Volksschule St. Pantaleon

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Volksschule St. Pantaleon Schuldaten Adresse Bezirk Kontakt Kirchenweg 4, 5120 St. Pantaleon Braunau Tel: 06277/6577 E-Mail: s404471@aon.at Homepage: www.vs-st.pantaleon.eduhi.at Direktor/in Anzahl der Lehrer/innen 8 Mag. Michaela Hüttl Anzahl der Schüler/innen 113 davon weiblich: 51 davon männlich: 62 Anzahl der Schüler/innen mit Migrationshintergrund Anzahl der Schüler/innen mit sonderpädagogischen Förderbedarf Anzahl der Klassen 7 davon Integrationsklassen: 0 Anzahl sonstiger Bediensteter 4 Elternvertreter/in Schulärztin/Schularzt Gesundheitsteam Prozessbegleitung OÖGKK Kooperationsvereinbarung unterzeichnet am Projektdauer 27 5 Adrie Danner, Ulla Ritzinger Dr. Ulrich Permanschlager, Dr. Helmut Binder Sabrina Gerhardt Ingeborg Grömer Karin Kronberger Korah Stötzer Angelika Mittendorfer-Jusad 29.11.2011 3 Jahre Leitbild der Schule Was wir für unsere Schüler/innen wollen Wir möchten, dass die Kinder gerne in die Schule gehen und sich bei uns wohl fühlen. So fällt es allen viel leichter Neues zu lernen und zu entdecken. Was wir von unseren Schüler/inen wollen Wir wünschen uns, dass die Kinder höflich, freundlich und hilfsbereit sind. Sie sollen bereit sein zum Lernen für sich und für die Gemeinschaft. Durch die Mithilfe in einer lebendigen Partnerschaft zwischen Eltern und Schule wird es sicher gelingen unsere Ziele zu erreichen. Respekt gegenüber Mitschüler/innen, Eltern, Lehrer/innen und anderen Personen und deren Meinungen Respekt gegenüber unserer Umwelt Förderung eines ökologisch sinnvollen und nachhaltigen Verhaltens im Umgang mit unserer Umwelt

Förderung des Selbstvertrauens und der Selbstständigkeit Sensibilisierung für gesunde Ernährung und gesundheitsbewusstes Verhalten Entwicklung der Fähigkeit zur Zusammenarbeit in der Gemeinschaft verantwortungsvoller Umgang mit schulischen und eigenen Arbeitsmitteln Entwicklung und Vermittlung grundlegender Kenntnisse als Basis für den weiteren Bildungsweg Bisherige Fortbildungen im Bereich Gesundheit / schulische Gesundheitsförderung (bitte berücksichtigen Sie alle an Ihrer Schule tätigen Personen Lehrkräfte, Buffetpersonal, etc.) Lachen und Lernen bilden ein Traumpaar Ressourcen optimieren Mobbing Bewegungstagebuch Die neue Autorität in der Schule eigenständig werden Selbstwert von SPF-Kindern stärken ADHS Konflikte lösen Gesunde Schule Kochkurs für Eltern Gesunde Küche Lerntypen und das Gehirn Ein Jahr voller Musik Bewegtes Lesen Freiarbeit, wie fang ich s an? Wie sag ich s den Eltern? Professionelles Führen von Elterngesprächen Teamentwicklung und Projektmanagement außerdem: zwei Lehrerinnen LG Schwerpunktlehrer für Bewegung und Sport, eine Lehrerin LG Schulischer Gesundheitskoordinator Bisherige Zertifikate bzw. Gütesiegel im Bereich Gesundheit / schulische Gesundheitsförderung ÖKOLOG Klimabündnisschule EVA/SAM, eigenständig werden (Riedersbach) Standortbezogene Besonderheiten der Schule Schwerpunkte (z. B. Nachmittagsbetreuung), Probleme/Herausforderungen, örtliche Gegebenheiten, etc. Mit Beginn des Schuljahres 2012/2013 wurde die Auflösung der VS Riedersbach und Zusammenlegung mit der VS St. Pantaleon von der Gemeinde beschlossen. Mit Frau Hüttl als Leiterin werden beide Standorte nach wie vor in den bestehenden Gebäuden geführt, bis der geplante Neubau in St. Pantaleon fertiggestellt ist. Dadurch bleibt für beide Standorte aus den örtlichen Gegebenheiten heraus eine gewisse Eigenständigkeit erhalten. Das gemeinsame Leitbild mit den gemeinsamen Zielen und gemeinsamen Planungen macht uns aber zu einer Einheit. Da die Gesundheitserziehung schon vorher in beiden Schulen Schwerpunkt war, hatten wir damit eine solide Grundlage zur Weiterarbeit. VS Riedersbach-Gütesiegel Gesunde Schule 2010-2013 VS St. Pantaleon-Projekt Der kleine Mugg ab dem Schuljahr 2011/12

1. In welcher Weise werden an Ihrer Schule soziale Prozesse gestaltet und Bedürfnisse unterschiedlicher Personengruppen berücksichtigt?... 1.1. Akzeptanz Wird Gesundheitsförderung auf einer breiten Ebene in der Schule akzeptiert? Denken Sie hier bitte an folgende Personengruppen: Schulleitung, Lehrer/innen, Schüler/innen, Eltern, Schulärzt/in, sonst. Schulpersonal, Schulerhalter usw.? Die Gesundheitsförderung wird von allen Personengruppen nicht nur akzeptiert, sondern auch aktiv unterstützt. Eltern machen die Gesunde Jause, übernehmen Funktionen bei der gesunden Woche, bieten eigene Betriebe zum Besuch an und machen auf Vorträge zu Gesundheitsthemen aufmerksam. Alle Lehrer/innen halten für die einzelnen Klassen-Kochnachmittage ab, helfen bei der Gesunden Jause, unterstützen Wassertrinken während des Unterrichts, führen Bewegungseinheiten durch, sorgen für Abwechslung im Sportunterricht (Einladung und Besuch von Vereinen), kaufen Obst für den Obsttag und heißen gesundheitsfördernde Maßnahmen (Haltungsturnen, Zahngesundheitsförderung, ) jederzeit willkommen. Schüler/innen übernehmen eigenständig die Zubereitung von zusätzlicher gesunder Jause und die Vorbereitung des Obstes für den