AUTOMOTIVE NOW. Im Umbruch. Die Zukunft der Zulieferindustrie

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "AUTOMOTIVE NOW. Im Umbruch. Die Zukunft der Zulieferindustrie"

Transkript

1 AUTOMOTIVE NOW Ausgabe 1/2014 Im Umbruch Die Zukunft der Zulieferindustrie Neue Spielregeln Wie die Branche die immer kürzeren Innovationszyklen meistert Hausse im Hinterhof Warum Mexiko zum weltweit viertgrößten Exporteur aufgestiegen ist Unter Strom Welche Unternehmen auf dem Markt der E-Mobilität bestehen werden

2 Editorial 04 Kettenreaktion Die immensen Herausforderungen, vor denen Automobilhersteller in den kommenden Jahren stehen, schlagen weitgehend ungebremst auf die Zulieferunternehmen durch. Für beide Sparten gilt: Wer gegen Mitbewerber bestehen will, muss sowohl dem wachsenden Innovations- als auch dem nicht minder zunehmenden Globalisierungsdruck standhalten. Das kostet viel Geld. Überleben wird nur, wer Antriebstechnologien auf der Höhe der Zeit bietet und über die eher stagnierenden klassischen Märkte hinaus neue boomende Absatzmärkte erschließt. Die einzige beruhigende Nachricht lautet: Die zu lösenden Aufgaben sind, weltweit betrachtet, für alle Zulieferer gleichermaßen fordernd. Viele versuchen, diese Aufgaben gemeinsam in Form von Kooperationen zu meistern. Vor allem Zusammenschlüsse mit Unternehmen aus den asiatischen Boommärkten sind jedoch keine Selbstläufer. Mentalitätsunterschiede und rigide gesetzliche Regelungen führen oft wieder auseinander, was bei Lichte betrachtet nicht zusammenpasst. Letztlich gibt es aber keine Alternative: Alle Seiten werden an ihrer Kooperationskompetenz arbeiten müssen allein, um die Finanzierung neuer, kapitalintensiver Technologien stemmen zu können. Zulieferer müssen dort präsent sein, wo es ihre Kunden sind. Sie müssen ihre Produkte dezidiert an unterschiedliche Regionen, Märkte und Segmente anpassen. Und sie müssen sich, nicht nur was Kosten und Qualität betrifft, sondern auch in Hinblick auf den Service, von ihren Mitbewerbern abheben. Wer dies beherzigt, kann im Wettrennen um die besten Lösungen in den Schlüsseldisziplinen Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz bestehen. Ihr Mathieu Meyer Partner, Global Head of Automotive

3 10 20 Inhalt 04 Titel: Gemeinsam stark Ohne Kooperationen werden Zulieferer die anstehenden Umbrüche in der Automobilindustrie nicht meistern können. Worauf es ankommt, wenn der Wandel gelingen soll. 08 Business Partner: Globale Perspektive Verantwortliche von Hella, Bridgestone und Cummins sprechen über Strategien, mit denen sie dem Innovationsund Globalisierungsdruck erfolgreich begegnen wollen. Fotos: Johnson Controls; H Leue/Lonely Planet /Getty Images; Audi; KPMG 10 Länderfokus: Mexiko Hausse im Hinterhof Fast unbemerkt ist Mexiko zum viertgrößten Autoexporteur der Welt aufgestiegen. Möglich machten dies das gut ausgebildete Personal sowie exportfreundliche Freihandelsverträge. Nun fehlt es aber an Fachkräften. 15 Best Practice: Neue Spielregeln Für die Markenidentität sind vor allem im Premiumsegment Innovationen entscheidend. Mit welchen Ansätzen die Industrie versucht, den immer kürzeren Innovationszyklen Herr zu werden. 18 Expertise: Eine Frage der Gestaltung Welche steuerlichen Folgen neue Absatzwege wie Carsharing, Internet oder Flottenverkäufe nach sich ziehen. 20 Know-how: Unter Strom Die E-Mobilitätsforschung erfordert viel Kapital. Am Markt bestehen werden allein die finanzstarken Lieferanten. 23 Ausfahrt: Was vom Tage übrig bleibt Mehmet Balaban über den täglichen Kampf um Kunden und die astronomischen Preise für Taxilizenzen in der türkischen Metropole Istanbul. Impressum Herausgeber KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Klingelhöferstraße 18, Berlin Redaktion und Projektleitung KPMG Andreia Guedes Campos T Redaktion, Gestaltung und Produktion corps. Corporate Publishing Services GmbH Kasernenstraße 69, Düsseldorf T Chefredaktion: Florian Flicke Redaktionsleitung: Mirko Hackmann Objektleitung corps: Simon Flohr Titelfoto: ddp images/b. Classen Druck: Buersche Druck- und Medien GmbH Gabelsberger Straße 4, Bottrop

4 Titel: Zulieferer Gemeinsam stark Selbst große Zulieferer sind mit den Umbrüchen, die der Automobilbranche in den nächsten Jahren bevorstehen, allein oft überfordert. Kooperationen, besonders in Forschung und Entwicklung, können die Lösung sein. Wie sich Lieferanten in der Fahrzeugindustrie für den Wandel wappnen. Text: David Selbach 4 / AutomotiveNow

5 Photos: Getty Images/Caiaimage; RW TH Aachen Johnson Controls ist ein Traditionsunternehmen gegründet, hat der US-Zulieferkonzern inzwischen Mitarbeiter in mehr als 150 Ländern. Das Unternehmen beliefert so gut wie alle Automobilhersteller mit Fahrzeugsitzen, Dachhimmeln, Türverkleidungen und Instrumententafeln, außerdem Batterien. Doch selbst die vor Kraft strotzende Firma Johnson Controls setzt im harten weltweiten Wettbewerb auf Partner: Im März 2012 gründeten die Amerikaner ein Gemeinschaftsunternehmen mit der indischen Firma Pricol Limited, einem führenden Zulieferer von Kombiinstrumenten. Von Pune aus will Johnson Controls so den indischen Markt erobern. Ähnlich geht der Amberger Automobilzulieferer Grammer vor: Die Bayern arbeiten seit Ende 2012 mit dem chinesischen Zulieferer Jiangsu Yuhua Automobile Parts zusammen. Gemeinsam will man Lkw-Sitze bauen. Partnersuche für neue Märkte Auch andere Zulieferer suchen mithilfe von Partnern den Zugang zu neuen Märkten: Die spanische CIE Automotive tut sich mit der indischen Mahindra Group zusammen, Bosch kooperiert mit dem japanischen Akkuhersteller GS Yuasa, um im Geschäft mit Batterien für Elektrofahrzeuge Fuß zu fassen. Selbst der Daimler-Konzern hat sich beim Thema Elektromobilität Verbündete gesucht, und zwar gleich mehrere: Die Schwaben kooperieren eng mit dem kalifornischen E-Auto-Hersteller Tesla, entwickeln gemeinsam mit dem chinesischen Autokonzern BYD ein eigenes strombetriebenes Fahrzeug. Und sie forschen gemeinsam mit dem Chemieunternehmen Evonik an Lithium-Ionen-Batterien. Allerdings laufen die Geschäfte beim Daimler-Evonik-Joint-Venture Li-Tec Presseberichten zufolge nicht ganz wie erhofft. All diese Unternehmen machen vor, was Experten Zulieferunternehmen in den kommenden Jahren dringend empfehlen: nämlich Kooperationen einzugehen, um sich globaler aufzustellen, neue Märkte und Technologiefelder zu erschließen und effizienter zu produzieren. Die Probleme von Daimler und Evonik machen indes auch deutlich, dass eben längst nicht jede Kooperation zur Erfolgsgeschichte wird. Zulieferer haben die Chance, durch kluge Kooperationen ihre Position in Wertschöpfungsnetzwerken zu stärken, sagt Garnet Kasperk, Direktorin des Center for International Automobile Management an der RWTH Aachen. Sie kooperieren vertikal mit Original Equipment Manufacturers und horizontal mit anderen Zulieferern. Bisher, betont Kasperk, funktioniere das aber in der Praxis oft nicht. Vor allem bei kleinen und mittleren Zulieferern sei die Kooperationskompetenz nur sehr schwach ausgeprägt. Flexibilität in der Supply-Chain Dass viele Unternehmen der Autozulieferbranche in den nächsten Jahren kaum umhinkommen werden, sich mit anderen Firmen zusammenzutun, darüber sind sich die meisten Marktkenner einig. Zwar läuft die Autokonjunktur zumindest in den USA und in China derzeit noch gut. Doch in den kommenden Jahren stehen der Branche massive Umbrüche bevor. Zum einen verlagert sich der Branchenschwerpunkt nach Asien. Der globale Umsatzanteil Europas geht zurück, sagt Expertin Kasperk. In Asien und Lateinamerika werden die größeren Wachstumsraten erzielt. Obwohl die Konjunkturaussichten für China inzwischen weniger optimistisch ausfallen als noch In Asien und Lateinamerika werden die größeren Wachstumsraten erzielt. Garnet Kasperk, Direktorin des Center for International Automobile Management an der RWTH Aachen vor wenigen Jahren, erwarten Automobilzulieferer weiterhin zweistellige Wachstumsraten der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Die Kaufkraft wächst, die Chinesen können sich größere und besser ausgestattete Fahrzeuge leisten. Elektronikzulieferer Bosch will mittelfristig 30 Prozent seiner Umsätze in Asien erwirtschaften, erklärt der für die Region Asien-Pazifik zuständige Geschäftsführer Uwe Raschke. Schon heute beschäftigen die Stuttgarter Mitarbeiter in China; in den kommenden Jahren soll die Belegschaft in der Volksrepublik auf rund Beschäftigte anwachsen. Bosch hat letztlich auch kaum eine Alter- AutomotiveNow / 5

6 Titel: Zulieferer Neue Antriebstechnologien als Herausforderung: Experten von Bosch montieren Komponenten für Hybrid- und elektrische Antriebe. native. Denn OEMs verlagern immer größere Teile der Produktion in diese Märkte, Zulieferer müssen ihnen folgen. Das gilt schon deshalb, weil asiatische Zulieferunternehmen technologisch rasant aufholen, zuvorderst chinesische. Beim Zukunftsthema Elektroantrieb sind sie inzwischen häufig schon gleichauf mit westlichen Unternehmen. Wanxiang, einer der größten chinesischen Konzerne, unter anderem als Lieferant von Autoteilen tätig, macht es vor. Anfang 2013 haben die Chinesen das US-Unternehmen A123 Systems gekauft, das sich auf die Entwicklung von Akkus für Elektroautos spezialisiert hat. In heutigen Märkten ist es immer wichtiger, mit Partnern zusammenzuarbeiten, erklärt Pin Ni, Chef von Wanxiang Nordamerika. Gemeinsam mit A123 will Ni jetzt den Markt für leistungsstarke Fahrzeugbatterien erobern. Es macht der Branche das Leben nicht leichter, dass Supply-Chains immer flexibler und gleichzeitig die Lieferzeiten kürzer werden sollen. Das liegt nicht nur daran, dass der Kostendruck steigt. Supply Chain-Störungen sind in der Automobilindustrie ein enormes Problem, weil Lieferbeziehungen heutzutage international extrem verflochten sind, erklärt Stewart Pedder, Managing Director Supplier Business beim Marktforschungsinstitut IHS. Naturkatastrophen etwa könnten den empfindlichen Warenfluss der Branche massiv aus dem Takt bringen. Für solche Fälle wollen Autobauer umdisponieren können. Deshalb fordern sie Flexibilität in der Supply-Chain, sagt Pedder. Vor allem bei Bauteilen, die nicht zu einer langfristig gebauten Modellplattform gehören und deshalb besonders von hoher Modellvielfalt und schnelleren Modellzyklen betroffen sind, erwarten OEMs heute immer kürzere Lieferzeiten. Viele Zulieferer setzen auf Kooperationen, um in Wachstumsregionen Fuß zu fassen. Im Sommer 2013 verkündete der spanische Zulieferer CIE Automotive seine Allianz mit dem indischen Mahindra- Konzern. Für CIE-Geschäftsführer Anton Pradera ist die Kooperation mit Mahindra ein Weg, um via Indien den asiatischen Markt zu erobern. Wir sind beeindruckt von den Aussichten des Automarkts in Indien, sagt Pradera. Außerdem wächst die Bedeutung Indiens als weltweites Produktionszentrum für Kleinwagen. Mahindra wiederum wolle CIE als Türöffner nach Europa nutzen, sagt Hemant Luthra, Leiter der Mahindra-Zuliefersparte Systech. Zusammen haben wir nun Produktionsstätten in den wichtigsten Weltregionen. Bisher hat sich Mahindra in Europa auf Bauteile für schwere Lkws konzentriert, Antriebswellen zum Beispiel. Durch die Zusammenarbeit mit CIE kommen nun auch Kunden aus dem Pkw-Bereich hinzu, erklärt Luthra. Gemeinsam machen Mahindra und CIE fast drei Milliarden US-Dollar Umsatz. Auf dem Fahrzeugmarkt braucht man heute eine gewisse Größe und eine sehr wettbewerbsfähige Kostenstruktur, sagt Luthra. Deshalb ist es notwendig, Kooperationen dieser Art einzugehen. So will er Mahindra auf die nächste Welle der Konsolidierung der Zulieferindustrie vorbereiten. Industriegrenzen verschwimmen Selbst Zulieferer untereinander tun sich bisweilen schwer, ihre Unternehmenskulturen aufeinander einzustellen. Beim Zukunftsthema Elektromobilität kommen aber fast ausschließlich branchenfremde Kooperationspartner infrage. Denn die Industrie selbst hat wenig Know-how in Sachen Elektromotoren und chemisch komplizierte Hochleistungsakkus. Probleme sind absehbar. Die Zusammenarbeit von Elektronikzulieferer Bosch mit dem südkoreanischen Unternehmen Samsung ist im September 2012 gescheitert. Gerade hat Bosch aber einen weiteren Anlauf angekündigt, sich im Bereich Lithiumionenbatterien zu etablieren: Gemeinsam mit dem japanischen Akkuhersteller GS Yuasa und der Mitsubishi Corporation will Bosch sich im Bereich Elektro- und Hybridfahrzeuge besser aufstellen. Künftig müssen wir noch übergreifender zusammenarbeiten, ist 6 / AutomotiveNow

