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1 I N F O R M A T I O N zur Pressekonferenz mit Katastrophenschutz-Landesrat Max Hiegelsberger Präsident NR Mag. Michael Hammer, Zivilschutzverband OÖ Geschäftsführer Josef Lindner Zivilschutzverband OÖ am 11. November 2013 zum Thema Schnelle Warnung im Krisenfall Startschuss für das Zivilschutz-SMS 160 wertvolle und informative Zeichen Rückfragen-Kontakt: Mag. Martina Anzengruber 0732/ od. 0664/ ,

2 LR Hiegelsberger Seite 1 Schnelle Warnung im Katastrophenfall gesicherte Informationen Katastrophenschutz-Landesrat Max Hiegelsberger: "Das Wichtigste im Katastrophenfall sind rasche und vor allem gesicherte Informationen sowie die Hilfe für die Betroffenen." Gesicherte Informationen "Das Hochwasser vom Juni 2013 hat uns erneut gezeigt, dass wir, was die Information der Bevölkerung betrifft, beim Katastrophenschutz neben den bewährten auch neue Lösungen brauchen. Nämlich gerade im Handy- und Multimedia-Zeitalter", betont der für den Katastrophenschutz in Oberösterreich zuständige Landesrat Max Hiegelsberger und hebt besonders die Bedeutung gesicherter Informationen hervor: "Die Menschen müssen vorab wissen, wo sie zu 100%ig gesicherten Informationen bekommen können." Gerade im Facebook waren während des Juni-Hochwassers viele Falschmeldungen unterwegs. Etwa wurde kolportiert, dass die Autobahnbrücke in Linz wegen Hochwassers gesperrt sei. Das führte dazu, dass hunderte Menschen panikartig Betriebsareale in Linz verlassen haben. "Wir müssen bei der Krisenkommunikation weg von der Sensation und hin zur Information. Das ist eine große Herausforderung und muss auch richtig dosiert werden. Das Ziel ist keine Infoflut, sondern eine Optimierung", hält Hiegelsberger fest. Ein Teil davon soll das vom Zivilschutzverband neu erarbeitete Service der "Zivilschutz-SMS" werden: "Damit können so schnell wie noch nie und vor allem zielgerichtet Personengruppen in einzelnen

3 LR Hiegelsberger Seite 2 Gebieten oder sogar Straßenzügen vor drohenden Ereignissen gewarnt werden", betont Hiegelsberger. Hochwasser vom Juni 2013 Neue Kommunikationstrategien Das Zivilschutz-SMS-Service soll in Zukunft als ein wichtiger Teil der direkten Kommunikation zwischen der Einsatzleitung auf Gemeindeebene und der betroffenen Bevölkerung im Krisen- und Katastrophenfall dienen. Darüber hinaus wird es noch weitere Kanäle geben. In Arbeitsgruppen, aber auch im Unterausschuss zur Aufarbeitung des Hochwassers wird derzeit intensiv an Kommunikationslösungen gearbeitet, die wichtige Informationen rasch und gesichert zu den Menschen bringen sollen. So soll künftig die Krisenkommunikation noch umfangreicher über die Homepage des Landes Oberösterreich gestaltet werden. In Vorbereitung ist auch die direkte automatisiert durchgeführte telefonische Information verschiedener Verantwortungsträger im Einsatzfall über die Landeswarnzentrale beispielsweise beim Erreichen bestimmter Pegel. Beabsichtigt ist außerdem die Entwicklung einer Hochwasser-App für Smartphones. Startschuss für Zivilschutz-SMS 160 wertvolle und informative Zeichen Zielgerichtete Informationen bei Katastrophenfällen, Notsituationen oder besonderen Ereignissen rasch versendet das bietet das neue Zivilschutz-SMS. Ab sofort können sich alle Oberösterreicher für diesen Service des OÖ. Zivilschutzverbandes registrieren. Durch die Fülle an Informationen, vor allem durch die sozialen Netzwerke, kann der Bürger kaum noch unterscheiden, welche der Meldungen richtig oder falsch sind. Aus diesem Grund sind