Obsttag. Schulwarte und Reinigungspersonal helfen teilweise bei der Durchführung und bei Aufräumungsarbeiten. Wir können auch alle Räumlichkeiten benützen. Da unsere Gemeinde auch eine Gesunde Gemeinde ist, wird die Schule in ihren Bemühungen auch vom Arbeitsteam Gesunde Gemeinde unterstützt. Der Elternverein und die Gemeinde unterstützen uns durch ihre positive Einstellung und teilweise auch finanziell. Der Elternverein der Gemeinde organisiert jedes Jahr Vorträge im Rahmen der Jahreshauptversammlung, teilweise in Zusammenarbeit mit der Schule (Suchtprävention) oder auf unsere Anregung hin. Für die Schüler/innen organisiert Frau Danner vom Elternverein seit einigen Jahren auch Workshops zu Fair Trade und Biofairem Frühstück. Über den Elternverein werden auch noch größere Veranstaltungen (besonders zum Thema Prävention) organisiert, die wir uns alleine nicht leisten könnten. Unser Schularzt bietet immer wieder seine Hilfe für Vorträge und Elterninformationen an. 1.2. Soziale Prozesse In welcher Form werden Entscheidungsprozesse gestaltet? Welches Gremium mit welcher Besetzung trifft welche Entscheidung in welcher Form? (z. B. Projektteam, Gesundheitsteam, Schulgemeinschaftsausschuss, Konferenz) Beim Klassenforum werden die Eltern über den Jahresablauf und den Stoff für die jeweilige Klasse informiert, Ideen und Wünsche werden gesammelt. Bei der Konferenz zum Schulprogramm wird ein vorläufiger Plan erstellt, der beim Schulforum vorgestellt und schließlich nach allgemeiner Zustimmung festgelegt wird. Kommunikation und Kooperation sind momentan sehr wichtig für uns, da wir durch die räumliche Trennung nicht immer sofort die Möglichkeit zum Austausch haben. Wir versuchen uns möglichst einmal im Monat zu Konferenzen oder Besprechungen zu treffen. Hier werden die Entscheidungen getroffen. Die Lehrer/innen der Parallelklassen an den beiden Standorten bereiten die Wochenplanungen gemeinsam vor. So ist auf diesem Weg auch einmal pro Woche ein Kontakt vorhanden. Als Leiterin bin ich jeden Tag an jedem Standort und kann anstehende Angelegenheiten weitergeben. Dringende Angelegenheiten werden in täglichen Lehrer/innen-Gesprächen in den Standorten und telefonischer Absprache zwischen den Standorten behandelt. Mit den Schüler/innen haben wir im Morgenkreis die Gelegenheit dazu.

Elterngespräche sind einfach, da fast jeden Tag Helfer/innen in der Schule sind oder Abholer/innen gerne in der Schule vorbeischauen. Informationen werden in Form von regelmäßigen Info-Blättern nach Hause geschickt oder kurz im Mitteilungsheft notiert. Größere Projekte werden auch auf unseren Informationstafeln in den Schulstandorten vorgestellt. Trotz all dieser Möglichkeiten war es sehr wichtig, dass wir am Schulanfang das Programm für das ganze Jahr ausgearbeitet haben. Leider ist es uns noch nicht ganz gelungen, dass wir schon eine wirkliche Einheit sind, noch sind die Eigenheiten der Standorte zu berücksichtigen. Auch die Gewohnheiten der Teams der Standorte machen sich bemerkbar. Da heißt es noch immer Kompromisse zu schließen, damit sich möglichst alle Meinungen in den Entscheidungen finden. Die Organisation der standortübergreifenden Vorhaben, der Kontakt mit den zuständigen Stellen und Berichterstattung werden von den für Gesundheitsfragen zuständigen Lehrer/innen in den beiden Standorten gemeinsam mit der Leiterin erledigt. Kleinere Vorhaben fallen in den Bereich der entsprechenden Klassenlehrer/innen. Welche Personengruppen wurden bei der Entwicklung/Planung von Maßnahmen eingebunden? Alle Personengruppen, Leitung, Lehrer/innen, Schüler/innen und Eltern (je nach Projekt und Maßnahme) sind bei der Feinplanung beteiligt, da wir ja aufeinander angewiesen sind. Welche Personengruppen wurden bei der Durchführung von Maßnahmen eingebunden? Bei der Durchführung der Projekte, Aktionen und Maßnahmen sind je nach Größe und Zeitdauer alle Personengruppen mehr oder weniger beteiligt. 1.3. Besondere Bedürfnisse In welcher Form werden Entscheidungsprozesse gestaltet? Welches Gremium mit welcher Besetzung trifft welche Entscheidung in welcher Form? (z. B. Projektteam, Gesundheitsteam, Schulgemeinschaftsausschuss, Konferenz) Besonders für die Pause wird an beiden Standorten für Buben und Mädchen eigenes Spielmaterial zur Verfügung gestellt. Der Fußballplatz und der Basketballkorb in Riedersbach werden meist von den Buben benützt, aber nicht ausschließlich, da viele Mädchen auch im Fußballverein sind. Die Mädchen verwenden lieber Springschnüre, Gummitwist und Figuren zum Tempelhüpfen. Bei den Gartenarbeiten im Schulgarten in Riedersbach werden die Buben eher zum Graben und gröberen Arbeiten eingeteilt, die Mädchen übernehmen das Pflanzen und Gießen. In manchen Klassen kann es aber auch genau umgekehrt sein. Beim Kochen und bei der Gesunden Jause wird besonders auf islamische Kinder geachtet, auf Fleischspeisen oder Schinken verzichten wir. Finanzielle Unterstützung erhalten wir vom Elternverein, Spenden von den Schulfesten werden wieder für unsere Aktionen verwendet, damit die finanzielle Belastung möglichst gering bleibt.

