H. Abwicklung der Erbschaft

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "H. Abwicklung der Erbschaft"

Transkript

1 H. Abwicklung der Erbschaft I. Annahme und Ausschlagung Beispiel 78: Erblasser E, verwitweter portugiesischer Staatsangehöriger, verstirbt ohne Hinterlassung einer letztwilligen Verfügung in Weimar, wo er die letzten 10 Jahres seines Lebens gelebt hat. Neben seinem Einfamilienhaus und Bankguthaben in Weimar hinterlässt er eine Ferienwohnung in Porto sowie ein Appartement in Bordeaux. Das einzige Kind von E, Tochter T, die zu Lebzeiten bereits viel von ihrem Vater erhalten hat, möchte zugunsten ihrer eigenen Kinder ausschlagen und bittet vor dem Weimarer Notar um einen Termin für die Ausschlagung. 608 Abwandlung: E hat ein Testament hinterlassen und die Anwendung portugiesischen Erbrechts als sein Heimatrecht gewählt. Tochter T wohnt in Rom und möchte die Ausschlagungserklärung dort abgeben. Gemäß Art. 23 Abs. 1 lit. e) EuErbVO richtet sich der Übergang der zum Nachlass gehörenden Vermögenswerte, ( ), einschließlich der Bedingungen für die Annahme und Ausschlagung der Erbschaft oder eines Vermächtnisses und deren Wirklungen, nach dem gemäß Art. 21 oder 22 anzuwendenden Recht. Art. 28 EuErbVO beinhaltet eine Sonderanknüpfung hinsichtlich der Formgültigkeit von Annahme- und Ausschlagungserklärungen: Die Erklärung über die Annahme oder die Ausschlagung der Erbschaft, eines Vermächtnisses oder eines Pflichtteils oder eine Erklärung zur Begrenzung der Haftung des Erklärenden ist hinsichtlich ihrer Form wirksam, wenn diese den Formerfordernissen entspricht a) des nach den Artt. 21 oder 22 auf die Rechtsnachfolge von Todes wegen anzuwendenden Rechts oder b) des Staates, in dem der Erklärende seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Art. 28 EuErbVO verlängert damit den favor negotii des Art. 27 EuErbVO auch in den Anknüpfungspunkten allerdings eingeschränkter als jener für die Formgültigkeit der Annahme und Ausschlagung. Voraussetzungen, Inhalt und Möglichkeiten der Annahme und Ausschlagung der Erbschaft (im deutschen Recht: 1942 ff. BGB), eines

2 178 Abwicklung der Erbschaft Vermächtnisses (im deutschen Recht: 2180 BGB) oder einer sonstigen Erbberechtigung richten sich entsprechend vorstehender Unterscheidung nach dem allgemeinen Erbstatut und nicht nach Art. 28 EuErbVO. Unter das allgemeine Erbstatut fallen auch die Auslegung sowie die Anfechtung von Annahme- und Ausschlagungserklärungen, die Bestimmungen über die Handlungen und Tätigkeiten des Ausschlagenden in der Schwebezeit, Ansprüche zwischen dem zur Ausschlagung Berechtigten und dem Ausschlagenden sowie die Folgen und Wirkungen für den Ausschlagenden und die Nachbenannten, ferner die Fragen, wem gegenüber die Erklärungen abzugeben ist und deren Empfangsbedürftigkeit. 355 Auch die Frage, welche Voraussetzungen der Ausschlagende hinsichtlich seiner Rechts- und Geschäftsfähigkeit zur Abgabe dieser Erklärung mitbringen muss, beantworten das allgemeine Erbstatut bzw. die allgemeinen Regeln zur Rechts- und Erbfähigkeit. Ersteres hat auch zu klären, ob bzw. inwieweit Schweigen als Annahme oder Ausschlagung gilt und ob noch weitere verfahrensrechtliche Erklärungen abzugeben sind, damit der Erbe tatsächlich die Erbenstellung erhält, wie bspw. die Einantwortung nach österreichischem Recht. 356 Entgegen vorheriger verschiedentlicher Anregung im Rechtsetzungsverfahren wurden in den Anwendungsbereich des Art. 28 EuErbVO auch nicht die sonstigen Erklärungen hinsichtlich des Verzichts auf das Erbe einbezogen, wie einseitige Erb- und Pflichtteilsverzichtserklärungen oder Erb- und Pflichtteilsverzichtsverträge vor dem Ableben des Erblassers, sondern tatsächlich nur die echte Ausschlagung nach seinem Ableben. 357 Auf den ersten Blick unklar ist die Einordnung der Problematik der Frist zur Annahme bzw. Ausschlagung. Nach wohl herrschender Meinung ist die Frist aber keine bloße Formalität, sondern Teil der materiellen Erklärung und unterliegt damit ebenfalls dem allgemeinen Erbstatut und nicht Art. 28 EuErbVO. 358 In sachlicher Hinsicht umfasst das Sonderformstatut des Art. 28 EuErbVO damit tatsächlich nur die rein formale Frage, in welcher Form die Ausschlagungserklärung verkörpert und beweisbar abzugeben ist. Ergänzt wird die Vorschrift durch Art. 13 EuErbVO, der für die Abgabe dieser Erklärungen einen besonderen Gerichtsstand schafft. Alternative Anknüpfungsmomente der Formgültigkeit von Annahme- und Ausschlagungserklärungen sind das allgemeinen Erbstatut der Artt. 21, 22 EuErbVO also gewöhnlicher Aufenthalt des Erblassers oder, bei Rechtswahl, dessen 355 MünchKomm/Dutta Art. 23 EuErbVO Rn. 21 und Art. 28 EuErbVO Rn Bonomi/Wautelet/Wautelet Art. 28 Rn Bonomi/Wautelet/Wautelet Art. 28 Rn. 18; kritisch hierzu MünchKomm/Dutta Art. 28 EuErbVO Rn Bonomi/Wautelet/Wautelet Art. 28 Rn. 20.

3 Auseinandersetzung des Erbes 179 Staatsangehörigkeit, sowie der gewöhnliche Aufenthalt des Erklärungen. Maßgeblich hierfür ist der Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung, nicht der des Erbfalls. 359 Nach Art. 34 Abs. 2 EuErbVO enthält Art. 28 lit. b) EuErbVO eine Sachnormverweisung, Art. 28 lit. a) EuErbVO dagegen im Umfang des Art. 34 Abs. 1 EuErbVO eine Gesamtnormverweisung. Auf den Ausgangsfall 78 bezogen bedeutet dies, dass Tochter E die Ausschlagungserklärung nach den Formbestimmungen des deutschen Rechts vor dem Notar in Weimar abgeben kann, hier kommt es zum Gleichlauf mit dem auf den gesamten Nachlass anwendbaren deutschen Erbrecht. In der Abwandlung wird der Erblasser nach seinem portugiesischen Heimatrecht beerbt. Für die Ausschlagung gelten aber in formeller Hinsicht die italienischen Bestimmungen. 615 II. Auseinandersetzung des Erbes: Erbengemeinschaft, Teilung und Vermächtniserfüllung Gemäß Art. 23 Abs. 2 lit. b) EuErbVO unterliegen dem Erbstatut die Berufung der Berechtigten, die Bestimmungen ihrer jeweiligen Anteile, desgleichen gemäß lit. e) der Übergang der zum Nachlass gehörenden Vermögenswerte sowie gemäß lit. j) die Teilung des Nachlasses. Damit schlägt die Verordnung im Ergebnis den gesamten Erbgang, d.h. die den Vorgang der Zuordnung des Erbes wie auch die praktischen Fragen der Abwicklung, grundsätzlich dem Erbstatut zu. Bei der Entstehung des Erbes sind hiervon umfasst die inhaltliche Ausgestaltung der Erbberechtigung und Zuordnung des Nachlasses an einzelne Personen oder an mehrere Beteiligte in gemeinschaftlicher Bindung. Das Erbstatut regelt in diesem Fall die Organisation und Struktur einer Erbengemeinschaft, insbesondere die Fragen, ob die Erben zu Bruchteilen, in Gesamthand, als Nutznießer oder sonstige Begünstigte gebunden sind, die materiell-rechtlichen Rechte und Pflichten der Erbengemeinschaft, deren Prozessfähigkeit und -befugnis. Hinsichtlich der einzelnen Nachlassgegenstände bestimmt das Erbstatut ferner, ob und inwieweit die Nachlassgegenstände in ihrer Gesamtheit (Universalsukzession) oder durch Einzelzuweisung zugeordnet werden und der Erwerber eine Erbenstellung oder die Position des Vermächtnisnehmers oder sonstigen Begünstigen erhält. Im Rahmen der Abwicklung unterfallen dem allgemeinen Erbstatut die Aufteilung des Nachlasses (z.b. im deutschen Recht nach den 2042 ff. BGB) sowie Verträge unter den Erben über die Teilung, sofern man hierin MünchKomm/Dutta Art. 28 EuErbVO Rn. 7.

