2D Graphik: Modellbasierte und interaktive Segmentierung

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Transkript:

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 1 2D Graphik: Modellbasierte und interaktive Segmentierung Vorlesung 2D Graphik Andreas Butz, Otmar Hilliges Freitag, 13. Januar 2006

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 2 Modellbasierte Segmentierung Interaktive Suche Region Growing Kantenverfolgung Markerbasierte WST Vollständige Suche Template Matching Hough Transformation

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 3 Modellbasierte Segmentierung Segmentierung: Generierung von Symbolen (Bedeutungsträgern) aus Pixeln. Modell: Erwartete Bedeutung Henne-Ei-Problem?? Modellbasierte Segmentierung: Mix aus Segmentierung und Analyse. Mit Vorwissen über ein bestimmtes Objekt wird nach Instanzen gesucht - Interaktive Suche: Benutzer gibt Vorwissen interaktiv ein - Vollständige Suche: Instanzen eines Modells mit wenigen Parametern werden gesucht - Iterative Suche: Instanzen eines Modells mit vielen Parametern werden gesucht.

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 4 Region Growing = Flood Fill auf Grauwertbild für einen einzigen (vorgegebenen) Saatpunkt. Homogenitätsbedingungen: Grauwertbereich Grauwertschwankung Annahmen und Ziel: Gebiet ist intern von größerer Homogenität als an den Grenzen. Selektion eines einzigen Gebiets. Homogenitätsverhältnisse an anderen Orten interessieren nicht. Seed point gefundene Region Homogenitätsbedingung: GW(region) = GW(seed) ± 20

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 5 Region Growing Grenze der Region Startpixel Probleme: Auslaufen der Regionen zu kleine Regionen Rauschanfälligkeit Shading im Bild Seed point gefundene Region Homogenitätsbedingung: GW(region) = GW(seed) ± 70

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 6 Auslaufen von Regionen seed point gw(seed)±10 gw(seed)±30 gw(seed)±40

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 7 Region Growing und Rauschunterdrückung GW(seed)±70 Rauschen führt zu Anfälligkeit der Methode vorherige Rauschunterdrückung oder Nachverarbeitung GW(seed)±70 nach Medianfilterung

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 8 Mehrfaches Region Growing original Zusammensetzung aus allen drei Segmenten

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 9 Gezielte Kantensuche Nur diese Kante ist gesucht Resultat der Kantenfilter: Liste von Kantenpunktkandidaten nicht alle Kandidaten gehören zur gesuchten Regionengrenze. die Regionengrenze kann Lücken aufweisen. Strategien mit Nutzerinteraktion Kantenverfolgung Optimale Kantenzüge Hough Transformation

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 10 Kantenverfolgung Gradient aktueller Kantenpunkt Anfangspunkt bestimmen suche senkrecht zur aktuellen Gradientenrichtung Kantenpunkt ist gefunden, wenn in hinreichend kurzer Entfernung, mit hinreichend geringer Richtungsabweichung ein hinreichend großer Gradient existiert. Abstandskriterium Richtungskriterium Suchrichtung

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 11 Optimale Kantenzüge (Graphensuche) Das Resultat des Gradientenoperators wird als Graph aufgefasst, auf dem zwischen zwei Punkten ein optimaler Pfad gesucht wird (z.b. mittels Dijkstra- Algorithmus). Vorteil: Globale Aspekte des Kantenzugs können eingebracht werden. (z.b. Glattheitsbedingungen) Nachteil: Aufwand ist größer als bei Kantenverfolgung. G?

