LWL- Jugendhilfezentrum

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Transkript:

LWL- Jugendhilfezentrum Marl Bereichsleiterin: Ch. Weber- Hilbig Tel.: 0172 / 20 80 218 Gruppenleiter: J. Krause Tel.: 02365 / 508721 Konzeption Tagesgruppe Marl Max Planck - Str. 21 a 45768 Marl

1. Einleitung Unsere heilpädagogische Tagesgruppe in Marl ist ein teilstationäres Angebot des LWL-Jugendhilfezentrums, in dem Kinder mit erheblichen sozialen und individuellen Problemlagen eine intensive heilpädagogische und sozialpädagogische Förderung und Begleitung erleben. Ausschließlich für das Jugendamt der Stadt Marl halten wir dieses mit einer Kapazität von 50 Betreuungstagen vor. Die Tagesgruppe bietet eine zeitlich begrenzte Unterstützung und Entlastung für Familien mit Schwierigkeiten bei der Erziehung der Kinder. Probleme wie Leistungsschwierigkeiten z.b. bei ADHS und ADS, Verhaltensauffälligkeiten im sozialen Umfeld (Schule, Familie, Gleichaltrige...), Entwicklungsverzögerungen usw. können nur durch eine intensive Elternarbeit, sowie Zusammenarbeit mit allen Beteiligten (Jugendamt, Schule etc.) überwunden werden. Das Interesse und die Mitarbeit der Eltern ist wichtig, damit zielorientiert zusammen gearbeitet werden kann. Art und Umfang der Elternarbeit richtet sich nach den individuellen Möglichkeiten und Ressourcen der Betroffenen, sowie der Formulierung des Hilfebedarfs. Es werden regelmäßig terminierte Elterngespräche anbegoten, bei Bedarf auch im Elternhaus. Krisen versuchen wir kurzfristig durch Hausbesuche entgegenzuwirken, indem wir den Eltern durch Gespräche Unterstützung anbieten. Gespräche mit den Eltern sollen u.a. auch verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten offenbaren (Familienhilfen, Haushaltshilfen, Therapien etc.). Ziel ist es den Eltern bei der Umsetzung der zusammen entwickelten Ziele behilflich zu sein, damit diese zukünftig keine Hilfemaßnahmen mehr in Anspruch nehmen müssen. Die Beförderung einzelner Kinder von und zur Tagesgruppe wird durch das LWL- Jugendhilfezentrum gewährleistet, wenn dies pädagogisch begründet im Einzelfall erforderlich ist. 2. Lage und Ausstattung Die Räume der Heilpädagogischen Tagesgruppe befinden sich innerhalb eines Bungalows an dem sich ein großzügiges Außengelände inkl. diverser Spielgeräte angegliedert. Die Tagesgruppe liegt zentral, unmittelbar am Schulzentrum ASG/GSG/ August-Döhr-Schule, so dass sie aus dem gesamten Stadtgebiet Marls gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist. Es stehen eine volleingerichtete Küche, ein Ess- u. Spielzimmer, ein Bewegungs-und Entspannungsraum, ein funktionaler Werkraum, drei Hausaufgabenräume und ein Büro- und Besprechungsraum zur Verfügung. Außerdem gibt es einen großzügigen Mehrzweck-Keller mit einem Kicker und einem elektronischen Dartspielgerät. Es können drei Sanitärräume inklusive Duschmöglichkeit genutzt werden. Sowohl das Mobiliar als auch das Spiel- und therapeutische Material werden den Bedürfnissen der jeweiligen Kinder gepasst und laufend aktualisiert. 3. Zielgruppe/Zielsetzung Unsere Tagesgruppe ist ein Angebot für Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahre Jahren, welche in erheblich problembehafteten familiären/sozialen Bezügen aufwachsen, aus dem Bereich der Psychiatrie in die Jugendhilfe integriert werden und daher heil- und sozialpädagogische Begleitung benötigen so wie darüber hinaus deren Eltern, die erzieherische Defizite und/oder soziale Problemlagen des familiären Systems die Erziehung des Kindes/Jugendlichen beeinträchtigen. 2

