Seminar brief. Freie Hochschule der Christengemeinschaft Stuttgart

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1 Winter 2014 Seminar brief Freie Hochschule der Christengemeinschaft Stuttgart PRIESTERSEMINAR STUTTGART FREIE HOCHSCHULE DER CHRISTENGEMEINSCHAFT e.v. In eigener Trägerschaft, ohne staatliche Anerkennung

2 Über den Seminar brief Die Freie Hochschule der Christengemeinschaft Stuttgart ist eine der drei Pries - ter bildungsstätten der Christengemeinschaft. Die Christengemeinschaft ist eine weltweite Bewegung für religiöse Erneuerung in den inneren und äußeren Umgestaltungen unserer Zeit gegründet für die Menschen, die ein modernes sakramentales Leben suchen. In ihrem Mittelpunkt steht der neue Gottesdienst, die Menschenweihehandlung. Um ihn versammeln sich Menschen in freien Gemeinden. Der Seminarbrief wird von den Studenten des Priesterseminars für dessen Freunde und Förderer geschrieben. Er richtet sich aber ebenso an Interessierte, die auf diese Weise das Seminar kennen lernen wollen. Unser Ziel ist es, in ihm das Studium und das gemeinsame Leben als Teile der Priesterbildung anschaulich und miterlebbar zu machen. Er erscheint zwei Mal jährlich und kann vom Sekretariat der Freien Hochschule bezogen werden. Geleitet wird das Priesterseminar derzeit von Georg Dreißig, Stephan Meyer und Francoise Bihin. Weitere Informationen erhalten Sie im Sekretariat oder auf unserer Internetseite: Freie Hochschule der Christengemeinschaft Stuttgart e.v. in eigener Trägerschaft ohne staatliche Anerkennung Spittlerstrasse 15 D Stuttgart Tel. +49 (0)7 11 /

3 Grußwort der Redaktion Liebe Freunde und Förderer des Priesterseminars, Christian Morgenstern, dessen 100. Todestag in diesem Jahr gedacht wurde, schrieb ein Gebet an das Friedenswesen (siehe Seite 22). Es verdeutlicht, dass der Friede kein Zustand ist, der die Abwesenheit von Krieg und Konflikt bezeichnet, sondern vielmehr ein Wesen, dem wir in unserer Gemeinschaft einen Raum bereiten müssen, damit es anwesend sein kann. Vor 30 Jahren zeichnete Hans-Werner Schroeder in seinem Beitrag zu dem Buch die Friedenshoffnung unserer Zeit den Weg auf, wie Christus den Frieden in die Welt gebracht hat. Wenn es zur Weihnacht bald wieder aus dem Lukasevangelium erklingt, wie die Engel den Menschen Friede auf Erden verkünden, geschieht dies aus dem Bewusstsein heraus, dass sich nun eine Zeitenwende in der Welt vollziehen wird. Der Friede ging mit Christus Jesus durch den Tod und die Auferstehung. Er ertönt aus dem allergrößten Erdenleid, das der menschgewordene Gott erfahren hat. Mitten aus diesem Erleben, diesem Überwinden heraus klingt jetzt das Wort vom Frieden: nun nicht mehr nur Verheißung, sondern Wesen und Kraft. In diesem Sommer ist die Biografie Die Brücken - bauerin über die Gründerin des Sozialkunstwerks Monte Azul, Ute Craemer, erschienen. In diesem Buch beschreibt sie ihr Erleben, dass jedem Teufelskreis aus Armut, Drogen und Gewalt, den sie an den Kindern der Favela in São Paulo, Brasilien erlebte, ein Engels - kreis gegenüber steht, der auch von uns Menschen unterstützt werden kann, indem durch Liebe, Zuwen - dung und wesensgemäße Pädagogik den Kindern Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass dieser Engelskreis selbst an den gewaltvollsten Orten der Welt siegreich bestehen kann. Die drei angesprochenen Werke zeigen, dass das Thema des Friedens zeitlos ist, ein Thema, das uns in unserem Werden immer begleitet. Nun da sich die äußeren Konflikte und Krisenherde wieder mehren, scheint es um so notwendiger, dieses Wesen des Friedens immer bewusster herbeizubitten. Vor diesem Hintergrund haben wir den Frieden in diesem Seminarbrief zum Titelthema erhoben. Dabei soll es nicht um eine Abhandlung von etwas gehen, dem wir nur beobachtend gegenüber stehen. Wir stehen ge mein sam mit allen Zeitgenossen vor der He - raus for de rung, friedvolle Orte zu schaffen; vor allem, wie wir in uns einen Ort aufbauen können, um aus ihm heraus in der Welt die Not wendend tätig zu wer den. Die Menschenweihehandlung, mit der wir hier am Priesterseminar jeden Tag beginnen, kann auch als ein Friedensdienst verstanden werden. Sie ist ein Sakrament, das bei der Kultivierung eines solchen Ortes eine wesentliche Hilfe leistet. Unser Studienjahr hat mit einer neuen Gemeinschaft begonnen: Nun setzt sich die Studentenschaft so zusammen, dass im 1. Trimester zwölf Menschen und im 4. Trimester einundzwanzig Studenten teilnehmen. Neun Praktikanten sind zurzeit in verschiedenen Gemeinden tätig und lernen dort den Alltag eines Pfarrers kennen. Vier gehen im Vorbereitungs - kurs auf die Priesterweihe Anfang März zu. Viel Freude beim Lesen wünsche ich Ihnen und hoffe, dass Sie unsere Seminargemeinschaft auf diese Weise wieder lebendig wahrnehmen können. Wenn Sie auch persönlich bei uns hereinschauen wollen: als Förderer dürfen Sie jederzeit anfragen, ob sie an einem der Hauptkurse des ersten Studienjahrs teilnehmen können. Wir würden uns über Ihren Besuch freuen. Ich wünsche Ihnen im Namen der Redaktion eine besinnliche Weihnachtszeit und ein friedvolles neues Jahr. Hieronymus Rentsch, 4. Trimester 3

4 Inhalt Grußwort der Redaktion Wege zum Seminar Friede Lernen Leben & Begegnung Studenten des 1. Trimesters Sommer Ein Wind kann zum Sturm werden Die Unterstützer als Begleiter, die Schwierigkeiten als Lehrer... 8 Lebensskizzen Studenten des 4. Trimesters Sommer Spuren im Licht Wir wollen Christus folgen und mit Ihm wandeln Wege in die Welt Die Verbreitung des Friedens Über den Frieden Der Erzengel Michael der Drachenkämpfer Überwindung des Krieges durch Beziehungspflege Gebet Friedvoll stehe ich zur Welt Das Evangelium als die allzeitige Anwesenheit Christi Das Opfern des ICH für das DU Der Drache vor dem Weibe Die Ätherisation des Blutes Kursprogramm Wintertrimester Referate des 4. Trimesters zum Herbsttrimester Kursprogramm Sommertrimester Im Anfang war... auch der Mut! Gedanken über WAS und WIE in der Geschichte der rumänischen Gemeinde In Mitten der Freiheit Europa Die Michaelitagung in Stuttgart Vorbereitungskurs Herbst Praktikum: um die und in der Berufswelt Studenten im Praktikum Sichere Unsicherheit Grußwort der Seminarleitung Impressum In eigener Sache: Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass die männliche Form in der Sprache nur einen Teil der Bevölkerung bezeichnet. Dennoch haben wir zugunsten einer besseren Lesbarkeit darauf verzichtet, konsequent immer von AutorInnen oder Leserinnen und Lesern zu sprechen. Wir bitten Sie daher, grundsätzlich auch die weibliche Hälfte der Bevölkerung mitzulesen und mitzudenken, wenn Sie im Folgenden von Bewohnern, Helfern, Studenten und anderen Wesen lesen. 4

