Beginnen wir mit der Auftragsentwicklung. Hier erreichten wir erneut Spitzenwerte:

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1 , HOCHTIEF Bilanzpressekonferenz März 2007 Seite 1 von 6 Dr. rer. pol. Burkhard Lohr Vorstandsmitglied Es gilt das gesprochene Wort. Sperrvermerk: 22. März 2007, 09:00 Uhr Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich stelle Ihnen nun die Geschäftszahlen 2006 im Detail vor. Das ist eine erfreuliche Aufgabe, denn die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unseres Unternehmens haben sich deutlich verbessert. Beginnen wir mit der Auftragsentwicklung. Hier erreichten wir erneut Spitzenwerte: Der Auftragseingang lag bei 20,6 Mrd. Euro. Das ist rund ein Drittel über Vorjahresniveau. Davon fielen mehr als 90 Prozent außerhalb Deutschlands an. Das zeigt, wie international wir sind. Die Leistung lag mit 16,7 Mrd. Euro um 13 Prozent über Vorjahr. Das internationale Geschäft hat sich überaus positiv entwickelt und so den leichten Rückgang in Deutschland mehr als ausgeglichen.

2 Der Auftragsbestand betrug zum Jahresende 25,1 Mrd. Euro. Das sind 19 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein neues Rekordniveau. Um Währungseffekte bereinigt ergibt sich sogar ein Anstieg um mehr als 25 Prozent. Dieses Auftragspolster sichert uns trotz gestiegener Leistung weiterhin eine rechnerische Auftragsreichweite von eineinhalb Jahren. Seite 2 von 6 Nun ein kurzer Blick auf die wesentlichen Einflussfaktoren des Geschäftsjahres: Vier der fünf Unternehmensbereiche haben ihre Performance zum Teil deutlich verbessert. Herausragend ist der Unternehmensbereich HOCHTIEF Asia Pacific mit einem Ergebnis vor Steuern von 262,2 Mio. Euro. In dem Zusammenhang ist der Hinweis wichtig, dass HOCHTIEF im Geschäftsjahr 2006 die Beteiligungsquote an Leighton um knapp drei Prozentpunkte auf zirka 55 Prozent erhöht hat. Im Unternehmensbereich HOCHTIEF Development wurde ein Immobilien- Portfolio erfolgreich am Markt platziert. Das Volumen der Transaktionen belief sich auf knapp 121 Mio. Euro. Die Dynamik im Geschäftsfeld PPP hat weiter zugenommen: Der Konzern baute sein Konzessionsportfolio im Geschäftsjahr 2006 zu lukrativen Konditionen weiter aus. Die Finanzlage des Unternehmens hat sich erneut verbessert. Positiv ist anzumerken, dass der Treiber hierfür der operative Cashflow war. Er ist um 43 Prozent auf mehr als 900 Mio. Euro gestiegen. Im Geschäftsjahr 2006 haben wir erstmals über eine Milliarde investiert. Dies ist gut angelegtes Geld: Bei Leighton wurde zum Beispiel in technische Ausrüstung für neue Großaufträge im Infrastrukturbereich sowie im Contract- Mining-Sektor investiert.

3 Im vorliegenden Konzernabschluss wurde eine ab 2006 nach IAS 19 neue Vorschrift zur Bilanzierung der Pensionsrückstellungen entsprechend angewandt. Die Vorjahreszahlen haben wir entsprechend angepasst. Per Saldo ergab sich daraus für 2005 eine um 35 Mio. Euro verminderte Bilanzsumme und ein um fünf Mio. Euro höheres Ergebnis nach Steuern. Seite 3 von 6 Meine Damen und Herren, zur Bilanz: Die langfristigen Vermögenswerte lagen mit 2,4 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau. Zwei gegenläufige Effekte führten zu einer geänderten Zusammensetzung: Zum einen haben wir wie bereits erwähnt einen Teil unseres Immobilienportfolios vermarktet. Das führte zu einem Rückgang der Investment Properties. Zum anderen stiegen die Immaterielle Vermögenswerte. Die Ursache dafür ist unsere Aufstockung der Beteiligung an Leighton. Die Sachanlagen erhöhten sich vor allem durch den Ausbau der Mining-Aktivitäten und dies trotz Anlageverkäufen aus der Sales-and-Lease-back-Transaktion. Der Anstieg der Finanzanlagen entfällt im Wesentlichen auf das aufgestockte Beteiligungsportfolio im Unternehmensbereich Asia Pacific. Die kurzfristigen Vermögenswerte sind gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen. Das lag vor allem an dem rund 300 Mio. Euro höheren Bestand an Wertpapieren und flüssigen Mitteln. Dies dokumentiert die gute Liquiditätslage des Konzerns. Die dargestellten Sachverhalte begründen eine um knapp 300 Mio. Euro auf 8,4 Mrd. Euro gestiegene Bilanzsumme. Das Eigenkapital hat sich auf Mio. Euro erhöht. Der Anstieg beträgt fast sieben Prozent. Ursache ist vor allem das gestiegene Nachsteuerergebnis. Die Eigenkapitalquote ist mit 28,1 Prozent um knapp einen Prozentpunkt höher als im Vorjahr. Dies ist erneut Ausdruck der Stärke und Solidität unserer Bilanz.

