Einführung in die Finanzmärkte

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1 1 Einführung in die Finanzmärkte

2 2 Einführung in die Finanzmärkte Was wird gehandelt? Auf Finanzmärkten werden handelbare Ansprüche auf Geld gehandelt. Diese werden Wertschriften genannt. Unter dem FOREX Markt versteht man den Tausch einer Währung in eine andere (BSP. CHF gegen USD , Fixierter Kurs bei ca. 4.25, 1970, 4CHF für 1 USD, heute knapp 1:1). Der FOREX hat direkte Auswirkungen auf alle Einwohner im Land, da sie die Importe und Exporte direkt beeinflussen. Damals war Wechselkurs fixiert, Bretton Woods System. Auf den Finanzmärkten wird heutiges Geld gegen künftiges Geld gehandelt. In einem Aktienmarkt (COMMON STOCK MARKET) können bsp. Cooperations Geld verdienen und dadurch Aktivitäten koordinieren können. Ohne die Finanzmärkte wäre es schwer, Geld umzuverteilen. Financial Markets are promoting Efficiency Auf dem Debt and Interest Rates Markt werden Bonds und Fremdkapital gehandelt. Heutiges Geld gegen zukünftiges Geld. 1. Obligationen (notes 1J, bills1-10j, bonds10j+) des Staates 2. Schuldenverschreibungen von Firmen (corporates) 3. Besicherte Kredite (Hypothekarschulden) 4. Unbesicherte Kredite (IOU) 5. Sichtguthaben oder Festgeld (Depositen) Zinssatz! =! Preis zu dem man bereit ist Geld zu verlehnen (Abh. Von Ausfall,!!! Aufw. Gewinn) Assets! =! ein Anspruch oder Eigentum das besitzt werden kann Bond!! =! Schuld, die dazu verpflichtet Zahlungen zu leisten Security! =! Ein Anspruch auf das zukünftige Einkommen des Kreditnehmers. Wird!!! auch Financial Instruments genannt. Assets für den Kreditgeber. Der!!! Käufer der Security besitzt eine Liability (IOU ( I owe you), debt) Mortage! =! Hypothek Equities! =! Aktien, Anspruch auf Gewinn und Kontrollrecht. Zinsstruktur!=! yield Curve, Zinsverlauf (term structure of interest rates). Zinssatz zu!!! verschiednen Zeitpubkten für verschiedene Laufzeiten. Kann negativ sein Versicherungspolice = festes Geld gegen Variables (feste Prämie gegen bedingte!!! Auszahlung. Derivat! =! Auszahlung ist die Funktion des Preises einer anderen Wertschrift. So!!! kann man sich mit dem Put gegen Preisbewegungen versichern. So!!! bsp. Gegen Tornados, Hurrikanes, usw. Debt and Equity Markets (Fremdkapital & Eigenkapital) Hier werden auch Obligationen gehandelt. Je nach Laufzeit wird zwischen short (1 Jahr), intermediate (1-10 Jahre) und long (10 Jahre +) unterschieden. Firmen können auf zwei verschiedene Arten Geld verdienen. 1. Ausstellung eines Schuldtitels (Bond, Mortage, Obligationen) wo vertraglich festgehalten wird, wann die Zahlungen stattfinden in einem bestimmten Zeitraum. 2. Die zweite Methode ist die Ausstellung von Equity, Aktien. Hier werden Dividenden ausgezahlt.

3 3 Der Hauptnachteil der Equity ist, dass zuerst die Obligationen bezahlt werden müssen. Geld das am falschen Ort ist, bildet eine Art Grundlage. Leute mit Geld (Haushalte, Firmen mit Überschuss) und Leute mit Geldbedarf (Familie möchte Haus kaufen, Firma möchte investieren) treffen aufeinander. Die stärkste Finanzinstitution sind die Zentralbanken. Interne Finanzierung: Eine Firma, Haushalt spart, akkumuliert Kapital und finanziert damit eine Anschaffung (Apple hat keine Dividenden ausgezahlt und spart das Geld). Direkte Finanzierung, Partnerschaft: Mehrere Personen schliessen sich zu einer Gemeinschaft zusammen und finanzieren zusammen ein Projekt. Direkte Finanzierung, Venture Finanzierer: Halten Eigenkapital an der Firma, BSP (Bank) Direkte Finanzierung: Emission: initial public offering (IPO) Angebot der Firmen der Security an die Öffentlichkeit Indirekte Finanzierung: Durch Finanzintermediäre wie Banken, Versicherungen, Pensionskassen usw. Wird Geld gesammelt und dann Investiert. Sekundärmärkte können auf 2 Arten koordiniert werden. Beim Primärmarkt tauschen Investoren untereinander die Anteile. Organisierte Börse ( exchange ): An organisierten Börsen werden standardisierte Wertschriften gehandelt. Es treten viele Käufer und Verkäufer auf. Der Markt ist anyonym, niemand weiss von wem sie eine Aktie kaufen. Das Gegenparteirisiko ist minimal, da man mit der Clearingstelle einen Vertrag eingeht. Die Wertschriften sind leicht zu handeln und machen die Anpassung an ein Portfolio einfacher. Over the Counter (OTC): Bilaterale Vereinbarung zwischen 2 oder mehreren Parteien. Solche Vereinbarungen sind nicht handelbar, Sie weisen ein Gegenparteirisiko auf, weil die zukünftige Zahlungen davon abhängen, ob die Vertragspartei noch zahlungsfähig ist. Die Vereinbarungen sind dafür massgeschneidert. Sie sind dennoch wettbewerbsfähig.

