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1 Copyright 2005 cobra - computer s brainware GmbH cobra Adress PLUS ist eingetragenes Warenzeichen der cobra - computer s brainware GmbH. Andere Begriffe können Warenzeichen oder anderweitig geschützt sein und werden hier ohne jegliche Gewährleistung der freien Verwendbarkeit benutzt. Änderungen, Irrtümer und Druckfehler vorbehalten. Bearbeitet von Harald Borges. Beratung: Martina Brenner. und

2 Inhalt cobra Adress PLUS und der SQL Server...6 Varianten des SQL Servers...6 Lizenzierung...7 Adress PLUS SQL und MSDE...8 Installation von Adress PLUS SQL...9 Installation der MSDE...9 Speicher optimieren...12 Hinweis zur Installation...13 Der Enterprise Manager...13 Server-Instanzen verwalten...15 Benutzer- und Sicherheitseinstellungen...16 Datenbanken verwalten...19 Datensicherung...23 Weitere Komponenten...25 Query Analyzer...25 Systemmonitor...25 SQL Profiler...25 Programmierumgebung...25 Installation...26 Übersicht...27 Datensicherung...27 Installation als Einzelplatzversion...27 Installation im Netzwerk...27 Aufruf von Adress PLUS...28 Konvertieren von Datenbanken und Formaten aus Adress PLUS 8, 9 und Vorgehensweise im Netzwerk...28 Sicherheitsaspekte...29 Vorgehen...30 Installation beginnen...30 Programm- und Systemdatenverzeichnis...30 Peer-to-Peer-Netzwerke

3 Zugriffsrechte auf Netzwerkebene...33 Netzwerklizenzen...33 Weitere Arbeitsstationen installieren...34 Installation prüfen...35 Serverupdate für Adress PLUS 11 / SQL ohne lokale Administratorenrechte...35 Systemeinstellungen...37 Systemkennwort...38 Auswirkungen des Systemkennwortes...39 Systemkennwort vergeben oder ändern...39 Systemkennwort löschen...40 Als Systemverwalter an-/abmelden...40 Anmeldung beim Start...40 Nachträgliche Anmeldung...40 Systemverwalter-Modus verlassen...41 Verzeichnis beim Öffnen von Datenbanken...41 Bearbeiten von Ansichten nur Systemverwaltern erlauben...42 Veränderungen an Ansichten speichern Versand...43 Kontakte für andere sichtbar machen und erstellen...44 Sortieren von Adressen...45 Adressformat in Dialogen...46 Menübefehle für sämtliche Benutzer sperren/freigeben...47 Kontaktarten definieren...48 Dokumentenverwaltung...49 Server auswählen...53 Connection String (ADL-Datei) anlegen...54 Dateieinstellungen...55 Datenbank...57 Datenbank-Kennwort...58 Mandanten- und Projektverwaltung aktivieren...58 Private Adressen und Gruppenadressen unterstützen...58 Adressfelder, Zusatzdaten und Kontakte...59 Felder zur Datenbank hinzufügen...60 Felddefinitionen ändern...65 Felder aus der Datenbank löschen...65 Feldeigenschaften...66 Feldtypen in Adress PLUS...68 Neue Zusatzdatentabelle anlegen...70 Sortierungen...70 Filter...71 Hierarchie...73 Dubletten...74 Zugriffsrechte...76 vcards...76 Datenbank reorganisieren

4 Datensicherung...78 Sicherheitssystem...81 Die Benutzerverwaltung...81 Benutzer...83 Benutzergruppen...85 Einstellungen...88 Benutzerverwaltung mit dem Active Directory...91 Konfiguration...92 Auswirkungen auf Adress PLUS...97 Die Zugriffsrechte...99 Zugriffsrechte einschalten Zugriffsrechte (vorübergehend) ausschalten Zugriffsrechte zuweisen Das Datenbank-Kennwort Effektive Rechte Ansichten Ansichten neu anlegen oder bearbeiten Die Menü- und Symbolleiste Der Komponenten-Vorrat der Werkzeugleiste Die Statuszeile Die Fläche und ihre Ebenen Menü- und Symbolleiste im Detail Die Symbolleiste Die Werkzeugleiste und ihre Komponenten Registerkarte»Adressen« Weitere Komponenten Registerkarten»Kontakte«,»Zusatzdaten«und»Dokumente« Registerkarte»Komponenten« Registerkarten Systembausteine / Benutzerbausteine Registerkarten Zusatzmodule Das Kontextmenü / Rechte Maustaste Ansichten nach Plan erstellen Benutzerrechte Geometriemanager Eigenschaften mehrerer Elemente nacheinander bearbeiten Felddefinitionen ändern Spalten verschieben Untergeordnete Flächen selektieren Kurztasten Datenaustausch Methoden des Datenaustauschs Daten abgleichen Datenabgleich Schritt für Schritt Starten des Datenabgleichs

