Mindmapping. 1 Fallbeispiel 2. 2 Was sind Kreativitätstechniken? 2. 3 Das Mindmapping 3. 4 Ziel 3. 5 Vorgehen 3. 6 Vorteile/Nachteile 4

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1 Mindmapping 1 Fallbeispiel 2 2 Was sind Kreativitätstechniken? 2 3 Das Mindmapping 3 4 Ziel 3 5 Vorgehen 3 6 Vorteile/Nachteile 4 7 Fallbeispiele/Ergebnis 4 8 Beispiel: Mindmap 5 8 Literaturverzeichnis 6

2 1 Fallbeispiel In einem KMU werden Consumer-Products für einen lokalen Markt hergestellt. Da das Unternehmen keine Marketingabteilung besitzt, wurde der Name eines Produktes bisher nie systematisch ermittelt. Meist ergab sich dieser schon während der Entwicklungsphase oder die Unternehmensführung zauberte ihn aus dem Hut. Auf Grund des sich verstärkenden Wettbewerbs im Absatzmarkt des Unternehmens soll die Produktpalette eine einheitliche Namensgebung mit Wiedererkennungswert erhalten. Die Unternehmensleitung möchte die Produktnamen nicht alleine auswählen und bittet daher die Mitarbeiter Vorschläge zu unterbreiten. Durch WiPro auf die verschiedenen Möglichkeiten der methodischen Unterstützung eines solchen Prozesses aufmerksam geworden, bietet sie den Mitarbeitern an, dabei die genannten, intuitiven Kreativitätstechniken auszuprobieren 2 Was sind Kreativitätstechniken? Warum war Leonardo da Vinci so kreativ? Unfassbares Genie oder entlarvter Mythos? Um ein Problem mit einer kreativen Idee lösen zu können, bedarf es mehrerer Eigenschaften eines Menschen. Es wird davon ausgegangen, dass ein Mensch eine Art natürliche Kreativität besitzt. 1 Diese ist eine angeborene und unterschiedlich stark ausgeprägte Leistung des menschlichen Gehirns. 2 Eine zweite Vorraussetzung für das kreative Lösen schwieriger Probleme ist eine vorhandene Wissensbasis über das vorliegende Problemfeld. Je mehr Wissen ein Mensch besitzt, desto leichter fällt es ihm eine neue Idee zu entwickeln. 3 Eine dritte Komponente, die das Potenzial eines Menschen bestimmt, Problemlösungen zu erarbeiten, ist seine Methoden kompetenz bzw. sein Wissen um Verfahren, die den Lösungsprozess beeinflussen, so z.b. die Abstraktion eines Problems oder die Analogien bildung aus problemfremden Wissensbereichen. 4 Genau an diesem Punkt sollen die hier aufgeführten Kreativitätstechniken ansetzen. Sie können nur indirekt das Wissen der beteiligten Mitarbeiter erhöhen und ihre angeborene Fähigkeit zum kreativen Entwickeln neuer Ideen beeinflussen. Was Kreativitätsmethoden jedoch leisten, ist eine systematische Herangehensweise an Problemstellungen und die optimale Nutzung des vorhandenen Wissens und kreativen Potenzials aller Beteiligten. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass Kreativitäts techniken häufig nur in Gruppen funktionieren, oder im Gegenteil nur von einzelnen Personen durchgeführt werden können. Der Erfolg der Techniken im Einsatz bei Gruppen ist zumeist höher als der Einsatz bei einzelnen Personen. Aus der großen Menge, der in der Literatur beschriebenen Techniken wurden, in WiPro elf aufgrund ihrer Umsetzbarkeit in die Praxis (KMU) ausgewählt. Dabei wird unterschieden zwischen intuitiven Kreativitätsmethoden und Methoden der Assoziation. Die hier gewählten sechs intuitiven Techniken haben einen geringen Formalisierungsgrad und sollen die kreative Leistungsfähigkeit des Gehirns stimulieren und ausschöpfen, indem sie die Ideengeber in 1 Vgl.: Gausemeier, J.; Ebbesmeyer, P.; Kallmeyer, F.: Produktinnovation, München 2001, S Vgl.: Probst, G.; Raub, S.; Romhardt, K.: Wissen managen, Wiesbaden 2003, S Vgl.: Gausemeier, J.; Ebbesmeyer, P.; Kallmeyer, F.: Produktinnovation, München 2001, S. 119 / Vahs, D.: Organisation, Stuttgart 2003, S Vgl.: Gausemeier, J.; Ebbesmeyer, P.; Kallmeyer, F.: Produktinnovation, München 2001, S

