Pädagogisches Konzept der Gemeinschaftsschule ILLINGEN

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1 Pädagogisches Konzept der Gemeinschaftsschule ILLINGEN Offene/Gebundene Ganztagsschule Unsere Schule ist eine offene Ganztagsschule. Um die Verzahnung des Vormittags- und des Nachmittagsunterrichts zu gewährleisten, werden alle Schüler einer Klassenstufe, die in der FGTS sind, in eine eigene Klasse eingeschult. So bieten wir Eltern auf der einen Seite die Möglichkeit einer optimal rhythmisierten und zuverlässigen Betreuung durch Lehrer und päd. Hilfskräfte betr. Hausaufgaben und Freizeitangebote. Andererseits wird das Elternrecht auf eine individuelle Freizeitgestaltung des eigenen Kindes gestärkt. Um die Verzahnung des Vor- und Nachmittags zu gewährleisten, werden alle Schüler einer Klassenstufe, die in der FGTS sind, in eine gemeinsame Klasse eingeschult. Unterrichtsorganisation, Rhythmisierung des Tagesablaufs (Arbeits-u. Entspannungsphasen, Berücksichtigung lernpsychologischer Gesichtspunkte bei der Gestaltung des Tagesablaufs, Betreuung während des Mittagessens, u.a.) Wir planen zum Schuljahr 2013/14 eine Rhythmisierung in Doppelstunden, um nach Erkenntnissen der modernen Didaktik und empirischer Studien (cf. Hattie) die Nachhaltigkeit des Gelernten zu sichern, da nach einer expliziten Stoffvermittlung durch Vertiefung und Anwendung ein Verinnerlichen des Stoffes stattfinden kann. Da in den Anwendungs- und Vertiefungsphasen verstärkt auf eine Individualisierung des Unterrichts zurückgegriffen wird, kann in einer emotional sicheren Unterrichtssituation eine Unter- und Überforderung vermieden und jedes einzelne Kind optimal nach Wissen und Können gefördert und gefordert werden. Da eine Fragmentierung des Unterrichts-morgens aufgehoben wird, steigt bei Kollegen und Schülern die Konzentration auf die einzelnen Fächer. Da der Lehrerwechsel weniger frequent ist und die kleinen Pausen individuell geregelt werden, entsteht mehr Ruhe im Schulhaus, und die Unterrichtszeit wird qualitativ und quantitativ effizienter genutzt. Zudem steigt die Disziplin, da die Phasen ohne Aufsicht verringert werden.

2 Kriterien bzgl. der Zusammenstellung des neuen 5-er Teams In den 5er Klassen verfolgen wir das Klassenlehrerprinzip. Innerhalb des Gesamtteams sollen möglichst wenige Lehrer zum Einsatz kommen. Somit erleichtern wir den Schülern den Übergang Grundschule weiterführende Schule und sorgen für eine strukturierte, umfassende Diagnostik in den einzelnen Fächern, deren Ergebnisse als Basis der Beratung der Eltern über die Schulkarriere des Kindes somit effizient in die Hand des Klassenlehrers gelegt werden kann. Die Lehrer sollen die 5-er Klassen bis zum Abschluss führen. Die Bereitschaft zur intensiven Elternarbeit und eine hohe Kooperationsbereitschaft der Kollegen im 5-er Team sind Voraussetzung für deren Einsatz. Die Lernzeit wird von den Lehren betreut, die zum Team gehören. Absprachen zwischen den Lehrern und Schülern verläuft so effizienter. Fortbildungen der Lehrer/innen des 5-er Teams (fachlich, pädagogisch, didaktisch-methodisch) / Fortbildungsschwerpunkte Es wurden fachübergreifende wie fach-spezifische Fortbildungen durchgeführt (Sprachkurs, GW, Methoden und Unterrichtsformen der GemS / kooperatives Unterrichten, Umgang mit Heterogenität,.) Teamarbeit des 5-er Teams (Zusammenarbeit, Kommunikation mit dem übrigen Kollegium). Die Fachkonferenzvorsitzenden sollen im Zuge der steten Unterrichtsentwicklung eng zusammenarbeiten, damit die Kontinuität der pädagogischen Praxis an unserer Schule gewährleistet ist. Es werden individuelle Förderkonzepte auf der Basis diagnostischer Tests erstellt. Die Schulsozialarbeit ist in die Teamsitzungen mit eingebunden. Konzeption des Faches Lernen lernen, Erfahrungen Lernen lernen soll mit dem Fach Deutsch verzahnt werden, da Lesekompetenztraining zu überfachlichen Erfolgen führt und als Schwerpunkt an unserer Schule ausgeweitet werden soll. In Anlehnung an den Lehrplan stimmen die Fachkollegen in der Fachkonferenz Deutsch über ein fachbezogenes Konzept zur Vermittlung der Kerninhalte des Faches Lernen lernen ab. In den Teamsitzungen vernetzen die Kollegen die eingeführten Methoden des Faches Lernen lernen mit den Fachlehrern.

