Philosophieren mit Kindern. Éducation morale et sociale (EMS) EMS Lehrplan zur Entfaltung grundlegender Bildung und fächerübergreifender Kompetenzen

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1 Philosophieren mit Kindern in Éducation morale et sociale (EMS) EMS Lehrplan zur Entfaltung grundlegender Bildung und fächerübergreifender Kompetenzen Kinder wollen sich in der Welt orientieren. Sie beobachten Dinge, Menschen und Beziehungen zwischen ihnen, die sie anregen, Fragen zu stellen. Viele dieser Fragen sind Wissensfragen, die in unterschiedlichen Fächern der Grundschule zufriedenstellend beantwortet werden. Andere Fragen jedoch, die sich mit dem Woher und Wohin des Menschen und der Welt beschäftigen, sind wichtige Sinnfragen, die nicht auf der Grundlage von Fakten beantwortet werden können. Jeder, der sie stellt, muss sich selbst auf die Suche nach Antworten begeben und eigene Ideen sowie Lösungsansätze entwickeln. Die im EMS Lehrplan behandelten Themenkreise und Gedanken der philosophischen Tradition sind im Wesentlichen nach zwei Kriterien ausgewählt: - Das erste Kriterium stellt die Verbindung zum Kernlehrplan Praktische Philosophie dar, der an den Sekundarschulen Luxemburgs (ES/EST) für das Fach Formation morale et sociale (FMS) eingeführt wurde. Durch die Auswahl verschiedener Themen- und Problemfelder wie z.b. Natur und Mensch, Wahrheit und Lüge sowie Wirklichkeit und Medien ist für Zyklus 1-4 eine thematische und didaktisch-methodische Kontinuität mit dem FMS Kernlehrplan Praktische Philosophie sowie den FMS Unterrichtsmaterialien (Lehrbücher, Portfolios, Handreichungen) hergestellt. - Zum anderen haben diese Themen- und Problemfelder auch für Kinder und Jugendliche eine große lebensweltliche Bedeutung: es sind Fragen, die sie persönlich betreffen und in der Öffentlichkeit viel diskutiert werden. Das Fach Education morale et sociale trägt dazu bei, die Sinnsuche des Menschen bereits im Grundschulalter zu fördern und den Schülerinnen und Schülern Kompetenzen zu vermitteln, die ihnen ermöglichen, sich in der Welt zu orientieren und friedlich und tolerant mit anderen Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammenzuleben. Diese 1

2 Kompetenzen stehen in direkter Verbindung mit der philosophischen Tradition und dem Philosophieren mit Kindern, die sie als Mittel zur rationalen, emotionalen und handlungsbezogenen Orientierung in der Welt entwickelt haben. Zu den Kompetenzen, die den Menschen als erkennendes, wollendes und handelndes Wesen charakterisieren, gehören die phänomenologische Kompetenz (Die Welt wahrnehmen), die hermeneutisch-analytische Kompetenz (Die Welt verstehen), die dialektische Kompetenz (In der Welt handeln) und die spekulative Kompetenz (Über die Welt nachdenken). Die phänomenologische Kompetenz trägt dazu bei, Dinge und Menschen in verschiedenen Sinnzusammenhängen wahrzunehmen und detailliert zu beschreiben. Die hermeneutische Kompetenz befähigt dazu, die Welt zu deuten und verschiedene Erklärungen für die sie tragenden Elemente Mensch, Natur und Gesellschaft zu geben. Die dialektische Kompetenz fördert das Zusammenleben der Menschen und die damit verbundene Kommunikation. Sie zielt darauf ab, gemeinsame Lösungen für wichtige Sinnfragen zu finden. Die spekulative Kompetenz fördert die philosophische Phantasie, sich die Welt so vorzustellen, wie es sie in Wirklichkeit (noch) nicht gibt, aber dennoch geben könnte. Dadurch werden die schöpferischen Gestaltungspotentiale des Menschen aktiviert. Diesen 4 Grundkompetenzen ist die interkulturelle Kompetenz hinzuzufügen. Sie fördert das Zusammenleben in einer zunehmend kulturell, weltanschaulich und religiös pluralistischen Gesellschaft. Alle Kompetenzen zielen darauf ab, sich in der Welt besser zurechtzufinden und gemeinsam mit anderen nach eigenen Lebensperspektiven zu suchen. Wie in anderen Fächern auch, können Schülerinnen und Schüler dabei verschiedene Kompetenzniveaus erreichen, die sich lediglich im Grad ihrer Komplexität unterscheiden. Die erwähnten Kompetenzen werden auch in Zyklus 1 entwickelt. Sie stellen eine methodische Vorbereitung für die in den Zyklen 2, 3 und 4 zu fördernden Fähigkeiten und Fertigkeiten dar und können hauptsächlich dem Bereich Vie en commun et valeurs zugeordnet werden. 2

3 Didaktische Grundsätze Die Beschäftigung mit wichtigen Sinnfragen wird gezielt gefördert durch die spezielle Methodik des Philosophierens mit Kindern, hauptsächlich im Rahmen von fünf verschiedenen Aktivitäten: 1. Beobachten und wahrnehmen 2. Begriffe verstehen und Gedanken deuten 3. Sokratische Gespräche führen 4. Argumentieren lernen 5. Gedankenexperimente als kreatives Denken durchführen 3