3 eine dazu anregende Stimmung versetzen. Die fünf dargestellten assoziativen Techniken sind im Gegensatz zu den Intuitiven stark formalisiert und nutzen das vorhandene Wissen der Projektteilnehmer aus. Ziel ist es, Problemlösungsvorschläge systematisch und strukturiert zu erarbeiten. 5 Dabei lässt sich auch feststellen, dass intuitive Kreativitätstechniken eher für die Ideenfindung im Sinne eines schöpferischen Aktes geeignet sind, z.b. für die Namensfindung eines marktreifen Produktes, während sich die assoziativen Techniken gerade zur Findung von Ideen eignen, deren Lösung zwar bereits existiert, z.b. in Form einer optimalen Materialverwendung, jedoch noch nicht ermittelt werden konnte. Zu den ausgewählten Kreativitätstechniken gehören: Intuitive Kreativitätstechniken Brainstorming, Brainwriting, Methode 635, Mindmapping, Meta-Plan, MKL-Metamind Assoziative Kreativitätstechniken Funktionsanalyse, Bionik, Synektik, TRIZ- Methode, Morphologischer Kasten 3 Das Mindmapping Das Mindmapping ist eine intuitive, personenbezogene Kreativitätsmethode. 4 Ziel Ziel der Methode ist es systematisch die Ideen einer einzelnen Person zu strukturieren und in einen Sinnzusammenhang zu bringen. 5 Vorgehen Um eine kreative Grundstimmung zu erreichen, sollte der Anwender in einen Raum außerhalb des Büros (Arbeitsplatzes) ausweichen, in dem er während der Sitzung nicht gestört oder unterbrochen werden kann. Auf einem Medium (Blatt Papier, Tafel, Overhead, Clipboard) wird das Problem oder die Fragestellung genau in die Mitte geschrieben. Dies ist nötig, da sich eine Mindmap nicht linear (z.b. von rechts nach links) entwickelt, sondern sich organisch in alle Richtungen gleichzeitig ausbreitet. Dazu werden die Ideen, die entstehen, ausgehend von der Fragestellung wie auf den Ästen eines Baumes eingetragen. Wird eine gänzlich neue Idee generiert, so wird ein neuer Ast begonnen und so weit verzweigt, bis diese Idee zu Ende gedacht ist oder sich eine neue Idee in den Vordergrund schiebt. Dabei kann es vorkommen, dass sich Schleifen bilden. Schleifen sind Äste, die sich an einem weiteren Punkt außer der Problemstellung treffen. Um ein Beispiel zu nennen: Ausgehend von der Problemstellung Entscheidungskriterien beim Auto kauf entwickelt ein Anwender die Äste Farbe und Sonderausstattung. Den Ast Farbe verzweigt er unter anderem zu dem Punkt Metalliclackierung. Da dies auch ein Unterpunkt des Astes Sonderaustattung ist, haben die beiden Äste hier einen Berührungspunkt und eine Schleife ist entstanden. Entscheidungen über eine Metalliclackierung lassen sich also nicht redundanzfrei treffen, da sie zwei Entscheidungskriterien beim Autokauf betreffen. Die Regeln dieser Methode sind einfach: Jeder Gedanke, jede Idee ist es wert 5 Vgl.: Pleschak, F.; Sabisch, H.; Innovationsmanagement, Stuttgart 1996, S. 30f. 3