5 Wege zum Seminar Studenten des 1. Trimesters Sommer 2014 Von links nach rechts, hintere Reihe: Ioseb Gumberidze (1974, Georgien), Philippe Aubertin (1965, Frankreich), Philipp Fürdens (1977, Deutschland), Gheorghe Aur (1976, Rumänien), Juan José Gaitán (1957, Spanien), André Felgenhauer (1978, Deutschland) Von links nach rechts, vordere Reihe: Friederike Waizenegger (1984, Deutschland), Sarah Mirsky (1984, Niederlande), Bettina Glas (1968, Deutschland), Anette Schwank-Ziegler (1966, Deutschland), Dagmar Lütjens (1967, Deutschland), Jozef Bitzner Maly (1979, Slowakei) 5

6 Wege zum Seminar Ein Wind kann zum Sturm werden, wenn der Ruf der Zeit nach Schritten des Mutes verlangt André Felgenhauer, 1. Trimester Aufgewachsen bin ich in Berlin-Weißensee im da ma - ligen Ostteil des getrennten Berlins. Ich war ein Kind, das sich nicht gerne mit der kühlen Wirk lich keit des Irdischen verbinden wollte, und suchte immer wieder die unerschöpfliche Weite und Vielfalt meiner Traum welt auf und jener Welt, in die ich mich tags und nachts erfüllend hineingeben konnte. Was galt mir der schwache Abglanz des Diesseits, wenn ich eintauchen konnte in reichere und beseligendere Welten? Ein Urvertrauen war meine Religion. So schön das Träumen und der Schlaf auch sein mag, das Erwachen klopfte an die Tür, und zögerlich öffnete ich die Pforte zu einer ganz anders gearteten Welt. Die ersten vier Schuljahre waren ein Ringen und Mühen, bis zu dem Tage, da ein Windhauch den Ruf der Waldorfschule an meiner Mutter Ohr herantrug und schicksalführend uns den Weg wies. Im Jahre 1988, ein Jahr vor dem Mauerfall, nach einjähriger Wartezeit, erhielten wir die Bestätigung zur Ausreise nach Westberlin. Ich hatte das Glück, ein Schüler der Rudolf Steiner Schule in Berlin-Dahlem zu werden und dort acht Jahre meines Lebens zu verbringen. Dankbar blicke ich auf diese Zeit zurück, die mich fruchttragend ins Leben schickte. Der Sturm von Shakespeare, jenes Acht-Klass-Spiel, welches mich unbewusst an meine erste Lebensintention heranführte, die mir in der zwölften Klasse als Edgar im King Lear zur vollen Gewissheit wurde, brachte mich zielgerichtet in das Schauspieler-Dasein hinein. Am Schicksal des Edgar erlebte ich das Dürsten nach Selbsterkenntnis; die Suche nach dem verborgenen ICH. Die Konfirmationszeit war meine erste Begegnung mit der Christengemeinschaft und sollte auch für die nächsten beiden Jahrzehnte in dieser Intensität die vorerst letzte sein. Im 18. Lebensjahr begegnete ich einem mir bis heute nahestehenden Menschen, der die Anthroposophie lebendig an mich herantrug und mir dabei half, die in mir lebenden Ideale auf den Boden der Realität zu bringen. Ein kurzer Moment und doch tief verankert in meiner Erinnerung bleibt mir ein kleines Erlebnis mit dem Vortragszyklus von Rudolf Steiner Von Jesus zu Christus, der mich da - mals in meiner jugendlichen Seele zutiefst berührte. Nach meinem Schulabschluss studierte ich ein Jahr am Michael Tschechow Seminar in Berlin und begegnete dort einer spirituellen Methode, die Schauspiel - kunst zu erlernen. Ich erlebte, welche Kraft unsere Vorstellungen und Gedanken haben können. Ein Jahr und vierzehn Schauspielprüfungen lagen hinter mir, bis mein Wunsch Erfüllung wurde. Nun stand ich vor den Toren der Bayrischen Theater akademie August Everding in München. Un mittel bar vor dem Beginn der letzten Prüfungs runde ging ich hinter eine Stein - skulptur, hockte mich nieder und sprach in ungefährem Wortlaut zu mir: Alles Persönliche, das mich innerlich daran hindern könnte, diesen Weg zu gehen, möge mich ab diesem Moment frei lassen, um für das Kommende vollends eintreten zu können. - Es gelang. Nach Beendigung der Studienzeit gab ich mir folgende Maxime: Sollte das Feuer der Begeisterung für mein Schau - spiel jemals schwinden, ist der Zeitpunkt für ein Neues gegeben, welches ich mit gleicher Intensität und Aufrichte zu meiner beruflichen Aufgabe machen möchte. Es folgte ein Engagement am Stadttheater Ingol - stadt, welches nach zwei Jahren durch menschliche Willkür beendet wurde und mich auf den Grund der nüchternen Realität setzte. Die Kündigung flatterte herein, doch mit ihr auch der Ruf nach väterlich zu 6

7 Wege zum Seminar spendender Geborgenheit. Ein kleines Geschöpf war auf dem Wege zu meiner damaligen Freundin und mir. Leandra Sophie erblickte das Licht dieser Welt. Nach dem bayrischen Land führte mich mein Weg in das kleine Neuss aus Römerzeiten. Am Rheinischen Landestheater erlernte ich manche Abgründe mensch licher Seelenregungen in kunstvollem Ge - wan de darzustellen. Ich wurde ein freierer Mensch durch das Geschenk der verkörperten Figuren. Wie kann ich einen Menschen wahrhaftig darstellen, wenn ich ihn nicht in seiner Wesenheit verstehen lerne und mich ihm im höchsten Sinne liebend zuwende? Um mit den Worten Hamlets zu sprechen: Nun, seht Ihr, welch ein nichtswürdiges Ding Ihr aus mir macht? Ihr wollt auf mir spielen, Ihr wollt tun, als kenntet Ihr meine Griffe, Ihr wollt in das Herz meines Geheimnisses dringen, Ihr wollt mich von meiner tiefsten Note bis zum Gipfel meiner Stimme hinauf prüfen; und in dem kleinen Instrument hier ist viel Musik, eine vortreffliche Stimme, dennoch könnt Ihr es nicht zum Sprechen bringen! Wetter, denkt Ihr, dass ich leichter zu spielen bin als eine Flöte? Nennt mich, was für ein Instrument Ihr wollt, Ihr könnt mich zwar verstimmen, aber nicht auf mir spielen. Im Juli 2012 sollte sich mein Leben schicksalgebend verändern. Schmerzvoll erfuhr ich die Größe der Ohnmacht, die an den Grundsäulen meines bisherigen Da-Seins rüttelte. Dieser Bau musste fallen, da er nicht aus freiheitlichem Stoffe erbaut ward. Das Fallen war segensreich. Dem Ruf meines Geschickes folgend, mündete ich in den Kölner Hafen des Pro - seminars von Herrn Dr. Schädel, Pfarrer der Chris ten - gemeinschaft. Ich erlebte ihn in höchster Blüte geis - tiger Durchdrungenheit und durfte ihn in den letzten Monaten seines Lebens als Lehrer und Mentor erfahren, welche ausschlaggebend für meinen weiteren Weg waren. Nach seinem Tod überkam mich der Zweifel, welcher an meiner inneren Stimme sich na - gend nährte. Es folgte eine kurze Teilnahme an dem neuentstandenen Proseminar in Krefeld bei Frau Borries und Herrn Sudbrack. Durch die schwindende Begeisterung für meinen Beruf, der die letzen vierzehn Jahre meines Lebens ausgemacht hatte und die hereinbrechende Sehnsucht nach religiöser Erfüllung im Alltäglichen, machte ich den Schritt aus der Thea - ter welt heraus, um dem Werdenden offenen Herzens entgegenzuschreiten. Vor 21 Jahren begann Der Sturm, sich aufkeimend zu zeigen, und endete mit dem gleichnamigen Stück als Abschlus s insze nie rung am Neusser Schauspielhaus. Ein Wind kann zum Sturm werden, wenn der Ruf der Zeit nach Schritten des Mutes verlangt. Es wurde einmal die Frage an mich gestellt, wo ich mich zu Hause fühle. Ich konnte keine Antwort darauf geben. Ich möchte meine Gedanken und Empfindungen mit einem Zitat von Michael Bauer beenden, das ein Licht auf diese Frage werfen möge: Christus ist das Heimatlichste, was es gibt, selig wer dies versteht! 7