2. Ist in Zusammenhang mit der schulischen Gesundheitsförderung an Ihrer Schule eine strukturierte Herangehensweise erkennbar?... 2.1. Strukturierte Herangehensweise (z. B. Projektmanagementkreislauf) In welcher Form werden der Bedarf an Maßnahmen und die Bedürfnisse der im schulischen Alltag involvierten Personen erhoben (z. B. Befragungen, Beobachtungen, Interviews, Gesprächskreise, strukturierte Rückmeldung von Lehrer/innen, Eltern, Schüler/innen angeführte verwendete Tools bitte beilegen)? Wie schon erwähnt, werden zu Schulbeginn ausgehend vom Lehrplan Ideen, Wünsche und Vorhaben der Lehrer/innen und Schüler/innen gesammelt und bei den Elternabenden vorgestellt. In einer Konferenz wird das Schulprogramm für das Schuljahr schließlich erstellt. Die gesammelten Ideen und Wünsche werden besprochen, Möglichkeiten für schulübergreifende oder klassenübergreifende Arbeiten überprüft. Ziele werden formuliert und im Schulprogramm festgehalten. Die Ideen können mit Schwerpunktsetzungen des LSR oder Wettbewerben verbunden werden und in den Projekte-Terminplan eingetragen werden. Hier wird auch festgelegt, wer für die einzelnen Aktionen zuständig ist. Beim Schulforum werden die Eltern über die Vorhaben der Schule informiert und zur Mitarbeit eingeladen. Am Schulschluss werden die durchgeführten Aktionen besprochen, bewertet und Verbesserungsvorschläge gemacht. Außerdem wird entschieden, was ins regelmäßig wiederkehrende Programm aufgenommen wird (Evaluierung des Schulprogrammes). Rückmeldung durch Eltern und Schüler/innen erfolgt meist mündlich. Zeitweise wird auch mit einfachen Fragebögen - meistens bei aufwändigen Projekten evaluiert. Schon im letzten Schuljahr haben wir für einzelne Themen die Idee des Entwicklungsplanes für unsere Gesundheitsthemen genutzt. Für die Arbeit im Schulgarten Riedersbach und für Bewegungserziehung wurden bereits Entwicklungspläne ausgearbeitet. Werden auf Basis dieser Ziele Arbeitspläne zur Umsetzung erstellt? Die allgemeinen Ziele sind in unserem Leitbild formuliert. Die speziellen Ziele sind im Schulprogramm und im Entwicklungsplan angeführt. Unser Schulprogramm beinhaltet eine Jahresplanung für unsere Schwerpunkte. Zuständige Personen werden hier schon festgelegt, zeitliche Strukturen fixiert. Für Bewegung und Schulgarten beinhaltet der Entwicklungsplan entsprechende Umsetzungspläne. In welcher Form werden durchgeführte Maßnahmen bewertet (z. B. mit Hilfe von Befragungen, Beobachtungen, Interviews, Gesprächskreise, strukturierte Rückmeldung von Lehrer/innen, Eltern, Schüler/innen)? Die Bewertung der Maßnahmen erfolgt durch die Zusammenschau der Evaluierungsergebnisse in einer Konferenz am Schulschluss. In welcher Form werden daraus Erkenntnisse gezogen (z. B. Adaptierung der Ziele oder Maßnahmen führen Sie bitte eine genaue Beschreibung unter Punkt 5 an)? Werden angestrebte Ziele nicht erreicht, wird überlegt, wie die Maßnahmen verändert werden können, damit wir Erfolg haben. Oft erweisen sich bei der Durchführung einzelne Maßnahmen als viel zu kompliziert oder aufwändig. Die Organisation der Gesunden Jause in St. Pantaleon konnte zum Beispiel durch genaue Einsatzpläne (wie in Riedersbach) zum Selbstläufer umgestaltet werden.

In welcher Form werden der Ablauf und die Maßnahmen zur Schulischen Gesundheitsförderung dokumentiert? Wie können außen stehende Personen oder neue Lehrer/innen die Prozesse und umgesetzten Maßnahmen nachvollziehen? Die Dokumentation erfolgt bei größeren Projekten durch einen schriftlichen Bericht mit Fotos durch die jeweilige Klassenlehrer/in und einen klassenübergreifenden Bericht durch die Schulleiterin. Alle Aktionen werden durch Fotos und kurzen Text dokumentiert und mit Plakaten in der Schule vorgestellt. Die Eltern können sie jederzeit anschauen oder es findet eine eigene Veranstaltung zur Präsentation statt. Besondere Aktionen schaffen es auch in die Gemeindezeitung oder auf die Homepage der Gemeinde. Dort gibt es die Möglichkeit, die Schule zu präsentieren. Alles, was im Laufe des Schuljahres durchgeführt wird, wird natürlich in der Schulchronik genauestens dokumentiert und kann so von neuen Lehrer/innen nachvollzogen werden. 3. Wie findet Kooperation und Vernetzung an Ihrer Schule statt?... In welcher Weise werden externe Personen / Institutionen (z. B. Expert/innen, regionale Institutionen, Unternehmen) eingebunden oder regionale Strukturen berücksichtigt? Für die Einbindung von externen Personen und Institutionen gibt es ein schon bewährtes Programm für jede Klasse und jedes Schuljahr. Je nach Unterrichtsstoff haben wir im Ort die entsprechenden Expert/innen, die in den Unterricht eingeladen werden oder die wir besuchen können. Besonders erfreulich ist, dass wir im letzten Schuljahr auch für den Standort St. Pantaleon zusätzliche Angebote bekommen haben bzw. die Für Riedersbach zur Verfügung stehenden Angebote auf St. Pantaleon ausweiten konnten. z. B. Ortsbäuerin, Imker, Mostbauer, Ernährungsberater/innen, Kinesiolog/innen, Jägerschaft, Fischerverein, Musikkapelle, Kraftwerk Riedersbach, Müllsammelstelle, Andere Stellen laden wir zu Vorträgen ein, z. B. Bezirksabfallverband, Südwind, erneuerbare Energien usw. Findet ein Austausch mit anderen Schulen statt? In welcher Weise wird der Austausch mit anderen Schulen zum Thema Gesundheitsförderung sichergestellt? Der Austausch mit anderen Schulen ist durch die Zusammenlegung der Standorte Riedersbach und St. Pantaleon und Versetzungen von Lehrer/innen an unsere Schule inzwischen bei einigen Punkten zu einer schulinternen Sache geworden. Vorbereitungsteams der Lehrer/innen alle Lehrer/innen unserer Schule bereiten sich wöchentlich mit Kolleg/innen auf den Unterricht vor. Daraus ergeben sich auch Brieffreundschaften und gemeinsame Unternehmungen mit den Schüler/innen. Kochrezepte und Tipps für die Gesunde Jause werden bei entsprechenden Projekten ausgetauscht. Die Lehrer/innen aus den Vorbereitungsteams besuchen oft auch gemeinsam Fortbildungsveranstaltungen. Zeitweise gibt es Kontakt mit anderen Schulen für die Dauer von besonderen Projekten. Beispiele: o Die Natur in der Au erleben mit allen Sinnen mit der Fachakademie für Sozialpädagogik in Mühldorf, Bayern, 2010 o Das Auge der Sehsinn gemeinsam mit Schulen aus Slowenien und Lesbos im Rahmen eines EU-Projektes über zwei Jahre, 2010 o Stammbuchverse gemeinsam mit der VS St.Pantaleon und Grundschule Fridolfing im Rahmen eines Euregio-Projektes o Projekt Grenzwelten im Rahmen der Landesausstellung gemeinsam mit der Grundschule Fridolfing, 2012 o Rätselwanderung Projekt Grenzwelten Ideenaustausch erfolgt über die Schulleitungen mit den benachbarten Schulen Tarsdorf und St. Radegund.

