Burnout, selber schuld!

Ähnliche Dokumente
Burnout und Depression keine Modediagnose, sondern eine Krankheit auf dem Vormarsch

Betriebliches Gesundheitsmanagement. UniversitätsSpital Zürich (USZ)

Kollegiales Team Coaching KTC. Kurzleitfaden: KTC-Workshop

Anforderungen an ein modernes Gesundheitsmanagement im öffentlichen Dienst

Erfolge steuern. Business Excellence mit System!

21. Zürcher Forum: Arbeit - Psyche - Gesundheit Supported Employment - Arbeiten mit Sicherheitsnetz

Inhaltliche Schwerpunkte des Lehrgangs

Die Genossenschaft Migros Basel und ihr Engagement für die berufliche Wiedereingliederung:

Einführung einer gesundheitsförderlichen Führungskultur Konferenz des DNGFK

Job Coaching ein Gewinn für Arbeitgebende, Patientinnen und Patienten

Strategische Personalentwicklung als Erfolgstreiber

Wo erhalten Sie Unterstützung?

Die Werte von CSL Behring

Wiedereingliederungsmanagement BEM. Eingliederungsmodelle aus dem 4-Länder-Eck Ö, CH, FL und D

Mitarbeiterführung - richtiges Delegieren und effektives Koordinieren

Herausforderung Gesundheit am Arbeitsplatz Betriebliches Gesundheitsmanagement

BGM UND PRÄVENTION ANGEBOTE FÜR IHR UNTERNEHMEN

Für handlungsfähige(re) Projektteams

Konzepte zur betrieblichen Gesundheitsförderung für KMU

Digital Leadership Die Erwartungen an die neuen Chefs sind hoch

Resilienz, der fehlende Baustein im Gesundheitsmanagement. Willy Graßl 24.Mai 2014 Heiligenfeld Kongress Burnout und Resilienz

Integriertes betriebliches Gesundheitsmanagement. Passgenaue Leistungen für Ihr Unternehmen

Investors in People. Einführung für Entscheider

In 7 Schritten zum agilen BGM

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

Implementierung. Dynamische Steuerung

Wo drückt s? Ergotherapeutische Kompetenzen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Susanne Mulzheim, MSc

Herzinfarkt, Magengeschwür, Burnout... ich doch nicht!

Angewandte, multiprofessionelle Burnoutprävention

Effektive Motivation

Arbeiten ohne Stress Ihr Trainer: Dipl.-Psych. Hans-Eckart Klose

StayOK Titel, Titel. Untertitel, Untertitel

Frühstückstreffen. Gesunde Führung im Viva Luzern Wesemlin. Staff care im Fokus Franziska Jans Bachmann Doris Fankhauser Vogel

Forensische Supervision. Tat, Täter, Team Mirella Chopard

Fachtag: Arbeit 4.0?! Mit Familienorientierung in Kirche und Diakonie in Führung gehen

Schulpsychologischer Dienst. Leistungsauftrag, Arbeitsweise und Zusammenarbeit mit Schulen

Was lernt der Boss vom Ross?

Case Management aus Sicht Arbeitgeber. Risiken von Case Management bei komplexen Situationen. aus Sichtweise des Arbeitgebers

Führungslernen. Führungslernen. TransformCoaching - Walter Leibundgut AG 8512 Thundorf

Strategie statt Rückenschule

«Meine gesundheitlichen

Inhalte. Was bedeutet MA Führung? Wie schauen Führungsgrundsätze aus? Kann man führen lernen?

Klaus Hess, TBS NRW. Gesunde Führung

Das kleine 1x1 der Führung Für Unternehmen mit 2-25 Mitarbeitern

Institut für betriebliche Gesundheitsförderung. Externe Mitarbeiterberatung (EAP) und Coaching von Führungskräften. Referentin: Claudia M.

Verknüpfung von Arbeitsschutzmanagementsystemen

Business Coaching Angebot im Überblick

Psychische Probleme am Arbeitsplatz: Lösungsansätze der verschiedenen Akteure. Tagung der Psychiatrie Baselland

STOCK INFORMATIK Forum. 23. November 2010 in Iserlohn. Dr. Erich Knülle, Ford-Werke GmbH

Angebot / Konzept. Primarschule Wetzikon. Wir machen Schule. Exzellent. Für alle.

Perspektive Systemische Beratung und Organisationsentwicklung

Perspektive Systemische Beratung und Organisationsentwicklung

Was Sie unternehmen, um in Zukunft erfolgreich zu sein.