5 Einstellungen festlegen Abgleichregeln definieren Abgleich durchführen Adressunterschiede abgleichen Abgleich automatisch fortsetzen Ergebnisprotokoll Zusammenführen Die Synchronisation einrichten Voraussetzungen Konfiguration Schnittstelle zur Warenwirtschaft einrichten Warenwirtschaft anbinden Verbindung herstellen Abgleich einrichten Identitätsfelder Daten abgleichen Warenwirtschafts-Einstellungen Technische Informationen Dateien in cobra Adress PLUS Die Unterverzeichnisse von cobra Adress PLUS Systemdateien Stichwortverzeichnis

6 cobra Adress PLUS und der SQL Server Adress PLUS arbeitet mit dem Microsoft SQL Server ab Version 7 und seinem kleinen Bruder, der MSDE, zusammen. Die MSDE liefern wir kostenfrei auf unserer CD mit aus. SQL Server ist eine umfassende Datenbank- und Analyselösung. Mit ihr lassen sich der Datenzugriff und -austausch vereinfachen und beschleunigen und Verwaltungsfunktionen sowie Routineaufgaben automatisieren. Damit steigert sich die Leistungsfähigkeit von Adress PLUS vor allem beim Verwalten großer Datenbanken erheblich. In diesem Leitfaden gehen wir auf den SQL Server im Hinblick auf seinen Einsatz für Adress PLUS ein. Allgemeinere Informationen etwa zur Sprache SQL oder zum zugrundeliegenden Datenbankkonzept entnehmen Sie bitte der von Microsoft zum SQL Server mitgelieferten Dokumentation. Varianten des SQL Servers SQL Server 2000 ist in einer Vielzahl unterschiedlicher Editionen verfügbar, um den jeweiligen Anforderungen einzelner Organisationen und Personen im Hinblick auf Leistungsfähigkeit, Laufzeit und Preis gerecht zu werden. SQL Server 2000 Enterprise Edition ist das SQL Server-Komplettangebot. Diese Edition bietet die Features für Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit mit verteilten und partitionierten Sichten, Protokollversand und verbesserter Failover-Clusterunterstützung, die für unternehmenswichtige, branchenspezifische und Internet-Szenarien erforderlich sind. 6

7 SQL Server 2000 Standard Edition stellt eine erschwingliche Option für kleine und mittelständische Unternehmen dar, die keine erweiterten Features für Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit oder mehrere der erweiterten Analysefeatures der Enterprise Edition benötigen. Standard Edition kann auf Systemen mit symmetrischem Multiprocessing und mit bis zu 4 CPUs und 2 GB RAM verwendet werden. SQL Server 2000 Personal Edition ist in der Standard und Enterprise Edition enthalten und deshalb nicht einzeln bestellbar. Sie umfasst eine vollständige Palette an Verwaltungs-Tools und beinhaltet die meisten Funktionen der Standard Edition, wurde jedoch für die persönliche Verwendung optimiert. SQL Server 2000 Developer Edition ist das SQL Server-Angebot, das Entwicklern die Möglichkeit bietet, beliebige Typen von Anwendungen basierend auf SQL Server zu erstellen. Diese Edition umfasst alle Funktionen der Enterprise Edition, beinhaltet jedoch einen besonderen Endbenutzer-Lizenzvertrag (EULA) für Entwicklungen und Tests. SQL Server 2000 Enterprise Evaluation Edition ist eine vollständige Version von Enterprise Edition. Sie ist jedoch zeitlich begrenzt und weist weitere Beschränkungen auf, die sich auf die Nutzung und Bereitstellung auswirken. SQL Server 2000 Desktop Engine (MSDE) bietet die grundlegenden Datenbankengine-Features von SQL Server Sie enthält jedoch keine Benutzeroberfläche und Verwaltungstools. Außerdem gibt es eine Begrenzung von Datenbankgröße und Arbeitsauslastung. Sie hat den geringsten Speicherbedarf aller Editionen von SQL Server SQL Server 2000 Windows CE Edition ist eine Version von SQL Server 2000, die für Geräte und Vorrichtungen unter Windows CE (z.b. PocketPC) vorgesehen ist. Der Programmcode ist mit den anderen Editionen von SQL Server 2000 kompatibel. Lizenzierung Microsoft bietet zwei Lizenzmodelle für den SQL Server an. Per Seat Jeder Arbeitsplatz benötigt eine Lizenz, kann damit aber auf beliebig viele SQL Server zugreifen. Diese Lizenzierung empfiehlt sich für wenige Clients. Per Processor Jeder Prozessor, auf dem der SQL Server läuft, muss lizenziert werden, dann können beliebig viele Clients darauf zugreifen. Diese Lizenzierung empfiehlt sich für viele Clients. 7

