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1 «Was bedeutet Interkulturelle Kompetenz und wozu brauchen wir sie?» Jorge Montoya-Romani Berater & Trainer «Interkulturelles Lernen»

2 «Was bedeutet Interkulturelle Kompetenz und wozu brauchen wir sie?» - ZIELE: - Sensibilisieren, dass das Kulturelle bei jeder Person (egal ob Einheimischer oder Migrant) in zwischenmenschlichen Beziehungen oft eine wichtige Rolle spielt aber nicht immer - Interkulturelle Kompetenz (Wissensvermittlung)

3 «Was bedeutet Interkulturelle Kompetenz und wozu brauchen wir sie?» INHALT: 0. Über mich Wie kam ich zur Interkulturalität? 1. Was ist dann das Kulturelle? Ist das in jeder Situation von Bedeutung? 2. Wie äussert sich mein Kulturelles im Alltag? 3. Interkulturelle Begegnungen Wie gelingen sie? Worauf achten? 4. Wichtigkeit Interkultureller Kompetenz

4 1. Was ist dann das Kulturelle? Ist das in jeder Situation von Bedeutung? Kultur? KulturEN! Drei Bemerkungen - Alles ist Wahrnehmung - Alles ist situativ - Es geht um sinnvolle Verallgemeinerungen ( Tendenzen ) Meine vielen «kulturellen Prägungen»! geogr., polit., relig., beruf., generatio. usw.

5

6 Kultur? KulturEN! - Bild «Eisberg» - «Dasjenige, was allen Mitgliedern einer sozialen Gruppe gemeinsam ist und an neue Mitglieder weitergegeben wird, welches in einem charakteristischen Verhalten ihren Ausdruck finden» - «Wenn es auch anders geht»

7 3. Interkulturelle Begegnungen worum geht es? es entsteht ein Zwischenraum

8 Ich bin also ein Eisberg! Wir sind alle Eisberge! z.b. die Schule ist auch ein Eisberg! meine neue Firma auch usw. Meine Kommunikation Meine Wahrnehmung Mein Auftreten Mein Aussehen usw. Ihre Kommunikation Ihr Funktionieren Ihre Methoden usw. Meine Werte Meine Ideen Mein Glaube Meine Gefühle usw. Ihre Werte Ihre Normen und Regeln Ihre Ziele usw.

9 Bei interkulturellen Begegnungen treffen Menschen unterschiedlicher «Kulturkreisen» Aufeinander: - Es entsteht ein Zwischenraum, eine Interkultur - Es beginnt ein Aushandlungsprozess, dessen Verlauf und Ende von den Beteiligten abhängt - Daher lässt sich auch nicht vorhersagen, wie diese Interkultur im Endeffekt aussieht - Es handelt sich um einen ständigen Prozess des Lernens und Neu-Erfahrens

10 2. Wie äussert sich mein Kulturelles im Alltag? - Kulturell geprägte Kommunikationsstile - Kulturell geprägte Wertesysteme

11 «Was bedeutet Interkulturelle Kompetenz und wozu brauchen wir sie?» - Kulturell geprägte Kommunikationsstile einige Beispiele

12 - Kulturell geprägte nichtverbale Kommunikation einige Beispiele

13 - Kulturell geprägte Wertesysteme einige Beispiele

14 3. Interkulturelle Begegnungen Wie gelingen sie? Worauf achten? Eine These zu Interkulturalität: In einer Gesellschaft, für die kulturelle Mixturen charakteristisch sind, ist statt Kulturwissen mehr die Fähigkeit gefragt, kulturelle Bedeutungen und Verhaltenserwartungen auszuhandeln oder kooperativ zu erschliessen (= zugänglich machen). Dafür brauchen wir alle Interkulturelle Kompetenz!

15 Frage: Warum ist allgemeine Sozialkompetenz nicht für interkulturelle Kontakte ausreichend? Wie z.b. Offenheit, Flexibilität, Respekt, Rollendistanz, Empathie, Konfliktfähigkeit, Selbstreflexion Ganz sicher sind diese Fähigkeiten und Haltungen günstige Voraussetzungen für interkulturelle Begegnungen! Interkulturelle Kompetenz verlangt jedoch nach einigen Spezifizierungen!

16 Interkulturelle Kompetenz verlangt noch Umgang mit Unsicherheit Ambiguitätstoleranz Sich der eigenen Kulturgebundenheit bewusst werden Sensibilität für fremde Kulturmuster (Sich einlassen) Sensibilität für die Beziehungsseite der Kommunikation (gegenseitiges Gesicht wahren; kooperative Haltung) Empathie für Kollektiverfahrungen Reflexion der eigenen Fremdbilder

17 Interkultureller Kompetenz ist ein Mix von Wissen, Haltungen und Fähigkeiten, die es einer Person ermöglichen, mit Angehörigen anderer Kulturkreisen vorurteilsfrei, kultursensibel und wirkungsvoll zu interagieren.

18 Interkultureller Kompetenz bedeutet somit Grenzen zu erkennen und zu tolerieren, die eigene Position zu erklären, die fremde Position zu verstehen und aus diesem Verständnis gemeinsame Handlungsspielräume zu schaffen.

19 Zum Begriff Kompetenz Ich weiss es, ich habe es schon mal gemacht! Wau, wie gut spielt du jetzt Klavier! Nicht nur Wissen und Können, sondern auch Wollen Es geht nicht um addieren, sondern um multiplizieren! Kompetenz = Wissen x Können x Wollen

20 4. Interkulturelle Kompetenz Schüsselkompetenz für ALLE! 1. Es ist Aufgabe uns ALLEN, Felder der Begegnung zwischen Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft zu schaffen, um DIALOGFÄHIGKEIT, TOLERANZ und RESPEKT einzuüben. 2. INTEGRATION in die Schweizer Gesellschaft ist dabei keine Einbahnstrasse: Wenn Einheimische keinen tiefergehenden Kontakt zu Menschen mit Migrationshintergrund haben, dann sind auch sie nicht in die mehrkulturelle CH-Gesellschaft integriert! 3. Die konsequente Vermeidung von Kontakten mit Menschen anderer Herkunft stellt den ersten Baustein für die Entstehung von Antipathie, innerer Ablehnung, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus 4. Mit INTERKULTURELLER KOMPETENZ können wir ALLE nachhaltig ein gemeinsames Wohlbefinden erreichen!

21 Angebote MONTOYA-ROMANI INTERCULTURAL Beratung / Coaching Einzelpersonen, Eltern, Familien Fachberatung / Projektbegleitung Teams, Institutionen Vereine usw. Weiterbildung / Sensibilisierung Elterngruppen Fachteams Themen Interkulturalität & Integration Interkulturelle Elternbildung Interkulturelle Frühe Förderung Interkulturalität & «Lernen lernen»

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