NOCH MAL LEBEN. Eine Ausstellung über das Sterben 3. MÄRZ BIS 1. APRIL. in der Don Bosco Kirche, Waldenburgerstrasse 32, Basel

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1 NOCH MAL LEBEN Eine Ausstellung über das Sterben 3. MÄRZ BIS 1. APRIL in der Don Bosco Kirche, Waldenburgerstrasse 32, Basel

2 «Keiner fragt mich, wie s mir geht. Weil alle Schiss haben. Dieses krampfhafte Reden über alles Mögliche, das tut weh. Hey, kapiert ihr nicht? Ich werde sterben! Das ist mein einziges Thema in jeder Minute, in der ich alleine bin.» Heiner Schmitz

3 «Die Vorbereitung auf das Sterben ist die beste Vorbereitung auf das Leben.» Dies schreibt der Palliativmediziner Gian Domenico Borasio. Und doch geschieht heute kaum etwas so verborgen wie das Sterben. Herausgelöst aus Familie und Alltag sind Tod und Sterben zu tabuisierten Erfahrungen unserer Gesellschaft geworden. Gelegen heiten, den Umgang damit einzuüben, sind selten. Die Begegnung mit dem Tod löst Ängste aus. Mit dem Verdrängen des Todes entgleitet uns jedoch eine grundlegende Dimension unserer Existenz: die Möglichkeit von erfülltem Leben angesichts eigener Begrenztheit und Endlichkeit. Der Fotograf Walter Schels und die Journalistin Beate Lakotta baten unheilbar Kranke, sie in ihren letzten Tagen und Wochen begleiten zu dürfen. Aus diesen Begegnungen entstanden einfühlsame Porträts von Menschen, die dem Tod ins Auge sehen. Die grossformatigen Schwarz-Weiss-Bilder wurden kurze Zeit vor und unmittelbar nach dem Sterben aufgenommen. Die Texte lassen die Sterbenden noch einmal zu Wort kommen, gewähren Einblicke in ihre Lebensgeschichte, erzählen von ihren Erfahrungen, Ängsten und Hoffnungen. Alle Porträtierten waren mit der Veröffentlichung einverstanden.

4 Die Ausstellung ist während der vorösterlichen Zeit in der Don Bosco Kirche in Basel zu sehen. Eine berührende Begegnung Auge in Auge mit den Sterbenden. Eine Einladung, das Sterben als Teil des Lebens zu erkennen. Eine Herausforderung, sich mit der eigenen Sterblichkeit auseinanderzusetzen. Die Kirchen sehen es als eine ihrer wesentlichen Aufgaben, Menschen in der Begegnung mit dem Tod zu begleiten und sich in die Gesellschaft einzubringen, wenn es um Leben und Tod geht. Deswegen haben die beteiligten Veranstalter ein reichhaltiges Begleitprogramm zusammengestellt, welches vielfältige Zu gänge zu verschiedenen Themen und Fragen ermöglicht. Es soll Räume öffnen, in welchen wir entdecken können, wie wir ein erfülltes und achtsames Leben im Angesicht des Todes und im Bewusstsein der eigenen Endlichkeit führen können. Die Ausstellung samt Begleitprogramm ist ein bikantonales Projekt der Pfarreien Bruder Klaus Liestal und Heiliggeist Basel mit der Fachstelle katholisch bl.bs Spiritualität. «So würdevoll hat uns der Tod noch nicht ins Gesicht geblickt.» Bild Hamburg

5 Informationen ÖFFNUNGSZEITEN: täglich von Uhr (4. März bis 1. April) Der Zugang ist barrierefrei. SEELSORGE: Jeden Tag zwischen und Uhr stehen eine Seelsorgerin oder ein Seelsorger für Gespräche zur Verfügung. GRUPPEN: Schulklassen / Firm- und Konf-Gruppen: Die Ausstellung steht auch ausserhalb der Öffnungszeiten nach Anmeldung für Gruppen zur Verfügung. Jeden Donnerstag Nachmittag ab Uhr und am Freitag, 13. März ab steht die Ausstellung speziell für Gruppen des Religionsunterrichtes bereit. Eine Einführung für Lehrpersonen findet statt am Montag, 2. März Uhr. EINTRITT: Der Zugang zur Ausstellung ist frei. Um einen Beitrag zur Deckung der Unkosten wird gebeten. Für wenige Anlässe des Begleitprogramms wird ein Eintrittpreis erhoben. Die meisten sind frei. Auch hier wird um einen angemessenen Beitrag zur Deckung der Unkosten gebeten. DANK: Wir danken allen, die das Projekt durch finanzielle oder andere Unterstützung möglich machen. DAS BUCH: Zur Ausstellung ist ein Bildband erschienen: Beate Lakotta / Walter Schels: Noch mal leben vor dem Tod. Wenn Menschen sterben. Der Bildband kann am Ausstellungsort erworben werden. Detaillierte INFOS unter:

