Repetitions-Aufgaben 1

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Repetitions-Aufgaben 1 Wellen Aufgaben R1.1 Eine Trompete ist ein beidseits offenes Rohr, in welchem eine Luftsäule Eigenschwingungen ausführen kann. Das Anspielen eines Tones entspricht dem Anregen einer Eigenschwingung. Bei einer bestimmten Länge der Trompete können also nur bestimmte Töne gespielt werden, die sogenannten Naturtöne, nämlich der Grundton und die dazugehörigen Obertöne. Eine Tonleiter erstreckt sich über eine Oktave, welche in 12 Halbtonschritte unterteilt ist. Das Frequenzverhältnis zweier Töne, die um eine Oktave auseinander liegen, beträgt 2:1. Ein Trompetenbauer macht die folgende Behauptung: "Es ist möglich, eine Trompete zu bauen, bei welcher es zwei benachbarte Naturtöne gibt, die genau um einen Halbton auseinander liegen." Beurteilen Sie mit schlüssiger Begründung, ob diese Aussage wahr oder falsch ist. R1.2 Von einer Orgelpfeife kennt man die Frequenzen von drei Oberschwingungen: 369 Hz 492 Hz 738 Hz Man weiss jedoch nicht, ob die drei Oberschwingungen aufeinander folgende Oberschwingungen sind (z.b. 3./4./5. OS). Es ist also möglich, dass es zwischen den drei gegebenen Frequenzen noch Frequenzen von weiteren Oberschwingungen hat. Begründen Sie, dass es sich bei der Orgelpfeife nicht um eine einseitig offene Pfeife handeln kann, sondern dass sie entweder beidseits geschlossen oder beidseits offen sein muss. R1.3 Gegeben sind zwei lineare Wellen, eine Dreieckswelle y 1 (,t) und eine Rechteckswelle y 2 (,t). Beide haben die gleiche Wellenlänge und die gleiche Frequenz. Die Dreieckswelle breitet sich in positiver - Richtung aus, die Rechteckswelle in negativer -Richtung. Die folgenden Grafiken zeigen die Momentaufnahmen der Wellen y 1 (,t) und y 2 (,t) zu einem bestimmten Zeitpunkt t = t 0 : y 1 (,t 0 ) y 2 (,t 0 ) 02.09.2013 p_bg13p2_ar01.pdf 1/5

Eine dritte Welle y 3 (,t) entsteht durch Überlagerung der beiden Wellen y 1 (,t) und y 2 (,t): y 3 (,t) = y 1 (,t) + y 2 (,t) a) Zeichnen Sie die Momentaufnahme der Welle y 3 (,t) zum Zeitpunkt t = t 0 : y 3 (,t 0 ) b) Zeichnen Sie, wie die Welle y 3 (,t) eine Viertel-Schwingungsdauer später aussieht. Gefragt ist also nach der Momentaufnahme der Welle y 1 (,t) zum Zeitpunkt t = t 0 +T/4: y 3 (,t 0 +T/4) R1.4 Ein Schwimmkörper der Masse 0.10 kg besteht aus zwei im Abstand von 40 cm starr verbundenen Zylindern mit Radius 1.0 cm. Der Körper wird, ausgehend von seiner Ruhe-Eintauchtiefe, symmetrisch etwas tiefer eingetaucht. Nach dem Loslassen führt er eine annähernd harmonische Schwingung aus. Eine Berechnung, die Sie nicht ausführen müssen, würde ergeben, dass die Schwingungsdauer 1.1 s beträgt. Durch die Bewegung des Körpers werden an der Wasseroberfläche Kreiswellen erzeugt. Diese Wellen gehen vereinfacht betrachtet von den Punktquellen P und Q aus und breiten sich mit der Geschwindigkeit 0.30 m/s aus. Wie viele ruhige Wasserstellen (Interferenzminima) würde man antreffen, wenn man mit einem Schiff den Schwimmkörper einmal umkreiste? 02.09.2013 p_bg13p2_ar01.pdf 2/5

R1.5 Ein Südseefischer geht mit der Harpune in einer schönen, sonnendurchfluteten und klaren Lagune auf Fischfang. Er entdeckt einen grossen Fisch, der 1.5 m unter der Wasseroberfläche schwimmt. Der Fischer, dessen Auge 1.6 m über der Wasseroberfläche ist, sieht den Fisch unter dem Winkel 66 (zur Horizontalen). In welche Richtung (zur Horizontalen) muss er mit der Harpune zielen, wenn er den Fisch treffen will? R1.6 Eine planparellele Glasplatte wird mit schwarzem Papier so abgedeckt, dass nur zwei schmale parallele Spalten frei bleiben. Nun lässt man einen monochromatischen Lichtstrahl so durch den einen Spalt einfallen, dass er nach der Refleion an der hinteren Plattenfläche durch den anderen Spalt wieder austritt. Bestimmen Sie den dafür notwendigen Einfallswinkel in Abhängigkeit der Plattendicke D, dem Brechungsinde n des Glases und dem Spaltenabstand d. R1.7 Aufgaben aus: Epstein, L.C.: Epsteins Physikstunde. 3. Auflage, Birkhäuser, Basel 1992, ISBN 3-7643-2771-5 a) b) 02.09.2013 p_bg13p2_ar01.pdf 3/5

Lösungen R1.1 Das Gleichungssystem f 1 = n f 0 f 2 = (n + 1) f 0 12 f 2 = 2 f 1 ergibt die Lösung n = 16.95 Damit die beiden Naturtöne genau einen Halbton auseinander liegen, müsste n eine ganze Zahl sein. Es ist Ermessenssache, ob für die praktische Anwendung 16.95 genügend nahe bei 17 liegt. R1.2 Bei einem einseitig offenen Rohr ist es nicht möglich, dass die Frequenz einer Eigenschwingung doppelt so gross ist wie die Frequenz einer anderen Eigenschwingung (738 Hz = 2 369 Hz). R1.3 a) An jedem Ort überlagern sich (Addition) die Auslenkungen der beiden Wellen y 1 und y 2. b) In der Zeit T/4 hat sich die Welle y 1 um eine -Einheit (1 Strich = 1 Einheit) nach rechts bewegt, die Welle y 2 um eine -Einheit nach links. Die so verschobenen Wellen müssen an jeder Stelle überlagert werden (analog zu a)). R1.4 4 Interferenzminima bei einem vollständigen Umgang (siehe Grafik, Quelle: http://www.zum.de/ma/fendt/ph14d/interferenz.htm) Hinweis: - Der reale Abstand der Wellenzentren beträgt zwar d = 40 cm und die wahre Wellenlänge beträgt = 33 cm. Die Lage der Interferenzmaima und -minima ist jedoch gleich wie in der Grafik dargestellt (für d = 20.0 cm und = 16.5 cm). R1.5 69 (n Luft = 1, n Wasser = 1.33) R1.6 sin( ) = d n 4D 2 + d 2 02.09.2013 p_bg13p2_ar01.pdf 4/5

R1.7 a) b) 02.09.2013 p_bg13p2_ar01.pdf 5/5