4 Übersicht über die verschiedenen Kompetenzbereiche Zyklus Die Welt wahrnehmen Die Welt verstehen In der Welt handeln Über die Welt nachdenken 1 Das Fach EMS übergreifende Vorbereitung auf die in Zyklus 2, 3 und 4 zu entwickelnden Kompetenzen Himmel und Erde entdecken; belebte und unbelebte Welt unterscheiden Über die Welt staunen und Fragen stellen Verschiedene Tätigkeiten beschreiben und bewerten (das gefällt mir/ gefällt mir nicht) Wunschgeschichten über verschiedene Dinge auf der Welt erzählen 2 Äußere Merkmale, Eigenschaften und Verhaltensweisen von Menschen beschreiben Symbole als Merkmale von Verhaltensweisen deuten Überlieferte Traditionen kennenlernen und sich damit auseinandersetzen; Feste nach Bräuchen gestalten helfen In Natur und Gesellschaft etwas Neues entdecken 3 Menschen als Mitglieder von Gemeinschaften wahrnehmen Eine eigene Meinung vertreten und die Meinungen anderer Menschen deuten; die unterschiedlichen Bedeutungen von Begriffen hinterfragen Nach Werten und Normen handeln; Kinderrechte beachten Sich in eine andere Person oder in ein anderes Lebewesen hineindenken und mitfühlen 4 Menschen als Mitglieder unterschiedlicher Kulturen wahrnehmen Gedanken von anderen Menschen als überlieferte Tradition kennen lernen und deuten Über religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen nachdenken und an diesbezüglichen Gesprächen teilnehmen; verschiedene Weltreligionen und Weltanschauungen unterscheiden Ideen für die Zukunft entwerfen 4

5 Verbindung mit transversalen Kompetenzen Die in EMS geförderten Kompetenzen haben allesamt einen transversalen Charakter. Kinder, die zum Fragen und Infrage stellen ermutigt werden erwerben Informationen und lernen verschiedene Antworten, Denkansätze und Lösungsvorschläge kennen. Die Fähigkeit, Fragen und eigene Wünsche an die Welt zu formulieren, stärkt die Fähigkeit zur Ich-Identität. Die Entwicklung einer sozialen Beobachtungs- und Wahrnehmungskompetenz ermöglicht Kindern, einen Gegenstand, eine Person, eine Situation oder ein Problem differenziert wahrzunehmen und möglichst neutral zu beschreiben, bevor dann dazu Stellung bezogen und bewertet wird. In einer demokratischen Gesellschaft ist die Kompetenz des Perspektivwechsels eine unerlässliche Voraussetzung, damit sich Menschen unvoreingenommen begegnen können. Die Entwicklung einer Deutungskompetenz steht in enger Verbindung mit den Fächern Deutsch, Französisch, Luxemburgisch und natürlich mit den anderen Herkunftssprachen, die in der luxemburgischen Schule vertreten sind. Die Entwicklung einer Reflexionskompetenz unter Einschluss der Phantasie trägt dazu bei, dass sich die Kinder zunehmend als rationale Subjekte verstehen, die in einer Denkund Diskussionsgemeinschaft miteinander alternative Lebens- und Handlungskonzepte entwickeln. Dadurch festigt sich ihr Urteilsvermögen in Bezug auf den Umgang mit sozialer und kultureller Heterogenität in der Gesellschaft. Die Entwicklung dialogischer Kompetenzen einschließlich begriffsanalytischargumentativer und hermeneutischer Fähigkeiten ermöglicht Kindern im Sinne des Artikels 14 der UN-Konvention über die Rechte des Kindes zu lernen, ihre Meinung in allen für sie wichtigen persönlichen und gesellschaftlichen Situationen begründet zu vertreten. Sie erhalten dadurch die Chance, stärker an demokratischen Auseinandersetzungen in der Gesellschaft zu partizipieren. Durch die Kenntnis verschiedener grundlegender Werte und Normen sowie von Kinderrechten erwerben Kinder sowohl die Kompetenz zu unterscheiden (was will ich und was wollen andere) als auch die Kompetenz zu verbinden (was alle gemeinsam wollen). Diese Kompetenzen stärken das Urteilsvermögen von Kindern als wesentliche Basis für das Zusammenleben in der Gesellschaft. Die Entwicklung einer Wahrnehmungskompetenz für kulturelle Vielfalt in der Gesellschaft trägt dazu bei, bereits im Grundschulalter eine Sensibilität für den Wert von kultureller Vielfalt und für ein tolerantes Miteinander der Menschen verschiedener kultureller Identität schätzen zu lernen. Die Beschäftigung mit Gedanken, Werten und Normen der philosophischen und religiösen Tradition ermöglicht Kindern, Ideen und Argumente zu durchdenken, zu 5

6 bewerten und nach eingehender Prüfung möglicherweise in ihr eigenes Weltbild zu integrieren. Sie erlangen dadurch ein fundiertes Wissen und Können für ihre ethische Entscheidungskompetenz. Darüber hinaus entwickelt sich eine Kultur der Nachdenklichkeit, die in vielen Situationen des Lebens hilfreich sein kann, insbesondere für die Auseinandersetzungen mit Problemen der Medienwirklichkeit. Durch die Begegnung mit verschiedenen Weltreligionen, Philosophien und Weltanschauungen erwerben die Kinder Kenntnisse, die ihnen ein Verständnis europäischer und internationaler Kulturgeschichte ermöglichen. Die Fähigkeit, die Zukunft zu antizipieren, ermöglicht Kindern, aktiv ihren Lebensweg mit zu gestalten und an der Veränderung gesellschaftlicher Bedingungen des Zusammenlebens der Menschen mitzuwirken. 6