4. Welche Schritte werden an Ihrer Schule zur dauerhaften Übertragung und Verankerung der Maßnahmen in den Schulalltag gesetzt?... 4.1. Wie wird die Nachhaltigkeit auf der Prozessebene sichergestellt? Gibt es fixe Ansprechpartner/innen im Bereich der schulischen Gesundheitsförderung? Wie organisieren sich diese Personen? Für die alltägliche Gesundheitsarbeit sind die Klassenlehrer/innen zuständig. Sie sind die Ansprechpartner/innen für Schüler/innen, Eltern aber auch Kolleg/innen und Leiterin. Bei den Besprechungen und Konferenzen des gesamten Teams werden klassenübergreifende Themen behandelt und geplant. Für die Organisation größerer Vorhaben sind die für den Bereich Gesundheit zuständigen Lehrer/innen (an jedem Standort zwei Lehrerinnen) gemeinsam mit der Leiterin im Einsatz. Bei Bedarf treffen diese Personen sich zu eigenen Besprechungen. Gibt es ein Budget, das für Gesundheitsförderungsmaßnahmen reserviert ist? Für die Gesundheitsförderungsmaßnahmen steht das Geld zur Verfügung, das wir durch die Gesunde Jause einnehmen. Auch entsprechende Preisgelder, z. B. Fitmacher für die Jausenpause, wurden schon dafür verwendet. Bei manchen Vorhaben werden wir vom Elternverein unterstützt. Im letzten Jahr hatten wir auch durch das Projekt Der kleine Mugg finanzielle Unterstützung. Geschirr für die Gesunde Jause, die Obstjause für die Klassen in St. Pantaleon und für die Schulfeste wurde angekauft. In welcher Weise erfolgt die Einbindung in den Schulalltag? Welche Maßnahmen / Aktivitäten können langfristig sichergestellt werden? (Verweis auf Punkt 5 ist möglich). (Denken Sie z. B. an: Vernetzung von Unterrichtsfächern und Schulstufen, Methodenvielfalt im Unterricht, Unterstützung von selbstbestimmtem und eigenverantwortlichem Handeln, Förderung des Schulklimas und Klassenklimas, Schulregeln) Die Einbindung der Gesundheitsförderung in den Schulalltag erfolgt durch: fest eingeführte Maßnahmen. Sie gehören einfach zu unserer Schule dazu. Gesunde Jause, bewegte Pause, Gestaltung der Klasse und des Schulhauses, Morgenkreis, bestimmte Regeln für die Klasse und für die Schule, Mülltrennung, Jausenbox und Trinkflasche, Wassertrinken, Gartenarbeit, usw. zusätzliche Maßnahmen, die schwerpunktmäßig über das Jahr verteilt sind, je nach Unterrichtsstoff. Kinesiologie, Müllsammelaktion, Zirkus in der Schule, besondere Sportangebote, Körper und Ernährung besondere Projekte, die fächerübergreifendes Arbeiten und auch klassenübergreifendes Arbeiten notwendig machen. Gartenarbeiten, Kräuterbuch, Einstudierung und Bühnenbild unserer Musicals und Theateraufführungen, 4.2. Wie wird die Nachhaltigkeit auf der inhaltlichen Ebene (Ergebnisse) sichergestellt? Welche Veränderungen sind in Bezug auf das Gesundheitsverhalten der Schüler/innen erkennbar? Dies Gesunde Jause, Gesunde Woche, Bewegung im Unterricht und in der Pause, Gartenarbeiten, Morgenkreis, Offene Werkstatt am Nachmittag (Kochkurse, Sport, Tanz, Basteln) sind fixe Bestandteile unseres Schuljahres und das schon seit vielen Jahren. Veränderungen in Bezug auf das Gesundheitsverhalten der Schüler/innen: Kinder verlangen nach gesunder Kost und Bewegung in der Schule. Kinder bekommen auch von zu Hause Gesundes mit. Wassertrinken ist eine Selbstverständlichkeit für die Kinder. Aktionen werden von den Schüler/innen positiv aufgenommen und auch wieder eingefordert.

