Hören Lauschen - Sprechen

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Transkript:

Hören Lauschen - Sprechen Diagnostik und Therapie von Hörund Sprachentwicklungsstörungen Annette Limberger Hochschule Aalen annette.limberger@htw-aalen.de 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 1

Gliederung Hörentwicklung Sprachentwicklung Diagnostik Hören Diagnostik Sprache Therapie Hören Therapie Sprache 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 2

Hörentwicklung 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 3

Bestimmung der (Hör-)schwelle Pegel db (A) 0 20 40 60 80 100 Neu- 3 6 12 2 4 geborenes Monate Jahre Lebensalter 05.11.2011 Annette Limberger 4

ABR-Messungen 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 5

05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 6

Sprachentwicklung 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 7

Biologische Grundlagen Sprache ist Summationsleistung von: Intelligenz Psyche Sprechantrieb Konstitution Motorik Sinnesorganen Umwelt 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 8

Sprachentwicklung Vorbedingungen für einen normalen Spracherwerb Organische und mentale Gesundheit Geeignetes sozio-kulturelles Umfeld 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 9

Sprachentwicklung Neugeborenes Schreit Bis 6 Monate Gurrt, juchzt, quietscht, lallt Bis 10 Monate Lallt Silben ba, be, z.t. Silbenverdopplungen gaga 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 10

Sprachentwicklung Bis 12 Monate Lallmonologe z.b. babagadenama Erstmals Mama oder Papa 12 Monate 2 10 Wörter in Kindersprache: Balla, Wauwau, Mimi 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 11

Sprachentwicklung Bis 1,5 Jahre Einwortsätze z.b. Mama, haben Bis 2 Jahre Aktiver Wortschatz 20 50 Wörter Auch Verwendung von Verben und Adjektiven 2- und Mehrwortäußerungen Mama Tür auf 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 12

Sprachentwicklung Bis 2,5 Jahre Rapide Vergrößerung des Wortschatzes Erste Endungen für Verben Erste Zeitformen z.b.: Ich nich slafen, Ich nich eslaft Erste Fragewörter (was?, wo?) Erster Gebrauch der Ich - Form 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 13

Bis 3 Jahre Artikulation von Anlauten wird besser Noch schwierig: 3 Konsonanten Pflaume Sichererer Umgang mit Personalpronomen (ich, du, er etc.) Erste Präpositionen (auf, unter) Hilfsverben für Vergangenheit Farben werden erkannt 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 14

Bis 3,5 Jahre Laute der Muttersprache werden zum größten Teil korrekt ausgesprochen bis auf sch und pfl Satzerweiterungen Anhaltendes Fragealter warum Altersgemäße Sprechunflüssigkeiten 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 15

4 6 Jahre Kind spricht fließend Sätze werden komplexer Geschichten nacherzählen Bis 10 zählen Telefonieren Abstrakte Begriffe 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 16

Verlauf des Sprachverständnisses Bis zum 6 Lebensmonat ist das Sprachverständnis nicht prüfbar Bis 10 Monat Kind sucht mit Kopfbewegungen benannten Gegenstand 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 17

Bis 12. Monat Kind reagiert auf seinen Namen, und einfachste Aufträge Gib es mir 12 Monate Kind holt Sachen, wenn es aufgefordert wird 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 18

Bis 1,5 Jahre Einfache Aufforderungen und Fragen werden verstanden Bis 2 Jahre Wesentlich größerer passiver als aktiver Wortschatz 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 19

Bis 2,5 Jahre Das meiste von dem, was das Kind hört, wird verstanden bei ähnlichem Sprachniveau Bis 3 Jahre Noch Schwierigkeiten bei Verständnis von Gegensätzen und feineren Abstufungen 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 20

Bis 3,5 Jahre Das Kind kann, seinen Erfahrungen entsprechend, alles verstehen 4 6 Jahre Die Muttersprache wird gefühlsmäßig beherrscht 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 21

Ist die Sprachentwicklung altersgemäß? Am Ende des 1. Lebensjahres Mund überwiegend geschlossen Speichelkontrolle Löffel mit Zunge und Lippen ablecken Husten, quietschen, gurren, Lautgebilde nachahmen Modulation der Stimme nach Stimmung 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 22

Ende des 2. Lebensjahres Feste Nahrung kauen Tierlaute nachahmen Konsonanten /m/, /b/, /p/, /d/, /f/, /l/, /n/, /t/, /w/ Namen von Bezugspersonen 2-Wort-Sätze schön, lieb, heiß, weich Wünsche sprachlich äußern 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 23