7 Fotos: Bosch; Johnson Controls; Bloomberg/Getty Images Wolf-Henning Schneider, Sprecher des Unternehmensbereichs Kraftfahrzeugtechnik, mit Blick auf die Elektromobilität überzeugt. Er glaubt, dass strombetriebene Autos ein Geschäftsfeld sein könnten, in dem Europa in Zukunft wieder eine Spitzenposition erreicht. Das Joint Venture soll seinen Sitz in Stuttgart haben und Anfang 2014 die Arbeit aufnehmen. Wir sind beeindruckt von den Aussichten des Automarkts in Indien. Anton Pradera, Geschäftsführer bei CIE Automotive SA Und die Kleinen? Wenn selbst Großkonzerne wie Mahindra und Bosch auf Kooperationen setzen müssen, sieht es für Unternehmen mit wenigen Hundert Beschäftigten und Standorten nur in der Heimat gänzlich hoffnungslos aus, sollte man meinen. Doch mitnichten: Cluster wie das Innovationsnetzwerk MAHREG Automotive mit Sitz in Barleben bei Magdeburg könnten die Antwort sein aus dem Wettbewerb InnoRegio der damaligen Bundesregierung hervorgegangen, haben sich inzwischen 90 Automobilzulieferer aus Sachsen-Anhalt in dem Cluster zusammengeschlossen. MAHREG, was für Magdeburg-Anhalt-Harz- Region steht, koordiniert gemeinsame Forschungsprojekte und macht Marketing und Öffentlichkeitsarbeit für die Mitglieder. Die Autozulieferer in Sachsen-Anhalt sind kleinteilig strukturiert, sagt MAHREG-Sprecher Jürgen Ude. Nur zwei Mitglieder hätten mehr als Mitarbeiter, viele haben nicht einmal zehn Angestellte. Wenn MAHREG gemeinsame Projekte mit Forschungsinstituten ins Leben ruft, etwa mit dem Institut für Kompetenz in AutoMobilität (IK AM) in Magdeburg, dann arbeiten mehrere Unternehmen zusammen mindestens eins hat den Marktzugang, baut etwa einen Prototyp. Dadurch, sagt Ude, hätten kleine Unternehmen die Chance auf eine professionelle Forschung und Entwicklung. Sie könnten Kontakte knüpfen. Und bekämen zusätzliche Aufträge. Gemeinsam sind sie eben stärker. Von Amerika in die Welt: Produktion von Autositzen im neuen JIT-Werk des US -Zulieferkonzerns Johnson Controls in Kecskemét, Ungarn. AutomotiveNow / 7

8 Business Partner: Zulieferer Globale Perspektive Automobilzulieferer stehen weltweit vor ähnlichen Herausforderungen. AutomotiveNow hat drei Zulieferunternehmen nach ihrer Strategie für die kommenden Jahre gefragt. Antworten von Hella aus Deutschland, Bridgestone aus Japan und Cummins aus den USA. USA NEIL PATTISON, Sales Director European Automotive Business von Cummins (Diesel- und Gasmotoren) Mit welchen Strategien bleiben Automobilzu lieferer in einem zunehmend globalisierten Markt wettbewerbsfähig? Welche neuen Geschäftsfelder und Märkte sollten Zulieferer dabei ins Auge fassen? Wie lässt sich das Geschäfts modell erweitern? Die Philosophie bei Cummins lautet: Auf die richtige Technologie kommt es an. Bei der Produktentwicklung nutzen wir Technologien, die genau auf die jeweilige Region, den betreffenden Markt und das gewünschte Segment abgestimmt sind, und liefern so optimale Lösungen für unsere Kunden. Unsere Lösungen kommen nicht von der Stange. Die Technologien, die wir für die in der Emissionsgesetzgebung führenden Regionen Europas und Nordamerikas entwickeln, werden anschließend in Ländern wie Brasilien, Russland, China oder Indien entsprechend dem jeweiligen Marktbedarf eingesetzt. Cummins ist in diesen Märkten schon seit vielen Jahren vertreten und war daher gut aufgestellt, um deren Expansion mitzutragen. Nachdem bei Partikeln und Stickoxiden den Abgashauptbestandteilen eine deutliche Verringerung erreicht wurde, zeichnet sich in der Branche nun ein Trend zur Verbesserung des Motorwirkungsgrades und der Fahrzeugeffizienz ab. Derzeit werden fortschrittliche Technologien wie Hybridantriebe, Elektrifizierung und Abwärmerück gewinnung entwickelt und getestet. Durch diese Technologien wird die Anwendungsmöglichkeit von Dieselmotoren in Nutzfahrzeugen um etliche Jahre verlängert. Der Anteil von Zulieferern an der Wertschöpfung ist in den vergan genen Jahren immer weiter gestiegen und liegt bald bei 70 oder gar 80 Prozent. Inwiefern verschieben sich dadurch die Macht verhältnisse zuungunsten der OEMs und zugunsten der Zulieferer? Bei Automobilzulieferern ist ein Trend hin zu einem umfassenderen Service angebot zu be o bachten. Was unternimmt Ihre Firma in dieser Hinsicht? Seit den 1970er-Jahren hat Cummins eine Reihe von Zulieferern für Teil systeme (Turbodieselmotoren, Abgasaufbereitung, Filterung, Kraftstoffsysteme usw.) eingegliedert, um mehr Kontrolle über das Endprodukt zu gewinnen und besser integrierte Lösungen für den Kunden zu bieten. Ein Teil unseres Wachstums stammt auch aus dem Verkauf dieser Komponenten an andere Hersteller mit integriertem Portfolio, die nicht unbedingt einen Motor von Cummins kaufen würden. Da viele unserer wichtigsten Kunden bereits ihre eigenen Motoren produzieren, müssen die Cummins- Produkte außerdem mit den Produkten dieser Kunden wettbewerbsfähig sein und genug Mehrwert besitzen, um als gute Grundlage für eine langfristige und beiderseits vorteilhafte Geschäftsbeziehung zu dienen. Cummins hat die Notwendigkeit erkannt, seine technischen Kompetenzen entsprechend auszubauen, um seine Kunden bei schwerwiegenden Veränderungen der Emissionsgesetzgebung begleiten zu können. Je strenger die Vorgaben, umso komplexer ist aus technischer Sicht die Installation. Unsere Ingenieure arbeiten mit dem Team des Kunden zusammen, um unsere Pro dukte für die einzelnen Installationen in produkttechnischer und elektronischer Hinsicht exakt auf die Kundenbedürfnisse zuzuschneiden. Unser Ziel ist es dabei, sowohl niedrige Emissionen als auch das bestmög liche Ergebnis bezüglich Wirkungsgrad und Betriebskosten zu erreichen. Fotos: Sashkin/ Fotolia; Cummins; Bridgestone; Hella Hueck 8 / AutomotiveNow

9 JAPAN HIROSHI YOSHIMORI, Vice President and Officer, Group Global Marketing Strategy and Motorsport, von Bridgestone (Reifen) Unsere Aufgabe ist es, Trends im Markt und im Wettbewerb zu erkennen und Veränderungen vorauszusehen. Hierzu fördern wir Innovationen und bemühen uns um die Schaffung von Kundennutzen durch die Steigerung des Umsatzes wettbewerbsfähiger Produkte und Dienstleistungen weltweit sowie den Auf- und Ausbau eines Geschäftsmodells, das über den reinen Warenverkauf hinausgeht. Wir entwickeln und fördern ein Geschäftsmodell, das über den reinen Warenverkauf hinausgeht. So bieten wir zum Beispiel ein Lösungspaket an, das neue Reifen, Runderneuerungs- und Wartungsservices, eine Zusammenarbeit innerhalb der Reifenbranche sowie beim Geschäft mit diversifizierten Produkten und vieles mehr beinhaltet. Wir sind leider nicht in der Lage, uns zur Verhandlungsposition von Zulieferern zu äußern. DEUTSCHLAND DR. ROLF BREIDENBACH, Vorsitzender der Geschäftsführung von Hella Hueck (Scheinwerfer, Karosserieelektronik) Für Zulieferer ist es wichtig, dort präsent zu sein, wo ihre Kunden sind. Weil sich das Geschäft der Automobilhersteller zunehmend globalisiert, ist das Thema Internationalisierung auch für Hella zu einem kritischen Erfolgsfaktor geworden. Daher haben wir frühzeitig begonnen, ein globales Netzwerk aufzubauen, sodass wir inzwischen in über 35 Ländern mit mehr als 100 Standorten vertreten sind. Dabei gehen wir mit Augenmaß vor. Denn als Familienunternehmen steht für uns nachhaltiges Wachstum im Vordergrund und nicht Wachstum um jeden Preis. Dazu gehört auch, dass wir uns auf unsere Kerngeschäftsfelder Licht und Elektronik konzentrieren. Die Automobilindustrie wird im Wesentlichen von drei zentralen Megatrends getrieben: Energieeffizienz, Sicherheit und Komfort. Daran wird sich auch in Zukunft aus unserer Sicht so schnell nichts ändern. Folglich haben wir unser Portfolio in den vergangenen Jahren konsequent auf diese Trends ausgerichtet und zahlreiche wegweisende Produktlösungen entwickelt. Letzten Endes sitzen Hersteller und Zulieferer im selben Boot: Beide wollen das Fahren sicherer, effizienter und komfortabler machen. Das geht häufig umso besser, je vertrauensvoller die Zusammenarbeit gestaltet wird. So resultieren viele wegweisende Innovationen aus einer engen Verzahnung beider Seiten. Mit der weiter zunehmenden Komplexität der Produkte wird die Vernetzung sicherlich noch intensiver werden. Für engagierte und innovationsstarke Zulieferer bieten sich hier hervorragende Möglichkeiten, Akzente zu setzen. Ja beispielsweise haben wir im Bereich Lkw- und Busreifen ein Gesamtlösungspaket entwickelt, das einerseits zu einem stabilen und komfortablen Betrieb beiträgt und dem Kunden Kosteneinsparungen ermöglicht und andererseits der gesellschaftlichen Forderung nach einer Senkung des Ressourcenverbrauchs und des CO 2 -Ausstoßes nachkommt. Sich neben Kosten, Qualität und Innovationskraft verstärkt über Serviceleistungen zu differenzieren, wird aus unserer Sicht immer wichtiger. Zumal sich hier auch vielfältige Ansatzpunkte und Möglichkeiten auftun. Wie wichtig ein leistungsstarkes Serviceangebot im Markt ist, sehen wir beispielsweise in unserem Aftermarket-Geschäft: Hier unterstützen wir unsere Werkstattpartner unter anderem mit technischen Hotlines und verkaufsfördernden Kampagnen. Darüber hinaus tragen unsere Diagnosesysteme und Werkstattausrüstungen maßgeblich dazu bei, die jeweils erforderliche Serviceleistung für jeden Fahrzeugtyp schnell und einfach zu ermitteln. AutomotiveNow / 9

10 Länderfokus: Mexiko Hausse im Hinterhof Fertig zum Verschiffen: Fahrzeuge von V W auf dem Pier. Über 80 Prozent der in Mexiko produzierten Autos gehen in den Export.