Welche Veränderungen sind im Schulalltag / Schulumfeld erkennbar? Veränderungen im Schulalltag und Schulumfeld: Eltern arbeiten bei unseren Maßnahmen sehr gerne mit und unterstützen uns auch, indem sie den Kindern eine gesunde Jause von zu Hause mitgeben. Die Gesunde Jause ist eigentlich nur durch die Mithilfe der Eltern so erfolgreich. Eltern kommen selber mit neuen Ideen in die Schule und helfen diese zu verwirklichen. Die Zusammenarbeit zwischen Lehrer/innen, Schüler/innen und Eltern ist sehr gut, da viele Kontakte möglich sind und die Erfolge mit den Projekten und Aktionen von den Eltern sehr positiv bewertet werden. 4.3. Ausblick in die Zukunft Welche Ziele im Bereich der Schulischen Gesundheitsförderung nehmen Sie sich für die Zukunft vor? Bewegung: regelmäßiger Einbau von Bewegung in den Unterricht Bewusstmachen der Wichtigkeit von Bewegung für den Lernerfolg tägliche Bewegung in der Pause Erfahrungen sammeln mit kleinen Pausenspielen wecken von Freude an Bewegung Ernährung: Sensibilisierung für gesunde Ernährung Gesunde Ernährung auch im Alltag vermehrt beachten wichtigste Sorten von Obst, Gemüse, Kräutern und Getreide kennen lernen Auf Vorzüge heimischer Produkte hinweisen Psychosoziale Gesundheit: Gemeinsam für und in der Gemeinschaft arbeiten, sich einbringen, Probleme miteinander lösen Schüler/innen, Lehrer/innen und Eltern sollen sich, soweit es geht, wohl fühlen in der Schule Der Klassenzusammenhalt soll gefördert werden Rahmenbedingungen: Möglichkeit schaffen in möglichst idealer Umgebung zu lernen und zu lehren Grundlegendes Wissen zur Sicherheit in der Schule, Hygiene, Müllvermeidung und Ersten-Hilfe weitergeben Suchtprävention: Bewusstmachen, dass sich ein Übermaß auf Körper, Gesundheit und seelisches Wohl negativ auswirken kann Förderung der sozialen und persönlichen Fertigkeiten durch das Programm eigenständig werden

5. Welche schulischen Gesundheitsförderungsaktivitäten wurden an Ihrer Schule bisher durchgeführt?... 5.1. Welche Maßnahmen wurden im Bereich Bewegung an Ihrer Schule durchgeführt? Bewegung/Rückzug in Pause und Unterricht war in Riedersbach seit 1999 ein Thema. Es wurde mit der Umstrukturierung der Pausengegebenheiten begonnen. Für die Pause draußen gibt es inzwischen drei Bereiche (Hof mit Hüpffiguren und Sitzgelegenheiten auf Hartplatz, Spielwiese und Fußballplatz). Wenn es trocken ist, benützen wir auch den Schulgarten. Nur bei extrem schlechtem Wetter sind wir im Schulhaus. Hier gibt es Lesebereiche und Spielbereiche. Bewegte Pause in St. Pantaleon: In St. Pantaleon gibt es einen Hof und eine kleine Wiese. Für die Pause draußen gibt es auch Spielmaterial in einem verschließbaren Kasten im Hof. Die Pause in der Schule muss aus Platzmangel in den Klassen abgehalten werden. Deshalb sind die Kinder auch in St. Pantaleon nach Möglichkeit im Freien. Bewegte Pause in Riedersbach: täglich draußen (Wiese, Fußballplatz, Hof mit Hüpffiguren) Spiele in Tonne für jede Klasse, steht in Garderobe bereit im Schulhaus Bewegungsspiele (Pedalos, Balancierscheibe, Kegelspiel, ) und abgeteilte Lesebereiche, Sitzgelegenheiten mit Tischen zum Essen Rückzugsmöglichkeiten im Hof (Sitzbänke, Picknickdecken), im Garten und auf der Wiese (Gebüsch, Baumstämme, kleiner Teich mit Brücke) Bewegter Unterricht: offene Unterrichtsformen (Klasse, Gang, zusätzliche Räume und Garten werden genutzt) Lerngymnastik und Kurzturnen Arbeitsmaterialien am Gang - Kinder haben Möglichkeit zur Bewegung beim Holen (Riedersbach) Lerninhalte werden mit Bewegung geübt dazu eigene Sammlung von Aufgaben für Lehrer/innen in frei zugänglichem Regal (Lesespiele und Aufgaben für bewegten Unterricht) am Gang Klassenordneraufgaben werden ernst genommen, bringen Bewegung für die eingeteilten Kinder Unterricht im Freien Garten wird für SU, Lese- und Zeichenunterricht genutzt Jährlich einmal Lesewanderung im Ort oder Lesespiele auf der Schulwiese (Stationen mit Lese- und Bewegungsaufgaben) Umweltprojekte in der Salzachau gleich neben der Schule (jährliche Müllsammlung mit dem Fischereiverband, Umwelt mit allen Sinnen, Tiere im Auwald Jägerschaft) und am Höllerersee Sportunterricht: BSP fällt nie aus Zusatzangebote im Sportunterricht durch Vereine (Koordi, Zirkus in der Schule) Gesund und Munter Schwerpunkttage zum Eislaufen, Schwimmen, Eisstockschießen, Schlittenfahren jährlich Seilspringen - bestimmte Aufgaben müssen erfüllt werden, um eine Urkunde zu erhalten (Kinder üben zu Hause und in der Pause) Bewegungstage/Bewegungswoche mit zusätzlichen Bewegungsangeboten (Tanz, Wanderungen, Dauerlauf, ) Haltungsturnen Zusätzliche Aktivitäten: vier Morgenwanderungen in St. Pantaleon, Aktion Pedibus - zweimal im Jahr in Riedersbach vier Sportttage (Besuch bei Vereinen: Fußballverein, Stockschützen, Wanderungen mit Sportstationen, Schlitten fahren, )

vier Sportttage (Besuch bei Vereinen: Fußballverein, Stockschützen, Wanderungen mit Sportstationen, Schlitten fahren, ) 5.2. Welche Maßnahmen wurden im Bereich Ernährung an Ihrer Schule durchgeführt? Seit 1994 beschäftigen wir uns intensiv mit Gesundheitsförderung. Begonnen wurde damals mit der Gesunde Jause, die mit einzelnen Schüler/innen einmal pro Woche zubereitet wurde. In späteren Jahren wurden auch die Eltern miteinbezogen. Derzeit wird ein genauer Plan für die Klassen erstellt, wo sich alle Eltern für das ganze Jahr eintragen können. Auch die Lehrer übernehmen Termine. Mit den Schüler/innen werden zusätzliche Gesunde-Jause-Tage durchgeführt. Beim Elternabend in der 1. Klasse werden Möglichkeiten für eine gesunde Jause besprochen und vorgestellt. Mit dem Beitritt zum Netzwerk Gesundheitsfördernde Schulen 1999 wurde in Riedersbach die Gesunde Woche eingeführt. Im Februar dreht sich eine Woche lang alles um Ernährung, Bewegung, Wohlfühlen und Gemeinschaft. Jeden Tag wird von einer Klasse die Gesunde Jause zubereitet, die 4. Klasse stellt Teams für das Haltungsturnen in den anderen Klassen, Ernährungsexperten werden eingeladen und zusätzliche