8 Wege zum Seminar Die Unterstützer als Begleiter, die Schwierigkeiten als Lehrer Anna Bozóki, 4. Trimester Mein Weg zum Seminar war wechselhaft, voller Freude, voll von innerer und äußerer Bewegung, müh selig und er hat 14 Jahre gedauert. Ich wurde 1968 im kommunistischen Ungarn geboren. In meiner Kindheit hatte ich keine Beziehung zur Natur, zur Religion oder Kunst. Wir wohnten in einem zwanzigstöckigen Plattenbau: 200 Familien. Die Eltern arbeiteten in einem Kohlekraftwerk und deren Kinder gingen gemeinsam in eine Schule. Das war eine Form von Lebensgemeinschaft, welche ein stabiles Lebensgefühl vermittelte kein Umzug, keine Reisen. Die eingangs erwähnte Welt meiner Kindheit gehört allerdings nicht nur der Vergangenheit an, sondern lebt in der Gegenwart fort, denn mein Mann Lajos arbeitet heute in dem oben erwähnten Kraft - werk, und aus dem Kreis der ebenfalls dort Arbeiten - den habe ich einige Freunde, welche meinen Weg auch in finanzieller Hinsicht unterstützen, obwohl sie keine Beziehung zur Anthroposophie oder zur Chris - ten gemeinschaft haben. Zu meiner ersten Berufsausbildung brachte mich im Alter von 18 Jahren meine Großmutter, in deren Blu - men geschäft ich gerne mitarbeitete. Neben dieser Arbeit machte ich ein Fernstudium zur Betriebs wirtin. Mit der Heirat und der Geburt unserer drei Kinder kam eine neue Welt in mein Leben. Neben der großen Freude über die Ankunft der Kinder stellten sich jetzt ernste Fragen. Ich wollte etwas verändern. Aber ich konnte nicht benennen, was es war, und ich wusste des halb auch nicht, wie ich es verändern könnte begegnete ich der Waldorfpädagogik. In der Folge arbeiteten wir, mein Mann und ich, bei der Gründungsinitiative eines Waldorfkindergartens mit, später auch einer Waldorfschule, welche unsere Kin - der dann besuchten. Das war eine intensive Zeit, in der es für mich viel Neues zu lernen gab praktisch wie auch theoretisch. Je nachdem, was die Situation gerade verlangte, bauten wir Öfen oder schliffen Par - kett böden ab. Als ich gefragt wurde, ob ich im Wal - dorfkindergarten mithelfen könnte, absolvierte ich eine Fortbildung zu diesem Thema bei Annette Stroteich in Ungarn. Die - se Fortbildung gab mir eine erste anthroposophische Grundlage, aus der ich bis heute schöpfen kann. Dort konnte ich zum ersten Mal künst lerisch tätig sein. Im Rundbrief der Wal - dorfkindergärten las ich et was über die Chris ten - gemeinschaft. Michael Kaiser, Pfarrer in der Ge - mein de in Graz, besuchte Ungarn damals regelmäßig, hielt Vorträge und taufte viele Kinder. Ich wusste weder was die Christen gemeinschaft ist, noch was der Sinn einer Taufe sein kann. Trotzdem fühlte ich: Meine Kinder brauchen diese Taufe. Meine Füße trugen mich. So wurden 1999 unsere drei Kinder getauft. Im Sommer darauf fand ein Familienlager in unserem Waldorfkindergarten statt. Dort begegnete ich Imre Silye, er ist mittlerweile Priester in Ungarn. Nun be - gann eine aktive, siebenjährige Arbeit mit Herrn Kaiser. Monatlich fand an einem Wochenende ein Proseminar statt, auch gab es Tagungen mit dem Ziel, eine Gemeindegründung in Ungarn vorzubereiten. Einige Jahre später traf ich Gwendolyn Fischer. Sie war Pfarrerin in Lübeck und leitete das Pries ter se mi - nar in Hamburg, an dem auch Imre Silye studierte. Dort organisierte sie eine Mitarbeiterschulung. Die Themen der Schulung und auch des Proseminars in Ungarn waren tief und bedeutsam, so dass wir in Ungarn mehrere Jahre lang daran arbeiten konnten. Dies alles legte einen tragenden Grund für mein heutiges Studium. 8

9 Wege zum Seminar Parallel zum Prozess meines Hineinwachsens in die Christengemeinschaft gab es in der Waldorf - schule, in welcher ich mich engagiert hatte, eine tiefgreifende Krise in Bezug auf ihre grundsätzliche Ausrichtung. Mir war es daraufhin nicht mehr möglich, dort weiter mitzuarbeiten. In dieser Situation erhielt ich die Einladung, in einem anthroposophischen Therapeutikum die Büroarbeit, später die Geschäftsführung zu übernehmen. Neben der therapeutischen Arbeit fanden dort Konferenzen, Tagungen und Schu - lungen von befreundeten anthroposophischen Initiativen statt. Daraus erwuchs eine sechs Jahre währende monatliche anthroposophische Arbeit mit Andrew Wolpert. Hier und auch früher in der Waldorfschule lernte ich neue so ziale Formen kennen, auch beschäftigten wir uns damit, wie rechtliche und finanzielle Fragen vom Gesichtspunkt der Geisteswissenschaft her betrachtet und neu organisiert werden können. Zeitgleich mit meinem Hineinwachsen in die anthroposophische Bewegung gab es in der Arbeit der Chris - ten gemeinschaft einen heftigen Bruch, als Michael Kaiser 2008 plötzlich und für mich unerwartet von seiner Arbeit in Ungarn abberufen wurde. Diese Tat - sache verunsicherte mich in meinem Verhältnis zur Christengemeinschaft zutiefst. Ich trat von allen juristischen Ämtern zurück und übergab die praktische Arbeit einem neuen Mitarbeiterkreis. Jedoch pflegte ich weiterhin die Beziehung zu den Sakramenten. In dieser Zeit trug mich die persönliche Freundschaft zu Regula Häckermann aus Zürich, welche seit 2002 regelmäßig aus der Schweiz nach Ungarn gekommen war, bei meiner Familie die Ferien verbrachte und zugleich den ganzen Gründungsprozess in Ungarn mit begleitete. Ich erlebte im Verarbeiten meiner existenziellen Krise an ihr das Wesen Christen gemein schaft lebendig und konkret. Nach einiger Zeit übernahm ich im Zuge der Vorbereitung der Gemeinde gründung in Ungarn wieder mehr Aufgaben. Schritt für Schritt trat ich wieder in den Mitarbeiterkreis ein. Die Frage des eigenen Priesteramtes war im Lauf der Jahre schon mehrere Male an mich herangetragen worden. Auch in meinem Inneren hatte sich die Frage gestellt. Und doch war ich mir nicht sicher, wo meine eigentliche Aufgabe läge: eher in der anthroposophischen Arbeit oder eher in der Christengemeinschaft? In beiden Strömungen fühlte ich mich zu Hause und sah sinnvolle Aufgaben. Im Februar 2013 nahm ich an den Priesterweihen in Stuttgart teil. Dort hatte ich dann ganz deutlich das Gefühl: Jetzt muss und will ich am Seminar das Studium aufnehmen. Äußerlich gesehen schien dies unmöglich. Ich be - herrschte weder die deutsche Sprache, noch hatte ich Geld. Dennoch war diese innere Stimme stärker als jede Angst, die vom Kopf ausging. Die äußeren Ver - hältnisse haben sich danach schnell neu geordnet: Die Familie unterstützte meinen Weg, die Mitarbeiter des Therapeutikums hatten einen neuen Weg eingeschlagen, der meine Mitarbeit überflüssig machte, und aus der Schweiz bekam ich finanzielle Unter - stützung, die meine Teilnahme am ersten Studienjahr ermöglichte. Ich empfinde eine überaus große Dankbarkeit, wenn ich an all die Menschen denke, die mich auf meinem Weg unterstützen. Meine Familie, welche mich in vielfältigen Situationen lehrte und mich ziehen ließ, meinen weiteren Weg zu suchen; meine Lehrer und die Priester, denen ich begegnen durfte, sowie allen Freunden. Ihre Liebe und ihr Vertrauen geben mir die Kraft, immer weiter zu gehen oder auch wo nötig neu anzufangen. Mannigfaltige Schwierigkeiten waren mir ebenfalls fördernde Lehrmeister, indem sie mich in Situationen weiterbrachten, wo ich aus mir selbst heraus und ohne die sie begleitenden Schmerzen nicht weitergekommen wäre. Ohne sie alle wäre ich heute nicht hier. Und ich wäre nicht die, die ich bin. 9