4 4 Zinsen Zinssätze: wichtigste Preise in der Wirtschaft. Sind eine zentrale Grösse bei der Beurteilung von Investitionen und beeinflussen somit alle Investitionsentscheidungen. Sind die wichtigste Grösse der geldpolitischen Steuerung. Gegenwartswert Present Value: Die meisten Menschen sind ungeduldig und bevorzugen deshalb früher Geld zu erhalten als später. Geld das früher zur Verfügung steht hat mehr Wert als Geld, das später zur Verfügung steht, da ein Mehrwert geschaffen werden kann. CF (Cash Flow) = PV * (1+ Zinssatz) Anzahl Jahre!! PV = CF/(1+ Zinssatz) Anzahl Jahre Dadurch lassen sich verschiedene Zahlungen vergleichen. (Intertemporaler Vergleich) Künftige Zahlung wird Cash Flow gennant. Yield: Um den Zinssatz zu berechnen muss man die verschiedenen Zahlungen kennen. BSP: CF 1000, PV 900! 1000/ 900 = = 11.1 %! CF/PV=Zinssatz - 1!! yield to maturity YTM = Halteoerioderendite, wenn die Obligation bis zum Ende der Laufzeit gehalten wird. Der Yield to maturity (IRR - internal rate of return) einer Obligation ist der Zinssatz, der den Present Value = Marktpreis macht. Coupon Obligation: ist ein Schuldschein mit Coupons. Durch die Coupons erhält der Eigentümer zu bestimmten Zeitpunkten Zahlungen. Die Coupons werden immer am Nennwert (Face Value) gemessen. Spezialfälle Consol: Ein Coupon mit ewiger Laufzeit. Je höher der Zinssatz, desto billiger der Consol Lösung der unendlichen geometrischen Reihe! P = C / i Der Yield to maturity i = C / P (Coupon Rate) C = Coupon!! i = yield to maturity!! P = Obligationenpreis (Bond)

5 5 Discount Bond: Ein Bond ohne Coupon ( Zero-Coupon-Bond, Zero-Bond). Es wird am Ende der Laufzeit der Nennwert (Face Value) bezahlt. Auch hier gilt je höher der Zinssatz, desto billiger der Zerobond. I = (F-P) / P! p= F/ (1+i) n! F= Face Value / Returnwert P= Aktueller Preis des Bonds Bond und Zinssätze sind negativ korreliert. Steigt der Zins, fällt der Preis Yield vs. Preis einer Couponobligation 1. Negative Beziehung zwischen Yield und dem Preis der Obligation 2. Der Yield ist kleiner als die Coupon Rate falls der Preis der Obligation grösser ist als der Nennwert (Face Value). Zinsänderungsrisiko Wenn sich Zinssätze ändern, ändern sich die Preise der Obligationen. Durch diese Preisänderungen ergibt sich somit eine Rendite die sich aus den 1. Coupon Zahlungen 2. Marktpreisveränderungen Siehe Foto auf Natel. Das (2) wird durch C/pt) berechnet. Das (5) wird aus den Marktpreisveränderungen berechnet. Das (6) aus der Renditeformel. Steigen die Zinsen, fällt die Rendite einer Investition in einen Obligation unter den Zinssatz. Der Verlust ist grösser, je länger die Restlaufzeit ist. Bonds mit langen Laufzeiten weisen eine grössere Volatität auf.