7 Akzentuierung der Kompetenzen im Verlauf des schulischen Bildungsprozesses 1. Zyklus 2. Zyklus 3. Zyklus 4. Zyklus In Zyklus 1wird durch das Fragen die kindliche Neugier gefördert, sich selbständig Wissen anzueignen, verschiedene Seiten der Welt zu entdecken und den großen Rätseln der Natur und Menschheitsgeschichte aus eigenem Antrieb auf die Spur zu kommen. Mit der Fähigkeit zur Differenzierung und Bewertung lernen die Kinder, eigene Wünsche und Vorlieben zu artikulieren und die Wünsche anderer Menschen zu berücksichtigen. Das Erzählen von Wunschgeschichten fördert die kreative Phantasie der Kinder. In Zyklus 2 üben sich die Kinder darin, möglichst neutrale Beobachter zu sein. Sie lernen Eigenschaften und Verhaltensweisen anderer Menschen kennen und entwickeln die Bereitschaft, diese zur Kenntnis zu nehmen und erst dann zu bewerten. Dadurch bildet sich allmählich eine Haltung der Toleranz heraus. Um das Gefühl der Zusammengehörigkeit zu fördern, lernen die Kinder Feste und Gebräuche verschiedener kultureller Gruppen miteinander in Zusammenhang zu bringen. Die Kinder werden ermutigt, zu ethischen und sozialen Fragen eigene Ideen zu entwickeln und diese in der Klasse vorzustellen. Dadurch entwickeln sie die Fähigkeit zur Empathie, zum Perspektivwechsel sowie eine Haltung der Nachdenklichkeit im Vorfeld der Handlung. Die Entwicklung einer sozialen Wahrnehmungskompetenz trägt dazu bei, den Sinn und Nutzen verschiedener Grundregeln als Basis einer Gemeinschaft kennen zu lernen. Im Sinne der UN- Konvention über die Rechte des Kindes entwickeln die Kinder argumentative Fähigkeiten; dadurch erhalten sie die Chance, stärker an demokratischen Auseinandersetzungen in der Gesellschaft zu partizipieren. Die Beschäftigung mit der Goldenen Regel und mit den Rechten des Kindes stärkt, trotz kultureller, religiöser und weltanschaulicher Unterschiede, das Gefühl der Zusammengehörigkeit. Die Methode des Perspektivwechsels trägt dazu bei, die Ichbezogenheit von Kindern zu verändern und sie für die Fähigkeiten, Gedanken und Gefühle anderer Menschen zu sensibilisieren. Die Entwicklung einer Wahrnehmungskompetenz für kulturelle Vielfalt in der Gesellschaft trägt dazu bei, ein tolerantes Miteinander der Menschen verschiedener kultureller Identität schätzen zu lernen. Da die philosophische Tradition unterschiedliche Antworten auf wichtige Sinnfragen gibt, entwickelt sich bei den Kindern eine Haltung der Offenheit und Nachdenklichkeit. Der Prozess des Nachdenkens wird als Wert an sich erkannt. Die Beschäftigung mit den großen Weltreligionen trägt dazu bei, in den Kindern Verständnis für religiöse und weltanschauliche Überzeugungen zu wecken. Wünsche und Träume für die Zukunft setzen kreative Potenziale frei und befähigen Kinder, eigene Ideen zur Gestaltung der persönlichen und sozialen Beziehungen zu entwickeln. 7

8 Kompetenzerwartungen und Kompetenzniveaus in den verschiedenen Zyklen und Kompetenzbereichen Zyklus 1 Der Rahmenplan für Zyklus 1 sieht vor, dass die Kinder lernen sollen, die Welt mit allen Sinnen wahrzunehmen. Dazu gehört auch die Fähigkeit, die Struktur der Welt differenziert zu erfassen: die Welt lässt sich in eine belebte und eine unbelebte Welt unterteilen. Zur belebten Welt gehören Pflanzen, Tiere und Menschen, die jeweils unterschiedliche Merkmale haben, als gemeinsames Merkmal jedoch das Wachsen und Vergehen (Leben und Tod) aufweisen. Die Kinder sollen sowohl Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten erkennen. Die unbelebte Welt besteht sowohl aus Naturprodukten wie Steinen oder Wasser als auch aus von Menschen künstlich hergestellten Dingen wie Tischen und Stühlen. Sie bewegen sich im Gegensatz zur belebten Welt nicht. Die Struktur der Welt lässt sich aber auch in Himmel und Erde unterteilen, d.h. in die Welt, die sich mit den Sinnen erfassen lässt (das Irdische) und die Welt, die sich nicht mit den Sinnen erfassen lässt (das Himmlische), das in Form von Wolken über uns beobachtet werden kann und zu wichtigen Sinn-Fragen führt: Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Hierzu sollen die Kinder eigene Deutungsversuche unternehmen, die eng mit dem Bereich naturwissenschaftlicher Phänomene zusammenhängen, jedoch über sie hinausgehen. Kinder im Vorschulalter betrachten mit Neugier und Staunen verschiedene Lebewesen, Dinge und Situationen in ihrer Umwelt, die ihnen (noch) unbekannt sind. Deshalb stellen sie Fragen, durch die sie ihre Umwelt erforschen und verstehen wollen. Diese Fragen sind das Ergebnis aus bereits gemachten Erfahrungen, die mit dem Wunsch verbunden sind, noch mehr wissen zu wollen und für viele Rätsel, die ihnen die Welt aufgibt, Antworten zu finden. Zu den Fragen, die Kinder stellen, gehören Wissensfragen (Was? Wer? Wann? Wo?), aber auch Fragen, die sich mit existentiellen Problemen des Menschseins beschäftigen, wie zum Beispiel: Woher kommen die Menschen? Warum müssen alle Menschen sterben? Wer hat die Sonne angezündet. Durch diese Fragen artikulieren Kinder ihr Interesse am Verständnis der Welt. Sie sollten deshalb durch vielfältige Aktivitäten wie Entdeckungsreisen oder die Beschäftigung mit verschiedenen Gegenständen angeregt werden, eigene Antworten zu finden. 8

