Systemphysik (Mechanik): Segelwinde

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Transkript:

Joachim Stiller Systemphysik (Mechanik): winde Wissenschaftliche Arbeit, geschrieben am 16.04.2015 Alle Rechte vorbehalten

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Systemphysik (Mechanik) I: winde ohne Flaschenzug Schiffsheck F = Fs Impulsfluss Winde = Fw Fs = Fw (Aktio = Reaktio) Das stellt einen Impulsquelle dar, die Kraft, mit der das zieht, die Impulsquellstärke, das Ganze einen Impulsstromkreis. Dabei ist das Schiff unser Bezugssystem.. Ich zeichne es gleich einmal das gesamte System auf, 1. für die ruhende Situation, 2. wenn man leine zieht, und 3. wenn man Leine lässt Nicht berücksichtigt wird zunächst, dass noch ein dreifacher Flaschenzug im Spiel ist

System in Ruhe: Bezugssystem Leine ziehen (negativer Impulsfluss): W1 Bezugssystem

Leine lassen (positiver Impulsfluss): Bezugssystem W1 Dazwischen pendelt das System immer hin und her Hier ist die Darstellung allerdings ohne Berücksichtigung des Flaschenzuges Das mache ich erst heute Abend

Systemphysik (Mechanik) II: winde mit einfachem Flaschenzug Schiffsheck F = Fs = 2 * Fw1 = 2 * Fw2 Winde 1 = Fw1 Winde 2 = Fw2 Fw1 = Fs / 2, s * 2, v * 2 Fw2 = Fs / 2, s* 2, v * 2 Hier die winde mit einfachem Flaschenzug Ich modelliere gleich einmal den Impulsfluss für die unterschiedlichen Richtungen

System in Ruhe (die Masse an der Winde ist halb so groß, die Geschwindigkeit doppelt so groß): Bezugssystem W1 Leine ziehen (negativer Impulsfluss): Bezugssystem W1

Leine lassen (positiver Impulsfluss): Bezugssystem W1 Dazwischen pendelt das System immer hin und her

Systemphysik (Mechanik) III: winde mit dreifachem Flaschenzug Schiffsheck F = Fs = 6 * Fw1 = 6 * Fw2 Winde 1 = Fw1 Winde 2 = Fw2 Fw1 = Fs / 6, s * 6, v * 2 Fw2 = Fs / 6, s* 6, v * 6 Hier bei dreifachem Flaschenzug Ich modelliere gleich einmal den Impulsfluss für die unterschiedlichen Richtungen

System in Ruhe (die Masse an der Winde ist ein Sechstel so groß, die Geschwindigkeit sechs mal so groß): Bezugssystem W1 Leine ziehen (negativer Impulsfluss): W1 Bezugssystem

Leine lassen (positiver Impulsfluss): Bezugssystem W1 Dazwischen pendelt das System immer hin und her

Systemphysik (Mechanik) IV: winde mit dreifachem Flaschenzug (nach der Halse) Schiffsheck F = Fs = 6 * Fw1 = 6 * Fw2 Winde 1 = Fw1 Winde 2 = Fw2 Fw1 = Fs / 6, s * 6, v * 2 Fw2 = Fs / 6, s* 6, v * 6 Hier bei dreifachem Flaschenzug Ich modelliere gleich einmal den Impulsfluss die unterschiedlichen Richtungen

System in Ruhe (die Masse an der Winde ist ein Sechstel so groß, die Geschwindigkeit sechs mal so groß): Bezugssystem W1 Leine ziehen (positiver Impulsfluss): Bezugssystem W1 Dazwischen pendelt das System immer hin und her

Leine lassen (negativer Impulsfluss): W1 Bezugssystem

Ein Stein soll gezogne werden (Reibung) Ein Stein soll an einem Seil über den Boden gezogen werden. Das Seil soll dabei zunächst ganz horizontal gespannt sein F Reibung F Zug Zugseil Stein Reibung positiver Impulsfluss Der Stein bewegt sich dann, wenn die Zugkraft stärker ist als die Reibungskraft. Die Modellierung des Impulsflusses ist weiter kein Problem F Reibung F Zug Zugseil Stein positiver Impulsfluss Reibung

Systemphysik (Mechanik) V: winde ohne Flaschenzug (Reibung wird berücksichtigt) Schiffsheck F Reibung = FR = 1 Einheit (E) F = Fs = 3 E Impulsfluss F Winde = Fw = 4 E Fs + FR = Fw (Aktio = Reaktio) Das zieht mit angenommenen 3 Einheiten. Die Reibung beträgt 1 Einheit. Die Kraft der Winde muss dann im statischen Zustand 3 + 1 = 4 Einheiten betragen. Würde die Reibung 3 Einheiten betragen, würde das festklemmen. Um das dennoch weiter anzuziehen wäre an der Winde eine Zugkraft von mindestens 6 Einheiten erforderlich. Aber das würde nicht mehr nachgeben Das die Reibung hier 1 Einheit beträgt und die Zugkraft des s 3 Einheiten, muss an der Winde mit mindestens 4 Einheiten gezogen werden, um Leine zu ziehen. Um Leine zu lassen, muss die Zugkraft an der Winde bis auf mindestens 2 Einheiten gelockert werden. Es entsteht also ein Spielraum von 2 * FR = 2 Einheiten, innerhalb dessen sich gar nichts tut. Die ganzen Einzelvorgänge zu modellieren, erspare ich mir hier, denn das ist nicht ganz so einfach, wie es zunächst aussieht...

System in Ruhe: Bezugssystem W1 Leine ziehen (negativer Impulsfluss): W1 Bezugssystem + Reibung

Leine lassen (positiver Impulsfluss): Bezugssystem W1 + Reibung Dazwischen pendelt das System immer hin und her Hier ist die Darstellung allerdings ohne Berücksichtigung des Flaschenzuges Das mache ich erst heute Abend Joachim Stiller Münster, 2015 Ende Zurück zur Startseite