Die Zielsetzung und Aufgabenstellung orientiert sich an 32 SGBVIII, offen auch für den Personenkreis nach 35a SGBVIII. Die Ziele der ganzheitlichen, heilpädagogisch orientierten Förderung sind: den Verbleib des Kindes in der Familie nachhaltig zu sichern die Klärung der Beziehungsstrukturen innerhalb der Familie und Verbesserung der Erziehungssituation die Entwicklung und Einübung von Konfliktlösungsstrategien sowie von adäquaten Verhaltensweisen zur Ausübung veränderter Selbstkompetenz auf Seiten der Erziehenden als auch auf Seiten des Kindes unterder Berücksichtigung systemischer Wirkungsweisen die Entlastung des Familiensystems, ohne die Erziehenden aus ihrer Verantwortung für das Kind zu entlassen die Abstimmung der Erziehung zwischen Schule, Elternhaus und Tagesgruppe, sowie die enge Zusammenarbeit mit behandelnden Ärzten, Therapeuten und Kliniken die Verbesserung der schulischen Leistungsfähigkeit 4. Leistungsangebote Die Kinder der Tagesgruppen werden von Montag bis Freitag zwischen 12.00 und 17.00 Uhr begleitet und gefördert. Der Tagesablauf beinhaltet ein gemeinsames Mittagessen, eine intensive Hausaufgabenbetreuung / Schulbegleitung, sowie das Angebot einer Vielzahl von Freizeitpädagogischer Maßnahmen am Nachmittag. Die Betreuung in der Tagesgruppe ist bis auf den Zeitraum der Weihnachtsferien durchgängig das ganze Jahr über gewährleistet. In den Schulferien verschieben sich die Öffnungszeiten in den Vormittagsbereich und es finden vorrangig freizeitorientierte Aktivitäten statt. Pädagogische Grundleistungen: Tägliche Schulaufgabenbetreuung und intensiver Kontakt zur jeweiligen Schule (regelmäßige Lehrergespräche, Hospitationen, Einbezug der Schule im Hilfeplan, etc.) Individuelle schulische Förderung Spielerische Vermittlung von schulischen Inhalten Konzentrationsförderung Psychomotorik, schwerpunktmäßig die Bereiche der Körperwahrnehmung und Entspannung Rollenspiele Kreativangebote Spiele zur Problemlösung und zum Abbau von Aggressivität Gespräche sowohl in nondirekter Gesprächsführung als auch zur Konfliktlösung Elemente aus der Verhaltenstherapie zur Verstärkung positiver Verhaltensweisen Abenteuer- und Erlebnispädagogische Angebote / Projekte Regelmäßige Reflektionsgespräche mit dem Kind und der Familie 3

Gruppengespräche Sportliche Aktivitäten zur Entwicklung der körpereigenen Wahrnehmung und zur Kraftdosierung Integration in das soziale Umfeld Kontinuierlicher Kontakt zum Elternhaus, Beratungsangebote in aktuellen Erziehungsfragen an den Sozialraum orienierte bestehende Vernetzung zu lokalen Vereinen, Schulen, dem Jugendamt und weiteren Trägern sozialer Hilfe Die methodische Umsetzung der päd. Grundleistungen spezifiziert sich in den jeweiligen Hilfeplänen. Die pädagogischen Grundleistungen sind in ihrer Intensität abhängig von der vorgegebenen Betreuungsdichte. Sie werden somit im Regelfall im Form von Gruppenangeboten, bzw. Kleingruppenarbeit geleistet und soweit dies erforderlich ist und die jeweilige Gruppensituation dies ermöglicht in Form von individueller Einzelförderung (Richtwert 1 Std. /Woche) je nach Schwerpunktsetzung erbracht. Darüber hinaus: Erstellen von detaillierten Entwicklungsberichten alle 3-6 Monate (u.a. als Tischvorlagen für die Hilfeplangespräche) Regelmäßige Teilnahme an Fach- und Hilfeplangesprächen Fortlaufende, tägliche Dokumentation des Erziehungsgeschehens Kontinuierlicher Kontakt zu den jeweiligen SachbearbeiternInnen des Jugendamtes Pädagogische Zusatzleistungen Kontinuierliche, intensive Einzelförderung im Rahmen der Tagesgruppen ist je nach individuellem Bedarf möglich. Im Rahmen der Hilfeplanung wird diese über die Grundleistungen hinausgehende Betreuungsintensität im Einzelfall zeitlich und inhaltlich definiert. Gleiches gilt für den Bereich der Elternarbeit, wenn der Beratungsund Betreuungsbedarf im Einzelfall eine höhere Intensität erfordert, als dies im Rahmen der Grundleistung realisiert wird. Eine systemische Familienberatung/ systemische Familientherapie ist als Zusatzleistung möglich, da unserer Einrichtung entsprechend ausgebildetes Person zur Verfügung steht. Einzelförderung Das Angebot der Einzelförderung gilt für Kinder und Jugendliche, welche auf Grund ihrer besonderen Problematik (noch) nicht in die eine Tagesgruppe/Jugendgruppe integriert werden können, bzw. deren Integration nur mittels zeitlich befristeter zusätzlicher Einzelförderung gelingen kann. Die inhaltliche Ausgestaltung der Hilfe richtet sich nach dem individuellen Bedarf des Kindes/des Jugendlichen. Ebenso wird eine über die Grundleistungen hinausgehende intensive Einzelberatung und Betreuung für die Eltern der betreuten Kinder und Jugendlichen angeboten, wenn eine besondere Problematik des Familiensystems dies mit Blick auf die Kindesentwicklung erforderlich macht. 4