6 Begleitprogramm Vernissage 03. März Uhr Don Bosco: mit dem Fotografen Walter Schels, der Journalistin Beate Lakotta, der Leitenden Ärztin des Hospizes im Park Arlesheim Dr. Heike Gudat und Orgelmusik von David Blunden 04. März Uhr Don Bosco: Ars moriendi. Die Lebenskunst, sich mit dem Tod zu befreunden. Vortrag von Dr. Michael Bangert, Pfarrer Christkatholische Kirche 05. März Uhr Don Bosco: «Wenn ich mal tot bin, mache ich was ich will...» Ein Abend mit Annett Kuhr und Liedern von Reinhard Mey bis Friedrich Holländer 06. März Uhr Don Bosco: Filmabend «Schmetterling und Taucherglocke» (Frankreich, USA 2007). Regie: Julian Schnabel. Mit Apéro und Gespräch. Eintritt CHF März Uhr Matinee Don Bosco: Ein Haufen letzter Briefe. Szenische Lesung mit Matthias Hungerbühler zur Frage, was bleibt, wenn wir nicht mehr da sind 09. März Uhr Don Bosco: Königlich und zerbrechlich. Begegnung mit Menschen der Bibel im Bibliodrama. Mit Jutta Achhammer und Peter Zürn. Anmeldung erwünscht an 10. März Uhr Don Bosco: Führung durch die Ausstellung für Seniorinnen und Senioren im Rahmen des Programms der Pfarrei Heiliggeist 10. März Uhr Hospiz im Park Arlesheim: Wie lässt sich die letzte Lebenszeit im Hospiz gestalten? Rundgang, Vortrag und Gespräch mit Dr. Heike Gudat, leitende Ärztin. Anmeldung erwünscht an 11. März Uhr Unispital Basel, Kapelle Klinikum 2: Wie werden Menschen in palliativen Situationen begleitet? Mit Prof. Dr. Stephan Marsch, Leiter der Medizin. Intensivstation, Lukas Weibel und Christian Emsden Fachverantwortliche Pflege, Dr. Sandra Eckstein, Leitende Ärztin Palliative Care, Dr. Christine Zobrist, Oberärztin Palliative Care, Lucia Hauser, Seelsorge

7 12. März Uhr Don Bosco: Grabgesang. Ein Makaberett vom Theater Adjeundfort. Ein tragisch verunglücktes Ehepaar wohnt auf dem Weg ins Jenseits der eigenen Beerdigung bei 13. März Uhr Kirche Bruder Klaus Liestal: Abschiedsfeier für Hinterbliebene. Texte, Musik, Stille. Mit Peter Messingschlager, Theologe und Viktor Pantjuchenko, Handorgel 14. März Uhr Pfarreiheim St. Stephan Therwil: Demenz: Was ist das und wo bekommen wir Hilfe? Ein Informationstag der Pfarrei mit einer Vielzahl beteiligter Institutionen 15. März Uhr Kirche Heiliggeist Basel: Tenebrae Lamentationen und Responsorien zur Karwoche. Das Vokalensemble larynx unter Leitung von Jakob Pilgram singt a capella-werke aus dem Frühbarock 16. März Uhr Don Bosco: Mit Kindern über den Tod reden. Ein Workshop für Eltern mit der Kinderphilosophin Eva Zoller Morf. Teilnahmebeitrag CHF 20. Anmeldung erforderlich an 17. März und 18. März Uhr Theater Roxy Birsfelden: Ente, Tulpe und Tod. Ein Stück des Theaters Hora nach dem Bilderbuch von Wolf Erlbruch. Eintritt CHF März Uhr Kantonsspital Liestal: Abschied im Spital: Tod am Anfang, in der Mitte und am Ende des Lebens. Einblick in die Arbeit der ökumenischen Spitalseelsorge Liestal. Anmeldung erwünscht an 19. März Uhr Kapelle und Aula des Bethesdaspitals Basel: Gedenkfeier für Verstorbene des Palliativ-Zentrums Hildegard mit anschliessendem Apéro 20. März Uhr Bruder Klaus Liestal: IN-RIchtung Auferstehung. Ein Outdooranlass für Männer in der Fastenzeit. Mit Peter Messingschlager und Rolf Schlatter. Treffpunkt vor der Kirche. Anmeldung an

