Paralleler Kinder-Wortgottesdienst

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1 RUBRIK Paralleler Kinder-Wortgottesdienst In der Mitte befindet sich ein Adventskranz auf einem großen grünen Tuch. Rundherum liegen viele Tannenzweige. Begrüßung Liebe Kinder, ich freue mich, dass ihr heute Morgen wieder hierher gekommen seid. Wie immer, wenn wir uns zum Gottesdienst versammeln, beginnen wir mit einem Kreuzzeichen. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes. Amen. 23

2 Eröffnungslied GL 115 Wir sagen euch an den lieben Advent. Sehet, die erste Kerze brennt. Wir sagen euch an eine heilige Zeit. Machet dem Herrn die Wege bereit. Freut euch, ihr Christen, freuet euch sehr! Schon ist nahe der Herr. 2. Wir sagen euch an den lieben Advent. Sehet, die zweite Kerze brennt. So nehmet euch eins um das andere an, wie auch der Herr an uns getan. Freut euch, ihr Christen, freuet euch sehr! Schon ist nahe der Herr. 3. Wir sagen euch an den lieben Advent. Sehet, die dritte Kerze brennt. Nun tragt eurer Güte hellen Schein wie in die dunkle Welt hinein. Freut euch, ihr Christen, freuet euch sehr! Schon ist nahe der Herr. Hände von der Brust nach vorne bewegen. Zeigen auf die Kerze. Hände auf der Brust überkreuzen. In leichten Wellenbewegungen mit den Händen den Weg andeuten. Je zwei Kinder fassen sich an den Händen und drehen sich im Kreis. Hände von der Brust nach vorne bewegen. Zeigen auf die Kerze. Arme langsam ausbreiten, Handflächen geöffnet. Arme mit offenen Händen in die Höhe. Je zwei Kinder fassen sich an den Händen und drehen sich im Kreis. Hände von der Brust nach vorne bewegen. Zeigen auf die Kerze. Hände über den Kopf zu einer Flamme. Arme und Hände ausgestreckt nach vorne. Je zwei Kinder fassen sich an den Händen und drehen sich im Kreis. Gebet Gott, du bist gut. In Jesus bist du uns nahegekommen. Wir warten auf das Fest seiner Geburt. Wir haben schon die dritte Kerze am Adventskranz angezündet. Jesu Ankunft macht die Menschen froh. Dafür danken wir dir, guter Gott. Amen. Katechetische Hinführung Wir betrachten den Adventskranz. Er besteht aus vielen kleinen Tannenzweigen. Seine Farbe ist dunkelgrün. Im Winter gibt es wenig Grün, nur das Grün von Nadelbäumen und das Grün der immergrünen Pflanzen. Das Grün kann uns erinnern, wie es im Frühling und Sommer war, da gibt es ganz viel Grün Jetzt aber ist das meiste Grün verborgen. Es hat sich zurückgezogen in die Erde, in die Wurzeln und Knollen. Die Kinder nehmen sich einen Tannenzweig Wir riechen, fühlen, wir schauen ihn an, wir lassen den Tannenzweig sprechen. 24

3 Ich bin grün Ich erinnere an die schöne Adventszeit Ich schmücke die Zimmer und Wohnungen Ich bin aber auch stachelig Ich bin abgebrochen von einem Ast Ich bin abgeschnitten, abgeschnitten vom Leben. Der Tannenzweig erzählt damit auch von unserem Leben. Auch in unserem Leben gibt es Abgebrochenes, Abgeknicktes und Zerbrochenes. Auch Menschen werden verletzt, gebrochen, verwundet Man fügt ihnen Unrecht zu Erfahrungen der Kinder werden von der Leiterin/dem Leiter ergänzt: In Lateinamerika gibt es viele arme Kinder. Ihre Eltern haben kein Geld, um Schulbücher, Hefte oder Bleistifte zu kaufen. Die Kinder müssen häufig arbeiten. Sie sammeln in den Bussen das Fahrgeld oder sie arbeiten als Schuhputzer, um wenigstens das Nötigste kaufen zu können. Viele Kinder sind krank und können keinen Arzt besuchen. Ihre Eltern sind so arm, dass sie den Arztbesuch nicht bezahlen können. Ihr Vater, ihr Onkel oder der großer Bruder sind weit weggegangen. Sie suchen nach Arbeit in den Städten. Oft kommen sie lange Zeit nicht zurück. Das macht sie traurig. Solche Situationen tun weh, sie verletzen (Verletztes im Leben der Kinder benennen) Auch die Bibel kennt solche Situationen. Vielleicht habt ihr schon einmal etwas von Johannes dem Täufer gehört. Johannes der Täufer war verletzt, sein Leben war abgeschnitten. Er wurde ins Gefängnis geworfen, weil er die Lebensweise von Herodes kritisiert hat. Das Evangelium berichtet uns heute davon. Hört einmal genau zu. Evangelium Mt 11,2-6 Katechese Eine Frage hat Johannes besonders beschäftigt: Ist Jesus wirklich der Gesandte Gottes? Müsste er dann nicht die Menschen zurechtweisen und sogar bestrafen? Schaut euch doch um, sagt Jesus zu den Freunden von Johannes. 25

