Grundlagen der Kostenstellenrechnung Umsetzung der Kostenstellenrechnung im SAP R/3-System Mittwoch, 09.04.2008, 09:00-18:00 Uhr Konzeptionelle Grundlagen der Produktkalkulation Umsetzung der Produktkalkulation im SAP R/3-System Donnerstag, 10.04.2008, 09:00-17:30 Uhr Konzeptionelle Grundlagen der Ergebnisrechnung Umsetzung der Ergebnisrechnung im SAP R/3-System Freitag, 11.04.2008, ggf. Finalisierung des Kurses
Buch Jeder Gliederungspunkt wird (ausführlich) im Buch behandelt. Trotz Ausführlichkeit sind Mitdenken und Mitschreiben erforderlich und sinnvoll. Beispiele alter Klausuraufgaben mit Lösungsskizzen sind enthalten.
Klausur, Termin wird noch bekannt gegeben Inhalt: (4 Teile) Lernteil (einfache Wissensabfrage) leichter Transferteil schwierigerer Transferteil Fragenblock zum Praxisvortrag
Erwartungen der Teilnehmer Praktisches Arbeiten am SAP-System Bezug SAP Kostenrechnung Berufsqualifikation Koordinationsaspekte, insb. auch mit dem Leistungssystem
Zielsetzung der Veranstaltung Die Teilnehmer sollen... ein modernes Werkzeug zur Unterstützung von Controlling- Aufgaben im Unternehmen kennen lernen. erkennen, wie sich die Lehrinhalte der Universität in einem realen Informationssystem widerspiegeln. die Möglichkeiten des Werkzeuges SAP R/3 aus theoretischer Perspektive hinterfragen. über den Gastvortrag einen Einblick in die Einführung und den Betrieb von Produktivsystemen gewinnen.
Gliederung (Übersicht) 1. Grundlagen von SAP R/3 + allgemeine Bedienung 2. Fallstudie: Deutsche Zierbrunnen GmbH 3. Kostenstellenrechnung 4. Produktkalkulation 5. Ergebnis- und Marktsegmentrechnung 6. Integriertes Controlling mit SAP R/3
Grundlagen von SAP R/3 1.1 Überblick über die SAP AG und SAP R/3 1.1.1 Kurzporträt der SAP AG 1.1.2 Einordnung und Struktur des SAP R/3-Systems 1.2 Abbildung der Kosten- und Erlösrechnung in SAP R/3 über das Integrationsmodell des Moduls Controlling (CO) 1.2.1 Kennzeichnung der grundlegenden Struktur einer Kostenund Erlösrechnung 1.2.2 Aufbau und Struktur des CO-Integrationsmodells
Grundlagen von SAP R/3 1.3 Wichtige Strukturelemente des Moduls Controlling (CO) 1.4 Abbildung von relevanten Organisationsstrukturen 1.5 Grundlegende Bedienung des SAP R/3-Systems 1.5.1 An- und Abmeldung im SAP R/3-System 1.5.2 Aufbau des SAP-Hauptmenüs 2. Besprechung der Fallstudie
Grundlagen von SAP R/3 1.1 Überblick über die SAP AG und SAP R/3 1.1.1 Kurzporträt der SAP AG
Kurzporträt der SAP AG (1/2) Weltweiter Marktführer im Bereich integrierter betriebswirtschaftlicher Softwarelösungen und drittgrößter unabhängiger Software-Anbieter der Welt mehr als 40.500 Mitarbeiter in über 50 Ländern gegründet 1972 seit 1988 an der Frankfurter Börse notiert seit 1998 an der NYSE gelistet Umsatz 2006: 9,40 Mrd. Euro (2005: 8,51 Mrd. Euro) rund 39.400 Kunden in 120 Ländern (2006) rund 12 Millionen Anwender in 120 Ländern
Umsatzentwicklung Quelle: SAP AG
Umsatzstruktur 2006 Quelle: SAP AG
Historische Entwicklung Quelle: SAP AG