3 Sprachkurs, Erfahrungen Die meisten Kinder sind audiovisuelle Lerner und benötigen daher ein Schriftbild. Das Lehrwerk und die von der Lehrplankommission ausgearbeiteten Unterlagen sind gut einsetzbar und erleichtern die Arbeit im Fach. Verplanung der Zusatzstunden für die Konzeptentwicklung Die Steuergruppe wurde unter Berücksichtigung der verschiedenen Unterrichtsfächer zusammengestellt und tagt wöchentlich zweistündig. Die Mitglieder setzen sich aus Fachkonferenzvorsitzenden (Deutsch, Mathe, Fremdsprachen, NW, GW, Website/ Öffentlichkeitsarbeit) und einer Schulentwicklungsberaterin zusammen, um die Schul- und Unterrichtsentwicklung optimal zu planen und in die einzelnen Fächer zu transportieren. Verplanung der Kontingentstunden Die Bündelung der Kontingente fand in im Schuljahr 2012/ 13 in einer klassenüber-greifenden Projektwoche unter dem Thema Freiheit und Verantwortung statt. Dazu wurden außerschulische Partner hinzugezogen. Eine alternative, nachhaltigere Verwendung der Kontingentstunden ist in Planung Schulinternes Förderkonzept (Hausaufgabenbetreuung, Förderung leistungsschwächerer und leistungsstärkerer Schüler, Förderung von Schülern mit Migrationshintergrund, Förderung besonderer Begabungen, Leseförderung, Arbeitsgemeinschaften Lern- und Übungsstunden, Freizeitangebote, Projekte, u.a.) Es werden nicht nur schwache, sondern auch starke Schüler gefördert. Wir arbeiten organisatorisch teilweise durch Doppelbesetzung mit Lehrkräften. Nach vollzogenem Wechsel vom H-Zweig in den M-Zweig innerhalb der auslaufenden ERS erhalten die Schüler eine zusätzliche Förderung. Kinder mit Migrationshintergrund und Schüler mit Lese- und Rechtschreibschwäche erhalten zusätzliche Lern- und Übungsangebote durch dafür ausgebildete Fachkräfte.

4 Gestaltung der Klassenleiterstunde In Anlehnung an die Richtlinien des Kultusministeriums gestalten die Klassenleiter in Absprache mit den Kindern ihre Stunden individuell. Schulinternes Differenzierungskonzept Es wird eine Orientierung an der Regeldifferenzierung angestrebt. Dabei kann von Jahr zu Jahr in Anpassung an schulische Gegebenheiten und in Absprache mit den unterrichtenden Lehrern und der Schulkonferenz von der Regeldifferenzierung abgewichen werden. Wahlpflichtbereich Grundsätzlich soll das Fach Beruf und Wirtschaft von Arbeitslehrelehrern unterrichtet werden, solange diese noch zur Verfügung stehen. Die praktische Arbeitslehre bleibt ein wichtiger Schwerpunkt für Schüler, die nicht die 2. Fremdsprache wählen. Fachliche Schwerpunkte (Naturwissenschaften, Sprachen, Sport, Musik/Kunst, u.a.) Unser Kerngeschäft: Gelungener Unterricht kompetenter Kolleginnen und Kollegen. Im Zentrum allen pädagogischen Handelns steht die Förderung der Lesekompetenz und Lesemotivation als Querschnittsaufgabe. Fachspezifische Schwerpunkte: Projekt Zeitung macht Schule und AG Schülerzeitung in Deutsch, Bildung zur Nachhaltigkeit in GW (Geoscopia), Band/ Chor in Musik, DELF/ TELC Zertifizierung in den beiden Fremdsprachen Englisch und Französisch, Sport- und Spielefeste, Teilnahme an Jugend trainiert für Olympia, jährlicher Skikurs in Tirol, Berufsvorbereitungsmaßnahmen mit außerschulischen Partnern in Arbeitslehre, Konzept zur Berufsorientierung In Klasse 8 findet ein dreiwöchiges Betriebspraktikum statt. In Klasse 9 findet ein berufsorientierter Donnerstag für die praxisorientierten Schüler statt. Wir bieten BIZ-Besuche, Bewerbertraining, Berufsberatung und Betriebserkundungen. Wir arbeiten eng mit der Agentur für Arbeit zusammen und bereiten mit außerschulischen Partnern unsere Schüler auf ihre berufliche Zukunft vor.

