Bewohnerorientierte Hauswirtschaft - der Gewinn für die Altenpflege

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1 Bewohnerorientierte - der Gewinn für die Altenpflege Ein neuer Ansatz Eine neue Ausrichtung - in klassischen stationären Einrichtungen - in Haus- und Wohngemeinschaften Ein Ansatz, entwickelt aus der Erkenntnis, dass der Alltag wichtig ist. Zu gestalten ist. Verbunden mit der Tatsache, dass die Potenziale dazu da sind. Wir haben hauswirtschaftliches Personal, das sich weiterentwickeln und neu ausrichten kann. 1

2 Die ist dabei, sich der Wirkung ihrer Leistungen bewusst zu werden. Eine neuer Ansatz, Nicht mehr allein die Leistungen anzuschauen, sondern nach deren Wirkung/nach deren Outcome zu fragen. Stichwort: Ergebnisqualität. 2

3 Verbunden mit sind... Damit werden drei Dimensionen sichtbar 3 Dimensionen sollen hier genannt werden. 3

4 Die Lust, Freude und Zufriedenheit beim Verzehr und Konsum hauswirtschaftlicher Dienstleistungen. Diese Dimension kennen vielen Menschen. 4

5 Der Stolz, die Stärke und das Selbstbewusstsein, wenn etwas Alltägliches gut gelungen ist. Hier wird es schon spezieller. Nicht für jeden ist jede hauswirtschaftliche Leistung wichtig. Hier: sehr personenspezifisch, individuell!!! 5

6 Aber auch die Not und die Schwierigkeiten, wenn Kenntnisse und Fertigkeiten im Alltag fehlen oder verloren gegangen sind. Im Alltag werden Defizite deutlich 6

7 liche Dienstleistungen stehen für Lust, Freude, Zufriedenheit, sich und anderen etwas Gutes tun. Lebenshilfe Witten Die selbst Aber auch die Leitungsverantwortlichen in den Einrichtungen müssen sich klar machen, für was eigentlich zählt. Die Reduktion auf Unterkunfts- und Verpflegungsleistungen, die allein von ihren Verrichtungen her gesehen werden filtern und blenden aus. 7

8 liche Dienstleistungen stehen für Selbstbestimmung, Eigenständigkeit und Persönlichkeitsentfaltung. Demenz Support 8

9 liche Dienstleistungen stehen aber auch für Alltag, Routine, Sicherheit mit mit einer großen Nähe zu unendlich, lästig, unbeliebt. Auch das gehört das dazu - für MitarbeiterInnen - und für BewohnerInnen 9

10 schafft Lebensqualität Das Motto der 10

11 Im Zentrum steht damit die Frage: Welchen Gewinn hat die Altenpflege von einer, die wirklich die BewohnerInnen im Blick hat? Und damit ist zu klären: Was zeichnet eine bewohnerorientierte aus? Was verändert sich im Vergleich zu einer verrichtungsorientierten? 11

12 Die Potentiale der nutzen Leitlinie zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit sozialer Einrichtungen Grundlagenpapier Wissenschaftliche Grundlage Nachgeholt, was in der Pflege schon längst existiert. 12

13 13

14 Eine, die den Alltag sichtbar macht. Selbstverständnis 14

15 Eine, die erfahrbar und gestaltbar ist. Quelle: Kalender Alzheimer Gesellschaft 2005 Bewohnerbeteiligung 15

16 Eine, die unterstützt und fördert. Förderung, Assistenz 16

17 Ein kleiner Ausflug in die Leitlinie 17

18 Anforderungen der BewohnerInnen an Dienstleistungen der Situation Bedürfnisse Erwartungen A N F O R D E R U N G E N liche Leistungen fördern Selbstbestimmung und Teilhabe Sicherung bedarfsgerechter Hilfen, Förderung der Selbst ändigkeit St ärkung des Selbstbewusstseins Normalit ät der Alltagssituation durch aktivierende Betreuung und Rehabilitation Ern ährung Wohnen und Wohnumfeld Pflege der Kleidung und Wäsche Hygiene und Reinigung Unterstützung bei Alltagsaktivitäten in Koordination mit Pflege, sozialem Dienst und weiteren Bereichen Anforderungen der BewohnerInnen an Dienstleistungen der Situation der BewohnerInnen Umfeld Wohnsituation Soziale Bedingungen Ökonomische Situation Kompetenzen / Aktivitäten eingeschränkte körperliche und geistige Leistungsfähigkeit Behinderungen verschiedener Art Desorientierungen Bedürfnisse Erwartungen Ein Zuhause Betreuung als Hilfe zur persönlichen Lebensgestaltung, zum Wohlbefinden Dazu gehört: sich geborgen fühlen geachtet werden aktiv sein A N F O R D E R U N G E N liche Leistungen fördern Selbstbestimmung und Teilhabe Sicherung bedarfsgerechter Hilfen, Förderung der Selbständigkeit Stärkung des Selbstbewusstseins Normalität der Alltagssituation durch aktivierende Betreuung und Rehabilitation im Zusammenhang mit Ernährung Wohnen und Wohnumfeld Pflege der Kleidung und Wäsche Hygiene und Reinigung Unterstützung bei Alltagsaktivitäten In Koordination mit Pflege, sozialem Dienst und weiteren Bereichen chronische Erkrankungen (c) Sobotka/ / 2006 entscheiden können Zwischenmenschliche Beziehungen Individualität - Akzeptanz 18