Kurzporträt der SAP AG (2/2) Kunden der SAP: mehr als die Hälfte der 500 größten Konzerne der Welt mittelständische Unternehmen und Internetfirmen öffentliche Verwaltungen, Krankenhäuser und Hochschulen Inzwischen nutzen etwa 12 Millionen Anwender 88.700 Installationen der SAP AG und ihrer 1.500 Partner
Marktanteil (2006) Quelle: SAP AG
Anteil auf Basis der Anbieter von Core Enterprise Applications (2006) Quelle: SAP AG
Grundlagen von SAP R/3 1.1 Überblick über die SAP AG und SAP R/3 1.1.1 Kurzporträt der SAP AG 1.1.2 Einordnung und Struktur des SAP R/3-Systems 1.1.2.1 SAP R/3 als integrierte betriebwirtschaftliche Standardsoftware
Einordnung von SAP R/3 Software * Systemsoftware Anwendungssoftware Standardsoftware Individualsoftware Betriebssysteme Übersetzungsprogramme Dienstprogramme Funktionsübergreifende Standardsoftware Funktionsbezogene Standardsoftware Branchensoftware Reklamationsbearbeitung andere Grafik Datenbank Computer Aided Design Buchhaltung Textverarbeitung Tabellenkalkulation Produktionsplanung und -steuerung Verkehrsplanungssysteme Reisevertriebssysteme Klinikadministration Gepäcksortiersteuerung andere andere andere Integrierte bwl. Standardanwendungssoftware (z.b. SAP R/3) andere * in Anlehnung an Mertens et al., Grundzüge der Wirtschaftsinformatik, 5. neubearb. Auflage, Berlin, (1998)
Daten- und Funktionsintegration Unternehmen 1 Unternehmen 2 Beschaf -fung Absatz Beschaf -fung Produktion Produktion Absatz SAP R/3 mysap.com SAP R/3 Daten- und Funktionsintegration über die gesamte Wertschöpfungskette eines Unternehmens Unternehmensübergreifende Koppelung durch mysap.com
Grundlagen von SAP R/3 1.1 Überblick über die SAP AG und SAP R/3 1.1.1 Kurzporträt der SAP AG 1.1.2 Einordnung und Struktur des SAP R/3-Systems 1.1.2.1 SAP R/3 als integrierte betriebswirtschaftliche Standardsoftware 1.1.2.2 Anwendungsbereiche und modularer Aufbau von SAP R/3
Anwendungsbereiche von SAP R/3 SAP R/3 Logistik & Produktion Rechnungswesen Personalwirtschaft Materialwirtschaft Produktionsplanung und -steuerung Instandhaltung Vertrieb Buchhaltung Kostenstellenrechnung Kalkulation Ergebnis- und Profit Personalverwaltung Lohn- und Gehaltsabrechnung Personalplanung und -entwicklung Center-Rechnung Controlling Abdeckung aller betriebswirtschaftlichen Anwendungsbereiche
Bedienungsoberfläche (GUI)
Module des Rechnungswesens R/3 Modul Funktionen Finanzwesen (FI) Corporate Finance Management Finanzbuchhaltung z.b. Wertpapier-/Devisen-Management, Risiko-Management Bank-Anwendungen Treasury Controlling (CO) Unternehmenscontrolling Investitionsmanagement Projektsystem Provisionsmanagement Immobilienmanagement Public Sector Management z.b. Kontokorrent- und Darlehensverwaltung z.b. Cash-Management, Finanzmittel-Management z.b. Kostenarten-/Kostenstellenrechnung, Produktkosten-Controlling, Ergebnis- und Marktsegmentrechnung z.b. Unternehmensplanung, EIS, Konsolidierung für Investitionsprojekte, Anlagen usw. z.b. Kapazitätsplanung, Arbeitsverteilung auf Personalressourcen Provisionsverwaltung z.b. Mietverwaltung, Nebenkostenbuchhaltung Haushaltsmanagement (öffentlicher Bereich)