4 180 Abwicklung der Erbschaft nicht einen der Rom-I-Verordnung mit ihrer Rechtswahlmöglichkeiten unterliegenden schuldrechtlichen Vertrag sehen will. 360 Auch wird die Frage, inwieweit die Erbenposition auf Dritte übertragen werden kann und welche Wirkungen dies hinsichtlich der Erbenposition des Erben einerseits, des Erwerbers andererseits nach sich zieht, durch das Erbstatut beantwortet. Der Erbschaftskauf deutschen Rechts gemäß 2371 ff., 2385 BGB fällt hierunter ebenso wie entsprechende Regelungen im ausländischen Recht. Schuldrechtlich angeknüpft nach der Rom I-Verordnung werden dagegen schuldrechtliche Verpflichtungen zwischen Erben und Dritterwerber, wie bspw. Verträge unter Lebenden gemäß 311 b Abs. 4 BGB. 361 Für das allgemeine Erbverfahrensrecht gilt die lex fori. Gemeinsam ist den vorstehenden Fragestellungen die Schwierigkeit der Differenzierung zwischen dem Erb- und Sachstatut. Diese beiden Statute treffen dort aufeinander, wo es um die sachenrechtlichen Wirkungen des Erbfalls, das heißt also um die dingliche Berechtigung am Nachlass bzw. an einzelnen Nachlassgegenständen geht (Frage, ob der Erbfall eingetreten ist). Wie bereits nach bisher geltendem Internationalen Privatrecht bestimmt auch jetzt das Erbstatut über den Zuordnungsvorgang selbst, d.h. ob es aufgrund des Erbfalls zu einer direkten dinglichen Vermögenszuordnung für den Erben kommt oder noch weiterer Akte, wie z.b. der Einantwortung nach österreichischem Recht, bedarf oder der Erwerb sich zunächst mittelbar, wie über den personal representative nach Common Law 362, vollzieht. Das Erbstatut regelt hierbei auch die Frage, ob Teilungserklärungen eine direkte dinglich wirkende Zuweisung nach sich ziehen (z.b. nach Artt. 734 ff. ital. C.C.) oder lediglich schuldrechtlich zwischen den Erben wirken (wie nach 2048 BGB). Ist nach dem Erbstatut noch ein Vollzugsakt erforderlich, um den Erwerb abzuwickeln, insbesondere einzelnen Nachlassgegenstände zu übertragen, richtet sich dies nach dem jeweiligen Belegenheitsstatut des betreffenden Rechts (Frage, wie der Vermögensgegenstand übertragen wird). Konkret betrifft dies den Vollzug eines Vermächtnisses oder einer Auseinandersetzungsvereinbarung Hierzu siehe MünchKomm/Dutta Art. 23 EuErbVO Rn. 31, Vor Art. 20 EuErbVO Rn MünchKomm/Dutta Art. 23 EuErbVO Rn. 24. Zur weiteren Abgrenzung s. auch oben Rn. 432 (Schenkung auf den Todesfall). 362 Dazu gleich unten Rn MünchKomm/Dutta Art. 23 EuErbVO Rn. 20; oben Rn. 77 ff.

5 Testamentsvollstreckung 181 III. Testamentsvollstreckung Art. 23 Abs. 2 lit. f) EuErbVO unterstellt dem allgemeinen Erbstatut auch die Rechte. der Testamentsvollstrecker und anderer Nachlassverwalter, insbesondere im Hinblick auf die Veräußerung von Vermögen und die Befriedigung der Gläubiger, unbeschadet der Befugnisse nach Art. 29 Absätze 2 und 3. Art. 29 EuErbVO enthält materielle sowie verfahrensrechtliche Einzelbestimmungen, ferner Bestimmungen zur Zuständigkeit. Die Person des Testamentsvollstreckers selbst definiert die Verordnung nicht. Der Begriff ist daher autonom auszulegen und umfasst alle Personen, die nach dem Willen des Erblassers Befugnisse, insbesondere Verwaltungsbefugnisse hinsichtlich des Nachlasses ausüben. 364 Damit können ggf. Auflagen und postmortale Vollmachten im Einzelfall unter den Testamentsvollstreckerbegriff fallen. Nicht in den Anwendungsbereich der Verordnung fällt der Nachlassinsolvenzverwalter. 365 Inhaltlich unterliegen dem allgemeinen Erbstatut die Pflichten und Befugnisse des Testamentsvollstreckers und entsprechender Verwalter sowohl gegenüber den Erben als auch gegenüber Dritten, wie z.b. die Inventarerrichtung, Veräußerung von Nachlassgegenständen, das Eingehen von Verbindlichkeiten für den Nachlass bzw. das Begleichen von Nachlassverbindlichkeiten, die Möglichkeiten und Grenzen der Dauervollstreckung, sowie seine Prozessbefugnisse. Das Erbstatut bestimmt aber nicht nur den Rahmen und die Aufgaben des Testamentsvollstreckers, der durch eine letztwillige Verfügung des Erblassers bestellt wurde, sondern darüber hinaus, ob ggf. aufgrund gesetzlicher oder gerichtlicher Anordnung ein Verwalter bestellt werden muss. Nachlassverwalter im Sinne der autonomen Auslegung ist die Person, die ohne den Willen des Erblassers, z.b. aufgrund gesetzlicher oder gerichtlicher Anordnung zur Verwaltung des Nachlasses befugt ist. Für deutsches Recht beinhaltet dies den Nachlassverwalter gemäß 1975 BGB und den Nachlasspfleger gemäß 1960 ff. BGB. 366 Im internationalen Kontext kann ein solcher Nachlassverwalter u.a. bei deutsch US-amerikanischen Nachlässen eine praktische Rolle spielen. Beispiel 79: Der US-amerikanische Staatsangehörige James, geboren in New York, wo er bis zu seinem Umzug nach Deutschland vor 20 Jahren auch gewohnt hat, ist in Frankfurt am Main, seinem letzten Wohnsitz, verstorben. Neben diversem MünchKomm/Dutta Art. 63 EuErbVO Rn S. Art. 76 EuErbVO. 366 MünchKomm/Dutta Art. 63 EuErbVO Rn. 11.

6 182 Abwicklung der Erbschaft Vermögen in den USA hinterlässt er auch ein Appartement und erhebliches Geldvermögen bei einem Bankhaus in Frankfurt. In einem notariellen Testament vor einem Frankfurter Notar hat er US-amerikanisches Erbrecht für seine Erbfolge gewählt und seine drei in Deutschland lebenden Söhne zu Erben eingesetzt Lösungshinweise: Aus deutscher Sicht verweist Art. 22 EuErbVO aufgrund der erfolgten Rechtswahl auf US-amerikanisches Recht, also das Recht seiner Staatsangehörigkeit, hierbei handelt es sich um eine Sachnormverweisung, Art. 34 Abs. 2 EuErbVO. Da ein einheitliches Erbrecht in den USA nicht existiert, ist nach Verweisung auf das US-Recht zunächst die einschlägige Teilrechtsordnung zu bestimmen. Da die USA auch kein einheitliches interlokales Kollisionsrecht im Sinne des Art. 36 Abs. 1 EuErbVO kennen, ist die einschlägige Teilrechtsordnung gemäß Art. 36 Abs. 2 lit. b) EuErbVO zu ermitteln: Dies ist jene, mit der der Erblasser zum Zeitpunkt seines Todes am engsten verbunden war. Im vorliegenden Fall ist dies das Erbrecht des Staates New York, welches anwendbar ist. Exkurs: Die Nachlassabwicklung in den Vereinigten Staaten: In den Vereinigten Staaten wird der in einem jeweiligen Bundesstaat belegene Nachlass grundsätzlich durch einen Verwalter (personal representative) abgewickelt, der durch das entsprechende heimische Gericht des betreffenden Bundesstaates bestellt wird. Unterschieden wird zwischen dem executor, den der Erblasser testamentarisch selbst beruft, und dem administrator, der mangels testamentarischer Verfügung bzw. wirksamer Berufung vom Gericht als Nachlassabwickler ernannt und eingesetzt wird. Die Bundesstaaten regeln jeweils, wer zum administrator ernannt werden kann. Meist sind hierbei vorrangig Ehegatten oder Kinder zu beachten, manche Staaten schließen Personen, die nicht in den USA wohnen, von der Bestellung aus. I.d.R. sind Rechte und Pflichten von executor und administrator gleich, wenn das Testament dem executor keine besonderen Befugnisse und/oder Aufgaben einräumt. Der executor darf jedoch erst tätig werden, wenn er vom probate court die Bestellung erhalten hat. Grundsätzlich ist die Bestellung des personal representative territorial auf den einzelnen Bundesstaat beschränkt und entfaltet über diesen betreffenden Staat hinaus keine Wirkung. Das Hauptverfahren wird in demjenigen Staat geführt, in welchem der Erblasser sein letztes domicile hatte (sog. domiciliary administration). Daneben können mehrere Nebenverwaltungen (ancillary administration) geführt werden, und zwar gesondert in jedem anderen Staat, in welchem sich Nachlassgegenstände befinden. Alle Verfahren sind unabhängig voneinander und unterstehen jeweils dem Recht des betroffenen Bundesstaates. Allerdings ist es ggf. möglich, dass der gleiche administrator für verschiedene Verwaltungen zuständig ist. Eine gewisse Vorrangstellung der Hauptverwaltung zeigt sich allerdings darin, dass die Verwalter der Ne-