8 Adress PLUS SQL und MSDE Die MSDE (Microsoft SQL Desktop Engine) ist kostenlos im Lieferumfang von Adress PLUS SQL enthalten. Üblicherweise wird der Microsoft SQL Server als eigenständiger Server im Netzwerk betrieben, um so einer großen Anzahl von Benutzern möglichst viel Rechenleistung zur Verfügung zu stellen. Der kleine Bruder des SQL Servers, die MSDE, kann aber auch auf einem einzelnen PC oder Notebook zum Einsatz gelangen. Folgende Unterschiede bestehen zwischen der MSDE und dem SQL Server: Die MSDE ist für den gleichzeitigen Zugriff von bis zu 5 Benutzern optimiert, jedoch können auch mehr Benutzer mit der MSDE arbeiten. Deren Anfragen an die Datenbank werden in die Warteschlange gestellt, wenn bereits Anfragen von 5 Benutzern vorliegen. Die MSDE 2000 ist bereits in Office XP Professionell, Visio 2000 und anderen Microsoft-Produkten enthalten. Die MSDE ist für Anwendungen, die ein lokales Datenbankmodul benötigen, als kostengünstige Alternative zur Access-Datenbank gedacht. Zu diesen Anwendungen zählt beispielsweise auch Adress PLUS SQL auf dem Einzelplatz oder mit wenigen Benutzerlizenzen. Die MSDE ist gegenüber dem SQL Server eingeschränkt. Sie erlaubt: Maximal 2 Gigabyte pro Datenbank. Nicht mehr als 5 gleichzeitig unterstützte Arbeitsauslastungen (aktive Zugriffe). Bei der Installation von Adress PLUS SQL kann die MSDE auf Wunsch mitinstalliert werden. Adress PLUS greift automatisch auf die MSDE zu, die Benutzerverwaltung findet wie gewohnt in Adress PLUS statt. Falls die MSDE Ihren Anforderungen nicht gerecht wird, empfiehlt sich der Einsatz eines kompletten MS SQL Servers. 8

9 Installation von Adress PLUS SQL Die Installation beginnt automatisch, wenn Sie die CD ins Laufwerk legen. Sollte die Installation nicht automatisch starten, öffnen Sie den Windows Explorer, wechseln zur Installations-CD und klicken auf ihr die Datei AUTOSTART.EXE doppelt an. Folgen Sie während der Installation den vom Assistenten vorgeschlagenen Schritten. Klicken Sie im Installationsfenster die Schaltfläche»Hilfedatei anzeigen«an, Wenn Sie eine ausführliche Erläuterung der Installation benötigen. Installation der MSDE Befand sich bereits einmal eine Version von cobra Adress PLUS SQL auf Ihrem Rechner, und wurde diese Version deinstalliert, müssen Sie eventuell noch vorhandene ältere Datenbanken von Hand verschieben. Während der Installation von Adress PLUS SQL können Sie auf Wunsch auch die MSDE installieren. Sie finden Sie unter»extras«im obigen Installationsfenster. Von hier aus lässt sie sich auch nachträglich installieren. 9

10 Mit»Weitere Informationen«rufen Sie ausführlichere Erläuterungen auf. Die MSDE wird nach der Installation und bei jedem Neustart des Rechners automatisch gestartet. Nach der Installation erscheint ein Icon in der Windows-Taskleiste. Klicken Sie es doppelt an, öffnet sich der Server-Manager: Mit diesem Manager wählen Sie den Server und den gewünschten Dienst. 10

11 Die tatsächliche Benutzerverwaltung findet in cobra Adress PLUS statt. cobra Adress PLUS selbst greift dann auf den SQL Server zu, als sei nur ein Benutzer vorhanden. 11