Hierarchischer Aufbau Betriebswirtschaftlicher Anwendungsbereich Bsp.: Rechnungswesen Modul Bsp.: Controlling Komponente Bsp.: Kostenstellenrechnung
Struktureller Aufbau von SAP R/3 SAP R/3 Betriebswirtschaftliche Anwendungsbereiche Logistik Rechnungswesen Personalwirtschaft Module FI TR EC CO IM PS IS-RE Komponenten Innenaufträge KAR KSR PKR PKC EMR PCR Teilkomponenten Produktkostenplanung Kostenträgerrechnung Gegenstand des Kurses
Grundlagen von SAP R/3 1.1 Überblick über die SAP AG und SAP R/3 1.1.1 Kurzporträt der SAP AG 1.1.2 Einordnung und Struktur des SAP R/3-Systems 1.1.2.1 SAP R/3 als integrierte betriebswirtschaftliche Standardsoftware 1.1.2.2 Anwendungsbereiche und modularer Aufbau von SAP R/3 1.1.2.3 Leistungsmerkmale des SAP R/3-Systems
Leistungsmerkmale von SAP R/3 Integration -Datenintegration -Funktionsintegration Internationalität Branchenneutralität Customizing Benutzeroberfläche
Grundlagen von SAP R/3 1.1 Überblick über die SAP AG und SAP R/3 1.1.1 Kurzporträt der SAP AG 1.1.2 Einordnung und Struktur des SAP R/3-Systems 1.1.2.1 SAP R/3 als integrierte betriebswirtschaftliche Standardsoftware 1.1.2.2 Anwendungsbereiche und modularer Aufbau von SAP R/3 1.1.2.3 Leistungsmerkmale des SAP R/3-Systems 1.1.2.4 Technischer Aufbau des SAP R/3-Systems
Technischer Aufbau von SAP R/3 Daten auf dem Rechner ansehen (Ergebnisaufbereitung) Präsentation Auf dem Client Programmverarbeitung (z.b. Datenbankabfrage) Speicherung und Bereitstellung der Grunddaten Verarbeitung Datenbank (Datenhaltung) Netz Auf dem Server
Technischer Aufbau von R/3 C 1 Anwender z.b. Client 1 & Client 2 C 5 C 2 Gemeinsamer Datenpool (Server) C 4 C 3 R/3 als plattformunabhängiges Client-Server-System
SAP NetWeaver
Bedienungsoberfläche (GUI) GUI zur Bedienung der Clients Unternehmensspezifisch anpassbar Ähnlichkeit zu Winows- Applikationen
Grundlagen von SAP R/3 1.1 Überblick über die SAP AG und SAP R/3 1.1.1 Kurzporträt der SAP AG 1.1.2 Einordnung und Struktur des SAP R/3-Systems 1.1.2.1 SAP R/3 als integrierte betriebswirtschaftliche Standardsoftware 1.1.2.2 Anwendungsbereiche und modularer Aufbau von SAP R/3 1.1.2.3 Leistungsmerkmale des SAP R/3-Systems 1.1.2.4 Technischer Aufbau des SAP R/3-Systems 1.1.2.5 Verarbeitungslogische Datentypisierung im R/3-Referenzmodell
Stammdaten vs. Bewegungsdaten
Grundlagen von SAP R/3 1.2 Abbildung der Kosten- und Erlösrechnung in SAP R/3 über das Integrationsmodell des Moduls Controlling (CO) 1.2.1 Kennzeichnung der grundlegenden Struktur einer Kostenund Erlösrechnung
Begriffsabgrenzungen Einzelkosten vs. Gemeinkosten Variable vs. Fixe Kosten Primäre vs. Sekundäre Kosten Vollkosten- vs. Teilkostenrechnung
Einteilung von Kosten Quelle: Schweitzer/Küpper (2003), S. 526
Struktur Vollkostenrechnung Kostenartenrechnung Kostenstellenrechnung Kostenträgerrechnung Gemeinkosten Gemeinkosten Gemeinkosten Einzelkosten Einzelkosten Ergebnisrechnung Erlösrechnung