6 6 Reinvestitionsrisiko Ein Risiko tritt ein, wenn man länger investieren möchte als die Laufzeit der gewählten Obligation. Obligationen sind nur Risikofrei, wenn die Haltedauer genau der Laufzeit entspricht. Die Maculay-Duration gibt an, wie stark sich eine Obligation verändert. Eine Art Elastizität. Wie viele % fällt der Preis wenn der Zinssatz um 1% erhöht wird. Die Berechnung geht wie unten von statten.! Die Duration ist additiv und die gewichtete Summe der vielen erhaltenen Zerobonds. 1. Present Value berechnen 2. PV in % anhand aller PV s 3. Mit den Anzahl Jahren multiplizieren 4. Alle aufaddieren Je länger Laufzeit einer Obligation, desto grösser ist die Duration. Wenn Zinssätze sich erhöhen, fällt die Duration eines Couponbonds. Dies weil mit einem hohen Zinsniveau frühe Zahlungen wichtiger werden. Je höher die Couponrate der Obligation, desto kürzer die Duration, weil ein grosser Anteil bereits vor dem Ablauf der Laufzeit ausbezahlt wird. Die Duration nimmt mit der Lauftzeit und dem Coupon ab. Duration eines Portfolios: Wenn der Zinssatz 1% ist und ein Verlust von 10% auf 25%, sowie von 3% auf 75% des Portfolios ist, dann berechnet man!! ((-10 * 25) + (-3 * 75)) / 100 = 4.75 Preispfade und Halteperiodenreturn Der Preis einer Obligation hängt vom Zinssatz ab. Durch Veränderungen im Zinssatz verändert sich der Preis. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Renditen und Risiken. Beispielsweise ist die Halteperioderendite bei einem langlaufenden Bonds der nicht bis zum Ende gehalten wird sehr risikoreich. Kurzfristig ergibt sich ein hohes Risiko, gegen Ende der Laufzeit entwickelt sich der Preis zwingend gegen Face Value + Coupon. Im Gegensatz zu Aktien, nimmt das Risiko ab einer bestimmten Haltedauer wieder ab. Die Zinsempfindlichkeit hängt von der Haltedauer ab. Zinsstruktur Zinssätze von langlaufenden Obligationen haben andere Eigenschaften als kurzlaufende. Die Darstellung der Zinssätze zu unterschiedlichen Zeitpunkten wird Zinsstruktur, term structure of inerest rates oder yield curve genannt. Der Zinssatz für langjährige Obligationen ist höher als für kürzere Laufzeiten = normale Zinsstruktur. Ist dies nicht der Fall ist eine inverse Zinsstruktur vorhanden. Kurze Zinssätze schwanken mehr als lange.

7 7!!! Vola Bondpreis = Vola Zinssatz * Duration Die tiefere Vola der langen Bonds kann deren längere Duration nicht kompensieren. Dadurch wird klar, dass langfristige Bonds bei kurzer Haltedauer tatsächlich risikoreicher sind. Theorien Erwartungshypothesen 1 CHF für 2 Jahre anlegen! Möglichkeiten:! 2 Jahresbonds kaufen und sie bis zum Verfall halten!!!! 1 Jahresbonds und nach einem Jahr 1 Jahresbonds!!!! 5 Jahresbonds nach 2 Jahren verkaufen Bei der 2ten Variante weiss man nicht, wie hoch der Zinssatz in einem Jahr sein wird. Diese Variante hat deshalb ein höheres Risiko. Auch die 3te Variante ist risikobehaftet weil die Zukunft noch nicht bekannt ist. Näherungsformel: E(i1(t+1)=2i2(t)-i1(t) Für Berechnungen siehe zweite Vorlesungsunterlagen S Marktsegmentierung Diese Hypothese geht davon aus, dass Bonds mit unterschiedlichen Laufzeiten vollkommene Substitute sind. Das Risiko spielt keine Rolle und die erwartete Renditen für alle Laufzeiten gleich. Diese Theorie ist eindeutig falsch, denn Zinssätze unterschiedlicher Laufzeiten haben nichts miteinander zu tun und erklärt nicht, wieso Zinsen ansteigen oder die fallende Zinsvolatilität. Liquidity Preference Ist eine Mischung zwischen der Erwartung und Marktsegmentierung. Bonds mit unterschiedlichen Laufzeiten werden nicht als perfekte Substitute gesehen. Es wird einfach angenommen, dass kurze Laufzeiten von Investoren bevorzugt werden. Kreditnehmer haben eine Präferenz für lange Laufzeiten. Deshalb sollen Renditen für lange Laufzeiten auch höher sein. Management von Zinsrisiken Eine Veränderung der Zinsrisiken hat einen Einfluss auf die Aktiv und Passivseiten einer Bilanz. Normalerweise sind auf er Passivseite tiefe Durations vorhanden und auf der Aktivseite lange Durations vorhanden. (Bank, bei einer Pensionskasse ist dies umgekehrt!!!) ALM (Asset- and Liability Management) Unterschiede der Duration zwischen der Aktiv und Passivseite wird Durationgap genannt. Das ALM befasst sich mit dem Management der Risiken die durch diese Unterschiede entstehen. Eine konservative Strategie wäre das Duration Matching, welches den Durationgap auf 0 setzt.

