Einführung. Lehren und Lernen mit Medien II. Professur E-Learning und Neue Medien. Institut für Medienforschung Philosophische Fakultät

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1 Professur E-Learning und Neue Medien Institut für Medienforschung Philosophische Fakultät Lehren und Lernen mit Medien II Einführung

2 Zu meiner Person Rawema-Haus, Straße der Nationen 12, Raum / Sprechstunde nach Vereinbarung 2

3 Zeitplan I Datum Thema Titel der Sitzung Einführung Theorie 22. aclt und CATLM Entfällt aufgrund eines Vortrages von Prof. Nitsch Methoden 23. Eye-Tracking Entfällt aufgrund einer Klausurtagung des DFG-Graduiertenkollegs CrossWorlds Kollaboratives Lernen Feedback Gestaltung 26. Concept maps Adaptive Lernumgebungen Clickers 3

4 Zeitplan II Datum Thema Titel der Sitzung Theorie 29. Emotional Design Entfällt aufgrund einer Begehung des DFG-Graduiertenkollegs CrossWorlds Theorie 30. Embodiment Evaluation Evaluation der Vorlesung Zusammenfassung 31. Zusammenfassung und Probeklausur 4

5 Literatur Aufteilung in Prüfungsliteratur und weiterführende Literatur für jede Sitzung Gesamtliteraturliste auf den Folien zur letzten Sitzung ( Zusammenfassung ) Primär englischsprachige Zeitschriftenartikel als Prüfungsliteratur Zeitschriftenartikel in OPAL abrufbar: https://bildungsportal.sachsen.de/opal/auth/repository/catalog/

6 Prüfung und Sonstiges Prüfung 90-minütige Klausur zu den Vorlesungsinhalten und zur Prüfungsliteratur Probeklausur in der letzten Sitzung Sonstiges Versuchspersonenstunden Eigene Meinung bilden Kritischer Umgang mit dem Themengebiet Kritik, Fragen, Anmerkungen Bitte um Fehlerhinweise und Verbesserungsvorschläge Weitere Fragen? 6

7 Studiengang Welches Fach studieren Sie? A: Germanistik B: Informatik und Kommunikationswissenschaften C: Medienkommunikation D: Pädagogik E: Psychologie F: Ein anderes Fach Rey.participoll.com A B C D E F 0 7

8 Professur E-Learning und Neue Medien Institut für Medienforschung Philosophische Fakultät Lehren und Lernen mit Medien II Wiederholung

9 Überblick Definitionen Theorien Gestaltungsempfehlungen Moderierende Einflüsse 9

10 Definitionen (vgl. z. B. Kiesel & Koch, 2012; Nieding, Ohler & Rey, 2015) Lehren: Tätigkeit, Anderen Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln Lernen: Prozess, der zu relativ stabilen Änderungen im Verhaltenspotential aufgrund von Erfahrungen führt E-Learning: Lehren und Lernen mittels verschiedener elektronischer Medien Medien: Durch Zeichensysteme binnenorganisierte externe Repräsentationssysteme Beispiele: Texte, Fotos, Filme, Simulationen Multimedialität, Multicodalität, Multimodalität und Interaktivität als Teilaspekte von Multimedia 10

11 Lehren und Lernen 11

12 Theorien (z. B. Mayer, 2005; Sweller, 2005) Cognitive Load Theorie (CLT) Annahmen der CLT Ziele beim Lernen Arten der kognitiven Belastung Kognitive Theorie multimedialen Lernens (CTML) Annahmen der CTML Arten von Gedächtnisspeichern Kognitive Prozesse und Repräsentationsformen 12

13 Gestaltungsempfehlungen (Mayer, 2008; Rey, 2009) Auswahl der Empfehlungen Theoretische Fundierung Empirische Bewährung Praktische Relevanz Empfehlungen für Texte Bilder Animationen Problemlöseaufgaben Simulationen Lernspiele Pädagogische Agenten 13

14 Gestaltungseffekte Personalisierungseffekt Signalisierungseffekt Redundanzeffekt Seductive detail Effekt Split-Attention Effekt Modalitätseffekt Elementinteraktivitätseffekt Zeitlicher Kontiguitätseffekt Segmentierungseffekt Leserichtungseffekt Effekt ausgearbeiteter Lösungsbeispiele Effekt der abschwächenden Unterstützung Effekt der Zielfreiheit Variabilitätseffekt Expertise-Umkehr-Effekt Vorübungseffekt Imaginationseffekt 14