11 Fotos: H. Leue, Getty Images/Lonely Planet Images Fast heimlich hat sich Mexiko zum viertgrößten Autoexporteur der Welt gemausert. Und die Investitionen reißen nicht ab. Die Hersteller schätzen das günstige und gut ausgebildete Personal sowie die exportfreundlichen Freihandelsverträge, die das Land geschlossen hat. Mittlerweile fehlt es allerdings an Fachkräften und der Binnenmarkt bleibt ein Sorgenkind. Text: Klaus Ehringfeld San José Chiapa war bis vor Kurzem noch ein verschlafenes Dorf im Hinterland der mexikanischen Großstadt Puebla. Es gab nur wenige geteerte Straßen, aber viel freie Fläche. Nun werden die Straßen asphaltiert, und die freie Fläche wird unter Hochdruck bebaut. Denn hier entsteht das erste Werk der Audi AG in Mexiko. Das Ingolstädter Unternehmen will in San José Chiapa, 180 Kilometer südöstlich von Mexiko-Stadt, ab 2016 den Geländewagen Q5 vom Band rollen lassen Einheiten sind für den Anfang geplant. Ein großer Schritt für den Premiumhersteller, der das Fahrzeug bisher nur in Deutschland und in China fertigen ließ. Und ein weiterer Erfolg für die neue Automacht Mexiko. Anfang Mai 2013 erfolgte die Grundsteinlegung. Ein Festzelt auf einer Fläche so groß wie 400 Fußballfelder. Weißbier, mexikanische Mariachi-Bands, aber auch schwer bewaffnete Bundespolizisten. Die gehören in Mexiko immer dazu, wenn Politiker und Wirtschaftsbosse sich treffen, um etwas einzuweihen. Denn es war nicht nur der Vorsitzende des Vorstands der Audi AG, Rupert Stadler, gekommen. Auch der mexikanische Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo und der Gouverneur des Bundesstaates Puebla, Rafael Moreno, gaben sich die Ehre. Immerhin investiert Audi knapp eine Milliarde Dollar in den Aufbau der Fabrik. Viva México, viva Audi, rief Stadler bei der Grundsteinlegung. Aber von Mexiko aus hat der Audi-Boss vor allem einen Markt im Blick den im Norden. Die USA sind der zweitgrößte Automarkt der Welt und vor allem SUVs sind dort sehr beliebt. Und Mexiko ist nah, die Bedingungen für den Autobau sind hervorragend. Schwankungen wichtiger Währungen wie Euro und Yen gegenüber dem Dollar werden auch gleich abgefedert, wenn hauptsächlich im Dollar-Raum produziert wird. Zudem siedelt Audi sein Werk dort an, wo bereits der Mutterkonzern Volkswagen seit Jahrzehnten erfolgreich Autos baut und die Konzerntochter auf ein Netz von 70 Zulieferern zurückgreifen kann. Kaum 60 Kilometer von San José Chiapa entfernt liegt Puebla. Die Millionenstadt ist Mexikos Autozentrum. Die Marke Volkswagen hat hier ihr zweitgrößtes Werk und fertigt gleich drei Modelle für den Weltmarkt: den Beetle II, den Golf Variant und den Jetta VI. Zudem wird noch der Bora IV für den nationalen und den südamerikanischen Markt zusammengesetzt. Und Mitte 2014 soll in Puebla auch der Golf A7 vom Band laufen. Dafür haben die Wolfsburger nochmals 700 Millionen Dollar investiert. Denn auch Volkswagen setzt mit aller Macht auf Mexiko. In Puebla ist seit 2009 jedes Jahr eine neue Produktionslinie angelaufen. Der Ausstoß der Fahrzeuge hat sich verdoppelt. Vergangenes Jahr setzten die Arbeiter in Puebla Autos zusammen. Tendenz steigend. Wer in Mexiko Autos baut, dem steht (fast) die ganze Welt offen. Mexiko hat mehr als zwei Dutzend Freihandelsabkommen mit 44 Staaten in der Welt geschlossen. Von keinem Standort auf dem Globus aus kann man in so viele Länder zollfrei oder zollgünstig exportieren. Das gibt Mexiko fast ein Alleinstellungsmerkmal als Automobilproduzent. Nach Nordamerika liefert das Land seit 1994 über die Freihandelszone NAFTA, nach Europa seit 2000 mit dem EU-Freihandelsabkommen; auch nach Japan und Zentralamerika sowie in einige südamerikanische Länder verkauft Mexiko seine Autos bevorzugt und begünstigt. In erster Linie Exportplattform Doch Mexiko biete den Autobauern noch mehr Vorteile, sagen Vertreter deutscher Hersteller: Mexiko ist in der Kombination von Qualität und Preis im internationalen Vergleich sehr wettbewerbsfähig, betont Gerd Dressler, Geschäftsführer von BMW de México. Andreas Hinrichs, Vorstandsvorsitzender von VW de México, hebt erfahrene und gut ausgebildete Arbeiter, dabei vergleichsweise niedrige Löhne und ein dichtes Netz von Zulieferern hervor. Aber vor allem die Freihandelsverträge seien für ein AutomotiveNow / 11

12 Länderfokus: Mexiko Letzte Hand anlegen: Mitarbeiter bei der Qualitätskontrolle im Volkswagen -Werk Puebla. globales Unternehmen wie Volkswagen ein unschätzbarer Vorteil, betont Hinrichs. Mexiko ist in allererster Linie eine Exportplattform, hebt dann auch Eduardo Solís hervor, Chef des Branchenverbandes Asociación Mexicana de la Industria Auto- Die organisierte Kriminalität Der Hauptnachteil Mexikos ist die Bedrohung durch das organisierte Verbrechen, das in manchen Teilen des Landes so vor allem im Norden den Staat als Ordnungsmacht verdrängt hat. Nach Aussagen von Vertretern der Autobranche und Wirtschaftsrepräsentanten leiden die multinationalen Unternehmen jedoch nicht unter dem Problem. Niemand mache seine Investitionsentscheidung davon abhängig. Probleme mit der organisierten Kriminalität sind uns nicht bekannt, sagt auch Gerd Dressler, Geschäftsführer von BMW de México und zugleich Präsident der Deutsch-Mexikanischen Handelskammer CAMEXA. Auch wenn man in Mexiko vielleicht mehr Geld für Sicherheit ausgeben müsse, seien die Rahmenbedingungen und der Gesamtkontext für Investitionen sehr attraktiv, betont Dressler. motriz (AMIA). Über achtzig Prozent der in Mexiko gefertigten Fahrzeuge werden außerhalb der Landesgrenzen verkauft, die ganz große Mehrheit davon in den USA. Im ersten Halbjahr 2013 waren es rund 75 Prozent der gesamten mexikanischen Produktion. Nach Japan, Deutschland und Südkorea ist Mexiko inzwischen der viertgrößte Exporteur. Der Versuch der Branche, die Exporte zu diversifizieren, hatte in den vergangenen Jahren Fortschritte gemacht. Die Verkäufe nach Südamerika und Europa stiegen. Neben VW de México, das schon 30 Prozent der Produktion über den Atlantik verschifft, will auch Mazda ab kommendem Jahr einen Teil der Produktion seiner neuen Fabrik in Guanajuato nach Europa verkaufen. Lieferungen nach Lateinamerika stiegen 2011 um 55,9 Prozent von einem Anteil von 11,1 auf 15,0 Prozent am Gesamtvolumen. Aber vergangenes Jahr gab es einen Rückschlag. Da sich vor allem auf dem wichtigen Markt Brasilien wegen der starken Währung die Importe verbilligt haben, setzte das Land Importquoten für mexikanische Autos durch, die erst 2015 auslaufen. Der Boom beginnt gerade erst Mexikos Vorteil gegenüber anderen Standorten sei auch die hohe Produktivität, wie AMIA-Chef Solís betont. Sie liege um ein Drittel höher als beispielsweise in Brasilien. Dazu tragen auch die Löhne bei. Der Stundenlohn eines mexikanischen Autoarbeiters liegt nach offiziellen Statistiken zwischen vier und sieben US-Dollar, in Brasilien sind es sieben bis 13 Dollar. Hinzu kämen Kooperationen zwischen Unternehmen und Universitäten im Technologiebereich, ergänzt BMW-Geschäftsführer Dressler. Füh- Fotos: Volkswagen; picture alliance / AP Photo; Audi 12 / AutomotiveNow

13 rende Zulieferer betreiben zudem ihre Entwicklungszentren in Mexiko. Mit diesen Vorzügen hat sich Mexiko in den vergangenen Jahren zum neuen Schwergewicht der globalen Automobilindustrie entwickelt wurde der bisherige Rekord von 2,9 Millionen gebauten Fahrzeugen gebrochen, ein Plus von fast 13 Prozent gegenüber Für 2013 wird ein neuer Spitzenwert erwartet. Bis August waren es bereits 1,98 Millionen Autos. Und der Boom beginnt gerade erst. Audi ist der neunte Autobauer, der ins Land kommt. General Motors, Ford, Chrysler, Nissan, Honda, Toyota und Volkswagen fertigen mitunter schon seit 50 Jahren Autos in Mexiko. Zudem bauen Honda, Mazda, Nissan und Chrysler/Fiat Fabriken, die zwischen Ende 2013 und 2014 den Betrieb aufnehmen sollen und die Jahreskapazität um Einheiten erhöhen. Und selbst Daimler und BMW denken über eine Produktion in Mexiko nach. Während der mexikanische Wirtschaftsminister Guajardo den Münchner Autobauer schon fast sicher in Mexiko sieht, betont BMW, dass noch keine Entscheidung über ein Werk in Mexiko gefallen sei. Insgesamt haben nach AMIA-Angaben internationale Autohersteller in den vergangenen zehn Jahren mehr als 20 Milliarden Dollar in Mexiko investiert. Allein 2012 flossen fast 21 Prozent der ausländischen Direktinvestitionen in den Automobilsektor. Nach optimistischen Berechnungen der Branchenverbände soll Mexiko bis 2020 in der Lage sein, 4,1 Millionen Autos jährlich zu bauen. Das Land ist bereits jetzt der achtgrößte Autoproduzent der Welt hinter China, USA, Japan, Deutschland, Südkorea, Indien und Brasilien. Da in Mexiko schon seit den 1980er-Jahren in großem Stil Autos für den Export produziert werden, haben sich mittlerweile die meisten weltweit führenden Zulieferer dort angesiedelt Ausrüster gibt es, wovon rund 500 mexikanische Unternehmen sind, die sich vor allem um den Aftermarket kümmern. Mit den neuen Fabriken und Herstellern strömen weitere Ausrüster ins Land, andere erweitern ihre Standorte. Der mexikanische Industrieverband der Automobilzulieferer (INA) erwartet in der zweiten Jahreshälfte 2013 und im Jahr 2014 die Ansiedlung von 300 bis 400 neuen Zulieferern mit Investitionen von 1,5 Milliarden Dollar. Allein die neue Fabrik von Audi könnte nach Angaben des Verbandschefs Oscar Albín etwa 500 Millionen Dollar an Investitionen sowie die Ansiedlung von bis zu 50 Betrieben nach sich ziehen. Mexiko ist mittlerweile der fünftgrößte Teilefabrikant der Welt nach China, Japan, den USA und Deutschland. Südkorea haben wir schon abgehängt, freut sich INA-Chef Albín. BMW beliefert aus Mexiko seine Werke in den USA und in Deutschland mit Teilen. Schwacher Binnenmarkt Die große Nachfrage legt aber auch die Schwachstellen in der Zulieferindustrie frei. Denn schon jetzt sind bestimmte Materialien in Mexiko nicht oder nur schlecht verfügbar, die für die Branche unerlässlich sind. So müssen vor allem Stoffe und Leder importiert werden. Spezialstähle kommen sogar zu 80 Prozent aus dem Ausland. Internationale Stahlhersteller haben für die kommenden Jahre Investitionen von mehr als zehn Milliarden Dollar angekündigt, so unter anderem die japanische Nippon Steel und die argentinische Ternium. Grundsteinlegung: In San José Chiapa entsteht für 900 Millionen Euro ein neues Audi-Werk. Zudem fehlt es manch spezialisierten Zulieferern an geeignetem Fachpersonal. Vor allem Zulieferer aus dem Technologiebereich kommen nicht nach Mexiko, weil sie hier kein geeignetes Personal finden, sagt Albín. INA und die mexikanische Regierung verhandeln gegenwärtig über einen Fonds, um Facharbeiter auszubilden. Die Gespräche laufen vielversprechend, sagt der INA-Chef zuversichtlich. Auch Reifenhersteller investieren. Sie rüsten auf für die Belieferung der neuen Fabriken sowie für den Export. Nach der Inbetriebnahme einer ersten Fabrik im Jahr 2012 will Pirelli bis 2017 weitere 200 Millionen Dollar in die Ausweitung der Produktion in Mexiko stecken. Die japanische Yokohama Tire Corporation plant für die Belieferung von Mazda und Honda ein erstes Werk in Mexiko. Continental hat in Guadalajara im April 2013 den Grundstein für ein Entwicklungszentrum gelegt. AutomotiveNow / 13