8 8 Man kann aber auch spekulieren. Wenn man denkt, dass sich Zinsen erhöhen, kann man sein Portfolio short duration gestalten. Yields vs. Forwards Der "yield" über n Jahre ist der Zinssatz, der den Gegenwartswert eines Zerobonds mit n Jahren Laufzeit gleich macht wie seinen Marktpreis. Der "forward" ist ebenfalls ein Marktzinssatz für den Austausch von Geld zu verschiedenen Zeitpunkten, aber es geht um den Austausch zwischen zwei in der Zukunft liegenden Zeitpunkten. Es besteht ein grosser Zusammenhang zwischen dem yield und forward. Reale vs. nominale Zinssätze Nominale Zinsen sind der intertemporale Preis für Geld. Der reale Zinssatz ist der intertemporale Preis von Gütern. Geldpolitik und Notenbanken Notenbanken versorgt die Volkswirtschaft mit liquidem Geld. Ihr Verhalten ist eine der wichtigsten Ursachen für Veränderungen der Zinsen. Diese Zinsen sind wichtige Preise und somit beeinflusst die Notenbank die gesamte Konjunktur und ist damit die wichtigste konjunkturpolitische Institution. Doch da die Notenbankenentscheidungen unterschiedliche Auswirkungen auf lange bzw. kurze Frist haben, können die sich in die Quere kommen. Was ist eine Notenbank? Notenbanken: Ursprünglich gaben Banken eigene Schuldscheine aus, welche als Zahlungsmittel verwendet wurden. Bank of England: erste Nobenbank, Verstaatlichung 1946 Federal Reserve:! Gründung 1913, Aufsicht der Banken, kauf auch regelmässig!!! Staatsschulden auf. Besteht aus mehreren member banks, kein!!! formelles Infaltionsziel Schweizerische Nationalbank: Gründung 1907, gilt als sehr unabhänging, seit 1999 selbst auferlegtes Inflationsziel (unter 2%) Europäische Zentralbank:!Darf Staaten keine Kredite geben, galt bis vor kurzem als!!!! unabhängigste Notenbank BIZ = bank of international Settlements ist eigentlich keine Notenbank. Sie hatte die Aufgabe den Austausch der Goldreserven der Notenbanken zu regeln. Bis heute ist die BIS das Forum für die Koordination von Notenbanken.

9 9 Monetarismus Quantitätsgleichung = Geldmenge * Geschwindigkeit = nominales BIP Geldmengenwachstum verursacht Inflation. McCandless-Weber kam 1995 zum Schluss, dass Geld neutral ist und Geldmengenwachstum keinen Zusammenhang mit realem Wachstum. Die Geldwachstumsrate und die Inflation korrelieren allerdings sehr stark. Die Bilanz einer Notenbank mit Goldstandard Die Situation hat eine 100% Deckung mit Gold. Der Notenumlauf ist auf der Passivseite, liability der Notenbank. Doch seit Ende des 19 Jahrhunderts ist Geld nicht mehr nur durch Gold hinterlegt, sondern auch durch Wertschriften und Devisen.

10 10 Geldpolitische Regeln Kurzfristig bei Erhöhung der Geldmenge gute Effekte auf Konjunktur, auf lange Frist gesehen bleibt nur die Inflation übrig. Eine erhöhte Erwartung der Inflation, führt tatsächlich zu einer erhöhten Inflation. Diskretionäre Politik Notenbank beurteilt aktuelle Situation und mach gerade das optimale. Voraussetzungen für die Durchführung dieser Politik sind: 1. Schnelle und präziese Datenermittlung 2. Richtige Interpretation 3. Richtige Schlussfolgerungen ziehen 4. Schnelle Umsetzung Probleme laut Friedman sind, dass Notenbanken diese Fähigkeiten nicht haben. Die Grosse Depression in den 30ern wurde durch eine fehlgeleitete Politik ausgelöst. Regelgebundene Politik Die Notenbanken sollen sich auf eine eine einfache, überprüfbare mit im voraus festgelegten operationalen Regeln (Geldmenge, Zinssatz, Wechselkurs, Goldpreis) konzentrieren. K% - Regel (Friedman) Die Notenbank soll den Geldumlauf jedes Jahr k% wachsen lassen. Mit dieser Methode kann es keine konjunkturellen Probleme geben. Dann ist sie ungefähr richtig und das ist besser, als präzise falsch. Monetary Targeting Die Notenbank steuert die Operationen so, dass mittelfristig ein Expansionspfad für die Geldmenge resultiert. Man könnte auch jährliche Wachstumsrate für ein Geldmengenaggregat vorgeben. Vorteil: einfach, überprüfbar, mittelfristig wird die Inflation kontrolliert Nachteil: Die Umlaufgeschwindigkeit muss relativ konstant sein. Glaubwürdigkeit Eine nachvollziehbare Regelung beeinflusst die Erwartungen des Publikums und dieser Effekt stabilisiert die Inflation bereits. Taylor Regel i = r* + π (π π*) (y y*) i : Nominalzinssatz r* : neutraler realer Zinssatz (2%) y y*: %uale Abweichung BIP vom Trend π, π* : Inflation, Inflationsziel (2%) Talk vs. Trade Eine öffentlich Angekündigte Handlung beeinflusst mehr als eine verstecke Markthandlung