7 Testamentsvollstreckung 183 benverfahren regelmäßig dem Verwalter des Hauptverfahrens die erzielten Reinnachlässe überweisen und der Hauptverwalter diese dann letztlich an die Begünstigten verteilt. Eine Ausnahme von der Pflicht der Durchführung von Nachlassverfahren ergibt sich für kleinere Nachlässe (so genannte small estates): Unterschreitet der Nachlass eine bestimmte Bagatellgrenze (z.b. wenn sich in einem Bundesstaat nur ein Bankkonto mit geringem Guthaben befindet) kann von dem Nebenverfahren abgesehen werden. 367 Bezogen auf den Beispielsfall 79 bedeutet dies: Wählt der US-amerikanische Staatsbürger James aus New York, welcher seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat, sein Staatsangehörigkeitsrecht als Erbstatut, so ist auf den gesamten Erbfall das Erbrecht von New York anzuwenden. Die Rechtswahl ist Sachnormverweisung (Art. 34 Abs. 2 EuErbVO), so dass ein eventueller Rückverweis nach dem internationalen Privatrecht der USA nicht zu beachten ist und gilt für den gesamten Nachlass. 368 Infolgedessen gilt auch für den in Deutschland belegenen Nachlass das Erbrecht von New York, so dass ein personal representative hinzuzuziehen ist. Im vorliegenden Fall ist dies mangels testamentarischer Anordnung ein administrator. Dieser ist durch das deutsche Nachlassgericht nach deutschem Recht zu bestellen mit Befugnissen, die denen des administrators nach anwendbaren New Yorker Erbrechts anzupassen sind. 369 Art. 29 EuErbVO ermöglicht mit detaillierten Regelungen umgekehrt die Bestellung eines Nachlassverwalters nach der lex fori, wenn diese durch das anwendbare Erbstatut nicht vorgesehen ist, aber durch das Recht der lex fori zwingend oder antragsgemäß vorgesehen ist. Theoretisch betrifft dies europäischen Common Law Staaten, die ähnlich dem US-amerikanischen Recht die Zwischenschaltung eines personal representative vorsehen. Da das Vereinigte Königreich und Irland der Verordnung jedoch nicht beigetreten und damit keine Mitgliedstaaten in diesem Sinne sind, ist die praktische Bedeutung eher gering Burandt/Rojahn/Frank Erbrecht, 2. Aufl. 2014, Länderbericht USA, Rn. 30 ff. 368 Zu unterscheiden hiervon ist die Frage, ob aus Sicht des US amerikanischen Rechts auf deutsches Recht zurückverwiesen wird; s. auch oben Rn. 136, 138 f. 369 MünchKomm/Dutta Art. 23 EuErbVO Rn Praktisch relevant ist die Regelung, soweit überschaubar, derzeit nur für Zypern; s. auch Dutta FamRZ 2013, 4, 11.

Herzlich willkommen!

Herzlich willkommen! Herzlich willkommen! Die praktischen Konsequenzen der EU-Erbrechtsverordnung Die praktischen Konsequenzen der EU-Erbrechtsverordnung Wesentlicher Inhalt der EU-Erbrechtsverordnung Domizilprinzip: Anknüpfung

Mehr

Der Titel "EU-Erbrechtsverordnung" ist dabei in zweifacher Hinsicht irreführend:

Der Titel EU-Erbrechtsverordnung ist dabei in zweifacher Hinsicht irreführend: Rechtsanwalt u. Notar Dr. Ansgar Sander Expertentipp 6.1 01/2016 D3/D8-16 Rechtsanwälte - Notar Sander & Neumann-Kuhn Kranzer Str. 6/7 14199 Berlin Tel. 030 / 890 690 0 Fax 030 / 890 690 612 sander@sander-recht.de

Mehr

Die Europäische Erbrechtsverordnung

Die Europäische Erbrechtsverordnung Die Europäische Erbrechtsverordnung Ab dem 17. August 2015 gilt die Europäische Erbrechtsverordnung (EU-Erbrechtsverordnung bzw. EU-ErbVO) 1 in allen EU-Mitgliedstaaten mit Ausnahme des Vereinigten Königreichs,

Mehr

EU-Erbrechtsverordnung (EU-ErbVO)

EU-Erbrechtsverordnung (EU-ErbVO) EU-Erbrechtsverordnung (EU-ErbVO) RA Benedikt Kröger, Sendenhorst WP, StB, RA Dipl.-Kfm. Ralf Bauerhaus, Münster www.kroeger-ra.de Inhaltsübersicht 1) A. Prüfungsfolge in Zivilrechtsfällen mit Auslandsberührung

Mehr

1. Wenn kein Testament errichtet wird, können die Folgen fatal sein. Dann gilt die gesetzliche Erbfolge, die in jedem Land anders geregelt ist.

1. Wenn kein Testament errichtet wird, können die Folgen fatal sein. Dann gilt die gesetzliche Erbfolge, die in jedem Land anders geregelt ist. Erbrecht - Auslandserbrecht/ Internationales Erbrecht und die neue EU-Erbrechtsverordnung Vermögen im Ausland/ ausländische Staatsangehörigkeit wer erbt? - Sie haben Vermögen oder Verwandte im Ausland?

Mehr

Auswirkungen der EU-Erbrechtsreform auf die Beratungspraxis

Auswirkungen der EU-Erbrechtsreform auf die Beratungspraxis Auswirkungen der EU-Erbrechtsreform auf die Beratungspraxis Familien mit respektablem Vermögen haben meist mehrere grenzüberschreitende Bezüge. Seien es die Ferienwohnung, unterschiedliche Aufenthaltsorte

Mehr

Internationales Erbrecht Italien

Internationales Erbrecht Italien Internationales Erbrecht Italien von Hans-Peter Schömmer, Dr. Jürgen Reiß 2., neu bearbeitete Auflage Internationales Erbrecht Italien Schömmer / Reiß wird vertrieben von beck-shop.de Thematische Gliederung:

Mehr

Die neue EU-Erbrechtsverordnung und ihre Auswirkungen Ein Blick aus deutscher Perspektive. von Werner Fuchs und Dr.

Die neue EU-Erbrechtsverordnung und ihre Auswirkungen Ein Blick aus deutscher Perspektive. von Werner Fuchs und Dr. Die neue EU-Erbrechtsverordnung und ihre Auswirkungen Ein Blick aus deutscher Perspektive von Werner Fuchs und Dr. Alexander Wirich Fachanwälte für Erbrecht 1 Einleitung: Beispielsfälle 2 Einleitung: Beispielsfall

Mehr

Europäische Erbrechtsverordnung Was Europas neues Erbrecht für Private Banker bedeutet

Europäische Erbrechtsverordnung Was Europas neues Erbrecht für Private Banker bedeutet Europäische Erbrechtsverordnung Was Europas neues Erbrecht für Private Banker bedeutet Bis zum 17. August 2015 setzt die EU mit Ausnahme Großbritanniens, Irlands und Dänemarks die Europäische Erbrechtsverordnung

Mehr

RECHTSANWÄLTE. Herzlich willkommen zur Vortragsveranstaltung Erben und Vererben. einschließlich steuerrechtlicher Aspekte. Dienstag, 23.