Optimale Kantenzüge (Graphensuche) Optimalitätskriterien: Maximierung der (durchschnittlichen) Gradientenlänge Minimierung der Pfadlänge Minimierung der Richtungsänderungen Minimierung der Grauwertänderungen LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 12

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 13 Resultate Startpunkt

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 14 Template Matching Segmentierung durch vollständige Suche: Gezielte Suche nach einer vorgegebenen Form. Für jeden Ort im Bild wird ein Abstandsmaß zwischen Form und Bild berechnet. Der Ort, an dem das Maß am höchsten ist, ist die gesuchte Position des Objekts. Abstandsmaße zwischen Bild f(x,y) und template t(x,y): MAD: mean absolute difference: MAD(x,y)=1/MN Σ xy f(x+m,y+n)-t(x,y) Korrelationskoeffizient cc(x,y)

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 15 Template Matching Bild Template Maximum ist im Mittelpunkt der gesuchten Struktur. -MAD(x,y)

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 16 Template Matching - Rauschen Bild Template T org Wegen der intergrierenden Komponente ist Template Matching unempfindlich gegenüber Rauschen -MAD(x,y)

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 17 Template Matching - Probleme Bild Template (Rot[T org,15 ]) Match ist nicht perfekt: Werte der lokalen Maxima gleichen sich an. -MAD(x,y)

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 18 Template Matching - Probleme Bild Template (0.5 T org ) Falsch skalierte Grauwerte des Template: Lokale Maxima beginnen zu verschwinden. -MAD(x,y)

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 19 Template Matching - Probleme Bild Template (T org -120) Falscher Durchschnittsgrauwert: Lokale Maxima beginnen zu verschwinden. -MAD(x,y)

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 20 Korrelationskoeffizient Der Korrelationskoeffizient zwischen zwei Funktionen f und g ist ein Wert zwischen 1 und 1. σ ( f, g) Der Korrelationskoeffizient ist definiert als c =, σ f σ g wobei σ(f), σ(g) die Standardabweichungen von f und g, sowie σ(f,g) die Kovarianz zwischen f und g ist Der Korrelationskoeffzient ( ) ( ) ist 1, falls es einen positiven Skalar s gibt, so dass f=s g. Ist 1, falls es einen negativen Skalar s gibt, so dass f=s g. Ist 0, falls f und g voneinander linear unabhängig sind. Der Korrelationskoeffizient ist damit als Ähnlichkeitsmaß unempfindlich gegenüber Skalierungen und Mittelwertverändeungen des Template.

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 21 Template Matching mit Korrelationskoeffizient T org 0.5 T org T org -120 Resultate der Korrelation mit optimalem, skalierten und geminderten Templatewerten

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 22 Korrelation durch FFT c ( m, n) = σ ( f, t) ( f ) σ ( t) σ = i j ( f ( i + m, j + n) μ ) f ( t( i j) μt ) σ ( f ) σ ( T ),, Für μ T =0 kann die Korrelation durch die Kovarianz abgeschätzt werden 1 : c F FT ( μ ) t( i, j) ( m, n) f ( i + m, j + n) * ( c ( m, n) ) = F( u, v) T ( u, v) F = i, j f T i, j ( μ ) = f ( i + m, j + n) t( i, j) 1 bis auf einen von Standardabweichungen von Template und überdeckter Region abhängigen Skalierungsfaktor.

Korrelation durch FFT LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 23

Resultate LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 24

Resultate LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 25

Resultate LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 26

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 27 Hough Transformation Modellbasierte Suche: Modell einer Regionengrenze ist vorgegeben. Information über mögliche Kantenorte ist gegeben (z.b. durch Gradientenlänge). Zielsetzung: Orte finden, an denen Modell und Bild optimal übereinstimmt. Hough-Transformation: Voting(Abstimmungs)-Mechanismus, bei dem jeder Ort in Abhängigkeit der lokalen Information für das Modell stimmt. entwickelt für Geraden, erweiterbar für beliebige Formen.

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 28 Hough Transformation (HT) Suche von Geraden in einem Binärbild. Geradenrepräsentation: x cos(α) + y sin(α) d = 0 Punkt (x n,y n ) α d d(α) d xn,yn (α) α Hough-Transformation: Suche alle Parameter (α,d) für Geraden, die durch einen Punkt (x n,y n ) gehen d(α) = x n cos(α)+y n sin(α) Der Raum, der durch (α,d) aufgespannt wird, heißt Hough- Raum.