12 Speicher optimieren Sollten auf dem Rechner, auf dem SQL Server installiert ist, auch andere Programme (wie etwa cobra Adress PLUS selbst) laufen, kann es zu Speicherengpässen durch den betrieb des SQL Servers kommen. In diesem Fall weisen Sie am besten jeder Instanz des SQL Servers eine bestimmte maximale Speichermenge zu. Speicheroptimierung mit dem Enterprise Manager Der Enterprise Manager ist Bestandteil des MS SQL Servers. Im Normalfall befindet sich der MS SQL Server auf einem dedizierten Server und wird vom zuständigen Systemverwalter betreut. Klicken Sie im Enterprise Manager die Serverinstanz mit der rechten Maustaste an. Wählen Sie aus dem Kontextmenü»Eigenschaften«, und weisen Sie dort im Register»Arbeitsspeicher«Speicher zu. SQL Server-Arbeitsspeicher dynamisch konfigurieren Dies ist das Standardverhalten, es wird Speicher reserviert und nicht wieder freigegeben. Dieses Verhalten ist ideal für Server, die keine weiteren Tasks ausführen. 12

13 Feste Arbeitsspeichergröße verwenden Dieser Modus ist zu empfehlen, wenn weitere Tasks auf diesem Server laufen. Der SQL Server nimmt sich beim Start der Instanz genau den hier zugewiesenen Speicher und greift darüber hinaus auf keinen zusätzlichen Speicher zu. Dadurch wird gewährleistet, dass andere Tasks wie etwa der IIS genügend Speicher erhalten und nicht sofort swappen müssen. Hinweis zur Installation Der SQL Server läuft als Dienst. Dieser Dienst wird unter einem Benutzer-Account ausgeführt. Es sollte auf jeden Fall ein eigener Account eingerichtet werden, der diesen Dienst dann ausführt. Bei der Installation wird nach diesem Account gefragt, er lässt sich aber nachträglich auch noch in der Management Console ändern. Der Enterprise Manager Der Enterprise Manager ist Bestandteil des MS SQL Servers, ist aber bei der MSDE nicht dabei. Im Normalfall befindet sich der MS SQL Server auf einem dedizierten Server und wird vom zuständigen Systemverwalter betreut. Alle hier gezeigten Einstellungen dürfen nur von diesem Systemverwalter getroffen werden. Der Enterprise Manager ist das zentrale Werkzeug des SQL Servers. Mit ihm erstellen und verändern Sie Datenbanken und führen Abfragen durch. Außerdem stellen Sie mit ihm die Verbindung zu einem SQL Server her, nehmen Datensicherungen vor und verwalten Benutzer und Zugriffsrechte. Der Enterprise Manager kann mehrere Instanzen des SQL Servers verwalten. Sie starten den Enterprise Manager im Windows-Startmenü mit»start: Programme: Microsoft SQL Server: Enterprise Manager«. 13

14 Im linken Fensterbereich sehen Sie die verfügbaren Klassen. Im rechten Fensterbereich finden Sie die einzelnen Objekte. Sowohl im linken als auch im rechten Fensterbereich stehen Ihnen die jeweils verfügbaren Funktionen sowohl über Menüs als auch über die rechte Maustaste zur Verfügung. So legen Sie im rechten Fenster etwa neue Server-Gruppen an. 14

15 Server-Instanzen verwalten Klicken Sie eine Server-Instanz mit der rechten Maustaste an, und erteilen Sie den Befehl»Eigenschaften«. Es erscheint eine Dialogbox mit verschiedenen Registerkarten für die Einstellungen, die für jede Instanz separat getroffen werden können. Zentral sind die Einstellungen unter»sicherheit«. Hier legen Sie fest, welche Anmeldung von den Benutzern verlangt wird. Der SQL Server kennt die Benutzerverwaltung der NT Security, in der er sich befindet. Es können also Gruppen/Benutzer aus der NT Security übernommen werden. Für externe Benutzer müssen in der SQL Benutzerverwaltung eigene Benutzerkonten angelegt werden. Beachten Sie bitte: die Anmeldung»SQL Server und Windows«steht nur in reinen Windows NT/2000-Umgebungen zur Verfügung und funktioniert nicht mit Windows 9.x-Clients. Dieser Modus kann nur in Verbindung mit der SQL Benutzerverwaltung betrieben werden. 15

