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Transkript:

1 Was ist Motivation? 1.1 Die Wurzeln der Motivationspsychologie (1) Das Konzept des Hedonismus nimmt Bezug auf (A) einen inneren Gleichgewichtszustand. (B) ausschließlich unbewusste Prozesse. (C) das Lust-Unlust-Prinzip. (D) die naive Psychologie nach Heider. (2) Welches sind die zentralen Determinanten unseres Verhaltens bei Epikur? (A) Freude und Lust (B) Bedürfnisse und Erwartungen (C) Eigenständigkeit und Kooperation (D) Natürlichkeit und Notwendigkeit 1.2 Eine genauere Definition der Motivationspsychologie (1) Was versteht man unter dem Konzept der Homöostase? (A) das Streben nach einem inneren Gleichgewichtszustand (B) das Bestehen eines Ungleichgewichtszustandes (C) das Verhältnis zwischen Gleichgewichts- und Ungleichgewichtszustand (D) das Streben nach Freude und Lust (2) Der klinische Ansatz in der Motivationspsychologie (A) ist vorwiegend ahistorisch. (B) beruht unter anderem auf Einzelfallstudien. (C) lehnt generelle Gesetzmäßigkeiten des Verhaltens ab. (D) Es gibt keinen klinischen Ansatz in der Motivationspsychologie. (3) Worin liegt der Unterschied zwischen Ursachen und Gründen? (A) Ursachen liegen in der Vergangenheit, Gründe in der Zukunft. (B) Ursachen liegen in der Zukunft, Gründe in der Vergangenheit. (C) Ursachen sind situationsbezogen, Gründe personenbezogen. (D) Ursachen sind personenbezogen, Gründe situationsbezogen.

2 Freuds psychoanalytische Theorie der Motivation 2.1 Die Motivationstheorie Freuds (1) Freud sah den Menschen als (A) Reaktionssystem: Das Verhalten des Menschen entsteht durch das Reagieren auf Reize in der Umwelt; innerpsychische Prozesse spielen dabei keine Rolle. (B) Energiesystem: Analog zu physischer Energie besitzt der Mensch eine begrenzte Menge psychischer Energie. (C) Informationsverarbeitungssystem: Neben der Annahme eines Unbewussten beschreibt er Abwehrmechanismen, die als prozedurales Wissen gespeichert sind. (D) naiven Wissenschaftler: Durch verschiedene Techniken wie die freie Assoziation versucht der Mensch, sein Innerstes zu erkunden. (2) Warum war Freud mit der Technik der Hypnose schließlich unzufrieden? (A) Er hatte keine Anerkennung für seine Entdeckung erhalten. (B) Er hatte sich mit Breuer gestritten. (C) Nicht alle Patienten bzw. Patientinnen erwiesen sich als hypnotisierbar. (D) Freud hatte einen Widerstand gegen die Hypnose in sich entdeckt. (3) Welches der folgenden Konzepte stellt eine strukturelle Komponente der Person dar? (A) Ich (B) Energie (C) Abwehrmechanismen (D) Kathexis (4) Welche der vier Aussagen trifft auf das von Freud postulierte Ich zu? (A) Das Ich ist ein Sammelbecken der gesamten psychischen Energie. (B) Das Ich ist ein Instrument zum Befriedigungsaufschub und zur langfristigen Planung von Zielen. (C) Das Ich beinhaltet die Gesamtheit der internalisierten moralischen Normen. (D) Dem Ich werden die Triebe zugeordnet.

2.2 Anwendungen der psychoanalytischen Theorie der Motivation (1) Was wäre im Falle eines Aggressionstriebes eine stellvertretende Katharsis? (A) Wenn ich andere Personen bei aggressivem Verhalten beobachte. (B) Wenn ich ein Theaterstück sehe, in dem aggressives Verhalten gezeigt wird. (C) Wenn ich eine Kampfsportart erlerne. (D) Alle Antworten sind richtig.

