sensorischer Speicher: sehr viele Informationen, aber nur sehr kurz

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1 Lernen lernen? Haben Sie gelernt, wie man lernt? In der Schule, in der Ausbildung? Nein? Lernen Sie, wie man lernt! Auf den folgenden Folien finden Sie einige Anregungen zum Thema Lernen...

2 Gedächtnismodelle sensorischer Speicher: sehr viele Informationen, aber nur sehr kurz Kurzzeitgedächtnis: deutlich längere Behaltenszeit, Anzahl der Informationen aber begrenzt (7 +- 2) Langzeitgedächtnis: enorme Kapazität, kaum Grenzen, es muss aber erst danach gesucht werden Wiederholung tiefergehende Verarbeitung von Informationen!!

3 Gedächtnis als Netzwerk Wie in einem Netz sind die Informationen in Ihrem Gedächtnis verknüpft: in jedem Knoten des Netzes sitzt ein Stückchen Wissen beim Erinnern hangelt man sich von Knoten zu Knoten, bis die richtige Information gefunden ist. Suchvorgänge im Gedächtnis benötigen Zeit, um so mehr, je weiter Frage und Antwort im Gedächtnisnetzwerk voneinander entfernt sind.

4 Vergessen Spurenzerfallsstheorie: Gedächtnisspuren zerfallen mit der Zeit Interferenztheorie: andere Informationen stören die Inhalte Fehlende Abrufhinweise: Information kann erst mit Hilfe von Hinweisen gefunden werden

5 Verbesserung der Gedächtnisleistung Bildhafte Vorstellung: Assoziation Bedeutung: Lernstoff mit zusätzlichen, bereits vorhandenen Informationen verbinden Organisation: sinnvolle Gliederung verbessert Behaltensleistung bündeln von Informationen Texte: Lesen lernen!!

6 Lerntypen es gibt bevorzugte Lernwege, aber keine ausschließlichen die dem Stoff angemessenste Form der Darstellung wählen Verwendung verschiedener Lernwege - Abwechslung in vielen Fällen ist Handeln der beste Lernweg: Vollkostmenü für das Gehirn Anwenden des neuen Wissens

7 Arbeitsplatz und Arbeitszeit - Störungen ausschalten - optimales Arbeitsklima schaffen - physiologische Leistungskurve beachten - eigene Leistungstiefs und -hochs erkennen - Wahlmöglichkeit des Arbeitsplatzes und der Arbeitszeit nutzen!

8 Arbeitsplatz - immer am selben Ort, ausschließlich dort Lernen Konditionierung - Störungen soweit wie möglich ausschalten! - ergonomischer Stuhl, ausreichende Beleuchtung, Raumklima - Zusammenhang von Anspannung und Leistungsfähigkeit: Optimal ist der Bereich genau zwischen den beiden Extremen Schläfrigkeit und Panik!

9 Arbeitszeit Die Möglichkeit, die Lernzeiten frei einzuteilen, erfordert ein hohes Maß an Selbstdisziplin von Ihnen. Erkennen und beachten Sie Ihre individuelle physiologische Leistungskurve! Legen Sie Routinearbeiten in ein Leistungstief; halten Sie sich Ihr Leistungshoch frei, um geistig anspruchsvolle Tätigkeiten zu erledigen!

10 Lernplanung I Langfristige Planung: realistische Ziele festlegen und Lernstoff einteilen, Zeit zum Erholen einplanen Mittelfristige Planung: Erstellung von Wochenplänen Kurzfristige Planung: Tagespläne festlegen, genügend Pausen einplanen

11 Lernplanung II - gute Prüfungsergebnisse UND genügend Freizeit? - mehr Aufwand an Lernzeit führt nicht gleichzeitig zu besseren Lernergebnissen - schriftliche Fixierung Ihrer Lernplanung!

