Technische Risikoanalyse (TRA)



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Transkript:

Technische Risikoanalyse (TRA) Werkzeug zur Steigerung Ihrer Anlagenverfügbarkeit MAINTENACE Dortmund 2013 21.02.2013 Dipl.-Wirtsch.-Ing. Markus Schroll (ms@innowise.eu) Dipl.-Ök. Christopher Buers (cb@innowise.eu) innowise GmbH Bürgerstr. 15 47057 Duisburg www.innowise.eu Tel.: 0203 / 39 37 64-0

Unsere Dienstleistungen und Aktivitäten für Ihre Instandhaltung Instandhaltungs-Check: Wir stellen Ihre Instandhaltung auf den Prüfstand! Technische Risikoanalyse: Wir helfen Ihnen, Ihre Risiken frühzeitig zu erkennen und systematisch die richtigen Maßnahmen zu ergreifen! Instandhaltungskennzahlen: Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit Kennzahlen Ihre Instandhaltung professionell planen und steuern! Instandhaltungsmanagement: Wir machen Ihre Instandhaltung durch Strategie-, Organisations- und Personalentwicklung fit! Moderation von Instandhaltungsnetzwerken: Wir vernetzen Sie in den Regionen Märkischer Kreis, Münsterland und Ostwestfalen- Lippe mit Kollegen und Experten der Branche! Durchführung von Schulungen: Wir bilden Sie zu den Themen Kennzahlen der Instandhaltung und Technische Risikoanalyse weiter!

Referenzunternehmen im Bereich Instandhaltung Dornbracht (Iserlohn) Federn Brand (Anröchte) Saint Gobain Calmar (Hemer) Rheinkalk (Menden) Hettich Maschinenbau (Kirchlengern) Claas Erntemaschinen (Harsewinkel) HJS (Menden) KNIPEX-Werk C. Gustav Putsch KG (Wuppertal) Eibach Federn (Finnentrop) Flextronics (Paderborn) Brüninghaus & Drissner (Hilden) MPG (Menden) Holter Regelarmaturen (Schloß-Holte Stukenbrock) Sinnack Backspezialitäten (Bocholt) OLEON (Emmerich) WITTE Automotive (Velbert)

Technischen Risikoanalyse (TRA) Ein praxiserprobtes Werkzeug aus der Methodensammlung der Effizienz- Agentur NRW Nach dem Prinzip aus der Praxis für die Praxis in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen des Märkischen Netzwerkes Instandhaltung entwickelt Schulungen finden regelmäßig statt Die Excel-Software kann gegen eine Lizenzgebühr bei der Effizienz- Agentur NRW bezogen werden

Zielsetzung der Technische Risikoanalyse Primäre Ziele der Technischen Risikoanalyse (TRA) für die Instandhaltung sind die systematische Abschätzung des Risikos von Ausfällen, die Offenlegung bestehender und zukünftiger Anforderungen, die Identifikation geeigneter Instandhaltungsstrategien, die Ableitung konkreter Instandhaltungsmaßnahmen und die Steigerung der Verfügbarkeit technischer Systeme.

TRA Technische Risikoanalyse für die Instandhaltung Einsatzmöglichkeiten und Anwendungsfelder systematische Strukturierung von Maschinen und Anlagen Identifizierung von risikoreichen Elementen technischer Systeme als Basis für die Anpassung von Instandhaltungsmaßnahmen Ermittlung von Ausfallursachen und -folgen technische, organisatorische und wirtschaftliche Bewertung von Optimierungsmaßnahmen der Instandhaltung Basis für die Optimierung bzw. Erstellung von W+I-Plänen Identifizierung von Systemelementen und Abnutzungsprozessen als Basis für die zustandsorientierte IH (Sensortechnik!)

Nutzen - Profit TRA Technische Risikoanalyse für die Instandhaltung 5. Schritt 4. Schritt Systemoptimierung 3. Schritt 2. Schritt Risikobewertung 1. Schritt Maßnahmenanalyse Strukturanalyse Systemanalyse Aufwand - Arbeitsschritte

Erfolgsfaktor TRA-Team: Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der TRA ist die Beteiligung der unterschiedlichen Beschäftigten eines Unternehmens und die Aufnahme der Erfahrungen dieser in die Analyse. Dies sind Instandhalter genauso wie Maschinenbediener, Meister oder Spezialisten aus anderen Unternehmensbereichen wie dem Qualitätsmanagement, dem Umweltschutz oder der Arbeitssicherheit.