3 Hulls behavioristische Theorie der Motivation 3.1 Verhalten als Produkt aus Trieb und Gewohnheit (1) Was ist Hull zufolge ein Trieb? (A) ein physiologisches Bedürfnis (B) ein Instinkt, der sich im Verhalten äußert (C) eine motivationale Komponente eines physiologischen Bedürfnisses (D) aktuelle interne Zustände eines Individuums, die zu Verhalten führen (2) Nach Hull bilden sich Habits (A) durch Lernen. (B) durch Angst. (C) durch Zielerwartungen. (D) Habits sind antizipierte Zielreaktionen auf der Basis grundlegender Bedürfnisse. (3) Welche der folgenden Aussagen ist in Bezug auf Millers Konfliktmodell korrekt? (A) Je mehr man sich einem gefürchteten Reiz nähert, desto stärker wird die Tendenz, diesen Reiz zu vermeiden. (B) Je mehr man sich einem belohnenden Ziel nähert, desto geringer wird die Tendenz der Annäherung. (C) Die Stärke der Annäherungstendenz steigt schneller an als die Stärke der Vermeidungstendenz, je näher man dem Ziel kommt. (D) Die Stärke der Annäherungs- bzw. der Vermeidungstendenz sind unabhängig von der Stärke des Triebes, auf dem sie jeweils beruhen. (4) Der Anreiz ist Hull zufolge (A) biologisch verankert und angeboren. (B) ausschließlich erlernt. (C) sowohl biologisch verankert als auch gelernt. (D) keine der Alternativ ist zutreffend.

3.2 Die Aktivationstheorie von Berlyne (1) Wie ist laut Berlyne der Zusammenhang zwischen Stimuluskomplexität und Aktivation? (A) linear (B) U-förmig (C) umgekehrt U-förmig (D) unklar

4 Skinners System 4.1 Grundlegende Begriffe und Konzepte (1) Operantes Verhalten (A) dient der Verstärkung von Reflexen. (B) ist dasselbe wie respondentes Verhalten. (C) wird willentlich ausgeführt. (D) spielt bei Skinners System keine Rolle, weil es mentale Konzepte impliziert. (2) Löschung bezeichnet (A) das Unterdrücken von Verhalten durch Bestrafung. (B) das Reduzieren von Verhalten durch negative Verstärkung. (C) das Reduzieren von Verhalten durch ausbleibende Verstärkung. (D) das Unterdrücken einer Verhaltensweise durch eine andere. (3) Die von Skinner so bezeichnete negative Verstärkung (A) führt zu einer Erhöhung der Verhaltenswahrscheinlichkeit. (B) ist beispielsweise das Verabreichen eines Stromschlags an eine Ratte. (C) macht eine bislang unbeliebte Verhaltensweise beliebt, indem es sie an die Möglichkeit koppelt, ein beliebtes Verhalten auszuführen. (D) ist das Resultat klassischer Konditionierung. (4) David schießt auf eine Torwand. Seine gelegentlichen Treffer freuen ihn ungemein. Die Art der Verstärkung hat die größte Ähnlichkeit mit (A) einem fixierten Quotenplan. (B) einem variablen Quotenplan. (C) einem fixierten Intervallplan. (D) einem variablen Intervallplan. (5) Welcher Versuchsplan ist für eine hohe Löschungsresistenz besonders günstig? (A) kontinuierliche Verstärkung (B) klassische Konditionierung (C) intermittierende Verstärkung (D) Keine Alternative ist richtig.

5 Kurt Lewins Feldtheorie 5.1 Begriffe und Konzepte der Feldtheorie (1) Auf welcher Grundannahme beruht die Gestaltpsychologie? (A) Auf der Existenz des Unbewussten. (B) Menschliches Verhalten resultiert aus angeborenen Verhaltensinstruktionen. (C) Betrachtete Objekte sind Ganzheiten, die aus verschiedenen, untereinander in Beziehung stehenden Teilen bestehen. (D) Menschliches Verhalten ist ein Resultat von Lernprozessen. (2) Die Stärke der Kraft (die zu einem Ziel hinführt) ist laut Lewin (A) umgekehrt proportional zur Entfernung vom Zielobjekt. (B) unabhängig von der Valenz. (C) proportional zum Gewicht des Zielobjekts. (D) proportional zur Entfernung vom Zielobjekt. 5.2 Interpretation psychologischer Konflikte (1) Welches der folgenden Beispiele illustriert einen Annäherungs-Vermeidungs-Konflikt? (A) Sie wollen einen Hamburger essen, der Ihnen gut schmeckt und von dem Sie nicht wissen, dass er ungesund ist. (B) Sie wollen einen Apfel essen oder einen Schokoriegel; von beidem ist Ihnen lediglich bekannt, dass er Ihnen gut schmeckt. (C) Sie haben die Wahl zwischen einem Apfel und einer Birne; beides schmeckt Ihnen nicht gut. (D) Sie wollen einen Hamburger essen, der Ihnen gut schmeckt und von dem Sie wissen, dass er ungesund ist.