11 11 Moderne Geldpolitische Steuerung Das Ziel der Notenbank ist meistens im Gesetz vorgeschrieben und legt die Preisstabilität oder Inflation vor. Das Zwischenziel ist ein Indikator der mit dem Ziel zusammenhängt. Bei der SNB ist dies der 3-Monats-Liborsatz, Inflationsprognose. Die SNB kann durch Openmarketoperations dieses Ziel erreichen ( Kauf, Verkauft von assets) Inflation Forecast Targeting Die Inflationsprognose ist das Zwischenziel. Das Inflation Forecast Targeting verwendet mehrere und viel feinere Modell für die Inflationsprognose. Dennoch ist es eine keine Regel im eigentlichen Sinn, da sie nicht überprüfbar ist. Technokraten an der Macht Da die Geldpolitik viel Macht gibt, sollte der Geldpolitiker nicht kurzfristig denken sondern einen langen Horizont haben. Deshalb sollte er auch nicht unter dem Druck einer Wiederwahl stehen. Länder mit einer höheren Unabhängigkeit haben deshalb niedrigere Inflation. Banken, Bankgeschäfte und Bankregulierung Basic Banking Bilanz und Geschäftsmodell Asset Transformation: Verkauf von Passiven mit gewissen Eigenschaften und Erwerb von Aktiven mit anderen Eigenschaften Losgrössentransformation Entgegennahme von kleinen Depositen, deren Zusammenfassung zu grösseren Krediten. Vorfinanzierung einer grossen Emission, eine zerteilung in gerechte Stücke und Verkauf an Kunden oder auf dem anonymen Markt Frisitgkeits-/ Liquiditätstransformation Entgegennahme von auf Sicht kündbaren Einlagen und Finanzierung illiquider oder langfristiger Investitionen. (BSP: Mortagefinanzierung, Hypotheken durch Sichtguthaben)

12 12 Bilanzrisiken Management der Asset-Seite!!! Erwarteter Ertrag, Ertragssicherheit, Diversifikation (Korrelation versch. Investments Management der Passiv-Seite!! Gestaltung der Konditionen für Einleger und Obligationäre, Finanzierung über den! Finanzmarkt. Traditionelle Bankenmodelle Klassische Privatbank hat privat haftende Eigentümer. Die Bank nimmt Einlagen vom Publikum an und finanziert so Investitionen ihrer Kunden. Passiv: Kunden, Aktiv; Kunden Kooperativen sind in einer Region verankert (Reiffeisen), aber dafür sind sie wenig diversifiziert. Aktienfinanzierte Banken, für die Finanzierung grosser Projekte musste man auf den Finanzmarkt zurückgreifen. Investment Bank Die Investment Banken nehmen keine Einlagen des Publikums an. Das Fremdkapital wird nur vom Finanzmarkt bezogen und hat deshalb weniger Regulierungen zu betrachten. Ein grosser Anteil ist sehr kurzfristig (over night) finanziert. Passiv: Finanzmarkt, Aktiv: Kunden Operationen auf der Aktivseite: Underwriting Die Bank finanziert Emission von Aktien oder Obligationen. Die Bank verkauft diese grossen Positionen in kleineren Einheiten an Kunden auf dem freien Markt (Losgrössentransformation). Operationen auf der Aktivseite: M&A Die Bank bringt Firmen zusammen, die sich vereinen könnten. Bei Übernahmen kann durch Beteiligungen oder Emissionen geholfen werden. Hilft beim Erwerb einer Aktienmehrheit der Zielfirma Operationen auf der Aktivseite: Eigenhandel Investmentbanken handelt vermehrt auf eigene Rechnung gehandelt. Ist eigentlich keine banking Operation und macht die Investment Banken zu einer Art Anlagefonds oder Hedge Funds. Anlagefonds Passivseite: Kunden, Aktivseite: Finanzmarkt Nehmen Einlagen (Beteiligungen) der Kunden entgegen. Diese Beteiligungen sind meistens Handelbar (OTC).