6. Team Das Team unserer Tagesgruppe besteht aus drei MitarbeiterInnen, die bereits seit mehr als 10 Jahren kontinuierlich im Berufsfeld der Tagesgruppenarbeit tätig sind. Die MitarbeiterInnen verfügen über die Grundqualifikationen Dipl. Sozialarbeit, Dipl. Sozialpädagogik, ErzieherIn. Hinzu kommen diverse Zusatzqualifikationen der MitarbeiterInnen(z.B. System. Familientherapie, Heilpädagogik). Dadurch erlebt die Arbeit mit unseren Klienten eine Färbung aus verschiedenen methodischen Ansätzen. Anforderungsgemäße Weiterbildungen und Supervision sind regelmäßiger Bestandteil der Personalqualifizierung. Mit unserer Arbeit versuchen wir in erster Linie Familien dabei zu unterstützen, gemeinsam und möglichst eigenständig ihren Lebensweg zu bestreiten (zur Vermeidung einer alternativ drohenden stationären Fremdunterbringung des Kindes). Rahmenkonzept der in der Tagesgruppe Marl integrierten Sozialen Gruppenarbeit 1. Rechtliche Grundlage Nach 29 SGB VIII soll älteren Kindern und Jugendlichen durch soziales Lernen in der Gruppe bei der Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensproblemen geholfen werden. 5

2. Zielgruppe Unsere Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 13 16 Jahren, bei denen aus sozialpädagogischer Sicht ein notwendiger Bedarf an sozialer Gruppenarbeit vorhanden ist. Das Angebot der sozialen Gruppenarbeit richtet sich vor allem an Jugendliche, bei denen folgende Verhaltensmuster bzw. Konstellationen gegeben sind: Geringe Erfahrung in Bezug zu positiven Gruppenprozessen Konfliktreiches Lebensumfeld Soziale Benachteiligung Geringer Kontakt zu anderen Jugendlichen Aggressives und gewaltbereites Verhalten Unterstützungsbedarf in einer schwierigen Lebensphase 3. Konzeptioneller Rahmen Die soziale Gruppenarbeit ist gedacht als Ort des sozialen Lernens. Sie ist geeignet, individuelle Hilfen in vielen Fällen zu ersetzen bzw. zu ergänzen. Da sich die Arbeit an der Akzeptanz der Jugendlichen ausrichtet, ist sie angewiesen auf Möglichkeiten der Partizipation der Gruppenmitglieder hinsichtlich der Auswahl an Themen und Methoden. Die pädagogische Arbeit zielt darauf ab, die entstehenden Gruppenprozesse zu einer positiven Weiterentwicklung der einzelnen Jugendlichen zu nutzen. Hierbei setzen wir ein Focus auf die Ressourcen unserer Gruppenmitglieder sowie deren lebensweltlichen Komponenten (Familie, Schule, Freunde, usw.) unserer Schützlinge, gemäß der systemischen Sichtweise. 4. Arbeitsformen Soziales Kompetenztraining Rollenspiele Körperbetonte Spiele Handlungs- und Erlebnisorientierung Methoden der Systemischen Theorie und der Themenzentrierten Interaktion 5. Ziele Integration der Jugendlichen in der Gruppe Gegenseitige Akzeptanz unter den Gruppenmitgliedern Entwicklung von Konfliktlösungsstrategien und von adäquaten Verhaltensweisen zur Ausübung veränderter Selbstkompetenz Erlernen von Planungs- und Entscheidungskompetenz Differenzierung der Selbst- und Fremdwahrnehmung Veränderung konfliktreichen Problemverhaltens Hilfe bei dem Aufbau gelingender sozialer Beziehungen 6

6. Elternarbeit Die Einbeziehung der Eltern in unsere Arbeit ist selbstverständlich und gewünscht, orientiert sich aber an dem Bedarf der Jugendlichen und deren Elternhaus 7