Führungskultur in Deutschland. Unternehmensbefragung Führungskultur

BGF mit Vitaleffekt. Wie wirkt Betriebliche Gesundheitsförderung wirklich!?

Helsana Case Management. «Nach meinem Autounfall spürte ich sofort, dass meine berufliche Zukunft durch meine Verletzungen in Frage gestellt war.

Coaching - für jeden etwas?! Ein Weg durch den (Begriffs-)Dschungel

Alter(n)sgerechtes Arbeiten im Spannungsfeld der Digitalisierung

SUCHTPRÄVENTION im BETRIEBLICHEN GESUNDHEITSMANAGEMENT IMPULSVORTRAG

Stress bedroht die Sicherheit am Arbeitsplatz Präventions-Strategien für Unternehmen

Betriebliche Integration im Rahmen der Suchtberatung bei Airbus Deutschland

NUTZEN UND UMSETZUNGSMÖGLICHKEITEN VON BETRIEBLICHER GESUNDHEITSFÖRDERUNG IM UNTERNHEMEN JOB UND FIT IN FORM Symposium 2013

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Betriebliches Eingliederungsund Gesundheitsmanagement

Silke Michalk / Marina Ney. Personalentwicklung. als Führungsaufgabe. Mitarbeiter und Unternehmen voranbringen. 1. Auflage

Team Betriebliches Allheilmittel oder Zweckgemeinschaft von Einzelkämpfern?

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)/ Gesundheitsförderung

LIFO Benutzerkonferenz 19. und

Coaching in strategischer Führungskompetenz.

Führungskräfteprogramme

Massgeschneidertes Angebot Eine wertschätzende & wirksame Teamkultur gestalten. Zürich Oktober 2010 Marc Wethmar M.Sc.BA

Gesundheit & Wohlbefinden am Arbeitsplatz

Unsere Auftraggeber sind vornehmlich Sozial- und Privatversicherungen sowie Unternehmen.

Betriebliches Gesundheitsmanagement BGM / Betriebliche Gesundheitsförderung BGF. momente. bewegung. inneres feuer.

Überhören, schweigen, wegschauen? Schaffen Sie ein sicheres Fundament durch den systematischen Aufbau Ihres betrieblichen Gesundheitsmanagements.

5. Gesundheitskongress Arbeit und Gesundheit in der Landesverwaltung. Franz Wirtz, Werner Schwarz, Beratungsteam Niedersachsen

Talent Management. Executive Development

Ziel: Gesund aufwachsen Zielgruppen: Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende

WIR FINDEN PROFIS, MACHER, EXPERTEN. DIE BESTEN.

I. Einführung. Vorwort

Regionalgruppentreffen Burgenland

Ergebnisse aus dem 5. Informations- Forum. mit dem Fokus: Depression und Arbeitsleben

Ulla Oerder, TK, Münster, März 2016

Vorgehen am Beispiel im Gesundheitsbereich

Transkript:

Burnout, selber schuld! oder wo beginnt die Verantwortung des Betriebes? 3. SYMPOSIUM BURNOUT Der Weg zurück 25. September 2014 Manfred Suter Senior Coach DBVC Coaching Company Pro GmbH

Umgang mit Burnout (IST) Prävention - Gesundheitsmanagement - Expertensysteme - Information & Schulung - Führungskultur / Vorbild - Regeln & Verbote Burnout - Arbeitsunfähigkeit 40-100% - Auszeit Wird schon wieder - Medikamente - Therapie - Coaching Re-Integration - Wiedereinstieg 20-100% - Job-Anpassungen - Neue Aufgabe & Funktion - Schuldgefühle - Schonhaltung HR/PE-VERANTW. HR/PE-VERANTW. FÜHRUNGSKRAFT ARZT/THERAPIE! FÜHRUNGSKRAFT COACHING COACHING 2

Burnout =Komplexitätszunahme & Überforderung Versicherungen (OKP, KTG) Chef/-in HR/PEVerantwortl. Mitarbeiter IV Case Manager Kunden Betroffener/ Patient/ Klient/ Versager/ Kostenfaktor... Coach Kollegen Freunde Partner/ -in Therapeut/-in Ärzte Vereine u.a. 3 Familie