5.3 Empirische Überprüfungen von Lewins Theorie (1) In der Untersuchung von Marrow zum Zeigarnik-Effekt wurden die Probanden dahingehend instruiert, dass (A) vollendete Aufgaben besonders gut erledigt seien. (B) unterbrochene Aufgaben besonders gut erledigt seien. (C) gut erledigte Aufgaben auch vollendet werden müssen. (D) schlecht erledigte Aufgaben vollendet werden müssen. (2) Was versteht Lewin unter dem Ovsiankina-Effekt? (A) Unerledigte Aufgaben werden besser erinnert als erledigte Aufgaben. (B) Erledigte Aufgaben werden besser erinnert als unerledigte. (C) Unerledigte Aufgaben werden häufig wieder aufgenommen, vor allem, wenn das eigentliche Aufgabenziel gut definiert ist. (D) Unerledigte Aufgaben werden häufig wieder aufgenommen, vor allem, wenn das eigentliche Aufgabenziel nur vage definiert ist.

6 Die Theorie der Leistungsmotivation 6.2 Warum Leistungsmotivation? (1) Der thematische Apperzeptionstest erfasst (A) die subjektive Erfolgserwartung. (B) das Misserfolgsmotiv. (C) das Erfolgsmotiv. (D) das Anspruchsniveau. (2) In Atkinsons Konzeption sind der Anreiz von Erfolg und die subjektive Erfolgswahrscheinlichkeit (A) umgekehrt proportional zueinander. (B) proportional zueinander. (C) unabhängig voneinander. (D) in ihrem Verhältnis zueinander nicht definiert. 6.3 Atkinsons Risikowahlmodell der Leistungsmotivation (1) Welcher Aussage würde Atkinson nicht zustimmen? (A) Eine Leistungssituation lässt sich als Annäherungs-Annäherungs-Konflikt beschreiben. (B) Emotionale Dispositionen sind wichtig für das Leistungsverhalten. (C) Das Verhalten wird durch Person- und Umweltmerkmale bestimmt. (D) Interindividuelle Unterschiede sollten systematisch berücksichtigt werden.

6.4 Empirische Befunde zur Theorie der Leistungsmotivation (1) Eine erfolgsmotivierte Person hat bei einer Aufgabe eine subjektive Erfolgserwartung von.25. Sie bearbeitet nun diese Aufgabe wiederholt und hat immer Misserfolg. In diesem Fall gilt gemäß den Vorhersagen der Theorie von Atkinson: (A) Diese erfolgsmotivierte Person wird ausdauernder sein als eine misserfolgsmotivierte Person. (B) Diese erfolgsmotivierte Person wird weniger ausdauernd sein als eine misserfolgsmotivierte Person. (C) Diese erfolgsmotivierte Person genauso ausdauernd sein wie eine misserfolgsmotivierte Person. (D) Keine der Alternativen ist zutreffend. (2) Aufgabe A wird von 60 Prozent der Studierenden gelöst, die viel gelernt haben, und von 40 Prozent der Studierenden, die gar nicht gelernt haben. Aufgabe B wird von 65 Prozent der Studierenden gelöst, die viel gelernt haben, und von 45 Prozent der Studierenden, die gar nicht gelernt haben. Es gilt: (A) Aufgabe A ist diagnostischer und wird von leistungsmotivierten Personen in höherem Maße bevorzugt als von misserfolgsmotivierten Personen. (B) Aufgabe B ist diagnostischer und wird von leistungsmotivierten Personen in höherem Maße bevorzugt als von misserfolgsmotivierten Personen. (C) Beide Aufgaben sind gleich diagnostisch und werden von leistungsmotivierten Personen in höherem Maße bevorzugt als von misserfolgsmotivierten Personen. (D) Beide Aufgaben sind gleich diagnostisch und werden von leistungsmotivierten Personen in geringerem Maße bevorzugt als von misserfolgsmotivierten Personen.