10 Wege zum Seminar Lebensskizzen Tetiana Nechytailo, 4. Trimester I. Russland, nahe dem Polarkreis Ein Dorf, bewohnt von Geologen und ihren Familien. Acht Monate Winter mit täglich einer Stunde Sonne, bis zu 60 Grad Kälte, Schnee; vier Monate Sommer mit 23 Stunden Sonnenschein am Tag, bis zu 40 Grad Hitze und überbordender Natur-und Farbenpracht. Dunkelheit und Kälte lassen die Menschen eng zusammenrücken, Freizeit und Kultur gestalten, Fähigkeiten miteinander teilen. Mittendrin ich in meinen ersten zwei Lebensjahrsiebten. Ohne Frage an eine geistige Welt war ich in ihr geborgen. II. Fall der Sowjetunion, Kiew Eine Überfülle von verschiedenen Literatur- und esoterischen Strömungen erreicht mit einem Mal die fragenden Seelen, darunter gewiss meine eigene, im Erwachsenwerden begriffene. Alles ist gleichermaßen interessant, wird unbefangen von mir aufgenommen ein glückliches Leben in geistiger Fülle, ein buntes Mosaik von Möglichkeiten im Kopf. III. Drei Söhne und drei Lebensgeschenke dazu Der erste lässt mich die Strömung Geburt mit Be - wusstsein und damit meine Aufgabe als Haus ge - burt s hebamme finden. In Erwartung des zweiten wird die große Sehnsucht nach Zugehörigkeit zur Kirche wach es gibt nur die russisch-orthodoxe. Mit meinem ersten Sohn werde ich getauft und lebe etliche Jahre stark verbunden mit den Sakramenten der orthodoxen Kirche. Mit dem dritten Sohn tritt durch das Hören eines Vortrags die Waldorfpädagogik wie eine Offenbarung als neuer Impuls in mein Leben. IV. Die Waldorfbewegung erobert die Ukraine Dozenten aus dem Westen kommen mit stark benötigten ideellen und materiellen Gaben. Sie haben unser volles Vertrauen. Die Zeit ist durchglüht vom Willen, diese Pädagogik Fuß fassen zu lassen. Ich unterrichte unter abenteuerlichsten Umständen bei minimalem Lohn ohne Schulanerkennungspapiere in der eigenen Wohnung und in einem Billardkeller. Auf Erfahrung können wir nicht zurückblicken, alles muss buchstäblich aus dem Nichts geschöpft werden. Mein Ausbildungs- und Berufsweg führt mich, immer parallel zum Weg meiner Kinder, durch alle Stationen der Erziehung: von Kindergartenerzieherin über Klassen lehrerin, Oberstufenlehrerin bis zur Dozentin im Waldorflehrerseminar. V. Sommerlager der Christengemeinschaft Ferien und Lernen in wunderbarer Karpaten land - schaft mit Pfarrer Dieter Hornemann. Eine Spende ermöglicht mir und meinen Söhnen die Reise. Das Erleben der Menschenweihehandlung wirft große Fragen auf, z. B. Kommunion ohne vorherige Reini - gung durch Fasten und Beichten, quasi nach dem Morgenkaffee unmöglich! Noch ist die Bindung zur orthodoxen Kirche stark. Aber allmählich, durch inten sives Leben mit der Anthroposophie, kommen Antwor ten. Nun ist der Wechsel zum neuen frei lassenden Christentum reif. Die Frage stellt unser Priester Andrej Ziltsov an mich, nun gerade 37, in einem locke ren Gespräch: Möchtest du Priester werden? Meine lachende Antwort: Oh ja, im nächsten Leben, wenn ich als Mann geboren werde. Seine Erwide rung: Ich frage dich für dieses Leben ist wie ein Brillant, mir geschenkt. Ich brauche fünf Jahre, um ihn wirklich anzunehmen und ins Proseminar in Odessa einzutreten. Zwei Jahre später überlasse ich meine fast erwachsenen Söhne sich selbst und wage die Ausbildung am Priesterseminar in deutscher Sprache. 10

11 Wege zum Seminar Studenten des 4. Trimesters Sommer 2014 Vordere Reihe von links nach rechts: Mittlere Reihe von links nach rechts: Hintere Reihe von links nach rechts: Yecu Barnech (1988, Argentinien), Selina Horn (1984, Großbritannien), Tetiana Nechytailo (1969, Ukraine), Natela Margiani (1988, Georgien), Moira Walsh (1979, USA); Anna Bozóki (1968, Ungarn) Patrizia Gagliano (1973, Italien), Konstanze Volbehr (1958, Österreich), Zsuzsanna Molnár (1970, Ungarn), Daisuke Kaya (1980, Japan), Kristin Hempel (1966, Deutschland), Paolo Belmonte (1990, Philippinen), Bettina Hindes (1978, USA) Kolos Karácsony (1987, Ungarn), Guillaume Mauron (1980, Schweiz), Marcus Cheney (1963, Großbritannien), Wenzel Ziersch (1965, Deutschland), Hieronymus Rentsch (1985, Deutschland), Dr. Martin Wälti (1976, Schweiz), Olaf Lorenzen (1964, Deutschland), Laurentiu Cimpeanu (1968, Rumänien) 11