4 Schaut, was ich tue. Ich wende keine Gewalt an. Ich breche nichts ab. Ich verletze nicht. Im Gegenteil: Ich heile Menschen, damit Taube wieder hören und Lahme wieder gehen können. Ich mache Aussätzige wieder gesund. Ich zeige den Menschen, dass Gott das überwinden will, was sie belastet. Die Menschen sollen keine Not mehr haben. Sie sollen glücklich leben können. Jesus möchte, dass die Menschen so handeln wie er. Lied 1. Vertraue deinem Gott, vertraue deinem Gott! Wo keiner rettet, rettet er, vertraue deinem Gott. 2. Vertraue deinem Gott, vertraue deinem Gott! Er rettet dich aus Angst und Not. Vertraue deinem Gott. 3. Vertraue deinem Gott, vertraue deinem Gott, er lässt dich nimmermehr im Stich. Vertraue deinem Gott. Aus: Josephine Hirsch: Das Halleluja-Lied und 99 andere biblische Lieder nach Texten aus dem Alten und Neuen Testament, Innsbruck 1994, S. 103 Zusammenlegen der Tannenzweige zu einem zweiten Adventskranz. Ein Kind legt nach dem anderen einen Zweig auf den Boden, damit ein Kranz entsteht. Schaut noch einmal auf unsere Tannenzweige. Wir legen jetzt die abgebrochenen Zweige zusammen. Die Tannenzweige bleiben nicht mehr allein. So wie durch Jesus etwas ganz Neues angebrochen ist, so wie er Abgebrochenes und Zerstörtes wieder geheilt hat, so wird jetzt durch das Zusammenlegen der Zweige etwas Neues. Ein Adventskranz entsteht. Ein ganz neues Zeichen wird aus den Zweigen. Ein neues Lebenszeichen. Spielen des lebendigen Adventskranzes. Auch wir können uns zu einem Adventskranz zusammenfügen. Wie die Zweige miteinander verbunden sind, so können auch wir uns verbinden zu einem lebendigen Adventskranz. Wir können uns gegenseitig die Hände reichen. Wir können uns sogar mit den Kindern in Lateinamerika verbinden, wenn wir sie in unseren Kranz einbinden. So zeigen wir, dass wir an sie denken. 26

5 Besonders Missionare und Missionarinnen, die Katecheten und Katechetinnen, versuchen, sich mit den Menschen zu verbinden. Sie helfen den Armen und geben den Kindern wieder neue Hoffnung. Das Leben ist dann nicht mehr so traurig. Auch wir können an sie denken und sie in unseren Kranz in die Mitte hineinnehmen. ADVENIAT-Plakat in den Adventskranz legen. Der Adventskranz erzählt vom Weihnachtsfest. - Staunen der Kinder - Wir freuen uns auf Jesus. In der Krippe kommt er als kleines Kind auf die Welt. Er wird Mensch. Er will so sein wie wir. Er will in unsere Gemeinschaft kommen. Jesuskerze in die Mitte stellen Wenn er in unsere Mitte kommt, dann ist niemand mehr traurig, dann werden sich alle freuen. Fürbitten Damit alle Menschen, denen es nicht gut geht, sich wieder freuen können, hier bei uns, in Lateinamerika und überall auf der Welt, beten wir und stellen für sie einen Tannenzweig als Lebenszeichen in die Vase. Wir bitten Gott, dass er ihre Not wegnimmt und in Freude verwandelt. Junge Mutter mit Kind in einem Andendorf bei Cuenca, Ecuador. 27

6 Wir stellen einen Tannenzweig in die Vase für die Menschen, die hungern. Wir stellen einen Tannenzweig in die Vase für die Menschen, die arm sind. Wir stellen einen Tannenzweig in die Vase für die Kinder, die krank sind und nicht zum Arzt gehen können, weil ihre Eltern kein Geld haben. Wir stellen einen Tannenzweig in die Vase für die Menschen, die ungerecht behandelt werden. Wir stellen einen Tannenzweig in die Vase für die Kinder, die arbeiten müssen und nicht zur Schule gehen können. Wir stellen einen Tannenzweig in die Vase für all das, was uns auf dem Herzen liegt und das wir Gott in Stille sagen möchten. Stille Guter Gott, du willst, dass alle Menschen Grund haben, sich zu freuen. Jesus hat es uns gezeigt. Dafür danken wir dir und loben dich jetzt und in Ewigkeit. Amen. Kinder nehmen Tannenzweige mit in den Gottesdienst der Erwachsenen. Die Katechetin trägt die Vase mit den Zweigen und bringt sie bei der Gabenprozession zum Altar. Nach dem Sanctus können die Kinder aufgefordert werden, sich um den Altar zu stellen, etwa mit folgenden Worten: Wir bilden jetzt einen lebendigen Adventskranz um den Altar. Bringt eure Zweige mit, damit ihr selbst zum Lebenszeichen werdet. Denn Gott will uns berühren und aus uns eine große Gemeinschaft machen, in der jeder leben kann, in der es gerecht zugeht und in der alle Menschen Freude haben. Bei den Akklamationen und bei der Schlussdoxologie ( Durch ihn und mit ihm ) können die Kinder ihre Tannenzweige erheben. Die Kinder ziehen mit den Tannenzweigen in ihrer Hand mit aus und werden so zu lebendigen Boten des Lebens. 28

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