14 Länderfokus: Mexiko Exportfertig: Nissan-Fahrzeuge warten im Hafen von Veracruz auf ihre Verschiffung. Fiesta Mexicana: Ein Arbeiter der Ford Motor Company montiert in Cuautitlan Izcalli an einer modernen Fertigungsstraße den neuen Ford Fiesta. Steuermann: Mitarbeiter von Delphi Delco Electronics bei der Lenkradmontage. So gut wie Mexiko als Exportplattform funktioniert, so schlecht ist der Inlandsmarkt aufgestellt. Der Absatz von Pkws und leichten Nutzfahrzeugen hinkt dem lateinamerikanischen Durchschnitt deutlich hinterher. In der Region werden etwa 19 bis 20 Pkws und leichte Nutzfahrzeuge je Einwohner verkauft in Mexiko sind es nur rund acht. Nach Angaben des Branchenverbands AMIA könnten doppelt so viele Autos verkauft werden, wenn die massive Einfuhr von Gebrauchtwagen aus den USA gestoppt würde. Sie mache den Markt kaputt, und die Mehrzahl der Fahrzeuge halte den Umweltrichtlinien ohnehin nicht stand. Ein starker Inlandsmarkt sei zudem als Puffer wichtig, wenn die nächste globale Krise die internationalen Absatzmärkte wieder einbrechen lasse, betont die AMIA. Neben den Billigimporten aus den USA sind auch die schlechte Verfügbarkeit von Krediten und die schwache Einkommensentwicklung für den schlappen Inlandsmarkt verantwortlich: 2012 waren 51 Prozent der Neukäufe kreditfinanziert, während es in Brasilien und Kolumbien 70 Prozent und in den USA 90 Prozent waren. Ende August 2013 trat in Mexiko eine neue CO 2 Norm in Kraft. Diese soll schrittweise ab dem Modelljahr 2014 zur Anwendung kommen. Die neue Norm trifft vor allem die US-Produzenten GM, Ford und Chrysler/Fiat, denn sie haben in ihrem Fahrzeugpark einen größeren Anteil an verbrauchsintensiven SUVs und Pick-ups. Volkswagen dürfte diese Norm nicht so stark tangieren. Für die Ökonomie der zweitgrößten Volkswirtschaft Lateinamerikas ist der Automobilsektor von vitaler Bedeutung, denn er ist inzwischen die dyna- mischste und wichtigste Branche. Er generiert 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, schafft direkte und Hunderttausende indirekte Arbeitsplätze. Vergangenes Jahr übertraf der Sektor mit 36 Milliarden Dollar nationaler Wertschöpfung den früher dominierenden Erdölsektor sowie die Deviseneinkünfte aus Tourismus und Überweisungen der Auslandsmexikaner. Chocolate Cars Chocolate Cars ist der scherzhafte Ausdruck für Gebrauchtwagen, die aus den USA nach Mexiko importiert werden. Der Import von Gebrauchtwagen ist einer der Nachteile, die Mexiko aus dem 1994 unterzeichneten NAFTA-Abkommen entstanden sind. Schätzungen zufolge wurden von 2005 bis 2013 circa sieben Millionen Fahrzeuge das entspricht ca Fahrzeugen jährlich legal oder illegal aus den USA nach Mexiko importiert. Es wird davon ausgegangen, dass diese Importfahrzeuge im Durchschnitt älter als 16 Jahre sind und zum großen Teil nicht den Anforderungen der mexikanischen Umweltschutzgesetze entsprechen. Wenn man bedenkt, dass in Mexiko pro Jahr circa eine Million Neuwagen verkauft werden, wäre theoretisch eine Verdopplung des inländischen Automarktes möglich. Bei einem Marktvolumen von schätzungsweise circa zwei Millionen Autos im Jahr wäre Mexiko, das zu den zehn größten Automobilmärkten der Welt gehört, nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Absatzmarkt interessant. Albrecht Ysenburg, Partner, Leiter Automobilindustrie Mexiko, KPMG in Mexiko Fotos: Bloomberg/Getty Images; K. Dannemiller/Corbis; B.Daemmrich/Corbis; KPMG 14 / AutomotiveNow

15 Best Practice: Innovation Inspiration Libellenflug: Festo untersucht, wie Prinzipien aus der Natur in der Automatisierungstechnik Anwendung finden können. Neue Spielregeln Vor allem im Premiumsegment sind Innovationen enorm wichtig für die Marken identität von Autoherstellern. Immer mehr Elektronik, unter- schiedliche ästhetische Vorstellungen im Westen und in Asien sowie immer kürzere Innovationszyklen lassen Forschung und Entwicklung indes komplexer werden. Die Industrie versucht sich an neuartigen Ansätzen. Text: David Selbach Foto: Festo wicklungschef Christoph Grote diskutieren. Was der daraus machen wird, bleibt vorerst sein Geheimnis. Entscheidend ist etwas anderes: nämlich dass BMW Kunden, Lieferanten und Wissenschaftler überhaupt nach ihrer Meinung fragt. Das Ohr an der Community Über das Co-Creation Lab lobt BMW regelmäßig Ideenwettbewerbe im Internet aus, lädt interessierte Laien ein, Innenraumdesigns oder neue Onlinekonfi guratoren vorzuschlagen. Bei der Suche nach der Ur ban Driving Experience 2025, also zukünftigen Mobi litätskonzepten, ging der Hersteller noch einen Schritt weiter und tat sich mit dem US-Start-up Local Motors zusammen. Local Motors vertritt ein radikal neues Geschäftsmodell und versucht, das Open-Source- Carsharing als Computerspiel: Geht es nach Anthony Franze aus dem australischen Adelaide, dann kann man sich bei BMW-Mietwagen im Jahr 2025 von Level zu Level hocharbeiten. Anfänger bekommen eine Bronze-Mitgliedschaft und dürfen erst einmal nur Kleinwagen oder Roller ausleihen. Wer nach einiger Zeit den zweiten oder dritten Level für sich herausgefahren hat, erhält Geländewagen oder Oberklassefahrzeuge. Und wer genügend Erfahrung mit Sportwagen gesammelt hat, darf sogar Konzeptfahrzeuge ausprobieren oder an einem Fahrertraining teilnehmen. Franzes Carsharingkonzept heißt Reward Me, und der Münchener Autobauer BMW belohnte es Ende 2012 mit einem Preisgeld von US-Dollar. Franze durfte nach München reisen und seine Idee dort mit BMW-Ent- AutomotiveNow / 15

16 Best Practice: Innovation Prinzip auf den Fahrzeugbau zu übertragen. Das Unternehmen stellt Teilelisten und Bauanleitungen zur Verfügung, der Kunde baut sich den SUV Rally Fighter selbst. Local Motors richte sich extrem am Kunden aus, sagt Matthias Meyer, BMWs Projektleiter für die Urban Driving Experience. Wegen des besonderen Geschäftsmodells verfügen die Amerikaner aber vor allem über eine extrem autoaffine Internetgemeinde mit Mitgliedern. Es war sehr wertvoll für BMW, sich direkt mit dieser Community auszutauschen, resümiert Meyer. Die Zeiten, in denen technikversessene Ingenieure allein am Prüfstand tüftelten, sind vorbei. Heute dient die Technik einem Zweck. Die Anwendung rückt in den Fokus, bestätigt Peter Post, Leiter Corporate Research and Technology beim Maschinenbauer Festo im schwäbischen Esslingen, der Dass sich das Topmanagement höchstpersönlich um Innovationen kümmert, ist Grund- mit seinen Anlagen sowohl OEMs als auch Zulieferer unterstützt. Prägend voraussetzung in einer Industrie, wesentlich offenerer Ansatz. Die Fahrzeugindustrie versucht sich an deren Image sich bei Mitarbeitern, Lieferanten und essenziell von Kunden um, versucht, die Intelligenz Neuheiten lebt des Schwarms zu nutzen. BMW sieht sich dabei als Vorreiter; auch Festo insbesondere im setzt seit Jahren auf das Konzept. So erhalten wir von vornherein unter- Premiumsegment. für die heutige Forschungsarbeit ist ein Open Innovation (siehe Kasten), hört schiedliche Sichten auf Problemstellungen und können gezielt Lösungen für den Markt generieren, sagt Post. Zusätzlich sieht das Innovationsmanagement des schwäbischen Technikkonzerns einen Future Radar vor, bei dem Festo Szenarien für die kommenden zehn oder 20 Jahre entwirft, um wichtige Trends frühzeitig zu erkennen. Keinen Trend mehr verschlafen Die Branche will nicht noch einmal Themen verpassen wie den Trend zum Carsharing oder die Elektrifizierung des Antriebsstrangs. Natürlich waren die OEMs über diese Dinge im Bilde, erklärt Antonino Ardilio, Leiter Technologiemanagement am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in Stuttgart. Aber da wurde falsch priorisiert. Oft aus technologischer Sicht und nicht aus Sicht des Kunden. Jetzt ist alles anders. Die Elektronik tritt in den Vordergrund und das nicht nur, weil Hybrid- und Elektrofahrzeuge mit Strom statt Benzin betrieben werden. Das Auto muss sich heute auch ins Ökosystem des Kunden einfügen, meint Ardilio. Der stelle sich Fragen wie: Hat der Wagen USB-Anschluss? Welche Schnittstellen zum Smartphone gibt es? Ist er internetfähig? Das bedeutet, dass sich Fahrzeugbauer immer öfter mit IT-Firmen und den Herstellern von Unterhaltungselektronik zusammentun. Bluetooth, Wi-Fi oder 3G-Internet sind ja keine Domäne eines OEMs, erklärt Ardilio. In der neuen S-Klasse von Mercedes ist ein dreidimensionaler Raumklang von Burmester verbaut; viele OEMs bieten kostenpflichtige Online-Fahrerassistenzsysteme oder Internetflatrates für ihre Wagen an Technik von Partnern. Dreidimensionaler Raumklang: Anlage von Burmester, verbaut in einem Mercedes-Benz S 65 AMG (V 222) Lange Zyklen treffen auf kurze Die neue Dominanz der Elektronik hat eine zweite Folge: Die langen Innovationszyklen in der Autobranche müssen mit den kurzen Zyklen im Multimediabereich synchronisiert werden, so Ardilio. Bosch etwa hat gemeinsam mit Cadillac eine Open-Source-Plattform für Infotainment-Systeme entwickelt. Auch unabhängige Softwareentwickler können Apps dafür schreiben. Solche Plattformen müssen regelmäßig aktualisiert werden. Das Innovationsmanagement wird also dezentraler, auch komplexer. Fahrzeugbauer und ihre Zulieferer kommen nicht um IT-Systeme herum, die solche Prozesse beherrschbar machen. Einer der wichtigsten Softwareanbieter in diesem Bereich ist Hype Innovati- Fotos: Daimler; Local Motors; BMW 16 / AutomotiveNow

17 Open-Source- Prinzip im Autobau: Gemeinsam mit dem US -Start-up Local Motors entwickelte BMW den Rally Fighter, den sich der Kunde selbst zusammenbaut. on, die Firma des früheren Daimler-Entwicklers Enno Scholz. Er arbeitet unter anderem für Audi, General Motors, PSA, Volkswagen und Volvo, aber auch für namhafte Zulieferer wie Bosch, Brose, Knorr-Bremse, Mahle und Osram Sylvania. Die standardisierten Abläufe von Plattformen wie Hype erlauben es Unternehmen, ihre Mitarbeiter und Partner, aber auch Kunden in die Ideenfindung einzubinden, ohne den Überblick zu verlieren. Es geht um wiederholbare, skalierbare Innovationsleistungen, meint Scholz. Er hat im Laufe der Jahre bei seinen Projekten beobachtet: Die Unternehmensspitze muss das Thema Innovation vorantreiben. Der CEO erfolgreicher OEMs und Zulieferer ist oft ein innovativer Autoenthusiast, der wie ein Vorbild wirkt. Dass sich das Topmanagement höchstpersönlich um Innovationen kümmert, ist für Scholz Grundvoraussetzung in einer Industrie, deren Image essenziell von Neuheiten lebt insbesondere im Premiumsegment. Wenn es um Kosteneinsparungen und Prozessverbesserungen geht, sagt Scholz, dann genüge es vielleicht, Innovationen rein auf der Arbeitsebene ablaufen zu lassen, ohne dass die Führung genauer hinschaut. Das ist aber ganz anders, wenn neue Produkteigenschaften oder Geschäftsfelder berührt sind. Die Komplexität von Forschung und Entwicklung steigt auch deshalb, weil sich der Nachfrageschwerpunkt in Richtung Asien verschiebt. Längst schon haben europäische und US-amerikanische OEMs dort Forschungszentren eröffnet: Daimler etwa betreibt seinen Standort Mercedes-Benz Research and Development India (MBRDI) in Bangalore schon seit Inzwischen arbeiten hier rund Ingenieure und IT-Spezialisten und unterstützen den Mutterkonzern als interner Entwicklungsdienstleister beim digitalen Bauteildesign und mit virtuellen Tests. Fernöstliche Hupen mit Ausdauer In Zukunft wird MBRDI vermehrt auch globale Daimler-Produkte an den indischen Markt anpassen, sagt Managing Director Jens Cattarius. Heute ist Indien als Markt noch in der Findungsphase, aber das wird sich schnell ändern. Dann haben wir durch unsere Präsenz hier einen großen Vorteil. Die ersten Impulse konnten Cattarius und sein Team dem Konzern schon geben, wenn auch im Kleinen: MBRDI-Leute haben neue Hupen für in Indien verkaufte Autos entwickelt. Denn auf dem Subkontinent das mussten vor Mercedes-Benz auch schon andere westliche OEMs feststellen hupen Autofahrer permanent, an einem Tag etwa so oft wie Deutsche in einem ganzen Jahr. Das hält die normale westliche Hupe nicht lange aus. Und ein Auto ohne Hupe ist in Indien nun mal nicht denkbar. Open Innovation Open Innovation ist ein Prozess der Ideenfindung, Forschung und Entwicklung, bei dem nicht mehr nur wenige Insider aus der Industrie neue Techniken und Produkte hervorbringen, sondern bei dem auch externes Wissen gesammelt und aufgenommen wird. Über Ideenwettbewerbe, soziale Netzwerke oder Zulieferkooperationen laden Unternehmen Mitarbeiter, Geschäftspartner oder sogar Kunden ein, ihre Ideen einzubringen. In der Automobilindustrie steht Open Innovation erst am Anfang. BMW bezieht im Co-Creation Lab Kunden ins Innovationsmanagement ein, Volkswagen unterhält das Forum Innovation mit Lieferanten und die Concept Teams, bestehend aus Mitarbeitern. AutomotiveNow / 17