RECHTSANWÄLTE. Herzlich willkommen zur Vortragsveranstaltung Erben und Vererben. einschließlich steuerrechtlicher Aspekte. Dienstag, 23. RECHTSANWÄLTE Herzlich willkommen zur Vortragsveranstaltung einschließlich steuerrechtlicher Aspekte Dienstag, 23. Juni 2015 Referenten am heutigen Abend: Rechtsanwältin Christa Smeets-Koch Rechtsanwalt

Mehr

Universität Hamburg Fakultät für Rechtswissenschaft

Universität Hamburg Fakultät für Rechtswissenschaft Hamburger Examenskurs Universität Hamburg Fakultät für Rechtswissenschaft Juris_07_Dutta_Familienrecht.indd 1 04.03.2009 10:19:44 Juris_07_Dutta_Familienrecht.indd 2 04.03.2009 10:19:45 Hamburger Examenskurs

Mehr

2. Wie wirkt sich die Benennung eines executors für das deutsche Nachlass- und Erbscheinsverfahren aus?

2. Wie wirkt sich die Benennung eines executors für das deutsche Nachlass- und Erbscheinsverfahren aus? DNotI Deutsches Notarinstitut GUTACHTEN Dokumentnummer: 14178 letzte Aktualisierung: 30.12.2004 EGBGB Art. 25, 26; BGB 2369 USA/Florida: Testamentarische Erbfolge nach US-amerikanischem Erblasser mit domicile

Mehr

Inhalt. Kapitel 1 Wenn der Erbfall eintritt. Kapitel 2 Wann man Erbe wird

Inhalt. Kapitel 1 Wenn der Erbfall eintritt. Kapitel 2 Wann man Erbe wird 9 Inhalt Kapitel 1 Wenn der Erbfall eintritt 1. Was»erben«bedeutet... 15 2. Wer Erbe sein kann... 17 3. Was geerbt werden kann und was nicht... 18 4. Wenn der Erbe minderjährig ist... 19 5. Wenn die Erben

Mehr

LEGAL FLASH I GERMAN DESK

LEGAL FLASH I GERMAN DESK LEGAL FLASH I GERMAN DESK 31. JULI 2015 GRENZÜBERSCHREITENDE ERBSCHAFTEN IN DER EUROPÄISCHEN UNION: RECHTSWAHL UND GESTALTUNGSMÖGLICHKEITEN FÜR IN SPANIEN ANSÄSSIGE AUSLÄNDER VERORDNUNG (EU) NR. 650/2012

Mehr

Insbesondere wenn kein Testament vorhanden ist, gibt es häufig nicht nur einen Alleinerben, sondern es erben mehrere.

Insbesondere wenn kein Testament vorhanden ist, gibt es häufig nicht nur einen Alleinerben, sondern es erben mehrere. Erbengemeinschaft Insbesondere wenn kein Testament vorhanden ist, gibt es häufig nicht nur einen Alleinerben, sondern es erben mehrere. Erben mehrere, wird der Nachlass gemeinschaftliches Vermögen der

Mehr

Erbrecht für Deutsche im Ausland und Ausländer in Deutschland

Erbrecht für Deutsche im Ausland und Ausländer in Deutschland Erbrecht für Deutsche im Ausland und Ausländer in Deutschland Ein Wegweiser mit Erläuterungen wichtiger Grundbegriffe bei Erbfällen mit internationalem Bezug Wer ist betroffen? Wer mit einer ausländischen

Mehr

Hinweise zum Testamentsvollstrecker Stand: 1. Januar 2009

Hinweise zum Testamentsvollstrecker Stand: 1. Januar 2009 TU1)UT TUAllgemeinesUT... TU2)UT TUKosten TU3)UT TUHaftung Hinweise zum Testamentsvollstrecker Stand: 1. Januar 2009 1 der TestamentsvollstreckungUT... 4 des TestamentsvollstreckersUT... 5 1) Allgemeines

Mehr

Rechtsfallen für Erben

Rechtsfallen für Erben Rechtsfallen für Erben Rechtsanwälte Vaihinger & Kollegen Villingen-Schwenningen 28.04.2016 Folie 1 Inhalt 1. Tod am Kap Formentor auf Mallorca oder die EU- ErbVO lässt grüßen Vergleich Erbvertrag/gemeinschaftliches

Mehr

Deutsch-deutsches Erbrecht nach der Einigungsvertrag

Deutsch-deutsches Erbrecht nach der Einigungsvertrag Holger de Leve Deutsch-deutsches Erbrecht nach der Einigungsvertrag Internationales, interlokales und intertemporales Erbrecht in Deutschland Luchterhand Abkürzungsverzeichnis Literaturverzeichnis Entscheidungsverzeichnis

Mehr

DIE EUROPÄISCHE ERBRECHTSVERORDNUNG - Eine Neuregelung mit weitreichenden Folgen -

DIE EUROPÄISCHE ERBRECHTSVERORDNUNG - Eine Neuregelung mit weitreichenden Folgen - DIE EUROPÄISCHE ERBRECHTSVERORDNUNG - Eine Neuregelung mit weitreichenden Folgen - Die Europäische Erbrechtsverordnung - mit vollem Namen: Die Europäische Verordnung zum internationalen Erb- und Erbverfahrensrecht

Mehr

10/23/2015. Die EU-Erbrechtsverordnung. Einleitung Die EU-Erbrechtsverordnung ("EuErbVO") Einleitung Relevanz

10/23/2015. Die EU-Erbrechtsverordnung. Einleitung Die EU-Erbrechtsverordnung (EuErbVO) Einleitung Relevanz Die EU-Erbrechtsverordnung Universität Bern / Verband bernischer Notare Weiterbildungstagung Bern, 21./22. Oktober 2015 Dr. Daniel Leu Einleitung Die EU-Erbrechtsverordnung ("EuErbVO") Harmonisierung internationales

Mehr

LÖBER HUZEL INHALTSVERZEICHNIS

LÖBER HUZEL INHALTSVERZEICHNIS LÖBER HUZEL INHALTSVERZEICHNIS VIII A. Die deutsch-spanische Erbrechtssituation 1 1. Einführung 1 1.1. Allgemeines 1 1.2. Erbstatut 3 1.3. Nachlaßgerichte 5 1.4. Internationale Abkommen 6 1.5. Literatur

Mehr

DNotI. Dokumentnummer: 20w437_11 letzte Aktualisierung: 23.5.2013. OLG Frankfurt, 28.2.2013-20 W 437/11. EGBGB Artt. 25, 26

DNotI. Dokumentnummer: 20w437_11 letzte Aktualisierung: 23.5.2013. OLG Frankfurt, 28.2.2013-20 W 437/11. EGBGB Artt. 25, 26 DNotI Deutsches Notarinstitut Dokumentnummer: 20w437_11 letzte Aktualisierung: 23.5.2013 OLG Frankfurt, 28.2.2013-20 W 437/11 EGBGB Artt. 25, 26 Wahl deutschen Erbrechts durch italienische Staatsangehörige

Mehr

EGBGB Art. 26 USA: Beurkundung eines gemeinschaftlichen Testaments mit einem US-amerikanischen Ehemann; Auswirkungen der EUErbVO

EGBGB Art. 26 USA: Beurkundung eines gemeinschaftlichen Testaments mit einem US-amerikanischen Ehemann; Auswirkungen der EUErbVO DNotI Deutsches Notarinstitut Gutachten-Abruf-Dienst Gutachten des Deutschen Notarinstituts Abruf-Nr.: 133722 letzte Aktualisierung: 9. April 2014 EGBGB Art. 26 USA: Beurkundung eines gemeinschaftlichen

Mehr

1. Historische Entwicklung und Anwendungsbereich der Verordnung

1. Historische Entwicklung und Anwendungsbereich der Verordnung Abkürzungsverzeichnis... XVII Literaturverzeichnis... XXIII 1. Historische Entwicklung und Anwendungsbereich der Verordnung Susanne Frodl und Friedrich Kieweler I. Einführung... 1 II. Die Kompetenzgrundlage

Mehr

Südafrika: Abwicklung des Nachlasses von RA Jan-Hendrik Frank

Südafrika: Abwicklung des Nachlasses von RA Jan-Hendrik Frank Dieser Artikel stammt von RA Jan-Hendrik Frank und wurde im Januar 2006 unter der Artikelnummer 10848 auf den Seiten von jurawelt.com publiziert. Die Adresse lautet www.jurawelt.com/aufsaetze/10848. II

Mehr

S t e u e r b e r a t e r. Herzlich Willkommen. zur 2. Veranstaltung des H.P.O. Klubs

S t e u e r b e r a t e r. Herzlich Willkommen. zur 2. Veranstaltung des H.P.O. Klubs S t e u e r b e r a t e r Herzlich Willkommen zur 2. Veranstaltung des H.P.O. Klubs 1 Tod und Erbeinsetzung 2 Todesfall Ø Benachrichtigung eines Arztes 3 Ø Ausstellung eines Totenscheins 4 Verdacht auf

Mehr

Slowenien Bearbeitungsstand Oktober 2010

Slowenien Bearbeitungsstand Oktober 2010 Slowenien Bearbeitungsstand Oktober 2010 Abspaltung von der Bundesrepublik Jugoslawien mit Wirkung vom 8.10.1991. Seither ist Slowenien ein eigenständiger Staat. Seit dem 1.5.2004 ist die Republik Slowenien

Mehr

Erbrecht. Grundzüge mit Fällen und Kontrollfragen. Dr. Dr.h.c. DIETER LEIPOLD. o. Professor an der Universität Freiburg i. Br.