16 Benutzer- und Sicherheitseinstellungen Ein Benutzer-Account am SQL Server muss über folgende Rechte verfügen: Schreibrechte in das Installationsverzeichnis der Instanz des SQL Servers (z.b. C:\PROGRAMME\MICROSOFT SQL SERVER\MSSQL). Diese Rechte sollten bei der Installation automatisch erteilt werden. Schreibrechte auf die Registry-Einträge HKEY_CLASSES_ROOT HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\MSSQLSERVER Diese Rechte können mit REGEDT32.EXE erteilt werden. Beim Erstellen einer Datenbank wird immer ein Account sa angelegt, der ein leeres Passwort hat und serverweit alle Rechte besitzt. Dieses Konto lässt sich nicht löschen und bleibt als einziges Konto auch bei einer reinen Windows-Anmeldung erhalten. Ändern Sie sein Kennwort umgehend in der Benutzerverwaltung. Ebenfalls gibt es standardmäßig»vordefiniert/administratoren«, das gelöscht werden kann, falls nicht alle Systemverwalter Zugriff auf den SQL Server erhalten sollen. Sonst haben alle Administratoren auch auf dem SQL Server Administratoren-Rechte. Benutzer werden unter»sicherheit Neuer Benutzername«erfasst. Als»Name«werden können Sie Gruppen aus den Domänen auswählen. So ersparen Sie es sich, alle Gruppenmitglieder einzeln definieren zu müssen Sie können aber natürlich auch einzelne Gruppenmitglieder als Benutzer anlegen. 16

17 Über den Button»Mitglieder«sehen Sie, wer zu einer Gruppe gehört dort können Sie einzelne Gruppenmitglieder selektieren. Jedem Benutzer wird eine»serverrolle«in der gleichnamigen Registerkarte zugewiesen; sie beinhaltet seine Rechte: Als»Beschreibung«wird angezeigt, welche Rechte mit einer Rolle verbunden sind. Über die Schaltfläche»Eigenschaften«fragen Sie ab, wer diese Rolle bereits innehat und welche Einzelrechte genau zu dieser Rolle gehören. 17

18 In der Registerkarte»Datenbankzugriff«geben Sie einerseits an, auf welche Datenbanken der Benutzer zugreifen darf. Andererseits wählen Sie im unteren Fensterbereich aus, welche Rechte Sie dem Benutzer auf genau diese Datenbank zugestehen. Über die Schaltfläche»Eigenschaften«sehen Sie, welche Benutzer eine markierte Datenbankrolle innehaben. Datenbankrolle db_accessadmin db_backupoperator db_datareader db_datawriter db_ddladmin db_denydatareader db_denydatawriter db_owner db_securityadmin Rechte Datenbankzugriff erlauben/verweigern Befehle zur Datenbanksicherung und -wartung erteilen Leserechte in allen Benutzertabellen Schreibrechte in allen Benutzertabellen DDL-Statements ausführen Kein Leserecht in Benutzertabellen Kein Schreibrecht in Benutzertabellen Uneingeschränkte Rechte in der Datenbank Rollen, Mitgliedschaften und Rechte in der Datenbank verwalten 18

19 Jeder Benutzer, der Zugriffsrechte auf eine Datenbank hat, wird außerdem automatisch in die Datenbankrolle Public aufgenommen, deren Rechte sich individuell gestalten lassen. Dazu klicken Sie im Eigenschaften-Fenster der Datenbankrolle die Schaltfläche»Berechtigungen«an: Datenbanken verwalten Allgemein Mit der rechten Maustaste legen Sie neue Datenbanken an und ändern deren Eigenschaften. Ein Assistent geleitet Sie durch diesen Vorgang. Eine Datenbank des SQL Servers (bzw. der MSDE) besteht immer aus mindestens 2 Dateien: Die MDF-Datei enthält alle Informationen wie Tabellen-, Spalten-, Indexnamen, Views etc.) der Datenbank. Diese Informationen werden in Systemtabellen der Datenbank hinterlegt. Die Datenbank enthält standardmäßig auch alle Daten dieser Tabelle bzw. Indizes. Sie muss regelmäßig gesichert werden. Die LDF-Datei verzeichnet alle Transaktionen, die an der Datenbank durchgeführt wurden (das sogenannte Transaction Log ). Mit diesen Informationen kann die Datenbank jederzeit wiederhergestellt werden. Diese Log-Datei soll regelmäßig gesichert werden, da sie sonst zu einem Plattenüberlauf führen kann. Es ist zudem empfehlenswert, diese Datei auf einer anderen Festplatte abzulegen als die Daten selbst. Beim Erzeugen einer Datenbank empfehlen wir, immer eine NDF-Datei mitzuerzeugen, welche die Daten der Datenbank enthält. Dies hat den Vorteil, dass 19