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 29 Berechnung der HT Punkt (x n,y n ) α d d(α) d xn,yn (α) α Erzeugung eines Kantenbilds durch Schwellenwertsetzung auf Gradientenlängen. Diskretisierung des (α,d)-raums (Zerlegung in Akkumulatoren) Für jeden Punkt x n,y n wird eine Kurve im (α,d)-raum diskretisiert. Jeder Akkumulator wird inkrementiert, sobald eine Kurve durch in verläuft. Parameter von Linien im Ortsraum sind durch (α,d)-kombinationen gegeben, deren Wert (Stimmenanzahl, votes) nach Ausführung der Transformation am höchsten sind.

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 30 Hough Transformation Schwelle auf Gradientenlänge d(α) α

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 31 Hough Transformation Breite Kanten führen zu flacheren Maxima im Hough-Raum d(α) α

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 32 Hough Transformation in nicht-binären Bildern Bei Gewichtung der Stimmanzahl durch die Kantenstärke lassen sich Kanten von Rauschen unterscheiden.

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 33 Hough Transformation für Kreise Kreisgleichung für Kreis mit Mittelpunkt (x c, y c ) und Radius r: (x-x c ) 2 +(y-y c ) 2 -r 2 =0. Falls der Radius bekannt ist, ist nur der Verschiebevektor (x c, y c ) gesucht Hough-Raum = Ortsraum Um jeden Kantenpunkt wird ein Kreis mit Radius r diskretisiert. Beschleunigung: Akkumulator wird nur in Distanz r in und entgegen der Gradientenrichtung inkrementiert. y x

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 34 Hough Transformation für Kreise Akkumulatorzellen mit mehr als 33% der maximalen Stimmenanzahl. selektierte Kreise mit r=4.5mm

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 35 Zusammenfassung bis hier hin: Rolle des Modellwissens bei der Segmentierung Methoden mit interaktivem Einbringen von Modellwissen Welche Art von Modellwissen Wo und warum erfolgreich Methoden, die eine vollständige Suche verwenden Welche Art von Modellen Voraussetzungen

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 36 Morphologische Operationen Erosion und Dilatation Opening und Closing Ränder und Distanzen, Morphing Hit-or-Miss-Operator Skelettierung

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 37 Morphologische Operationen Morphologisch: die äußere Gestalt betreffend morphologische Operationen: Operationen auf der Gestalt von Objekten setzt die Extraktion einer Gestalt voraus also: in erster Linie Operation auf Segmenten (d.h., auf Binärbildern) Ziel von morphologischen Operationen: Veränderung der Gestalt, um Störungen nach einer Segmentierung zu beseitigen Berechnung von Formmerkmalen Suche nach bestimmten Formen (also: Analyse)

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 38 Dilatation Dilatation (Ausdehnung): G S mit Strukturelement S g ( m n) ( ) b( m + m, n n ), = mk, nk s k + k

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 39 Dilatation Dilatation wird (wie jede morphologische Operation) für einen Ankerpunkt ausgeführt. Dilatation: - verbindet Strukturen - füllt Löcher - vergrößert

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 40 Erosion g = ( m n) ( ( ) b m + m, n n )., m, n s k k + k k Erosion: G S mit Strukturelement S Erosion: - löst Strukturen auf - entfernt Details - verkleinert

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 41 Strukturelemente Ein Strukturelement einer morphologischen Operation entspricht dem Faltungskern bei einer Konvolution. Mit einem gezielt geformten Strukturelement können genau definierte Formveränderungen erzeugt werden. Strukturelement Dilatation

Beispiel LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 42

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 43 Gezielter Einsatz Ungestörtes Binärbild

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 44 Gezielter Einsatz Strukturelement zum Schließen des Streifens Streifenauslöschung

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 45 Gezielter Einsatz Strukturelement zum Schließen des Streifens Ergebnis nach Dilatation: Streifen ist geschlossen

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 46 Gezielter Einsatz Strukturelement zur Erosion des zu breiten Schriftzugs Ergebnis nach nachfolgender Erosion: Schriftzüge haben ihre Ursprungsstärke