Struktur Teilkostenrechnung Kostenartenrechnung Kostenstellenrechnung Kostenträgerrechnung Fixe Gemeinkosten Variable Gemeinkosten Einzelkosten Fixe Gemeinkosten Variable Gemeinkosten Variable Gemeinkosten Einzelkosten Ergebnisrechnung (z.b. Deckungsbeitragsrechnung) Erlöse - variable Selbstkosten = Deckungsbeitrag I - fixe Kosten = Unternehmenserfolg Erlösrechnung
Grundlagen von SAP R/3 1.2 Abbildung der Kosten- und Erlösrechnung in SAP R/3 über das Integrationsmodell des Moduls Controlling (CO) 1.2.1 Kennzeichnung der grundlegenden Struktur einer Kostenund Erlösrechnung 1.2.2 Aufbau und Struktur des CO-Integrationsmodells
Das CO-Integrationsmodell FI MM HR Kostenartenrechnung Kostenstellenrechnung AA (Aufträge) (Prozesse) PP Produktkosten-Controlling Ergebnis- und Marktsegmentrechnung SD Erlösartenrechnung
Kosten- & Erlösrechnung in R/3
Grundlagen von SAP R/3 1.3 Wichtige Strukturelemente des Moduls Controlling
Struktureller Aufbau von SAP R/3 SAP R/3 Betriebswirtschaftliche Anwendungsbereiche Logistik Rechnungswesen Personalwirtschaft Module FI TR EC CO IM PS IS-RE Komponenten Innenaufträge KAR KSR PKR PKC EMR PCR Teilkomponenten Produktkostenplanung Kostenträgerrechnung Gegenstand des Kurses
Komponenten des Moduls CO Kostenartenrechnung Kostenstellenrechnung Innenaufträge Prozesskostenrechnung Produktkosten-Controlling Ergebnis- und Marktsegmentrechnung Profit-Center-Rechnung
Kalkulationsarten in SAP R/3 Arten der Kalkulation Erzeugniskalkulation Bauteilkalkulation mit Mengengerüst Materialstamm Stückliste Arbeitsplan ohne Mengengerüst Materialstamm Kennzeichnung : mehrere Bauteile mindestens eines nicht in SAP R/3
Produktkalkulation. vs. Kostenträgerrechnung Produktkalkulation Auftragsneutral Nur Kalkulation eines Musterproduktes Keine Entlastung der Endkostenstellen Einstellung des Ergebnisses im Materialstamm als Standardpreis Kostenträgerrechnung Auftragsbezogen Konkreter Istlauf wird durchgeführt Entlastung der Kostenstellen Rückgriff auf Standardpreis aus dem Materialstamm
Produktkalkulation vs. Kostenträgerrechnung Produktkalkulation Plankalkulation Vorkalkulation Mitlaufende Kalkulation Nachkalkulation/ Periodenabschluß Perioden / Meilensteine / Zählpunkte Zeit Auftragsneutrale (Material-) Kalkulation Eröffnen/ Freigabe Auftrag Rückmelden von Vorgängen und Zählpunkten (Istleistungen, Materialverbräuche) Endlieferung/ Abschluß Auftrag Kostenträgerrechnung
Ergebnis- und Marktsegmentrechnung CO- EMR dient dem Ergebnis-Controlling des Unternehmens CO- EMR unterstützt die Beurteilung von Marktsegmenten gegliedert nach: Produkten Kunden Aufträgen beliebigen Verdichtungen dieser Begriffe oder Unternehmenseinheiten (z.b. Buchungskreise/Geschäftsbereiche)
Grundlagen von SAP R/3 1.4 Abbildung von relevanten Organisationsstrukturen
Organisationsstrukturen Organisationsstrukturen Vertrieb Produktion, Logistik Buchhaltung Kostenrechnung Personal Organisationseinheiten: Buchungskreis Gesellschaft Geschäftsbereich Organisationseinheiten: Kostenrechnungskreis Ergebnisbereich
Mandant Ein Mandant ist eine aus einer oder mehreren selbständig bilanzierenden Einheiten (=Buchungskreise) bestehende Unternehmung.