9 Kinder sind tagtäglich mit verschiedenen Tätigkeiten beschäftigt. Diese Tätigkeiten lassen sich in zwei größere Gruppen unterteilen: Tätigkeiten, die jedes Kind ausführt wie essen, trinken, schlafen, spielen, und Tätigkeiten, die besondere Neigungen von Kindern zum Ausdruck bringen: malen, Flöte spielen oder Fahrrad fahren. Insbesondere die Tätigkeit des Spielens hat eine wichtige Funktion für die kognitive und emotionale Entwicklung von Kindern und sollte deshalb Gegenstand gemeinsamen Nachdenkens sein. Die Unterscheidung verschiedener Tätigkeiten sollte darüber hinaus mit Bewertungen einhergehen: das gefällt mir gut/ das mache ich gern, weil... oder das gefällt mir gar nicht, weil... Die Kinder lernen dadurch eigene Vorlieben oder Wünsche zu äußern, zu begründen und sich mit anderen Kindern darüber auszutauschen. Eine dritter Aspekt betrifft das soziale Verhalten in der Gemeinschaft: die Kinder sollen auch angeregt werden, bestimmte Verhaltensweisen von anderen Kindern begründet zurückzuweisen oder als positiv zu loben: das gefällt mir nicht, wenn du mich an den Haaren ziehst, oder: Ich mag es gern, wenn du mir jeden Morgen zur Begrüßung die Hand gibst. Die Entwicklung dieser Fähigkeit fördert das Miteinander in der Gemeinschaft. Jüngere Kinder denken vorwiegend in Bildern. Ihr wichtigstes Symbolsystem besteht aus Bildern und Fantasien, in denen sie Vorstellungen über die Welt entwickeln, die manchmal auch über das was ist hinausgehen (siehe auch Zyklus 2). Diese Fantasietätigkeit, die ihren Ausdruck auch in Geschichten findet, sollte in der Vorschule bewusst gefördert werden. Kinder sollten insbesondere angeregt werden, ihre Wünsche für sich und andere zu erzählen. Dies kann in Form von verbalen Geschichten realisiert werden, oder aber durch Zeichnungen als bildbezogene Kommunikation bzw. durch Rollenspiele. Wichtig sind die sich daran anschließenden gemeinsamen Gespräche über die unterschiedlichen Wunsch-Vorstellungen mit dem Schwerpunkt: Was wünsche ich mir für mich und andere? Warum wünsche ich mir das? 9

10 Kompetenzniveaus Zyklus 1 Kompetenzen Kompetenzniveau 1 Kompetenzniveau 2 Kompetenzniveau 3 Kompetenzniveau 4 Die Welt wahrnehmen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Menschen, Tieren und Pflanzen beschreiben und durch Rollenspiele und Zeichnungen darstellen. Zusammenhänge zwischen den Lebensweisen von Mensch, Tier und Pflanze anhand diverser Medien darstellen und ihre differenten Lebensstadien einkreisen. Belebtes von Unbelebtem unterscheiden und eigene Gedanken über Himmel und Erde in Form von Phantasiegeschichten oder anderen Medien zum Ausdruck bringen. Lebewesen anhand ihrer Merkmale, Lebensweisen und ihrer Vergänglichkeit darstellen und Natürliches von Künstlichem unterscheiden. Zudem kann es in einem Portfolio seine Gedanken über Himmel und Erde darstellen. Die Welt verstehen Dinge in Natur und Gesellschaft benennen, über die es erstaunt ist und kann Fragen dazu stellen. selbständig ungewöhnliche Dinge in Natur und Gesellschaft entdecken und Fragen dazu stellen. Ungewöhnliches entdecken, es detailliert beschreiben und besprechen. Es ist in der Lage «Was ist» und «Warum»-Fragen zu stellen sowie eigene Vorstellungen zu Lebensproblemen mittels diverser Medien darzustellen. Ungewöhnliches entdecken, dieses hinterfragen und darüber urteilen. Es kann philosophische Fragen stellen und mit anderen Kindern dazu Lösungsvorschläge entwickeln. Es hat in Ansätzen die Fähigkeit des Zuhörens entwickelt. In der Welt handeln eigene Vorlieben bzw. Abneigungen bezüglich verschiedener Tätigkeiten benennen und in Ansätzen diese begründen. Es kann Lieblingsspielzeuge und spiele beschreiben. Es kennt Tätigkeiten seines Tagesablaufs, die auch von anderen Kindern eigene Vorlieben bzw. Abneigungen bezüglich verschiedener Tätigkeiten begründen und kann Tätigkeiten darstellen, die von allen Kindern ausgeführt werden. Es kann das Spielen als wertvolle Aktivität für Kinder begründen und kann das Verhalten seiner Mitschüler in positiver eigene Vorlieben bzw. Abneigungen von Tätigkeiten ausführlich darstellen und begründen. Es denkt darüber nach, was passieren würde, wenn Grundbedürfnisse wie essen/trinken nicht befriedigt werden könnten. Es kennt den Wert von Spielregeln und kann die Begriffe «spielen» und «Regel» anhand von die Wichtigkeit menschlicher Grundbedürfnisse wie essen und trinken begründen. Es kennt den Wert von Spielregeln und ist sicher im Gebrauch der Begriffe spielen und Regel. Es kann eigenes und fremdes Verhalten in 10

11 ausgeführt werden. wie negativer Hinsicht begründen. Beispielen erklären. der Vorschulgruppe bewerten und eigene Ideen für die Gestaltung von Beziehungen in der Gruppe entwickeln. Über die Welt nachdenken anhand verschiedener Medien eigene Wünsche, die sich sowohl auf sich selbst als auch auf andere beziehen, ausdrücken. sich für andere Menschen etwas wünschen. zwischen materiellen und nichtmateriellen Wünschen unterscheiden und Wünsche in Fantasiegeschichten darstellen. Es ist in der Lage darzustellen, was es sich «im größeren Rahmen» wie der Vorschule wünscht. Wünsche für sich und andere differenziert ausdrücken und auch darstellen, wie es diese zusammen mit anderen in der Zukunft realisieren will. 11