4 LR Hiegelsberger Seite 3 vertrauenswürdige Informationen besonders wichtig. Absender des Zivilschutz-SMS ist der Bürgermeister, der ein besonderes Vertrauen in der Bevölkerung genießt, sagt OÖ. Zivilschutz-Präsident NR Mag. Michael Hammer. Betreiber des zentralen Servers ist der OÖ. Zivilschutzverband mit einer Direktanbindung zu Mobilfunkbetreibern. So funktioniert's Anmeldung über Auf der Homepage kann sich jede Bürgerin und jeder Bürger kostenlos für diesen SMS-Service registrieren lassen. Jeder Empfänger kann nur einmal angelegt werden, um Mehrfach-SMS zu vermeiden. Dies wird automatisch in der Datenbank überprüft. "Alle Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher sind dazu eingeladen, dieses Service in Anspruch zu nehmen. Das kostet nur ein paar Minuten Zeit und bringt Schutz und Sicherheit", appelliert Katastrophenschutz-Landesrat Max Hiegelsberger. Das System ist modular aufgebaut, Personen können von der Gemeinde in frei wählbare Gruppen nach Regionen eingeteilt werden. Dies ermöglicht eine Benachrichtigung der gesamten Bevölkerung, einzelner Ortschaften oder der Bewohner eines bestimmten Straßenzuges. Auch eigene Personengruppen wie Gemeinderäte, Ärzte, Landwirte oder andere Gruppen, die im Katastrophenfall eine besondere Bedeutung haben, können für das Zivilschutz-SMS angelegt werden., erklärt Zivilschutz-Landesgeschäftsführer Josef Lindner.

5 LR Hiegelsberger Seite 4 Der Bürgermeister als der behördliche Einsatzleiter erhält die Administrator-Rechte für seine Gemeinde und kann so entscheiden, welche Informationen er an welche Gruppen schicken will. Bei der Erfassung des SMS-Textes wird ein Zähler für die Anzahl der maximal 160 Zeichen mitgeführt, um ein Abschneiden des Textes zu vermeiden. So hat beispielsweise die SMS-Nachricht: ACHTUNG: Sturmwarnung für unser Gemeindegebiet. Schule, Hort, Kindergarten bleiben geschlossen. Mühlweg gesperrt. Aufenthalt im Freien meiden. Bgm. F. Keller 157 Zeichen. 139 Zeichen lang ist die wichtige Nachricht Wegen Überflutungsgefahr Fahrzeuge Dorfwiese, Mayrplatz, Gruberfeld unverzüglich entfernen. Ausfahrt West bereits gesperrt. Bgm. Mustermann. Ebenso können Gemeindebedienstete über wichtige Anliegen informiert werden: Aufgrund der derzeitigen HW-Situation Besprechung am Gemeindeamt: Treffpunkt Uhr; Abmeldung unter Bereitschaftsdienst einrichten. Karl Huber und das mit 160 Zeichen. Da das SMS jederzeit lesbar ist und unkompliziert an Angehörige weitergeleitet werden kann, entsteht automatisch ein Mehrfach- Nutzen. Das Zivilschutz-SMS ist jedoch nicht nur auf Gemeindeebene einsetzbar auch die Bezirkshauptmannschaften können sich in dieses System einbinden.

6 LR Hiegelsberger Seite 5 Bedeutung der Zivilschutz-Sirenensignale 1 Probe-SMS pro Jahr Um die Funktionstüchtigkeit gewährleisten zu können, verpflichten sich die Gemeinden, zur Sendung eines SMS pro Jahr. Diese Nachricht soll zum alljährlich stattfindenden Zivilschutz- Sirenenprobealarm (jeden ersten Samstag im Oktober) ausgeschickt werden, um so auch die Bedeutung der Zivilschutz-Sirenensignale in Erinnerung zu rufen. Diese müssen in der Bevölkerung stärker verankert werden, so Präsident Hammer, Der Probealarm soll nicht nur die Funktionstüchtigkeit der Sirenen testen, sondern vor allem der Bevölkerung dienen, um die Bedeutung der einzelnen Signale zu kennen und sich so im Ernstfall richtig verhalten zu können. Die Zivilschutz-Sirenensignale warnen nicht nur vor einer AKW- Katastrophe, sie gewinnen auch an Bedeutung bei Naturkatastrophen, wie bei notwendigen Evakuierungen im Hochwasserfall.

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