Erbrecht. Grundzüge mit Fällen und Kontrollfragen. Dr. Dr.h.c. DIETER LEIPOLD. o. Professor an der Universität Freiburg i. Br. Erbrecht Grundzüge mit Fällen und Kontrollfragen Dr. Dr.h.c. DIETER LEIPOLD o. Professor an der Universität Freiburg i. Br. 16., neubearbeitete Auflage ULB Darmstadt 16351474 2006 MOHR SIEBECK l.teil Einführung

Mehr

Das neue internationale Erbrecht der Europäischen Union

Das neue internationale Erbrecht der Europäischen Union Das neue internationale Erbrecht der Europäischen Union Sarah Nietner Gliederung I. Hintergründe und Beispielsfall... 1 II. Anwendbares Recht... 2 1. Mangels Rechtswahl anwendbares Recht... 2 2. Rechtswahl...

Mehr

DNotI. Gutachten-Abruf-Dienst. Gutachten des Deutschen Notarinstituts Abruf-Nr.: 127809 letzte Aktualisierung: 25. November 2013

DNotI. Gutachten-Abruf-Dienst. Gutachten des Deutschen Notarinstituts Abruf-Nr.: 127809 letzte Aktualisierung: 25. November 2013 DNotI Deutsches Notarinstitut Gutachten-Abruf-Dienst Gutachten des Deutschen Notarinstituts Abruf-Nr.: 127809 letzte Aktualisierung: 25. November 2013 EGBGB Art. 26 Großbritannien: Beurkundung eines Erbvertrags

Mehr

Seite Vorwort... V Abkürzungsverzeichnis... XV Literaturverzeichnis... XVII

Seite Vorwort... V Abkürzungsverzeichnis... XV Literaturverzeichnis... XVII Inhaltsverzeichnis Seite Vorwort...................................................... V Abkürzungsverzeichnis......................................... XV Literaturverzeichnis............................................

Mehr

A/VENTUM Family Office

A/VENTUM Family Office A/VENTUM Family Office Geschäftsfeld Zivilrechtliche Vorsorge / Generalvollmacht / Vorsorge- bzw. Betreuungsvollmacht / Patientenverfügung / Testament / Testamentsvollstreckung A/VENTUM family office,

Mehr

Inhalt. Einführung in das Erbrecht

Inhalt. Einführung in das Erbrecht Inhalt Einführung in das Erbrecht Lektion 1: Der Erbfall 7 I. Die Gesamtrechtsnachfolge 7 1. Abgrenzung Erbeinsetzung-Vermächtnis 7 2. Annahme und Ausschlagung der Erbschaft 8 a) Ausschlagung der Erbschaft

Mehr

Gezielte Vermögensnachfolge durch Testament und Schenkung

Gezielte Vermögensnachfolge durch Testament und Schenkung Thomas Fritz Gezielte Vermögensnachfolge durch Testament und Schenkung Steuerrecht, Zivilrecht und Gesellschaftsrecht Unternehmens- und Privatvermögen Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung 3. Auflage

Mehr

Betzendahl & Kaiser Anwaltssozietät und Notariat

Betzendahl & Kaiser Anwaltssozietät und Notariat Carl-Severing-Strasse 97 a 33649 Bielefeld Telefon: (0521) 94 666-0 Telefax: (0521) 94 666-22 E-Mail: kanzlei@rae-be-ka.de Hompage: www.rae-be-ka.de Erben und Vererben Erben und Vererben, die beiden Seiten

Mehr

Familien- und Erbrecht. Prof. Dr. Louis Pahlow Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte

Familien- und Erbrecht. Prof. Dr. Louis Pahlow Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte Familien- und Erbrecht Prof. Dr. Louis Pahlow Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte 2 Erbvertrag Grundlagen freie Widerruflichkeit des Testaments widerspricht Bedürfnis

Mehr

Erbe. Bei der eigenhändigen Testamentserrichtung bestehen mehrere gravierende Nachteile, deren sich der Erblasser oft nicht bewusst ist:

Erbe. Bei der eigenhändigen Testamentserrichtung bestehen mehrere gravierende Nachteile, deren sich der Erblasser oft nicht bewusst ist: Erbe Hat der Verstorbene weder ein Testament noch einen Erbvertrag hinterlassen, greift die gesetzliche Erbfolge. Über das gesetzliche Erbrecht bestehen oftmals falsche Vorstellungen. Das böse Erwachen

Mehr

Die Erbrechtsverordnung der EU, Verfügungen von Todes wegen und Fallbeispiele

Die Erbrechtsverordnung der EU, Verfügungen von Todes wegen und Fallbeispiele 3. Schweizerischer Notarenkongress 14. November 2014 Die Erbrechtsverordnung der EU, Verfügungen von Todes wegen und Fallbeispiele Philippe Frésard, Notar und Rechtsanwalt, MLE, Bern Freitag, 14. November

Mehr

Behindertentestament Erbvertrag

Behindertentestament Erbvertrag Formulierungsvorschlag: Behindertentestament Erbvertrag I. Allgemeines Wir, die Ehegatten Egon und Franziska Mustermann, sind in beiderseits erster Ehe verheiratet. Unsere Ehe haben wir am 1. April 1951

Mehr

Das Original dieses Zeugnisses bleibt in Händen der Ausstellungsbehörde

Das Original dieses Zeugnisses bleibt in Händen der Ausstellungsbehörde ANHANG 5 FORMBLATT V Europäisches Nachlasszeugnis (Artikel 67 der Verordnung (EU) Nr. 650/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Zuständigkeit, das anzuwendende Recht, die Anerkennung

Mehr

a) Übergangsrecht, Art. 220 I EGBGB b) Grundsatz: Staatsangehörigkeitsprinzip, Art. 25 I EGBGB c) Ausnahme: Parteiautonomie, Art.

a) Übergangsrecht, Art. 220 I EGBGB b) Grundsatz: Staatsangehörigkeitsprinzip, Art. 25 I EGBGB c) Ausnahme: Parteiautonomie, Art. I. Bestimmung des Erbstatuts 1. Autonomes deutsches Kollisionsrecht a) Übergangsrecht, Art. 220 I EGBGB b) Grundsatz: Staatsangehörigkeitsprinzip, Art. 25 I EGBGB c) Ausnahme: Parteiautonomie, Art. 25

Mehr

Literaturverzeichnis

Literaturverzeichnis Literaturverzeichnis Beitzke, Familienrecht (Kurzlehrbuch), 25. Auflage 1988 Brox, Erbrecht, 12. Auflage 1990 Münchener Kommentar zum BGB, Band IV, Familienrecht (1977 - mit Ergänzungslieferungen) Gemhuber,

Mehr

Inhaltsverzeichnis V VII IX. Vorwort Inhaltsübersicht Inhaltsverzeichnis. Einleitung 1

Inhaltsverzeichnis V VII IX. Vorwort Inhaltsübersicht Inhaltsverzeichnis. Einleitung 1 Inhaltsverzeichnis Vorwort Inhaltsübersicht Inhaltsverzeichnis V VII IX Einleitung 1 1. Teil: Überblick über das tschechische Erbrecht unter besonderer Berücksichtigung der Unterschiede zum deutschen Recht

Mehr

Europäische Erbrechtsverordnung

Europäische Erbrechtsverordnung Europäische Erbrechtsverordnung Erst am 17. August 2015 tritt die europäische Erbrechtsverordnung in Kraft. Doch schon heute sind die EU-weiten Regelungen in allen testamentarischen Verfügungen und besonders

Mehr

Modul: Nachlassplanung Internationales Erbrecht

Modul: Nachlassplanung Internationales Erbrecht Modul: Nachlassplanung Internationales Erbrecht FS 2012, M.I.L. (Lund) Lehrstuhl für Privatrecht Universität Zürich Literatur und Materialien 1. Schnyder Anton K., Liatowitsch Manuel, Internationales Privat-

Mehr

Gesetzliches Erbrecht 1922 BGB: Grundsatz der Universalsukzession: Der Nachlass geht auf die Erben als Gesamthandsgemeinschaft über

Gesetzliches Erbrecht 1922 BGB: Grundsatz der Universalsukzession: Der Nachlass geht auf die Erben als Gesamthandsgemeinschaft über Übersichten - Seite 1 Gesetzliches Erbrecht 1922 BGB: Grundsatz der Universalsukzession: Der Nachlass geht auf die Erben als Gesamthandsgemeinschaft über Ergänzung Ausnahme Gegenstücke 857 BGB Mietvertrag,

Mehr

Verhandelt. Ulrich Wilde

Verhandelt. Ulrich Wilde Urkundenrolle-Nr. /2013 1 Verhandelt zu Haren am Vor mir, dem unterzeichnenden Notar Ulrich Wilde mit dem Amtssitz in Haren (Ems) erschienen: 1) Herr, geb. am, 2) dessen Ehefrau, geb., geb. am, beide wohnhaft:,

Mehr

Kapitel 1: Testamentsvollstreckung nach dem gesetzlichen Regelmodell 17

Kapitel 1: Testamentsvollstreckung nach dem gesetzlichen Regelmodell 17 Inhaltsverzeichnis Einleitung 15 Kapitel 1: Testamentsvollstreckung nach dem gesetzlichen Regelmodell 17 I. Rechtsstellung des Testamentsvollstreckers 19 II. Aufgaben des Testamentsvollstreckers 22 III.