13 13 Pensionskassen Duration der Passivseite ist sehr lang. Auf der Aktivseite sind vor alle Anlagen auf dem Finanzmarkt, Hypotheken zu finden. Hedge Funds Aktivseite: Anlagen (ausschliesslich aus dem Finanzmarkt) Passivseite: entweder von Kunden oder aus dem Finanzmarkt Arbeiten mit hohem leverage (wenig Eigenkapital). Gibt viele verschiedne Stile. Private Equity Gesellschaften Passivseite: Kunden! Aktuvseite: Illiquide Anlagen OTC- Beteiligungen Gehen aus der Venture Finanzierung hervor, arbeiten mit hohem leverage. Haben grosses Risiko, dafür auch einen hohen Gewinn, wenn es klappt. Asymetrische Informationen und Interessenkonflikte Agency Problem! Der Eigentümer Principal eines kaputten Autos muss das Autobei einem! Mechaniker (Agent) reparieren lassen. Dieser hat jedoch keine Ahnung, welche! Reparaturen wirklich notwendig sind.!!!! Adverse Selekton!! Verhaltensänderung aufgrund von einer Versicherung!!!! Moral Hazard

14 14 Konkurs Hier gibt es einen Interessenkonflikt zwischen den Eigenkapitaleigner, den Aktionären und den Fremdkapitaleigner, den Obligationären. Aktionäre bevorzugen hoch rentable riskoreiche Geschägtstätigkeit. Obligationäre bevorzugen eine konservativere Geschäftstätigkeit. Verschiedene Regulierungsansätze Bankenkrisen gab es schon immer, diese wurden häufig durch Staatsbankrotte ausgelöst. Regulierungen im Banking die sich bewährt haben sind Liquiditäts-, Eigenkapitalrestriktionen, governance Regeln für Revisionsfirmen. Regulation Q Maximalzinssätze die Banken den Einlegern bezahlen durften. Ziel war es die Banken nicht dazu zu verleiten zu risikant zu investieren. Als Zinsen anstiegen, konnte sich die Banken nicht mehr finanzieren. Die Folgewaren Bankenzusammenbrüche in den 1980er Jahren. Geographische Beschränkungen Viele Staaten erlaubten nur eine Niederlassung pro Bank. Damit wollte man vermeiden, dass sich schlechte Geschäfte über grössere Regionen ausbreiten. Die Folge war eine sehr schlechte Diversifikation und somit eine sehr schlechte Qualität der Banken. Funktionale Trennung Man befürchtet Interessenkonflikte in einer Universalbank. Eine Investmentabteilung führt IPO durch. Ist die IPO nicht erfolgreich kann sie die Wertpapiere den Kunden im Retailgeschäft an oder sie steckt sie in Anlagefonds. Deshalb wollte man eine Art Trennbalkensystem einführen. Aktuell wird über eine Neueinführung diskutiert.

15 15 Einlagensicherung Die Einlageversicherung (FIDC) wurde 1930 eingeführt und verbreitet sich auf der Ganzen Welt. Weil bei Banken die Aktivseite illiquider ist, als die Passivseite kann durch Gerüchte die Bank als insolvent beschrieben werden. Versicherungen sollen solche Bank Runs (Viele lösen ihr Konto auf). Doch diese Einlageversicherung führte dazu, dass die Bankenkrisen sich verschärft haben. Ein Grund ist, dass Einleger kein Intresse an der Bankenqualität haben. Deshalb sind auch Banken nicht mehr Interessiert daran, möglichst stabil zu sein. Bilanz Restriktionen Eigenmittel-Vorschriften (Capital Adequacy) Minimum Eigenkapitalanteile je nach Struktur der Aktiven. Bei Basel II wurden deshalb Risikogewichtete Aktiven im Verhältnis zum Eigenkapital gemacht. Leverage Ratio: Eigenkapital zu ungewichteten Bilanzsumme. Was bedeutet Insolvenz? Eine Firma ist insolvent, wenn sie kein Eigenkapital mehr besitzt. Ein Insolvenzverfahren führt dazu, dass neues Eigenkapital beschafft werden muss oder die Firma liquidiert wird. Die Insolvenz enthält das Risiko, dass die Firma ihre Operationen einstellen muss.