12 Wege zum Seminar Spuren im Licht Gheorghe Aur, 1. Trimester In meinem Herkunftsland Rumänien spricht man eine west-europäische, romanische Sprache und lebt das ost-europäische Christentum. Dort kam ich in Brasov (Kronstadt), in der Mitte der Karpaten, auf die Welt. Als Kind hatte ich zwei Träume: Ich wollte Schau - spieler werden und ich wollte einen Wolken kratzer sehen. Der erste Traum wurde Wirklichkeit. Mit 23 Jahren hatte ich die Prüfungen an der Theater- und Film - hoch schule in Bukarest bestanden. Nach dem Stu - dium bekam ich die Möglichkeit, im National theater zu spielen. Gleichzeitig lernte ich eine andere Thea - ter initiative, eine anthroposophische Initiative das Logos-Theater kennen. Nach zwei Wochen im Na - tio nal theater lehnte ich mein erstes Engagement ab und entschloss mich, den Impulsen des Logos- Theaters zu folgen. Dann begann ich, die Schriften Rudolf Steiners zu lesen und nahm sie als etwas Selbst verständliches an. Das war in meinem 27. Le - ben s jahr. Ich versuchte, eine Brücke zwischen der rumänischen Gesellschaft und den Impulsen Rudolf Steiners zu finden. Ich dachte, dass ich nur wahrhaftig mit mir bleiben kann, wenn ich in dieser anthroposophischen Initiative arbeite. Drei Jahre lang war ich Schauspieler im Logos-Theater. Im Anschluss daran arbeitete ich fast drei Jahre als Sprecher für ein Eurythmieensemble. Dann entschied ich mich für ein Masterstudium im Fach Schauspielkunst an der Thea terhochschule Bukarest, wo ich zwei Jahre studierte. Während dieser Zeit arbeitete ich auch als Pädagoge in einer heilpädagogischen Einrichtung. Danach war ich drei Jahre als Theater- und Kunst - geschichtslehrer in der Waldorf schule beschäftigt. 2013, in meinem 37. Lebensjahr wollte ich meine Sommerferien in Deutschland verbringen. Ich suchte einen Ort, wo ich ein kurzes Praktikum machen könnte. Die Antwort kam von einer Reitschule aus dem Schwarzwald, und so ging ich nach Deutschland. Schon einen Monat später verließ ich die Reitschule und reiste zum Bodensee. Dort besuchte ich ein Forschungszentrum für ätherische Kräfte. Es entstand in mir der Wunsch, dort eine Zeit lang zu arbeiten. Auf meine Anfrage erhielt ich positive Antwort, und so blieb ich in Deutschland. Im März dieses Jahres, zu meinem 38. Geburtstag, schenkten mir meine Arbeitskollegen die Teilnahme an einer Orientierungswoche am Stuttgarter Pries - ter seminar. Ich dachte, dass ich keine Beziehung zur Christengemeinschaft hätte. Ich betrachtete mein Streben auf dem Weg der Anthroposophie als genügend. Trotzdem war ich einverstanden, nach Stutt - gart zu gehen: ein Geschenk ist ein Geschenk. Ob - wohl ich nicht gut Deutsch verstand, empfing ich fast mit jedem Wort, das in der Menschen weihe handlung ausgesprochen wurde, etwas aus einer anderen Welt. In dieser Woche hatte ich während einer Menschen - weihehandlung ein Erlebnis, das mich von jenem Augenblick sagen ließ: Von jetzt ab werde ich Pries - ter. Das kann natürlich zunächst nur ganz still im eigenen Inneren geschehen. Zugleich will ich wach und bereit sein dafür, was das Schicksal dazu sagen und wohin es mich führen wird. Manchmal frage ich mich staunend: Was ist das Leben? Ich möchte im Sinne von Novalis sagen: Eine Geburt ist eine magische Welt, eine Feenwelt. Es liegt an uns, dass wir aus jedem Tag einen Geburtstag machen. 12

13 Wege zum Seminar Wir wollen Christus folgen und mit Ihm wandeln Juan José Gaitán, 1. Trimester In Madrid wurde ich 1957 als einziger Sohn geboren. Ich hatte eine goldene Kindheit und wurde sehr geliebt von meiner ganzen Familie. Leider ist 1971 bereits mein Vater gestorben. Als ich 15 Jahre alt war, habe ich begonnen, als Bankangestellter zu arbeiten. Ein besonderer Zeitpunkt war, als 1981 eine Freund - schaft mit einem Arbeitskollegen entstand. Ihm verdanke ich es, die Anthroposophie und das Werk Rudolf Steiners kennen gelernt zu haben. Meine Frau Maria lernte ich 1981 kennen, und gleich im April 1982 heirateten wir. Nachdem ich im Herbst 1982 begonnen habe, an Kursen über Anthro po - sophie teilzunehmen, habe ich nicht mehr aufgehört, mich mit ihr zu beschäftigen. Im April 1983 hielt Gérard Klockenbring einen Zyklus von Vorträgen zum Thema Der Gral in der Freien Waldorfschule in Las Rozas. Ich hatte das Glück, diese Vorträge zu hören. Diese erste Begegnung mit der Christengemeinschaft hat mich sehr berührt. Im März 1984 wurde unsere Tochter geboren. Meine Frau und ich wollten sie nicht in der katholischen Kirche taufen lassen. Aus diesem Grund begann ich mich intensiver mit der Christengemeinschaft auseinanderzusetzen. Die Fol - ge davon war, dass unsere Tochter am 12. Oktober von der Priesterin Gertrudis Löchner aus Buenos Aires in der Christengemeinschaft getauft wurde. Im November 1986 wurde unser Sohn geboren. Im Mai 1987 taufte Frau Löchner auch ihn. Am folgenden Tag hatte Frau Löchner zu einer Begegnung aller an der Christengemeinschaft interessierten Men - schen, eingeladen. Diese Versammlung weckte die Sehnsucht in mir, Priester zu werden. Ich konnte mit ihr über diese Sehnsucht sprechen, und versuchte seitdem, ihren Rat in meinem Leben zu befolgen. Im Mai 1992 gab es ein erstes Arbeitstreffen der Chris - tengemeinschaft auf einem Bauernhof im Gebirge von Madrid. Ich verband mich mit diesem Impuls und engagierte mich seither in der organisatorischen Gruppe, u.a. als Verantwortlicher für die Finanzen. Im September 1992 wurde unser zweiter Sohn geboren. Frau Löchner taufte auch ihn. Bei diesem Treffen hatte ich wiederum ein sehr persönliches Gespräch mit ihr sprach ich mit unserem Lenker Martín de Gans über meinen Wunsch Priester zu werden. Er hatte keine Einwände, aber meine Frau konnte dieses Vorhaben noch nicht unterstützen. Sie meinte, dass es für unsere junge Familie zu viele Veränderungen bedeutete. Und sie hatte Recht! So musste ich darauf verzichten, ans Priesterseminar zu gehen. Am 8. Juni 1995 wurde ich Mitglied der Christen ge - meinschaft. Ende Januar 2009 konnte ich in den Vorruhestand gehen. Das hat mir ermöglicht, der Christengemeinschaft viel Zeit und Kraft zu geben. Ich habe mich zusammen mit anderen Mitgliedern federführend um die rechtlichen und finanziellen Belange der Gemeinde gekümmert fand in Madrid die Gründung der ersten Gemeinde in Spanien statt. Im Herbst 2013 sprach ich mit meiner Frau einmal mehr über meinen Wunsch, ans Priester - seminar zu gehen. Sie hat mich ermutigt, zur Orien - tie rungswoche im März nach Stuttgart zu fahren. Als ich nach Hause kam mit meinem Entschluss, im Herbst das Studium zu beginnen, war meine Frau zu meiner Freude diesmal einverstanden. 13

14 Wege vom Seminar... Wege in die Welt Yecu Barnech, 4. Trimester Was für eine Studienstätte ist das Priesterseminar? Für wen ist sie da? Was führt Menschen überhaupt zu dem Entschluss, in die Spittlerstraße 15 in Stuttgart, nach Deutschland, nach Europa umzuziehen? Diesen Fragen sind wir seit Jahren in der Rubrik Wege zum Seminar nachgegangen. Dort erscheinen viele Geschichten, viele Gesichter, die Einblicke in die Biografien von ganz unterschiedlichen Persön - lichkeiten bieten. Als ich selbst die Wege zum Seminar las, bemerkte ich: Ich lese von so spannenden Menschen, über ihre Wege, die sie zu diesem Ort geführt haben, und erfahre, dass sie jetzt am Seminar sind. Ich weiß aber, dass das Priesterseminar keine gewöhnliche Ausbildungsstätte in dem Sinn ist, dass alle, die dort studieren, mit dem gleichen Titel herausgehen. Einige kommen mit der Frage nach einem vertieften Verständnis des Christentums hierher, andere, um Schritte auf dem Weg der Selbsterkenntnis zu machen, und wieder andere mit dem Wunsch, mit dem Studium eine Basis für ihren weiteren Lebens - weg zu bereiten. Wohin der Weg den Einzelnen jeweils führen wird, ist zu Beginn völlig offen. Ich weiß auch, dass Priesterwerden zuerst eine Frage ist, eine offene Frage an mich, an die Leitung dieser Bewegung, an die geistige Welt. Men schen bedeuten kann. So kann ein lebendiges Bild entstehen von den mannigfaltigen Schicksals - wegen, die aus diesem Ort heraus sich entfalten können. Wir haben für diesen ersten Artikel zwei ehemaligen Seminaristen folgende Fragen gestellt: I In I Was welchem Zeitraum waren Sie am Priesterseminar, und was machen Sie jetzt beruflich? bedeutet diese Erfahrung für Ihre Biografie im Rückblick? Paul Mackay Vom Frühjahr 1975 bis Frühjahr 1977 war ich am Priesterseminar in Stuttgart. Zur Zeit bin ich Vorstandsmitglied am Goetheanum und Verwal - tungs ratspräsident der Weleda AG. Die Zeit am Seminar war für mich ein Geschenk des Schicksals. Im Jahre 1974 hatte ich die Anthroposophie durch eine erneute Begegnung mit einem Professor, Bernard Lievegoed, kennengelernt. Eine Priesterin der Christengemeinschaft in England, Rachel Clayfield, hat mich dann auf das Seminar in Stuttgart aufmerksam gemacht. Nach einem Gespräch mit Friedrich Benesch zu Weihnachten 1974 war es mir möglich, im Frühjahr 1975 Semi - narist zu werden. Vorher hatte ich Wirtschafts - wissenschaften studiert und war im Bankwesen, insbesondere in internationaler Unternehmens finan - Wo sind und was machen diejenigen Menschen, die nicht Priester geworden sind? Wie sehen die Wege vom Seminar aus? Welche Rolle spielt ein Weg durch das Seminar in den Biografien derer, die später andere Berufe ausüben? Die Absicht der folgenden Artikelreihe ist, ein Nachdenken anzuregen, was die Freie Hochschule der Christengemeinschaft für die verschiedenen 14