Grundlagen der Technischen Risikoanalyse (TRA) 1. Schritt: Systemanalyse

Prozessschritte der Systemanalyse Systemanalyse Technologische Informationen Infos IH + Betrieb Systemdefinition Expertenbefragung

Systemanalyse Systemdefinition Prozessschritt Beschreibung Checkliste / Tool Systemdefinition System abgrenzen und Basisdaten ermitteln Systembeschreibung Anlagenstruktur/Analyseebene festlegen Risikoanalyse Technologische Information Prozessschritt Beschreibung Checkliste / Tool Technologische Informationen Hersteller-/Betreiberdokumentation zusammenstellen Technologische Informationen Technische Einzelheiten klären Informationen CE-Kennzeichnung Zeichnungen / Pläne aktualisieren Kurzfassung Info-Bedarfe

Systemanalyse Informationen Instandhaltung und Betrieb Prozessschritt Beschreibung Checkliste / Tool Informationen Instandhaltung und Betrieb Einbindung in Produktionsprozesse definieren Informationen Betrieb und Instandhaltung Historie / Aufträge / Pläne auswerten Direkte Instandhaltungskosten Instandhaltungskosten identifizieren Indirekte Instandhaltungskosten Expertenbefragung Prozessschritt Beschreibung Checkliste / Tool Offensichtliche Risikoteile identifizieren Expertenbefragung Optimierungspotenziale feststellen Schwerpunkte für Strukturanalyse bilden Expertenbefragung

Grundlagen der Technischen Risikoanalyse (TRA) 2. Schritt: Strukturanalyse

Strukturanalyse Auf Grundlage der zusammengestellten und ausgewerteten Informationen sowie den Ergebnissen der Befragung der Mitarbeiter nach Auffälligkeiten bzw. "offensichtlichen" Risikoteilen kann die vorgenommene Anlagenstruktur falls notwendig korrigiert und verfeinert werden. Anlagenstruktur Ausfallanalyse Ausfallbeschreibung Code Ebene 1 Ebene 2 Ebene 3 Ebene 4 Ebene 5 Ausfallfolge Ausfallursache Erkennung Empfehlung: Im 1. Schritt die Anlagenstruktur nur bis zur 2. Ebene aufnehmen (Spalten Ebene 3-5 ausblenden). Nach erfolgter Risikobewertung ggf. risikoreiche Bauteile tiefergehend strukturieren (Spalten Ebene 3-5 einblenden) und für deren Elemente die Risikobewertung durchführen.

Grundlagen der Technischen Risikoanalyse (TRA) 3. Schritt: Risikobewertung

Risikobewertung Das Ergebnis der Risikobewertung ist neben einer Risikoprioritätszahl (RPZ) die visualisierte Darstellung ("Ampel") potenzieller Risiken einzelner Systemelemente in den Bereichen: Entdeckungswahrscheinlichkeit, Auftretenswahrscheinlichkeit, Bedeutung: Funktionalität, Arbeitssicherheit, Umweltschutz, Instandhaltung, Produktqualität und Wirtschaftlichkeit bzw. Höhe des Schadens bei Ausfall. Abb.: Visualisierte Risikodarstellung ("Ampel")

Praxisbeispiel TRA Risikobewertung

Grundlagen der Technischen Risikoanalyse (TRA) 4. Schritt: Maßnahmenanalyse

Maßnahmenanalyse Im Prozessschritt "Maßnahmenanalyse" muss beurteilt werden, ob die ermittelten erforderlichen Maßnahmen zur Risikominimierung unter technischen organisatorischen wirtschaftlichen und ressourcenschonenden Aspekten/Kriterien realisierbar sind. In einem ersten Schritt können hierzu vom Nutzer eigene Beurteilungen (z.b. ja/nein) und Kommentare im Formblatt Risikoanalyse direkt eingetragen werden. Für eine systematische Beurteilung der Realisierbarkeit und insbesondere für einen Vergleich von mehreren Maßnahmenalternativen stehen die Arbeitshilfen Machbarkeitsanalyse 1 (qualitative Beurteilung mittels Variantenvergleich) und Machbarkeitsanalyse 2 (quantitativ-qualitative Beurteilung auf Basis einer Nutzwertanalyse) zur Verfügung.

Maßnahmenanalyse Variantenvergleich Bewertung einzelner Maßnahmen bzw. Vergleich unterschiedlicher Maßnahmen und Varianten

Maßnahmenanalyse Nutzwertanalyse Komplexere Bewertungen alternativer Varianten sind mittels der erweiterten Nutzwertanalyse möglich (Excel-Tool). Dieses Tools erlaubt den Vergleich von bis zu 5 alternativen Optimierungsmaßnahmen

Grundlagen der Technischen Risikoanalyse (TRA) 5. Schritt: Systemoptimierung

Systemoptimierung Nach der Bewertung und Auswahl der erforderlichen Maßnahmen zur Risikominderung folgen nun Planung und Umsetzung Maßnahmen möglichst zeitnah realisieren, um einerseits vorhandene Risiken schnellstmöglich zu minimieren und die Verfügbarkeit des betrachteten technischen Systems zu steigern, andererseits um die Motivation der beteiligten Mitarbeiter zu erhalten Optimierungsmaßnahmen nach einem vorher festgelegten Zeitrahmen (z.b. ½ Jahr) einer erneuten Risikobewertung unterziehen

Ergebnisse TRA bei der Fa. Eibach Federn Steigerung der Verfügbarkeit um 5 % Verlängerung von Wartungsintervallen Reduzierung der Samstagsarbeit in der Instandhaltung durch bessere Planung Senkung des Energieverbrauches durch neue Technologien Reduzierung der Ausschussquote Nutzung für das Zertifizierungsaudit zur TS 16949 Motivation der Mitarbeiter Anwendung TRA für alle Produktionsanlagen Steigerung der Unternehmensergebnisse durch die TRA!!!

Wertschöpfungsorientierte Instandhaltung Mehr Informationen auch im Internet unter www.instandhaltungplus.de