Ende des 3. Lebensjahres Verben wie schlafen, essen, trinken, spielen, laufen Pronomina mein, dein, ich, du Von sich selbst mit Vornamen sprechen Bestimmte und unbestimmte Artikel verwenden 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 24

Erste Fragen stellen Is n das? Selbstgespräche, Gespräche mit Tieren und Puppen Mehrwortsätze, mit z.t. fehlerhaftem Satzbau Bildergeschichten erkennen und benennen 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 25

Am Ende des 4. Lebensjahres Schwierige Konsonanten /r/ sprechen Erlebnisse berichten, so dass man folgen kann Plural richtig bilden Einfache Sätze richtig bilden Ab und zu Haupt- und Nebensätze verbinden 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 26

Vergangenheitsform ab und zu richtig einsetzen ( ich war im Kindergarten, ich habe gemalt ) Zusammenhänge im Bilderbuch erkennen und beschreiben 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 27

Am Ende des 5. Lebensjahres Alle Lautverbindungen richtig bilden (einschließlich /s/ und /sch/) Grammatikalisch richtig sprechen Farben richtig benennen Sätze richtig bilden (geringe Regelverstöße erlaubt) 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 28

Der Sprachbaum 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 29

Diagnose Hören 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 30

Statistik Hören Prävalenz von Hörstörungen bei sog. well-babies = 2 3 pro 1000 Neugeborene Bei Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht < 1500 g, Hyperbilirubinämie und Hirnblutungen sind es ca. 10 % (Begall et al. 1993) 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 31

Diagnose Hören Für Eltern: Reagiert mein Kind auf Geräusche? Lässt es sich durch die Mutter oder den Vater mit Worten beruhigen? Lauscht es bei Musik oder anderen Geräuschen? Erschrickt es bei lauten Geräuschen aber Vorsicht?! Werden lautlichen Äußerungen mit der Zeit nach dem 7. Lebensmonat weniger? Ist die Sprache bzw. das Sprachverständnis altersgemäß? Elternfragebogen ELFRA 1 und 2 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 32

Diagnose Hören Für Ärzte: Messung der Trommelfellbeweglichkeit Tympanogramm Messung der Otoakustischen Emissionen funktioniert das Innenohr? Messung der Hirnstammpotentiale (BERA, ABR) leitet der Hörnerv? Je älter das Kind desto besser sind auch subjektive Hörtests VRA (Visual Reinforcement Audiometry, Konditionierte Ablenkaudiometrie) ab dem 6. LM, dann Spielaudiometrie Sprachtests 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 33

Problem: Auditorische Neuropathie/Synaptopathie Untersuchung an 112 Kindern, Pat Roush 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 34

Statistik Sprache Frühgeborene haben eine höheres Risiko für eine Sprachentwicklungsstörung (Sansavini et al. 2010) Offensichtlich scheint der Pegel auf der Intensivstation einen Einfluss auf die Sprachentwicklung zu haben (Stromswold & Sheffield, 2004) Aufmerksamkeit und Sprachentwicklung korreliert mit niedrigem Geburtsgewicht (Ribeiro et al., 2011) 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 35

Diagnose Sprache Elternfragebogen ELFRA 1 und 2 (Doil & Grimm 2000) Standardisiertes Screeningverfahren Zielgruppe:1-2 jährige Kinder (Tabellen für 12, 18, 24 und 36 Monate) Ziel: Früherkennung von Risikokindern in Ergänzung zu U6 und U7 Untersuchungsbereiche: Elfra 1 produktiver/rezeptiver Wortschatz Sprechfreude/Imitation Reaktionsverhalten auf Sprache Gestik u. Feinmotorik Elfra 2 Produktiver Wortschatz Syntax/Morphologie Vorgehen: Fragebögen (je 9 Seiten) mit Entscheidungsfragen bzw. Itemlisten und Satzbeispielen zum Ankreuzen 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 36

Diagnose Sprache ELAN (Beckmann & Kiese-Himmel) CPLOL Entwicklungsprofil (Zollinger) SETK 2 (Grimm) SSV (Grimm) BISC (Jansen) Screeningverfahren (Heinemann) ASAS (Schrey-Dern et al) 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 37

Therapie Hören Konservative Therapie Z.B. abschwellende Maßnahmen bei Entzüngungen Operative Therapie Z.B. bei behandelbaren Mittelohrerkrankungen Apparative Therapie Hörgeräte Implantate Immer interdisziplinär Eltern Logos, Frühförderung etc. 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 38

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Therapie Sprache Elterntraining Viel Reden Bilderbücher anschauen, aber richtig ;-) Übungen der Mundmotorik Logopädie 05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 40

05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 41

05.11.2011 4. Rheinland-Pfalz Symposium, Kind im Mittelpunkt 42