Mehr

MERKBLATT ZUR ERBSCHAFTSTEUER. Oberfinanzdirektion Karlsruhe FÜR TESTAMENTSVOLLSTRECKER UND NACHLASSPFLEGER

MERKBLATT ZUR ERBSCHAFTSTEUER. Oberfinanzdirektion Karlsruhe FÜR TESTAMENTSVOLLSTRECKER UND NACHLASSPFLEGER Oberfinanzdirektion Karlsruhe Referat für Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer MERKBLATT FÜR TESTAMENTSVOLLSTRECKER UND NACHLASSPFLEGER ZUR ERBSCHAFTSTEUER Seite 2 INHALTSVERZEICHNIS 1. Abkürzungsverzeichnis...

Mehr

Wissenschaftlich begründetes KURZGUTACHTEN

Wissenschaftlich begründetes KURZGUTACHTEN Deubner Verlag GmbH & Co. KG Wissenschaftlich begründetes KURZGUTACHTEN zur rechtlichen Problematik internationales Familienrecht - u.a. anwendbares Recht für geltend gemachte Ansprüche erstellt im Auftrag

Mehr

Das Wichtigste in Kürze zur Erbenhaftung nach 35 SGB II

Das Wichtigste in Kürze zur Erbenhaftung nach 35 SGB II Das Wichtigste in Kürze zur Erbenhaftung nach 35 SGB II Zentrale, SP II 21 Inhaltsverzeichnis 1. Rechtsgrundlagen und Herleitung der Erbenhaftung 3 2. Eintritt der Erbenhaftung 3 3. Umfang und Beschränkung

Mehr

Vererben und Schenken. Gedächtniskirche Bad Homburg 06. März 2013

Vererben und Schenken. Gedächtniskirche Bad Homburg 06. März 2013 06. März 2013 Vererben und Schenken Gedächtniskirche Bad Homburg 06. März 2013 Rudolf Herfurth Rechtsanwalt Seite 2 Themenüberblick Schenkung formlos bei sofortigem Vollzug Schenkungsversprechen nur notariell

Mehr

Die neue EU-Erbrechtsverordnung (VO EU Nr. 650/2012)

Die neue EU-Erbrechtsverordnung (VO EU Nr. 650/2012) Die neue EU-Erbrechtsverordnung (VO EU Nr. 650/2012) RA Dr. Christoph WITTEKINDT, München Vortrag Nizza, 20. März 2015, 19 h I. Überblick: Die neue EU-Erbrechts-VO vom 4. Juli 2012 (VO EU Nr. 650/2012)

Mehr

Richtig vererben was Sie wissen sollten

Richtig vererben was Sie wissen sollten Richtig vererben was Sie wissen sollten Immer wieder wird die Liebenzeller Mission nach Informationen zum Thema Vererben gefragt. Es müssen mehrere Dinge beachtet werden, damit mit dem eigenen Besitz nach

Mehr

IPR Allgemeiner Teil

IPR Allgemeiner Teil IPR Allgemeiner Teil Prof. Dr. Jan von Hein WS 2012/2013 1. Zuständigkeit: Das Amtsgericht Trier ist zum Ausspruch der Annahme als Kind sachlich und örtlich zuständig, da der Annehmende im Bezirk des Gerichts

Mehr

Fragebogen zur Vorbereitung eines Erbscheinsantrages. 1. ANGABEN ZUM VERSTORBENEN (Erblasser)

Fragebogen zur Vorbereitung eines Erbscheinsantrages. 1. ANGABEN ZUM VERSTORBENEN (Erblasser) Gz.: 520.50 SE (wird von der Auslandsvertretung ausgefüllt) Fragebogen zur Vorbereitung eines Erbscheinsantrages 1. ANGABEN ZUM VERSTORBENEN (Erblasser) Familienname Vorname(n) Geburtsname geboren am in

Mehr

Internationales Erbrecht Niederlande

Internationales Erbrecht Niederlande Internationales Erbrecht Niederlande und Erbschaftsteuer von Hans-Peter Schömmer, Wolfgang Eule 2., neu bearbeitete Auflage Internationales Erbrecht Niederlande Schömmer / Eule schnell und portofrei erhältlich

Mehr

Auswirkungen der Güterstände auf das Erbrecht eingetragener Lebenspartner

Auswirkungen der Güterstände auf das Erbrecht eingetragener Lebenspartner Auswirkungen der Güterstände auf das Erbrecht eingetragener Lebenspartner Seit dem 01. Januar 2005 ist das eheliche Güterrecht des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) auch auf eingetragene Lebenspartnerschaften

Mehr

Der deutsch-japanische Erbfall, Teil 1

Der deutsch-japanische Erbfall, Teil 1 Der deutsch-japanische Erbfall, Teil 1 Erbrechtliche Konsequenzen und Gestaltungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung der EU-Erbrechts-Verordnung Miles B. Bäßler Rechtsanwalt und Fachanwalt für Erbrecht

Mehr

Prof. Dr. Rainer Schröder Klausur Erbrecht WS 2006/2007. Lösungsvorschlag. A. Erbeinsetzung des Franz und seiner Frau Nadja (F und N)

Prof. Dr. Rainer Schröder Klausur Erbrecht WS 2006/2007. Lösungsvorschlag. A. Erbeinsetzung des Franz und seiner Frau Nadja (F und N) Prof. Dr. Rainer Schröder Klausur Erbrecht WS 2006/2007 Ausgangsfall: Lösungsvorschlag A. Erbeinsetzung des Franz und seiner Frau Nadja (F und N) I. Wirksame Errichtung des Testaments vom 28.8.2005? Wirksamkeit

Mehr

über die Rechtnachfolge von Todes wegen nach Frau Ute Kaufmann.

über die Rechtnachfolge von Todes wegen nach Frau Ute Kaufmann. Gutachten über die Rechtnachfolge von Todes wegen nach Frau Ute Kaufmann. Gegenstand der Begutachtung sind das gemeinschaftliche Testament vom 25.04.1996 und das Einzeltestament vom 02.05.1999. Beide Testamente

Mehr

T A X W R K beraten gestalten vertreten

T A X W R K beraten gestalten vertreten Erbanfall und Erbschaftsteuer Weil der Verstorbenen (d.h. der Erblasser) Ihnen seinen Nachlass oder einen Teil davon vererbt bzw. vermacht, hat ist es für Sie wichtig, sich über die erbschaftsteuerlichen

Mehr

Erbrecht. Buch V BGB. Der Gesamtrechtsnachfolger erbt das Vermögen des Erblassers (positives & negatives Vermögen) 1967 BGB

Erbrecht. Buch V BGB. Der Gesamtrechtsnachfolger erbt das Vermögen des Erblassers (positives & negatives Vermögen) 1967 BGB Bewertung 10.11.2008 Gesamtrechtnachfolge 1922 BGB: Erbrecht Buch V BGB Der Gesamtrechtsnachfolger erbt das Vermögen des Erblassers (positives & negatives Vermögen) 1967 BGB auf eine Person auf mehrere

Mehr

Erbrecht effektiv Stichwortverzeichnis 1. Halbjahr 2010

Erbrecht effektiv Stichwortverzeichnis 1. Halbjahr 2010 Erbrecht effektiv Stichwortverzeichnis 1. Halbjahr 2010 A Abfindungen Keine Gleichbehandlung von Abkömmlingen und Ehegatten bei der Hofübergabe 1/10 14 Anfechtung Anrechnung Pflichtteilsrecht 4/10 55 Anwartschaft