20 Daten (NDF) und Beschreibung (MDF) getrennt sind, wodurch sich ein eventuelles Wiederherstellen der Datenbank deutlich einfacher gestaltet. NDF-Dateien enthalten nur Tabellen bzw. Index-Daten und keine die Datenbank beschreibenden Daten wie die MDF. Diese Dateien werden standardmäßig in einer Dateigruppe gespeichert. Diese Dateigruppe heißt Primary und befindet sich im Verzeichnis \DATA der Instanz des jeweiligen SQL Servers. Im Enterprise Manager können zu jeder Datenbank weitere solcher Dateigruppen angelegt werden. Diese Dateigruppen nehmen weitere NDF- bzw. LDF-Dateien auf. Die Einstellungen nehmen Sie vor, indem Sie eine Datenbank mit der rechten Maustaste anklicken und den Befehl»Eigenschaften«erteilen. Berechtigungen auf Benutzerebene Unter den Datenbank-Eigenschaften geben oder verweigern Sie bestimmten Rollen oder Benutzern bestimmte Rechte. Zu jeder Datenbank gibt es auch eine eigene Benutzerverwaltung, in der Sie über den Befehl»Eigenschaften«die Rechte für einzelne Objekte noch detaillierter regeln. Der Benutzer DBO hat allerdings von Anfang an alle Rechte für alle Objekte, und eventuell haben Sie dem Benutzer Public ja auch schon Rechte erteilt. 20

21 Tabellen verwalten Sie können für Ihre Datenbanken eigene Tabellen erstellen. Dabei muss allen Spalten der Tabelle Spaltenname, Datentyp usw. zugewiesen werden. 21

22 Erteilen Sie aus dem Kontextmenü den Befehl»Neue Tabelle«. Weitere Tabellenmerkmale wie etwa den Namen der Tabelle und Beziehungen zwischen Spalten dieser Tabelle und Spalten einer anderen Tabelle definieren Sie über das Icon»Tabellen- und Indexeigenschaften«. 22

23 Datensicherung In der linken Registerkarte»Struktur«des Enterprise Managers finden sich Verwaltungsfunktionen zu den Serverinstanzen. Dort wird die Datenbanksicherung eingerichtet. Erteilen Sie mit der rechten Maustaste den Befehl»Neues Sicherungsmedium«, um zu bestimmen, wohin die Daten gesichert werden sollen. Klicken Sie dieses Sicherungsmedium mit der rechten Maustaste an und erteilen den Befehl»Eigenschaften«, richten Sie die Sicherung ein. 23

24 Diese Sicherung kann für jede Datenbank auf dem Server individuell definiert werden. Es gibt drei Arten der Sicherung: Vollständig...Alle Extents der Datenbank werden gesichert. Differentiell...Es werden nur solche Extents der Datenbank gesichert, die sich seit der letzten Vollsicherung geändert haben. Transaktionsprotokoll Dabei werden nicht die eigentlichen Daten, sondern die Veränderungen gespeichert. Diese Art der Sicherung ist nur dann sinnvoll, wenn das Transaktionsprotokoll wirklich alle Änderungen verzeichnet. Dies ist standardmäßig der Fall. Die Einstellung, welcher dieser Sicherungstypen verwendet werden soll, wird unter den Datenbank-Eigenschaften in der Registerkarte»Optionen«getroffen. 24

25 Weitere Komponenten Query Analyzer Mit diesem Werkzeug führen Sie die Datenanalyse über Scripts, Prozeduren und SQL-Statements durch. Systemmonitor Mit diesem Werkzeug von Windows 2000 und XP überwachen Sie die Leistung von Systemkomponenten. Bei der Installation des SQL Servers werden neue Zähler in den Performance Monitor aufgenommen, mit denen Sie die Leistung des SQL Servers prüfen können. Legen Sie dazu unter»leistungsprotokolle und Warnungen«über die rechte Maustaste ein neues Protokoll an und wählen Sie aus, welche Instanzen und Leistungsindikatoren Sie erfassen lassen wollen. Detailliertere Auskunft über einzelne Ereignisse auf dem SQL Server liefert Ihnen der SQL Profiler. SQL Profiler Der Profiler zeichnet Aktivitäten auf einer Instanz des SQL Servers auf. Sie können dabei selbst bestimmen, welche Merkmale Sie protokollieren lassen wollen, um Schwachstellen zu finden. Außerdem ermöglicht der Profiler das Debuggen von Transact SQL-Anweisungen und gespeicherten Prozeduren. Programmierumgebung cobra Adress PLUS kann mit Automation direkt aus anderen Programmen angesprochen werden. Eine Liste von Automation-Befehlen befindet sich in der Online-Hilfe. Wir sind bemüht, Ihnen ständig aktualisierte Informationen im Internet bereitzustellen. Besuchen Sie uns unter 25