7 Attributionstheorien 7.1 Der Mensch als naiver Wissenschaftler (1) Wie wird der Mensch in attributionstheoretischen Modellen betrachtet? (A) als jemand, der ständig bemüht ist, sich seine Umwelt begreiflich zu machen (B) als reagierende Maschine (C) als jemand, der ständig bemüht ist, sich von triebähnlichen, unangenehmen Spannungen zu befreien (D) als jemand, der sich von seinen Emotionen leiten lässt (2) Wie ist Heider zufolge das Konzept des Könnens definiert? (A) Können ist ein Teil der effektiven Kraft der Person und wird von Heider auch als Macht bezeichnet. (B) Können ist ein Teil der effektiven Kraft der Umwelt. (C) Können ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen Macht (= Fähigkeit) und den Umweltkräften Aufgabenschwierigkeit und Zufall. (D) Können ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen Macht (= Fähigkeit) und der Umweltkraft Aufgabenschwierigkeit. 7.2 Kovariationund kausale Schemata (1) Wenn Sie schließen, dass es an Franz lag, dass er die Klausur nicht besteht, dann müssen nach Kelleys Kovariationsprinzip folgende Informationsmuster gegeben sein: (A) Konsensus niedrig, Distinktheit hoch, Konsistenz hoch (B) Konsensus niedrig, Distinktheit niedrig, Konsistenz hoch (C) Konsensus hoch, Distinktheit hoch, Konsistenz hoch (D) Konsensus hoch, Distinktheit niedrig, Konistenz niedrig

(2) Es gibt nach Kelley viele Arten kausaler Schemata, die dem Laien bei Attributionen zur Verfügung stehen. Sie sind aus folgendem Grund wichtig: (A) Sie verhindern, dass der Beobachter bei einer Kausalattribution voreilige Schlüsse zieht. (B) Sie erleichtern es dem Beobachter, Attributionen vorzunehmen, wenn ein Informationsüberfluss sein Urteilsvermögen negativ beeinflusst. (C) Sie sind allgemeine Vorstellungen von Ursachen und Wirkungen, die nicht auf unterschiedliche Gegenstandsbereiche gleichermaßen anwendbar sind. (D) Sie erleichtern es dem Beobachter, Attributionen vorzunehmen, wenn die vorliegenden Informationen unvollständig sind.

8 Attributionale Theorien 8.1 Das Konzept der Kausaldimensionen (1) Welche Attributionsdimensionen sind empirischen Befunden zufolge Bestandteil der naiven Psychologie? (A) Kontrollierbarkeit, Stabilität, Lokation (B) Stabilität, Lokation, Intentionalität (C) Stabilität, Lokation, Globalität (D) Intentionalität, Stabilität, Globalität 8.2 Auswirkungen von Attributionen auf Erleben und Verhalten (1) An welche Attributionsdimension sind attributionalen Theorien zufolge Änderungen des Selbstwerts geknüpft? (A) Globalität (B) Intentionalität (C) Kontrollierbarkeit (D) Lokation (2) Welche Attributionsdimension hat den größten Einfluss auf die Erfolgserwartung nach einer Aufgabenbearbeitung? (A) die Lokationsdimension (internal external) (B) die Kontrollierbarkeitsdimension (kontrollierbar unkontrollierbar) (C) die Stabilitätsdimension (stabil variabel) (D) die Globalitätsdimension (global spezifisch) (3) Eine Person, die für Erfolg bei einer einfachen Aufgabe hoch belohnt wird, könnte (der Attributionstheorie folgend) daraus schlussfolgern, dass (A) man sie für kompetent hält, weil sie die Aufgabe ohne Anstrengung geschafft hat. (B) man sie für wenig begabt hält und die Anstrengung würdigt, die sie für die Aufgabenlösung zweifellos aufgewendet hat. (C) man sie anspornen will, zukünftig auch schwere Aufgaben zu bearbeiten. (D) sie stolz auf ihre Leistung sein darf.

(4) Hilfeverhalten und aggressives Verhalten werden nach der attributionalen Theorie von Weiner am besten vorhergesagt durch (A) die Stabilitätsdimension. (B) die Globalitätsdimension. (C) die Kontrollierbarkeitsdimension. (D) Äquifinalität und Multifinalität. (5) Die Bereitwilligkeit, jemandem Hilfe zu leisten, ist größer, wenn die Notlage zurückzuführen ist auf (A) mangelnde Anstrengung. (B) Selbstverschulden. (C) externale Ursachen. (D) unkontrollierbare Ursachen.