12 Lernplanung III Langfristige Planung: Zielfestlegung ( Prüfung mit Auszeichnung bestehen ) Zu hohe Ziele sind demotivierend! Zu niedrige Ziele ergeben kaum Erfolgserlebnisse! Beginnen Sie frühzeitig mit der Lernplanung und dem Lernen!

13 Lernplanung IV - Langfristig - Zählen Sie im Kalender die Tage bis zur Prüfung - Gönnen Sie sich mindestens einen freien Tag pro Woche! - Ermitteln Sie so die zur Verfügung stehenden Arbeitstage - Verschaffen Sie sich einen Überblick über den Lernstoff - Trennen Sie Wichtiges von Unwichtigem - Planen Sie ausreichend Zeit zum Wiederholen ein - Berücksichtigen Sie ein paar Tage als Puffer für unvorhergesehene Ereignisse

14 Lernplanung V - mittelfristig Teilen Sie den gesamten Stoff gleich am Anfang in mehrere Wochenpläne auf. Schreiben Sie so konkret wie möglich, was Sie erledigen möchten ( Kapitel 5 lesen und zusammenfassen ). Nehmen Sie sich den Rest der Woche frei, wenn Sie Ihr Wochenpensum erreicht haben. Testen Sie am Wochenende sich selbst, um zu verhindern, dass Sie den Lernstoff nur oberflächlich durcharbeiten.

15 Lernplanung VI - kurzfristig Tagespläne Ziele so konkret wie möglich formulieren 10 bis 30 % der Arbeitszeit als Pause einrechnen Gönnen Sie sich einen freien Tag pro Woche! Wechseln Sie zwischen Aufnehmen und Wiedergeben Planen Sie nicht so streng, dass es ständig zu Frustrationen kommt!

16 Pausen etwas bereits Gelerntes blockiert die Aufnahme von neuem Lernstoff proaktive Hemmung neues Wissen blockiert das bereits gespeicherte Wissen retroaktive Hemmung starke Emotionen vor oder nach dem Lernen lösen Vergessen aus affektive Hemmung, retrograde Amnesie

17 Pausen Kurze Unterbrechung: immer, wenn es nötig ist - maximal eine Minute Minipause: alle 20 bis 30 Minuten - maximal 5 Minuten Kaffeepause: nach ca. 2 Stunden - etwa 15 bis 20 Minuten, Lernumgebung verlassen Erholungspause: nach 3 Stunden - etwa 1 Stunde Je mehr Sie sich konzentrieren müssen, desto mehr Pausen sind nötig!

18 Konzentration äußere Störfaktoren falsche oder zu wenig Lernplanung ungelöste Konflikte Prüfungsangst persönliche Lernprobleme Konzentrationsfähigkeit trainieren!!

19 Lernprobleme fehlendes Interesse - pessimistische Grundeinstellung Belohnung erreichbare Ziele setzen Lernplanung Perfektion Motivation

20 Motivation Extrinsisch: Belohnung erlangen oder Bestrafung vermeiden Intrinsisch: Neugierde und Interesse Selbstmotivation: große Ziele in mehrere kleine aufteilen: Erfolgsorientiert Belohnung: sofort im Anschluss, nicht vorher! das Ziel im Auge behalten: mentales Training sich nicht demotivieren lassen: Lernstoff im Mittelpunkt Spass am Lernen bekommen: neu gelernten Stoff anwenden

21 Prüfungsangst Verringern von Prüfungsängsten: Prüfungsvorbereitung unbekannte Situation der Prüfung bekannt machen Arbeitsgruppen bilden, gegenseitig abfragen Prüfungssituation alleine simulieren mentales Training Entspannungstechnik lernen

22 Prüfungsangst und Stress Stress: Alarmreaktion des Körpers auf erhöhte Beanspruchung Leichter Stress wirkt anregend und steigert die Leistung Eustress Wird die Belastung zu stark: negative Form des Stress Distress Prüfungsproblem: Aufregung verringern Lernen zu Hause: Steigerung der Erregung sinnvoll

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