26 Installation Das Systemverwalter-Handbuch behandelt Programmeinstellungen, die vor allem bei der Arbeit in Netzwerkumgebungen und für Systemadministratoren von Bedeutung sind: Systemeinstellungen Benutzerverwaltung Zugriffsrechte Dateieinstellungen Ansichten Datenabgleich Das setzt über weite Strecken umfassende Kenntnisse von Windows und Adress PLUS voraus. Wenn Sie Adress PLUS nicht in einem Netzwerk zu betreiben gedenken, können Sie dieses Handbuch vorerst beiseite legen. Irgendwann jedoch werden Sie auf dieses Handbuch stoßen, etwa wenn es um das Gestalten eigener Ansichten, das Verwalten von Benutzerrechten oder Datenbankeinstellungen geht. 26

27 Übersicht Datensicherung Nehmen Sie auf einem Rechner, auf dem sich bereits Adress PLUS befindet, eine Neuinstallation, eine Reparatur oder eine wie auch immer geartete Änderung an der Installation von Adress PLUS vor, sichern Sie vorher unbedingt Ihre Daten. Dies gilt insbesondere für Adressdatenbanken, aber auch für Benutzereinstellungen usw. Überschreiben Sie niemals eine bereits vorhandene Einzelplatz-Installation durch eine Server-Installation, sondern deinstallieren Sie im Zweifelsfall die Einzelplatz- Installation, bevor Sie die Server-Installation durchführen. Installation als Einzelplatzversion Wählen Sie die Einzelplatz-Installation und folgen Sie den Anweisungen des Installations-Assistenten. Weitere optionale Komponenten installieren Sie über die Schaltfläche»Extras«des Setups. Installation im Netzwerk Schritt 1: Server-Installation Zur Installation von Adress PLUS im Netzwerk wählen Sie die Schaltfläche»Server«. Der ausgewählte Server kann auch ein reiner File-Server sein, z.b. ein UNIX-, Linux- oder Novell-Server (mit Dateinamensvergabe > 8.3). Schritt 2: Client-Installationen Für jeden Client muss anschließend eine Client-Installation durchgeführt werden. Dazu rufen Sie in der Server-Installation im Client-Verzeichnis das Programm SETUP.EXE auf. Bei der Client-Installation wird auf Wunsch im Startmenü des Clients eine Verknüpfung auf Adress PLUS erzeugt. Die Netzwerk-Installation ist damit abgeschlossen. 27

28 Die Systemumgebung wird auf dem Server installiert. Das Programm von Adress PLUS liegt lokal auf dem Client. Weitere optionale Komponenten installieren Sie über die Schaltfläche»Extras«des Setups. Aufruf von Adress PLUS Die Verknüpfung auf Adress PLUS bezieht sich in der Client-Installation immer auf das Adress PLUS-System des Servers. So wird sichergestellt, dass alle Clients in derselben Adress PLUS-Umgebung arbeiten. Konvertieren von Datenbanken und Formaten aus Adress PLUS 8, 9 und 10 Der Download verschiedener Datenübernahme-Assistenten geschieht aus dem»fragezeichen«-menü über den Befehl»Datenübernahme«. Für den Terminmanager gibt es ein eigenes Konversionswerkzeug. Einzelheiten zur Datenkonversion aus älteren Versionen finden sich im Benutzerhandbuch. Vorgehensweise im Netzwerk In PC-Netzwerken muss Adress PLUS auf einem Fileserver oder einem anderen PC installiert werden, auf welchen alle Benutzer Zugriff haben. Bei der Installation von Adress PLUS auf mehreren Arbeitsstationen im Netzwerk gehen Sie in dieser Reihenfolge vor: Lesen Sie zuerst die Anmerkungen zum Sicherheitssystem im folgenden Abschnitt aufmerksam durch. Installieren Sie Adress PLUS auf dem Server. Wenn Sie dies wünschen, kann der Rechner, von dem aus Sie dies tun, auch als Client eingerichtet werden. Sie werden vom Assistenten gefragt. Nehmen Sie die Anpassungen für Peer-to-Peer-Netzwerke vor (optional). Tragen Sie die Netzwerklizenz beim Start von Adress PLUS ein. Legen Sie die notwendigen Datenbanken an. Richten Sie alle Felder der Datenbank ein. 28