Morphologische Operationen auf Grauwertbildern LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 47 g g ( m n) = max ( ( )) ( ) b m + m, n n, mk, nk s k + ( m n) = min ( ( )) ( ) b m+ m, n n, mk, nk s k + k k Erosion Dilatation

Opening and closing Opening (Öffnen): Kombination von Erosion gefolgt von einer Dilation mit dem am Ankerpunkt gespiegelten Strukturelement S G o S = (G S) S Ziel: Erosion - Entfernung aller (Teil-)strukturen, die kleiner als das Strukturelement sind Dilatation - Wiederherstellung der ursprünglichen Größe des Objekts mit Ausnahme der vollständig entfernten Teilstrukturen Closing (Schließen): Kombination von Dilatation gefolgt von einer Erosion mit einem am Ankerpunkt gespiegelten Strukturelement S G S = (G S) S Ziel: Dilatation - Schließen von kleinen Löchern (kleiner als das Strukturelement) Erosion - Wiederherstellung der ursprünglichen Größe des Objekts LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 48

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 49 Beispiele Opening and closing Original opening closing

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 50 Entfernung von Linien original Erosion (2x2) Dilatation (2x2) Subtraktion Bild1 - Bild3

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 51 Extraktion von Rändern 0 1 0 S b4 = 1 1 1 0 1 0 1 1 1 S b8 = 1 1 1 1 1 1 Erosion mit S b4 bzw. S b8 entfernt alle Objektpixel, in deren 4- bzw. 8-Nachbarschaft sich Hintergrundpixel befinden. Der Rand kann nun durch Differenzbildung zwischen Ursprungsbild und erodiertem Bild erzeugt werden: G = G \ (G S b )

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 52 Extraktion von Rändern G = G \ (G M b ) = G (G M b ) = G (G M b ) Hintergrundrand: G B = (G M b ) \ G

Beispiel LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 53

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 54 Distanztransformation Resultat der Randoperation G 0 = G \ (G S b ): Menge aller Pixel, die den Abstand 0 zum Rand haben. Falls die gleiche Operation auf dem um den Rand verminderten Bild nochmals angewendet wird: G 1 = (G S b ) \ (G S b S b ) Menge aller Pixel, die den Abstand 1 zum Rand haben. Fortgesetzte Extraktion von immer weiter vom Rand entfernten Linien und Multiplikation der jeweiligen Resultate mit der aktuellen Entfernung überführt das Binärbild in ein Distanzbild D: D = n=1, [ (G S b n-1 ) \ (G S b n ) n], wobei die Operation die punktweise Multiplikation der n-ten Randkurve mit der Zahl n (dem aktuellen Abstand) darstellt.

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 55 Beispiel Originalbild Objektinneres (nach fortgesetzter Erosion) Randpixel nach der n-ten Erosion einschließlich Distanz 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 2 1 1 2 2 1 2 2 1 1 2 1 21 1 1 2 2 1 2 1 1 1 1 1 1 2 1 1 2 3 2 2 1 1 1 2 2 3 2 2 1 1 1 2 2 1 1 1

Beispiel LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 56

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 57 Morphing Vorzeichenbehaftete Distanztransformation auf Binärbildern b A und b B durchführen. Für i=0,n-1 Distanzbilder linear aus den Distanzbildern A A und A B interpolieren A i i A = B + ( L i) Objekt einer Zwischenstufe i sind diejenigen Pixel, für die im i-ten Distanzbild A i die Distanzen positiv sind. L A A

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 58 Beispiel Distanzfunktionen 0.0 1.0 0.6 0.4 0.2 0.8 1.0 0.0

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 59 Hit-or-Miss Operator Erodieren mit Erodieren mit