4 aufgeschrieben zu werden. Eine Bewertung der Ideen sollte vom Anwender der Methode selbst einige Zeit nach der Erstellung der Mindmap vorgenommen werden. Dieser kann dann eine oder mehrere durchdachte Ideen weitergeben und entsprechende Vorschläge unterbreiten. 6 Vorteile/Nachteile Ein Vorteil des Mindmappings ist, dass kein Moderator benötigt wird und dass eine Person alleine diese Methode anwenden kann. Sie ist besonders nützlich, um schwierige Probleme, deren komplexe Struktur mit all ihren Facetten sich schwer vorzustellen ist, abzubilden. Dadurch, dass die Methode fordert jeden Gedanken und jede Idee bis ins Detail zu durchdenken, kann erreicht werden, dass alle relevanten Aspekte eines Problems auch bedacht werden. Der größte Nachteil der Methode liegt allerdings darin, dass ihre Anwendung eine gewisse Übung erfordert, sowie absolut keinen Zeitdruck zulässt, der das Ergebnis entscheidend stören kann. Außerdem kann es passieren, dass eine Mindmap sehr groß und dadurch unübersichtlich werden kann, mit Schleifen und toten Enden. 6 Erfolgsfaktoren Um eine Mindmap erstellen zu können bedarf es ungestörter Ruhe und der nötigen Zeit, sich intensiv gedanklich mit einem Problem auseinandersetzen zu können. Es ist auch möglich im Gespräch mit anderen Teilnehmern gemeinsam Ideen zu entwickeln. 7 Fallbeispiel/Ergebnis Alle Mitarbeiter des Unternehmens werden gebeten konkrete und durchdachte Vorschläge für Produktnamen zu machen. Dazu wird von Seiten der Geschäftsleitung vorgeschlagen, dass jeder Mitarbeiter in den nächsten 2 Wochen einen Nachmittag darauf verwenden darf. Nachdem Mitarbeiter Karl Karlsen sich mit der Methode des Mindmapping vertraut gemacht hat, nimmt er sich einen Nachmittag frei und legt sich in seine Badewanne. Dort kann er sich am besten konzentrieren. Er liest noch einmal genau die der Geschäftsleitung, in der die Anforderungen an die neuen Produktnamen aufgelistet sind. In die Mitte seiner Mindmap, die er vorausschauend auf einem großen Stück Karton anfertigt, trägt er die Fragestellung ein. Danach lässt er seinen Gedanken freien Lauf. Zunächst fällt ihm zum Thema Milchprodukte die Gesundheit ein. Ein erster Ast entsteht. Nach und nach verzweigt sich dieser Ast über Vitamine, Vitamin E etc. immer weiter, bis Karl schließlich einen neuen Ast erstellt, an dem er diverse Namensteile, wie sie ihm in den Sinn kommen einträgt. Nach und nach entwickelt er noch die Äste Farbe, Geruch, Bio-Landwirtschaft und Regionales. Danach legt er die Mindmap erst einmal beiseite. Am Tag darauf im Büro schaut er sich seine Gedanken vom letzten Abend noch einmal an und entscheidet sich nach einer Weile für fünf verschiedene Namen, die er als Vorschlag an die Geschäftsleitung weiter geben will. Diese erhält im Laufe der veranschlagten zwei Wochen eine Fülle von wohlüberlegten, sehr verschiedenen Vorschlägen, über die sie entscheiden kann. 6 Vgl.: Higgins, J. M.; Wiese, G.C.: Innovationsmanagement, Berlin 1996, S. 104 / Vahs, D.: Organisation, Stuttgart 2003, S

5 8 Beispiel: Mindmap 5

6 Literaturverzeichnis Higgins, J.M., Wiese, G.C.: Innovationsmanagement, Berlin Vahs, D:, Organisation, Stuttgart Pleschak, F.; Sabisch, H.: Innovationsmanagement, Stuttgart Gausemeier, J.; Ebbesmeyer, P.; Kallmeyer, F.: Produktinnovation, München Probst, G.; Raub, S.; Romhardt, K.: Wissen managen, Wiesbaden

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