Cross-Mentoring-Programm "Reach Up": Lehrlinge schauen über den Tellerrand ihres Berufs und ihres Unternehmens

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1 I N F O R M A T I O N zur Pressekonferenz mit Dr. Michael STRUGL Wirtschafts-Landesrat Mag. Ulrike RABMER-KOLLER Obfrau Firmenausbildungsverbund OÖ, Vizepräsidentin Wirtschaftskammer OÖ Ing. Dipl.-Wi.-Ing. (FH) Oskar KERN Geschäftsführer Fa. ELIN Martin HAVEL Lehrling und Mentee, Fa. Bacon Roland SCHINDLAR Personalleiter und Mentor, Fa. ELIN am 18. Oktober 2013 zum Thema Cross-Mentoring-Programm "Reach Up": Lehrlinge schauen über den Tellerrand ihres Berufs und ihres Unternehmens Rückfragen-Kontakt: Mag. Markus Käferböck, Presse Büro LR Strugl, Tel. 0732/

2 STRUGL / RABMER-KOLLER / KERN / HAVEL / SCHINDLAR 2 Kurzfassung Land OÖ & FAV unterstützen Eigeninitiative der Unternehmen in der Lehrlingsausbildung Mit dem branchenübergreifenden Cross-Mentoring-Programm "Reach Up" reagieren österreichweit elf Unternehmen drei davon aus OÖ - auf den zunehmenden Mangel an qualifizierten Fachkräften, indem sie ihren Lehrlingen Mehrwert in der Ausbildung bieten: Die Jugendlichen werden durch eine ganzheitliche Ausbildung bei der Weiterentwicklung ihrer persönlichen Fähigkeiten unterstützt, damit sie die Karriere machen, die sie sich wünschen. Die Idee dahinter: Lehrlinge bekommen im Laufe ihrer Ausbildung erfahrende Mentoren/innen aus anderen Betrieben zur Seite gestellt. Die Betriebe finanzieren das gesamte Programm und stellen damit die qualitativ hochwertige Ausbildung der Lehrlinge sowie der Mentoren/innen sicher. Wirtschaftslandesrat Dr. Michael Strugl begrüßt die Eigeninitiative der innovativen oberösterreichischen Unternehmen in der Ausbildung neuer Fachkräfte, die auch von Land OÖ, Firmenausbildungsverbund OÖ (FAV) und Bund unterstützt wird.

3 STRUGL / RABMER-KOLLER / KERN / HAVEL / SCHINDLAR 3 Doppelter Nutzen: Lehrlinge und Ausbildner profitieren von Cross-Mentoring Neben zu wenigen Bewerbungen, stellen vor allem frühzeitige Austritte die lehrlingsausbildenden Unternehmen vor zunehmende Herausforderungen. Um die besten Lehrlinge anzuziehen und zu motivieren, langfristig im Unternehmen zu bleiben, haben sie sich entschieden, ihren Lehrlingen ein außergewöhnliches Zusatzangebot zu bieten. Bereits im ersten Durchgang von Reach Up, bei dem neben ELIN österreichweit weitere zehn Betriebe teilnehmen, zeigt sich der nachhaltige Erfolg der ganzheitlichen Ausbildung. Die Unternehmen finanzieren das Programm selbst. Zusätzlich wird Reach Up über lehre.fördern im Rahmen der österreichweiten Lehrbetriebsförderung sowie über den FAVOÖ unterstützt, um so Betrieben die Teilnahme an Reach Up zu erleichtern. Mit dem Cross-Mentoring-Programm werden die Lehrlinge bewusst bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt. Im Erfahrungsaustausch mit einer/m lebensund berufserfahrenen Mentor/in, der/die aus einem anderen Unternehmen kommt und einer anderen Berufssparte angehört, lernen sie wichtige Fähigkeiten wie soziale und kommunikative Kompetenzen, Selbstreflexion, Eigenverantwortung und ein gesundes Vertrauen in sich selbst. In den regelmäßigen Treffen mit der/m persönlichen Mentor/in werden ihnen auch ihre eigenen beruflichen Perspektiven erlebbar gemacht. Der/Die Mentor/in, welche/r eine spezielle Ausbildung im Coaching durch Reach Up erhalten hat, steht den Jugendlichen für berufliche Fragen, aber auch bei Herausforderungen, die der Alltag mit sich bringt mit Rat und Tat zur Seite. Eingebunden in ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm aus Workshops, Exkursionen und Projekten, bei denen sich die ausgewählten Lehrlinge aus den verschiedenen Branchen auch austauschen können, stehen Themen wie vernetztes Denken und der Umgang mit verschiedenen Unternehmenskulturen am Programm. Uns geht es vor allem darum, unsere Lehrlinge dabei zu unterstützen, dass sie ihre persönlichen Fähigkeiten erkennen und entwickeln können. Dafür wurde mit Reach Up ein außergewöhnliches Trainingsprogramm aus Mentoring, Workshops, Exkursionen und Projekten ausgeklügelt. Das Cross-Mentoring-Programm bietet den Lehrlingen die Möglichkeit, sich mit einer erfahrenen Mentorin oder einem Mentor