9 Psychologie des Willens (1) Die determinierende Tendenz nach Ach bezeichnet (A) die Prozesse, die dazu führen, dass Sie keinen Entschluss fassen. (B) die Prozesse, die dazu führen, dass Sie einen einmal gefassten Entschluss in die Tat umsetzen. (C) die Prozesse die dazu führen, dass Sie ein Handlungsergebnis als Erfolg oder Misserfolg bewerten. (D) die Prozesse, die das Leistungshandeln determinieren. 9.1 Das Realisieren von Absichten (1) Als was bezeichnet man im Rubikonmodell die Etablierung einer Absicht, d. h. wenn aus dem allgemeinen Wunsch eine konkrete Handlungsabsicht geworden ist? (A) Motivationsintention (B) Fazittendenz (C) Realisierungsintention (D) Fiat-Tendenz (2) Was ist der Unterschied zwischen einer Zielintention und einer Realisierungsintention? (A) Die Zielintention definiert das Ziel, das Sie erreichen wollen, die Realisierungsintention definiert, ob Sie dieses Ziel wirklich erreichen wollen oder nur in der Fantasie. (B) Die Zielintention ist das Ziel der Intentionsbildung zu all ihren Wünschen, das Sie erreichen wollen; die Realisierungsintention definiert, ob Sie dieses Ziel wirklich erreichen wollen oder nur in der Fantasie. (C) Die Zielintention definiert das Ziel, das Sie erreichen wollen, die Realisierungsintention definiert, wann und wie genau Sie dieses Ziel in die Tat umsetzen. (D) Keine der Alternativen ist richtig.

9.2 Die Theorie der Handlungskontrolle (1) Zu den Prozessen der Handlungskontrolle gehören: (A) selektive Aufmerksamkeit und Umweltkontrolle (B) Enkodierkontrolle und Erfolgsmotiv (C) Misserfolgsbewältigung und Kognitionskontrolle (D) Motivationskontrolle und Abwägen verschiedener Handlungsalternativen 9.3 Anwendungen des Konzeptes der Handlungs-/Lageorientierung (1) Das Phänomen der gelernten Hilflosigkeit ähnelt stark einer reaktiven Depression. Verschiedene theoretische Richtungen der wissenschaftlichen Psychologie versuchten diese Form der Depression zu erklären. Welche der folgenden Annahmen wurden NICHT gemacht? (A) Lewin erklärt das Phänomen durch eine Verhaftung im Annäherungs-Vermeidungs-Konflikt. Die betroffene Person schwankt zwischen erwarteten Kosten und Nutzen der Ausführung von Lösungsansätzen für das Problem. (B) Abramson et al. erklären das Auftreten einer reaktiven Depression mit einem pessimistischen Erklärungsstil. Demnach haben die betroffenen Personen eine Präferenz für internale, stabile und globale Ursachenzuschreibungen bei negativen Ereignissen und für externale, spezifische und variable Ursachenzuschreibungen bei positiven Ereignissen. (C) Kuhl nimmt an, dass eine Zielintention fortwährend bei der Realisierung behindert wird. Dadurch kommt es zu einem Zustand der Lageorientierung. Die betroffene Person setzt sich nicht mehr mit der Realisierung ihrer Ziele auseinander, sondern denkt über die Unlösbarkeit des Problems, seine Ursachen und Konsequenzen nach. (D) Seligman nimmt an, dass die betroffene Person die Unkontrollierbarkeitserwartung bezüglich der Situation auf andere Situationen generalisiert.

10 Evolutionäre Theorien motivierten Verhaltens 10.1 Evolution (1) Intrasexuelle Selektion ist die Selektion (A) innerhalb einer Spezies. (B) innerhalb der männlichen Mitglieder einer Spezies. (C) innerhalb der weiblichen Mitglieder und innerhalb der männlichen Mitglieder einer Spezies. (D) von weiblichen Mitgliedern einer Spezies. 10.2 Empirische Beiträge evolutionärer Theorien (1) Hamiltons Regel lautet: (A) C < r B (B) B < r C (C) R < B C (D) C > r B (2) Bei reziprokem Altruismus (A) profitiert nur der Gebende. (B) profitiert nur der Nehmende. (C) ist der Nutzen des Nehmens gleich den Kosten des Gebens. (D) sind beide Interaktionspartner Gebender und Nehmender.

10.3 Evolutionäre Erklärungen der Elternliebe (1) Ein Eltern-Kind-Konflikt resultiert laut Trivers, weil (A) Eltern eher an einer Ungleichverteilung von Ressourcen interessiert sind, Kinder eher an einer Gleichverteilung. (B) Eltern eher an einer Gleichverteilung von Ressourcen interessiert sind, Kinder eher an einer Ungleichverteilung. (C) Eltern gerne ein bestimmtes Kind bevorzugen, Kinder jedoch eher die eigenen Geschwister. (D) Eltern kein Kind bevorzugen, Kinder jedoch eher die Geschwister.