5 Erziehung im Sinne einer gesunden und wertorientierten Lebensweise (pädagogische und soziale Maßnahmen z.b. TR, LQ, u.a.) Als rauchfreie Schule distanzieren wir uns von Alkohol und Drogen und bieten zu diesen wichtigen Themen auch Projekte an. Dazu gehört auch die Unterstützung gesunder Ernährung. Durch Stärkung der Schülervertretung wird die Demokratie im Mikrokosmos Schule gefördert. An der Schule gibt es zudem eine professionelle Ausbildung zu Schulsanitätern. Gestaltung von Schule als Lebensraum (Schulregeln, Prävention, lernanregende Umgebung, Veranstaltungen) Die Schulhofgestaltung erfolgt mit Beteiligung der Schüler. Bei der Gestaltung der Räume haben die Schüler die Möglichkeit mit Farben, Formen und Pflanzen eigene Ideen zu verwirklichen. Die Schüler haben die Möglichkeit in der Schülerbücherei Bücher auszuleihen. Schüler werden über die Gefahren im Internet aufgeklärt und erhalten die Möglichkeit am Projekt Babybedenkzeit teilzunehmen. Das Kollegium schätzt mehrtägige außerschulische Unterrichtsveranstaltungen als ein Baustein zur Förderung der sozialen und fachlichen Kompetenzen (Klassenfahrten, Erlebnispädagogik, Schullandheimaufenthalte, Theaterbesuche, Aufenthalte in Brighton/ Großbritannien und Arbent/ Frankreich, ) Öffnung der Schule gegenüber ihrem gesellschaftlichen Umfeld(Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern: Verbände, Vereine, Kirche, Krankenhäuser, Betriebe, Hochschulen, u.a.) Es wird mit zahlreichen außerschulischen Partnern zusammengearbeitet, z.b. der örtlichen Polizei, dem Roten Kreuz, der Agentur für Arbeit, Vereine und Verbände aus Sport und Kultur,.. Zudem finden in regelmäßigen Abständen Schulgottesdienste statt.

6 Aussagen zur Gestaltung und Entwicklung der Schulkultur (Einbindung der Eltern- u. Schülervertretung in die Konzeption, Organisation und Umsetzung des Schulprogramms) Das Kollegium hat ein gemeinsames Leitbild und ein Schulprogramm diskutiert und beschlossen. Das Leitbild besteht aus einem Leitsatz und einer Präambel. Das Schulprogramm legt pädagogische und infrastrukturelle Ziele fest. Diese Ziele müssen immer an einer Stärkung der Fach- und Sozialkompetenzen der Schüler orientiert sein. Die Programmarbeit ist als dauerhafte Entwicklung zu verstehen, in der regelmäßige Evaluationsprozesse fest verankert sind. Anregungen und Wünsche von Schülern und Eltern werden aufgenommen und integriert. Ergänzungen /Fortbildungsmanagement Den Fachvorsitzenden obliegt die Koordination der fachbezogenen Fortbildungen (Planung und Erfahrungsaustausch in je einer Fachkonferenz gegen Ende des Halbjahres). Für Eltern bieten wir regelmäßig Fortbildungen im Rahmen des Projektes Elternschule zu pädagogisch interessanten Themen an.

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