Bewegungsmöglichkeiten angeboten. Highlight ist immer ein gemeinsames Frühstück in der Klasse. Seit einigen Jahren gibt es auch in St. Pantaleon die Gesunde Woche. Die Aktionen dieser Wochen werden seit dem letzten Schuljahr aufeinander abgestimmt. Weitere dauerhafte Maßnahmen: wöchentlicher Obsttag, finanziert aus Geld von Gesunder Jause Ausspeisung: einmal wöchentlich Vollwertgericht, jeden Tag Salatbeilage, wird in NMS zubereitet, (Zertifikat: Gesunde Küche seit 2014) Gesunde Jause Ecke in jeder Klasse: Geschirr und Messer für Zubereitung, Wasserkrug und Gläser oder Becher Trinkflasche und Jausenbox für jedes Kind Umgestaltung des Ausspeisungsraumes/der Küche mit Augenmerk auf Tisch- und Esskultur Jährlich acht Kochnachmittage als zusätzliches freiwilliges Angebot durch die Lehrer/in für Kinder aller Klassen Milchprodukte einmal jährlich in der 4. Klasse, Ortsbäuerin Brot backen, Aufstriche zubereiten, usw. passend zu U-Themen Folgende Ziele sollten durch diese Maßnahmen erreicht werden: Sensibilisierung der Schüler/innen für gesundheitsbewusstes Verhalten Vorstellen von richtigen Verhaltensweisen selbsttätiges Durchführen verschiedener Möglichkeiten gesunder Lebensweise 5.3. Welche Maßnahmen wurden im Bereich Psychosoziale Gesundheit an Ihrer Schule durchgeführt? Im Schulprogramm ist das Schulklima ein wesentlicher Punkt. Jedes Jahr versuchen wir, etwas Besonderes einzuplanen. Vor einigen Jahren haben wir das Projekt Faustlos für alle Klassen gestartet. Seit ungefähr acht Jahren findet in Riedersbach täglich ein Morgenkreis für alle Schüler/innen und Lehrer/innen statt. Der gemeinsame Tagesbeginn wird für das Schulgebet, für gemeinsames Singen und Sozialerziehung genutzt. Außerdem können so Informationen, die alle betreffen, leicht weitergegeben werden und Entscheidungen dazu gemeinsam getroffen werden. Die Schüler/innen haben hier außerdem die Möglichkeit besondere Arbeiten oder auch Fertigkeiten vorzustellen. Im Advent laden wir uns Persönlichkeiten aus der Gemeinde zum Vorlesen bei einem besinnlichen Start in den Schultag ein. Jede Klasse legt zu Schulbeginn ihre Klassenregeln fest. In der Grundstufe 2 wird auch ein Bürgermeister oder Klassenrat gewählt. Für das Schulhaus und die Pause

werden schon erarbeitete Regeln wiederholt oder auch ergänzt. Diese Regeln werden schriftlich in der Klasse oder im Sachunterrichtheft festgehalten, um immer wieder darauf hinweisen zu können. Regelverstöße oder Streitereien werden in Klassengesprächen verhandelt und gemeinsam Lösungsmöglichkeiten gesucht. Probleme, die alle Klassen angehen, können in Riedersbach auch im Morgenkreis verhandelt werden. Zusätzlich gibt es für die 4. Klassen einen dreistündigen Workshop zum Thema Gewaltprävention. Elternarbeit: Eltern arbeiten mit und unterstützen: im Unterricht Betreuung von Freiarbeitstationen, Lesepartner/in, als Experten bei der Gesunden Jause im Schulgarten bei besonderen Aktivitäten (Elternsprechtagskaffee, Schulfest) und Ausflügen, Ansuchen um Umweltzeichen (2008 in Riedersbach), Gütesiegel Gesunde Schule (Vorbereitung des Ansuchens) 2010 in Riedersbach. Die Schule verschickt regelmäßig Informationsblätter über Termine und besondere Vorkommnisse an die Eltern. Seit zwei Jahren wird wieder intensiver an der Zusammenarbeit mit dem Kindergarten gearbeitet. Nach der Schüler/innen-Einschreibung gibt es für die Eltern der Neuanfänger einen Elternabend. Hier wird besonders auf die verschiedenen Teilbereiche bei der Schulreife eingegangen. Die Eltern bekommen Tipps und entsprechende Unterlagen dazu, wie sie ihre Kinder bis zum Schuleintritt unterstützen können. Außerdem ist an diesem Abend eine Besichtigung der Schule eingeplant. Die Eltern haben Möglichkeit zu einem weiteren Kontakt mit den zukünftigen Lehrer/innen. So wird manchen Eltern die Angst vor den Veränderungen genommen. Die Schulanfänger werden im Laufe des Jahres in die 1. Klasse eingeladen und lernen so die neue Umgebung kennen. Die Buskinder der 1. Klasse wurden in diesem Schuljahr am Schulanfang zwei Wochen lang von der eigenen Bushaltestelle bis zur Schule von einer Lehrerin begleitet. Anschließend übernahmen die größeren Kinder die Rolle der Helfer. Den Eltern konnte so die Sorge um ihre Schulanfänger/in genommen werden. Innovativer Unterricht: Alle Lehrer/innen der Schule besuchen regelmäßig Fortbildungen, mehr als gefordert, und bringen so neue Ideen in die Schule. Diese werden gerne von allen Kolleg/innen aufgenommen und gemeinsam umgesetzt. Jedes Jahr werden entweder ein Musical, ein Theaterstück oder Tänze und Lieder für die Muttertagsfeier der Gemeinde und für das Schulfest einstudiert. Klassenübergreifende Leseprojekte werden jedes Jahr eingeplant (Projekt Geschichtendrache, Lesepartnerschaften, Lesenacht, gemeinsames Lesefest, ). Alle zwei Jahre versuchen wir uns an Kunstprojekten unter der Leitung einer ortsansässigen Künstlerin. Sehr erfolgreich waren Wohlfühlen in der Schule mit Feng Shui Bildern und Fische unsere stummen Brüder. Im letzten Schuljahr ging es um das Thema Der Traum Ausdruck der gesunden Seele. Teamentwicklung: Durch die Zusammenlegung der Schulen Riedersbach und St. Pantaleon war es notwendig im Bereich Teamentwicklung Vorarbeit zu leisten. Unterstützung hatten wir hier durch einen Arbeitsnachmittag mit Frau Dr. Wührer von der Schulpsychologiestelle Ried. Bei unseren Konferenzen und Besprechungen werden regelmäßig Sequenzen zur momentanen Lage und Befindlichkeit der Teammitglieder vorgesehen. Tägliche morgendliche Absprachen gehören zu unserem Arbeitsbeginn. Dazu gibt es monatlich Besprechungen am Nachmittag, um die kommenden Aktionen in der Schule vorzubereiten und die anfallende Arbeit aufzuteilen. Eine genaue Einteilung und Absprache der Vorhaben im Schuljahr am Schulbeginn hilft uns, uns nicht zu übernehmen. Somit wird dieses Konfliktpotential von vornherein ausgeschlossen. Möglichkeiten zur Kooperation zwischen Klassen können schon am Schulanfang erhoben werden und in die Jahresplanung einfließen.