18 Expertise: Steuern aktuell Eine Frage der Gestaltung Vertrieb über das Internet, Flottenverkäufe und Carsharing: Neben dem klassischen Autohaus entwickeln sich für Kunden immer mehr Möglichkeiten, ein Auto zu erwerben. Die Automobilhersteller schlagen diese neuen Absatzwege ein, um dem Kundenbedürfnis nach mehr Markenerlebnis Rechnung zu tragen. Zugleich ziehen die innovativen Vertriebskanäle eine Reihe steuerlicher Konsequenzen nach sich, für die sich die OEMs wappnen müssen. Text: Brigitte Romani, KPMG rooms, Pop-up-Stores, temporäre Läden und Pavillons sind die Autohäuser für die ipad-generation. Gefesselt von der dargebo tenen Visualisierung so das Kalkül, soll der Kunde direkt einen Kaufvertrag abschließen. Inzwischen haben Audi mit der Audi City und BMW mit dem i Store digitale Showrooms in London eröffnet. Das Geschäftsmodell kommt an bis 2015 sind weitere Showrooms in den zentralen Lagen der Metropolen geplant. Mit einer weiteren Strategie sorgt BMW derzeit für Aufsehen. Sogenannte Mobile Sales Forces sollen den Vertrieb ins Wohnzimmer der Kunden bringen. Diese Form ist nicht an Ver- Auf dem Weg zum vollständigen Onlinehandel stoßen die Hersteller bereits heute Pilotprojekte an. Daher ist es nur eine Frage der Zeit, bis das gesamte Produktportfolio im Netz zur Verfügung steht. Daimler beispielsweise hat in China bereits binnen Stunden 666 Smart in einer Tranche online verkauft. Weitere Hersteller wie BMW oder Hyundai ziehen nach und wollen für ihre Modelle e i n e n e i g e n e n O n l i n e v e r t r i e b e r ö f f n e n. Aber auch der physische Vertrieb dreht immer hochtouriger und löst sich zunehmend vom klassischen Autohaus: Show- Fotos: Audi; BMW; V W; KPMG 18 / AutomotiveNow

19 tragshändler gebunden. Vielmehr sind es freie Mitarbeiter, die Verträge für und mit den Herstellern direkt vermitteln und sogar abschließen. Diese neuen Vertriebsformen ziehen eine Reihe von steuerlichen Überlegungen nach sich und bergen eine Menge Arbeit für die Steuerabteilungen der Automobilkonzerne. Eine enge Kommunikation der Steuerfunktion mit dem Vertrieb ist notwendig. Präventives statt reaktives Handeln ist gefordert. Eine Hauptfrage wird immer häufiger sein, ob Betriebsstätten gegründet werden. Showrooms, Pop-up-Stores und ähnliche Lokalitäten bilden die Basis, von der aus das Geschäft lokal betrieben wird. Steuerlich entscheidend ist, wer lokal tätig wird. Wobei nicht allein ausschlaggebend ist, ob eine lokale Einheit die Räumlichkeiten anmietet, sondern auch, welche Unternehmenseinheit das Verkaufspersonal stellt. Und noch viel wichtiger ist, mit welchem Briefkopf die Kaufverträge versehen sind. Auch der Standort des Servers für den Onlinehandel will sorgfältig ausgewählt sein. Denn je nach Ausgestaltung kann der Aufstellungsort des Servers als Betriebsstätte qualifiziert werden. Betriebsstätten verursachen einen erheblichen Compliance- Aufwand. Sie müssen lokal bei den Steuerbehörden und eventuell zudem an die Ordnungsämter gemeldet werden; der Geschäftserfolg muss fiskalisch zwischen dem Stammhaus und der Betriebsstätte respektive den Betriebsstätten aufgeteilt werden. Einführung des Authorized OECD Approach Die Regeln zur Betriebsstättengewinnermittlung befinden sich zudem aktuell durch die Einführung des sogenannten Authorised OECD Approach im Umbruch. Betriebsstätten werden steuerlich als eigenständig fingiert, vergleichbar einer Personengesellschaft. Aufgrund dieser steuerlichen Eigenständigkeitsfiktion ist eine Reihe von Dokumentationen zu erstellen, die über eine reine Betriebsstättenbuchhaltung hinausgehen. So soll dokumentiert werden, welches Personal für welchen Zeitraum und für welche Tätigkeiten einer Betriebsstätte zugeordnet wird. Auf dieser Basis sollen die einzelnen Vermögensgegenstände des Unternehmens entweder dem Stammhaus oder eben der Betriebsstätte zugeordnet werden. Erst wenn diese Schritte vollzogen wurden, werden die identifizierten Vermögensgegenstände in der Betriebsstättenbuchführung erfasst. Die mit diesen Vermögensgegenständen und den sonstigen mit dem zugehörigen Personal zusammenhängenden Erträge und Aufwendungen werden ebenfalls in der Betriebsstättenbuchführung aufgeführt. Bei einer sorgfältigen Planung kann die Anrechnung zusätzlicher Betriebsstätten vermieden oder ihre nachteiligen Auswirkungen auf die Steuerlast abgemildert werden. Showrooms und ähnliche Lokalitäten sollten vollständig von einer eigenständigen Konzerngesellschaft betreut werden. Dies umfasst die Anmietung der Räumlichkeiten, die Ausstattung, die Personalverantwortung sowie auch den Abschluss der Kundenverträge. Wird beispielsweise das Konzept zentral entwickelt und die Geschäftsausstattung zentral erworben, so sollte die lokale Gesellschaft die Konzernzentrale für das Konzept vergüten und die Geschäftsausstattung zu fremdüblichen Bedingungen a n m i e te n. Entsprechendes gilt für das Personal: Soweit die Mitarbeiter Angestellte der Konzernzentrale sind, sollte eine Personalüberlassung vereinbart werden. Und schließlich sollte als Vertragspartner für die Kundenverträge nicht die Konzernzentrale, sondern die lokale Konzerngesellschaft auftreten. Die Einbeziehung der lokalen Konzerngesellschaft in das Vertriebskonzept der Konzernzentrale führt unmittelbar zum Verrechnungspreisthema. Die Entwicklung des Showroomkonzepts, die organisatorische Unterstützung durch die Konzernzentrale, die Personalgestellung und schließlich auch Finanzierungsleistungen sind in das Verrechnungspreissystem des Konzerns einzubinden und in der Dokumentation abzubilden. Diese Dokumentation lässt sich in der Regel leichter bewerkstelligen als die oben beschriebenen Aufgaben im Zusammenhang mit Betriebsstätten. Es muss lediglich das Verrechnungspreisgefüge im Konzern bedacht und beachtet werden. Bei diesen neuen Vertriebsformen rückt auch die Umsatzsteuer in den Fokus der Betrachtung. So gelten bei direkter Endkundenlieferung durch eine ausländische Tochtergesellschaft die online bestellten Neuwagen als Importe, die im besonderen Verfahren der Fahrzeugeinmalbesteuerung der deutschen Umsatzsteuer unterliegen. Der stolze neue Fahrzeugbesitzer muss binnen zehn Tagen einen entsprechenden Vordruck beim zuständigen Wohnsitzfinanzamt einreichen, um einer ansonsten möglichen Einziehung des Fahrzeugscheins zu entgehen. Hierbei ergeben sich zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten, um auch unter Beachtung von Re- oder Eigenimporten die günstigste umsatzsteuerliche Regelung für die Hersteller sowie für die Kunden zu erreichen. Abschließend lässt sich festhalten, dass auf die Steuerabteilungen der Automobilkonzerne ein erheblicher Mehraufwand zukommt, der entsprechenden Planungsbedarf voraussetzt, damit auch in Zukunft die mühsam gewonnene Umsatzrentabilität nicht durch Steuernachteile vernichtet wird. Zur Autorin Brigitte Romani begann ihre Tätigkeit bei KPMG Seit 1999 ist sie Partner im Bereich Internationales Steuerrecht bei KPMG in Frankfurt und betreut schwerpunktmäßig international ausgerichtete Konzerne bei der Erfüllung ihrer steuerlichen Verpflichtungen. Als Global Automotive Tax Leader ist Brigitte Romani Leiterin des weltweiten Automotive-Teams für den Bereich Steuern. Sie verfügt speziell über Erfahrungen in der strukturellen Beratung von international operierenden Unternehmensgruppen im Automotivebereich. Dabei legt sie ihr Augenmerk auf Themen, die sich über verschiedene Dienstleistungsbereiche erstrecken, wie sie zum Beispiel im Kontext von Restrukturierungen und Kooperationen auftreten. Lesen Sie mehr zu den aktuellsten Entwicklungen und neuen Vertriebskonzepten im Autohandel in der KPMG -Studie: Global Automotive Retail Market (Englisc sch, September 2013) Weitere Publikationen unter ww.kpmg.de, Branchen, Automobilindustrie AutomotiveNow / 19

20 Know-how: Elektromobilität UNTER STROM Die Autobranche steht vor einer Übergangszeit, die von der Koexistenz unterschiedlicher Antriebstechnologien geprägt sein wird. Gewinner dieses Trends werden finanzstarke Lieferanten sein. Denn die E-Mobilitätsforschung erfordert hohe und langfristige Investitionen. Text: Daniel Müller, KPMG Hochspannung: Im Projekthaus Hochvolt- Batterie bei Audi in Ingolstadt arbeiten erstmals Entwicklung, Produktion und Partnerfirmen gemeinsam am Prototypenbau von Lithiumionenbatterien. 20 / AutomotiveNow

Autoindustrie verliert Dominanz in der E-Auto-Forschung

Autoindustrie verliert Dominanz in der E-Auto-Forschung Grünecker E-Auto-Patentindex 2013 Seite 1 von 8 Autoindustrie verliert Dominanz in der E-Auto-Forschung Neuer Höchststand bei Patentanmeldungen für Elektro-Autos Kerntechnologien des E-Autos kommen immer

Mehr

Rede Dr. Norbert Reithofer Vorsitzender des Vorstands der BMW AG Telefonkonferenz Zwischenbericht zum 31. März 2012 3. Mai 2012, 10:00 Uhr

Rede Dr. Norbert Reithofer Vorsitzender des Vorstands der BMW AG Telefonkonferenz Zwischenbericht zum 31. März 2012 3. Mai 2012, 10:00 Uhr 03. Mai 2012 - Es gilt das gesprochene Wort - Rede Dr. Norbert Reithofer Vorsitzender des Vorstands der BMW AG 3. Mai 2012, 10:00 Uhr Guten Morgen, meine Damen und Herren! 2016 wird BMW 100 Jahre alt.

Mehr

Rede Dr. Norbert Reithofer Vorsitzender des Vorstands der BMW AG Telefonkonferenz Zwischenbericht zum 31. März 2014 6. Mai 2014, 10:00 Uhr

Rede Dr. Norbert Reithofer Vorsitzender des Vorstands der BMW AG Telefonkonferenz Zwischenbericht zum 31. März 2014 6. Mai 2014, 10:00 Uhr 6. Mai 2014 - Es gilt das gesprochene Wort - Rede Dr. Norbert Reithofer Vorsitzender des Vorstands der BMW AG 6. Mai 2014, 10:00 Uhr Guten Morgen, meine Damen und Herren! Im Jahr 2014 stellen wir zwei

Mehr

Rede Dr. Norbert Reithofer Vorsitzender des Vorstands der BMW AG Telefonkonferenz Zwischenbericht zum 30. September 2014 4. November 2014, 10:00 Uhr

Rede Dr. Norbert Reithofer Vorsitzender des Vorstands der BMW AG Telefonkonferenz Zwischenbericht zum 30. September 2014 4. November 2014, 10:00 Uhr 4. November 2014 - Es gilt das gesprochene Wort - Rede Dr. Norbert Reithofer Vorsitzender des Vorstands der BMW AG 4. November 2014, 10:00 Uhr Guten Morgen, meine Damen und Herren! Auf fünf Punkte gehe

Mehr

Automobilindustrie. Bayerns umsatzstärkste Industriebranche. Ort, Datum, ggf. Referent

Automobilindustrie. Bayerns umsatzstärkste Industriebranche. Ort, Datum, ggf. Referent Bayerns umsatzstärkste Industriebranche. Ort, Datum, ggf. Referent Motor der globalen Wirtschaft. Die weltweite Automobilproduktion fährt im stabilen Aufwärtstrend. Bayern partizipiert daran überdurchschnittlich

Mehr

Banken der Automobilhersteller: Mehr Kunden denn je setzen auf Autofinanzierung

Banken der Automobilhersteller: Mehr Kunden denn je setzen auf Autofinanzierung Pressemitteilung Banken der Automobilhersteller: Mehr Kunden denn je setzen auf Autofinanzierung! Vertragsvolumen 2013 auf über 90 Milliarden Euro ausgebaut! Neugeschäft bleibt trotz angespannten Marktumfelds

Mehr

Erfolgreiche Internationalisierung für kleine und mittlere Unternehmen

Erfolgreiche Internationalisierung für kleine und mittlere Unternehmen B a u s t e i n e Erfolgreiche Internationalisierung für kleine und mittlere Unternehmen Nutzen Sie die Chancen der Internationalisierung Die großen internationalen Konzerne solche Ausdrücke können den

Mehr

Faurecia steigert konsolidierte Umsätze im ersten Quartal 2014 um 7 Prozent auf Vergleichsbasis

Faurecia steigert konsolidierte Umsätze im ersten Quartal 2014 um 7 Prozent auf Vergleichsbasis Nanterre (Frankreich), 17. April 2014 Faurecia steigert konsolidierte Umsätze im ersten Quartal 2014 um 7 Prozent auf Vergleichsbasis Faurecia erwirtschaftete mit 4.518,2 Millionen Euro konsolidierten

Mehr

Junge Deutsche können oder wollen sich keinen Neuwagen mehr leisten

Junge Deutsche können oder wollen sich keinen Neuwagen mehr leisten 12.05.2015, Junge Deutsche können oder wollen sich keinen Neuwagen mehr leisten Deutschlands Neuwagenkäufer werden immer älter. Drei Viertel älter als 45 Jahre. Duisburg. Wer sich dieses Jahr in Deutschland