16 16 Liquiditäts-Vorschriften (reserve requirements) Beschränkung der Struktur der Aktiven (Mindest Anteil an liquiden Mittel) in Abhängigkeit der Verpflichtungen. Regulatorische Arbitrage Eigenkapital ist relativ teuer. Deshalb versuchen Banken die Bilanz so zu strukturieren, dass sie möglichst wenig Eigenkapital halten müssen. Dies kann durch Versicherungen oder durch Ausgliederungen geschehen. Weitergabe des Bankgeschäftes Hedge Fonds, Versicherungen,. Off-Bilanz Transaktion

17 17 Sach-Versicherungen Versicherungen haben wie Retailbanken auf der Passivseite Kunden und auf der Aktivseite der Finanzmarkt. Eine Versicherung nimmt keine Deposite entgegen. Retailbank: auf Sicht kündbares Fremdkapital (Depositen), welche sie in langerfristige oder illiquide Anlagen investieren können. Bei einer Versicherung zahlt der Kunde eine Prämie ein. Sobald ein Schaden eintritt, muss die Versicherung bezahlen. Das einbezahlte Geld, muss sie im Gegensatz zu einer Bank jedoch nicht zurückgeben. Regulierungen Die Eigenkapitalbasis und Liquidität müssen ausreichend sein, so dass die Kunden ihre Zahlungen erhalten (Konsumentenschutz). Die Aufsicht über diese Versicherungen hat die FINMA, ausser bei Krankenversicherungen wo das BAG die Aufsicht hat. Lebensversicherungen Die Lebensversicherung besteht aus zwei Komponenten. Die Versicherung verspricht, die einbezahlten Prämien auszubezahlen, sollte es zu einem Ableben vor dem Ende der Laufzeit kommen. Der Kunde verspricht die Prämien einzuzahlen. Wenn der Kunde das Ende der Laufzeit erlebt, kann er den gesamten Betrag zurückfordern oder erhält eine lebenslange Rente. Risiken der Versicherung sind, das Langleberisiko sowie das Risiko, dass der Versicherer bald stirbt. Regulierungen Es gibt Beschränkungen, um sicherzustellen, dass die Versicherungsnehmer geschützt sind. Mindest Eigenkapitalvorschriften. Beschränkung in der Struktur der Aktivseite. Bilanzkontrollen durch die FINMA. Pensionskassen Passivseite: Arbeitnehmer (aktiv & pensionierte) Aktivseite: Finanzmarkt und illiquide Anlagen (real estate, Hypotheken) Pensionskassen sind Anlagefonds, die mit bestimmten Arbeitgeber verbunden sind. Die Mitgliedschaft ist nur mit Arbeitsvertrag möglich und ist Pflicht. Eine Art Zwangsmitgliedschaft. Pensionskassen sind sehr stark reguliert. Regulierungen betreffen die Organisation, die investierbaren Anlageklassen, das Eigenkapital. Dies wird durch das BSV beaufsichtigt.

18 18 Pay as you go Vorsorge im Umlageverfahren Die AHV gehört auch zu den Finanzintermediären, da Geld hin und hergeschoben wird. Dies geschieht ohne Kapital anzuhäufen. Transfer zwischen Generationen Generationenvertrag. Zeitliche Verschiebung des Konsums ins Alter, ohne Ersparnisse zu bilden. Der Staat verordnet diese Umlagerung Risiken sind Demographische Veränderungen, als Langleberisiko, Ausbildungszeit wird erhöht, Bevölkerungspyramide verändert sich. Finanzkrise 2007 Bankenkrisen gab es viele und sie treten ca. alle 10 jahre auf. Verbriefung Die Banken tauschen Geld und Haus. Sie erhalten einen Anspruch auf das Geld. Die Bank wird Zwischenhändler. Die Bank sammelt viele ähnliche Kredite und kreieren ein Wertpapier, dass dem Inhaber anrecht auf Zahlungen der Kreditnehmer in diesem Pool gibt. Die verbrieften Wertschriften nennt man assetbacked-security (ABS). Bei Hypotheken auch Mortage Backed Security (MBS)

19 19 Den kleineren Banken geholfen, ihre Bilanz zu verbessern und so die Finanzierung der Kleinbanken (hohe Regiulierungen) gewährleisten. Fannie & Freddie waren staatlich und finanzierten sich durch den Finanzmarkt Frannie machte bestimmungen (PrimeLoans) für Hypotheken ( 20% Einkommen ). Verbriefung war OK Bei sub-prime wurden diese bestimmungen nichtvon bedeutung und wurden mit hohe Risiko verbrieft Ratings CDO, CDS, AIG and Fire Sales Ratings Ratings sind aus folgenden Gründen wichtig: 1. Sie sollen unerfahrenen Investoren helfen das Riskopotential!abzuschätzen 2. Es ist für bestimmte Organisationen verboten unter einem bestimmten Investment grade (Rating) Investments zu tätigen 3. Banken müssen Aktivposten mit mehr oder weniger Eigenkapital unterlegen, je nach Rating. Die Ratings haben somit einen massiven Einfluss auf die Nachfrage und somit auf den Preis der Assets Tranchierung Um das Rating einer MBS (Mortage backed Security) zu verbessern, kann man sie tranchieren in Senior, Mezzanine, Equity. Beispiel: MBS 100 Millionen!!! 50 Millionen Senior!!! 30 Millionen Mezzanine!!! 20 Millionen Equity Die Equity Tranche trögt zuerst alle Verluste, erst danach trägt die Mezzanine die Verluste. Zuletzt trägt die Senior Tranche die Verluste. Eine Tranchierte ABS wird Collateralized debt obligation (CDO) genannt. Die Senior Tranche wird oft gegen Verluste versichert. Dies wird credit default swap (CDS) genannt. Der Preis des CDS ist deshalb ein wichtiges Indiz für Probeme. Die senior Tranche erhält gute Ratings und sind somit für Pensionskassen gut zugänglich.

