Entwicklung des Pflegebedarfes Alten und Pflegeheime Mobile Dienste Informationsveranstaltung im Pflegeheim Imst Dr. Johann Wiedemair 22. Februar 2011 Amt der Tiroler Landesregierung Abteilung Soziales 1
Bevölkerungsentwicklung und Altersstruktur in Tirol 2001-2051 Altersstruktur Tirol 2001 Altersstruktur Tirol 2021 90-94 90-94 80-84 80-84 70-74 70-74 60-64 50-54 40-44 2001 VZ Frauen 2001 VZ Männer 60-64 50-54 40-44 2021 Frauen 2021 Männer 30-34 30-34 20-24 20-24 10-14 10-14 0-4 0-4 -40000-30000 -20000-10000 0 10000 20000 30000 40000-40000 -30000-20000 -10000 0 10000 20000 30000 40000 Altersstruktur Tirol 2031 Altersstruktur Tirol 2050 90-94 90-94 80-84 80-84 70-74 70-74 60-64 60-64 50-54 40-44 2031 Frauen 2031 Männer 50-54 40-44 2050 Frauen 2050 Männer 30-34 30-34 20-24 20-24 10-14 10-14 0-4 0-4 -40000-30000 -20000-10000 0 10000 20000 30000 40000-40000 -30000-20000 -10000 0 10000 20000 30000 40000 2
Bevölkerungsentwicklung im Alter in Tirol 450 400 350 300 Entwicklung der Bevölkerung in Tirol 2001-2050 415,52 in % 250 200 150 77,87 175,20 117,86 232,27 147,86 100 105,19 73,45 50 59,33 13,37 10,15 17,24 0 0 2001 2006 2011 2016 2021 2026 2031 2036 2041 2046 2050 65+ 75+ 85+ Tirol gesamt 3
Bevölkerungsentwicklung im Alter in Tirol Bevölkerungsentwicklung Tirol 2009-2050 350 300 306,37 250 200 150 116,93 156,28 100 67,43 94,10 50 58,66 60,26 44,77 54,95 41,99 27,70 26,32 0 0-5,41-6,69 2009. 2011. 2016. 2021. 2026. 2031. 2036. 2041. 2046. 2050. -50 0-59 60-64 65-69 70-74 75-79 80-84 85+ 4
Entwicklung der Bevölkerung 2001 2031 Bevölkerungszunahme in Tirol + 90.025 13,37 % Alterung (75 +) + 48.059 117,86 % (85 +) + 18.152 175,20 % 2001 2050 Bevölkerungszunahme in Tirol + 116.119 17,24 % Alterung (75 +) + 94.707 232,27 % (85 +) + 37.945 415,52 % 5
Entwicklung der Lebenserwartung 2001 2050 Lebenserwartung Männer: 76,5 -> 85,4 Jahre (+8,9 J.) Frauen: 81,9 -> 90,2 Jahre (+8,3 J.) Behinderungsfreie Lebenserwartung Männer: 70,0 -> 76,7 Jahre (+ 6,7 Jahre) Frauen: 73,7 -> 79,5 Jahre (+ 5,8 Jahre) Lebensspanne mit Beeinträchtigungen wird verlängert Männer: + 2,2 Jahre Frauen: + 2,5 Jahre 6
PflegegeldbezieherInnen 2009 bezogen in Österreich rd. 433.000 Personen Pflegegeld (in Tirol rd. 28.000 Personen) Altersgruppierung der PflegegeldbezieherInnen rd. 13.000 (rd. 3 %) unter 20 Jahre alt, rd. 19.000 (rd. 4 %) zwischen 20 und 40 Jahre alt, rd. 45.000 (rd. 10 %) zwischen 40 und 60 Jahre alt, rd. 146.000 (rd. 34 %) zwischen 60 und 80 Jahre alt, und rd. 210.000 (rd. 49 %) über 80 Jahre alt. von den rd. 433.000 PflegegeldbezieherInnen waren rd. 290.000 (rd. 67 %) Frauen und rd. 143.000 (rd. 33 %) Männer Zunahme jährlich rd. 3 % 7
Alten- und Pflegeheime Anzahl der Alten- und Pflegeheime und Plätze 85 öffentliche Alten- und Pflegeheime = Heime mit Vertrag mit dem Land Tirol ca. 5.600 Plätze; davon ca. 4.400 Pflegeplätze ca. 1.200 Wohnplätze In jeder vierten Tiroler Gemeinde steht bereits ein Altenheim (85 Heime in 70 verschiedenen Gemeinden) 8
Entwicklung Wohn- und Pflegeplätze in Stationäre Einrichtungen Szenario Tirol 2001-2031 Gesamtentwicklung der Wohn-, Pflege-, Kurzzeitpflegeplätze 12.000 11.000 10.945 10.000 9.000 9.761 8.000 7.000 7.425 6.000 6.602 6.621 5.721 5.000 5.179 2001 2006 2011 2016 2021 2026 2031 9