Mehr

Jahrespressekonferenz der AUDI AG

Jahrespressekonferenz der AUDI AG Jahrespressekonferenz der AUDI AG Jahrespressekonferenz der AUDI AG Rupert Stadler Vorsitzender des Vorstands der AUDI AG Auslieferungen an Kunden, Marke Audi 2009 2010 Veränderung Januar 56.138 77.821

Mehr

Das Unternehmen STIHL. Wegweisend seit über 80 Jahren

Das Unternehmen STIHL. Wegweisend seit über 80 Jahren Das Unternehmen STIHL. Wegweisend seit über 80 Jahren STIHL Der Erfolg eines Familienunternehmens. Bei der Gründung des Unternehmens vor nunmehr 84 Jahren stand der Gedanke, mit Hilfe einer Maschine die

Mehr

Statement ZVEI-Präsident Friedhelm Loh. PK 5. Juni 2013, 9.00 Uhr, Berlin. Sehr geehrte Damen und Herren,

Statement ZVEI-Präsident Friedhelm Loh. PK 5. Juni 2013, 9.00 Uhr, Berlin. Sehr geehrte Damen und Herren, Statement ZVEI-Präsident Friedhelm Loh PK 5. Juni 2013, 9.00 Uhr, Berlin Sehr geehrte Damen und Herren, in drei Monaten wird der neue Bundestag gewählt. Wir entscheiden über die Politik, die Deutschland

Mehr

AutomotiveSUSTAINABILITY 2013 Umwelttrends der globalen Automobilhersteller in der Produktion

AutomotiveSUSTAINABILITY 2013 Umwelttrends der globalen Automobilhersteller in der Produktion +++ NEWSLETTER des Center of Automotive Management (CAM) +++ NEWSLETTER des Center of Automotive Man +++ CAM-NEWSLETTER Februar 2014 AutomotiveSUSTAINABILITY 2013 Umwelttrends der globalen Automobilhersteller

Mehr

Sehr geehrter Herr Botschafter

Sehr geehrter Herr Botschafter Es gilt das gesprochene Wort Rede der Staatsministerin für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen in der Bayerischen Staatskanzlei Dr. Beate Merk, MdL, bei der Veranstaltung India-Germany-Business

Mehr

Collaboration in der Automobil- & Fertigungsbranche

Collaboration in der Automobil- & Fertigungsbranche PAC DOSSIER Collaboration in der Automobil- & Fertigungsbranche Zusammenkunft ist ein Anfang. Zusammenhalt ist ein Fortschritt. Zusammenarbeit ist der Erfolg. (Henry Ford) Aufgrund der zunehmenden Dezentralisierung

Mehr

Investitionen weltweit finanzieren. Erweitern Sie Ihre Möglichkeiten mit uns.

Investitionen weltweit finanzieren. Erweitern Sie Ihre Möglichkeiten mit uns. Investitionen weltweit finanzieren Erweitern Sie Ihre Möglichkeiten mit uns. Agenda 1. Die Deutsche Leasing AG 2. Globalisierung 2.0 3. Sparkassen-Leasing International 4. Best Practice 5. Fragen & Antworten

Mehr

Investitions-Outsourcing in der Automobilindustrie

Investitions-Outsourcing in der Automobilindustrie Investitions-Outsourcing in der Automobilindustrie Lösungsansätze für Entwicklungsprojekte von Automobilzulieferern Automotive Rheinland: Workshop Finanzierungen Dienstag, 13. November 2007, 16.30 Uhr,

Mehr

SIPLACE FED Marktprognosen und deren Einflussfaktoren Der Elektronikmarkt heute Stephanie Pepersack Oktober 2014

SIPLACE FED Marktprognosen und deren Einflussfaktoren Der Elektronikmarkt heute Stephanie Pepersack Oktober 2014 SIPLACE FED Marktprognosen und deren Einflussfaktoren Der Elektronikmarkt heute Stephanie Pepersack Oktober 2014 Wirtschaft und Gesellschaft verändern sich schneller als jemals zuvor? Telekommunikation:

Mehr

Big Data Vernetzung E-Mobilität Der Megatrend in der Autobranche

Big Data Vernetzung E-Mobilität Der Megatrend in der Autobranche Big Data Vernetzung E-Mobilität Der Megatrend in der Autobranche München, 16. Mai 2013 - Kempinski Airport Hotel München Sponsoren: 21.02.2013 Die zentralen Konferenzthemen Braucht das neue Automobil einen

Mehr

Eine Analyse des Markt-, Innovations- und Finanzerfolgs der 16 globalen Automobilhersteller

Eine Analyse des Markt-, Innovations- und Finanzerfolgs der 16 globalen Automobilhersteller Version 1.00 CAM Newsletter August 2014 AutomotivePERFORMANCE 2014 Eine Analyse des Markt-, Innovations- und Finanzerfolgs der 16 globalen Automobilhersteller Center of Automotive Management (CAM) Prof.

Mehr

Werkseröffnung Chattanooga; Rede von Ray LaHood, US-Bundesminister für Verkehr

Werkseröffnung Chattanooga; Rede von Ray LaHood, US-Bundesminister für Verkehr Werkseröffnung Chattanooga; Rede von Ray LaHood, US-Bundesminister für Verkehr Herzlichen Dank! Ich freue mich außerordentlich, hier zu sein. Ich weiß, dass unsere Freunde von Volkswagen Präsident Obama

Mehr

Zuerst zu Open Source wechseln

Zuerst zu Open Source wechseln Zuerst zu Open Source wechseln Zuerst zu Open Source wechseln Inhaltsverzeichnis Zuerst zu Open Source wechseln... 3 In die Mitte.... 4 Veränderungen in der Wirtschaftlichkeit der IT.... 6 2 Zuerst zu

Mehr

Collaboration in der Automobil- & Fertigungsbranche

Collaboration in der Automobil- & Fertigungsbranche PRESSEMITTEILUNG Collaboration in der Automobil- & Fertigungsbranche München, 22. April 2008 Aufgrund der zunehmenden Dezentralisierung von Produktionsstandorten und der Tendenz vertikale Wertschöpfungsketten

Mehr

Rede Dr. Norbert Reithofer Vorsitzender des Vorstands der BMW AG Telefonkonferenz Zwischenbericht zum 30. September 2011 3. November 2011, 10:00 Uhr

Rede Dr. Norbert Reithofer Vorsitzender des Vorstands der BMW AG Telefonkonferenz Zwischenbericht zum 30. September 2011 3. November 2011, 10:00 Uhr 03. November 2011 - Es gilt das gesprochene Wort - Rede Dr. Norbert Reithofer Vorsitzender des Vorstands der BMW AG 3. November 2011, 10:00 Uhr Guten Morgen, meine Damen und Herren! Die BMW Group ist auf

Mehr

Top-Zielländer für M&A-Investitionen

Top-Zielländer für M&A-Investitionen Wachstum weltweit: Top-Zielländer für M&A-Investitionen von DAX- und MDAX-Unternehmen Fusionen und Übernahmen von DAX- und MDAX-Unternehmen 2004 13: Top-Zielländer nach Anzahl der Transaktionen 493 Mrd.

Mehr

Aktien: Deutsche Konzerne wieder deutsch

Aktien: Deutsche Konzerne wieder deutsch Aktien: Deutsche Konzerne wieder deutsch 1. Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler sollen... 1. den Anteil deutscher Aktionäre an den DAX-Unternehmen ermitteln. 2. die in diesem Zusammenhang zu beobachtenden

Mehr

Rede Harald Krüger Vorsitzender des Vorstands der BMW AG Telefonkonferenz Zwischenbericht zum 30. Juni 2015 4. August 2015, 10:00 Uhr

Rede Harald Krüger Vorsitzender des Vorstands der BMW AG Telefonkonferenz Zwischenbericht zum 30. Juni 2015 4. August 2015, 10:00 Uhr 4. August 2015 - Es gilt das gesprochene Wort - Rede Harald Krüger Vorsitzender des Vorstands der BMW AG 4. August 2015, 10:00 Uhr Guten Morgen, meine Damen und Herren! Auf fünf Schwerpunkte werde ich

Mehr

Autoindustrie: China wird zum weltweit größten Markt für Premiumfahrzeuge

Autoindustrie: China wird zum weltweit größten Markt für Premiumfahrzeuge Medieninformation 4. März 2013 Autoindustrie: China wird zum weltweit größten Markt für Premiumfahrzeuge Bis 2020 USA überholt Wachstum in China verlangsamt sich, bleibt aber mit 12% p.a. auf hohem Niveau

Mehr

Anlieferkonzepte in der Automobilindustrie Ein internationaler Vergleich. Dr. Hartmut Queiser, 4flow AG

Anlieferkonzepte in der Automobilindustrie Ein internationaler Vergleich. Dr. Hartmut Queiser, 4flow AG Anlieferkonzepte in der Automobilindustrie Ein internationaler Vergleich Dr. Hartmut Queiser, 4flow AG 1 Einleitung Anlieferkonzepte in der Automobilindustrie Ein internationaler Vergleich Die bis heute

Mehr

Einflussfaktoren auf die Akzeptanz von Hybridautos

Einflussfaktoren auf die Akzeptanz von Hybridautos Einflussfaktoren auf die Akzeptanz von Hybridautos Der Klimawandel rückt immer mehr in den Mittelpunkt der medialen Berichterstattung und ist ein zentrales Thema unserer Zeit. Österreich hat sich in Kyoto

Mehr

T-Systems. IT-Strategien für die Automobilindustrie. Joachim A. Langmack, Chief Sales Officer T-Systems International GmbH, CeBIT automotiveday 2010.

T-Systems. IT-Strategien für die Automobilindustrie. Joachim A. Langmack, Chief Sales Officer T-Systems International GmbH, CeBIT automotiveday 2010. T-Systems. IT-Strategien für die Automobilindustrie. Joachim A. Langmack, Chief Sales Officer T-Systems International GmbH, CeBIT automotiveday 2010. T-Systems die Großkundensparte der Deutschen Telekom.

Mehr

WABCO Sprecher auf der IAA Nutzfahrzeuge 2010

WABCO Sprecher auf der IAA Nutzfahrzeuge 2010 WABCO Sprecher auf der IAA Nutzfahrzeuge 2010 Jacques Esculier Chairman und Chief Executive Officer Herr Esculier leitet WABCO seit 2004, als er zum Vice President bei American Standard ernannt wurde und

Mehr

Vorlesung Automotive Software-Engineering

Vorlesung Automotive Software-Engineering INFORMATIK CONSULTING SYSTEMS AG Vorlesung Automotive Software-Engineering Technische Universität Dresden Fakultät Informatik Professur Softwaretechnologie Sommersemester 2011 Dr. rer. nat. Bernhard Hohlfeld

Mehr

Telefonkonferenz Zwischenbericht zum 30. Juni 2015 Growing with Passion. Hans-Georg Frey (Vorsitzender des Vorstandes) Hamburg, 11.

Telefonkonferenz Zwischenbericht zum 30. Juni 2015 Growing with Passion. Hans-Georg Frey (Vorsitzender des Vorstandes) Hamburg, 11. Telefonkonferenz Zwischenbericht zum 30. Juni 2015 Growing with Passion Hans-Georg Frey (Vorsitzender des Vorstandes) Hamburg, 11. August 2015 Highlights Jungheinrich 2. Quartal 2015 Starke Performance

Mehr

1 IMAP M&A Consultants AG Februar 2011. 9. Corporate M&A-Kongress 17./18. november 2011

1 IMAP M&A Consultants AG Februar 2011. 9. Corporate M&A-Kongress 17./18. november 2011 1 IMAP M&A Consultants AG Februar 2011 9. Corporate M&A-Kongress 17./18. november 2011 Karl Fesenmeyer, Vorstand IMAP Internationale Unternehmensberatung für Mergers & Acquisitions Spezialisiert auf mittelgroße

Mehr

STEIGEN SIE MIT UNS AUF...

STEIGEN SIE MIT UNS AUF... STEIGEN SIE MIT UNS AUF... ... UND WERDEN SIE MIT UNS GIPFELSTÜRMER ACONEXT der Name für höchste Ansprüche Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten an den technischen Innovationen von morgen. Mit

Mehr

Roche Diagnostics Service Oft sind es die kleinen Dinge, die Großes bewegen

Roche Diagnostics Service Oft sind es die kleinen Dinge, die Großes bewegen Roche Diagnostics Service Oft sind es die kleinen Dinge, die Großes bewegen 2 Was wir glauben Roche ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Diagnostik. Wir konzentrieren uns darauf, medizinisch

Mehr

AutoScout24 Werkstattbarometer 1. Halbjahr 2014. Punkte. 54 Punkte. 53 Punkte. 76 Punkte. Werkstatt-Index. Ausblick. Gegenwart.