20 20 Probleme Problem 1: AIG AIG ist ein grosser Versicherungskonzern der zu einer Art Investmentbank mutiert ist und viele CDS ausgeschrieben hat. In der Krise konnten sie die Versicherungsleistungen nicht erbringen, weil sie schwach kapitalisiert waren. AIG musste dann vom Staat gerettet werden. Problem 2: Korrelation Die Tranchierung ist sehr Interessant, doch die Wertschriften müssen sich untereinander mehr oder weniger unabhängig verhalten. Das Konzept der Tranchierung hat jedoch eine höhere Korrelation als erwartet und hat deshalb versagt. Problem 3: Fire Sales Ein Gerücht, dass ein Papier sein gutes Rating verliert, genügt bereits, dass viele Investoren das Papier verkaufen weil: 1. Viele Investoren dürfen das Papier nicht mehr halten 2. Banken müssten das Papier mit mehr EK unterlegen, was sie nicht wollen 3. Sie wollen das Papier mit noch einem anständigen Preis verkaufen 4. Der Preisfall verschlechtert die Bilanz der Banken, welche sie zwingt aufgrund von Eigenkapitalvorschriften riskante Titel abzubauen. Folge, der Preis sinkt weiter. (FIRE SALES) Anreize, Mangelnde Sorgfalt, Amerikanisches Schuldenrecht Das Schwarz-Peter-Spiel Die Sub-Prime Hypotheken wurden von Maklern verkauft und direkt an die Bank weitergegeben. Makler hatten kein Interesse an der Qualität, sondern nur an der Stückzahl. Die Banken haben schnell verbrieft und weiterverkauft, denn auch sie waren an der Qualität nicht interessiert. Mangelnde Sorgfalt der Käufer Manche Investoren liessen sich von Ratings und Returns verführen. Dies sollte nicht passieren doch Risikomanager haben es schwer. Er bringt keinen Erfolg und keinen Bonus. Der Amerikanische Hypothekarkredit In der USA haftet nur das Haus und nicht der Kreditnehmer. Die Bank verkauft das Haus und drückt damit die Preise aller Häuser in der Umgebung. Ist der Marktwert eines Hauses kleiner als die Schuld, gehen die Eigentümer absichtlich Konkurs. Dies führt zu Korrelation und macht die Tranchierung unwirksam.

21 21 Leverage, Grösse und Kontrollierbarkeit & Folgen (TBTF, Basel III) Massive Konzentration und Staatsschulden TBTF: aus der implizierte Garantie ist explizit geworden und ist faktisch vom Konkursrecht ausgenommen. Bereits grosse Banken haben durch Fusionen eine unglaubliche Grösse erlangt und sind praktisch vom Konkursrecht ausgenommen. Viele Banken wurden verstaatlicht oder an staatliche Institutionen übertragen. Dadurch sind die Staaten massiv verschuldet. Basel III 1. Nun soll mehr EK als vorher gehalten werden. 2. Lerverage Ratio 3. Konjunktureller Puffer des geforderten EK 4. Living wills. (Banken sollen Pläne machen,wie der Notfall aussieht und lösbar ist. Staatliche Schulden Staatsschulden werden auf vier Möglichkeiten zurückbezahlt: 1. Durch Besteuerung 2. Durch neue Staatsanleihen (roll over) 3. Durch schleichende Entwertung der Anleihen (Inflation) 4. Sie werden nicht zurückbezahlt (Zahlungsausfall) Schuldendynamik Der Staat muss den Schuldenstand (St) und die Zinsen auf den Schulden (rtst), sowie das laufende Prämiendefizit (Dt) finanzieren. Wenn das Defizit zu gross ist wird diese G l e i c h u n g e x p o l s i v u n d d e r Schuldenstand ist nicht mehr zu kontrollieren. Der Schuldenstand wird am BIP gemessen: Durch hohes Wachstum reduziert Durch hohe Zinsen erhöht Durch laufende Defizite erhöht

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