19 Damit steht in der eine gezielte Auseinandersetzung an. Die Auseinandersetzung mit - den Bedürfnissen der BewohnerInnen - und ganz konkret formulierten Bedarfen - sowie fachlich formulierten Standards z.b. in der Ernährung und in anderen Bereichen der an. Auf der einen Seite steht der ernährungsphysiologische Bedarf. Auf der anderen Seite stehen die BewohnerInnen, die sehr individuell darüber entscheiden, was wann wo - mit wem und wie viel gegessen wird. 19

20 Damit steht in der eine gezielte Auseinandersetzung an. Die Auseinandersetzung mit - den Bedürfnissen der BewohnerInnen - und ganz konkret formulierten Bedarfen - sowie fachlich formulierten Standards z.b. in der Ernährung und in anderen Bereichen der an. Bedürfnisse Bedarfe fachliche Standards!!! 20

21 Auf der einen Seite steht der ernährungsphysiologische Bedarf. Auf der anderen Seite stehen die BewohnerInnen, die sehr individuell darüber entscheiden, was wann wo - mit wem und wie viel gegessen wird. 21

22 Eine Auseinandersetzung, die sich lohnt! Das Ergebnis sind immer Leistungen, die dann wirklich zu Leistungen für die BewohnerInnen werden und in der Regel ganz automatisch Mitgestaltungsmöglichmöglichkeiten erschliessen. Und gleichzeitig wird so einiges über Bord geworfen, dass Ressourcen gebunden hat, aber alles andere als bewohnerorientiert war. Bausteine einer bewohnerorientierten - Küchennachmittage: ein Angebot der Alltagsgestaltung - Gezielte alltagsunterstützende Ansätze - Gezielter Einkauf Besteck und Geschirr - Integration von hauswirtschaftlichen Elementen in pflegerische Prozesse: Aufnahmemanagement 22

23 Küchennachmittage Küche früher Küche heute Bilder Rezepte - gemeinsam kochen Gezielte Alltagsunterstützung Begleitung der BewohnerInnen durch Präsenzkräfte im Alltag z.b.: - abgestimmt auf einzelne BewohnerInnen - während einer großen Umbauphase. 23

24 Gezielter Einkauf von Geschirr und Besteck wgp produktdesign SWW München Integration der in das Aufnahmemanagement - Erstellung einer Infomappe für die BewohnerInnen - Präsenz der während des Einzugs - Begleitung der Eingewöhnungsphase von Seiten der 24

25 Alltags- und Lebensweltmananagement Schwerpunkte: 1. Grundlagen für ein bewohnerorientiertes hauswirtschaftliches Handeln 2. Soziale Gerontologie 3. liche Handlungsund Gestaltungsgrundsätze 4. Führungswissen 5. Projektmanagement Die bewohnerorientierte ein Gewinn für die Altenpflege X5 25

26 1. Gewinn für die Altenpflege Für die Aufgaben in der Pflege schafft die bewohnerorientierte einen Rahmen. Die Pflege wird in einen Alltag eingebunden, gestaltet von KollegInnen, die um die Aufgaben und die Erfordernisse der Pflege wissen. 2. Gewinn für die Altenpflege Neue Themen halten Einzug in die Altenhilfe, die Lust und der Genuss an hauswirtschaftlichen Dienstleistungen: am schönen Essen, am gut gedeckten Tisch, an Gerüchen und Düften und jede Menge Geräusche und Tätigkeiten des Alltags, die nun sichtbar und nicht mehr versteckt erbracht werden. 26

27 3. Gewinn für die Altenpflege Den sogenannten pflegefremden Tätigkeiten wird ihr negatives Image genommen. Aufgaben der Alltagsgestaltung können erst gut erbracht werden, wenn sie nicht nebenbei erledigt werden müssen, sondern im Zentrum eines Arbeitsauftrags stehen. In Zukunft werden wir von alltagsgestaltenden Tätigkeiten sprechen. 4. Gewinn für die Altenpflege Mit hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, die im Alltag sichtbar sind, werden auch für die Angehörigen Anknüpfungspunkte für Besuche Grundlagen für Gespräche und Kontaktmöglichkeiten bis hier zur Beteiligung und Mithilfe geschaffen. Besuche und Kontakte bekommen einen Rahmen und viele Inhalte. 27

28 5. Gewinn für die Altenpflege Der Gewinn hat auch monetäre Seite. Wenn hauswirtschaftliche Kräfte anstelle von Hilfskräften in der Pflege eingesetzt werden, ergeben sich neue Gestaltungsmöglichkeiten. Ganz konkret: zum gleichen Preis ist ein höherer Personalstand finanzierbar. Eine, die lebt! 28

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