15 Wege vom Seminar zierung tätig geworden. Anlass meines erneuten Gespräches mit Bernard Lievegoed war die Frage nach dem Mehr zwischen Himmel und Erde. Am Seminar habe ich dann dieses Mehr entdeckt. Viele Kurse haben mich begeistert, besonders die von Rudolf Frieling und Friedrich Benesch. Am Seminar wurde es mir möglich, auch durch die tägliche Weihehandlung, ein reales inneres Leben zu pflegen. Dies hat mich durch meinen weiteren Lebensgang begleitet. Nach einem Jahr am Seminar war es mir deutlich, dass es nicht meine Lebensaufgabe war, Priester zu werden. Dennoch hat Friedrich Benesch mich großzügig eingeladen, noch ein Jahr zu bleiben, wofür ich sehr dankbar bin. Nach dem Seminar habe ich mich mit der GLS Bank in Bochum als Geschäftsführer verbunden und gleichzeitig die Gründung der Triodos Bank in den Niederlanden mit vorbereitet. Diese Bank habe ich dann 15 Jahre geleitet. Daneben wurde ich innerhalb der Anthroposophischen Bewegung und Gesellschaft tätig wurde ich Vorstandsmitglied am Goethe - anum und gleichzeitig auch neu tätig bei der GLS Bank als Vorstandsmitglied. Als Vorstand am Goethe anum haben wir jährlich ein Treffen mit dem Siebenerkreis der Christen gemein - schaft. Diese Treffen haben für mich im Lauf der Jahre an Bedeu tung gewonnen. Tara Feiten Ich war von April 2002 bis Sommer 2004 am Seminar. In dieser Zeit habe ich meine große Liebe zur Eurythmie entdeckt und deswegen in den darauf folgenden vier Jahren das Eurythmiestudium in Holland, Den Haag, gemacht. Nach weiteren zwei Jahren, die der künstlerischen Eurythmie in Dornach gewidmet waren, arbeite ich nun seit 2011 an der Waldorfschule Rieselfeld in Freiburg. Dort unterrichte ich Schüler von der 1. bis zur 12. Klasse und bin begeistert von diesem Beruf! Die Kleinen nehmen die Eurythmie selbstverständlich auf, mit den Älteren kann man neben dem Arbeiten an der Eurythmie tolle Gespräche zum Sinn der Eurythmie und ihren Hintergründen führen und kommt da an ganz wesentliche Punkte, die auch die Waldorfpädagogik betreffen. Die Zeit am Seminar war für mich sehr bedeutsam. Sie diente mir nach dem Abitur als Sprungbrett ins Leben und als innere Orientierung. Wenn ich nach meiner Seminarzeit gefragt werde, antworte ich immer noch, dass diese Zeit wohl mit zu der wichtigsten in meinem Leben gehörte. Denn dort habe ich Verbindung und Vertiefung zur Anthroposophie und zur Christengemeinschaft erfahren. Über längere Zeit war ich mit Gleichgesinnten mit wesentlichen Fragen beschäftigt. Es waren, würde ich im Nachhinein sagen, alles Vollblutanthroposophen, auch wenn wir das damals keineswegs so sagten, da wir die Anthroposophie ja gerade erst kennenlernten. Aber es gab am Seminar nicht die Kompromisse und Verwässerungstendenzen, wie ich sie später in anderen Einrichtungen erlebt habe und die es einer breiten Masse leicht machen wollen, auch einen Zugang zu finden. Die Zeit am Seminar hat mich inhaltlich und mensch lich tief geprägt, und sie hat ein zentrales Fundament gelegt für alles, was danach kam. Heute kann ich dankbar aus vielem schöpfen, was dort in Kursen, Gesprächen und dem allgemeinen Zusam - men leben angelegt wurde. 15

16 Friede Die Verbreitung des Friedens Carlos Maranhão, Vorbereitungskurs "Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg." Mahatma Gandhi. Was ist der Zustand des Friedens? Ist es, kein schlechtes Gewissen zu haben? Sich ohne Schuld zu fühlen? Ein gutes Verhältnis zu den Menschen um uns herum zu haben? Keinen Konflikt oder Streit zu haben? Keinen bösen Gedanken zu denken? Zufrie den mit dem eigenen Leben zu sein? Sich in der Gemeinde aufgenommen zu fühlen? Ist es Friede, wenn wir mit unserer eigenen Seele beschäftigt sind und versuchen, ein Gleichgewicht zu finden zwischen unseren Zielen und den Hinde r - nissen, die wir auf dem Weg der Auseinandersetzung mit unseren Schattenseiten finden? Wir brauchen Frieden in der Welt. Wie ist es möglich, dass wir nach so vielen Kriegen, Konflikten und Blut - vergießen in der Geschichte der Menschheit immer noch weit entfernt von dauerhaftem Frieden sind - auch in Ländern, in denen es keinen Krieg gibt? Wir können uns fragen, was diese Situation mit mir zu tun hat. Wir können sagen: Ich habe damit nichts zu tun und habe ein gutes Gewissen. Aber wir können auch sagen: Solange ich keinen dauerhaften Frieden in meinem Herzen fühle, bin auch ich für die Ab we - senheit des Friedens in der Welt mitverantwortlich. Unsere Seele ist ein Quell für unerschöpfliches Licht und Güte, aber auch für böse Gefühle und Schatten. Wie können wir inmitten der Turbulenzen, der Verwirrung und Orientierungslosigkeit unserer Zivili - sa tion den Frieden in unseren Herzen bewahren und ihn auch um uns herum anregen und fördern? Auf uns allein gestellt sind wir in Bezug auf die Beantwortung dieser Frage ganz und gar ohnmächtig. Nur mit Christus und solange wir uns mit ihm verbunden fühlen, können wir unsere Gedanken in Richtung des Friedens weiterführen. Und das nicht nur weil wir im Neuen Testament lesen können, dass Christus unser Friede ist und dass er durch das Kreuz einen neuen Mensch geschaffen und Frieden ge - macht hat (Epheser 2, 14-16). Nur mit ihm können wir tatsächlich den Frieden in unseren Herzen be - wah ren und dadurch auch Frieden in unserer Umgebung verbreiten. Eine Voraussetzung, um den Frieden in der Welt zu verbreiten, ist, dass jeder den Frieden in sich selbst findet, oder anders gesagt: Christus in sich selbst findet. In einem Vortrag, am 16. Oktober 1918 in Zürich gehalten, hat Rudolf Steiner die Frage Wie finde ich den Christus? behandelt. Er kommt zu dem Schluss, dass wir in unserem Streben nach Selbsterkenntnis ohnmächtig bleiben in unserem Fassungsvermögen, und genau dieses Gefühl zu bemerken, macht uns unsere Krankheit bewusst. Man kann auch sagen, dass die Unfähigkeit Frieden in uns selbst zu bewahren eigentlich Symptom dieser Krankheit ist. Sich dessen bewusst zu sein, ist schon ein Schritt in Richtung Heilung. Der nächste Schritt ist, dem Heiler zu begegnen und unsere Seele vom Tode auferstehen zu lassen. Das kann sehr einfach klingen, aber wenn wir für den Frieden in der Welt mitverantwortlich sind, dann haben wir eine wichtige Aufgabe; besonders wenn wir in einem modernen Sinn Christen sind: danach streben, die Begegnung mit Christus Tatsache werden zu lassen. 16