Organisationseinheiten der Buchhaltung Buchungskreis Gesellschaft Geschäftsbereich
Buchungskreis Mindest- und gleichzeitig Hauptorganisationseinheit der Buchhaltung (alle anderen optional) Je Mandant können mehrere, es muss jedoch mindestens einer eingerichtet werden kleinste organisatorische Einheit des externen Rechnungswesens Abbildung einer vollständigen in sich abgeschlossenen Buchhaltung Erfassung aller buchungspflichtigen Ereignisse und Erstellung aller Nachweise für einen gesetzlichen Einzelabschluss
Exkurs: Kontenplan Vom Rechnungswesen definiertes Gliederungsschema zur Aufzeichnung von Werten bzw. Wertströmen Je Buchungskreis genau ein Kontenplan, aber: ein Kontenplan kann von mehreren Buchungskreisen genutzt werden Buchungskreis Buchungskreise 1:1 n:1 Kontenplan Kontenplan
Gesellschaft Organisationseinheit, für die ein Konzernabschluss aufzustellen ist kann einen oder mehrere Buchungskreise umfassen Buchungskreise einer Gesellschaft müssen mit demselben Kontenplan und Geschäftsjahr, können aber mit unterschiedlichen Währungen arbeiten optionale Organisationseinheit; nur, wenn Konsolidierung erforderlich Bilanz und GuV werden zunächst auf Buchungskreisebene erstellt; wenn Gesellschaft definiert wurde, dann auch auf Gesellschaftsebene möglich
Geschäftsbereich organisatorische Einheit, die einem abgegrenzten Tätigkeits- oder Verantwortungsbereich im Unternehmen entspricht für die unternehmensexterne Segmentberichterstattung zur internen Steuerung und Kontrolle wichtiger Tätigkeitsfelder ( interne Bilanz und GuV) Voraussetzung: Mitkontierung des Geschäftsbereichs bei allen Buchungen des Finanzwesens
Organisationseinheiten der Kostenrechnung Kostenrechnungskreis Ergebnisbereich
Kostenrechnungskreis In sich geschlossene Organisationseinheit eines Konzerns, für die eine vollständige, in sich geschlossene Kostenrechnung durchgeführt werden kann. Je Kostenrechnungskreis mindestens ein Buchungskreis; wenn mehrere Buchungskreise, dann selber Kontenplan 1:1 Buchungskreis Kostenrechnungskreis Kostenrechnungskreis 1:n Buchungskreise (mit identischem Kontenplan)
Ergebnisbereich Stellt einen Teil eines Unternehmens dar, für welchen eine einheitliche Segmentierung des Absatzmarktes vorliegt Ergebnisausweis für einzelne Segmente durch Gegenüberstellung von Kosten- und Erlösen Mehrere Kostenrechnungskreise können einem Ergebnisbereich zugewiesen werden
Beziehungen Mandant 1:n 1:n 1:n 1:n 1:n 1:n Geschäftsbereich Buchungskreis Kostenrechnungskreis Ergebnisbereich
Grundlagen von SAP R/3 1.5 Grundlegende Bedienung des SAP R/3-Systems 1.5.1 An- und Abmeldung im SAP R/3-System 1.5.2 Aufbau des SAP-Hauptmenüs
Kursüberblick Kursüberblick Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Einführung Grundlagen Fallstudie Kostenstellenrechnung Erzeugniskalkulation Ergebnisrechnung Abschluss
Fallstudie Holz Ton Zierbrunnen Allgemeine Dienste Energie Fräserei Brennerei A B A B A B C C C
Angaben zur Kostenstellenrechnung Vorkostenstellen Allg. Kostenstelle Endkostenstellen Energie Fräserei Brennerei Material Vw/Vt KOSTEN Fertigungslöhne 64.000 152.000 Gehälter 11.000 5.500 25.000 25.000 3.500 5.000 Raumkosten 6.800 1.200 10.000 8.000 12.000 7.000 Maschinen-Mieten 30.000 Gesamt 17.800 6.700 129.000 185.000 15.500 12.000 LEISTUNGSBEZIEHUNGEN von/an Allg. Kostenst. (h) 50 30 20 20 20 Energie (kwh) 400 200 400
Teilaufgabe 1.1 Führen Sie die innerbetriebliche Leistungsverrechnung mit Hilfe des mathematischen Verfahrens (Gleichungsverfahren) durch.