5.4. Welche Maßnahmen wurden im Bereich Rahmenbedingungen an Ihrer Schule durchgeführt? Raumklima: Jede Klasse bespricht, welche Maßnahmen für die Klasse wichtig sind. Dazu gehören nicht nur Mülltrennung, Energiesparen und Verhalten bei der Arbeit, sondern auch Auswirkungen durch regelmäßiges Lüften und Lärmvermeidung. Um Lärm zu vermeiden, nützen wir nicht nur die Klasse, sondern auch die Gänge für den Unterricht. Zusätzlich gibt es auch Bereiche in der Klasse, wo ganz leise gearbeitet werden muss. Pausen im Schulhaus werden möglichst vermieden, da hier der Lärmpegel höher ist. Bei Lärmmessungen (Sicherheitsberatung im Auftrag der Gemeinde) in Pausenhalle und Turnsaal in Riedersbach wurden aber keine gefährlichen Werte festgestellt. Zur Information unserer Schüler/innen hatten wir auch schon den Hörpavillon zu Gast. Schulmöbel: Alle Möbel entsprechen der Ö-Norm. Sie können durch Verstellen (1. und 4. Klasse) den Schüler/innen angepasst werden oder durch entsprechende Tauschmöglichkeiten (verschiedene Sessel- und Tischhöhen) von Schüler/in ausgesucht werden. Für manche Schüler/innen werden auch Sitzbälle zur Verfügung gestellt. Bei Freiarbeitsphasen kann der Arbeitsplatz von den Schüler/innen gewählt werden. Arbeiten können auch im Stehen, Knien oder Liegen erledigt werden. Bildschirmarbeitsplätze sind in jeder Klasse vorhanden, haben die passende Beleuchtung und Belüftung, werden aber nicht dauernd benutzt. Schultasche: Ordnung in der Schultasche wird regelmäßig angesprochen. Gewichtsreduktion durch sinnvolles Einräumen wird hervorgehoben und der Beweis durch Abwiegen auch erbracht. Pausenräume: An unserer Schule gibt es für den Außenbereich, wie schon erwähnt, ideale Bedingungen. Das Schulhaus nützen wir für die Pause selten. Jedes Jahr werden die Gänge aber wieder neu gestaltet, weil die Schüler/innen in ihrer Schullaufbahn von Klasse zu Klasse wandern und sich die an die Klassen anschließenden Gänge auch wieder selbst einrichten wollen. Sicherheit, Unfallverhütung, Erste-Hilfe: In der ersten Schulwoche gibt es in allen Klassen eine Wiederholung der Brandschutzmaßnahmen und eine Räumungsübung, die gegen Schulschluss dann auch noch mit der Feuerwehr durchgeführt wird. Maßnahmen zur Unfallverhütung, Verkehrssicherheit und Ersten-Hilfe werden im Unterricht durchgenommen und mit Aktionen, wie Radfahrprüfung, Helfi-Schein (Abnahme im Rahmen einer Katastrophenübung und Verleihung durch Rettungssanitäter) oder Kindersicherheitsolympiade gefestigt. Die Lehrer/innen nehmen an den Auffrischungskursen zur Ersten-Hilfe regelmäßig teil. Erst im Dezember 2013 wurde ein Kurs an unserer Schule abgehalten. Für die Ausstattung und Wartung der Erste-Hilfe-Kästen ist der Erste-Hilfe-Referent der Schulstandorte zuständig. Sozialräume, Umkleideräume: Beides steht zur Verfügung. Für das Reinigungspersonal / Küchenpersonal gibt es jährlich eine Überprüfung durch die Lebensmittelbehörde, die neben der Hygiene auch diese Punkte überprüft. Strahlenschutzmaßnahmen: Die Fragebögen werden in der 1. Klasse an die Eltern ausgeteilt und die Vorgehensweise erhoben. Bei den anderen Klassen wird jährlich überprüft, ob die Angaben noch stimmen. Die Kaliumjodidtabletten lagern in der Direktion in Riedersbach/in der Freiklasse in St. Pantaleon und werden auf Anweisung der Behörde vom Schularzt ausgetauscht. Sauberkeit und Hygiene: Für die Ordnung in der Klasse werden Schüler/innen eingeteilt, die überprüfen und gegebenenfalls auf Missstände aufmerksam machen. Für den eigenen Platz ist jede/r Schüler/in selber zuständig. Auf Müllvermeidung und -trennung wird mit den Schüler/innen gemeinsam hingearbeitet und die Klasse mit entsprechenden Sammelkisten ausgestattet.