12 Zyklus 2 Die Kompetenz, sich in der Welt zu orientieren, hängt in großem Umfang davon ab, mit welcher Intensität Kinder lernen, Gegenstände, Erlebnisse, Menschen und Beziehungen in ihrem unmittelbaren Umfeld wahrzunehmen und zu strukturieren. Im Laufe der Grundschulzeit lernen die Schülerinnen und Schüler zu beobachten, allgemeine Merkmale und Details von Phänomenen zu beschreiben, Zusammenhänge herzustellen und diese zum Gegenstand des Nachdenkens zu machen. Dabei erfahren sie, dass Menschen, Dinge und Handlungen verschiedene Erscheinungsformen haben, die vom situativen Kontext abhängen und sich verändern können. Diese Veränderung wird durch die innere und äußere Wahrnehmung erfasst. Die äußere Wahrnehmung bezieht sich darauf, wie eine Sache oder ein Mensch auf den ersten Blick erscheint (jemand hat zum Beispiel blaue Augen und blonde Haare), während die innere Wahrnehmung das Wesen einer Sache bzw. des Menschen im Blick hat: jemand verfügt über bestimmte Charaktereigenschaften, Gefühle oder Gedanken, die nicht nur äußerlich beobachtet werden können. Die Wahrnehmung umfasst noch einen dritten Aspekt: die soziale Dimension. Menschen leben nicht allein, sondern in Gemeinschaften, die spezifische Merkmale aufweisen, die es herauszufinden gilt. Die Kompetenz des Wahrnehmens soll die ganzheitliche sinnliche Bildung der Kinder fördern: die Welt wird mit allen Sinne erfasst und beschrieben. Dabei sind auch kreative Formen des Wahrnehmens möglich, zum Beispiel durch Körperbewegungen (Pantomime, Standbild) und durch visuelle Symbole (Zeichnungen). Menschen organisieren ihr Zusammenleben und die Verständigung darüber durch den Gebrauch von Symbolen. Durch Symbole wird es überhaupt erst möglich, miteinander zu kommunizieren und verschiedenen Dingen auf der Welt eine Bedeutung zu verleihen. Symbole abstrahieren von konkreten Dingen und Personen, über die sich Menschen auch verständigen können, wenn diese nicht unmittelbar verfügbar sind. Da sich Dinge, Menschen und die Beziehungen zwischen ihnen ständig verändern, verändern sich auch manche Symbole. So gibt es zum Beispiel heute keine Postkutschen mehr, demzufolge werden im öffentlichen Leben auch keine Symbole für Postkutschen verwendet. Symbole sind Denk-Werkzeuge, um die Welt zu verstehen und Dingen eine Bedeutung zu verleihen. Deshalb ist es wichtig, bereits in der Grundschule die Kompetenz zu entwickeln, Symbole zu identifizieren (was bedeutet das Symbol?), zu deuten (wozu wird es verwendet?) und in den eigenen Handlungskontext einzubinden (die Stirn in Falten zu ziehen, soll anderen mitteilen, dass ich etwas nicht verstehe). Zur Entwicklung des Zusammenlebens mit anderen Menschen ist es in der heutigen Informationsgesellschaft unerlässlich, verschiedene kulturelle Bedeutungen von Symbolen zu kennen und anzuwenden, um sich möglichst umfassend verständlich zu machen. Im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes sollte deshalb zwischen sprachlichen 12

13 und nichtsprachlichen Symbolen unterschieden werden. Wichtige Methoden sind die Pantomime, das Standbild und das Rollenspiel. Das Zusammenleben der Menschen ist durch unterschiedliche Feiertage und Bräuche gekennzeichnet, die an wichtige Ereignisse im Leben eines Volkes erinnern und von Generation zu Generation überliefert worden sind. Sie tragen dazu bei, sich auf wichtige Traditionen zu besinnen und festigen so das Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen. Darüber hinaus haben sie auch eine familiäre Bedeutung: Feiertage und Bräuche sind Höhepunkte des Familienlebens und bringen die Familienmitglieder, die weit voneinander entfernt sein können, an einen gemeinsamen Tisch. Dadurch entwickelt sich eine Kultur des Feierns, die mit vielen Annehmlichkeiten wie Essen und Trinken, Singen und Tanzen verbunden ist. In einer pluralistischen Gesellschaft mit zunehmender Migration werden unterschiedliche Feste gefeiert und Bräuche gepflegt. Deshalb sollten nicht nur die Feiertage und Bräuche der nationalen Mehrheit Luxemburgs im Unterricht vorgestellt werden, sondern auch Feste und Bräuche aus den Herkunftsländern der Migrantinnen und Migranten., die manche ihrer Verhaltensweisen erklären, wie zum Beispiel das Nahrungsverbot von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang während des Fastenmonats Ramadan im Islam und die daraus resultierenden Handlungsgebote für den Einzelnen. Die Beschäftigung mit wichtigen Sinnfragen erfordert die Ausbildung von Reflexionskompetenzen und Phantasie. Beide stehen in einem engen Zusammenhang und sind Schlüsselqualifikationen für Schule und Beruf. Sie ermöglichen das Nachdenken über die gegenwärtige Welt und die Stellung des Menschen in ihr, aber auch das Entwerfen von Zukunftsvisionen: Wie stelle ich mir die Welt von morgen vor? Was soll sich verändern? Wie kann die Welt gerechter werden? Welche Handlungsalternativen haben Menschen, wenn sie mit ethischen Problemen konfrontiert werden? Das Nachdenken über die Welt fördert kognitive und kreative Potentiale der Schülerinnen und Schüler, da sie eigene Ideen entwickeln, weiterdenken und begründen sollen. Ihr Vorstellungsvermögen wird aktiviert und Handlungsmöglichkeiten können in der Phantasie erprobt werden: Was würde ich tun, wenn eine gute Fee zu mir käme und mir versprechen würde, alle meine Wünsche zu erfüllen? Das Nachdenken über die Welt aktiviert auch die Bereitschaft zu Gedankenexperimenten. Im Vordergrund steht das Umdenken, Ausdenken und Neudenken fundamentaler Lebensprobleme mithilfe diskursiver und präsentativer Symbole, d.h. logisches und anschauliches Denkens dienen als ganzheitlicher Ansatz der Welterschließung. 13