AutoScout24 Werkstattbarometer 1. Halbjahr 2014. Punkte. 54 Punkte. 53 Punkte. 76 Punkte. Werkstatt-Index. Ausblick. Gegenwart. AutoScout24 Werkstattbarometer 1. Halbjahr 2014 54 Punkte 61 Werkstatt-Index Punkte 53 Punkte 76 Punkte Rückblick Gegenwart Ausblick Zufriedenheit mit der Entwicklung des Umsatzes im 2. Halbjahr 2013 Zukünftige

Mehr

1) Sicht der Marktbeobachter und falsche Klischees über Apps

1) Sicht der Marktbeobachter und falsche Klischees über Apps Markt für native Business-Apps im Mittelstand Die Trends im Herbst 2013 München, im September 2013: Als Mobility-Spezialist unterstützt die Münchner Firma Weptun ihre Kunden dabei, Business-Apps im mittelständischen

Mehr

Kredit und Leasing: Captives übertrumpfen Noncaptives durch bessere Ansprache und mehr Übersichtlichkeit

Kredit und Leasing: Captives übertrumpfen Noncaptives durch bessere Ansprache und mehr Übersichtlichkeit +++ Pressemitteilung vom 20. Juli 2010 +++ Aktuelle Studie Finanzvertrieb im Automobilhandel 2010 Kredit und Leasing: Captives übertrumpfen Noncaptives durch bessere Ansprache und mehr Übersichtlichkeit

Mehr

»Heute macht das Internet mobil«

»Heute macht das Internet mobil« so. INTERVIEW»Heute macht das Internet mobil Vom Aushängeschild zum Nutzfahrzeug: Die Rolle des Autos hat sich stark verändert. Gründe gibt es viele, Reaktionen bisher zu wenig, findet Automobilexperte

Mehr

Mag. Gert Bergmann, MIM, MBA

Mag. Gert Bergmann, MIM, MBA Mag. Gert Bergmann, MIM, MBA Zusammenfassung der Erfahrungen und Tätigkeiten Vorsitzender / Mitglied von Geschäftsführungen verschiedener Unternehmen der Dienstleistungs- und Automobilindustrie in Europa,

Mehr

Ergebnisse der forsa-umfrage: Wie stellt sich der Autokunde den Vertrieb der Zukunft vor?

Ergebnisse der forsa-umfrage: Wie stellt sich der Autokunde den Vertrieb der Zukunft vor? Ergebnisse der forsa-umfrage: Wie stellt sich der Autokunde den Vertrieb der Zukunft vor? Untersuchungsziel Ziel der Untersuchung war es zu ermitteln, worauf die Autofahrer beim Kauf eines Autos besonderen

Mehr

KÖLN/SHANGHAI/DEARBORN,

KÖLN/SHANGHAI/DEARBORN, 15.07.2014 KÖLN/SHANGHAI/DEARBORN Entwicklung von Mobility- Apps: Ford startet Wettbewerb für App- Developer auf Basis der Open-Source-Plattform OpenXC Ford startet einen Wettbewerb zur Entwicklung von

Mehr

Was blüht uns? Die Herausforderung zielgerichteter Transformationen von Chemie- und Pharmaunternehmen

Was blüht uns? Die Herausforderung zielgerichteter Transformationen von Chemie- und Pharmaunternehmen Die Herausforderung zielgerichteter Transformationen von Chemie- und Pharmaunternehmen Das Event für den Chemieund Pharmastandort Deutschland Was blüht uns? 16. Juli 2014, Frankfurt Flughafen, The Squaire

Mehr

Connected C @ R Die Zukunft der synchronisierten Mobilität. Charts zur Pressemitteilung Automotive Innovationsstudie Oktober 2012

Connected C @ R Die Zukunft der synchronisierten Mobilität. Charts zur Pressemitteilung Automotive Innovationsstudie Oktober 2012 Connected C @ R Die Zukunft der synchronisierten Mobilität Charts zur Pressemitteilung Automotive Innovationsstudie Oktober 2012 Kundenspezifische Produktpakete und ihre Marktpotenziale Kundenspezifische

Mehr

CODE_n sucht die Big-Data-Avantgarde Internationaler Start-up-Wettbewerb macht Big Data auf der CeBIT 2014 erlebbar

CODE_n sucht die Big-Data-Avantgarde Internationaler Start-up-Wettbewerb macht Big Data auf der CeBIT 2014 erlebbar CODE_n sucht die Big-Data-Avantgarde Internationaler Start-up-Wettbewerb macht Big Data auf der CeBIT 2014 erlebbar Zürich, 2. August 2013 CODE_n wird Big! In der neuesten Ausgabe des globalen Innovationswettbewerbs

Mehr

Freie und Hansestadt Hamburg

Freie und Hansestadt Hamburg Freie und Hansestadt Hamburg Erster Bürgermeister 30. April 2014: Smart City Initiative / Memorandum of Understanding Meine sehr geehrten Damen und Herren, Wir schaffen das moderne Hamburg. Unter diese

Mehr

ENGEL auf der Chinaplas 2012 in Shanghai

ENGEL auf der Chinaplas 2012 in Shanghai ENGEL auf der Chinaplas 2012 in Shanghai Schwertberg/Österreich Februar 2012. Meet the experts heißt es vom 18. bis 21. April am Messestand von ENGEL auf der Chinaplas 2012 im Shanghai New International

Mehr

Starker Partner unserer Kunden vor Ort

Starker Partner unserer Kunden vor Ort SOMATOM Spirit eine Erfolgsge schichte aus China Reportage 2 Starker Partner unserer Kunden vor Ort Im chinesischen Shanghai fertigt Siemens das Einsteigerprodukt SOMATOM Spirit. Ein Drittel der jährlichen

Mehr

CreditPlus Bank AG. Studie: Automobilität 2014. CreditPlus Bank AG Mai 2014 Seite 1

CreditPlus Bank AG. Studie: Automobilität 2014. CreditPlus Bank AG Mai 2014 Seite 1 CreditPlus Bank AG Studie: Automobilität 2014 CreditPlus Bank AG Mai 2014 Seite 1 Inhalt: Im April 2014 führte Creditplus eine Online- Kurzbefragung zum Thema Automobilität durch. Die Ergebnisse sind auf

Mehr

Industrie 4.0 braucht den Mittelstand Synergieworkshop Industrie 4.0 im Mittelstand

Industrie 4.0 braucht den Mittelstand Synergieworkshop Industrie 4.0 im Mittelstand Industrie 4.0 braucht den Mittelstand Synergieworkshop Industrie 4.0 im Mittelstand Konferenzzentrum des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) Berlin 30. Juni 2015 Prof. Dr. Christoph Igel

Mehr

Presse-Information. Seit 25 Jahren nah am Kunden: zwei Erfolgsgeschichten A-D-15007 07.07.2015

Presse-Information. Seit 25 Jahren nah am Kunden: zwei Erfolgsgeschichten A-D-15007 07.07.2015 Presse-Information A-D-15007 07.07.2015 Seit 25 Jahren nah am Kunden: zwei Erfolgsgeschichten Technische Büros Berlin und Jena bieten zum Jubiläum interessante Einblicke / Kontinuierliches Wachstum und

Mehr

PSA Peugeot Citroën. Finanzergebnisse des Konzerns 2004: Ziele erreicht Operative Marge IFRS: 4,5 % vom Umsatz

PSA Peugeot Citroën. Finanzergebnisse des Konzerns 2004: Ziele erreicht Operative Marge IFRS: 4,5 % vom Umsatz PSA Peugeot Citroën Finanzergebnisse des Konzerns : Ziele erreicht Operative Marge : 4,5 % vom Umsatz : WICHTIGE DATEN konnten die Absatzzahlen des Konzerns erneut gesteigert und die Markteinführungen

Mehr

Wirtschaftliche Entwicklung und Bevölkerungswachstum am Beispiel von China, Indien und Pakistan

Wirtschaftliche Entwicklung und Bevölkerungswachstum am Beispiel von China, Indien und Pakistan Schillerstr. 59 10 627 Berlin E-Mail: info@berlin-institut.org Tel.: 030-22 32 48 45 Fax: 030-22 32 48 46 www.berlin-institut.org Wirtschaftliche Entwicklung und Bevölkerungswachstum am Beispiel von China,

Mehr

Opel Wie weit sollte der Staat eingreifen?

Opel Wie weit sollte der Staat eingreifen? Opel Wie weit sollte der Staat eingreifen? Missmanagement mit Folgen Aktuelle Situation Mögliche Rettungsmaßnahmen Staatsbeteiligung: Pro und Kontra Resumée Missmanagement mit Folgen 1999 Verfehlte Modellpolitik

Mehr

CANCOM SE: EBITDA-Marge von 30 Prozent sollte noch steigerbar sein

CANCOM SE: EBITDA-Marge von 30 Prozent sollte noch steigerbar sein MANAGEMENT I N T E R V I E W IM INTERVIEW Klaus Weinmann CEO CANCOM SE CANCOM SE: EBITDA-Marge von 30 Prozent sollte noch steigerbar sein CANCOM SE wächst in eine neue Ertragskraft hinein. Das verdeutlicht

Mehr

Großhandel in Europa stark engagiert im Internet noch erhebliche Potenziale und Nachholbedarf

Großhandel in Europa stark engagiert im Internet noch erhebliche Potenziale und Nachholbedarf Neue Studie: Internet und European Trading Trends Großhandel in Europa stark engagiert im Internet noch erhebliche Potenziale und Nachholbedarf Wenn der heimische Markt nicht mehr so richtig läuft sind

Mehr

Leistungslücken im Technologiemanagement wie gut sind

Leistungslücken im Technologiemanagement wie gut sind Leistungslücken im Technologiemanagement wie gut sind Unternehmen Bild linksbündig in Deutschland mit Rand auf den Technologietreiber Industrie 4.0 vorbereitet? Bild einfügen und diesen Kasten überdecken.

Mehr

AIFMD-Studie. Zusammenfassung

AIFMD-Studie. Zusammenfassung In Zusammenarbeit mit Kepler Partners LLP Zusammenfassung Die Umsetzung der Alternative Investment Fund Managers Directive (AIFMD) ist in vollem Gange. Die Richtlinie stellt organisatorische Prozesse und

Mehr

Perspektiven M+E Bayerischer Patentkongress

Perspektiven M+E Bayerischer Patentkongress Perspektiven M+E Bayerischer Patentkongress Mittwoch, 29.10.2014 um 13:00 Uhr hbw I Haus der Bayerischen Wirtschaft, Europasaal Max-Joseph-Straße 5, 80333 München Innovation und Patente im Wettbewerb Bertram

Mehr

Privatanleger sehen Schuldenkrise nicht gelöst

Privatanleger sehen Schuldenkrise nicht gelöst 12. Dezember 2013 DZ BANK AG Deutsche Zentral- Genossenschaftsbank Pressestelle Privatanleger sehen Schuldenkrise nicht gelöst Privatanleger mit mehr Börsen-Optimismus, aber ohne Euphorie / Risiken durch

Mehr

Kundensegmente. Generation 50+ Manager. Kunden / 1. Copyright FTronik GmbH

Kundensegmente. Generation 50+ Manager. Kunden / 1. Copyright FTronik GmbH Kundensegmente Generation 50+ Manager Kunden / 1 Generation 50+ Altersstruktur Profil Status quo der 50+ Kaufentscheidung Benutzung der Systeme Kundeninformation bezüglich Innovationen Marketingberater

Mehr

Als Thüringer Mittelständler in China. we workautomobil

Als Thüringer Mittelständler in China. we workautomobil Als Thüringer Mittelständler in China we workautomobil MITEC AG Auslandsaktivitäten China & USA GCG Global Consulting Group AG,Schweiz Aufsichtsratssitzung 02/2012 Erstellt: GCG GlobalConsulting Group

Mehr

Content takes. www.forum-corporate-publishing.de www.facebook.com/forum.corporate.publishing

Content takes. www.forum-corporate-publishing.de www.facebook.com/forum.corporate.publishing 234567 Content takes the lead Sieben Trends in CP und Content Marketing in 2015 www.forum-corporate-publishing.de www.facebook.com/forum.corporate.publishing 234567 Content takes the lead Sieben Trends

Mehr

Pressemitteilung. Handys sind wichtige Einkaufsbegleiter. GfK-Studie zur Nutzung von Mobiltelefonen im Geschäft

Pressemitteilung. Handys sind wichtige Einkaufsbegleiter. GfK-Studie zur Nutzung von Mobiltelefonen im Geschäft Pressemitteilung Handys sind wichtige Einkaufsbegleiter 23. Februar 2015 Stefan Gerhardt T +49 911 395-4143 stefan.gerhardt@gfk.com Julia Richter Corporate Communications T +49 911 395-4151 julia.richter@gfk.com

Mehr

Cloud Computing in Industrie 4.0 Anwendungen: Potentiale und Herausforderungen

Cloud Computing in Industrie 4.0 Anwendungen: Potentiale und Herausforderungen Cloud Computing in Industrie 4.0 Anwendungen: Potentiale und Herausforderungen Bachelorarbeit zur Erlangung des akademischen Grades Bachelor of Science (B.Sc.) im Studiengang Wirtschaftsingenieur der Fakultät

Mehr

Pressemitteilung. Businessplattformen und Wissenstransfer zu Trendthemen

Pressemitteilung. Businessplattformen und Wissenstransfer zu Trendthemen Pressemitteilung Businessplattformen und Wissenstransfer zu Trendthemen Fachprogramm der 8. Internationale Zuliefererbörse (IZB) startet mit Internationalen Automobil Kongress ASEAN Wolfsburg, 19. September

Mehr

Einladung zum 3. Produktionsforum Göppingen, 26. April 2010, Elektromobilität.