29 Richten Sie die Benutzer und Benutzergruppen ein und aktivieren Sie die Benutzerverwaltung. Wollen Sie mit der Active Directory-Benutzerverwaltung arbeiten, schauen Sie bitte vorher im Kapitel "Sicherheitssystem" ab Seite 81 nach. Legen Sie die Zugriffsrechte fest. Installieren Sie alle weiteren Arbeitsstationen. Legen Sie die Startparameter fest (Benutzerhandbuch). Sicherheitsaspekte Adress PLUS kann beliebig viele Dateien mit jeweils fast beliebig vielen Adressen verarbeiten. In der Regel arbeiten mehrere Personen mit Adressdaten eines Arbeitsbereichs oder einer Firma. Dabei sind mehrere verschiedene Formen der Zusammenarbeit denkbar: mehrere Personen arbeiten nacheinander an einem PC. mehrere Personen arbeiten gleichzeitig oder nacheinander an mehreren Computern in einem PC-Netzwerk. Aus diesen Formen der Zusammenarbeit ergeben sich vielfältige Anforderungen an die Sicherheit. Eine Benutzerverwaltung muss die Einschränkung der Zugriffsberechtigung für einzelne Benutzer und Datenbanken zulassen. Nach der Installation von Adress PLUS besitzen alle Benutzer, die es starten, volle Zugriffsrechte. In einem Netzwerk sollten Sie deshalb als nächstes Ihre Benutzerumgebung und die Zugriffsrechte einrichten. Adress PLUS stellt zu diesem Zweck folgende Funktionen zur Verfügung: Systemkennwort zur Identifikation des Systemverwalters. Benutzerverwaltung mit Benutzern und Benutzergruppen mit Benutzerkennwort. Berechtigungssystem zur Definition fein abgestufter Zugriffsrechte für jeden Benutzer in jeder Datenbank. Datenbank-Kennworte fürzugriff auf einzelne Datenbanken. 29

30 Vorgehen Die Installation beginnt automatisch, wenn Sie die CD ins Laufwerk legen. Sollte die Installation nicht automatisch starten, öffnen Sie den Windows Explorer, wechseln zur Installations-CD und klicken auf ihr die Datei SETUP.EXE doppelt an. Folgen Sie während der Installation den vom Assistenten vorgeschlagenen Schritten. Für eine Installation müssen Sie administrative Rechte auf diesem Rechner bzw. Server haben. Installation beginnen Installieren Sie von der Adress PLUS-CD. Beachten Sie dabei folgendes: Wenn Sie auf der Seite»Installationsverzeichnis«des Assistenten eine UNC- Pfadangabe anstelle eines verbundenen Netzwerklaufwerks verwenden möchten, wählen Sie»Durchsuchen«und tragen im Dialog»Installationsverzeichnis«den UNC-Namen manuell ins Feld»Pfad«ein. Oder führen Sie ein Server-Setup durch. Dabei werden lediglich alle benötigten Daten auf einen File-Server kopiert. Am Installationsort wird ein Unterverzeichnis \CLIENT erzeugt. Darin finden Sie ein Installationsprogramm, das Sie anschließend von jeder Workstation aus durchführen müssen. Programm- und Systemdatenverzeichnis Da in einem Netzwerk die gleichen Dateien von mehreren Benutzern verwendet werden, müssen sie je nach Verwendungszweck unterschiedlich eingerichtet werden. Bei Einzelplatzinstallationen befinden sich das Programm und die Systemumgebung im selben Installationsverzeichnis. Bei Netzwerkinstallationen befindet sich das Programmverzeichnis auf dem lokalen Arbeitsplatz. Die Systemumgebung hingegen liegt im Netzwerk. Dabei werden die Dateien in folgende Gruppen aufgeteilt: \Programm...Ins Programmverzeichnis gehören die eigentliche Programmdatei ADRESSPLUS.EXE, alle Dynamic Link Libraries (DLLs) sowie einige weitere Dateien. Alle diese Dateien sollten im Netzwerk vor Schreibzugriffen geschützt werden. 30

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