Mehr

Merkblatt. Erbschaftsteuer. Inhalt

Merkblatt. Erbschaftsteuer. Inhalt Erbschaftsteuer Inhalt 1 Erbrechtliche Hinweise 2 Erbschaftsteuerliche Besonderheiten 2.1 Erwerbe von Todes wegen 2.2 Entstehung der Erbschaftsteuer 2.3 Steuerpflichtiger Erwerb 2.4 Steuerbefreiungen 2.5

Mehr

BGB 1371, 1931; EGBGB Art. 4 Abs. 1, 14 Abs. 1 Nr. 2, 15 Abs. 1

BGB 1371, 1931; EGBGB Art. 4 Abs. 1, 14 Abs. 1 Nr. 2, 15 Abs. 1 DNotI Deutsches Notarinstitut Dokumentnummer: 31wx053_10 letzte Aktualisierung: 3.12.2010 OLG München, 10.11.2010-31 Wx 053/10 BGB 1371, 1931; EGBGB Art. 4 Abs. 1, 14 Abs. 1 Nr. 2, 15 Abs. 1 Korea: Ehegattenerbrecht

Mehr

Erbrecht W DE. Dirk Olzen. De Gruyter Recht Berlin. von. 3., neu bearbeitete Auflage RECHT

Erbrecht W DE. Dirk Olzen. De Gruyter Recht Berlin. von. 3., neu bearbeitete Auflage RECHT Erbrecht von Dirk Olzen 3., neu bearbeitete Auflage W DE G RECHT De Gruyter Recht Berlin 1. Kapitel. Einleitung 1 1. Praktische Bedeutung des Erbrechts 1 2. Erbschaftsteuerrecht 3 3. Die geschichtliche

Mehr

Vorwort 4. Teil 1 Sie haben etwas zu vererben Besteht Handlungsbedarf vor Ihrem Tod?

Vorwort 4. Teil 1 Sie haben etwas zu vererben Besteht Handlungsbedarf vor Ihrem Tod? Vorwort 4 Teil 1 Sie haben etwas zu vererben Besteht Handlungsbedarf vor Ihrem Tod? I. Das gesetzliche Erbrecht 13 1. Was bestimmt das Gesetz? 13 1.1 Das Erbrecht Ihrer Verwandten 14 1.2 Das Erbrecht Ihres

Mehr

Fachanwalt für Erb-, Steuerund Versicherungsrecht. Erblasser

Fachanwalt für Erb-, Steuerund Versicherungsrecht. Erblasser Thomas Röwekamp Fachanwalt für Erb-, Steuerund Versicherungsrecht Ihr Recht als Erblasser Ihr Wille zählt Als Erblasser benötigen Sie detaillierte Informationen darüber, wie Sie dafür sorgen können, dass

Mehr

RICHTIG VERERBEN DURCH TESTAMENT UND ERBVERTRAG

RICHTIG VERERBEN DURCH TESTAMENT UND ERBVERTRAG RICHTIG VERERBEN DURCH TESTAMENT UND ERBVERTRAG Die 11 wichtigsten Fragen an Ihren Notar WOLFGANG TEXTOR Rechtsanwalt und Notar Fachanwalt für Familienrecht CARINA TEXTOR Rechtsanwältin Hagener Straße

Mehr

IPR Allgemeiner Teil Prof. Dr. Jan von Hein WS 2012/2013 Anwendbares Erbrecht: Art. 25 I, 5 II EGBGB schwedisches Recht Schwedisches IPR knüpft entsprechend an, also keine Rückverweisung. Nach schwedischem

Mehr

Kapitel 1 Erste Schritte für Erben und Hinterbliebene

Kapitel 1 Erste Schritte für Erben und Hinterbliebene Inhalt Abkürzungen... 17 Kapitel 1 Erste Schritte für Erben und Hinterbliebene 1. Wer für die Bestattung zuständig ist... 19 2. Welche Bestattungsformen sind erlaubt?... 20 2.1 Erdbestattung... 20 2.2

Mehr

Tod und Erben. 114 Rechtzeitig vorsorgen

Tod und Erben. 114 Rechtzeitig vorsorgen Tod und Erben 114 Rechtzeitig vorsorgen Haben Sie sich schon einmal überlegt, was mit Ihrem Vermögen nach Ihrem Tod geschieht? Möchten Sie sicherstellen, dass Ihr Ehegatte oder eine andere Person auch

Mehr

Erben und Vererben. Vortrag am 09.10.2008 Die Heilsarmee in Deutschland

Erben und Vererben. Vortrag am 09.10.2008 Die Heilsarmee in Deutschland Erben und Vererben Vortrag am 09.10.2008 Die Heilsarmee in Deutschland Herzlich willkommen Erbrecht 2 Allgemeines Vortragszeit 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr Fragen sind willkommen Zu meiner Person Erbrecht 3

Mehr

Erbrecht Vorlesung 8. Erbrecht

Erbrecht Vorlesung 8. Erbrecht Erbrecht Vorlesung 8 Haftung für Nachlassverbindlichkeiten 4. Juli 2014 Notar Dr. Christian Kesseler 1 Haftungsumfang 1967 Abs. 1 BGB bestimmt ausdrücklich, dass mit dem Erbfall nicht nur das positive

Mehr

Deutsch-Italienische Erbschaften

Deutsch-Italienische Erbschaften Deutsch-Italienische Erbschaften 5. Internationaler Deutscher Steuerberaterkongress - Italien 2010 Florenz, 30.9./1.10.2010 Dr. Marc Jülicher Rechtsanwalt/Fachanwalt für Steuerrecht Nachvermächtnis contra

Mehr

Hinweise zum gesetzlichen Erbrecht der Ehegatten und eingetragenen Lebenspartner Stand: 1. Januar 2009

Hinweise zum gesetzlichen Erbrecht der Ehegatten und eingetragenen Lebenspartner Stand: 1. Januar 2009 TU1)UT TUAllgemeinesUT... TU2)UT TUGüterstand TU3)UT TUGüterstand TU4)UT TUGüterstand TU5)UT TUEigentums- TU6)UT TUÜbersicht TU7)UT TUDer TU8)UT TUUnterhaltsansprüche TU9)UT TUDreißigste Hinweise zum gesetzlichen

Mehr

Workshop Testamentsgestaltung im Wandel

Workshop Testamentsgestaltung im Wandel Fachanwalt für Erbrecht Hansjörg Tamoj HÜMMERICH legal Rechtsanwälte in Partnerschaft mbb Bonn Die üblichen Testamentsformen: Einzeltestament Berliner Testament Vermächtnisse Das Einzeltestament Inhalt:

Mehr

1. Vorwort 2. Gesamtrechtsnachfolge durch den Erbfall 3. Gesetzliche Erbfolge 3.1 Gesetzliches Erbrecht der Verwandten 3.1.1 Erben der ersten Ordnung

1. Vorwort 2. Gesamtrechtsnachfolge durch den Erbfall 3. Gesetzliche Erbfolge 3.1 Gesetzliches Erbrecht der Verwandten 3.1.1 Erben der ersten Ordnung 1. Vorwort 2. Gesamtrechtsnachfolge durch den Erbfall 3. Gesetzliche Erbfolge 3.1 Gesetzliches Erbrecht der Verwandten 3.1.1 Erben der ersten Ordnung ( 1924 BGB) 3.1.2 Erben der zweiten Ordnung ( 1925

Mehr

Testfragebogen ZGB III (Grundlagen des Erbrechts) (Zeitbedarf: 40 Minuten)

Testfragebogen ZGB III (Grundlagen des Erbrechts) (Zeitbedarf: 40 Minuten) Testfragebogen ZGB III (Grundlagen des Erbrechts) (Zeitbedarf: 40 Minuten) Aufgabe 1 (2.5 Punkte) Grundsachverhalt: Der Erblasser X hinterlässt seine Ehegattin G und folgende Verwandte (vgl. nachstehende

Mehr

Erbrechtliche Aspekte im Zusammenhang mit Stockwerkeigentum

Erbrechtliche Aspekte im Zusammenhang mit Stockwerkeigentum Erbrechtliche Aspekte im Zusammenhang mit Stockwerkeigentum 5. Luzerner Tag des Stockwerkeigentums 2015 Prof. Dr. Stephanie Hrubesch-Millauer Ordinaria an der Universität Bern, Rechtsanwältin Agenda A.