4 Die langfristigen Schulden liegen mit nahezu 1,1 Mrd. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert. Wir haben den Pensionsfonds ausgeweitet. Dies führte zu einem Rückgang der im Konzern bilanzierten Pensionsrückstellungen. Daneben wirkte sich der Abbau von Bankverbindlichkeiten aus, weil wir unsere Finanzstruktur weiter optimiert haben. Seite 4 von 6 Der Anstieg der kurzfristigen Schulden um 359 Mio. Euro auf 4,9 Mrd. Euro ist in erster Linie auf höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Sie sind Folge unseres ausgeweiteten operativen Geschäfts. Ich komme zur Gewinn- und Verlustrechnung: Beim Vergleich der Ergebniszahlen mit den Vorjahreswerten ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahr durch den Sondereffekt der Airport- Investitionspartnerschaft mit knapp 52 Mio. Euro beeinflusst war. Ein sinnvoller Vergleich mit den Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres ist daher nur mit normalisierten Vorjahreszahlen möglich. Ich werde bei den betreffenden Größen gesondert darauf eingehen. Die Umsatzerlöse liegen mit 15,5 Mrd. Euro um 14 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Wachstum war besonders stark in Australien und Amerika. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen erwartungsgemäß unter Vorjahr, das durch die Investitionspartnerschaft geprägt war. Mit 229,1 Mio. Euro übersteigen die Erträge 2006 jedoch den bereinigten Vorjahreswert. Analog zum Umsatzwachstum sind die Material- und Personalaufwendungen insgesamt um knapp 1,7 Mrd. Euro gestiegen. Im sonstigen betrieblichen Aufwand führten Leasingaufwendungen aus der bereits erwähnten Sale-and-Lease-back-Transaktion bei Leighton zu einem deutlichen Anstieg. Damit wurde die Kapitalbindung um 264 Mio. Euro zurückgeführt.

5 Seite 5 von 6 Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit ist zwar gesunken, betrachtet man die normalisierten Zahlen liegt es jedoch mit 221,8 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Der Anstieg des Beteiligungsergebnisses um knapp 40 Prozent auf 87,6 Mio. Euro ist in erster Linie durch die positive Entwicklung der fünf Flughafenbeteiligungen bedingt. Wir haben unsere Finanzierungsstrukturen verbessert. Das zeigt sich im deutlich gestiegenen Finanzergebnis in Höhe von 28,7 Mio. Euro. Die insgesamt sehr erfreuliche Geschäftsentwicklung hat zu einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 338,1 Mio. Euro geführt. Das übertrifft sogar das unbereinigte Vorjahresergebnis. Bereinigt ergibt sich ein Anstieg um knapp 19 Prozent. Ich komme zum Steueraufwand, der im Vergleich zum Vorjahr um 44,1 Mio. Euro auf 136,7 Mio. Euro gesunken ist. Die Steuerquote beträgt 40 Prozent gegenüber 54 Prozent in Allerdings hatten wir im Vorjahr 60 Mio. Euro an aktivierten Steuerminderungsansprüchen abgewertet. Das Ergebnis nach Steuern mit 201,4 Mio. Euro verdeutlicht die überaus positive Entwicklung des Konzerns. Das ist annähernd eine Verdoppelung ohne den Airport-Sondereffekt. Der Konzerngewinn beläuft sich auf 89,1 Mio. Euro. Das bedeutet einen Zuwachs von 32 Prozent gegenüber dem unbereinigten Ergebnis Die auf 112,3 Mio. Euro gestiegenen Anteile anderer Gesellschafter entfallen im Wesentlichen auf Leighton und unsere Flughafenbeteiligungen. Das Ergebnis je Aktie ist mit 1,37 Euro um 28 Prozent gestiegen.

6 Zur Finanzlage: Unsere flüssigen Mittel liegen mit 1,4 Mrd. Euro um 336 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Das ist ein Plus von 32 Prozent. Die Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit also der operative Cashflow war wiederum deutlich positiv und belief sich auf 906,8 Mio. Euro. Ihr steht ein Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 421 Mio. Euro gegenüber. Seite 6 von 6 Meine Damen und Herren, soweit die entscheidenden Zahlen und Fakten des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und gebe weiter an Herrn Dr. Lütkestratkötter.

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