8 22. März Uhr Matinee Don Bosco: Wie wollen wir sterben? Antworten aus dem Forschungsprojekt Sterbewünsche. Begleitet von literarischen Texten und Musik. Mit Dr. Heike Gudat, Prof. Dr. Christoph Rehmann-Sutter und Dorothee Becker 23. März Uhr Pfarreiheim Bruder Klaus Liestal: Oma will sterben Interaktives Theater zum Thema Sterbehilfe mit dem Theater Impuls 24. März Uhr Palliativzentrum Hildegard: Vorstellung der Angebote zur palliativen Pflege und Betreuung. 25. März Uhr Don Bosco: Spiritual Care - Annäherungen an die Geheimnisse des Lebens. Vortrag von Marek A. Dolata, Spitalseelsorger im Palliativ Zentrum Hildegard Basel. 27. März Uhr Claraspital Basel Haupteingang: Wie wird das Abschiednehmen im Claraspital gestaltet? Impuls, Begehung und Gespräch mit Andrea Gross und Dorothee Dieterich, Spitalseelsorge und Rita Brogna, Pflegefachfrau und Psychoonko logische Mitarbeiterin. Anmeldung an 28. März Uhr Kirche Heiliggeist Basel: Was am Ende zählt... Gespräch mit Anne und Nikolaus Schneider (ehem. Ratsvorsitzender der Ev. Kirche Deutschlands). Gesprächsleitung Ludwig Hesse. Saxophon Beat Riggenbach. Das Gespräch findet statt, wenn Frau Schneiders Gesundheit es erlaubt. 29. März Uhr Don Bosco: Königlich und zerbrechlich. Begegnung mit Menschen der Bibel im Bibliodrama. Mit Karin Klemm und Monika Hungerbühler. Anmeldung erwünscht an Finissage 01. April Uhr Don Bosco: Wiegenlieder für Verstorbene. Gedichte von Anne Marie Müller, am Saxophon Beat Riggenbach.

9 Veranstaltungsorte Hospiz im Park Arlesheim, Stollenrain 12, Arlesheim Unispital, Kapelle Klinikum 2 Petersgraben 4, Basel Kirche Bruder Klaus Rheinstrasse 18, Liestal Pfarreiheim Bruder Klaus Rheinstrasse 20, Liestal Pfarreiheim St. Stephan Hinterkirchweg 31, Therwil Kirche Heiliggeist Thiersteineralle 51, Basel Theater Roxy Muttenzerstrasse 6, Birsfelden Bethesda-Spital, Kapelle und Aula Gellertstrasse 144, Basel Palliativzentrum Hildegard St. Alban-Ring 151, Basel Claraspital Haupteingang Kleinriehenstrasse 30, Basel PROJEKTLEITUNG: Dorothee Becker und Hella Grunwald (Pfarrei Heiliggeist), Peter Messingschlager (Pfarrei Bruder Klaus), Peter Zürn (Fachstelle katholisch bl.bs). Kontakt: Peter Zürn facebook.com/nochmalleben.ausstellung

10 dt Tram Theod Römergass Burgweg Fischerweg Schaffhauser Rheinweg Rhein Ausfahrt Breite Waldenburgerstrasse Zürcherstrasse torstrasse Klosterberg Aeschenplatz Bahnhof SBB Ausstellungsort: Kirche Don Bosco, Waldenburgerstrasse 32, 4052 Basel. Der Zugang ist barrierefrei. Öffnungszeiten: Uhr. Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Ab Bahnhof SBB mit dem Tram (Linien 8, 10 oder 11) bis zur Station «Aeschenplatz», dort wechseln auf die Linie 3, Fahrtrichtung Birsfelden, drei Stationen bis zur Haltestelle «Waldenburgerstrasse». Anreise mit dem Auto: Von der Autobahn kommend Ausfahrt «Breite» benutzen, Richtung City einspuren. Bleiben Sie auf der Zürcher strasse bis zum nächsten Rotlicht. Unmittelbar danach rechts befindet sich die Don Bosco Kirche.

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