Mehr

Rechtswahl nach der Europäischen Erbrechtsverordnung (EuErbVO)

Rechtswahl nach der Europäischen Erbrechtsverordnung (EuErbVO) Rechtswahl nach der Europäischen Erbrechtsverordnung (EuErbVO) Prof. Dr. Christopher Keim, Notar, Bingen, Honorarprofessor an der Johannes-Gutenberg- Universität, Mainz Inhalte: Neues Erbkollisionsrecht

Mehr

Vorwort. A. Einleitung 1 I. Terminologie 2 II. Adoptionstypen 4 III. Statistik 8

Vorwort. A. Einleitung 1 I. Terminologie 2 II. Adoptionstypen 4 III. Statistik 8 sübersicht Vorwort Inhalt V IX A. Einleitung 1 I. Terminologie 2 II. Adoptionstypen 4 III. Statistik 8 B. Adoptionswirkungen im deutschen Recht 11 I. Überblick über die Entwicklung des Adoptionsrechts

Mehr

I. Allgemeines. 1. 4. 1953 bis 30. 6. 1958. Gütertrennung, 1426 ff. BGB a. F. Zugewinngemeinschaft, 1363 ff. BGB. ab 1. 7. 1958

I. Allgemeines. 1. 4. 1953 bis 30. 6. 1958. Gütertrennung, 1426 ff. BGB a. F. Zugewinngemeinschaft, 1363 ff. BGB. ab 1. 7. 1958 I. Allgemeines. 4. 953 bis 30. 6. 958 ab. 7. 958 Gesetzlicher Güterstand Gütertrennung, 426 ff. BGB a. F. Zugewinngemeinschaft, 363 ff. BGB Vertraglicher Güterstand allg. Gütergemeinschaft, 437 ff. BGB

Mehr

8: Internationales Insolvenzrecht

8: Internationales Insolvenzrecht 8: Internationales Insolvenzrecht A. Fragestellungen B. Europäisches Insolvenzrecht Folie 193 Fragestellungen Internationale Zuständigkeit - In welchem Staat ist das Insolvenzverfahren durchzuführen? Anwendbares

Mehr

Häufige Fragen zur. Testamentsvollstreckung. (FAQ s)

Häufige Fragen zur. Testamentsvollstreckung. (FAQ s) Häufige Fragen zur Testamentsvollstreckung (FAQ s) 1 Wozu Testamentsvollstreckung? Welche Rechte und Pflichten hat ein Testamentsvollstrecker Was ist ein Abwicklungs- und Dauertestamentsvollstrecker? Wie

Mehr

Autorenverzeichnis Abkürzungsverzeichnis Literaturverzeichnis

Autorenverzeichnis Abkürzungsverzeichnis Literaturverzeichnis Inhaltsübersicht Autorenverzeichnis Abkürzungsverzeichnis Literaturverzeichnis XV XVII XXV Kapitell: Das erbrechtliche Mandat (Mangold) 1. Bedeutung des Erbrechts 1 2. Besonderheiten beim Erbrechtsmandat

Mehr

Die Betreuung des Kunden im Erbfall naher Angehöriger

Die Betreuung des Kunden im Erbfall naher Angehöriger Die Betreuung des Kunden im Erbfall naher Angehöriger Vortrag im Rahmen der MMM der Fonds Finanz Maklerservice GmbH im März 2015 Referentin: Ulrike Specht Rechtsanwältin und Fachanwältin für Erbrecht Paluka

Mehr

I. Sachverhalt. II. Fragen. 1. Welche formalen und inhaltlichen Aspekte sind zu beachten? III. Zur Rechtslage

I. Sachverhalt. II. Fragen. 1. Welche formalen und inhaltlichen Aspekte sind zu beachten? III. Zur Rechtslage DNotI Deutsches Notarinstitut GUTACHTEN Dokumentnummer: 14252 letzte Aktualisierung: 10.10.2006 EGBGB Art. 25, 26, 3 Abs. 3 Zypern: Testament eines Zyprioten mit Grundbesitz in Zypern I. Sachverhalt Ein

Mehr

Kanzlei Hans, Dr. Popp & Partner Rechtsanwälte, Fachanwälte, Steuerberater München

Kanzlei Hans, Dr. Popp & Partner Rechtsanwälte, Fachanwälte, Steuerberater München Checkliste für Erben und Angehörige Diese Informationen wurden für Sie zusammengestellt von, Der Tod des Erblassers stellt Sie als Erben/Angehörigen oft vor eine schwierige Aufgabe: Trotz der Trauer muss

Mehr

Großeltern. Ursulas. Eltern. Ursulas. Erblasserin Ursula

Großeltern. Ursulas. Eltern. Ursulas. Erblasserin Ursula Ihre Rechte bei gesetzlicher Erbfolge Großeltern Ursulas Onkel Otto Eltern Ursulas Tante Thea 1/3 Tante Traute 1/3 Carla 1/6 Claudia 1/6 Erblasserin Ursula Cousin Claus 3. Ordnung. Ordnung 1. Ordnung.

Mehr

Nr. 8: Lebenspartnerschaften

Nr. 8: Lebenspartnerschaften Lehrstuhl Bürgerliches Recht, Internationales Privat- und Verfahrensrecht Univ.-Prof. Dr. M. Andrae Europäisches und Internationales Erb- und Familienrecht Stand: 10/2008 Nr. 8: Lebenspartnerschaften Fall

Mehr

Hinweise zur Erbengemeinschaft Stand: 1. Januar 2009

Hinweise zur Erbengemeinschaft Stand: 1. Januar 2009 TU1)UT TUAllgemeinesUT... TU2)UT TUAuskunftsansprüche TU3)UT TUAuseinandersetzung Hinweise zur Erbengemeinschaft Stand: 1. Januar 2009 1 von MiterbenUT... 2 der ErbengemeinschaftUT... 3 1) Allgemeines

Mehr

Referent: Joachim Bensmann Rechtsanwalt und Notar, Sozietät Dr. Hörnschemeyer Vorstand der Notar- und Rechtsanwaltskammer Oldenburg Mitglied der

Referent: Joachim Bensmann Rechtsanwalt und Notar, Sozietät Dr. Hörnschemeyer Vorstand der Notar- und Rechtsanwaltskammer Oldenburg Mitglied der Referent: Joachim Bensmann Rechtsanwalt und Notar, Sozietät Dr. Hörnschemeyer Vorstand der Notar- und Rechtsanwaltskammer Oldenburg Mitglied der Arbeitsgemeinschaften Baurecht und Erbrecht des DAV 1. Gesetzliche

Mehr

Von Dr. Eric J.H. Moons, Advocaat in Brüssel und Leipzig

Von Dr. Eric J.H. Moons, Advocaat in Brüssel und Leipzig NACHLAßREGELUNGEN MIT INTERNATIONALEM BEZUG IN BELGIEN Von Dr. Eric J.H. Moons, Advocaat in Brüssel und Leipzig In der täglichen Arbeit des im Erbrecht tätigen Rechtsanwalts zeigt sich immer häufiger,

Mehr

Gestaltung von Testamenten im landwirtschaftlichen Erbrecht. Rechtsanwalt Alexander Wagner, Leipzig

Gestaltung von Testamenten im landwirtschaftlichen Erbrecht. Rechtsanwalt Alexander Wagner, Leipzig Gestaltung von Testamenten im landwirtschaftlichen Erbrecht Rechtsanwalt Alexander Wagner, Leipzig Überblick Definitionen im Erbrecht Risiken der gesetzlichen Erbfolge Grundstücke Gesellschaftsanteile

Mehr

Teil 1 Sie haben etwas zu vererben Besteht Handlungsbedarf vor Ihrem Tod?

Teil 1 Sie haben etwas zu vererben Besteht Handlungsbedarf vor Ihrem Tod? Teil 1 Sie haben etwas zu vererben Besteht Handlungsbedarf vor Ihrem Tod? I. Das gesetzliche Erbrecht 1. Was bestimmt das Gesetz? Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) regelt u. a. das Erbrecht. Es bestimmt,

Mehr

UNTERHALTSPFLICHT DES ERBEN? - die Patchwork-Familie im Erbfall -

UNTERHALTSPFLICHT DES ERBEN? - die Patchwork-Familie im Erbfall - UNTERHALTSPFLICHT DES ERBEN? - die Patchwork-Familie im Erbfall - Jede erbrechtliche Regelung muss genau durchdacht sein. Bei der Patchwork-Familie sind jedoch noch zusätzliche rechtliche Besonderheiten

Mehr

DNotI. Dokumentnummer: 15w136_13 letzte Aktualisierung: 12.5.2014. OLG Hamm, 14.3.2014-15 W 136/13

DNotI. Dokumentnummer: 15w136_13 letzte Aktualisierung: 12.5.2014. OLG Hamm, 14.3.2014-15 W 136/13 DNotI Deutsches Notarinstitut Dokumentnummer: 15w136_13 letzte Aktualisierung: 12.5.2014 OLG Hamm, 14.3.2014-15 W 136/13 BGB 1096, 2084, 2269 Schlusserbe regelmäßig kein Ersatzerbe Setzen Ehegatten sich

Mehr