Gleichungssystem (1.1) Von der Energiestelle bezogene Leistungen K All = 17.800 + 400/1000 K E (I) K E = 6.700 + 50/140 K All (II) Summe der von der Energiekostenstelle angebotenen Leistungen Vorkostenstellen K F = 65.000 + 30/140 K All + 200/1000 K E K B = 33.000 + 20/140 K All + 400/1000 K E K M = 15.500 + 20/140 K all K VwVt = 12.000 + 20/140 K All (II) in (I): K All = 17.800 + 400/1000 (6.700 + 50/140 K All ) K All = 17.800 + 2.680 + 1/7 K All K All = 20.480 + 1/7 K All K all = 23.893,33 K E = 6.700 + 50/140 23.893,33 K E = 15.233,33
Ergebnis (1.1) Allg. KSt Energie Fräserei Brennerei Material Vw/Vt prim. GK 17.800,00 6.700,00 65.000,00 33.000,00 15.500,00 12.000,00 Umlage allg. KSt -23.893,33 8.533,33 5.120,00 3.413,33 3.413,33 3.413,33 Umlage Energie 6.093,33-15.233,33 3.046,67 6.093,33 0,00 0,00 prim. + sek. GK 0,00 0,00 73.166,67 42.506,67 18.913,33 15.413,33 sekundäre Kosten
Teilaufgabe 1.2 Führen Sie eine differenzierte Zuschlagskalkulation für Ihre Produkte durch. Berechnung: Materialeinzelkosten je Produkt Fertigungseinzelkosten je Produkt Zuschlagssätze und Gemeinkosten je Produkt
Materialeinzelkosten (1.2) Stückliste Holz Holz: 2,- /kg A 2 B 1 C 5 Ton: 4,- /kg Stückliste Ton A 1 B 0,5 C 2,5 A A A (5.000 Stk.) Fräserei Brennerei B B B (10.000 Stk.) Materialeinzelkosten je Stück ( ) MEK Holz MEK Ton MEK gesamt A 4,00 4,00 8,00 B 2,00 2,00 4,00 C 10,00 10,00 20,00 C C C (1.000 Stk.) Materialkosten: 100.000,00
Fertigungseinzelkosten (1.2) Arbeitsplan (h/stk.) Fräserei A 0,06 B 0,004 C 0,3 Plantarife: 100,- /h 760,- /h (64.000,00 [Fertigungslöhne] / 640 h [Summe zu leistende Stunden]) (152.000,00 [Fertigungslöhne] / 200 h [Summe zu leistende Stunden]) Arbeitsplan (h/stk.) Brennerei A 0,012 B 0,004 C 0,1 A A A (5.000 Stk.) Fräserei Brennerei B B B (10.000 Stk.) Fertigungseinzelkosten je Stück ( ) FEK Fräserei FEK Brennerei C C C (1.000 Stk.) A 6,00 9,12 B 0,40 3,04 C 30 76,00
Zuschlagssätze (1.2) Fräserei Brennerei Material Vw/Vt Prim.+ sek. GK 73.166,67 42.506,67 18.913,33 15.413,33 Zuschlagsbasis 64.000,00 152.000,00 100.000,00 450.586,67 [Fertigungslöhne] [Fertigungslöhne] [Materialkosten] [gesamte Herstellkosten] Zuschlagssatz 1,14 0,28 0,19 0,06 114,32% 27,97% 18,91% 3,42%
Ergebnis (1.2) Führen Sie eine differenzierte Zuschlagskalkulation für Ihre Produkte durch. A B C MEK 8,00 4,00 20,00 MGK (18,91 %) 1,51 0,76 3,78 FEK Fräs 6,00 0,40 30,00 FGK Fräs (114,32 %) 6,86 0,46 34,30 FEK Brenn 9,12 3,04 76,00 FGK Brenn (27,97 %) 2,55 0,85 21,25 HK 34,04 9,50 185,33 VwVtGK (3,42 %) 1,16 0,33 6,34 Selbstkosten 35,21 9,83 191,67 Welche Aussagen zur Sortimentspolitik können Sie schon jetzt treffen?