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 60 Hit-or-Miss Operator Hit-or-Miss Operator: G (S 1,S 2 ) = (G S 1 ) (G S 2 ) = (G S 1 ) (G S 2 ) mit M 1 M 2 = Ø (sonst wäre das Resultat der Operation die leere Menge) Hit-or-Miss-Operator für variable Strukturgrößen, z.b.: Hit Miss führt zur Akzeptanz von horizontalen Linien von 3,4, und 5 Pixeln Länge. Notation für Hit-or-Miss-Operator: M = 0 - Miss 1 - Hit x - weder Miss noch Hit ( ) 0 0 0 0 0 0 0 0 x 1 1 1 x 0 0 0 0 0 0 0 0

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 61 Beispiel Kreise mit Radius von 6 Pixel Kreise mit Radius 6-7 Pixel

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 62 Hit-or-Miss-Operatoren 0 0 0 M I = 0 1 0 0 0 0 x 1 0 M C = 1 1 0 0 0 0 M T1 Entfernung einzelner Pixel detektiert untere, rechte Ecken eines Objekts 0 0 0 = x 1 x findet alle Randpunkte von oben, die ein Objekt nicht teilen 1 1 1 würden, wenn sie entfernt würden. Diese Punkte würden gefunden werden. Diese Punkte würden nicht gefunden werden.

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 63 Skelettierung Das Skelett eines Segments ist die Menge aller Mittelpunkte von Kreisen mit maximalem Radius, die vollständig innerhalb des Segments liegen.

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 64 Thinning mit Hit-or-Miss-Operatoren S T1 = 0 x 1 S T2 = 0 1 1 0 x 1 S T3 = 0 0 0 x 1 x 1 1 1 1 1 1 x 1 x 0 0 0 1 x 0 S T4 = 1 1 0 1 x 0 0 0 x S T5 = 0 1 1 x 1 1 x 0 0 S T6 = 1 1 0 1 1 x 1 1 x S T7 = 1 1 0 x 0 0 x 1 1 S T8 = 0 1 1 0 0 x Ziel: Skelettierung Methode: Randpixel solange entfernen, bis die zusammenhängende Form aufgelöst werden würde. Thinning-Operator von oben: G S T = G \ (G S T1 ) Symmetrisches Thining: G S T = G \ n=1,8 G S Ti ) Thinning wird wiederholt, bis G S T = G ist.

Beispiel LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 65

Beispiele LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 66

Beispiele LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 67

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 68 Zusammenfassung 2. Teil Morphologische Operationen: Formverändernde oder formauswertende Operationen auf Segmenten. Morphologische Filter zur: Unterdrückung von Artefakten nach einer Segmentierung Suche nach vorgegebenen Formen Randbestimmung, Distanztransformation und Morphing Skelettierung von Segmenten

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 69 Verbleibende Vorlesungstermine 20.1. Bilderkennung 27.1. fällt aus wegen Konferenz 3.2. fällt aus wegen Konferenz 10.2. Zusammenfassung, Tips bzgl. Prüfungsfragen

LMU München Medieninformatik Butz/Hilliges 2D Graphics WS2005 13.01.2006 Folie 70 Nikon stellt analoge Spiegelreflexkameras größtenteils ein Zukünftig Konzentration auf den Digitalkamera-Markt Der zunehmende Erfolg von Digitalkameras fordert bei Nikon erste Opfer: Die Produktion von analogen Spiegelreflexkameras wird ab sofort weitestgehend eingestellt. Alleine das Profimodell Nikon F6 soll weiter hergestellt werden und außerhalb Europas wird auch die FM10 erhältlich bleiben. Das Angebot an Objektiven schränkt der Hersteller ebenfalls ein. Der weiterhin wachsende Markt für Digitalkameras und das schwindende Interesse an analogen Kameras sei der Anlass, um das Angebot an analogen Spiegelreflexkameras zu überarbeiten, so Nikon. Besonders würden auch Besitzer von kompakten Digitalkameras immer häufiger auf digitale Spiegelreflexkameras umsteigen, so dass man in dieser Kameraart großes Potenzial sehe. Nikons Fokus liege daher zukünftig auf Digitalkameras, so der Hersteller. Quelle: [Golem.de]