17 Friede Über den Frieden Paolo Belmonte, 4. Trimester Friede unter den Menschen: das wollen wir. In Syrien, in der Ukraine, in Deutschland, am Pries ter seminar; Friede wäre schöner als sein Gegen teil. Denn wer würde sagen, er hätte lieber Streit und Krieg? Auch unter Menschen, die sagen, sie wollen das Gute für die Menschheit und dementsprechend Geist-inspirierte Ge - mein den und Gemeinschaften gründen, kann der Friede schwer zu erlangen sein. Wie viel schwieriger muss es sein, wenn jeder Kriegs - waffen in den Händen hält und willig ist, Menschen leben auszulöschen! Wir befinden uns nicht inmitten eines blutigen Krieges, aber Streit ist etwas, das immer vorhanden ist, sei es im Großen oder Kleinen. Und wenn alles in Harmonie zusammenklingt, lauert er und wartet darauf aufzutauchen. In dieser Welt ist der Streit unvermeidbar und wir sollten ihn nicht vermeiden wollen. Seine Ausbrüche zeigen, dass etwas in Bewegung ist, und was sich in Verwandlung befindet, vermag sich auch weiter zu entwickeln. Dazu muss gesagt werden, dass das Ergebnis einmal schlechter als zuvor sein darf. Aber was wäre die Alternative? Neue Impulse unterdrücken und starr bleiben? Nein, dann brodelt es weiter in der Tiefe, bis alles explodiert oder, was noch schlimmer ist, bis die Ideale beginnen zu sterben. Einer der ersten Schritte zum Frieden ist, anfangen zu ahnen, wie eine Übereinstimmung zustande kommen könnte. Das kann ungeheuer mühevoll sein. Einmal pro Woche treffen wir uns als Trimester und oft schwebt Uneinigkeit in der Luft. Aber den Be - zugs punkt zum Anderen zu finden ist unser Ziel, und wir versuchen zu vertrauen, dass unser Gegen über in seiner Weise nach demselben strebt. Man kann sich von dem Anderen in vollem Zwist verabschieden; haben aber die Beteiligten mit gutem Willen wirklich versucht, eine Brücke zwischeneinander zu bauen, hat der Friedenskeim die Möglich keit, sich herabzusenken, zu ruhen, und zu reifen. Nicht alle Keime über leben die Gewaltigkeit des Zornes, aber diejenigen, denen es gelingt, haben Kraft im Überfluss, um das Gegeneinandersein zu besiegen. Es gibt einen besonderen Augenblick in unserem Tag, in dem allein der Friede waltet: die Menschenweihe handlung. Dessen Früchte versuchen wir in das All tägliche hineinzutragen, auch wenn gleich danach die Bequemlichkeit der Abneigung uns wieder lockt. Wir versuchen es dennoch. Dieses Immer-Versuchen, darauf kommt es an. Denn der Weg zum Frieden ist der eigentliche Friede selbst; alles andere ist nur Begriff. Zusammen ringen wir trotz aller Hindernisse und nur zusammen erlangen wir ihn. Eine rein individuelle Angelegenheit ist der Friede nicht; sonst wäre er nur Selbstbefriedung. 17

18 Friede Der Erzengel Michael der Drachenkämpfer Patrizia Gagliano, 4. Trimester Jedes Jahr wird Ende September Michaeli gefeiert. Es ist eine Zeit des Übergangs. Der Sommer neigt sich dem Ende zu, die Herbsteszeit kündigt sich an. Wie erleben wir diese Zeit innerhalb des Jahres kreis - laufes? Im Folgenden wird der geisteswissenschaftliche Hintergrund des Michaeli-Festes beschrieben. Bereits am 1. November des Jahres 1904 weist Rudolf Steiner auf die Bedeutung des Erzengels Michael für die Entwicklung der Menschheit hin. Michael ist der Engel der Menschenform. Der Mensch lebt in Pola - ri täten, in die sich der Drache hineingedrängt hat. 1 Es ist der Erzengel Michael, der sich zur Aufgabe macht, die Drachengestalt aus dem Menschen zu - rück zuweisen. Im ersten Vortrag des Vortragszyklus Die Anthro po - sophie und das menschliche Gemüt 2, den Rudolf Steiner am 27. September 1923, zu Michaeli, in Wien vor den Mitgliedern der Anthroposophischen Gesel l - schaft gehalten hat, schildert er die geisteswissenschaftliche Bedeutung des Kampfes des Erzengels Michael mit dem Drachen. Zu Beginn seines Vortrages weist er darauf hin, dass dem menschlichen Gemüt bei der Erlangung von geistigen Erkenntnissen eine bedeutungsvolle Aufgabe zukommt, die wir heute allerdings im Zuge der intellektualistischen Entwicklung, die im 16. und 17. Jahr - hundert innerhalb der Zivilisation Fuß fasste, nicht mehr wahrnehmen können. In einer früheren Menschheitsentwicklung durfte das menschliche Gemüt auch erkenntnismäßig sprechen, so Rudolf Steiner, was bedeutet, dass das menschliche Gemüt sich mitteilen durfte und zu Erkenntnissen führte. Es sprach durch große, gewaltige Bilder und sollte die Menschen darüber aufklären wie sie in den komplexen Weltzusammenhängen stehen und wie sie sich darin eingliedern können. Eines dieser bedeutsamen Bilder ist der Kampf des Erzengels Michael mit dem Drachen. Was führte zum Drachenkampf des Michael? Welches Ereignis ist in der geistigen Welt geschehen? Rudolf Steiner weist in seinem Vortrag darauf hin, dass sich eine Anzahl höherer Wesenheiten ihren Willen vom göttlichen Willen unabhängig machen wollten, um zur Freiheit ihres Willens zu gelangen, wobei dies zu einer Zeit geschah, die nicht reif dazu war und, was noch wichtiger ist: Sie wollten die Freiheit, die nicht für sie vorgesehen war, sondern dem Menschen zusteht. In dieser Diskrepanz stehen sich der Erzengel Michael, der dem göttlichen Willen folgt, und der Drache gegenüber, der der Vertreter bzw. Anführer jener Wesenheiten ist, die einen Vorgriff auf den Freiheitswillen getan haben. In - folge dessen kommt es zum Sturz des Drachens vom Himmel auf die Erde durch den Erzengel Michael, denn als widersetzliches Wesen darf der Drache nicht im Übersinnlichen verbleiben. Wie schaffte es nun der Drache, sich in das Menschen wesen hinein zu drängen? Er fand im Wesen des Menschen einen verborgenen Zufluchtsort. Er fand ihn im Triebleben des Men - schen. 3 So wurde der kosmische Drachenkampf des Michael ins Innere des Menschen verlegt und dort fortgesetzt. Rudolf Steiner beschreibt das Bild des innermenschlichen Kampfes des Michael mit dem Drachen folgendermaßen: Äußerlich die menschliche Gestalt, im niederen animalischen Teile der Drache, sich windend und selbst das Herz umwindend. Dann aber, hinter dem Menschen gewissermaßen weil der Mensch das Höhere mit dem Hinterhaupte sieht -, die äußere kosmische Gestalt des Michael, überragend, glanzvoll, sein kosmisches Wesen behaltend, aber spiegelnd dieses Wesen im Inneren der menschlichen höheren Natur, so dass der Mensch ein ätherisches Spiegelbild in seinem eigenen Ätherleibe bietet von der kosmischen Gestalt des Michael. Und dann wäre in diesem Menschenhaupt sichtbar geworden, aber hinunter wirkend zum Herzen, die Kraft des Michael, zermalmend den Drachen, so dass sein Blut herunter- 18