Teilaufgabe 1.3 Welche Probleme ergeben sich in der alleinigen Verwendung der Istkostenrechnung?
Ergebnis (1.3) Welche Probleme ergeben sich in der alleinigen Verwendung der Istkostenrechnung? Rechnungszweck Planung Abbildung Dokumentation (Verhaltens-) Steuerung Kontrolle Ausprägung Die Istkostenrechnung ist ungeeignet; da sie keine zukunftsorientierten Informationen enthält und keine kostentheoretische Fundierung aufweist. Geeignet Die Istkostenrechnung ist geeignet, da alle Daten aus der Vergangenheit vorhanden sind (und somit analysiert und ausgewertet werden können). Die Istkostenrechnung ist ungeeignet, da die kostentheoretische Fundierung fehlt und keine sinnvollen Zielvorgaben möglich sind. Bei der Istkostenrechnung gibt es keine geeignete Vergleichsbasis und keine kostentheoretische Fundierung ( Ermittlung eines Vergleichsmaßstabes).
Teilaufgabe 1.4 In Ihren Augen liegen in der Produktion der Zierbrunnen erhebliche Rationalisierungspotentiale. Durch welches Kostenrechnungssystem würden Sie in einem zweiten Schritt die Istkostenrechnung ablösen?
Teilaufgabe 2.1 Führen Sie eine Periodenerfolgsrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren durch. Berechnung: variable Selbstkosten je Produkt Erlöse je Produkt Fixkosten
Variable Selbstkosten und Erlöse (2.1) Variable Selbstkosten: A B C MEK 8,00 4,00 20,00 FEK (Fert.) 6,00 0,40 30,00 FEK (Brenn.) 9,12 3,04 76,00 Var. SK je Stück 23,12 7,44 126,00 Absatzmengen 5000 10000 1000 Var. SK je Prod. Art 115.600,00 74.400,00 126.000,00 Erlöse: A B C Absatzmengen 5000 10000 1000 Sückerlöse 40,00 20,00 140,00 Gesamterlöse 200.000,00 200.000,00 140.000,00
Fixkosten (2.1) Materialeinzelkosten 100.000,00 Kostenstellenkosten 366.000,00 Gesamtkosten 466.000,00 - Variable Selbstkosten 316.000,00 Fixkosten 150.000,00
Ergebnis (2.1) Umsatzkostenverfahren auf Teilkostenbasis Variable Selbstkosten der abgesetzten Menge Erlöse A 115.600,00 A 200.000,00 B 74.400,00 B 200.000,00 C 126.000,00 C 140.000,00 Fixkosten 150.000,00 Gewinn 74.000,00 540.000,00 540.000,00
Teilaufgabe 2.2 Wie schätzen sie die Aussagefähigkeit (Vor- und Nachteile) des Umsatzkostenverfahrens ein?