14 Kompetenzniveaus Zyklus 2 Kompetenzen Kompetenzniveau 1 Kompetenzniveau 2 Kompetenzniveau 3 Kompetenzniveau 4 Die Welt wahrnehmen mit einfachen Worten ohne auf Details zu achten äußere Merkmale von Menschen beschreiben. Es kann Eigenschaften von Menschen beschreiben und in Ansätzen verschiedene Gefühle, Wünsche und Träume unterscheiden. Details der äußeren Merkmale geben und Eigenschaften, Gefühle und Gedanken verschiedenen Gruppen zuordnen. differenziert eigene Stärken/Schwächen beschreiben und erkennen, dass sie sich verändern können, sowie Ursachen für deren Veränderung anführen. Selbstund Fremdwahrnehmung unterscheiden, sowie erkennen dass sich die eigene von der Wahrnehmung durch andere Menschen unterscheiden kann. In Ansätzen können hierfür auch Ursachen benannt werden. Die Welt verstehen verschiedene Symbole in der Gesellschaft unterscheiden und in Ansätzen ihre Bedeutung resp. Funktion erklären. Symbole verschiedenen Gruppen zuordnen und ist in der Lage, die Spezifik der jeweiligen Gruppe zu erklären (Kreuz - Christentum) selbst Symbole für Dinge/Personen entwerfen und ihre Bedeutung anderen Kindern erklären. Dazu verwendet es sowohl sprachliche als nichtsprachliche Symbole (z.b. Faust- Wut) Das Kind verfügt über ein umfangreiches Repertoire an Symbolen und ist fähig diese in Handlungszusammenhängen anzuwenden, um sich so zu verständigen resp. Absichten und Wünsche mitzuteilen. In der Welt handeln Das Kind ist fähig wichtige Feste des Jahreskreises zu benennen und die ihnen zugrundeliegenden Regeln und Bräuche darzustellen. Es kann über die Praxis dieser Feste in der eigenen Familie berichten. Feste im Jahreskreis verschiedenen Gruppen zuordnen, sowie die wesentlichen Merkmale der Gruppen darstellen. darstellen, wie es Feste mitgestalten kann. Es kann erklären, warum ein bestimmtes Fest gefeiert wird, wie es vorbereitet resp. welche Regeln eingehalten werden sollen. Das Kind verfügt über umfangreiche Kenntnisse zu verschiedenen gesellschaftlichen und religiösen Festen und es kennt auch Feste anderer Kulturen, der Mitglieder in der luxemburgischen Gesellschaft leben. Es ist in der Lage traditionelle Bräuche Luxemburgs zu charakterisieren und Ideen für deren Gestaltung zu entwickeln. 14

15 Über die Welt nachdenken sich vorstellen eine andere Person zu sein, an einem anderen Ort zu leben und Wünsche an die Zukunft zu artikulieren. Es ist in der Lage für seine Ideen sprachliche/nichtsprachliche Ausdrucksmittel zu verwenden. Das Kind ist in der Lage, über Probleme der personalen Identität hinaus, sich alternative Handlungsweisen für ethische Situationen zu überlegen und in einer adäquaten Art und Weise darzustellen. Das Kind ist in der Lage, in die Produktion eigener Ideen zu Identität und ethischen Handlungsalternativen auch die Ideen von anderen Kindern mit einzubeziehen. umfassend eigene Vorstellungen zu Problemen der personalen Identität und ethischer Handlungsweisen artikulieren, diese mit verschiedenen Ausdrucksmitteln darstellen und anderen Kindern plausibel machen. 15

16 Zyklus 3 Menschen sind soziale Wesen mit wechselseitigen Erfahrungen, die in Gemeinschaften zusammenleben. Diese Gemeinschaften erleichtern Kindern die Orientierung in der Welt. Sie stellen einen festen Bezugspunkt in ihrem Alltagsleben dar und überliefern ihnen bestimmte Werte, Normen, Regeln und Gewohnheiten für ihr soziales Verhalten. Insbesondere soziale Werte wie Geborgenheit, Halt und Hilfe sind für die physische und psychische Entwicklung von jüngeren Kindern von großer Bedeutung. Wichtige Gemeinschaften, in denen jüngere Kinder aufwachsen, sind die Familie, die Schule sowie Sport-, Kultur- und Religionsgemeinschaften. Sie alle tragen dazu bei, soziale Kompetenzen zu entwickeln. Durch sie lernen Kinder auch, dass Menschen traditionell Mitglieder verschiedener Gemeinschaften sind. So ist ein Grundschulkind zum Beispiel in der Familie das zu erziehende Kind, in der Schule der/ die lernende Schüler/in und in der Religionsgemeinschaft ein glaubendes Mitglied der Gemeinde. In jeder Gemeinschaft gibt es unterschiedliche Regeln und Tätigkeitsschwerpunkte. Die Schülerinnen und Schüler sollen deshalb die Kompetenz erwerben, Unterschiede der verschiedenen Gemeinschaften wahrzunehmen und vor allem Gemeinsamkeiten zwischen ihnen herauszuarbeiten. Eine wichtige Gemeinsamkeit von Gemeinschaften, die Kinder in EMS erkennen sollen, sind Regeln. Sie betreffen Handlungen aller Art, den Umgang mit Gegenständen sowie die vielfältigen Kommunikationsprozesse in der Gesellschaft. Regeln tragen dazu bei, die Beliebigkeit subjektiven Meinens, Begehrens und Handelns zu begrenzen und in einen überindividuellen Ordnungszusammenhang zu stellen. Kinder entwickeln Ideen über die Welt durch Wahrnehmungen und Beobachtungen, aber auch in ganz entscheidendem Maß in kommunikativen Situationen durch den Meinungsaustausch mit anderen Menschen. Deshalb sollte die Kompetenz zu dialogischer Auseinandersetzung bereits in der Grundschule gefördert werden. Sie umfasst zwei wesentliche Aspekte: zum Einen die Herausbildung personaler Kompetenzen, die sich auf das selbständige Nachdenken über wichtige Lebensprobleme und die sich daran anschließende Urteilsbildung beziehen (ich finde/ glaube, meine ). Zum anderen gehört dazu die Entwicklung sozialer Kompetenzen, welche die Fähigkeit zum Verständnis anderer Meinungen, Standpunkte und Gefühle beinhaltet, (andere sind aber der Ansicht, dass ), auch wenn sie der eigenen Sichtweise entgegensteht. Das dialogische Prinzip stellt eine wichtige Methode der philosophischen Tradition dar, die seit über 2500 Jahren dazu beigetragen hat, eine Gesprächskultur der rationalen Auseinandersetzung in Europa zu befördern. Sie sollte den Schülerinnen und Schülern deshalb als wichtige Kulturtechnik des Philosophierens vermittelt werden. Da Sprache und Sprachhandeln auch zum Gegenstand des Sprachenunterrichts gehören, sollte der Schwerpunkt in EMS auf die dialogische Auseinandersetzung hinsichtlich 16