15 Gestaltungseffekte Multiple Informationsquellen sollten physikalisch integriert werden. Um welchen Gestaltungseffekt handelt es sich? A: Räumlicher Kontiguitätseffekt B: Zeitlicher Kontiguitätseffekt C: Elementinteraktivitätseffekt D: Segmentierungseffekt E: Split-Attention Effekt Rey.participoll.com A B C D E 0 15

16 Gestaltungsempfehlungen Erklärungsansätze In der Regel mittels kognitiver Belastung Häufig mehrere mögliche Erklärungsansätze zu einzelnen Gestaltungsempfehlungen Empirische Befundlage Zahlreiche stützende Experimente Mehrere stützende Metaanalysen Teilweise inkonsistente Befundlage Oft uneinheitliche Befunde bezüglich der Erklärungsansätze 16

17 Moderierende Einflüsse (Rey, 2009) Gestaltungseffekte zum Lernervorwissen Expertise-Umkehr-Effekt Vorübungseffekt Imaginationseffekt Weitere Lernereigenschaften Räumliches Vorstellungsvermögen Feldabhängigkeit Verbalisierer vs. Visualisierer Geschlecht Alter 17

18 Moderierende Einflüsse Welche Aussagen treffen zu? A: Die Fähigkeitsverstärkungs-Hypothese wird metaanalytisch gestützt. B: Bei Feldabhängigen erfolgt die Informationsaufnahme separat und analytisch. C: Die empirische Befundlage rechtfertigt eine Unterteilung in Verbalisierer und Visualisierer insgesamt nicht. D: Die Empfehlungen zur Gestaltung digitaler Lehr- und Lernmaterialien für ältere Menschen unterscheiden sich von denen für jüngere Studierende. Rey.participoll.com A B C D 0 18

19 Moderierende Einflüsse (z. B. Rey, 2009) Expertise: Unterschiedliche Expertisebegriffe in traditioneller Expertiseforschung und CLT Räumliches Vorstellungsvermögen: Fähigkeitsverstärkungs- vs. Fähigkeitskompensations-Hypothese Feldabhängigkeit: Feldabhängige vs. Feldunabhängige Geringer moderierender Einfluss im Hinblick auf Verbalisierer vs. Visualisierer Geschlecht Alter 19

20 Zusammenfassung Cognitive Load Theorie (CLT) und kognitive Theorie multimedialen Lernens (CTML) als zentrale Theorien beim Lehren und Lernen mit Medien Diverse theoretisch fundierte, empirisch bewährte und praktisch relevante Empfehlungen zur Gestaltung von Texten, Bildern, Animationen, Simulationen und Problemlöseaufgaben Lernervorwissen, räumliches Vorstellungsvermögen, Feldabhängigkeit, Verbalisierer vs. Visualisierer, Geschlecht und Alter als mögliche moderierende Einflüsse auf Gestaltungsempfehlungen 20

21 Prüfungsliteratur Rey, G. D. (2009). E-Learning. Theorien, Gestaltungsempfehlungen und Forschung. Bern: Huber. Einleitung (S ) Theorien (S ) Gestaltung (S ) Mayer, R. E. (Ed.) (2014). The Cambridge handbook of multimedia learning (2 ed.). Cambridge, MA: Cambridge University Press. Kapitel 3 (S ) 21

22 Weiterführende Literatur Kiesel, A., & Koch, I. (2012). Lernen: Grundlagen der Lernpsychologie. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. Nieding, G., Ohler, P. & Rey, G. D. (2015). Lernen mit Medien (UTB- Lehrbuch-Reihe Pädagogische Psychologie). Paderborn: Schöningh Sweller, J. (2005). Implications of cognitive load theory for multimedia learning. In R. E. Mayer (Ed.), The Cambridge Handbook of Multimedia Learning (pp ). Cambridge, MA: Cambridge University Press. Mayer, R. E. (2005). Cognitive theory of multimedia learning. In R. E. Mayer (Ed.), The Cambridge Handbook of Multimedia Learning (pp ). Cambridge, MA: Cambridge University Press. Mayer, R. E. (2008). Old advice for new researchers. Educational Psychology Review, 20,

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