Ergebnis (2.2) Wie schätzen sie die Aussagefähigkeit (Vor- und Nachteile) des Umsatzkostenverfahrens ein? Vorteile Nachteile Erfolgsbeiträge je Produktgruppe ersichtlich Fixkosten nur im Block ersichtlich (im Teilkostenverfahren) Keine Bestandsaufnahme an Halbund Fertigerzeugnissen erforderlich Deckungsbeitrag I unmittelbar zu ermitteln (im Teilkostenverfahren) UKV geeignet für schnelle Erfolgsermittlung Kostenarten nicht direkt ersichtlich Informationen aus der Finanzbuchhaltung können nicht direkt übernommen werden (Kalkulation der Selbstkosten notwendig; Kostenträgerstückrechnung erforderlich)
Teilaufgabe 2.3 Welche Änderungen schlagen Sie vor, um eine aussagefähige Planung bei der Geschäftsleitung vorlegen zu können?
Ergebnis (2.3) Welche Änderungen schlagen Sie vor, um eine aussagefähige Planung bei der Geschäftsleitung vorlegen zu können? Fixkostenblock verursachungsgerecht aufgliedern mehrstufige und mehrdimensionale Deckungsbeitragsrechnung (ermöglicht tiefergehende Analyse und weitere Entscheidungen)
Teilaufgabe 3.1 Führen Sie eine mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung durch. Umlage der Gehälter von Fräserei und Brennerei (50.000,00 ) im Verhältnis: A : B : C = 1 : 1 : 3 A B C Produktfixkosten 10.000,00 10.000,00 30.000,00 monatliche Maschinenmiete für eine Poliermaschine zur Produktion von A und C : 30.000,- Produktgruppenfixkosten 30.000,00 A C
Ergebnis (3.1) Produktgruppe A&C B Produkte A C B Erlöse 200.000 140.000 200.000 - variable Kosten 115.600 126.000 74.400 Deckungsbeitrag I 84.400 14.000 125.600 - Produktfixkosten 10.000 30.000 10.000 Deckungsbeitrag II 74.400-16.000 115.600 DB II jeder Produktgruppe 58.400 115.600 - Produktgruppenfixkosten 30.000 0 Deckungsbeitrag III 28.400 115.600 DB III der Unternehmung 144.000 - Unternehmensfixkosten 70.000 Kalk. Periodenerfolg 74.000 Welche Aussagen können Sie insbesondere für die Sortimentspolitik mit dieser Deckungsbeitragsrechnung treffen?
Ergebnis (3.2) Welche Aussagen können Sie insbesondere für die Sortimentspolitik mit dieser Deckungsbeitragsrechnung treffen? DB I > 0 bei allen Produkten kurzfristig: Produktion aller Produkte DB II < 0 bei Produkt C Herausnahme von C erhöht DB II um 16.000 Euro ABER: Vor Eliminierung von C genaue Analyse aller Umstände, da Scheinwerfer -Betrachtung
Kursüberblick Kursüberblick Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Einführung Grundlagen Fallstudie Kostenstellenrechnung Erzeugniskalkulation Ergebnisrechnung Abschluss
Einstellungen im SAP-System Schritte in SAP Angabe zu Kosten und Leistungsbeziehungen Kostenstellenhierarchie anlegen Primärbuchungen durchführen Leistungsarten, Verrechungskostenarten und Plantarife anlegen; Leistungsbeziehungen erfassen; Splittung durchführen Kosten Vorkostenstellen Allgemeine Kostenstelle Endkostenstellen Energie Fräserei Brennerei Fertigungslöhne 64.000 152.000 Gehälter 11.000 5.500 25.000 25.000 Raumkosten 6.800 1.200 10.000 8.000 Leistungsbeziehungen (von/an) Leistungsart: Allgemeine Dienste [h] Leistungsart: Energie [kwh] 0 50 30 20 400 0 200 400