17 ethisch-sozialer Problemstellungen gelegt werden: Wie verhalte ich mich anderen Menschen gegenüber? Wie kann es mir gelingen, ihre Wertvorstellungen zu verstehen? Innerhalb des dialogischen Prozesses spielen insbesondere ethisch-philosophische Begriffe wie Gerechtigkeit oder Freundschaft eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund sollen Grundschulkinder auch in Ansätzen Methoden kennen lernen, die ihnen ermöglichen, die Bedeutungen dieser Begriffe zu hinterfragen. Die nachfolgend aufgeführten Kompetenzen entsprechen den eingangs charakterisierten Methoden des Philosophierens mit Kindern. Werte und Normen sind für das Zusammenleben in verschiedenen sozialen und kulturellen Gemeinschaften sehr wichtig; insofern steht dieses Kompetenzfeld in engem Zusammenhang mit dem Kompetenzfeld 1 Die Welt wahrnehmen/ Zusammenleben in Gemeinschaften. Werte und Normen (auch Gebote genannt) bilden die Grundelemente der Ethik, welche die Frage nach der Moralität des menschlichen Handelns stellt. Ein drittes Element der Ethik sind Tugenden (moralisch gute Lebenseinstellungen), die in späteren Jahrgangsstufen vorgestellt werden. Für die ethische Bildung in der Grundschule ist es wichtig, dass Kinder lernen, zwischen Werten (etwas, das für mich und andere wertvoll und erstrebenswert ist) und Normen (Handlungsregeln, die mir sagen, was ich machen soll) zu unterscheiden. Darüber hinaus sollten Grundschulkinder bereits verschiedene Formen von Werten kennen lernen wie zum Beispiel persönliche Werte (ein schönes Fahrrad) oder soziale Werte (zum Beispiel Freundschaft). Auch sollte ihnen plausibel gemacht werden, dass Werte nicht unabhängig von Personen existieren und ihre Gültigkeit nur dadurch erlangen, dass Menschen ihnen zustimmen. Dies führt dazu, dass sich Werte auch verändern können, wenn sie nicht mehr von der Mehrheit der Menschen in einer Gemeinschaft getragen werden. Normen haben im Gegensatz zu Werten einen vorschreibenden Charakter: sie empfehlen oder schreiben vor, wie Menschen handeln sollen, d.h. in ihnen wird ausgedrückt, welches moralische Verhalten in einer Gemeinschaft als erstrebenswert angesehen wird. Zu den ältesten Normen gehört die Goldene Regel, die in vielen Religionen und ethischen Weltbildern als handlungsleitend angesehen wird. Da in einer pluralistischen Gesellschaft mit verschiedenen kulturell-religiösen Minoritäten die Pluralität von Werten und Normen zunimmt, sollten bereits Grundschulkinder erkennen, dass es etwas Verbindendes zwischen der Diversität von Werten und Normen geben muss, sozusagen einen übergreifenden ethischen Maßstab, an dem sich die Humanität von Wertvorstellungen messen lässt. Dieser übergreifende internationale Konsens sind die Rechte der Kinder, die von der UNO in der Erklärung der Rechte des Kindes 1959 formuliert worden sind. 17

18 Kompetenzniveaus Zyklus 3 Kompetenzen Kompetenzniveau 1 Kompetenzniveau 2 Kompetenzniveau 3 Kompetenzniveau 4 Die Welt wahrnehmen verschiedene Gemeinschaften aus seinem Umfeld benennen und ihre wesentlichen Merkmale beschreiben. Es kennt Regeln, die in den Gemeinschaften gelten. Die eigenen Aufgaben in Familie und Schule können beschrieben werden und soziale Gefühle in Ansätzen gezeigt werden. Das Kind kennt Formen von Konflikten sowie Möglichkeiten ihrer Lösung. seine Zugehörigkeit zu verschiedenen Gemeinschaften ausführlich beschreiben. Es kennt die Funktion von Regeln und ist in der Lage diese zu verdeutlichen. Soziale Verhaltensweisen und Gefühle können an Beispielen verbal/nonverbal dargestellt werden. Die Ursachen von Konflikten und Möglichkeiten ihrer Lösung können erklärt werden. an für Beispielen erkennen, dass verschiedene ethische sich Regeln von Situationen aus seinem sozialen Gemeinschaften im Laufe Umfeld eigene der Zeit verändern Regelvorschläge unterbreiten. können. Es ist in der Lage Das Kind kennt die Bedeutung in simulierten ethischen von Mitgefühl gegenüber Handlungssituationen Schwächeren, sowie das kooperative Modell einer Streitschlichtung. Verhaltensstrategien wie gemeinsames Problemlösen zu erproben. Es kennt Möglichkeiten zur Konfliktentschärfung. Die Welt verstehen zu verschiedenen ethischen Sachverhalten mündlich/schriftlich eine kurze eigene Meinung formulieren und diese auch begründen. Es ist in der Lage am sokratischen Gespräch zu partizipieren, sowohl betreffend Vorbereitung wie Durchführung. Es kann zu schwierigen ethischen Begriffen ein Wortfeld erstellen. seine eigene Meinung vorbringen und diese durch mehrere Gründe (mindestens 2) untermauern. Es beteiligt sich am Erstellen der Regeln betreffend das sokratische Gespräch und kann in seinen Worten die Meinung anderer wiedergeben. Es kann mit Wortfeldern und Begriffspyramiden arbeiten. seine eigene Meinung formulieren und diese begründen, sowie sich aktiv am sokratischen Gespräch beteiligen, insbesondere betreffend die Aspekte der Problemlösung sowie der Konsensfindung. Es kann die Meinungen anderer im persönlichen Meinungsbildungsprozess berücksichtigen. Es kann mit ethischen Begriffen kreativ umgehen (Elfchen/Akrostichon). seine eigene Meinung formulieren und begründen indem es sich aktiv am sokratischen Gespräch beteiligt. Es kann erläutern, warum ein Konsens gefunden wurde, bzw. es beim Dissens geblieben ist. Es kann diverse Verfahren hinsichtlich des Verständnisses ethischer Begriffe und eigene kreative Aspekte diesbezüglich einbringen. 18