Alten- und Pflegeheime Zum Stichtag 30.4.2010 bestand in den Tiroler Alten und Pflegeheimen folgende Belagsstruktur Pflegestufe 0 Pflegestufe 1 Pflegestufe 2 Pflegestufe 3 Pflegestufe 4 Pflegestufe 5 Pflegestufe 6 Pflegestufe 7 172 Personen 224 Personen 812 Personen 937 Personen 1.228 Personen 1.422 Personen 457 Personen 162 Personen 10
Entwicklungen in der Gesellschaft Abnahme der Pflege zu Hause Fehlen von Betreuungspersonen im Familienkreis (keine Kinder, Kinder weggezogen, hohe Mobilität in der Arbeitswelt) Singlehaushalte Geschiedenenhaushalte Zunahme der Vereinsamung beengte Wohnmöglichkeiten Schwere der Pflegefälle Dauer der Pflege geringere Bereitschaft zu Einschränkungen Ausweitung des Angebotes Erleichterung bei der Finanzierung von fremder Pflegehilfe 11
Zukünftige Entwicklungen Pflege zu Hause möglichst lange ermöglichen Pflegemöglichkeiten zu Hause auszubauen und fördern Erweiterung bzw. Ausbau des Angebotes der Mobilen Pflegedienste (Sozial- und Gesundheitssprengel) Ausbau zusätzlicher Angebote wie Tagespflege Kurzzeitpflege Übergangspflege Betreutes Wohnen Entlastungsangebote für pflegende Angehörige zu Hause beschränkte Heimaufnahme bei Pflegestufen 0, 1 od. 2 12
Zukünftige Entwicklungen Neue Ansprüche an Pflegeheime Änderung des Pflegebedarfes schwere der Pflegefälle Zunahme an Demenz und psychisch Erkrankten Dauer des Aufenthaltes Änderung der Ansprüche der Klientinnen Neue Formen für die Pflege Tagespflege Übergangspflege Kurzzeitpflege Betreutes Wohnen Durchlässigkeit der Heime fördern Heime als Altenhotels 13
Zukünftige Entwicklungen Ansprüche an Heime weiterhin Allroundheime? (jeder bietet alles?) Überlegen für welche Zielgruppe ein Heim sein soll Schwerpunktheime bzw. Schwerpunktstationen je nach Krankheits- bzw. Pflegebildern? (Demenzstationen?) Pflegekliniken für schwere Pflegefälle? mehr Individualität und Schwerpunkte in den einzelnen Heimen?) Kunde sucht sich jenes Heim, dessen Angebot für ihn am besten passt; Aufgabe der starren Bindungen an gemeinden od. Verbände) Neue Betreuungsformen zulassen Eigene Ausbildung für die Pflege- und Betreuungskräfte 14
Zukünftige Entwicklungen Wirtschaftliche Notwendigkeiten Ausnutzen von Synergien durch Gemeinsame Verwaltungen, Personalpool, Einkauf, Abrechnungswesen, etc. (mehrere Heime; mehrere Sozialsprengel; Heime und Sprengel gemeinsam) Gemeinsame Küchen, Wäschereien, etc.; Ausnutzung von weiteren Synergiemöglichkeiten (Essen auf Rädern, Küche für Schüler, Arbeiter, etc.) größere regionale Heimstrukturen (der große zusätzliche Heimplatzbedarf 3.000 Plätze bis 2031 kann nicht mit Kleinstrukturen gedeckt werden) Kostenbewusstsein nicht nur beim Bau, sondern vor allem beim Betrieb der Heime 15
Betriebskosten der Heime Gesamtaufwand Betriebskosten 2009 rd. 143,6 Mio. davon Einnahmen aus: Beiträge Selbstzahler: rd. 33,4 Mio. Pensionen rd. 26,1 Mio. Pflegegeld rd. 24,2 Mio. sonstige Einnahmen rd. 6,5 Mio. ergibt einen Abgang von rd. 53,4 Mio., davon 65 % Land und 35 % Gemeinden das entspricht pro Heimplatz und Jahr einem Abgang von rd. 9.800 bzw. rd. 820 pro Heimplatz und Monat 16
Versorgung pflegebedürftiger Personen Kooperation mobile/ambulante Dienste Kurzzeitpflege zu Hause Mobile Dienste SGS Mensch Pflegeheim Betreutes Wohnen Neue Betreuungs- /Pflegealternativen? illegale Betreuung 17