Einladung zum 3. Produktionsforum Göppingen, 26. April 2010, Elektromobilität. Sparkassen-Finanzgruppe Einladung zum 3. Produktionsforum Göppingen, 26. April 2010, Elektromobilität. Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen mbh Kompetenznetzwerk Mechatronik BW

Mehr

CODE_n sucht die Big-Data-Avantgarde Internationaler Start-up-Wettbewerb macht Big Data auf der CeBIT 2014 erlebbar

CODE_n sucht die Big-Data-Avantgarde Internationaler Start-up-Wettbewerb macht Big Data auf der CeBIT 2014 erlebbar CODE_n sucht die Big-Data-Avantgarde Internationaler Start-up-Wettbewerb macht Big Data auf der CeBIT 2014 erlebbar Stuttgart, 31. Juli 2013 CODE_n wird Big! In der neuesten Ausgabe des globalen Innovationswettbewerbs

Mehr

Potenziale von Industrie 4.0 im Mittelstand Empfehlungen aus der aktuellen BMWi-Studie

Potenziale von Industrie 4.0 im Mittelstand Empfehlungen aus der aktuellen BMWi-Studie Potenziale von Industrie 4.0 im Mittelstand Empfehlungen aus der aktuellen BMWi-Studie Dr. Jürgen Bischoff, agiplan GmbH Synergieworkshop Industrie 4.0 im Mittelstand am 30. Juni 2015 Synergieworkshop

Mehr

Unser Kunde Grundfos. Zentrales Lager für gebündelte Kräfte

Unser Kunde Grundfos. Zentrales Lager für gebündelte Kräfte Unser Kunde Grundfos Zentrales Lager für gebündelte Kräfte Einführende Zusammenfassung: Grundfos ist einer der Weltmarktführer im Bereich Pumpen. In Ungarn ist das Unternehmen mit Stammsitz in Dänemark

Mehr

31,4. 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Budget

31,4. 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Budget PRESSEINFORMATION 10 Jahre AviationPower Hamburg, 09.04.2014 - Auch im neunten Geschäftsjahr seit Firmengründung kann der Hamburger Luftfahrtdienstleister AviationPower GmbH den kontinuierlichen Wachstumstrend

Mehr

Vlad+ ist zertifiziert nach ISO 9001 und bereitet eine Zertifizierung nach ISO TS 16949 vor, die in 2014 erfolgt.

Vlad+ ist zertifiziert nach ISO 9001 und bereitet eine Zertifizierung nach ISO TS 16949 vor, die in 2014 erfolgt. Unternehmen Die VLAD+ TOV wurde im Jahr 1998 in Kiew von Fachleuten auf dem Gebiet der Rüstungselektronik gegründet. Der ursprüngliche Unternehmenszweck waren die Herstellung, Montage und Vertrieb von

Mehr

Unser Weg Verwirklichen, worauf es ankommt

Unser Weg Verwirklichen, worauf es ankommt Unser Weg Verwirklichen, worauf es ankommt 6 Unser Weg WOFÜR stehen wir? WAS zeichnet uns aus? WIE wollen wir langfristig erfolgreich sein? Joe Kaeser Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG Unser Weg

Mehr

Und plötzlich stockt die Produktion. Auch für Lieferkettenbeziehungen gilt: sie sind nur so. stark wie ihr schwächstes Glied. Diese Gesetzmäßigkeit

Und plötzlich stockt die Produktion. Auch für Lieferkettenbeziehungen gilt: sie sind nur so. stark wie ihr schwächstes Glied. Diese Gesetzmäßigkeit Zurich-ExpertenThema Und plötzlich stockt die Produktion Zurich Gruppe Deutschland Unternehmenskommunikation Bernd O. Engelien Poppelsdorfer Allee 25-33 53115 Bonn Deutschland Telefon +49 (0) 228 268 2725

Mehr

Social Collaboration als neuer Weg der Zusammenarbeit in Unternehmen

Social Collaboration als neuer Weg der Zusammenarbeit in Unternehmen Agenda IBM Vorträge IBM Sprecher Gastvortrag Anmeldung/Kontakt Social Collaboration als neuer Weg der Zusammenarbeit in Unternehmen Willkommen beim IBM Club of Excellence! Dienstag, 9. Oktober 2012 Brenners

Mehr

Customer Experience in der digitalen Transformation: Status-Quo und strategische Perspektiven

Customer Experience in der digitalen Transformation: Status-Quo und strategische Perspektiven Customer Experience in der digitalen Transformation: Status-Quo und strategische Perspektiven Düsseldorf, 07. Mai 2014 Prof. Dr. Alexander Rossmann Research Center for Digital Business Reutlingen University

Mehr

Alles unter. Referenzkundenbericht. Telefonie / Rechenzentrumsdienste. Die private EBS Universität für Wirtschaft

Alles unter. Referenzkundenbericht. Telefonie / Rechenzentrumsdienste. Die private EBS Universität für Wirtschaft Referenzkundenbericht Telefonie / Rechenzentrumsdienste Alles unter Kontrolle Die private EBS Universität für Wirtschaft und Recht setzt in der Informationstechnologie und Telekommunikation konsequent

Mehr

Herzlich willkommen. zum Vortrag: Die otto group in Österreich. E-Commerce als Arbeitsplatz der Zukunft. 22. Januar 2014

Herzlich willkommen. zum Vortrag: Die otto group in Österreich. E-Commerce als Arbeitsplatz der Zukunft. 22. Januar 2014 Herzlich willkommen zum Vortrag: Die otto group in Österreich. E-Commerce als Arbeitsplatz der Zukunft 22. Januar 2014 Vortragende Mag. Harald Gutschi Sprecher der Geschäftsführung der UNITO-Gruppe Mag.

Mehr

Auf dem Weg zu einer schadstoffreduzierten

Auf dem Weg zu einer schadstoffreduzierten Auf dem Weg zu einer schadstoffreduzierten Flotte Vortrag im Rahmen des B.A.U.M. Sustainable Mobility Leadership Forum München, 04.11.2009 Siemens AG, Corporate Supply Chain Management Fleet Management

Mehr

INSIDERS PRESSEMELDUNG

INSIDERS PRESSEMELDUNG INSIDERS PRESSEMELDUNG Insiders präsentiert Lösung für mobile Informationserfassung Rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer informiert sich über innovative Spitzentechnologien Kaiserslautern,

Mehr

FAST 2025 Massiver Wandel in der automobilen Wertschöpfungsstruktur

FAST 2025 Massiver Wandel in der automobilen Wertschöpfungsstruktur GEMEINSAME PRESSEINFORMATION VON OLIVER WYMAN UND VDA FAST 2025 Massiver Wandel in der automobilen Wertschöpfungsstruktur Europa bleibt starker Industriestandort und behält F&E- Vormachtstellung, China

Mehr

Ein Arbeitsplatz der Zukunft

Ein Arbeitsplatz der Zukunft Schöne neue Welt Ein Arbeitsplatz der Zukunft Das Büro wandelt sich zum Ort der Kommunikation und Vernetzung. Dazu werden situationsorientierte Räumlichkeiten benötigt, die sowohl den kreativen Austausch

Mehr

Affiliate Marketing. Ein kleiner Einblick in die Welt des Affiliate Marketing

Affiliate Marketing. Ein kleiner Einblick in die Welt des Affiliate Marketing Affiliate Marketing Ein kleiner Einblick in die Welt des Affiliate Marketing Stand: Oktober 2003 Was ist Affiliate Marketing? Was ist Affiliate Marketing? Affiliate Marketing ist die konsequente Umsetzung

Mehr

Arbeitsgruppe 1: Monitoring-Report Digitale Wirtschaft 2014

Arbeitsgruppe 1: Monitoring-Report Digitale Wirtschaft 2014 Arbeitsgruppe 1: Monitoring-Report Digitale Wirtschaft 2014 Innovationstreiber IKT Zentrale Ergebnisse Veröffentlichung Anfang Dezember 2014 Die Digitale Wirtschaft ist von entscheidender Bedeutung für

Mehr

Flexible Produktionsarbeit 4.0 Smartphone statt Stechuhr

Flexible Produktionsarbeit 4.0 Smartphone statt Stechuhr Flexible Produktionsarbeit 4.0 Smartphone statt Stechuhr Dr. Stefan Gerlach, Fraunhofer IAO Venture Forum IHK Heilbronn-Franken, Heilbronn den 18.11.2013 Fraunhofer Folie 1 Herausforderung - Steigende

Mehr

Industrie 4.0 umsetzen Wie Modelle der strategischen Organisationsgestaltung dabei unterstützen können

Industrie 4.0 umsetzen Wie Modelle der strategischen Organisationsgestaltung dabei unterstützen können Industrie 4.0 umsetzen Wie Modelle der strategischen Organisationsgestaltung dabei unterstützen können Wien, 12. März 2015 Mag. (FH) Lukas Schober KALUCON GmbH Zukunft vorausdenken und in der Organisation

Mehr

Menschen gestalten Erfolg

Menschen gestalten Erfolg Menschen gestalten Erfolg 2 Editorial Die m3 management consulting GmbH ist eine Unternehmensberatung, die sich einer anspruchsvollen Geschäftsethik verschrieben hat. Der konstruktive partnerschaftliche

Mehr

bereit zum Abflug? Sind Ihre Talente

bereit zum Abflug? Sind Ihre Talente Sind Ihre Talente bereit zum Abflug? Die Weltwirtschaft wächst wieder und konfrontiert die globalen Unternehmen mit einem Exodus der Talente. 2013 und 2014 kommt das Wachstum in Schwung die Arbeitsmärkte

Mehr

Moprobereich aus Sicht des Handels

Moprobereich aus Sicht des Handels REGAL Mopro Forum 2015 Die Zukunft im Moprobereich aus Sicht des Handels unter Berücksichtigung von Preisen, Aktionen und Quoten DI (FH) Manuel Hofer, MBA Geschäftsführer TOP-TEAM Zentraleinkauf GmbH 5.

Mehr

Design Thinking im Innovationsprozess

Design Thinking im Innovationsprozess 1 Design Thinking im Innovationsprozess Eine praktische Einführung mit Unterstützung des NiceWalls 15. Oktober 2014, Hannover, Agile Wednesday Dr. Bernd Rettberg 2 Agenda Mittwoch 15.10. 19:00 21:30 Uhr

Mehr

ICS Group Gründungsmitglied der Fachgruppe Industrie 4.0 im Verein IT FOR WORK e.v.

ICS Group Gründungsmitglied der Fachgruppe Industrie 4.0 im Verein IT FOR WORK e.v. PRESSEINFORMATION ICS Group Gründungsmitglied der Fachgruppe Industrie 4.0 im Verein IT FOR WORK e.v. Neu-Anspach, Februar 2015: Hans-Jörg Tittlbach (CEO der ICS Group) unterzeichnete am 10. Februar 2015

Mehr

Austrian Equity Day 29. Oktober 2013 Die Bedeutung des österreichischen Kapitalmarkts für die heimische Wirtschaft

Austrian Equity Day 29. Oktober 2013 Die Bedeutung des österreichischen Kapitalmarkts für die heimische Wirtschaft Austrian Equity Day 29. Oktober 2013 Die Bedeutung des österreichischen Kapitalmarkts für die heimische Wirtschaft Mag. Henriette Lininger Abteilungsleiterin Issuers & Market Data Services Status quo des

Mehr

Mit CAR4KMU zum estandard auto-gration in der Automobilindustrie. M-Days, 14.05.2014 Gülten Altug (Fraunhofer IAO)

Mit CAR4KMU zum estandard auto-gration in der Automobilindustrie. M-Days, 14.05.2014 Gülten Altug (Fraunhofer IAO) Mit CAR4KMU zum estandard auto-gration in der Automobilindustrie M-Days, 14.05.2014 Gülten Altug (Fraunhofer IAO) Leitidee des Projekts Umfrage durch die Odette im Jahr 2010 zur Nutzung von standardisierten

Mehr

FRAUNHOFER-INSTITUT FÜR. Das Internet der Dinge. Chancen für intelligente Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle

FRAUNHOFER-INSTITUT FÜR. Das Internet der Dinge. Chancen für intelligente Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle FRAUNHOFER-INSTITUT FÜR Arbeitswirtschaft und Organisation iao Forum Das Internet der Dinge Chancen für intelligente Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle Esslingen, 28. Oktober 2015 Vorwort

Mehr

Presseinformation. Unser Ansatz ist eben auch operational

Presseinformation. Unser Ansatz ist eben auch operational Unser Ansatz ist eben auch operational Ulrich Rehrmann und Wolfgang Lalakakis, Gründer der GMVK Consulting Group, über den Markt für Geschäftsprozessoptimierungen, ICM Information Chain Management und

Mehr

Deutsche Investitionen in China

Deutsche Investitionen in China Osnabrück 28. April 24 Deutsche Investitionen in China Kann man es sich leisten, nicht dabei zu sein? Tamara Trinh, Deutsche Bank Research Übersicht Deutschland China: Die bilateralen Beziehungen Investoren

Mehr

Innovationen treiben

Innovationen treiben Innovationen bringen Wachstum. Aber was ist eine Innovation? Etwas Neues, bisher nicht Existierendes? Eine herausragende technische Leistung? Lexika definieren Innovationen als planvolle, zielgerichtete

Mehr

lounge Persönliche Einladung Zukunft Elektromobilität Neue Antriebstechnologien

lounge Persönliche Einladung Zukunft Elektromobilität Neue Antriebstechnologien Persönliche Einladung Zukunft Elektromobilität Neue Antriebstechnologien 05. Mai 2015 ab 17.30 Uhr BMW Welt München Am Olympiapark 1 80809 München lounge lounge Grußwort Zukunft Elektromobilität Neue Antriebstechnologien

Mehr