19 In der Welt handeln für die Begriffe Wert, Norm und Recht Beispiele nennen. Es kann auch Beispiele für persönliche, soziale, religiöse und kulturelle Werte und Normen geben. Es kann die Goldene Regel mit eigenen Worten wiedergeben und mit Beispielen aus seinem Umfeld unterlegen. Es kennt verschiedene Kinderrechte. die Begriffe Wert, Norm und Recht mittels Wortfelder darstellen, sowie Unterschiede zwischen den Gruppen von Werten und Normen formulieren. Es kann die Nützlichkeit der Goldenen Regel für das menschliche Zusammenleben erklären und erklären, welche Bedeutung Kinderrechte und pflichten für das eigene Handeln haben. die Begriffe Wert, Norm und Recht durch verschiedene begriffsanalytische Verfahren darstellen. Es kann die Bedeutung sozialer Normen und Werte für das gesellschaftliche Zusammenleben begründen. Es kann Normen verschiedener Religionen benennen und erklären und die Goldene Regel sicher anwenden. Es kann (mit Hilfsmitteln) Kinderrechte aufsuchen und deren Wichtigkeit darstellen. die Begriffe Wert, Norm und Recht mit verschiedenen Verfahren darstellen und deren Relationen zueinander herausarbeiten. Es kann Gemeinsamkeiten/Unterschiede zwischen Werten und Normen verschiedener Gesellschaften formulieren. Es kann darstellen, dass sich persönliche Werte verändern. Es versteht die Goldene Regel als universelle Norm. Es organisiert Kinderrechtsaktionen. Über die Welt nachdenken eine Eigenschaft oder eine Fähigkeit von anderen Personen oder Lebewesen durch Aussagen, kleine Dialoge oder Rollenspiele darstellen. wichtige Eigenschaften von Personen/Lebewesen durch Aussagen, Dialoge oder Rollenspiele darstellen. Es kann zwischen diversen Eigenschaften und Fähigkeiten unterscheiden. wichtige Eigenschaften oder Fähigkeiten von anderen Personen oder Lebewesen (Tiere, Pflanzen) durch Aussagen, kleine Dialoge oder Rollenspiele darstellen und begründen wofür diese notwendig sind. Eigenschaften, Fähigkeiten, Gedanken und Gefühle anderer Personen und Lebewesen erfassen und darstellen. Es kann durch Perspektivwechsel und das Unterscheiden von Wissen und Glauben diese Eigenschaften und Fähigkeiten von eigenen unterscheiden und bewerten. Es entwickelt eine ethisch-philosophische Fantasie in Bezug auf das zukünftige Zusammenleben der Geschlechter und Generationen in der Gemeinschaft. 19

20 Zyklus 4 In allen Ländern Europas leben Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammen. Damit Kinder verschiedener kultureller Herkunft eine Zusammengehörigkeitsgefühl ausbilden können, sollten sie Einblick in bestimmte Sitten und Gebräuche von jeweils anderen kulturellen Gemeinschaften und ihrer Herkunftsländer erhalten. Damit wird Bezug auf das Kompetenzfeld 1 / Zusammenleben in Gemeinschaften des Zyklus 3 genommen. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Kompetenz erwerben, kulturelle Eigenheiten der verschiedenen kulturellen Gemeinschaften kennen und verstehen zu lernen. Dadurch entwickelt sich das Verständnis für den Wert kultureller Vielfalt und das Zusammenleben aller Menschen in einer multiethnischen Gesellschaft. Die Ethik verfügt in Europa, aber auch in anderen Kulturkreisen über eine 2500jährige Tradition. Philosophinnen und Philosophen haben sich kontinuierlich mit ethischen Fragestellungen bzw. wichtigen Sinnfragen wie Gut und Böse oder dem Verhältnis zwischen Mensch und Natur beschäftigt und dazu unterschiedliche, gut begründete Antworten formuliert. Die Schülerinnen und Schüler sollen nun einige dieser Antworten aus der Geschichte der Ethik, die ein Teilgebiet der Philosophie darstellt, kennen, verstehen und bewerten lernen. Menschen finden nicht nur durch Werte und Normen Orientierung, sondern auch in ihrer eigenen Weltanschauung, in ihrem Glauben, durch eine religiöse Überzeugung. Sie schöpfen daraus Trost, Hoffnung und Zuversicht. Im Laufe der Menschheitsgeschichte haben sich in verschiedenen Kulturen unterschiedliche Glaubensrichtungen in Form von Religionen entwickelt. Die Religion bindet einen Menschen an ein übersinnliches Prinzip, das unterschiedliche Gestalt annehmen kann. Einerseits wird darunter eine überindividuelle Person wie z.b. Gott oder Allah verstanden oder aber ein unpersönliches Prinzip wie das Tao (das Ewige und Unteilbare) in der chinesischen Religion. Religion verbindet aber auch Menschen in gemeinsamen Ritualen wie Gebeten und stiftet dadurch ein Gemeinschaftsgefühl, das im Ethikunterricht im Mittelpunkt stehen sollte. Die Kinder sollen Gottesvorstellungen und ethische Gebote aus den großen Weltreligionen kennen lernen und sie als einen Bestandteil internationaler Kulturgeschichte verstehen. Gleichzeitig sollen sie aber auch andere als religiöse, z.b. humanistische Weltanschauungen kennen lernen. Seit Beginn der philosophischen Tradition haben sich Menschen darüber Gedanken gemacht, wie eine gerechte Gesellschaft aussehen sollte und wie Menschen in Zukunft friedlich miteinander zusammenleben können. Diese Gedankenexperimente spiegeln die Fähigkeit des Menschen wieder, über sich und sein Leben nachzudenken, Pläne zu 20

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