Interventionen Eine Übersicht Externe Partner für Burnout- MA (anonym) Bücher, Ratgeber, Internet ANONYMITÄT Betroffener lernt, System nicht Informationen und Seminare Therapie (eigeninitiative) Coaching (eigeninitiative) PERSON Therapie Case Management durch HR/PE- Verantwortlichen Coaching VG begleitet MA alleine Überforderung und Rollenkonfusion TRANSPARENZ Firmen- Intranet Gesundheitsförderungs- Programme System lernt nicht Ent-Schuldigung Absenzen- Management Expertensystem (Tree von Helsana) Ressourcen-Pool Erkenntnisse oft ohne direkten Nutzen für Betroffene 4 SYSTEM

Umgang mit Burnout (SOLL) Prävention - Gesundheitsmanagement - Expertensysteme - Information & Schulung - Führungskultur / Vorbild - Regeln & Verbote Burnout - Arbeitsunfähigkeit 40-100% - Auszeit Wird schon wieder - Medikamente - Therapie - Coaching HR/PE-VERANTWORTLICHER Re-Integration - Wiedereinstieg 20-100% - Job-Anpassungen - Neue Aufgabe & Funktion - Schuldgefühle - Schonhaltung FÜHRUNGSKRAFT CASE-MANAGEMENT ARZT/THERAPIE COACHING COACHING (FK & TEAM - KLIENT) 5

5 Coaching-Prozess 1. ontact 2. ontract 3. oaching 4. lose 5. heck - Coach- Empfehlung - Erstkontakt Coachingvereinbarung 1.Coaching n.coaching Abschluss & Feedback Transfergespräch nach 2-3 Monaten 6

Coaching- Compass Innere Haltung & Überzeugungen Bewertungen Verhalten PERSON Privat-Welt Ziele Erwartungen AUFGABE GRUPPE/ TEAM Rollen -Aufgaben/ -Kompetenzen/ -Verantwortung Erwartungen ORGANISATION Strategie Vision 7

Coaching-Cube Transfer- 6 Unterstützung sichern Aktuelle 1 2 Situa+on verstehen ZukunDs- perspek+ven entwickeln & Ziele definieren 3 Lösungsideen 4 entwerfen Auswirkungen an+zipieren leistbare Umsetzungs- 5 schri?e definieren (Coaching-Cube zum ausschneiden) 8

Successful Practice (1) 1. Eine bekannte und akzeptierte Anlaufstelle HR/PE (kompetent, vertrauenswürdig, involviert, neutral) für die MitarbeiterInnen aller Stufen 2. Vertrauliche Beratung des/der Rat-Suchenden über mögliche sinnvolle nächste Schritte (Vertrauens-Arzt, Therapie, Coaching) 3. Kommt es zur temporären Reduktion des Arbeitspensums oder zum Arbeitsausfall, wird die Führung und wenn nötig ein Case Manager (Versicherungen) miteinbezogen 4. Umverteilung der Arbeit wird seitens HR/PE- Verantwortlichem mit VG und Team besprochen, wo nötig Entwicklungen auf persönlicher (Führung und Zusammenarbeit) und struktureller (Ressourcen, Prozesse,...) Ebene angestossen und seitens PE/OE begleitet (Organisations-Diagnose, Teamentwicklung, Coaching) 9

Successful Practice (2) 5. Vor der Rückkehr findet ein Gespräch mit dem Therapeuten, dem Burnout-MA und dem VG unter Leitung des HR/PE- Verantwortlichen statt, zur Klärung der nächsten Schritte 6. Re-Integration läuft schrittweise 20/40/60/80% in neuem Umfeld und mit neuem Jobprofil (wenn möglich...) 7. Gemeinsame Evaluation des Prozesses und Festhalten der Erkenntnisse aller Betroffener 10

Quintessenz Fitness der Mitarbeiter (High-Performer/Low-Performer) wird anhand der Leistungsspitzen und nicht anhand der Regenerationsfähigkeit bestimmt. Man tut so als ob Non-Stop Spitzenleistung möglich sei. Das Naturgesetz von Spannung/ Entspannung wird ausser Kraft gesetzt. Wirksamkeit des Gesundheits-Managements, der Prozesse, Instrumente und Funktionen ist direkt abhängig von der Kompetenz und der inneren Haltung des jeweiligen Rolleninhabers (HR/PE- Verantwortlicher) Führungskultur bestimmt massgeblich, was vor-gelebt wird Case-Management/Koordination verbessert erfolgreiche Bewältigung eines Burnouts signifikant TherapeutInnen und begleitende ÄrztInnen werden in der Re- Integrations-Phase kaum involviert 11