19 Friede fließt vom Herzen in die Gliedmaßen des Menschen. Dieses Bild, das uns Rudolf Steiner von dem ätherischen Abbild des Michael, das den eigentlichen Kampf im Menschen ausführt, gibt, zeigt, wie der Mensch mit Hilfe der Michael-Kraft die Drachenkraft in sich besiegen kann, aber auch, dass der Mensch die Michael-Kraft, die wirksam in ihm werden kann, für seine Existenz, für sein Mensch-Sein braucht. Doch damit die Kraft Michaels wirken kann, braucht es von Seiten der Menschen den guten Willen und die Bereitschaft, sich bewusst zu diesem Michael- Bild zu erheben, dann kann der Mensch in seinem Gemüt Folgendes erfühlen: In mir wirkt die Drachenkraft, die mich herunter ziehen will; ich schaue sie nicht, ich fühle sie als das, was mich unter mich bringen will. Aber ich schaue im Geiste den leuchtenden Engel, dessen kosmische Aufgabe es immer war, den Drachen zu besiegen. Ich konzentriere mein Gemüt auf diese Leuchtgestalt, ich lasse ihr Licht in mein Gemüt hereinstrahlen.- Dann wird das so erleuchtete und erwärmte Gemüt die Michael-Kraft in sich tragen, und im freien Ent - schlusse wird der Mensch in der Lage sein, durch sein Bündnis mit Michael die Drachenkraft in seinem Untermenschen zu besiegen. 4 Am Ende seines Vortrages verdichtet Rudolf Steiner seine Erkenntnisse zu einem Leitgedanken: Würde der gute Wille diese Vorstellung in eine religiöse Kraft erheben und in jedes Gemüt einschreiben, dann könnte der Mensch innerlich davon erfasst werden und durch das lebendige Gemüt in eine lebendige Beziehung zum ganzen Kosmos kommen. Dann würden die Leuchtgedanken des Michael die ersten Ankündiger sein des Wieder hin ein dringens des Menschen in die übersinnliche Welt. Es würde das erkenntnismäßige Schauen sich religiös verinnerlichen und vertiefen können. 5 In Rudolf Steiners Vortrag geht es um die Verbindung des Menschen mit dem Erzengel Michael, dem Zeitgeist unserer Epoche, damit wir die Drachen kräf - te, die in uns sind, wirken und uns ins Unter mensch - liche ziehen wollen, besiegen. Doch dazu braucht es die Willenskraft und Willenstätigkeit von uns Men - schen und das Hinwenden aus Freiheit und Hin gabe. Die Bedeutung des Michael-Festes besteht darin, dass wir in die Lage kommen - durch die Verleben di - gung des Michael-Bildes, anders gewendet, durch die Schulung unseres Gemüts - Empfänger michaelischer Impulse zu werden, die wir in unser irdisches Leben hineinwirken lassen, damit nicht nur unser soziales Zusammenleben, sondern auch unsere weitere Mensch heitsentwicklung gelingen kann. Der Michael-Gedanke soll uns dahin führen, dass wir den Weg zum Geistigen wieder zurückfinden, dass wir den Weg zu Christus finden. 1) Aus: Manfred Schmidt-Brabant: Michael-Gedanken und Drachenkräfte, Verlag am Goetheanum, 1992, S.12. 2) Aus: Rudolf Steiner: Der Jahreslauf als Atmungsvorgang der Erde und die vier großen Festeszeiten, GA 223, Dornach 4. Aufl ) Stark verkürzt, ausführlich in GA 223 nachzulesen. 4) Aus: Rudolf Steiner: Der Jahreslauf als Atmungsvorgang der Erde und die vier großen Festeszeiten, GA 223, Dornach 4. Aufl ) Siehe oben. 19

20 Friede Überwindung des Krieges durch Beziehungspflege Jozef Bitzner Maly, 1. Trimester Der im heutigen Menschen lebende Drang, allen Formen von Fremdherrschaft und Autoritäts gläu big - keit eine Absage zu erteilen, ist verbunden mit Ein - sam keit, Unsicherheit und Misstrauen. Dieser Bezug auf der einen Seite und die tiefe Angst der global herrschenden Eliten vor der potenziellen Macht der individuellen Menschen auf der anderen Seite befeuern den auf vielen Ebenen aktuell walten den, harten Krieg. Ich will keine Entscheidungen, die ich nicht nachvollziehen kann, mehr mittragen und ihnen folgen! Ich will meiner eigenen Bestimmung folgen können. Diese Stimmung erlebe ich bei mir und auch bei vielen anderen Zeitgenossen. Was kann ich denn tun, dass wir Menschen in der heutigen Zeit ohne Unterdrückung in gegenseitigem Respekt und Würde neben- und miteinander leben können? Im Fol gen - den versuche ich, einen Weg der Beziehungs pflege zu skizzieren, der zum Frieden sicher beitragen kann. Er verläuft über drei Ebenen: I.ich-Ich-ICH Vor allem die Betrachtungen über die Wirkungen der Vergangenheit und der Zukunft auf das gegenwärtige Seelenleben des Menschen im Vortrag Das Wesen des Gebetes von Rudolf Steiner und dessen Besprechungen im Unterricht am Priesterseminar haben mich zu Folgendem geführt: Wenn ein Mensch am Abend auf seine Taten des Tages zurückschaut und so etwas wie Unzufriedenheit oder Reue empfindet, so beweist diese Empfindung, dass in ihm eine Instanz existiert, die im Spannungsfeld zwischen ihm und den Taten, auf die er zurückblickt, diese Reue oder ein abweisendes Urteil erzeugt. Diese Instanz könnte man höheres Ich nennen. Der Mensch kann sich vornehmen, seine Taten (natürlich Schritt für Schritt) mehr in Einklang mit diesem höheren Ich zu bringen. Dabei können trotzdem noch Angst und Unsicherheit gegenüber der unvorhersehbaren Zukunft im Weg stehen. Wie erzeuge ich innere Sicherheit und wahre Gelassenheit gegenüber der Zukunft? Durch Beziehungspflege, die einen Einklang zwischen dem eng begrenzten ich, dem höheren (oder auch geistig-göttlichen) Ich und dem ICH aller Iche immer realer werden lässt. Das nehme ich als Urgeste der Gebetspflege wahr, denn das Gebet, wie z.b. das Urgebet Vater Unser, kennt in seiner wahren Gestalt nichts von Egoismus. Es dient der Ermöglichung dieses Einklanges. II.ich-du und Ich-Du Meiner Beobachtung nach kommt der Krieg früher oder später als unsichtbares Wesen in jede menschliche Beziehung. Sehr oft verhindern Vorstellungen, Vorurteile und Ängste, dass wir uns gegenseitig tatsächlich begegnen und wahrnehmen, wodurch Konflikte entstehen, die unsere Kräfte rauben. Was kann ich tun, um mein Kräftepotenzial nicht für den Krieg sondern den Frieden einzusetzen? Wie komme ich von der ich-du-beziehung zur Ich-Du- Beziehung? In dem ich mir die Fähigkeit aneigne, das, was der andere denkt und fühlt ebenso sympathisch aufzunehmen wie das, was ich selber denke und fühle. Ich-Du-Beziehung bedeutet innigstes Verständnis für die Meinungen anderer Menschen, auch, wenn ich sie für Irrtümer halte. Ich-Du-Beziehung entsteht also nicht natürlich wie ich-du-beziehung. 20

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