Regelmäßig wird auf Händewaschen vor dem Essen und nach dem Benützen der Toilette hingewiesen. Alle Waschgelegenheiten sind dementsprechend ausgestattet. Im Winter oder bei Gefährdung durch ansteckende Krankheiten wird vermehrt auf Hygiene hingewiesen. Die Reinigung der Schule, besonders der Sanitäranlagen, wird regelmäßig von der Schulleitung in Zusammenarbeit mit Schulwarten und Reinigungspersonal überprüft. Impfaktionen: Werden meist während der Unterrichtszeit in der Schule durchgeführt und von den zuständigen Lehrer/innen unterstützt. 5.5. Welche Maßnahmen wurden im Bereich Suchtprävention an Ihrer Schule durchgeführt? Themen dazu werden im Sachunterricht durchgenommen, teilweise auch in unsere Gesunde Woche eingebaut. Hauptthemen sind Stärken des Selbstwertgefühls und sinnvolle Freizeitbeschäftigung, aber auch Einwirkungen auf unsere Gesundheit durch falsche Ernährung, Alkohol, Nikotin oder Medikamente. Informationsmaterial über Drogenmissbrauch und Informationsstellen liegen für die Eltern auf. Für Eltern, Lehrer/innen und Kinder/innen organisiert unser Elternverein jährlich entsprechende Veranstaltungen. Da dieser Bereich bei unserem letzten Ansuchen für das Gütesiegel: Gesunde Schule noch nicht so gut abgedeckt war, haben alle Lehrer/innen des Standortes Riedersbach im Schuljahr 2012/13 die Ausbildung für das Programm eigenständig werden absolviert. Die Unterrichtseinheiten dazu werden nun schon in den Klassen abgehalten. Durch die Zusammenarbeit der Klassenlehrer/innen der Parallelklassen hat das Programm auch im Standort St. Pantaleon Einzug gehalten. Warum wurde der Bereich verstärkt in unsere Arbeit aufgenommen? Durch Erfahrungen mit nicht so einfachen Kindern war uns schon lange bewusst, dass oft der Selbstwert und das Selbstbewusstsein dieser Kinder sehr gering sind. Wir wollten hier mehr Unterstützung geben. Durch die Angebote des Programmes eigenständig werden bekamen wir Hilfe. Welche Zielgruppe sollte erreicht werden? Natürlich sollen alle Kinder gestärkt werden, damit sie zu einer positiven Lebenseinstellung kommen können. Wie wurde das Verhalten beeinflusst? Durch die Ausbildung wurden die Lehrer/innen sensibilisiert mehr auf die Entwicklung des Selbstwertes der Kinder, auf Umgang mit Konflikten und vorbeugende Maßnahmen zu achten. Schüler/innen haben Freude an der Beschäftigung mit den Themen zur eigenen Person. Voller Freude und Stolz werden z. B. die Ich-Bücher präsentiert. Wie wurden die Verhältnisse verändert? Die Vorgaben des Programmes werden genau eingehalten. Die Unterrichtseinheiten sind Teil der Jahresplanung. Die Kursteilnehmer/innen sind von den Unterlagen begeistert und geben diese Begeisterung auch bei der Arbeit mit den Kindern weiter. Außerdem haben sich auch schon Lehrerinnen, die die Ausbildung nicht besucht hatten, von der Qualität der Unterlagen überzeugen lassen. Mit welchem Erfolg? Frau Kronberger hat ihre Abschlussarbeit beim Lehrgang Schulischer Gesundheitskoordinator über Suchtprävention in der Volksschule geschrieben. Dazu hat sie in Zusammenarbeit mit dem Elternverein auch für die Eltern einen Vortrag zur Suchtprävention organisiert (Kinder stark machen für ein suchtfreies Leben, Referent Franz Schiermayr). Dieser Vortrag ist bei den Eltern sehr gut angekommen. In diesem Schuljahr gab es eine weitere Fortbildung im Rahmen des Programmes eigenständig werden. Das Programm wurde als weiterer jährlicher Fixpunkt in unsere Arbeit aufgenommen.

5.6. Welche sonstigen Maßnahmen zur schulischen Gesundheitsförderung wurden an Ihrer Schule durchgeführt? Maßnahmen zur Lehrer/innen-Gesundheit: Die Lehrer/innen unserer Schule haben die Möglichkeit, an der Schulausspeisung teilzunehmen. Die Küche in der NMS St. Pantaleon, die uns beliefert, ist sehr bemüht, ausgewogene Menüs mit frischen und regionalen Zutaten anzubieten. Die Lehrer/innen haben auch die Möglichkeit erst nach Unterrichtsende zu essen. Für Mitgebrachtes stehen Kühlmöglichkeiten und auch Aufwärmmöglichkeiten zur Verfügung. Die Zusammenlegung der Schulen Riedersbach und St. Pantaleon war für die Lehrerteams im Vorfeld mit einer langen Zeit der Ungewissheit verbunden. Besprechungen zu Befürchtungen und Chancen dieser Zusammenlegung durch Schulpsychologie und im Rahmen des Projektes Der kleine Mugg waren für alle eine große Unterstützung. Als Hilfe für den Umgang mit den Schüler/innen haben wir uns mit den Ideen der Neuen Autorität beschäftigt. Wir versuchen sie bei Bedarf anzuwenden. Gute Erfolge hatten wir bei den Vorschlägen Präsenz zeigen (Pausenaufsicht wurde verstärkt) und Gemeinsam sind wir für das Problem verantwortlich. Im letzten Schuljahr wurden für alle fehlenden Klassen noch neue ergonomische Sessel für die Lehrer/innen angeschafft. Durch die Verlagerung der 1. Klasse an den Standort Riedersbach konnte für St. Pantaleon eine Klasse für besondere Unterrichtsstunden freigemacht werden. Betreuungslehrer, Sonderschullehrerin und Werklehrerin haben nun einen eigenen Raum und Ablegemöglichkeiten für Unterrichtsmaterialien.