4 STRUGL / RABMER-KOLLER / KERN / HAVEL / SCHINDLAR 4 aus einem anderen Unternehmen auszutauschen. Die teilnehmenden Lehrlinge haben die Chance ihre eigenen Stärken zu entdecken und für ihre Karriere auszubauen, meint Ing. Dipl.-Wi.-Ing. (FH) Oskar Kern, COO bei ELIN GmbH. Vorteil im Wettbewerb um Fachkräfte Besonders freut es mich, dass die oberösterreichischen Betriebe selbst die Notwendigkeit der hochwertigen Ausbildung und zusätzlichen Förderung sozialer Kompetenzen junger Fachkräfte erkannt haben. Unzählige Unternehmen praktizieren das schon erfolgreich mit unterschiedlichsten Ansätzen. Sie verschaffen sich mit Maßnahmen wie "Reach Up" eine USP im Auftritt am Arbeitsmarkt" so Wirtschaftslandesrat Dr. Michael Strugl. Neben der Fa. ELIN sind auch "Bacon Gebäudetechnik" und "Hirsch Malerei und Mehr" (beide Linz) im Programm vertreten. Die Erfahrungen aus dem ersten Durchgang im heurigen Jahr zeigen, dass sowohl die Lehrlinge als auch die Ausbildner profitieren: Lehrlinge selbst sehen den größten Vorteil des Cross-Mentoring in der Möglichkeit sich mit einer firmen-externen Person über berufliche, schulische und private Probleme austauschen zu können. Damit haben sie die Chance, mit jemanden über Themen zu sprechen, die man gerade in diesem sensiblen Alter lieber nicht mit Eltern oder Vorgesetzten diskutiert. Zum Teil finden gegenseitige Firmen- und/oder Baustellenbesuche statt, die für die Ausbildung als sehr wertvoll empfunden werden. Die gegenseitige Vernetzung und der Einblick in die Lehrlingsausbildung anderer Unternehmen werden von Seiten der Mentoren besonders hervorgehoben. Durch den Austausch mit den Lehrlingen bekommen sie einen anderen Einblick in die Problematiken und Herausforderungen für die Lehrlinge und können diese Erfahrungen folglich für die Lehrausbildung im eigenen Betrieb nutzen. Die gegenseitigen Firmenbesichtigungen dienen nicht nur den Lehrlingen als Horizonterweiterung, sondern geben auch Mentoren einen Einblick in die Arbeitswelt anderer Branchen. Firmenausbildungsverbund OÖ unterstützt Betriebe bei Ausbildung Der Verein Firmenausbildungsverbund OÖ (FAVOÖ), hat das Ziel, Betriebe bei der Aus- und Weiterbildung ihrer Fachkräfte zu unterstützen. Gleichzeitig stellt der

5 STRUGL / RABMER-KOLLER / KERN / HAVEL / SCHINDLAR 5 FAVOÖ eine wichtige Plattform von Land OÖ und Sozialpartnern rund um die Fachkräfteausbildung dar. Die Entwicklung und der Ausbau der sozialen Kompetenz unserer zukünftigen Fachkräfte ist neben der fachlichen Qualifizierung wichtiger denn je. In einer sich immer mehr globalisierenden Wirtschaft (OÖ ist mit einem Exportanteil von 25% am gesamtösterreichischen Exportaufkommen übrigens das Exportbundesland Nr. 1) muss die Fachkraft von morgen interkulturell denken, Konflikte lösen, aber auch Arbeitsteams leiten und vor Kunden Ergebnisse zb. von Montagearbeiten präsentieren. Das System Reach Up ist ein interessanter Weg, Lehrlinge auf ihre zukünftige Rolle als hochqualifizierte Fachkraft abseits von der selbstverständlichen fachlichen - durch das Berufsbild definierten Ausbildung auch auf den Einstieg in eine Führungsposition einzustimmen sowie auf ihr Wirken direkt beim Kunden noch besser vorzubereiten. Im Rahmen der Schwerpunkte des FAVOÖ, nämlich Partnerschaft für Qualitätssicherung in der Lehrlingsausbildung Partnerschaft für Qualitätsausbau in der Lehrlingsausbildung Partnerschaft für Ausbau der Fachkräftequalifikation bedeutet dies für das vorgestellte Projekt, dass Fördermaßnahmen des Bundes via lehre.fördern durch den FAVOÖ im Rahmen der Förderung überbetrieblicher Ausbildungsmaßnahmen ergänzt werden. Die Fördergelder kommen vom Land OÖ, seit der Gründung des FAVOÖ im Jahr 2000 wurden übrigens für beinahe Lehrlinge zusätzliche Ausbildungsmaßnahmen sowohl in fachlichen Bereichen als auch der sozialen Kompetenz mit 5, ,00 unterstützt. Bemerkenswert ist, dass Innovationen des Landes OÖ und des FAVOÖ im Bereich Aus- und Weiterbildung der oö. Fachkräfte auch Vorbildfunktion für Maßnahmen des Bundes sind, wie zb. die Gestaltung der Lehrbetriebsförderung (Im Jahr 2012 haben in OÖ Lehrlinge zusätzliche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen besucht, das sind über 25 % aller in Österreich besuchten Maßnahmen der Bund unterstützte diese Maßnahmen mit 1, ,00) oder der Verankerung der Anerkennung

6 STRUGL / RABMER-KOLLER / KERN / HAVEL / SCHINDLAR 6 informell und nonformal erworbener Kompetenzen im Berufsausbildungsgesetz", berichtet die Obfrau des FAVOÖ, WKOÖ-Vizepräsidentin Mag. Ulrike Rabmer-Koller. Im Frühjahr 2014 geht Reach Up in die 2. Runde. 16 Monate lang werden dann wieder MentorInnen und Lehrlinge an Workshops, Exkursionen sowie einem Sozialprojekt teilnehmen. Pressekontakt Fa. Management-Impulse Organisationsentwicklung: Mag. Kurt Mitterer Mail: Tel: 01/ Sonja Langusz Mail: Tel: 01/

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